DB und Eurostar schaffen Grundlage für eine Direktverbindung (Allgemeines Forum)

Henrik, Donnerstag, 04.12.2025, 14:37 (vor 70 Tagen)

04. Dezember 2025, 12:30 Uhr - Berlin/London

DB und Eurostar schaffen Grundlage für eine Direktverbindung von Deutschland nach London

DB und Eurostar legen mit MoU den Grundstein für erste Hochgeschwindigkeitsverbindung • Großes Potenzial für neue Direktverbindungen – politisches Handeln unerlässlich • Neue Verbindung zwischen London und Deutschland für Anfang der 2030er Jahre geplant

Die Deutsche Bahn (DB) und Eurostar gehen den nächsten Schritt auf dem Weg zu einer direkten Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Deutschland und London.

In einer jetzt unterzeichneten Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) kündigen beide Unternehmen an, Optionen für ein gemeinsames Fernverkehrsangebot zwischen London und deutschen Großstädten wie Köln und Frankfurt auszuloten.

Eurostar wird sein Know-how im Bereich der Bahnreisen durch den Tunnel unter dem Ärmelkanal beisteuern, während die DB ihre Kompetenz als Netzanbieter einbringt, der deutschlandweit präsent ist. Der Start der neuen Direktverbindung, bei der die neuen doppelstöckigen Celestia-Züge von Eurostar zum Einsatz kämen, ist für die frühen 2030er Jahre geplant. Hierfür müssen jedoch die erforderlichen technischen, betrieblichen und rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sein.

Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr: „Europa wächst auf der Schiene immer enger zusammen. In Zusammenarbeit mit Eurostar wollen wir auch Deutschland und das Vereinigte Königreich mit Hochgeschwindigkeit näher zusammenbringen. Wir sind von dem großen Potenzial einer solchen Direktverbindung überzeugt. Das Projekt zeigt aber auch, dass neue grenzüberschreitende Fernverkehrsangebote aufgrund der komplexen Rahmenbedingungen oft nur durch Partnerschaften wie diese möglich sind.“

Gwendoline Cazenave, CEO Eurostar: „Wir freuen uns sehr, diese Partnerschaft mit der DB zu starten. Dies ist ein großer Schritt, um das Reisen zwischen London und Deutschland nachhaltiger und leichter zu gestalten. Indem wir unser Know-how bei Bahnreisen durch den Kanaltunnel und unsere neue Flotte mit der starken Präsenz der DB in Deutschland kombinieren, schaffen wir ein ganz neues Maß an Verbindungen und Komfort für unsere Kunden. Diese Partnerschaft wird dazu beitragen, das Wachstum von Eurostar weiter voranzutreiben und uns unserem Ziel näherbringen, 30 Millionen Fahrgäste über unser Netz zu befördern.“

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder: „Mit dieser Initiative setzen wir ein starkes Zeichen für die Zukunft des europäischen Bahnverkehrs. In einer eigens für dieses Projekt gegründeten Task Force arbeiten wir bereits mit Hochdruck an den rechtlichen, infrastrukturellen und politischen Voraussetzungen für diese neue Verbindung. Ich begrüße es sehr, dass die beteiligten Unternehmen diesen Faden nun aufnehmen. Ich bin mir sicher, dieses Projekt wird ein großer Gewinn für alle Bahnreisenden in ganz Europa.“

Heidi Alexander, britische Verkehrsministerin: „Diese Partnerschaft zwischen Eurostar und der Deutschen Bahn hat das Potenzial, den grenzüberschreitenden Bahnverkehr in Europa für kommende Generationen zu verändern. Nach konstruktiven Gesprächen mit meinem deutschen Amtskollegen im Sommer beschleunigen wir nun unsere Pläne. Es geht darum, die Art und Weise, wie Millionen Menschen zwischen unseren beiden Ländern reisen, grundlegend zu verändern. Eine direkte Bahnverbindung wird Arbeitsplätze schaffen, wichtige Handelsbeziehungen stärken und eine Verbindung ermöglichen, die internationales Reisen noch einfacher und umweltfreundlicher macht.“

Ziele der geplanten Zusammenarbeit:

- Schaffen eines direkten Fernverkehrsangebots auf der Schiene zwischen dem Vereinigten Königreich und Deutschland. Dessen Durchführung durch einzelne Bahnunternehmen gilt als äußerst schwierig. Gemeinsame Partnerschaften sind daher entscheidend.

- Verbesserte Verbindungen für Reisende zwischen London und Deutschland mit einem größeren Angebot, mehr Komfort und einer Verbindung von Stadtzentrum zu Stadtzentrum, die so eine nachhaltige Alternative zum Fliegen bieten.

- Nutzen des Fachwissens und der Ressourcen von DB und Eurostar zum beiderseitigen Vorteil und zur Bereitstellung besserer Lösungen für die Kunden. Gemeinsam werden DB und Eurostar mögliche Fahrpläne entwickeln und Terminaleinrichtungen untersuchen, die internationale Grenz- und Sicherheitskontrollen ermöglichen.

DB und Eurostar begrüßen die starke politische Unterstützung für eine künftige Direktverbindung zwischen dem Vereinigten Königreich und Deutschland. Diese spiegelt sich insbesondere in dem am 17. Juli vom deutschen Bundeskanzler und dem britischen Premierminister unterzeichneten Vertrag über Freundschaft und bilaterale Zusammenarbeit wider. Als eine Maßnahme aus diesem Vertrag haben die Ministerien beider Länder eine Task Force eingerichtet, die die politischen Herausforderungen für eine Direktverbindung zwischen Deutschland und London gemeinsam angehen soll – insbesondere im Hinblick auf die Einreiseformalitäten und die erforderliche Infrastruktur sowie zwischenstaatliche Vereinbarungen.

[image]

https://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/DB-und-Eurostar...

Vielleicht erstmal mit durchgehenden Tickets anfangen...

Sanformatiker, Donnerstag, 04.12.2025, 15:47 (vor 69 Tagen) @ Henrik

So sehr ich eine solche Verbindung begrüße, wäre es doch schon mal fantastisch, wenn man auf Strecken nach London als ersten Schritt vielleicht einfach mal wieder durchgehende Tickets mit vollen Fahrgastrechten anbieten könnte. Die umsteigefreie Fahrt von Köln und/oder Frankfurt aus wäre dann zwar das Sahnehäubchen, wäre aber für mich eher nachrangig.

Frühe 2030er-Jahre ...

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Donnerstag, 04.12.2025, 16:20 (vor 69 Tagen) @ Henrik

Huhu.

Schienen sind da, Züge sind da, Bahnhöfe sind da.

Was muss man da jetzt ca 10 Jahre(!!!) dran "planen"?

Und was interessiert mich die Meldung jetzt 10 Jahre vorher?

Schöne Grüße von jörg

der das dann nicht mehr erlebt ... Egal.

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Frühe 2030er-Jahre ...

Reservierungszettel, KDU, Donnerstag, 04.12.2025, 16:53 (vor 69 Tagen) @ Der Blaschke

Huhu.

Schienen sind da, Züge sind da, Bahnhöfe sind da.

Was muss man da jetzt ca 10 Jahre(!!!) dran "planen"?

Und was interessiert mich die Meldung jetzt 10 Jahre vorher?

Schöne Grüße von jörg

der das dann nicht mehr erlebt ... Egal.

War auch mein Gedanke, rein Theoretisch könnte morgen der erste ICE Frankfurt-London fahren.

Was da geplant werden muss ist wie es mit den hier schon vielfach diskutierten Kontrollen läuft.

Am Ende alles nichts Neues Hauptsache man kann eine Super Meldung raushauen ;)

Frühe 2030er-Jahre ...

611 040, Erfurt, Donnerstag, 04.12.2025, 21:07 (vor 69 Tagen) @ Reservierungszettel

Was sollen immer wieder diese "Planungen" und "Absichtserklärungen" zu ICEs nach London.
Das Thema mit den Kontrollen ist schwierig, vor allem da es ja entweder an ALLEN Einstiegsbahnhöfen in Deutschland, Belgien und Frankreich passieren müsste oder bei einem Halt an der Grenze. (Oder erst beim Ausstieg in London? sofern man vorher nicht auf GB-Boden hält, wie die Interzonenzüge der BRD)
Allein in Deutschland wären das aufwendige Anlagen wie mindestens in Frankfurt Hbf, am Flughafen und in Köln.
Dann die Züge. Die 408 sind doch gar nicht für GB zugelassen, die 407 auch nicht. Müsste man auch noch erledigen. (Ok, da es in GB schon Velaros gibt vllt nicht unmöglich..)

Dann frage ich mich als jemand der wirklich viel und sehr gerne Bahn fährt wirklich, ob so eine Verbindung sinnvoll und konkurrenzfähig wäre. Fahrzeit ggü. Flugzeug ein riesiger Unterschied (gerade von Frankfurt aus) und preislich auch echt teuer. (Zumindest derzeit die Umsteigeverbindungen über Brüssel)

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Dir ist wohl entgangen

Reservierungszettel, KDU, Donnerstag, 04.12.2025, 21:42 (vor 69 Tagen) @ 611 040

Dann die Züge. Die 408 sind doch gar nicht für GB zugelassen, die 407 auch nicht. Müsste man auch noch erledigen. (Ok, da es in GB schon Velaros gibt vllt nicht unmöglich..)

…das es in den 10er Jahren schon mindestens eine Testfahrt gab. Meines Wissens ist die auch ohne Probleme verlaufen, an den Zügen wird es sicher nicht scheitern. Das hätte man schon vor 10 Jahren haben können.

Dann frage ich mich als jemand der wirklich viel und sehr gerne Bahn fährt wirklich, ob so eine Verbindung sinnvoll und konkurrenzfähig wäre. Fahrzeit ggü. Flugzeug ein riesiger Unterschied (gerade von Frankfurt aus) und preislich auch echt teuer. (Zumindest derzeit die Umsteigeverbindungen über Brüssel)

Offensichtlich ist dir nicht bekannt das die Verbindung auch beidseitig über Brüssel hinaus genutzt wird, eine Umsteigefreie Verbindung würde also nicht nur mehr Potential als jetzt schon sondern auch einen Fahrzeitgewinn bieten.

Dir ist wohl entgangen

611 040, Erfurt, Donnerstag, 04.12.2025, 21:59 (vor 69 Tagen) @ Reservierungszettel

Nur mal zum Vergleich:

An einem normalem Wochentag im Januar für die Strecke Frankfurt- London, 1 Person:

- Bahnverbindungen mit ICE bis Brüssel und dann EST nach London, ab 129€ MIT BC25
Reisezeit ca. 6 Stunden. In Brüssel aufwendiges Umsteigen mit Wechsel der Bahnhöfe, 1:15h Zeit für 42min Weg und dann noch Kontrolle. 5 Verbindungen täglich ca. alle 2h.

- Lufthansaflüge direkt ab Frankfurt bis London, Flugzeit 1.40 Stunden, ab 108€
Flüge jede Stunde.

Wer der nicht wirklich Bahn fährt weil er gerne Zug fährt nutzt das? Gerade für Geschäftsreisen ist der Flieger einfach viel schneller und dazu nichtmal teurer.
Urlauber bekommen bei Billigairlines noch deutlich günstigere Flüge und haben zwei Urlaubstage mehr.

Und landschaftlich reizvoll sind die Strecken dort bei den Geschwindigkeiten eh nicht.

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Wenn dann bitte richtig vergleichen

Ludo, Niedersachsen, Donnerstag, 04.12.2025, 23:33 (vor 69 Tagen) @ 611 040
bearbeitet von Ludo, Donnerstag, 04.12.2025, 23:34

Nur mal zum Vergleich:

An einem normalem Wochentag im Januar für die Strecke Frankfurt- London, 1 Person:

- Bahnverbindungen mit ICE bis Brüssel und dann EST nach London, ab 129€ MIT BC25
Reisezeit ca. 6 Stunden. In Brüssel aufwendiges Umsteigen mit Wechsel der Bahnhöfe, 1:15h Zeit für 42min Weg und dann noch Kontrolle. 5 Verbindungen täglich ca. alle 2h.

1) Was für ein Bahnhofswechsel? Was für ein Weg von 42 Minuten? Es handelt sich um den gleichen Bahnhof in Brüssel, wenn auch um das Eurostar-Terminal. Fußweg keine 5 Minuten.
2) Bei einer Direktverbindung würde sich die Reisezeit verkürzen.
3) Eurostar-Kontrolle geht schneller als das ganze Flughafen-Prozedere.

- Lufthansaflüge direkt ab Frankfurt bis London, Flugzeit 1.40 Stunden, ab 108€
Flüge jede Stunde.

Ein fairer Vergleich rechnet von Stadtzentrum zu Stadtzentrum, also z.B. vom Römer zum Piccadilly Circus.
Fahrt zum Flughafen Frankfurt im Vergleich zum Hbf dürfte nicht der Rede wert sein, dann muss man jedoch die Zeit einrechnen, die man früher am Flughafen sein muss, während man in den Zug noch 1 Minute vor Abfahrt steigen kann.
Und dann landet man in Heathrow. Selbst mit dem teuren „Heathrow Express“ dauert es einige Zeit bis in die Stadt (bitte Preis draufschlagen) oder man nimmt die kostengünstige Piccadilly Line, die aber ewig braucht.
Unter dem Strich würde das Flugzeug bei einer Direktverbindung vielleicht noch geringfügig besser abschneiden, aber der Unterschied ist bei weitem nicht gravierend.

Wer der nicht wirklich Bahn fährt weil er gerne Zug fährt nutzt das? Gerade für Geschäftsreisen ist der Flieger einfach viel schneller und dazu nichtmal teurer.

Diejenigen, die umweltbewusst reisen und ihren Kindern das auch vorleben möchten.
Zum Thema Geschäftsreisende: Im Zug hat man durchgehend WLAN und kann die Fahrtzeit als Arbeitszeit nutzen, im Flieger nicht.

Urlauber bekommen bei Billigairlines noch deutlich günstigere Flüge und haben zwei Urlaubstage mehr.

Billiger: Vermutlich ja.
Urlaubstage: Unsinniges Argument (s.o.)

Und landschaftlich reizvoll sind die Strecken dort bei den Geschwindigkeiten eh nicht.

Vermutlich der einzige Punkt, in dem ich dir zustimme. Landschaftlich reizvoll sind HGV-Strecken generell selten.

Dir ist wohl entgangen

VT642, Freitag, 05.12.2025, 00:07 (vor 69 Tagen) @ 611 040

Ich halte die Fahrzeit Frankfurt-London durchaus für konkurrenzfähig zum Flugzeug, zumal sie sich bei einer Direktverbindung ohne Umstieg nochmals im Vergleich zum Status Quo reduzieren ließe.

Was es m.E. sehr sicher nicht geben wird, ist eine Kontrolle erst bei Ankunft in UK. Das muss auf jeden Fall vorher erfolgen, alleine wegen der Sicherheitsbestimmungen im Tunnel. Ebenso wenig wird es derartige Kontrollstellen in Frankfurt Hbf und am Flughafen geben, sondern nur an einem der beiden Bahnhöfe - alles andere wäre wirtschaftlich nicht darstellbar - und unnötig, da ich nicht wüsste, woher der Flughafen ein derart hohes Fahrgastpotenzial bieten sollte, dass sich dort eine Abfertigungseinrichtung lohnen würde. Das sehe ich im Übrigen auch für Aachen so. Realistisch wird ein Deutschland-London-ICE in Frankfurt, Köln und Brüssel halten, evtl. noch Lille Europe.

schwierige Kontrollen

Alter Köpenicker, BSPF, Freitag, 05.12.2025, 03:35 (vor 69 Tagen) @ 611 040

Das Thema mit den Kontrollen ist schwierig,

Eigentlich nicht, wenn man sich nicht so mädchenhaft hat, wie die Engländer.

Wenn dann bitte richtig vergleichen

JanZ, HB, Freitag, 05.12.2025, 09:09 (vor 69 Tagen) @ Ludo

1) Was für ein Bahnhofswechsel? Was für ein Weg von 42 Minuten? Es handelt sich um den gleichen Bahnhof in Brüssel, wenn auch um das Eurostar-Terminal. Fußweg keine 5 Minuten.

Eben. Die Zeit, die da eingerechnet wird, ist genau die für Check-in und Kontrollen, also die, die bei einer Direktverbindung wegfallen würde. Der Fußweg ist nicht weiter als sonst innerhalb des Bahnhofs.

Ergänzung

JanZ, HB, Freitag, 05.12.2025, 09:31 (vor 69 Tagen) @ JanZ
bearbeitet von JanZ, Freitag, 05.12.2025, 09:33

1) Was für ein Bahnhofswechsel? Was für ein Weg von 42 Minuten? Es handelt sich um den gleichen Bahnhof in Brüssel, wenn auch um das Eurostar-Terminal. Fußweg keine 5 Minuten.


Eben. Die Zeit, die da eingerechnet wird, ist genau die für Check-in und Kontrollen, also die, die bei einer Direktverbindung wegfallen würde.

... und die man vor allem beim Flug auch hat. Die Bahnfahrzeit inklusive Kontrollen mit der reinen Flugzeit zu vergleichen, ist schon sehr putzig.

Ich bin öfter vom Frankfurter Raum nach GB gereist, und fast immer mit dem Zug. Zeitlich hat es sich nicht allzu viel getan, preislich zumindest zu Zeiten des London-Spezials auch nicht. Zumal es die wirklich günstigen Flugverbindungen nur mit Ryanair von Hahn gab, was dann wieder zeitlich schwer machbar war (Abflug so früh, dass man in Hahn übernachten müsste). Und dann landet man in Stansted und muss von da wieder wegkommen. Und auch bei einem Flug ab FRA wäre der zeitliche Vorteil nicht so groß gewesen, dass nicht letztendlich der Bahnenthusiasmus und das Umweltbewusstsein gewonnen hätten. Und das eine Mal, dass ich geflogen bin, habe ich dann quasi zur Strafe das Flugzeug auch noch verpasst (wegen knapp kalkulierter Zeit meinerseits und langen Schlangen an den Sicherheitskontrollen) und musste komplett neu buchen. Beim Eurostar wäre das so gar nicht passiert, bzw. wird man bei bahnbedingtem Anschlussverlust in der Regel kostenlos umgebucht.

Frühe 2030er-Jahre ...

Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Freitag, 05.12.2025, 11:46 (vor 69 Tagen) @ Reservierungszettel

Ich meine mich erinnern zu können, das bei dieser Problematik der Tunnelbetreiber iwelche Bedenken angemeldet hätte bzgl Sicherheit undoder Evakuierung im Falle eines Falles.
Evtl liegt es daran, das es so spät und nicht zum nächsten Fahrplan passiert.
Die Züge benötigen ja auch die Zulassung für den Tunnel...

Frühe 2030er-Jahre ...

JanZ, HB, Freitag, 05.12.2025, 12:13 (vor 69 Tagen) @ Tabernaer
bearbeitet von JanZ, Freitag, 05.12.2025, 12:15

Soweit ich weiß, ist im Tunnel eine Mindestlänge für die Züge vorgegeben, damit immer eine Notausgangstür neben dem Zug ist. Damit das was bringt, mussten die Züge ursprünglich auch durchgängig begehbar sein, was z.B. Doppeltraktionen ICE 3 aber ausschließen würde. Ich meine, das hätte man aber inzwischen geändert, auch um die Hürden für Wettbewerber zu senken.
Es hängt jetzt also tatsächlich noch an der Zulassung in den Ländern, die bisher nicht durchfahren werden, und den Kontrollen. Und beides geht halt mal nicht eben so zum nächsten Fahrplanwechsel. Ist aber auch nicht so, dass wir das nicht schon x-mal hier diskutiert hätten, und es regelmäßigen Lesern daher bekannt sein könnte.

Sag ich ja: endloses Palaver!

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Freitag, 05.12.2025, 13:45 (vor 69 Tagen) @ JanZ

Hallo.

Es hängt jetzt also tatsächlich noch an der Zulassung in den Ländern, die bisher nicht durchfahren werden, und den Kontrollen. Und beides geht halt mal nicht eben so zum nächsten Fahrplanwechsel. Ist aber auch nicht so, dass wir das nicht schon x-mal hier diskutiert hätten, und es regelmäßigen Lesern daher bekannt sein könnte.

Ist es auch. Allen Verantwortlichen aber auch! Was muss jetzt also noch jahrelang palavert werden? Entweder ist hierzulande die Möglichkeit für entsprechende Kontrollen gegeben oder nicht. Und wenn nicht: gibt's eine Möglichkeit, ein solches Areal einzurichten? Das muss ich aber nicht ein ganzes Jahrzehnt prüfen.

Dann sollen sie irgendwo mitten in einem der Kölner Güterzugareale sich ein Gleis mopsen, nen Sicherheitstrakt drumherum bauen, das Ding "Köln GB" nennen und dann hält der Zug dort. Oder man baut Köln Hbf um. Oder man läßt den ganzen Quark eben sein.

Die altbekannten immerselben Fragen, die seit Jahren offen stehen, hätten längst beantwortet werden können. Da braucht man kein Memorandum of Gottweißwas. Das dient nur dazu, weiterhin nichts konkret entscheiden zu müssen.


Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Sag ich ja: endloses Palaver!

611 040, Erfurt, Freitag, 05.12.2025, 18:44 (vor 68 Tagen) @ Der Blaschke

Wenn der ICE aber nicht direkt oder unmittelbar am Hbf abfährt ists m.E. sinnlos.
Der Vorteil ist ja gerade, dass man von überall schnell nach Frankfurt oder Köln fahren und dann umsteigen kann. Wenn man erst noch mit der S-Bahn durch die Stadt zu einem entfernten extra GB-Bahnhof fahren müsste wirds sehr unattraktiv.

Am besten wäre wirklich eine Kontrolle an der Grenze oder Ankunft in London beim Ausstieg. So müssten ja ALLE Bahnhöfe in drei Ländern umgebaut werden.
Am Flughafen wird man ja auch bei Ankunft kontrolliert von Zoll und Polizei. (Sicherheitskontrollen braucht man im Zug ja nicht, geht doch nur um Pass/Ausweis)
Könnte man ja ggf. sogar durch Polizei im Zug an der Grenze durchführen wie stichprobenartig an den deutschen Grenzen ja auch.

--
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Sag ich ja: endloses Palaver!

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Freitag, 05.12.2025, 19:01 (vor 68 Tagen) @ 611 040

Huhu.

Am besten wäre wirklich eine Kontrolle an der Grenze oder Ankunft in London beim Ausstieg.

Ich kenn mich da nicht aus - aber das könnte nur funktionieren, wenn der Ankunftsbereich noch nicht als nationales Terrain gilt. Sonst ist ja jeder Asülant schon im Land - und den muss man dann ja erst mühselig wieder los werden.

Für uns Deutsche wäre das natürlich ein Gewinn - manch Unerwünschte könnten wir elegant los werden. Dafür gibt's sogar ein Vorbild. Die Italiener setzten Flüchtlinge gern mitsamt Ticket in einen Brenner-EC. Und tschüss. Den Österreichern oben am Brenner war's egal - hinter Kufstein sind sie das Problem ja wieder los. Und so durfte dann die Bundespolizei in Rosenheim oder München ran. Ein Bekannter von mir war da mal DB-Zugbegleiter, fuhr auch zum Brenner. Der fragte seine Vorgesetzten, wie er zu handeln habe. Die zuckten nur mit den Schultern - österreichischen Zoll/Polizei anrufen war natürlich vergeblich. Mitnehmen, weggucken war die Devise. Zumal die Leute ja von den Italienern spendiert ein Ticket hatten.


Insofern dürfte es völlig utopisch sein, dass Großbritannien es je zulässt, dass Leute erstmal unkontrolliert auf ihre Insel kommen.

Schöne Grüße von jörg

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Sag ich ja: endloses Palaver!

JanZ, HB, Freitag, 05.12.2025, 19:02 (vor 68 Tagen) @ 611 040
bearbeitet von JanZ, Freitag, 05.12.2025, 19:02

Am besten wäre wirklich eine Kontrolle an der Grenze oder Ankunft in London beim Ausstieg. So müssten ja ALLE Bahnhöfe in drei Ländern umgebaut werden.
Am Flughafen wird man ja auch bei Ankunft kontrolliert von Zoll und Polizei. (Sicherheitskontrollen braucht man im Zug ja nicht, geht doch nur um Pass/Ausweis)

Beides falsch. Die Fluggesellschaften kontrollieren schon vor dem Einstieg die Papiere, weil sie Leute, die nicht einreisen dürfen, sonst auf ihre Kosten zurück schicken müssten. Und im konkreten Fall wollen die Briten nicht, dass Passagiere ohne Kontrolle britisches Territorium auch nur durchqueren, weil sie dann nämlich dort Asyl beantragen könnten. Kontrolle bei der Ankunft in London geht also nicht.

Und für Züge durch den Eurotunnel gibt es wegen der Angst vor Anschlägen sehr wohl auch eine Sicherheitskontrolle.

Wenn man keine Bahnhöfe umbauen will, bliebe also nur ein Aus- und Wiedereinstieg irgendwo vor dem Tunnel.

Sag ich ja: endloses Palaver!

611 040, Erfurt, Freitag, 05.12.2025, 20:33 (vor 68 Tagen) @ Der Blaschke

Den ZuB braucht doch der Ausweis auch gar nicht zu interessieren. Solange man eine gültige nicht personalisierte Fahrkarte hat ist doch alles okay. Und darauf hab die Italiener ja extra geachtet. Nicht dass die als Schwarzfahrer ohne Dokumente noch in Italien wieder rausgeholt werden müssen.
Hab so eine Situation vor paar Monaten mal im RE4 nach Stettin erlebt. Dort kontrollieren die Polen ja derzeit mal wieder übertrieben. Ein Kind hatte keinen Ausweis dabei (Vater war dabei und hatte einen). Die polnische Polizei untersagte tatsächlich den Ausstieg in Stettin(!) und passte auf, dass die beiden im Zug blieben und zurück nach Deutschland fuhren. (M.E. hätte man doch die Kollegen rufen können und das in Stettin klären, so ist der ganze Ausflug erledigt)

Dass auch vor Abflug die Ausweise kontrolliert werden ist schon klar, aber eben nur durch die Fluggesellschaft um abzugleichen ob die Namen auf den Tickets übereinstimmen.
Kontrolle durch Grenzpolizei oder Zoll finden doch nach Ankunft statt.
Wobei bei Non-Schengen Flügen auch beim Einsteigen durch die örtliche Polizei, dort wird aber doch nicht kontrolliert ob man ins Zielland einreisen darf, die Beamten dort wissen ja gar nicht wohin man fliegt, da sie nur Pässe und keine Bordkarten sehen wollen und (zumindest in Basel) nur eine Kontrolle für mehrere Non-Schengen-Gates gibt.

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Sag ich ja: endloses Palaver!

JanZ, HB, Samstag, 06.12.2025, 10:58 (vor 68 Tagen) @ 611 040

Beim Fliegen hängt es stark vom Zielland ab. Vor dem USA-Flug hat ein Angestellter von Air Berlin unsere Einreiseformulare kontrolliert und uns dazu gebracht, die völlig korrekte Angabe der Urlaubsadresse zu ändern, weil er sie für unplausibel hielt und befürchtete, dass wir bei der Einreise damit Probleme bekommen.

Nun ist es beim Eurostar aber so, dass man bereits vor dem Einstieg von offiziellen Beamten des Einreiselandes kontrolliert wird, dafür gibt es extra einen Staatsvertrag. Ich gehe sehr davon aus, dass man auch bei zukünftigen Verbindungen auf diesem Modell bestehen wird. Da können wir hier im Forum Vergleiche mit anderen Grenzen oder Verkehrsmitteln anstellen oder kundtun, was wir gerne hätten, wie wir lustig sind: Ohne vorherige Passkontrolle wird kein Fahrgast in den Eurotunnel einfahren.

Sag ich ja: endloses Palaver!

611 040, Erfurt, Samstag, 06.12.2025, 12:28 (vor 68 Tagen) @ JanZ

Seltsam. Dann müssten die Briten ja eigene Beamte dauerhaft oder im Wechsel mindestens nach Frankfurt, Köln und Brüssel schicken. Wahnsinnsaufwand.
Eine Kooperation mit den nationalen Behörden (Aufgabenübertragung an BuPo bzw. belgische Grenzpolizei wird man bei solchen Aufgaben sicher nicht wollen)
Dann wäre tatsächlich eine Kontrolle kurz vor Einfahrt in den Tunnel für alle am sinnvollsten.
Meines Erachtens ein riesiges unnötiges Theater vor allem seit dem Brexit. (War früher häufig in UK, seitdem bis jetzt noch nicht wieder)

Die für alle absolut sinnvollste, schnellste und günstigste Möglichkeit wäre eine Kontrolle in London nach Ankunft. Der Zug würde in ein spezielles Gleis fahren, wo man den Zug nur durch die Kontrolle verlassen kann.
Den extremen Aufwand von Kontrollen und dem Bau von Stationen in mehreren Bahnhöfen mehrerer Länder NUR für den extrem seltenen Fall(!) dass ein Zug vor erreichen von London endet und die Fahrgäste einfach aussteigen können, halte ich für völlig unverhältnismäßig.

Dann wirklich den M*** (sorry) sein lassen und einfach weiterhin mit Umstieg fahren.

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Sag ich ja: endloses Palaver!

JanZ, HB, Samstag, 06.12.2025, 14:27 (vor 68 Tagen) @ 611 040

Seltsam. Dann müssten die Briten ja eigene Beamte dauerhaft oder im Wechsel mindestens nach Frankfurt, Köln und Brüssel schicken. Wahnsinnsaufwand.
Eine Kooperation mit den nationalen Behörden (Aufgabenübertragung an BuPo bzw. belgische Grenzpolizei wird man bei solchen Aufgaben sicher nicht wollen)
Dann wäre tatsächlich eine Kontrolle kurz vor Einfahrt in den Tunnel für alle am sinnvollsten.
Meines Erachtens ein riesiges unnötiges Theater vor allem seit dem Brexit. (War früher häufig in UK, seitdem bis jetzt noch nicht wieder)

Wobei es die Kontrollen ja immer schon gab, nur dass vor dem Brexit der Personalausweis ausgereicht hat. Jetzt braucht man einen Reisepass und neuerdings auch noch ETA.

Die für alle absolut sinnvollste, schnellste und günstigste Möglichkeit wäre eine Kontrolle in London nach Ankunft. Der Zug würde in ein spezielles Gleis fahren, wo man den Zug nur durch die Kontrolle verlassen kann.
Den extremen Aufwand von Kontrollen und dem Bau von Stationen in mehreren Bahnhöfen mehrerer Länder NUR für den extrem seltenen Fall(!) dass ein Zug vor erreichen von London endet und die Fahrgäste einfach aussteigen können, halte ich für völlig unverhältnismäßig.

Dann wirklich den M*** (sorry) sein lassen und einfach weiterhin mit Umstieg fahren.

Eben, da wären (wieder) durchgehende Tickets ja schon mal ein Anfang. Die Anschlusssicherung scheint ja gar nicht so schlecht zu funktionieren, das könnte man vielleicht noch besser bewerben bzw. auf eine bessere Rechtsgrundlage stellen.

Sag ich ja: endloses Palaver!

Ludo, Niedersachsen, Samstag, 06.12.2025, 21:04 (vor 67 Tagen) @ JanZ

Eben, da wären (wieder) durchgehende Tickets ja schon mal ein Anfang. Die Anschlusssicherung scheint ja gar nicht so schlecht zu funktionieren, das könnte man vielleicht noch besser bewerben bzw. auf eine bessere Rechtsgrundlage stellen.

Korrekt, vollkommene Zustimmung!
1. Umstieg und Kontrolle weiterhin in Brüssel
2. Wieder durchbuchbare Tickets
3. Verlässliche Anschluss-Sicherung Frankfurt - London
Fertig, aus, Ende.

Die DB sollte das Geld lieber für die eigene Infrastruktur in die Hand nehmen.

Gruß, Ludo

Frühe 2030er-Jahre ...

LimburgSüd, D, Sonntag, 07.12.2025, 11:12 (vor 67 Tagen) @ JanZ

Hi,

bezüglich der Türen, Zuglänge und Durchgängigkeit stimmt diese Aussage nicht ganz:

Soweit ich weiß, ist im Tunnel eine Mindestlänge für die Züge vorgegeben, damit immer eine Notausgangstür neben dem Zug ist. Damit das was bringt, mussten die Züge ursprünglich auch durchgängig begehbar sein, was z.B. Doppeltraktionen ICE 3 aber ausschließen würde. Ich meine, das hätte man aber inzwischen geändert, auch um die Hürden für Wettbewerber zu senken.

Die genaue Regelung besagt wohl, dass bei Doppeltraktionen sichergestellt sein muss, dass sowohl eine Tür des vorderen Zugteils als auch eine Tür des hinteren Zugteils gleichzeitig neben einer Notausgangstür sein müssen: Siehe hier.

„Die DB will bis Ende 2013 eine regelmäßige Zugverbindung…“

Ludo, Niedersachsen, Sonntag, 07.12.2025, 19:42 (vor 66 Tagen) @ Henrik

„…von Deutschland nach London anbieten“

https://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/a-723882.html

15 Jahre später ist man hier keinen Schritt vorangekommen, eher im Gegenteil: Der „Vorzeigezug“ ist inzwischen ausgemustert.

Gruß, Ludo

Reihenfolge

sflori, Sonntag, 07.12.2025, 20:11 (vor 66 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von sflori, Sonntag, 07.12.2025, 20:13

Hmm. Ich hätte da als Reisender einen Vorschlag für eine Reihenfolge:

1.
Abschaffen, dass man als Europäer ein ETA kaufen muss. Das schreit doch von vorne bis hinten nach "wir wollen euch nicht".

2.
Warum durchgehende Züge planen, wenn man noch nicht mal durchgehende Sparpreise verkaufen kann?
Halten die uns für bescheuert? :)

3.
Und selbst dann sind die Belgier doch seit Jahrzehnten bereits auf die Kontrollen spezialisiert. Dann sollen die das doch weiter machen. Sind die Punkte 1 und 2 erledigt, wirds bestimmt nicht an einem Umstieg in Brüssel scheitern. ;)


Bye. Flo.

Aktivitäten (Aktionismus) und ihr Hintergrund

Elefant01, Sonntag, 07.12.2025, 21:00 (vor 66 Tagen) @ Henrik

Hallo zum Advent,

Der Hintergrund des Aktionismus wird in der Mitteilung erwähnt. Im Juli unterzeichneten PM Starmer und Kanzler Merz einen "Vertrag über Freundschaft ....".
Darin enthalten ist als Punkt 7 die "neue direkte Bahnverbindung".
Wenn also die Regierungschefs im Juli etwas beschließen, dann müssen die Fachminister wenigstens bis Jahresende noch eine Erklärung abgeben. Sonst entfällt die Leistungsprämie für 2025 ;-)

Alles andere hat Zeit.

Übrigens, man lese und staune, als Punkt 8 und 9 wird die Vereinfachung des Reisen genannt.

Chopping and changing - bis die Torys wieder am Ruder sind.

Einen schönen Abend.

Elefant01

Aktivitäten und ihr Hintergrund

Henrik, Montag, 08.12.2025, 00:52 (vor 66 Tagen) @ Elefant01

Der Hintergrund des Aktionismus wird in der Mitteilung erwähnt. Im Juli unterzeichneten PM Starmer und Kanzler Merz einen "Vertrag über Freundschaft ....".
Darin enthalten ist als Punkt 7 die "neue direkte Bahnverbindung".
Wenn also die Regierungschefs im Juli etwas beschließen, dann müssen die Fachminister wenigstens bis Jahresende noch eine Erklärung abgeben. Sonst entfällt die Leistungsprämie für 2025 ;-)

Alles andere hat Zeit.

Übrigens, man lese und staune, als Punkt 8 und 9 wird die Vereinfachung des Reisen genannt.

Für Schulklassen ist seit ein paar Wochen die Visa- / ETA-Pflicht entfallen.

aus dem Vertrag

Artikel 13
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Die Vertragsparteien stärken die Konnektivität im Verkehrswesen und arbeiten im
Bereich nachhaltiger, innovativer und allgemein zugänglicher Verkehrslösungen und
Mobilität zusammen, einschließlich der Zusammenarbeit zur Unterstützung der
Dekarbonisierung des Verkehrs. Zu diesem Zweck werden sie bestrebt sein,
Direktverbindungen im Schienenpersonenfernverkehr zwischen ihren Ländern zu
ermöglichen.


Im August kam es dann zu einem Treffen in Hamburg.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) und seine britische Amtskollegin Heidi Alexander haben in Hamburg eine Erklärung unterzeichnet, nach der eine Taskforce offene Fragen des Projekts klären soll.

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/bahn-deutschland-grossbritannien-100.html

Reihenfolge

462 001, Taunus, Montag, 08.12.2025, 10:27 (vor 66 Tagen) @ sflori

1.
Abschaffen, dass man als Europäer ein ETA kaufen muss. Das schreit doch von vorne bis hinten nach "wir wollen euch nicht".

Das wir EUler in UK unbeliebt sind, ist schon immer so.

2017-2019 war ich öfter auf der Insel und die Kontrollen bei Eurostar fand ich immer äußerst seltsam...

Bei der Einreise wurde mein Ausweis immer sehr intensiv begutachtet, bei der Ausreise hingegen kaum bis gar nicht - Einmal wurd ich sogar einfach durchgewunken(nach dem Motto, hauptsache raus hier).

--
Von mir besuchte Bahnhöfe
- Deutschland: 1614
- Euro. Ausland: 711

Stand: 30.12.2025

Reihenfolge

JanZ, HB, Montag, 08.12.2025, 10:47 (vor 66 Tagen) @ 462 001

1.
Abschaffen, dass man als Europäer ein ETA kaufen muss. Das schreit doch von vorne bis hinten nach "wir wollen euch nicht".


Das wir EUler in UK unbeliebt sind, ist schon immer so.

Vor allem frage ich mich, welchen Einfluss die Eisenbahn auf die Kontrollen haben soll. Die gibt es doch bei Fähre, Le Shuttle und Flug genauso?

2017-2019 war ich öfter auf der Insel und die Kontrollen bei Eurostar fand ich immer äußerst seltsam...

Bei der Einreise wurde mein Ausweis immer sehr intensiv begutachtet, bei der Ausreise hingegen kaum bis gar nicht - Einmal wurd ich sogar einfach durchgewunken(nach dem Motto, hauptsache raus hier).

Naja, klar, wenn man als Schengen-Bürger in den Schengenraum einreist, wird man natürlich nicht so umfassend kontrolliert wie bei der Einreise in ein Nicht-Schengen-Land. Finde ich jetzt nicht übermäßig überraschend.

Reihenfolge

611 040, Erfurt, Montag, 08.12.2025, 11:19 (vor 66 Tagen) @ 462 001

Ich war auch bis 2019 häufig in UK mit dem Flieger. Kontrollen fand ich nie irgendwie mehr oder genauer als zu anderen Zielen. Lediglich die Sicherheitskontrollen in London oder Manchester waren immer ein riesiges Theater. Das war selbst in Frankfurt schneller und einfacher, in Basel oder Zürich sowieso.

Dass die Briten die EU nicht mögen ist ja seit dem Brexit bekannt.

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Reihenfolge

JanZ, HB, Montag, 08.12.2025, 11:55 (vor 66 Tagen) @ 611 040
bearbeitet von JanZ, Montag, 08.12.2025, 11:56

Klar, beim Fliegen ist man diese Art der Kontrolle gewohnt. Beim Zugfahren ist es heutzutage ja schon etwas Besonderes, wenn mal ein Zoll- oder Grenzbeamter durch den Zug geht. Aber dafür kann halt die Bahn nichts.

Reihenfolge

Fabian318, Münster i. W., Montag, 08.12.2025, 17:32 (vor 65 Tagen) @ 462 001

1.
Abschaffen, dass man als Europäer ein ETA kaufen muss. Das schreit doch von vorne bis hinten nach "wir wollen euch nicht".


Das wir EUler in UK unbeliebt sind, ist schon immer so.

2017-2019 war ich öfter auf der Insel und die Kontrollen bei Eurostar fand ich immer äußerst seltsam...

Bei der Einreise wurde mein Ausweis immer sehr intensiv begutachtet, bei der Ausreise hingegen kaum bis gar nicht - Einmal wurd ich sogar einfach durchgewunken(nach dem Motto, hauptsache raus hier).

Es gibt auch keine Ausreisekontrollen (grenzpolizeilicher Art) aus UK. Das mag erklären, wieso es bei der Ausreise schnell geht.

Zeit für Sicherheitskontrolle in Brüssel wird nicht gespart

bahnbob, Mittwoch, 17.12.2025, 18:31 (vor 56 Tagen) @ Henrik

... sondern nur nach Frankfurt oder Köln verschoben.

Ich bin 2023 mit dem Eurostar von Berlin nach London und zurück. Natürlich dazu mit dem ICE nach Köln und dann nochmal ICE nach Brüssel.

Ich halte es dabei für sehr sinnvoll, dass die Sicherheitskontrollen nur an den "Grenzbahnhöfen" Paris Nord, Lille Europe und Brüssel stattfinden. Klar, kann man Stau in diesen Bahnhöfen vermeiden, indem man die Grenzkontrollen schon vorverlagert, wie es jetzt auch in Amsterdam passiert. Aber die Wirtschaftlichkeit von zahlreichen Grenzkontrollposten "mitten im Land" statt an den Grenzen halte ich für fragwürdig. Und noch kritischer sind die Opportunitätskosten, nämlich der große Flächenverbrauch an den Bahnhöfen, besonders wenn es sich ohnehin schon um überfüllte innerstädtische Knoten handelt. Am Flughafenbahnhof Frankfurt wäre dafür noch Platz. Genau wie in Brüssel und Lille, wo große neue Fernbahnhöfe etwas dezentral gebaut wurden. Aber Köln Hauptbahnhof? Es bleibt zu befürchten, dass Köln und das ganze Rheinland ohne Halt durchfahren werden oder vielleicht irgend ein neuer Fernbahnhof (an Stelle einer existierenden kleineren Station) irgendwo gebaut wird, damit es dort genug Platz für die Kontrollen gibt. (Vielleicht sogar Köln Flughafen?!) Möglicherweise ist der Hintergrund all dieser Überlegungen nicht so sehr, der Fahrgastnutzen, sondern einfach eine befürchtete Überlastung der Sicherheitskontrollanlagen in Brüssel?

Was aus meiner Sicht eine deutlich billigere (und damit auch Risiko-ärmere) Verbesserung wäre, (ohne Investition in neue Checkin-facilities, die dann womöglich nicht genug genutzt werden) sind mehr direkt Verbindungen aus deutschen Großstädten nach Brüssel! So könnte man aus Berlin, Stuttgart, Hamburg mit einem einzigen Umstieg nach London kommen. Und an diesem einen Umstieg gibt es dann Sicherheitscheck für alle, statt zig solcher checkpoints in ganz Deutschland aufzubauen.

Bei unserer Hinreise nach London hatten wir > 1 Stunden Aufenthalt in Brüssel Midi geplant. Sind angekommen und haben erstmal erkundet, wo es zum Checking geht. Dann raus aus dem Bahnhof und ordentliches Mittagessen im Restaurant. Dann weiter nach London. Auf der Rückfahrt hatten wir das nicht, weil wir uns auf den Takt der ICE verließen, im Falle von Verspätung des Eurostar. Letztlich war der Eurostar aber pünktlich, während die ICE nach Köln und Berlin Probleme machten. Hier wäre in direkter ICE ab Brüssel durch's Ruhrgebiet und weiter nach Hannover und Berlin wirklich praktisch. Genauso wie auch durchgehende Züge aus Brüssel über FF/M Flughafen nach Süden nicht nur einen Fahrzeitgewinn brächten, sondern auch verpasste Anschlüsse vermeiden würden. (Und in Brüssel plant man dann sowieso eine längere Umsteigezeit ein.)

Ein Vorteil des Anschlusses mit Security Check ist auch, dass sich dort Verspätungen ausgleichen lassen, indem Passagiere mit verspätetem Anschluss priorisiert in den Checkin gelassen werden können. Wenn das Ticket durchgängig gebucht ist, kann sich sich das Personal vor Ort schon auf die Ankunft vorbereiten und es kann auch spezielle Wegeleitung direkt am Ankunftsbahnsteig geben. "Nach London bitte hier entlang, den kurzen Weg. Alle anderen bitte zum anderen Abgang des Bahnsteigs."

Zeit für Sicherheitskontrolle in Brüssel wird nicht gespart

VT642, Mittwoch, 17.12.2025, 19:54 (vor 56 Tagen) @ bahnbob

Ganz ohne Investitionen würde das allerdings m.E. nicht funktionieren. Der Check-In Bereich in Brüssel ist jetzt schon recht unterdimensioniert für die Nachfrage, die ab Brüssel besteht. Die Sitzplätze hinter der Kontrolle reichen kaum für den einen Zug, der dort aktuell gleichzeitig abgefertigt werden kann. Bei größeren Verspätungen müssen die Fahrgäste oft zunächst außerhalb des Terminals warten, weil kein Platz für die Abfertigung zweier Züge gleichzeitig vorhanden ist.

In Erwägung zu ziehen wäre daher evtl. eine Verlängerung der ICE bis Lille Europe - wurde nicht bei den saisonalen Eurostar-Zügen in Ziele ohne örtliche Kontrollinfrastruktur dort der "Zwangsausstieg" mit Kontrolle und anschließendem Wiedereinstieg vollzogen?

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