(ZM:) Korrekte Schweiz. Tix 1 Sek zu spät gekauft. Zack:Buße (Allgemeines Forum)
Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Sonntag, 27.07.2025, 18:23 (vor 201 Tagen)
Huhu.
Das Postauto fuhr um 10 Uhr 8 und 14 Sekunden - das Ticket wurde erst zur Sekunde 15 gekauft. Und damit nunmal nach Abfahrt. Man braucht es aber vor Abfahrt.
Nun darf der Delinquent 250 Franken zahlen und ist säuerlich. Nur am Rande wird erwähnt, dass es beim Erstsündenfall weniger kostet und unser Nörgler in der Story Wiederholungstäter ist.
Nun diskutiert das Netz über Schweizer Pünktlichkeit und Kleingeistigkeit.
https://www.heute.at/s/ticket-eine-sekunde-zu-spaet-geloest-270-euro-strafe-120121437
Schöne Grüße von jörg
--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)
(ZM:) Korrekte Schweiz. Tix 1 Sek zu spät gekauft. Zack:Buße
RadExpress, Sonntag, 27.07.2025, 18:51 (vor 201 Tagen) @ Der Blaschke
Ok bei einer (1) würde ich gnade vor recht ergehen lassen, aber die SBB ist halt sehr streng , habe schon erlebt das Strafen für das stehen in der 1. Klasse zum aussteigen oder besetzten nachbarplatz verteilt wurden.
(ZM:) Korrekte Schweiz. Tix 1 Sek zu spät gekauft. Zack:Buße
ArbitroCollina, Sonntag, 27.07.2025, 19:21 (vor 201 Tagen) @ RadExpress
Wenn man Gnade vor Recht walten lässt, ist es einfach eine Grenzverschiebung.
Zehn Sekunden zu spät ist dann ok, aber bei elf wird dann gebüsst oder wo soll man da ein gutes Mass finden?
Es gibt nur schwanger oder nicht schwanger, da ist die Sekunde drüber halt zu spät.
Da haben deine anderen Beispiele ggf. etwas mehr Spielraum, wobei es streng genommen korrekt ist, wobei insbesondere die Sitzplatzblockierer von mir aus gerne öfter gebüsst werden dürften (oder sie lösen für ihren Rucksack auch das nötige Ticket)
Die Frage ist, wie genau ist die Messung?
ICETreffErfurt, Eisenach, Montag, 28.07.2025, 01:31 (vor 201 Tagen) @ ArbitroCollina
Ich denke mal bei 1 Sekunde kann man durchaus die Messgenauigkeit anzweifeln. Die meisten Systeme, welche online funktionieren, haben Latenzen im Sekundenbereich.
Bei der DB darf man bis zu 10 Minuten nach der Abfahrt noch die Fahrkarte im Zug kaufen. Das ist deutlich kulanter und praxistauglicher.
Die Frage ist, wie genau ist die Messung?
sibiminus, Montag, 28.07.2025, 08:18 (vor 201 Tagen) @ ICETreffErfurt
Ich denke mal bei 1 Sekunde kann man durchaus die Messgenauigkeit anzweifeln.
Anzweifeln kann man viel. Beispielsweise die Glaubwürdigkeit eines Fahrgasts, der bereits ein erhöhtes Mehrfachtäterentgelt zahlen darf. Die Regel, dass Mitfahrt nur mit gültiger Fahrkarte gestattet und deswegen eine solche vor Betreten des Fahrzeugs gültig bereitzuhalten ist, ist ja auch in Deutschland nicht unüblich. Wäre das eingehalten, begäbe sich der Fahrgast gar nicht in die Gefahr in eine angebliche "Grauzone" zu geraten.
Wird der durch das VU vorgelegte Beweis angezweifelt, ist es an der Gegenseite für stichhaltiges Entkräften des Vorwurfs. Das kann ein Richter dann in der Beweiswürdigung abwägen, was glaubhafter ist: Die Darstellung des Fahrgasts oder die des VU. Das ist kein Fall für Kulanz. In keinster Art und Weise!
--
"Diese Preise sorgen dafür, daß die Bahn an anderer Stelle immer mehr rationalisieren und einsparen wird. Nicht oben in den Höhenluftbüros, nein, unten an der Basis auf dem Bahnsteig oder im Zug. Am Fahrkartenschalter. Bei den Ansagen." ~ Alibizugpaar
Die Frage ist, wie genau ist die Messung?
ICETreffErfurt, Eisenach, Montag, 28.07.2025, 09:04 (vor 201 Tagen) @ sibiminus
Die Frage ist: Wie hat man überhaupt diese 1 Sekunde festgestellt?
Wurden da nur die Daten aus der App und IST-Daten des schweizerischen Pendant zum DB-RIS miteinander abgeglichen?
Für mich stellt sich hier keine juristische Frage sondern eine technische Frage.
Wenns eine "Wiederholungstäter" war, lag hier vielleicht ein technisches Problem mit der App vor? Oder hat der Fahrgast sind grundsätzlich immer auf dem letzten Drücker eingebucht. Kann man sich dadurch überhaupt einen Vorteil erschleichen?
Die Frage ist auch: Gab es für den Betreiber durch die 1 Sekunde spätere Einbuchung einen wirtschaftlichen Schaden? Ich kenne das System nicht und weiß nicht wie die Fahrten dort abgerechnet werden.
Die Frage ist, wie genau ist die Messung?
Fabian318, Münster i. W., Montag, 28.07.2025, 09:08 (vor 201 Tagen) @ ICETreffErfurt
Kann man sich dadurch überhaupt einen Vorteil erschleichen?
In der Zeit zwischen Ankunft und Abfahrt kann man sicher schon mal schauen bei kurzen Zügen, ob Kontrollpersonal anwesend ist. Ein Vorteil ist das, wenn man beabsichtigt sich ein Ticket zu kaufen, natürlich nicht.
Die Frage ist, wie genau ist die Messung?
Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 28.07.2025, 10:43 (vor 200 Tagen) @ Fabian318
Hey.
In der Zeit zwischen Ankunft und Abfahrt kann man sicher schon mal schauen bei kurzen Zügen, ob Kontrollpersonal anwesend ist.
Wird hierzulande insbesondere bei mehreren Triebwagen und nur einem Kondukteur gerne praktiziert ...
Schöne Grüße von jörg
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Die Frage ist, wie genau ist die Messung?
sibiminus, Montag, 28.07.2025, 14:30 (vor 200 Tagen) @ ICETreffErfurt
Die Frage ist auch: Gab es für den Betreiber durch die 1 Sekunde spätere Einbuchung einen wirtschaftlichen Schaden?
Warum ist das auch eine Frage? Der Sachverhalt ist ein Verstoß gegen die Tarifbestimmungen, aus dem sich eine Vertragsstrafe ergibt. Wirtschaftlicher Schaden spielt da zunächst keine Rolle. Zahlt der Fahrgast nicht, kann das VU aus dieser Forderung einen wirtschaftlichen Schaden ableiten. Wie gesagt, hätte im Zweifel alles ein Richter zu entscheiden. Auch im Hinblick auf die vom VU behauptete Sekunde.
Ich kenne das System nicht und weiß nicht wie die Fahrten dort abgerechnet werden.
Ich auch nicht, deswegen kann ich zur Technik nichts beitragen.
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"Diese Preise sorgen dafür, daß die Bahn an anderer Stelle immer mehr rationalisieren und einsparen wird. Nicht oben in den Höhenluftbüros, nein, unten an der Basis auf dem Bahnsteig oder im Zug. Am Fahrkartenschalter. Bei den Ansagen." ~ Alibizugpaar
Messgenauigkeit
Mike65, Montag, 28.07.2025, 11:55 (vor 200 Tagen) @ ICETreffErfurt
Ich denke mal bei 1 Sekunde kann man durchaus die Messgenauigkeit anzweifeln. Die meisten Systeme, welche online funktionieren, haben Latenzen im Sekundenbereich.
Bei der DB darf man bis zu 10 Minuten nach der Abfahrt noch die Fahrkarte im Zug kaufen. Das ist deutlich kulanter und praxistauglicher.
Ist denn festgelegt, welcher Zeitpunkt hier registriert wird: Das tatsächliche "Swipen" auf dem Natel oder der Moment, wo die Meldung im Server angekommen ist. Wird hier automatisch eine Toleranz zugerechnet, wenn ja wieviel? Vermutlich wäre der Fall juristisch nagreifbar, da die SBB nachweisen müsste, dass der Fahrgast erst nach der Abfahrtsekunde gewischt hat. Ohne Zeugenaussage mit Präzisionsuhr wahrscheinlich unmöglich. Ob sich eine Klage wegen 250CHF lohnt, ist eine andere Frage.
Messgenauigkeit
sflori, Montag, 28.07.2025, 12:15 (vor 200 Tagen) @ Mike65
bearbeitet von sflori, Montag, 28.07.2025, 12:16
Ist denn festgelegt, welcher Zeitpunkt hier registriert wird: Das tatsächliche "Swipen" auf dem Natel oder der Moment, wo die Meldung im Server angekommen ist. Wird hier automatisch eine Toleranz zugerechnet, wenn ja wieviel?
Das Dingen macht die Abrechnung am Ende ja nicht nach Zeit, sondern nach Weg. Man hat also keinen finanziellen Nachteil, wenn man früher swiped. Das sollte man also VOR dem Einsteigen machen. Wenn es also um 1 s zu knapp ist, hat man vorher schon was falsch gemacht.
Ob jetzt der Kandidat hier den Kontrolleur gesehen hat oder ob ers einfach verpennt hat, wissen wir hier nicht.
Wie gesagt, für mich wärs auch nix. Ich hätts verpennt. :D Aber wenn man es nutzt, muss man halt immer hübsch vor dem Einsteigen swipen. Und hinterher nicht vergessen auszuchecken, sonst zahlt man zu viel.
Bye. Flo.
Messgenauigkeit
guru61, Arolfingen, Dienstag, 29.07.2025, 07:32 (vor 200 Tagen) @ Mike65
da die SBB nachweisen müsste, dass der Fahrgast erst nach der Abfahrtsekunde gewischt hat. >Ohne Zeugenaussage mit Präzisionsuhr wahrscheinlich unmöglich. Ob sich eine Klage wegen 250CHF >lohnt, ist eine andere Frage.
Was hat die SBB damit zu tun?
Angesehen davon: Es lässt sich sehr genau bestimmen, wann ein Bus abgefahren ist:
Blick in die Leitstelle. bei unserem Dorfbus:
https://flic.kr/p/2p6eecD
Auf dem Bildschirm rechts unten, der jeden Bus anzeigt, erkennt man die grünen Balken in den Zeilen: Bedeutet, dass die Türen offen sind.
Solches ist heute Stand der Technik in der Schweiz.
Dann kommt noch eines: Die Aussage der einen Sekunde ist von einem notorischen Schwarzfahrer getätigt worden. Der weiss sicher, dass die Postauto AG aus Täterschutzgründen keine Aussage machen darf!
Ich persönlich zweifle die eine Sekunde an!
Gruss Guru
(ZM:) Korrekte Schweiz. Tix 1 Sek zu spät gekauft. Zack:Buße
Hansjörg, Sonntag, 27.07.2025, 22:09 (vor 201 Tagen) @ RadExpress
bearbeitet von Hansjörg, Sonntag, 27.07.2025, 22:09
habe schon erlebt das Strafen für das stehen in der 1. Klasse zum aussteigen oder besetzten nachbarplatz verteilt wurden.
Zu Recht. Es hat niemand ohne korrekten Fahrschein in der ersten Klasse zu stehen. Erstklassig stehen mit einem zweite Klasse Ticket ist reisen ohne gültigen Fahrschein.
MfG Hansjörg
Sehe ich nicht ein
J-C, In meiner Welt, Donnerstag, 31.07.2025, 15:07 (vor 197 Tagen) @ RadExpress
Erstens war es nicht sein erstes Mal, zweitens wäre es auch ihm vor dem Einsteigen möglich gewesen, einmal bei der App zu swipen. Das ist eine Sache von wenigen Sekunden und benötigt nicht viel Denkarbeit.
Wieso sollte man da Kulanz erwarten?
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
EasyRide (Link)
sflori, Sonntag, 27.07.2025, 19:26 (vor 201 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von sflori, Sonntag, 27.07.2025, 19:27
So funktioniert das:
https://www.sbb.ch/de/reiseinformationen/apps/sbb-mobile/easyride.html
Man sollte da immer vor dem Einsteigen einchecken, da es ja auch zu Verbindungsproblemen kommen könnte oder das Zahlungsmittel ungültig sein könnte.
Ich persönlich würde das Verfahren nicht nutzen, da ich mir sicher bin, dass ich irgendwann mal das Einchecken vergessen würde...
Bye. Flo.
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Winti, Montag, 28.07.2025, 13:27 (vor 200 Tagen) @ sflori
Ich persönlich würde das Verfahren nicht nutzen, da ich mir sicher bin, dass ich irgendwann mal das Einchecken vergessen würde...
So kompliziert ist es nicht. Kannst auch beim Losgehen einchecken und auch nach dem Aussteigen eingecheckt bleiben. Empfiehlt sich sowieso, weil das Check-In sehr träge ist. Also selbst wenn man an der Haltestelle stehen würde, in der Ferne das Verkehrsmittel sieht und erst dann die App öffnet, kann man in die beschriebene Situation geraten, wenn man nicht auf den nächsten Bus warten will.
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gnampf, Montag, 28.07.2025, 18:16 (vor 200 Tagen) @ Winti
Also selbst wenn man an der Haltestelle stehen würde, in der Ferne das Verkehrsmittel sieht und erst dann die App öffnet, kann man in die beschriebene Situation geraten, wenn man nicht auf den nächsten Bus warten will.
Tja, dann sollte man auch mit der App eben früh genug die Buchung tätigen, genauso wie beim Automaten. Da kannst du auch nicht nach dem Bezahlen einfach ohne das ausgedruckte Ticket einsteigen, nur weil der Automat zu langsam druckt und das Verkehrsmittel schon da ist und abfahren will. So wie du am Automaten drauf warten msust das du das Ticket in der Hand hältst, so musst du bei der App auf die Bestätigung der App warten bevor du einsteigst. Im Zweifel heißt das dann eben den nächsten Takt nehmen, selbst schuld.
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Winti, Montag, 28.07.2025, 19:37 (vor 200 Tagen) @ gnampf
bearbeitet von Winti, Montag, 28.07.2025, 19:38
Daher gab ich den Ratschlag, die Fahrt noch auf dem Weg zur Haltestelle oder bereits beim Verlassen des Hauses zu aktivieren. Das setzt aber ein Vertrauen voraus, dass sich diese Systeme erst erarbeiten müssen bzw. manche Nutzer aus Datenschutzgründen nicht möchten.
Problem meiner Meinung nach ist, dass der Eindruck erweckt wird, als wäre es super einfach. Aber der Check-In bzw. die Zeit bis der Button von grau auf rot wechselt(erst dann kann man einchecken), dauert länger, als man es von anderen Apps gewohnt ist.
Unabhängig davon, fand ich das mit der einen Sekunde (das Schreiben wurde auf Reddit veröffentlicht) ungeschickt. Man muss ja kein Toleranz-Intervall kommunizieren, aber man sieht ja, welche Wellen es jetzt schlägt, wenn man da nicht technisch eine gewisse Toleranz einbaut.
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gnampf, Dienstag, 29.07.2025, 10:37 (vor 199 Tagen) @ Winti
Daher gab ich den Ratschlag, die Fahrt noch auf dem Weg zur Haltestelle oder bereits beim Verlassen des Hauses zu aktivieren. Das setzt aber ein Vertrauen voraus, dass sich diese Systeme erst erarbeiten müssen bzw. manche Nutzer aus Datenschutzgründen nicht möchten.
Ist ja gar nicht nötig. Es reicht ja, wenn man einfach früh genug an der Haltestelle das ganze aktiviert. Wer erst an der Haltestelle zur Abfahrtszeit ankommt, der hat doch eh ein Problem, erstrecht wenn es wie hier um einen Bus geht, der gerne auch mal vor Zeitplan abfährt. Wer entsprechend auch nur 1 Minute zu früh da ist sollte eigentlich genug Zeit haben, oder wenn der Bus zu früh ist den dann berechtigt verzögern können.
Problem meiner Meinung nach ist, dass der Eindruck erweckt wird, als wäre es super einfach. Aber der Check-In bzw. die Zeit bis der Button von grau auf rot wechselt(erst dann kann man einchecken), dauert länger, als man es von anderen Apps gewohnt ist.
Gut, das Ding wird erstmal eine genaue Ortung benötigen, bevor es einen Checkin erlauben kann. Das kann je nach Telefon, Sicht zum Himmel, etc. dann schon etwas dauern.
Unabhängig davon, fand ich das mit der einen Sekunde (das Schreiben wurde auf Reddit veröffentlicht) ungeschickt. Man muss ja kein Toleranz-Intervall kommunizieren, aber man sieht ja, welche Wellen es jetzt schlägt, wenn man da nicht technisch eine gewisse Toleranz einbaut.
Ich nicht. Der Bus sollte ja sicher nicht um 10:08:14 fahren, sondern eher zur vollem Minute. Wenn er jetzt nicht zu früh abgefahren ist, dann wurde nicht 1s zu spät "gekauft", sondern min. 14s zu spät. Gerade bei einem Wiederholungstäter stinkt sowas schon arg nach Betrugsversuch, und es gibt somit keinen Grund für irgend eine Kulanz.
Ich hab das nie nötig gehabt
J-C, In meiner Welt, Donnerstag, 31.07.2025, 15:13 (vor 197 Tagen) @ Winti
Kurz vor Abfahrt einmal swipen, das geht super fix und easy peasy. In der Schweiz kann man ja auch einen etwaigen schlechten Mobilempfang eher weniger als Ausrede verwenden.
Ich hab mal die App lezzgo von der bls verwendet (die wurde mittlerweile eingestellt) und in Österreich zur Pilotphase das FAIRTIQ im VOR genutzt. Da brauchte ich mir keinen Gedanken machen, ob das Ding es auch rechtzeitig hinkriegt.
Man muss absolut nicht allzu lange im Voraus swipen, das würde dem Sinn der Übung widersprechen…
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
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Aphex Twin, Dienstag, 29.07.2025, 19:29 (vor 199 Tagen) @ sflori
Man sollte da immer vor dem Einsteigen einchecken, da es ja auch zu Verbindungsproblemen kommen könnte oder das Zahlungsmittel ungültig sein könnte.
Ich persönlich würde das Verfahren nicht nutzen, da ich mir sicher bin, dass ich irgendwann mal das Einchecken vergessen würde...
Ich benutze FAIRtiq was ähnlich funktioniert. Hier bin ich schon einmal gerügt worden weil ich rund 20 Sekunden nach der fahrplanmäßIgen Abfahrtszeit das Ticket gestartet hatte (nach dem ich mich im Obergeschoss hingesetzt hatte). Der Zug stand zu diesem Moment allerdings noch am Bahnsteig (ob die Türen schon geschlossen waren konnte ich nicht sehen).
Wissen die Mitarbeiter eigentlich zu welcher Sekunde genau die (letzte) Tür geschlossen wurde?
Ich habe das Einchecken schon ein paarmal vergessen, allerdings praktisch immer innerhalb von Minuten, so dass ich mich spätestens an der nächsten Haltestelle einchecken konnte (und im Verbundbereich ändert dies oft auch nichts am Fahrpreis). Dies funktioniert oft auch an Haltestellen an denen ein Zug garnicht hält. Dies kann bei der Kontrolle zwar auffallen wenn die Zugbegleiter nachrechnet ob ich es mit diesem Eincheckzeitpunkt von dieser Haltestelle mit Umsteigen nicht in diesen Zug geschafft hätte können (im Prinzip könnten dies die Kontrollgeräte selber ausrechnen, aber ob sie dies schon machen würde ich eher bezweifeln), wurde aber bisher nicht beanstandet (oder ich bin in einem solche. Fall noch nicht kontrolliert worden).
Das Auschecken funktioniert zwar auch automatisch nach ein paar Minuten wenn man es vergessen hat, aber beim Stückeln von Fahrkarten habe ich auch schon mindestens einmal zuviel bezahlt mit diese System.
(ZM:) Korrekte Schweiz. Tix 1 Sek zu spät gekauft. Zack:Buße
heinz11, Montag, 28.07.2025, 09:19 (vor 201 Tagen) @ Der Blaschke
Huhu.
Das Postauto fuhr um 10 Uhr 8 und 14 Sekunden - das Ticket wurde erst zur Sekunde 15 gekauft. Und damit nunmal nach Abfahrt. Man braucht es aber vor Abfahrt.
Nun darf der Delinquent 250 Franken zahlen und ist säuerlich. Nur am Rande wird erwähnt, dass es beim Erstsündenfall weniger kostet und unser Nörgler in der Story Wiederholungstäter ist.
Nun diskutiert das Netz über Schweizer Pünktlichkeit und Kleingeistigkeit.
https://www.heute.at/s/ticket-eine-sekunde-zu-spaet-geloest-270-euro-strafe-120121437
Kann mit einem Papierticket nicht passieren. Entweder man hat es am Mann oder eben nicht.
(ZM:) Korrekte Schweiz. Tix 1 Sek zu spät gekauft. Zack:Buße
guru61, Arolfingen, Montag, 28.07.2025, 09:36 (vor 200 Tagen) @ Der Blaschke
Huhu.
Das Postauto fuhr um 10 Uhr 8 und 14 Sekunden - das Ticket wurde erst zur Sekunde 15 gekauft. Und damit nunmal nach Abfahrt. Man braucht es aber vor Abfahrt.
Nun darf der Delinquent 250 Franken zahlen und ist säuerlich. Nur am Rande wird erwähnt, dass es beim Erstsündenfall weniger kostet und unser Nörgler in der Story Wiederholungstäter ist.
Schöne Grüße von jörg
Der mössiö zahlt also Fr 250!
Aus dem Katalog der SBB:
https://www.sbb.ch/de/hilfe-und-kontakt/meine-abos/reisen-ohne-gueltigen-fahrausweis.ht...
Reise ohne gültigen Fahrausweis (RogF) 1. Mal: 90.– 2. Mal: 130.– 3. Mal: 160.–
Mit 250 Stutz ist der wohl mehr als ein Wiederholungstäter!
Irgendwann geht da wohl die Geduld aus!
Und er steht sowieso in der nationalen Schwarzfahrerdatenbank.
https://www.20min.ch/story/stetige-zunahme-1-million-schwarzfahrer-nun-soll-es-fuer-sue...
Wahrscheinlich hat der gesehen, dass Kontrolleure (Blaschis) unterwegs waren und hat noch schnell gelöst!
Pech für ihn! Die Strafanzeige wird da sicher noch folgen.
Aber Mitleid ist da fehl am Platz!
Gruss Guru
Mal nachgerechnet...
PhilippK, Donnerstag, 31.07.2025, 07:40 (vor 198 Tagen) @ Der Blaschke
Auf den ersten Blick hört sich eine Sekunde recht wenig an. Aber ganz so wenig ist das nicht.
Immer unter der Voraussetzung, dass die Zeiten wirklich synchron sind: das Ticket ist vor Einstieg zu lösen. Angenommen, ich löse das Ticket wirklich in letzter Sekunde vor dem Einstieg, dann folgen bis zur Abfahrt noch folgende Schritte:
- Ich muss einsteigen
- Der Fahrer oder die Lichtschranke muss sich versichern, dass die Türen frei sind
- Die Tür muss sich schließen
- Der Fahrer muss sich versichern, dass er sicher abfahren kann
- Der Fahrer fährt ab
Das sind - da das beim Bus etwas schneller gehen sollte - in Summe locker drei Sekunden oder mehr. Und damit ist das Ticket definitiv nicht vor Fahrtantritt gelöst worden.
Gruß, Philipp
Mal nachgerechnet...
Aphex Twin, Donnerstag, 31.07.2025, 14:28 (vor 197 Tagen) @ PhilippK
Auf den ersten Blick hört sich eine Sekunde recht wenig an. Aber ganz so wenig ist das nicht.
Immer unter der Voraussetzung, dass die Zeiten wirklich synchron sind: das Ticket ist vor Einstieg zu lösen. Angenommen, ich löse das Ticket wirklich in letzter Sekunde vor dem Einstieg, dann folgen bis zur Abfahrt noch folgende Schritte:
- Ich muss einsteigen
- Der Fahrer oder die Lichtschranke muss sich versichern, dass die Türen frei sind
- Die Tür muss sich schließen
- Der Fahrer muss sich versichern, dass er sicher abfahren kann
- Der Fahrer fährt ab
Das sind - da das beim Bus etwas schneller gehen sollte - in Summe locker drei Sekunden oder mehr. Und damit ist das Ticket definitiv nicht vor Fahrtantritt gelöst worden.
Und wieso gibt es die Regelung dass das Ticket vor Fahrtantritt gelöst werden muss?
1) Damit man nicht Zonen- oder Zeitgrenzen umgeht in dem man erst an der nächsten Haltestelle oder nach einigen Minuten sein Ticket “kauft”.
2) Damit man nicht erst sein Ticket löst wenn eine Kontrolle in Sicht ist.
Der zweite Grund kann hier vorgelegen sein, der erste aber nicht.
Ouhh, ein österreichisches Gratisblatt findet Beachtung ^^
J-C, In meiner Welt, Donnerstag, 31.07.2025, 07:47 (vor 198 Tagen) @ Der Blaschke
In einem deutschen Forum über einen Artikel aus Österreich berichten, der einen Vorfall in der Schweiz behandelt. Also Blaschke, du bist heute sehr international unterwegs :D
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20 Minuten ist ein Schweizer Gratisblatt…
JeDi, überall und nirgendwo, Donnerstag, 31.07.2025, 09:15 (vor 198 Tagen) @ J-C
Aber Medienkompetenz, insbesondere sich mal anzuschauen, woher Meldungen kommen, die irgendjemand veröffentlicht, scheint ja nicht mehr gefragt zu sein.
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Weg mit dem 4744!
Ich hab‘s nicht schlecht gefunden!
J-C, In meiner Welt, Donnerstag, 31.07.2025, 10:18 (vor 197 Tagen) @ JeDi
Ich finde es gut, wenn man sich mit den Meldungen dieser Blätter zumindest mal gelegentlich befasst, immerhin gibt es Menschen, die sowas lesen und sich daraus eine Meinung bilden. Ich denke, gerade das fördert die Medienkompetenz, zu sehen, was solche Blätter so schreiben.
Im Thread hat man ja wunderbar gesehen, wie dann man das schön differenziert betrachten kann. :)
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Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Donnerstag, 31.07.2025, 10:33 (vor 197 Tagen) @ J-C
bearbeitet von Der Blaschke, Donnerstag, 31.07.2025, 10:34
Hallo lieber J-C,
unser stets leicht nöliger Zeitgenosse wollte aber darauf hinaus, dass das österreichische Blättchen die Meldung von einem Schweizer Blättchen, nämlich "20 Minuten", übernommen hat. Welches man so als die Ursprungsquelle ansehen kann. Falls die es nicht auch woanders her haben.
Ansonsten haben auch solche Blättchen selbstverständlich ihre Daseinsberechtigung. Und natürlich gilt es auch, sie zu beachten und sich, kritisch, mit ihnen zu beschäftigen. Ähnlich wie mit selbsternannten Qualitätsmedien auch. Zumal eben solche Blättchen versuchen, die öffentliche Meinung und damit auch die Politik zu lenken. Kanzler Schröders 'Zum Regieren brauche ich (...) BILD' ist ja heute nicht anders. Spricht nur keiner aus ...
Schöne Grüße von jörg
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Ich hab‘s nicht schlecht gefunden!
J-C, In meiner Welt, Donnerstag, 31.07.2025, 15:03 (vor 197 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von J-C, Donnerstag, 31.07.2025, 15:04
Ahh, dann ist es mir nicht gelungen, den Kontext sofort zu erfassen. Was hat das aber mit Medienkompetenz zu tun, dass die „heute“ einen Artikel von „20 Minuten“ verbreitet?
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Ich hab‘s nicht schlecht gefunden!
caboruivo, CH, Donnerstag, 31.07.2025, 21:31 (vor 197 Tagen) @ Der Blaschke
Es gibt einen Grund dafür: Die TX Group (Besitzerin von 20 Minuten) war bis Oktober 2024 Mehrheitseignerin der DIgitalsparte der "Heute" und man damals eine Zusammenarbeit von Inhalten vereinbart hat. Ebenso hatte heute.at dasselbe Design wie 20min.ch. Mit dem Verkauf wurde das Design wieder geändert, die Kooperation z.B. im inhaltlichen Bereich wurde und wird jedoch weitergeführt.
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Nur falsche Prinzen reiten auf dem Schimmel, richtige in der Lokomotive