Tarifrunde 2025 EVG und DB - Einigung auf neuen TV (Allgemeines Forum)
Tarifrunde 2025 EVG und DB - Einigung auf neuen TV
Die Frage ist nur noch wie sehr hat sich die EVG über den Tisch ziehen lassen ✌????
Du hast ein "wieder" vergessen...
- kein Text -
Link zum Abschluss
Schlechtestes Tarifergbnis "fast aller Zeiten"
Die Frage ist nur noch wie sehr hat sich die EVG über den Tisch ziehen lassen ✌????
Hallo,
dass die EVG so einen Tarifvertrag für Ihre Mitglieder abschließt lässt sehr tief blicken. Für die meisten Mitarbeiter der DB AG ist dies, nach dem "Bündnis für unsere Bahn" das schlechteste Tarifergbnis aller Zeiten.
Eine Laufzeit von 33 Monaten in diesen Zeiten mit unvorhersehbarer Inflation und einem sich sehr dynamisch entwicklenden Krieg in Europa und eine Lohnsteigerung von gerade einmal 4,5% fest plus das EVG Zusatzgeld ab Ende des Tarifvertrages als jährliche Einmalzahlung sind einfach nur ein Witz.
Die Beschäftigungssicherung ist in meinen Augen völlig unnötig, da die DB AG massiven Personalmangel im Operativen Bereich hat. Dass jetzt die Operativen Mitarbeiter, die eh schon weniger Geld bekommen die evetnuell überflüssigen Administrativen Mitarbeiter, dann mit einem niedrigen Tarifabschluss mit durch füttern ist einfach nur unfair und unnötig.
Dass die Operativen Mitarbeiter mit dem neuen "Arbeitszeitsystem" noch mehr belastet werden können wie bisher ist das eigentlich bittere für die Arbeitnehmer.
Schauen wir mal wie viele Instandhalter, Lokführer und Verwaltungsmitarbeiter jetzt freiwillig die Gewerkschaft wechseln, nachdem die Strukturanpassung der Instandhalter, Lokführer und Verwaltungsmitarbeiter erst im Dezember 2027 kommt. Könnte bei den nächsten Streiks der GdL, die wohl sicher kommen werden, durchaus spannend werden. Auch wenn die GdL für die Mitarbeiter erst mal keinen Tarifvertrag abschließen darf durch die Auslegung der DB AG des Tarifeinheitsgesetz, streiken dürfen sie trotzdem, wenn ihre Gewerkschaft sie dazu auffordert.
Vor allem, wenn die Instandhalter feststellen, dass die DB AG sie nicht als "Schichtarbeiter" betrachtet und sie deshalb keine zusätzliche Lokerhöhung ab Dezember 2026 bekommen.
Noch die Pressemitteilung der DB AG:
https://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/DB-und-EVG-eini...
Gruß
So, so ...
Schauen wir mal wie viele Instandhalter, Lokführer und Verwaltungsmitarbeiter jetzt freiwillig die Gewerkschaft wechseln, nachdem die Strukturanpassung der Instandhalter, Lokführer und Verwaltungsmitarbeiter erst im Dezember 2027 kommt. Könnte bei den nächsten Streiks der GdL, die wohl sicher kommen werden, durchaus spannend werden. Auch wenn die GdL für die Mitarbeiter erst mal keinen Tarifvertrag abschließen darf durch die Auslegung der DB AG des Tarifeinheitsgesetz, streiken dürfen sie trotzdem, wenn ihre Gewerkschaft sie dazu auffordert.
Der Sinn von Tarifverhandlungen liegt für Dich offenbar nicht darin, ob gestreikt wird und wofür, sondern nur wie und wie lange. Hauptsache Streik ! Auch wenn er nicht mehr da ist (Gott sei Dank ...) lässt Weselsky grüßen !
So, so ...
Schauen wir mal wie viele Instandhalter, Lokführer und Verwaltungsmitarbeiter jetzt freiwillig die Gewerkschaft wechseln, nachdem die Strukturanpassung der Instandhalter, Lokführer und Verwaltungsmitarbeiter erst im Dezember 2027 kommt. Könnte bei den nächsten Streiks der GdL, die wohl sicher kommen werden, durchaus spannend werden. Auch wenn die GdL für die Mitarbeiter erst mal keinen Tarifvertrag abschließen darf durch die Auslegung der DB AG des Tarifeinheitsgesetz, streiken dürfen sie trotzdem, wenn ihre Gewerkschaft sie dazu auffordert.
Der Sinn von Tarifverhandlungen liegt für Dich offenbar nicht darin, ob gestreikt wird und wofür, sondern nur wie und wie lange. Hauptsache Streik ! Auch wenn er nicht mehr da ist (Gott sei Dank ...) lässt Weselsky grüßen !
Nachdem der Arbeitgeber offensichtlich, siehe Tarifabschluss mit der EVG, nicht gewillt ist freiwillig seine Arbeitnehmer so zu entlohnen, dass die Arbeitnehmer davon auch auskömmlich leben können, dann gibt es halt das Mittel der Warnstreiks und wenn das auch nicht hilft des unbefristeten Streiks.
Ich bin ganz sicher kein "Fan" von Weselsky oder der GdL und ihrem Vorgehen, aber die DB AG hat mit den "Angeboten", falls man das überhaupt so nennen darf, bewiesen dass ihr der Ernst der Lage im Betrieb nicht klar ist, oder völlig egal. Es ist recht wenig gewonnen, wenn die DB AG Personalkosten spart, aber keine Mitarbeiter mehr findet die den Job fachlich gut machen und auch für längere Zeit bleiben.
Wow
Das wundert mich ja. Ein Tarifabschluss ohne auch nur etwas konkreter angekündigte Streiks...
Hatte mich ehrlich gesagt schon wieder wohl oder übel auf eine Streikwelle eingestellt.
--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤
So, so ...
Vielleicht hat die EVG einfach nur die ernste Lage endlich mal erkannt.
Du kannst nur verteilen, was da ist.
Wir müssen den Mindestlohn erhöhen, wird müssen effizienter werden, funktioniert nicht.
Man kann nicht jede Lohnerhöhung durch Rationalisierung rausholen. Da werden ganz schnell die psychischen Erkrankungen steigen. Viel wichtiger wäre, endlich wieder eine Leistung abzuliefern, die es den Mitarbeitern möglich macht, gerne zur Arbeit zu gehen.
Die linke Parole: "Wenn die Löhne steigen, muss der Arbeitgeber das ausgleichen."
Leider ist auch der Arbeitgeber massiv aktuell durch Kostensteigerungen (Energie, Frachtkosten, Lohn, usw.) betroffen. Alles auf den Preis umlegen geht auch nicht, dann wird noch weniger gekauft.
Hier muss es kreative Lösungen geben.
Mal ein Kalkulationsbeispiel:
EK mit Fracht 100,00 €. Marge auf Rohgewinn, Gemeinkosten, USt, irgendwann kommt dann der Verkaufspreis.
Rechnen wir mal durch:
Zuschlag Rohgewinn 10%, Gemeinkosten 25 %, USt 19%
EK 100 = 163,63 €
EK 130 = 212,71 €
Und schon kostet der Artikel 30% mehr. Also soll der AG den Lohn um 30% erhöhen?
Link zum Abschluss bei der DB selbst
Link zur DB-Pressemitteilung statt zur EVG-Propaganda-Mitteilung um diese Farce Schön zu reden.
Fakten:
- einmalig ganze 200€ brutto im April 2025
- ab Juli 2025 Erhöhung des Jahrestabellenentgelts um 2%
- ab Juli 2026 Erhöhung des Jahrestabellenentgelts um 2,5%
- Im Dezember 2027 Einmalzahlung in Höhe von 2% des Jahrestabellenentgelts.
- Laufzeit bis einschließlich 31.12.2027
Von April 2025 bis November 2027 im Schnitt +1,65% pro Jahr = Reallohnverlust
Von Juli 2026 bis Dezember 2027 keine Erhöhung = 18 Monate keine Gehaltserhöhungen
Durch die Einmalzahlung im Dezember 2027 wird im Folge Tarifvertrag nicht vor Mitte/Ende 2028 mit einer erneuten Erhöhung des Tabellenentgelts zu rechnen sein.
In Zahlen:
Fdl Stellwerk 305(z.B. Bonn Hbf, Euskirchen, Mönchengladbach Hbf)
Jahresgehälter bei 29 Tagen Urlaub, 5 Jahren Betriebszugehörigkeit ohne Zulagen, brutto inkl. Urlaubs-/Weihnachtsgeld:
bis Juni 2025: 49.593,08 €
ab Juli 2025: 50.584,94 €
ab Juli 2026: 51.849,57 €
Das ganze sind Erhöhungen von großzügigen ca. 82,66€ brutto monatlich im ersten Schritt und ab Juli 2026 gibt es dann ca. 105,39€ brutto monatlich mehr, bevor es dann 18 Monate nix bekommt, um dann eine Einmalzahlung von großzügigen 1037€ brutto zu bekommen...
Schlechtestes Tarifergbnis "fast aller Zeiten"
dass die EVG so einen Tarifvertrag für Ihre Mitglieder abschließt lässt sehr tief blicken.
Genau: Die doofe EVG hat erkannt, dass die DB kurz vor der Pleite steht - und deswegen schlauerweise eine Beschäftigungsgarantie vereinbart, was nutzt es, wenn es mehr Geld gibt, man aber seinen Job los ist?
Eine Laufzeit von 33 Monaten in diesen Zeiten mit unvorhersehbarer Inflation und einem sich sehr dynamisch entwicklenden Krieg in Europa und eine Lohnsteigerung von gerade einmal 4,5% fest plus das EVG Zusatzgeld ab Ende des Tarifvertrages als jährliche Einmalzahlung sind einfach nur ein Witz.
Na ja, die Erhöhung für 2025 entspricht ziemlich genau der Inflationsrate, soooo witzig ist das also keineswegs. Und im Gegensatz zu anderen Branchen, die noch Nachholbedarf haben, waren die Abschlüsse bei der DB - auch wenn es unbequem ist: irgendwie doch öffentlicher Dienst - durchaus höher.
Die Beschäftigungssicherung ist in meinen Augen völlig unnötig, da die DB AG massiven Personalmangel im Operativen Bereich hat. Dass jetzt die Operativen Mitarbeiter, die eh schon weniger Geld bekommen die evetnuell überflüssigen Administrativen Mitarbeiter, dann mit einem niedrigen Tarifabschluss mit durch füttern ist einfach nur unfair und unnötig.
Definitiv zu kurz gedacht:
Auch im operativen Bereich steht es alles andere als gut um die Bahn, insbesondere bei DB Cargo - aber auch für Cargo gilt der Vertrag. Es ist keineswegs ausgemachte Sache, dass DB Cargo sich nicht massiv gesundschrumpfen wird, auch im operativen Bereich. Ähnlich ist die Situation bei DB Regio, immerhin sieht sich die DB selbst genötigt, Tochtergesellschaften wie SÜWEX, Start und Co. zu gründen, um noch Ausschreibungen gewinnen zu können. Auch im Fernverkehr ist es keineswegs sicher, ob der nicht seine Leistungen schrumpfen wird, insbesondere in den eher verkehrsschwachen Zeiten ... Das alles betrifft also durchaus auch den operativen Bereich.
Schauen wir mal wie viele Instandhalter, Lokführer und Verwaltungsmitarbeiter jetzt freiwillig die Gewerkschaft wechseln, nachdem die Strukturanpassung der Instandhalter, Lokführer und Verwaltungsmitarbeiter erst im Dezember 2027 kommt. Könnte bei den nächsten Streiks der GdL, die wohl sicher kommen werden, durchaus spannend werden. Auch wenn die GdL für die Mitarbeiter erst mal keinen Tarifvertrag abschließen darf durch die Auslegung der DB AG des Tarifeinheitsgesetz, streiken dürfen sie trotzdem, wenn ihre Gewerkschaft sie dazu auffordert.
Mal abgesehen davon, dass der GdL-Vertrag noch bis 2026 läuft, wird auch bei den Verhandlungen mit der GdL mehr als deutlich werden, dass die Verteilspielräume mehr als begrenzt sind - und es ist damit zu rechnen, dass der DB dann durch eine neue Bundesregierung der Wind mehr als eiskalt ins Gesicht blasen wird.
Aber:
Warum beschleicht mich der Eindruck, dass ein Abschluss schlecht sein muss, weil nicht gestreikt wurde? Das erinnert mich sehr an die letzte GdL-Tarifrunde, da war mehr als deutlich, dass CW unbedingt erst einmal streiken wollte, ernsthaft verhandeln wollte der erst später.
Schlechtestes Tarifergbnis "fast aller Zeiten"
Ist SÜWEX nicht einfach nur ein Markenname für das Netz, so wie vareo oder SaxoniaExpress? Ich meinte, dass die SÜWEX Züge von Regio Mitte gefahren werden, also ganz "normales" Regio Personal.
Es scheint aktuell ja eher so zu sein, dass im Nahverkehr die Anzahl der von Regio bedienten Netze konstant bleibt, weil sich in vielen Fällen kein anderer mehr bewirbt. Ob man damit jeweils Geld verdienen kann, ist natürlich eine andere Frage.
Vermutlich werden aber gerade die Netze, bei denen vorher klar war, dass sich außer der DB keiner für interessiert, schon profitabel sein (z.b. die Neigetechnik-Netze, der UWEX..).
Schlechtestes Tarifergbnis "fast aller Zeiten"
Ja, SÜWEX ist ein Markenname des Netzes. Gefahren werde die Leistungen von Regio Mitte.
DB AG kann nicht "pleite" gehen - Bura Lf TV lässt grüßen
dass die EVG so einen Tarifvertrag für Ihre Mitglieder abschließt lässt sehr tief blicken.
Genau: Die doofe EVG hat erkannt, dass die DB kurz vor der Pleite steht - und deswegen schlauerweise eine Beschäftigungsgarantie vereinbart, was nutzt es, wenn es mehr Geld gibt, man aber seinen Job los ist?
Die DB AG kann nicht pleite gehen, da 100% der Aktien beim Bund liegen und außerdem hat die DB AG ein entsprechendes Rating um sich auf dem Kapitalmarkt ohne Probleme zu guten Konditionen Geld zu leihen. Zu Mal sollte ein Tochterunternehmen in die Insolvenz gehen, sprich Pleite sein, dann nützt die Beschäftigungsgarantie auch nichts mehr. Ein insolventes Unternehmen darf keine Löhne mehr bezahlen, sprich du bekommst Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit.
Eine Laufzeit von 33 Monaten in diesen Zeiten mit unvorhersehbarer Inflation und einem sich sehr dynamisch entwicklenden Krieg in Europa und eine Lohnsteigerung von gerade einmal 4,5% fest plus das EVG Zusatzgeld ab Ende des Tarifvertrages als jährliche Einmalzahlung sind einfach nur ein Witz.
Na ja, die Erhöhung für 2025 entspricht ziemlich genau der Inflationsrate, soooo witzig ist das also keineswegs. Und im Gegensatz zu anderen Branchen, die noch Nachholbedarf haben, waren die Abschlüsse bei der DB - auch wenn es unbequem ist: irgendwie doch öffentlicher Dienst - durchaus höher.
Du solltest nicht ungesehen irgendwelche Meldungen von AGV Move nachplappern. Es gibt durchaus Gründe warum so viele Züge wegen Personalmangel ausfallen und Stellwerke wegen Personalmangel nicht besetzt werden können. An der großartigen Bezahlung liegt das sicher nicht. Die wahrnehmbare Infaltion ist deutlich höher wie die Infaltionsrate die das Bundeswirtscahftsministerium berechnet und veröffentlicht.
Die Beschäftigungssicherung ist in meinen Augen völlig unnötig, da die DB AG massiven Personalmangel im Operativen Bereich hat. Dass jetzt die Operativen Mitarbeiter, die eh schon weniger Geld bekommen die evetnuell überflüssigen Administrativen Mitarbeiter, dann mit einem niedrigen Tarifabschluss mit durch füttern ist einfach nur unfair und unnötig.
Definitiv zu kurz gedacht:
Auch im operativen Bereich steht es alles andere als gut um die Bahn, insbesondere bei DB Cargo - aber auch für Cargo gilt der Vertrag. Es ist keineswegs ausgemachte Sache, dass DB Cargo sich nicht massiv gesundschrumpfen wird, auch im operativen Bereich. Ähnlich ist die Situation bei DB Regio, immerhin sieht sich die DB selbst genötigt, Tochtergesellschaften wie SÜWEX, Start und Co. zu gründen, um noch Ausschreibungen gewinnen zu können. Auch im Fernverkehr ist es keineswegs sicher, ob der nicht seine Leistungen schrumpfen wird, insbesondere in den eher verkehrsschwachen Zeiten ... Das alles betrifft also durchaus auch den operativen Bereich.
Für DB Cargo gibt es im Tarifvertrag ein Sonderkündigungsrecht, sollte ein Wirtschaftsprüfer feststellen, dass dies für eine Sanierung von DB Cargo erforderlich ist.
Bei den Operativen Mitarbeitern gelten bei fast allen EVU die Tarifverträge der GdL bzw der EVG, ob die für DB Start, Transdev, Abellio, National Express, SBB Cargo International, ... arbeitest ist vollkommen egal das Gehalt ist gleich.
Wenn DB Fernverkehr die Leistungen reduziert gibt es immerhin die Chance, dass nicht ständig IC und ICE wegen Personalmangel spontan ausfallen müssen. Keine Gefahr für die Operativen Mitarbeiter...
Schauen wir mal wie viele Instandhalter, Lokführer und Verwaltungsmitarbeiter jetzt freiwillig die Gewerkschaft wechseln, nachdem die Strukturanpassung der Instandhalter, Lokführer und Verwaltungsmitarbeiter erst im Dezember 2027 kommt. Könnte bei den nächsten Streiks der GdL, die wohl sicher kommen werden, durchaus spannend werden. Auch wenn die GdL für die Mitarbeiter erst mal keinen Tarifvertrag abschließen darf durch die Auslegung der DB AG des Tarifeinheitsgesetz, streiken dürfen sie trotzdem, wenn ihre Gewerkschaft sie dazu auffordert.
Mal abgesehen davon, dass der GdL-Vertrag noch bis 2026 läuft, wird auch bei den Verhandlungen mit der GdL mehr als deutlich werden, dass die Verteilspielräume mehr als begrenzt sind - und es ist damit zu rechnen, dass der DB dann durch eine neue Bundesregierung der Wind mehr als eiskalt ins Gesicht blasen wird.
Zumindest hat die GdL im Gegensatz zur EVG die Streiks auch tatsächlich mal durch gezogen und zumindest gezeigt, dass sie bereit ist für die Interessen ihrer Mitglieder zu kämpfen. Das was die EVG da als Tarifvertrag abgeschlossen hat wird eher nicht dafür sorgen, dass es der DB AG gelingen wird neue Mitarbeiter zu finden und an sich zu binden. Das dürfte also eher nicht dafür sorgen, dass zukünftig die Stellwerke besser besetzt werden können und damit einen hochwertigen Zugverkehr anbieten kann. Ich gehe davon aus dass dies der Geschäftszweck der DB AG ist.
Aber:
Warum beschleicht mich der Eindruck, dass ein Abschluss schlecht sein muss, weil nicht gestreikt wurde? Das erinnert mich sehr an die letzte GdL-Tarifrunde, da war mehr als deutlich, dass CW unbedingt erst einmal streiken wollte, ernsthaft verhandeln wollte der erst später.
Die EVG hat bei diesen Tarifverhandlungen meiner Meinung nach ohne Not vor auslaufen des aktuellen Tarifvertrages einen neuen Tarifvertrag abgeschlossen und die Mitglieder völlig unter Wert verkauft. Wenn die Mitarbeiter der DB AG sich Dank des Tarifabschlusses das Leben nicht mehr leisten können werden die sich früher oder später einen anderen Arbeitgeber suchen, bzw ihre Leistung eben an die Bezahlung anpassen. Ob das die wirtschaftliche Situation der DB AG deutlich verbessert möchte ich dann doch mal stark bezweifeln.
DB AG kann nicht "pleite" gehen - Bura Lf TV lässt grüßen
Genau: Die doofe EVG hat erkannt, dass die DB kurz vor der Pleite steht - und deswegen schlauerweise eine Beschäftigungsgarantie vereinbart, was nutzt es, wenn es mehr Geld gibt, man aber seinen Job los ist?
Die DB AG kann nicht pleite gehen, da 100% der Aktien beim Bund liegen und außerdem hat die DB AG ein entsprechendes Rating um sich auf dem Kapitalmarkt ohne Probleme zu guten Konditionen Geld zu leihen. Zu Mal sollte ein Tochterunternehmen in die Insolvenz gehen, sprich Pleite sein, dann nützt die Beschäftigungsgarantie auch nichts mehr. Ein insolventes Unternehmen darf keine Löhne mehr bezahlen, sprich du bekommst Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit.
Falsch! Die Tatsache, dass der Bund 100 % der Aktien besitzt, schützt keineswegs davor, dass die DB nicht in die Insolvenz rutschen könnte. Und das Rating der DB ist eben keineswegs so gut, wie das Rating von Staatsanleihen - warum bloß wird laut darüber nachgedacht, das "Netz" (endlich) aus dem DB-Konzern auszugliedern? Das Netz ist extrem kapitalintensiv und könnte, wenn wieder echter Staatsbestandteil (wie früher die Deutsche Bundesbahn) tatsächlich vom Rating der Bundesrepublik Deutschland profitieren.
Im Falle der Insolvenz wäre eine Beschäftigungsgarantie tatsächlich wenig wert. Der eigentliche Wert liegt aber gerade im Vorfeld, gerade in Sanierungsfällen wird doch gerne zuerst am Personal gespart.
Eine Laufzeit von 33 Monaten in diesen Zeiten mit unvorhersehbarer Inflation und einem sich sehr dynamisch entwicklenden Krieg in Europa und eine Lohnsteigerung von gerade einmal 4,5% fest plus das EVG Zusatzgeld ab Ende des Tarifvertrages als jährliche Einmalzahlung sind einfach nur ein Witz.
Na ja, die Erhöhung für 2025 entspricht ziemlich genau der Inflationsrate, soooo witzig ist das also keineswegs. Und im Gegensatz zu anderen Branchen, die noch Nachholbedarf haben, waren die Abschlüsse bei der DB - auch wenn es unbequem ist: irgendwie doch öffentlicher Dienst - durchaus höher.
Du solltest nicht ungesehen irgendwelche Meldungen von AGV Move nachplappern. Es gibt durchaus Gründe warum so viele Züge wegen Personalmangel ausfallen und Stellwerke wegen Personalmangel nicht besetzt werden können. An der großartigen Bezahlung liegt das sicher nicht. Die wahrnehmbare Infaltion ist deutlich höher wie die Infaltionsrate die das Bundeswirtscahftsministerium berechnet und veröffentlicht.
Ich kenne die Position der AGV Move nicht und plappere daher nichts nach, finde Deine Wortwahl aber entlarvend. Gleichwohl kenne ich die Aussagen von EZB, Wirtschaftswaisen und Co., es wird mit einer Inflationsrate für 2025 von etwas über 2 % gerechnet, Tarifabschluss und Zusatzgeld zusammen kompensieren das.
Der Umstand, dass es Personalmangel gibt, liegt keineswegs nur an der Bezahlung, auch in weit besser bezahlten Jobs ist der Arbeitsmarkt leer. Und die Bezahlung ist letztlich nur ein Baustein, die Bahn kann eben kaum 9 to 5-Jobs bieten, Homeoffice noch weniger, aber gerade diese Dinge sind bei vielen jungen Leuten extrem gefragt - die Work-Life-Balance ist denen oft wichtiger als Geld, insofern kann man da mit Geld auch nur sehr eingeschränkt einwirken.
Definitiv zu kurz gedacht:
Auch im operativen Bereich steht es alles andere als gut um die Bahn, insbesondere bei DB Cargo - aber auch für Cargo gilt der Vertrag. Es ist keineswegs ausgemachte Sache, dass DB Cargo sich nicht massiv gesundschrumpfen wird, auch im operativen Bereich. Ähnlich ist die Situation bei DB Regio, immerhin sieht sich die DB selbst genötigt, Tochtergesellschaften wie SÜWEX, Start und Co. zu gründen, um noch Ausschreibungen gewinnen zu können. Auch im Fernverkehr ist es keineswegs sicher, ob der nicht seine Leistungen schrumpfen wird, insbesondere in den eher verkehrsschwachen Zeiten ... Das alles betrifft also durchaus auch den operativen Bereich.
Für DB Cargo gibt es im Tarifvertrag ein Sonderkündigungsrecht, sollte ein Wirtschaftsprüfer feststellen, dass dies für eine Sanierung von DB Cargo erforderlich ist.
Bei den Operativen Mitarbeitern gelten bei fast allen EVU die Tarifverträge der GdL bzw der EVG, ob die für DB Start, Transdev, Abellio, National Express, SBB Cargo International, ... arbeitest ist vollkommen egal das Gehalt ist gleich.
Wenn DB Fernverkehr die Leistungen reduziert gibt es immerhin die Chance, dass nicht ständig IC und ICE wegen Personalmangel spontan ausfallen müssen. Keine Gefahr für die Operativen Mitarbeiter...
Das Sonderkündigungsrecht ist deklaratorischer Unfug, jedem vernünftig denkenden Menschen ist klar, dass DB Cargo ein Sanierungsfall ist. Und die Tarifverträge gelten eben keineswegs so universell, nicht umsonst haben viele der privaten EVUs eigene Verträge, vor allem im Bereich der GdL; gewiss, die sind oft ähnlich, aber keineswegs identisch. Die Aussagen, dass DB Fernverkehr besser gleich die Leistungen reduzieren sollte, naiv, anders kann man das nicht beschreiben - oder glaubst Du ernsthaft, dass eine Streichung planmäßiger Zugleistungen tatsächlich ohne personelle Konsequenzen bliebe, Personalreserven sind teuer, nicht umsonst gibt es die in immer beschränkterem Umfang.
Schauen wir mal wie viele Instandhalter, Lokführer und Verwaltungsmitarbeiter jetzt freiwillig die Gewerkschaft wechseln, nachdem die Strukturanpassung der Instandhalter, Lokführer und Verwaltungsmitarbeiter erst im Dezember 2027 kommt. Könnte bei den nächsten Streiks der GdL, die wohl sicher kommen werden, durchaus spannend werden. Auch wenn die GdL für die Mitarbeiter erst mal keinen Tarifvertrag abschließen darf durch die Auslegung der DB AG des Tarifeinheitsgesetz, streiken dürfen sie trotzdem, wenn ihre Gewerkschaft sie dazu auffordert.
Mal abgesehen davon, dass der GdL-Vertrag noch bis 2026 läuft, wird auch bei den Verhandlungen mit der GdL mehr als deutlich werden, dass die Verteilspielräume mehr als begrenzt sind - und es ist damit zu rechnen, dass der DB dann durch eine neue Bundesregierung der Wind mehr als eiskalt ins Gesicht blasen wird.
Zumindest hat die GdL im Gegensatz zur EVG die Streiks auch tatsächlich mal durch gezogen und zumindest gezeigt, dass sie bereit ist für die Interessen ihrer Mitglieder zu kämpfen. Das was die EVG da als Tarifvertrag abgeschlossen hat wird eher nicht dafür sorgen, dass es der DB AG gelingen wird neue Mitarbeiter zu finden und an sich zu binden. Das dürfte also eher nicht dafür sorgen, dass zukünftig die Stellwerke besser besetzt werden können und damit einen hochwertigen Zugverkehr anbieten kann. Ich gehe davon aus dass dies der Geschäftszweck der DB AG ist.
Zum Thema, warum die DB kaum Personal findet, habe ich mich oben schon geäußert - und das hat wenig damit zu tun, welche Gewerkschaft nun besser kämpft ...
Aber:
Warum beschleicht mich der Eindruck, dass ein Abschluss schlecht sein muss, weil nicht gestreikt wurde? Das erinnert mich sehr an die letzte GdL-Tarifrunde, da war mehr als deutlich, dass CW unbedingt erst einmal streiken wollte, ernsthaft verhandeln wollte der erst später.
Die EVG hat bei diesen Tarifverhandlungen meiner Meinung nach ohne Not vor auslaufen des aktuellen Tarifvertrages einen neuen Tarifvertrag abgeschlossen und die Mitglieder völlig unter Wert verkauft. Wenn die Mitarbeiter der DB AG sich Dank des Tarifabschlusses das Leben nicht mehr leisten können werden die sich früher oder später einen anderen Arbeitgeber suchen, bzw ihre Leistung eben an die Bezahlung anpassen. Ob das die wirtschaftliche Situation der DB AG deutlich verbessert möchte ich dann doch mal stark bezweifeln.
Damit fällt die Maske! Ein Abschluss ohne Streik ist nichts wert, der kann nicht gut sein, weil das einfach so ist. Es gibt in anderen Wirtschaftsbereichen Gewerkschaften, die da weitaus klüger agieren, weil die wissen, wann es wieviel zu verteilen gibt, man denke an die keineswegs handzahme IG Metall, die im Corona-Jahr 2021 sang- und klanglos eine Nullrunde akzeptiert hat und auch sonst zu meist guten Abschlüssen kommt - für die Mitglieder und auch die Arbeitgeber. Wer den AG nur als Feind sieht, verkennt das Grundprinzip der Wirtschaft, weleches man auch "Leben und leben lassen" nennen könnte.