Fahrgastverband fordert Kündigung von START Niedersachsen (Aktueller Betrieb)

Waldbahn, Mittwoch, 06.11.2024, 07:37 (vor 491 Tagen)

Hallo

der Fahrgastverband ProBahn fordert, dass START Niedesachsen Mitte aus dem Verkehrsvertrag RB 37 und 38 entlassen wird.

Der Fahrgastverband Pro Bahn hat das Land Niedersachsen erneut aufgefordert, sich von der DB-Tochter "Start Niedersachsen-Mitte" zu trennen. Diese sei verantwortlich für chaotische Zustände und Zugausfälle auf den Regionalbahnstrecken des sogenannten Heidekreuzes rund um Soltau (Heidekreis). Die Regionalbahn 37 zwischen Bremen und Uelzen fährt zur Zeit gar nicht. Auf der Linie 38 zwischen Buchholz und Hannover sind verkürzte Züge im Einsatz und einzelne Fahrten fallen aus. Man sehe nach den bisherigen Erfahrungen mit der DB-Tochter "keinen stabilen Betrieb auf dem Heidekreuz", sagte der Landesvorsitzende des Fahrgastverbandes Pro Bahn, Malte Diehl. Nach fast drei Jahren seien etliche Fahrgäste vergrault worden. Und man wolle nicht, "dass es bis zum Vertragsende 2029 oder womöglich darüber hinaus so weitergeht“. Die Betreibergesellschaft "Start Niedersachsen-Mitte" hatte die Zugausfälle zuletzt mit außerplanmäßigen Wartungsarbeiten erklärt.

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Gruß
Waldbahn

Ja, besser der Eurobahn oder dem Metronom geben.

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Mittwoch, 06.11.2024, 10:57 (vor 491 Tagen) @ Waldbahn

Huhu.

Oder dieser Regiobahn aus Mettmann. Die kann ihre Integrale dann gleich mitbringen. Dann merkt der Kunde den Unterschied gar nicht.

Realistischerweise sollte man aufgeben. Die Gegend zum lost place erklären und den Zugverkehr einstellen. Hin und wieder mal ein Bus, der vorbeischaut, reicht aus.


Schöne Grüße von jörg

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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Neue deutsche Realität

Hustensaft, Mittwoch, 06.11.2024, 16:03 (vor 491 Tagen) @ Waldbahn

Ist es beim metronom besser, der ja schon zweimal den Fahrplan eingekürzt hat? Okay, die haben wenigstens selbst um Vertragsauflösung gebeten ...

Ich bekomme gar nicht mehr alles zusammen, wo in den letzten Jahren Fahrpläne gekürzt werden mussten, mal fehlte Personal, mal Fahrmaterial, ob START mit der Taunusbahn, VIAS mit der Rheingaulinie, RRX, metronom, ... und als Sahnehäubchen immer öfter auch Streichungen und Ausfälle wegen nicht/unterbesetzter Stellwerke - und da trifft es vereinzelt sogar den Fernverkehr.

Da müsste man aber sehr viele Verträge kündigen

462 001, Taunus, Mittwoch, 06.11.2024, 16:20 (vor 491 Tagen) @ Waldbahn

Denn regelmäßig fallen so viele EVU negativ auf, nicht nur START...

Mir fallen sofort Averio, DB Regio(z.B. S-Bahn Rhein-Main), Eurobahn, Metronom, National Express & HLB ein.

So viele Verträge kann man gar nicht neu vergeben - Und: Es wird doch eh nicht besser, ich glaube eher das es die nächsten jahre noch deutlich schlimmer wird.

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Von mir besuchte Bahnhöfe
- Deutschland: 1619
- Euro. Ausland: 717

Stand: 20.02.2026

Als alter Metronomer ...

Garfield_1905, Mittwoch, 06.11.2024, 16:20 (vor 491 Tagen) @ Hustensaft

Ist es beim metronom besser, der ja schon zweimal den Fahrplan eingekürzt hat? Okay, die haben wenigstens selbst um Vertragsauflösung gebeten ...

... gehe ich fest davon, das der Vorschlag, den Verkehr Metronom zu übergeben, eher ironisch gemeint war, schon allein, um mich zu ärgern . :-)

Als gleichzeitiger ERIXXer (die Leitstelle Metronom/Erixx/Enno sitzt in einem Raum und wird zumindest z.T. von den gleichen Personen bedient) muß ich für START aber eine kleine Lanze brechen. START hat die Fahrzeuge (BR 648) überrnommen und die waren schon bei ERIXX am Ende. Die müßten entweder grundüberholt (was ja jetzt offenbar geplant ist ?), aber besser noch ausgetauscht, werden. Personalprobleme wie überall kommen noch hinzu. Die START - Leute haben an diesem Disaster definitiv nicht allein schuld, bei diesen Voraussetzungen wäre jeder Betreiber gescheitert.

Auf dem Weg zur Touristenattraktion!

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Mittwoch, 06.11.2024, 16:31 (vor 491 Tagen) @ Hustensaft

Hey.

Früher fuhren wir in exotische Länder. Wo, wenn überhaupt, der Zug irgendwann kommt. Das nannten wir dann Abenteuerreise. Machten uns in Reiseberichten über soviel Hinterwäldlertum lustig.

Nun dreht sich das um. Funktionierende Eisenbahnen erleben wir in der Ferne. Und bald strömen Touristen in Hülle und Fülle zu uns und fahren hier zu Erlebniszwecken Eisenbahn.

Als ernstzunehmendes Verkehrsmittel hat sie sich mittlerweile verabschiedet. Der Pkw-Bestand in Schland sinkt nicht; eher im Gegenteil. Und allen Hoffnungen zum Trotz setzt auch die Jugend weiterhin auf's Auto.

Die ganzen hektischen Korridorsanierungen dienen dazu, dass die Eisenbahn bis Ende des Jahrzehnts, wenn der Russe kommt und der nächste große Krieg zum Zaun bricht, wenigstens ihre historische militärstrategische Bedeutung wiedererlangt.

Also muss endlich mal Schluß sein mit dem ewigen Gegreine und Gejammere. Lasst uns die Bahn genießen. Zu Freizeit-/Erlebnis- und Spaßfahrten ist sie brauchbar, wird genutzt und bietet mehr als jede Trash-TV-Show es je könnte. Für ernste und wichtige Anlässe gibt es ja weiterhin das Auto.

Und der bald arbeitslose Thyssen-Stahlarbeiter wird dann Touristenführer für lost nicht nur places, sondern lost areas in Germany. Wozu auch eine Bahnfahrt im Programm enthalten ist.

Herrje, wer nimmt denn die Eisenbahn und das ganze Gesabbel von der Verkehrswende und all die Verlautbarungen der Plüschetagen im Stile Axel Foleys ("Ich bin dran")

https://m.youtube.com/watch?v=mbcNhQlMeQI

noch ernst?

Schöne Grüße von jörg

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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Neue deutsche Realität

EK-Wagendienst, EGST, Mittwoch, 06.11.2024, 16:35 (vor 491 Tagen) @ Hustensaft

Ist es beim metronom besser, der ja schon zweimal den Fahrplan eingekürzt hat? Okay, die haben wenigstens selbst um Vertragsauflösung gebeten ...

Ich bekomme gar nicht mehr alles zusammen, wo in den letzten Jahren Fahrpläne gekürzt werden mussten, mal fehlte Personal, mal Fahrmaterial, ob START mit der Taunusbahn, VIAS mit der Rheingaulinie, RRX, metronom, ... und als Sahnehäubchen immer öfter auch Streichungen und Ausfälle wegen nicht/unterbesetzter Stellwerke - und da trifft es vereinzelt sogar den Fernverkehr.

Da wird man sich einfach dran gewöhnen müssen, egal welches EVU nun fährt, es gibt nicht mehr genug Personal, weil es nicht mehr attraktiv ist.
Auch bei DB Fernverkehr fehlt inzwischen Personal um alle Leistungen zu fahren, man kann es eben noch kaschieren.

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Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Neue deutsche Realität

JeDi, überall und nirgendwo, Mittwoch, 06.11.2024, 18:41 (vor 491 Tagen) @ Hustensaft

und als Sahnehäubchen immer öfter auch Streichungen und Ausfälle wegen nicht/unterbesetzter Stellwerke - und da trifft es vereinzelt sogar den Fernverkehr.

Wieso „sogar den Fernverkehr“? DB Fern hat doch auch schon wegen Personalmangel ausgedünnt.

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Weg mit dem 4744!

Neue deutsche Realität

611 040, Erfurt, Mittwoch, 06.11.2024, 19:22 (vor 491 Tagen) @ JeDi

Wieso „sogar den Fernverkehr“? DB Fern hat doch auch schon wegen Personalmangel ausgedünnt.

Eben genau deshalb...

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❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Als alter Metronomer ...

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Donnerstag, 07.11.2024, 00:26 (vor 491 Tagen) @ Garfield_1905

START hat die Fahrzeuge (BR 648) überrnommen und die waren schon bei ERIXX am Ende.

Aber kein Bewerber sagt den Büroleuten des Bestellers "mit diesen kaputten Fahrzeugen können wir nicht verlässlich loslegen"?

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Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Da müsste man aber sehr viele Verträge kündigen

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Donnerstag, 07.11.2024, 01:00 (vor 491 Tagen) @ 462 001

Erst einmal die bestehenden Verkehr festigen und solide machen. Dann eine Weile schauen wie es läuft, notfalls auch hier oder da Parallelverkehre einkürzen, wenn sich dadurch sinnvoll was einsparen lässt. Erst eine Zeit danach können wir heutige Fantasien über Taktverdichtungen und Streckenreaktivierungen langsam wieder zum Leben erwecken. Stückchen für Stückchen vielleicht. Denn nichts ist elender als täglich spontane Ausfälle.

Dazu die heutigen Einzellinien-Zuständigkeiten im Regionalverkehr statt Netzdenke. Rund um das Jahr 2000 war es bei Regio Hannover noch möglich die Personale bei Engpässen zu schieben und umzudisponieren. Nach Braunschweig statt Kreiensen, nach Soltau statt Wolfsburg oder mal nach Hamburg statt Bielefeld. Heute macht nur jeder seins, jeder muß seine eigenen Dispopersonale vorhalten und auch Ersatzzüge. Und kaum einen Zug kann man mal woanders hinschicken, weil es aus zehn Gründen nicht geht. Was diese Unflexibilität für Ressourcen bindet!

Stelle ich mir oft vor, wenn wohl der Stadtbusverkehr Göttingen in fünf Unternehmen aufgefasert wäre und jeder macht nur seine drei Linien...

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Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Die Lanze bleibt ganz!

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Donnerstag, 07.11.2024, 05:56 (vor 490 Tagen) @ Garfield_1905
bearbeitet von Der Blaschke, Donnerstag, 07.11.2024, 05:56

Moin.

muß ich für START aber eine kleine Lanze brechen. START hat die Fahrzeuge (BR 648) überrnommen und die waren schon bei ERIXX am Ende. Die müßten entweder grundüberholt (was ja jetzt offenbar geplant ist ?), aber besser noch ausgetauscht, werden.

Es gibt 2 Möglichkeiten.

Bei START hat das niemand gewußt oder geahnt. Das wäre aber naiv, peinlich, weltfremd. Als Brancheninsider sollte einem das klar sein.

Oder, was ich für wahrscheinlicher halte, man war über den Zustand der Dinger durchaus im Bilde. Es war aber scheißegal. Hauptsache, große Marketingsprüche kloppen - soll sich mit dem Alltagsbetrieb doch die Werkstatt und der Lokführer rumärgern und für den Zorn der Kundschaft hat man ja den Schaffner.

Egal wie, als eine Rechtfertigung für die Qualifikation als Unternehmensleitung sind beide Szenarien nicht geeignet. Da kann deine Lanze ganz bleiben; dafür gehört die Chefetage wegen Inkompetenz entlassen.


Schöne Grüße von jörg

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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

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