Ausfall von Klimaanlagen- Grenze der Zumutbarkeit ? (Aktueller Betrieb)
jotxl, Dienstag, 06.07.2010, 09:23 (vor 5844 Tagen)
Zwar noch nicht selbst erlebt, aber gestern von Kollegen wieder gehört..am Freitag ist wieder einmal ein ICE HH-Bln mit ausgefallener Klimatisierung unterwegs gewesen. Für die Fahrgäste und das Personal unerträglich
Meine Frage ist, ist es bei Außentemperaturen von 33 Grad überhaupt noch zumutbar und verantwortungsvoll, die jeweilige Garnitur fahren zu lassen ??
Logisch, wenn der Ausfall erst unterwegs eintritt, allerdings müsste selbst dann bei längeren Läufen Ersatz her.
Wo stehen eigentlich überall ICE-Reservezüge bereit ?
Ausfall von Klimaanlagen- Grenze der Zumutbarkeit ?
mrhuss, FKON, Dienstag, 06.07.2010, 09:25 (vor 5844 Tagen) @ jotxl
Zwar noch nicht selbst erlebt, aber gestern von Kollegen wieder gehört..am Freitag ist wieder einmal ein ICE HH-Bln mit ausgefallener Klimatisierung unterwegs gewesen.
Wie jetzt, im ganzen Zug? Meistens ist ja nur ein Wagen betroffen...
ICE-Reservezüge
Matze86, München, Dienstag, 06.07.2010, 10:02 (vor 5844 Tagen) @ jotxl
Wo stehen eigentlich überall ICE-Reservezüge bereit ?
Das ist sehr überschaubar. Eigentlich so gut wie nirgends.
In Frankfurt steht ein ICE 1 von Vor- bis Nachmittag. ICE 3M dürfte dort evtl. auch noch einer rumstehen.
In Leipzig steht ein ICE T.
In Hamburg und München evtl. noch einer und das wars dann schon.
ICE-Reservezüge
liebe70, Dienstag, 06.07.2010, 10:24 (vor 5844 Tagen) @ Matze86
Wo stehen eigentlich überall ICE-Reservezüge bereit ?
Das ist sehr überschaubar. Eigentlich so gut wie nirgends.
In Frankfurt steht ein ICE 1 von Vor- bis Nachmittag.
Meinst Du den Tz, der als Sprinter von Hamburg kommt und in Darmstadt endet? Oder gibts da noch einen?
In Leipzig steht ein ICE T.
Berlin Rummelsburg hat auch eine ICE-T-Doppeleinheit "rumzustehen", meist wegen der Ultraschalluntersuchung.
Gruß, Ralf
ICE-Reservezüge
ICE-TD, Dienstag, 06.07.2010, 10:35 (vor 5844 Tagen) @ liebe70
Berlin Rummelsburg hat auch eine ICE-T-Doppeleinheit "rumzustehen", meist wegen der Ultraschalluntersuchung.
Das ist in vielen ICE-Werken so. Das sind dann aber keine festen ICE-Ersatzzüge, solche gibt es planmäßig soweit ich weiß auch nicht. Meist ist es Zufall wenn grad ein Zug da ist, weil er z.B. von einer Rep. kommt und noch nicht verplant ist.
ICE-Reservezüge
Matze86, München, Dienstag, 06.07.2010, 12:49 (vor 5844 Tagen) @ liebe70
Wo stehen eigentlich überall ICE-Reservezüge bereit ?
Das ist sehr überschaubar. Eigentlich so gut wie nirgends.
In Frankfurt steht ein ICE 1 von Vor- bis Nachmittag.
Meinst Du den Tz, der als Sprinter von Hamburg kommt und in Darmstadt endet? Oder gibts da noch einen?
Ja, den meine ich. Der wird dann nachmittags (normalerweise) zum 776.
Berlin Rummelsburg hat auch eine ICE-T-Doppeleinheit "rumzustehen", meist wegen der Ultraschalluntersuchung.
Die aber somit meist nicht frei ist ;)
Aber auch...
Jogi, Dienstag, 06.07.2010, 13:07 (vor 5844 Tagen) @ Matze86
Meinst Du den Tz, der als Sprinter von Hamburg kommt und in Darmstadt endet? Oder gibts da noch einen?
Ja, den meine ich. Der wird dann nachmittags (normalerweise) zum 776.
... nur an bestimmten Tagen, wenn die Sonne scheint, es höchstens 20 Grad hat und sonst irgendwelche Bedingungen erfüllt sind, damit alles glatt läuft *SCNR*
Die 776-Leistung wird ja auch gerne mal als IC 280x gefahren ;)
Aber auch...
Matze86, München, Dienstag, 06.07.2010, 13:16 (vor 5844 Tagen) @ Jogi
Meinst Du den Tz, der als Sprinter von Hamburg kommt und in Darmstadt endet? Oder gibts da noch einen?
Ja, den meine ich. Der wird dann nachmittags (normalerweise) zum 776.
... nur an bestimmten Tagen, wenn die Sonne scheint, es höchstens 20 Grad hat und sonst irgendwelche Bedingungen erfüllt sind, damit alles glatt läuft *SCNR*
Die 776-Leistung wird ja auch gerne mal als IC 280x gefahren ;)
Bingo, deswegen auch die Klammer mit dabei ;)
Aber heute hält er sich ja noch gut :P
Ausfall von Klimaanlagen- Grenze der Zumutbarkeit ?
cyberle, Düsseldorf, Dienstag, 06.07.2010, 10:20 (vor 5844 Tagen) @ jotxl
Zwar noch nicht selbst erlebt, aber gestern von Kollegen wieder gehört..am Freitag ist wieder einmal ein ICE HH-Bln mit ausgefallener Klimatisierung unterwegs gewesen. Für die Fahrgäste und das Personal unerträglich
Meine Frage ist, ist es bei Außentemperaturen von 33 Grad überhaupt noch zumutbar und verantwortungsvoll, die jeweilige Garnitur fahren zu lassen ??Logisch, wenn der Ausfall erst unterwegs eintritt, allerdings müsste selbst dann bei längeren Läufen Ersatz her.
Wo stehen eigentlich überall ICE-Reservezüge bereit ?
Wäre ein Ausfall aufgrund dessen besser?
Lieber schlecht gefahren als gut gelaufen oder?
Nicht der Ausfall, sondern Klimaanlagen selbst...
fabs, Braunschweig, Dienstag, 06.07.2010, 10:22 (vor 5844 Tagen) @ jotxl
...sind eine Zumutung!
Moin!
Alle Jahre wieder :-(
Was ist an Klimaanlagen so toll?
- Man bekommt einen kratzigen Hals von der extrem trockenen Luft (das sagt nahezu jeder)
- Viele bekommen eine verstopfte Nase bei anhaltender Klimatisierter Luft (hat mir erst gestern wieder ein Taxifahrer bestätigt)
- Klimaanlagen sind in der überwältigen Mehrheit im Sommer zu kalt eingestellt, sodaß man beim Verlassen des klimatisierten Raums "einen Schlag vor den Kopf" bekommt. Es reicht, wenn bei 35 Grad Außentemperatur die Klimaanlage auf 29 Grad eingestellt wird - und nicht auf 17!
Im Hochgeschwindigkeitsverkehr sin Fenster zum öffnen zwar unpraktisch, aber so, wie in den IC-Wagen und vielen Nahverkehrstriebwagen sollte es für den "Notfall" doch auch im ICE möglich sein.
Viele Grüße
fabs
--
Es gibt Dinge im Leben, die dich schnell aus der Bahn werfen können!
Zugbegleiter zum Beispiel...
Bahn: Im Winter reicht T-Shirt, im Sommer braucht man Pulli
bahn-user, Dienstag, 06.07.2010, 10:47 (vor 5844 Tagen) @ fabs
bearbeitet von bahn-user, Dienstag, 06.07.2010, 10:48
- Viele bekommen eine verstopfte Nase bei anhaltender Klimatisierter Luft (hat mir erst gestern wieder ein Taxifahrer bestätigt)
Bei modernen und gut eingestellten Klimaanlagen (eben nicht zu kalt) passiert das eigentlich kaum noch.
- Klimaanlagen sind in der überwältigen Mehrheit im Sommer zu kalt eingestellt, sodaß man beim Verlassen des klimatisierten Raums "einen Schlag vor den Kopf" bekommt. Es reicht, wenn bei 35 Grad Außentemperatur die Klimaanlage auf 29 Grad eingestellt wird - und nicht auf 17!
Am Wochenende hab ich eine Erkältung gehabt wg. der ICE-Klimaanlagen (Ja, war selber schuld. Ich "vergass" beim Losfahren, dass ICEs desto kälter sind, desto wärmer es draussen ist und trug eine kurze Hose. Dumm von mir bei über 30 Grad.).
Die letzten Tage hatte ich wieder zwischendurch einige extrem kalten Züge. Und nein, als Vielfahrer hat man keine Lust mehr, ständig was zu sagen. Zubs sollten es selber beim Durchlaufen merken, dass etwas schief läuft, wenn schon zwischen Großraum und Abteilgang ein riesiger Temperaturunterschied ist (im Abteilgang, z.B. Wagen 34 ICE2, ist es recht angenehm - eben eine Mischung aus Wärme und dem Eisschrank des Großraums).
Wenn bei 33° Aussentemperatur viele Reisende Pullis oder leichte Jacken aus ihren Koffern holen, dann hat das nichts mehr mit Komfort zu tun. In jedem Hotel, Restaurant oder Kino würde das Personal selbstständig was an der Temperatur drehen, wenn die Kunden im Hochsommer ihre Jacken anziehen. In der Bahn wartet man offenbar auf Ansprache.
*so, mein leicht genervter jährlicher Rant zu dem Thema. Ändert sich eh nix, ich weiss*
Im ICE hat die Klimakatastrophe also schon stattgefunden^^
Steffen, Dienstag, 06.07.2010, 10:55 (vor 5844 Tagen) @ bahn-user
bearbeitet von Steffen, Dienstag, 06.07.2010, 10:57
Im Sommer zu Kalt oder brütend heiß, im Winter zu warm oder manchmal auch A****kalt. Überwiegend trocken, selten Regen, dann aber als Schauer: So sieht die die Klimakatastrophe aus. Im ICE (und IC, RE und RB) hat sie also schon stattgefunden!!
P.S.: Geringere Tiefkühlung im Zug könnte zu weniger Ausfällen führen - aber *pssst* nicht so laut, sonst bekommt das die Bahn noch mit!
--
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Bahn: Im Winter reicht T-Shirt, im Sommer braucht man Pulli
Martin, Dienstag, 06.07.2010, 11:15 (vor 5844 Tagen) @ bahn-user
Und nein, als Vielfahrer hat man keine Lust mehr, ständig was zu sagen. Zubs sollten es selber beim Durchlaufen merken, dass etwas schief läuft, wenn schon zwischen Großraum und Abteilgang ein riesiger Temperaturunterschied ist (im Abteilgang, z.B. Wagen 34 ICE2, ist es recht angenehm - eben eine Mischung aus Wärme und dem Eisschrank des Großraums).
Was sollen die Zubs da machen? Der Seitengang ist nicht (direkt) klimatisiert, das Abteil selbst und der Großraum schon. Daraus ergibt sich dann natürlich, dass es in dem Gang deutlich wärmer ist.
Wenn bei 33° Aussentemperatur viele Reisende Pullis oder leichte Jacken aus ihren Koffern holen, dann hat das nichts mehr mit Komfort zu tun. In jedem Hotel, Restaurant oder Kino würde das Personal selbstständig was an der Temperatur drehen, wenn die Kunden im Hochsommer ihre Jacken anziehen. In der Bahn wartet man offenbar auf Ansprache.
Genauso wie es im Winter Kunden gibt die im T-Shirt rumrennen und andere sich in die dickste Jacke hüllen. Man kann es keinem Recht machen...
Darum: Standardtemperatur 22°C und fertig.
Scheint ein sehr deutsches Phänomen zu sein
Sprinter, Dienstag, 06.07.2010, 13:09 (vor 5844 Tagen) @ bahn-user
Also ich finde runtergekühlte ICE einfach traumhaft im Sommer. Wenn ich ein Abteil für mich habe, regele ich die Temperatur aufs Minimum und finde es auch in Shorts nicht zu kalt. Vor Zugluft und vermeintlich eisigen Klimaanlagen Angst zu haben, scheint irgendwie deutsch zu sein. In den USA oder in Südostasien sind Klimaanlagen oft viel kälter als hier eingestellt.
Ja, und das sind die dümmsten Umweltsauereiländer...
loco_mo, Plüschetage, Dienstag, 06.07.2010, 13:17 (vor 5844 Tagen) @ Sprinter
...die man sich so vorstellen kann. Benzin(u.a. Energie) ist billig, man kann es sich ja leisten.
Bitte bei der Diskussion auch diesen Aspekt berücksichtigen: Jedes Grad Kühlung kostet extra. Auch im ICE.
Oder?
"Wozu Kraftwerke? Bei uns kommt der Strom aus der Oberleitung!"
Scheint ein sehr deutsches Phänomen zu sein
bahn-user, Dienstag, 06.07.2010, 13:25 (vor 5844 Tagen) @ Sprinter
Also ich finde runtergekühlte ICE einfach traumhaft im Sommer. Wenn ich ein Abteil für mich habe, regele ich die Temperatur aufs Minimum und finde es auch in Shorts nicht zu kalt.
Tipp: Nimm den Gangplatz! Direkt über dem sind die Austrittsdüsen. Dazu noch 1. Klasse: Kühles Leder direkt an nackter Haut leitet nochmal zusätzlich Wärme ab.
In den USA oder in Südostasien sind Klimaanlagen oft viel kälter als hier eingestellt.
Deshalb auch die verringerte Lebenserwartung gegenüber Deutschland: Deren Körper müssen immer auf Hochtouren arbeiten, um die Wohlfühltemperatur zu halten. Entweder zu heiss (draussen) oder zu kalt (drinnen).
(In Berlin-Mitte immer lustig: Sieht man bei 5° noch jemanden in kurzen Hosen rumlaufen, kann man drauf wetten, es ist ein Amerikaner)
Scheint ein sehr deutsches Phänomen zu sein
JanGT, Dienstag, 06.07.2010, 14:09 (vor 5844 Tagen) @ Sprinter
Also ich finde runtergekühlte ICE einfach traumhaft im Sommer. Wenn ich ein Abteil für mich habe, regele ich die Temperatur aufs Minimum und finde es auch in Shorts nicht zu kalt. Vor Zugluft und vermeintlich eisigen Klimaanlagen Angst zu haben, scheint irgendwie deutsch zu sein. In den USA oder in Südostasien sind Klimaanlagen oft viel kälter als hier eingestellt.
Ja, nur wenn alle so ein Umweltbewusstsein wie die in den USA hätten, dann wären die Polkappen warscheinlich schon viel weiter geschmolzen und Holland schon heut überfleutet (kleiner Seitenhieb für Sonntag;-) )
Aber da sind die von dir genannten Länder sicher kein gutes Beispiel.
Selbst in den RE-Dosto Wagen in NRW war es in den letzten Tagen doch manchmal übetrieben kalt. Und wenn man dann in einen 425 oder einen Flirt umsteigt hat man wieder Sauna-Feeling. Obwohl der Flirt auch noch halbwegs ok ist
aber wie so oft: allen Geschmäckern kann man es wohl auch bei diesem Thema nicht recht machen
Nicht der Ausfall, sondern Klimaanlagen selbst...
mrhuss, FKON, Dienstag, 06.07.2010, 10:58 (vor 5844 Tagen) @ fabs
- Klimaanlagen sind in der überwältigen Mehrheit im Sommer zu kalt eingestellt, sodaß man beim Verlassen des klimatisierten Raums "einen Schlag vor den Kopf" bekommt. Es reicht, wenn bei 35 Grad Außentemperatur die Klimaanlage auf 29 Grad eingestellt wird - und nicht auf 17!
Auch wenn es für mich eben so unverständlich ist, dass die Klimaanlage nur zwei Stellungen kennt ("Schockfrosten" und "kaputt"), scheint es tatsächlich so, dass die Leute das offenbar wollen... Am Wochenende hab ich in zwei Zügen erlebt, dass sich Leute beschwert haben, es sei zu warm, obwohl ich die Temperatur als recht angenehm empfand.
Im Hochgeschwindigkeitsverkehr sin Fenster zum öffnen zwar unpraktisch, aber so, wie in den IC-Wagen und vielen Nahverkehrstriebwagen sollte es für den "Notfall" doch auch im ICE möglich sein.
Ich finde das gut, dass es keine Fenster gibt! Sonst würde die ja doch trotz funktionierender Klimaanlage jeder aufreißen, was sowohl Klimaanlage als auch Druckschutz ad adsurdum führt. Ich kann Druckschwankungen in Tunneln überhaupt nicht abhaben.
Nicht der Ausfall, sondern Klimaanlagen selbst...
bahn-user, Dienstag, 06.07.2010, 11:04 (vor 5844 Tagen) @ mrhuss
Am Wochenende hab ich in zwei Zügen erlebt, dass sich Leute beschwert haben, es sei zu warm, obwohl ich die Temperatur als recht angenehm empfand.
Das sind dann IMO häufig Leute, die kurz zuvor eingestiegen sind.
Kommt man von draussen nach körperlicher Aktivität, arbeitet der Körper ja noch nach. Die Tücken einer zu kalten Klimaanlage lauern ja eher bei stundenlangem Aufenthalt (auf der KRM sind mir kalte Züge wurscht, eine Stunde Fahrt hält man zu kalt noch aus), vor allem wenn man noch blanke Haut als Angriffsfläche hat (der Schutzfilm der Haut wird beständig weggepustet).
Oder es sind halt Leute, die keine Ahnung haben. :-)
Nicht der Ausfall, sondern Klimaanlagen selbst...
mrhuss, FKON, Dienstag, 06.07.2010, 14:14 (vor 5844 Tagen) @ bahn-user
Am Wochenende hab ich in zwei Zügen erlebt, dass sich Leute beschwert haben, es sei zu warm, obwohl ich die Temperatur als recht angenehm empfand.
Das sind dann IMO häufig Leute, die kurz zuvor eingestiegen sind.
In dem einen Fall waren die Leute seit Österreich drin und ich bin erst in Frankfurt zugestiegen... Interessanterweise war bis Frankfurt der Klima-Regler nur auf Mitte gestellt (war in der Lounge). Aber auch nachdem der Zub dann extra für die auf kalt gestellt hat war's ihnen noch zu warm... Herrje, wenn's draußen 36 Grad hat, dann wird es halt trotz Klima nicht gleich kühlschrankkalt, aber manch einer begreift das wohl nicht.
Nicht der Ausfall, sondern Klimaanlagen selbst...
Joachim, Neustadt, Dienstag, 06.07.2010, 13:25 (vor 5844 Tagen) @ fabs
...sind eine Zumutung! [...]
Es reicht, wenn bei 35 Grad Außentemperatur die Klimaanlage auf 29 Grad eingestellt wird - und nicht auf 17! [...]
Viele Grüße, fabs
Hallo Fabs, hallo zusammen,
diese Einschätzung passt sehr gut zu der Aussage eines Bundesbahners, die da lautete: "Eisenbahn-Klimaanlagen sind so ausgelegt, dass sie im Fahrgastraum - im Vergleich zur Außentemperatur - maximal 6°C weniger erzeugen können."
Dieses Zitat stammt allerdings aus den frühen 1980er Jahren, als man gerade mal an den ICExperimental dachte.
<Ironie> In Zeiten der modernen ICE-Technik scheint diese Grenze schon lange nicht mehr zu gelten, wie man der Schilderung einiger anderer Forenten entnehmen kann. </Ironie>
--
mfG - Joachim
29°C
Fabian318, Münster i. W., Dienstag, 06.07.2010, 13:56 (vor 5844 Tagen) @ fabs
Wenn die Klimaanlage nur bis 29°C runterkühlt, besteht aber das Problem, dass es erstmal angenehm ist, nach einer kurzen Zeit sind aber auch 29°C zu warm und ich würde anfangen zu schwitzen.
Bei einer S-Bahn ist es vielleicht sinnvoll, maximal 6°C runterzukühlen wegen der geringen Aufenthaltsdauer. Im RE oder FV-Zug sollte die Temperatur aber 24°C nie übersteigen, da nehme ich gerne den kurzen Schock ins Warme hin, wenn ich es die ganze Reise über angenehm finde.
29°C
ICE615, Dienstag, 06.07.2010, 14:56 (vor 5844 Tagen) @ Fabian318
Wenn die Klimaanlage nur bis 29°C runterkühlt, besteht aber das Problem, dass es erstmal angenehm ist, nach einer kurzen Zeit sind aber auch 29°C zu warm und ich würde anfangen zu schwitzen.
Bei einer S-Bahn ist es vielleicht sinnvoll, maximal 6°C runterzukühlen wegen der geringen Aufenthaltsdauer. Im RE oder FV-Zug sollte die Temperatur aber 24°C nie übersteigen, da nehme ich gerne den kurzen Schock ins Warme hin, wenn ich es die ganze Reise über angenehm finde.
Richtig, 29 Grad sind viel zu warm. Dabei kann man weder vernünftig arbeiten noch einfach ruhig da sitzen ohne zu schwitzen.
Auch S-Bahnen gehören klimatisiert, in Hamburg war es am Wochenende wieder fürchterlich, draußen 34°C, in der S-Bahn mindetens 42°C mit schön hoher Luftfeuchtigkeit, nicht vom Komfort her eine Zumutung, sondern auch sicherheitstechnisch sicherlich bedenklich. Was wäre wenn der Zug mal eine halbe Stunde wegen eines PU in der Sonne stehen müsste, am besten noch bis oben hin voll mit Paxen?
Da dauerts dann keine viertel Stunde und viele Menschen reagiren panisch.
29°C
Steffen, Dienstag, 06.07.2010, 18:16 (vor 5844 Tagen) @ ICE615
Auch S-Bahnen gehören klimatisiert, in Hamburg war es am Wochenende wieder fürchterlich, draußen 34°C, in der S-Bahn mindetens 42°C mit schön hoher Luftfeuchtigkeit, nicht vom Komfort her eine Zumutung, sondern auch sicherheitstechnisch sicherlich bedenklich. Was wäre wenn der Zug mal eine halbe Stunde wegen eines PU in der Sonne stehen müsste, am besten noch bis oben hin voll mit Paxen?
Da dauerts dann keine viertel Stunde und viele Menschen reagiren panisch.
Gabs sowas nicht voriges Jahr in Köln? Kein PU, aber der Zug (ich meine es war ein Talent aus Mariaheide) kam kurz vor oder nach Köln-Deutz zu stehen. Zug voll, Klima kaputt - und irgendwann eine Karawane über die Gleise nach Deutz :D
--
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Ausfall von Klimaanlagen- Grenze der Zumutbarkeit ?
alleo, Dienstag, 06.07.2010, 11:13 (vor 5844 Tagen) @ jotxl
So geschehen z.B. auch auf einem Thalys Paris-Köln am vergangenen Freitag (Freunde berichten). Zug fuhr mit Klimaanlage Paris-Brüssel, ab Brüssel fiel sie aus. Kurz nach Lüttich (auf der LGV nach Aachen) dann weiterer technischer Defekt, Zug kehrte nach 1 Stunde im Tunnel stehen oder so zurück nach Lüttich, Umstieg in einen anderen Triebzug und Weiterfahrt nach Köln (mit Klimaanlage aber sehr sehr hoher Verspätung, 3-4 Stunden dürften es gewesen sein)
Wenn der Platz knapp wird...das war am Fr aber nicht...
loco_mo, Plüschetage, Dienstag, 06.07.2010, 11:27 (vor 5844 Tagen) @ jotxl
...wenn wir vom gleichen Zug reden (Fr Hmb 16:00-Bln-Hmb), war das ehrlich gesagt kein wirkliches Problem. Es betraf zwei von zwölf ICE-1-Wagen. Wer also nicht schwitzen wollte, konnte sich doch bequem im Nachbarwagen ein Plätzchen suchen.
Ich frage mich zwar auch immer, wie so kaputte Gurken direkt aus dem Werk nach Altona in Umlauf gebracht werden -
aber besser als ein Totalausfall ist es ja wohl doch.
Unangenehmer ist ein halber kaputter eines einzelfahrenden ICT. Dann sind schon 50% der Plätze weg. Da sollte man was machen.
Zu der "zu-kalt-eingestellt"-Diskussion: Da mag ich mich schon lange nicht mehr aufregen. Ich habe es schlicht aufgegeben. Im Sommer nie ohne Pullover im Gepäck bahnfahren. Im Winter habe ich ja auch immer eine Schneeschaufel dabei...
Ich muss aber zugeben, dass ich noch nie wirklich die Temperatur gemessen habe. Vielleicht ist es gar nicht so kalt, wie es mir auch immer scheint. Und dann ist es im Abteil am Gang kälter als am Fenster uswusf. Es zieht immer irgendwo. Aber alles das ist allemal besser als im Bimz mit offenem Fenster. Sorry, Blaschke, jedenfalls nicht bei 230.
falsche Erwartung?
frank_le, Dienstag, 06.07.2010, 14:08 (vor 5844 Tagen) @ loco_mo
vielleicht habe ich einfach eine falsche Erwartung?
Wenn ich in den Zug einsteige gehe ich von einer funktionierenden Klimaanlage aus. Nach meiner Erfahrung sind ca. 10% defekt. Weitere 40% sind auf Schockfrosten eingestellt - einfach unzumutbar!
Die Kommentare der Zugbegleiter sind auch nicht wirklich kompetent - manche können im ICE die Temperatur anpassen - andere behaupten nur im Werk kann man die Temperatur anpassen.
Vielleicht hätte man anstelle des RESET Programms einfach Thermometer an die Zugbegleiter verteilen sollen und eine Anleitung, wie man die Klimaanlage einstellt )-:
Auch die Kennzeichung der "Klimabefreiten" Kunden ist äußerst Mangelhaft. Erst ein Mal habe ich die entsprechenden Warnhinweise (weiser Zettel in vier Sprachen) in einem ICE gesehen.
Ich habe mittlerweile nur noch die Erwartung...
loco_mo, Plüschetage, Dienstag, 06.07.2010, 14:33 (vor 5844 Tagen) @ frank_le
...dass mein Zug überhaupt noch fährt.
Da ist mir Klimaanlage schon fast wurscht. Und wie gesagt, es fand im konkreten Fall jeder einen ihm genehmen Sitzplatz.
Kann schon sein, dass unter fortgeschrittenen Umständen mehr zu verlangen wäre als eine Beförderung. Die nächste Stufe wäre dann aber eine *pünktliche* Beförderung. Dann können wir uns über eine pünktliche, *komfortable* Beförderung unterhalten. Aber soweit sind wir bei DieBahnDBBahnBahn gerade leider nicht.
Ich habe mittlerweile nur noch die Erwartung...
moonglum, Hagen, Dienstag, 06.07.2010, 16:31 (vor 5844 Tagen) @ loco_mo
Zustimmung!
--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.
https://adobe.ly/2PMZyEV
Einstellung der Klimaanlagen
Martin, Dienstag, 06.07.2010, 15:28 (vor 5844 Tagen) @ frank_le
Wenn du mal sehen könntest, wie die Klima eingestellt ist, dann würdest du selbst erkennen, dass die Temperatur fast immer entsprechend der Vorgabe (Mittelstellung = 22°C) oder oft darüber eingestellt ist.
Ich weiß wirklich nicht, wie du auf die Idee kommst, dass die bösen Zugbegleiter (oder Tf) die Klimaanlage ständig auf die niedrigst mögliche Temperatur einstellen!
Einstellung der Klimaanlagen
bahn-user, Dienstag, 06.07.2010, 15:49 (vor 5844 Tagen) @ Martin
bearbeitet von bahn-user, Dienstag, 06.07.2010, 15:52
Wenn du mal sehen könntest, wie die Klima eingestellt ist, dann würdest du selbst erkennen, dass die Temperatur fast immer entsprechend der Vorgabe (Mittelstellung = 22°C) oder oft darüber eingestellt ist.
Ich weiß wirklich nicht, wie du auf die Idee kommst, dass die bösen Zugbegleiter (oder Tf) die Klimaanlage ständig auf die niedrigst mögliche Temperatur einstellen!
Wenn die Einstellung auf 22° offenbar häufig zu kalt ist, weil viele Kunden die Jacke rausholen, vielleicht sollte man dann eine höhere Einstellung wählen? (vielleicht sind die Messfühler an schlechter Stelle?)
Ich bin ja nun oft in Klimaanlagen unterwegs, aber einzig bei der Bahn ist es öfters ein Problem für mich. Vielleicht habe ich ja mal einen Klimatechniker als Mitreisenden, der mir das erklären kann. :-)
- Im Einkaufszentrum hier (wo ich eben war, B-Gesundbrunnen) herrscht jahrein, jahraus perfektes Klima: Nicht zu kalt, nicht zu warm. Ob mit kurzer Hose oder nicht. Warum kriegen die das hin, die Bahn aber nicht?
- In meinem Auto stell ich immer auf 21° und fahr damit auch mal 5 Stunden am Stück, ohne zu frieren oder zu schwitzen.
- In guten Hotels arbeitet die Klima idR ja auch so, wie sie eigentlich im besten Falle sollte: Man bemerkt sie gar nicht. Weder friert man, noch schwitzt man.
Warum klappt sowas nicht bei der Bahn?
(immer noch mit Erkältung, deshalb im rant-modus. sorry. *g*)
Einstellung der Klimaanlagen
Martin, Dienstag, 06.07.2010, 15:56 (vor 5844 Tagen) @ bahn-user
Wenn die Einstellung auf 22° offenbar häufig zu kalt ist, weil viele Kunden die Jacke rausholen, vielleicht sollte man dann eine höhere Einstellung wählen? (vielleicht sind die Messfühler an schlechter Stelle?)
Wie gesagt, Menschen sind unterschiedlich, ich hatte mit Bahn-Klimaanlagen selten ein Problem.
Messungen führen die Betreiber natürlich auch durch. Ich war selbst mal als Fahrgast an Bord wo in einem besetzten Zug auf einige Sitzplätze Messapparaturen gestellt wurden. Diese besaßen Temperaturfühler an unterschiedlichen Stellen und erfassten außerdem die Luftströmungsgeschwindigkeit im Fahrgastbereich.
- Im Einkaufszentrum hier (wo ich eben war, B-Gesundbrunnen) herrscht jahrein, jahraus perfektes Klima: Nicht zu kalt, nicht zu warm. Ob mit kurzer Hose oder nicht. Warum kriegen die das hin, die Bahn aber nicht?
Ein Einkaufszentrum ist z.B. nicht ständig wechselnden Umgebungsbedingungen ausgesetzt (direktes Sonnenlicht oder Abschattung durch Bäume, hohe Umgebungstemperaturen auf freier Strecke, sehr niedrige Temperatur in Tunneln).
Die Bahnklimaanlage muss ständig auf solche Veränderungen reagieren, da kann es auch schon mal sein, dass kurzzeitig etwas kühlere Luft bläst.
- In meinem Auto stell ich immer auf 21° und fahr damit auch mal 5 Stunden am Stück, ohne zu frieren oder zu schwitzen.
Vielleicht schafft dein Auto auch diese Temperatur gar nicht. Außerdem dürfte in der Regel direktes Sonnenlicht durch ungetönte Scheiben auf deine Haut treffen -> deutliches Wärmeempfinden.
- In guten Hotels arbeitet die Klima idR ja auch so, wie sie eigentlich im besten Falle sollte: Man bemerkt sie gar nicht. Weder friert man, noch schwitzt man.
Warum klappt sowas nicht bei der Bahn?
Zumindest nach meinem Empfinden funktioniert es - meistens.
Einstellung der Klimaanlagen
bahn-user, Dienstag, 06.07.2010, 16:11 (vor 5844 Tagen) @ Martin
bearbeitet von bahn-user, Dienstag, 06.07.2010, 16:11
Wie gesagt, Menschen sind unterschiedlich, ich hatte mit Bahn-Klimaanlagen selten ein Problem.
Für mich tritt der Frost-Effekt in erster Linie nur bei extrem heissem Wetter auf: Über 28/30 Grad. Desto heisser draussen, desto kälter drinnen (und nicht in Relation zu draussen, sondern absolut: Nach stundenlanger ICE-Fahrt fröstel ich oft viel mehr bei grosser Aussenhitze als wenn es draussen "nur" 25° hatte).
Als ob bei grosser Hitze ein Messfühler irgendwo ständig Signal gibt "Noch kälter, noch kälter."
Messungen führen die Betreiber natürlich auch durch. Ich war selbst mal als Fahrgast an Bord wo in einem besetzten Zug auf einige Sitzplätze Messapparaturen gestellt wurden. Diese besaßen Temperaturfühler an unterschiedlichen Stellen und erfassten außerdem die Luftströmungsgeschwindigkeit im Fahrgastbereich.
Interessant. Ja, ungünstigere Luftströmungen als bei "guten" Klimaanlagen halte ich auch für einen Faktor. Weshalb ich fast immer lange Hose und langärmlig zumindest dabei habe.
Wenn die einzelnen Wagen mal unterschiedlich temperiert sind, merkt man das auch nett beim Durchlaufen, wie krass die Unterschiede sein können.
Grüsse.
Einstellung der Klimaanlagen
liebe70, Dienstag, 06.07.2010, 22:32 (vor 5843 Tagen) @ bahn-user
Wie gesagt, Menschen sind unterschiedlich, ich hatte mit Bahn-Klimaanlagen selten ein Problem.
Für mich tritt der Frost-Effekt in erster Linie nur bei extrem heissem Wetter auf: Über 28/30 Grad.
Das ist kein Wunder.
Desto heisser draussen, desto kälter drinnen (und nicht in Relation zu draussen, sondern absolut: Nach stundenlanger ICE-Fahrt fröstel ich oft viel mehr bei grosser Aussenhitze als wenn es draussen "nur" 25° hatte).
Die Klimaanlage im Zug kann nur zwischen +18°C und +26°C geregelt werden, und zwar in 0,5°C-Schritten. Wenn es also draußen beispielsweise 33°C sind und die Klimaanlage auf dem Maximalwert 26°C steht, sind es 7°C Temperaturdifferenz. Der menschliche Körper reagiert darauf mit Frösteln, weil ihm diese Differenz immer noch zu extrem ist.
Als ob bei grosser Hitze ein Messfühler irgendwo ständig Signal gibt "Noch kälter, noch kälter."
Der Meßfühler sitzt in Deinem Körper. Das Frösteln ist Ausdruck einer ungenügenden Thermoregulation. Warum das so ist und wieso man dagegen recht wenig machen kann, wird Dir ein Mediziner erklären können.
Messungen führen die Betreiber natürlich auch durch. Ich war selbst mal als Fahrgast an Bord wo in einem besetzten Zug auf einige Sitzplätze Messapparaturen gestellt wurden. Diese besaßen Temperaturfühler an unterschiedlichen Stellen und erfassten außerdem die Luftströmungsgeschwindigkeit im Fahrgastbereich.
Interessant. Ja, ungünstigere Luftströmungen als bei "guten" Klimaanlagen halte ich auch für einen Faktor. Weshalb ich fast immer lange Hose und langärmlig zumindest dabei habe.
Die Luftströmungen dürften nicht ganz so interessant sein, wie die Luftfeuchtigkeit. Trockne Luft wird im allgemeinen kühler empfunden als feuchte. Darum sind "leere" Wagen auch kühler als gut besetzte.
Wenn die einzelnen Wagen mal unterschiedlich temperiert sind, merkt man das auch nett beim Durchlaufen, wie krass die Unterschiede sein können.
Das liegt zum Teil an den Temperaturfühlern und den Lüftungskanälen. Wenn die dreckig sind, dann wird das mit dem vernünftigen Klima auch nichts.
Gruß, Ralf
Einstellung der Klimaanlagen
bahn-user, Dienstag, 06.07.2010, 23:08 (vor 5843 Tagen) @ liebe70
bearbeitet von bahn-user, Dienstag, 06.07.2010, 23:10
Desto heisser draussen, desto kälter drinnen (und nicht in Relation zu draussen, sondern absolut: Nach stundenlanger ICE-Fahrt fröstel ich oft viel mehr bei grosser Aussenhitze als wenn es draussen "nur" 25° hatte).
Die Klimaanlage im Zug kann nur zwischen +18°C und +26°C geregelt werden, und zwar in 0,5°C-Schritten. Wenn es also draußen beispielsweise 33°C sind und die Klimaanlage auf dem Maximalwert 26°C steht, sind es 7°C Temperaturdifferenz. Der menschliche Körper reagiert darauf mit Frösteln, weil ihm diese Differenz immer noch zu extrem ist.
Ich schrieb extra "nicht in Relation zu draussen". Es geht nicht um den Effekt des Temperaturschocks beim Hin- und Herwechsel von grossen Temperaturzonen (ich bin dafür nicht anfällig. Fahr im Auto immer gut mit eingestellten 21° und lebte auch mal einige Zeit problemlos in den Südstaaten der USA mit dauerndem Wechsel a/c vs. Extremhitze + fast 100% Feuchtigkeit).
Das Frösteln in der Bahn (wenn es denn zu kalt ist) kriecht mir erst nach einiger Zeit in die Glieder, wenn ein evtl. Aussenunterschied schon längst gegessen ist (weshalb auch kurze Fahrten wie die KRM nie ein Problem sind).
Als ob bei grosser Hitze ein Messfühler irgendwo ständig Signal gibt "Noch kälter, noch kälter."
Der Meßfühler sitzt in Deinem Körper. Das Frösteln ist Ausdruck einer ungenügenden Thermoregulation. Warum das so ist und wieso man dagegen recht wenig machen kann, wird Dir ein Mediziner erklären können.
Ungenügende Thermoregulation seitens der Bahn, nicht seitens der Bahnkunden. :P
Ein Mediziner wird mir nicht erklären können, warum ich in der Bahn Leute beobachten kann, die ihre Jacken auspacken und sich über die Kälte unterhalten, aber nicht ebensolches Verhalten bei stundenlangen Aufenthalten in den klimatisierten Räumen eines Einkaufszentrums, Hotels oder in meinem Auto. ;-)
Die Luftströmungen dürften nicht ganz so interessant sein, wie die Luftfeuchtigkeit. Trockne Luft wird im allgemeinen kühler empfunden als feuchte.
Luft zu trocknen ist ein genereller (und gewollter) Effekt von Klimaanlagen. Mich interessierte, warum manche Leute (wie ich und andere hier) mit der Bahnklima ein Problem haben, mit unzähligen anderen Klimaanlagen aber nicht (und in schlechten Luftströmen zu sitzen, kann für mich als Klima-Laie eine Ursache sein).
Ihr als Personale habt ja Eure Abteile und müsst Euch sonst immer fleissig bewegen. :P Aber soviele Hundstage gibt es ja zum Glück nicht bei uns.
Grüsse.
Einstellung der Klimaanlagen
liebe70, Mittwoch, 07.07.2010, 14:15 (vor 5843 Tagen) @ bahn-user
Desto heisser draussen, desto kälter drinnen (und nicht in Relation zu draussen, sondern absolut: Nach stundenlanger ICE-Fahrt fröstel ich oft viel mehr bei grosser Aussenhitze als wenn es draussen "nur" 25° hatte).
Die Klimaanlage im Zug kann nur zwischen +18°C und +26°C geregelt werden, und zwar in 0,5°C-Schritten. Wenn es also draußen beispielsweise 33°C sind und die Klimaanlage auf dem Maximalwert 26°C steht, sind es 7°C Temperaturdifferenz. Der menschliche Körper reagiert darauf mit Frösteln, weil ihm diese Differenz immer noch zu extrem ist.
Ich schrieb extra "nicht in Relation zu draussen". Es geht nicht um den Effekt des Temperaturschocks beim Hin- und Herwechsel von grossen Temperaturzonen
Den Temperaturschock meinte ich auch nicht.
... Fahr im Auto immer gut mit eingestellten 21°
Die Klimaanlage im Auto hat aber einen weitaus geringeren Raum zu temperieren, als es ein Eisenbahnwaggon ist.
...und lebte auch mal einige Zeit problemlos in den Südstaaten der USA mit dauerndem Wechsel a/c vs. Extremhitze + fast 100% Feuchtigkeit).
Die dauernden Wechsel waren allerdings nur kurzzeitig oder warst Du stundenlang draußen?
Das Frösteln in der Bahn (wenn es denn zu kalt ist) kriecht mir erst nach einiger Zeit in die Glieder, wenn ein evtl. Aussenunterschied schon längst gegessen ist (weshalb auch kurze Fahrten wie die KRM nie ein Problem sind).
Als ob bei grosser Hitze ein Messfühler irgendwo ständig Signal gibt "Noch kälter, noch kälter."
Der Meßfühler sitzt in Deinem Körper. Das Frösteln ist Ausdruck einer ungenügenden Thermoregulation. Warum das so ist und wieso man dagegen recht wenig machen kann, wird Dir ein Mediziner erklären können.
Ungenügende Thermoregulation seitens der Bahn, nicht seitens der Bahnkunden. :P
Wenn jemand sich nicht oder nur wenig bewegt, reduziert der Körper auch den Stoffwechsel. Als weitere Folge dessen kühlt der Körper aus - und man beginnt zu frieren. Wieso friert ein Zub nicht im Zug? -> Weil er ständig in Bewegung ist. Wenn ich mich in den Zug setzen würde und das täte, was die Reisenden machen, würde ich unweigerlich früher oder später auch frieren. Was sollen wir also tun? Die Klimaanlage so hoch drehen, daß die länger im Zug Sitzenden nicht frieren? Dann schwitzen die neu Eingestiegenen, was denen auch nicht recht ist.
Ein Mediziner wird mir nicht erklären können, warum ich in der Bahn Leute beobachten kann, die ihre Jacken auspacken und sich über die Kälte unterhalten,...
Doch, wenn man die Psychologie als medizinischen Zweig begreift.
... aber nicht ebensolches Verhalten bei stundenlangen Aufenthalten in den klimatisierten Räumen eines Einkaufszentrums, Hotels oder in meinem Auto. ;-)
Ich wiederhole es gern, was Martin schrieb: Klimaanlagen für Einkaufzentren, Hotels und PKW unterliegen anderen Bedingungen als die in Zügen und sind schon aus diesem Grund unterschiedlich groß. Eine Hotelklimaanlage paßt beispielsweise nicht in einen Zug - und die vom Zug nicht in Dein Auto.
Die Luftströmungen dürften nicht ganz so interessant sein, wie die Luftfeuchtigkeit. Trockne Luft wird im allgemeinen kühler empfunden als feuchte.
Luft zu trocknen ist ein genereller (und gewollter) Effekt von Klimaanlagen. Mich interessierte, warum manche Leute (wie ich und andere hier) mit der Bahnklima ein Problem haben, mit unzähligen anderen Klimaanlagen aber nicht (und in schlechten Luftströmen zu sitzen, kann für mich als Klima-Laie eine Ursache sein).
Weil man Klimaanlagen nicht einfach so miteinander vergleichen kann. Stationäre Klimaanlagen haben ganz andere Voraussetzungen und Möglichkeiten als nicht stationäre. Bei den nicht stationären Klimaanlagen kommt außerdem noch die Größe des zu klimatisierenden Raumes und die Häufigkeit der Öffnung und Schließung des Raumes hinzu. Darum hast Du auch keine Probleme mit Deinem Auto.
Die Luftströme im Zug sind immer quer zur Fahrtrichtung und es wird sektionsweise gekühlt und gelüftet. Ist Dir das im ICE 2 noch nicht aufgefallen? Wenn man durch den Wagen geht, hat man scheinbar "plötzlich" wärmere und kühlere Sitzplatzbereiche.
Ihr als Personale habt ja Eure Abteile ...
Unsere Abteile sind auch nicht anders gekühlt als der übrige Wagen.
...und müsst Euch sonst immer fleissig bewegen. :P
Kannst Du doch auch machen. Einfach mal aufstehen und ein paar Schritte laufen. Dann wird auch der Stoffwechsel angeregt.
Gruß,Ralf
Einstellung der Klimaanlagen
bahn-user, Mittwoch, 07.07.2010, 14:45 (vor 5843 Tagen) @ liebe70
Ungenügende Thermoregulation seitens der Bahn, nicht seitens der Bahnkunden. :P
Wenn jemand sich nicht oder nur wenig bewegt, reduziert der Körper auch den Stoffwechsel. Als weitere Folge dessen kühlt der Körper aus - und man beginnt zu frieren. Wieso friert ein Zub nicht im Zug? -> Weil er ständig in Bewegung ist. Wenn ich mich in den Zug setzen würde und das täte, was die Reisenden machen, würde ich unweigerlich früher oder später auch frieren. Was sollen wir also tun? Die Klimaanlage so hoch drehen, daß die länger im Zug Sitzenden nicht frieren? Dann schwitzen die neu Eingestiegenen, was denen auch nicht recht ist.
Wir kommen nicht mehr zusammen bei dem Thema, weil Du nicht anerkennst, dass es *manchmal* in den ICEs schlicht viel zu kalt ist und dies besonders an Tagen, an denen es draussen extrem heiss ist. Du hast die Position "Im Prinzip alles in Ordnung" und baust von daher Deine Erklärungsmuster auf.
Ein anderer Poster im Thread schrieb ja locker geschätzt "10% defekt und 40% zu kalt."
Ich würd vielleicht noch weniger als 40% sagen, d.h. im Umkehrschluss aber auch: Bei etlichen ICE-Fahrten im Sommer klappt es ja durchaus mit normaler Klimaanlagenregulierung, nur in *manchen* ICEs ist es saukalt und dort holen die Leute ihre Jacken dann raus.
Und um diese "zu kalt"-ICEs ging es mir.
Unsere Abteile sind auch nicht anders gekühlt als der übrige Wagen.
Aber mit Reglern, oder?
...und müsst Euch sonst immer fleissig bewegen. :P
Kannst Du doch auch machen. Einfach mal aufstehen und ein paar Schritte laufen. Dann wird auch der Stoffwechsel angeregt.
Det ist nun ne Berliner Antwort. "Ihnen zu kalt bei uns? Na, dann loofen sie halt n bisschen, dann wird Ihnen schon warm, meine Herren!" :P
Grüsse.
Einstellung der Klimaanlagen
liebe70, Mittwoch, 07.07.2010, 16:16 (vor 5843 Tagen) @ bahn-user
Ungenügende Thermoregulation seitens der Bahn, nicht seitens der Bahnkunden. :P
Wenn jemand sich nicht oder nur wenig bewegt, reduziert der Körper auch den Stoffwechsel. Als weitere Folge dessen kühlt der Körper aus - und man beginnt zu frieren. Wieso friert ein Zub nicht im Zug? -> Weil er ständig in Bewegung ist. Wenn ich mich in den Zug setzen würde und das täte, was die Reisenden machen, würde ich unweigerlich früher oder später auch frieren. Was sollen wir also tun? Die Klimaanlage so hoch drehen, daß die länger im Zug Sitzenden nicht frieren? Dann schwitzen die neu Eingestiegenen, was denen auch nicht recht ist.
Wir kommen nicht mehr zusammen bei dem Thema, weil Du nicht anerkennst, dass es *manchmal* in den ICEs schlicht viel zu kalt ist und dies besonders an Tagen, an denen es draussen extrem heiss ist.
Das hat nichts mit Nichtanerkennung zu tun, sondern damit, daß ich das noch nie erlebte. Bei extrem heißen Tagen erlebe ich regelmäßig, daß die Klimaanlagen reihenweise aussteigen, weil irgend so ein Hirni die Klimaanlage auf "kalt" stellt - und die Luftansaugöffnungen schlichtweg zufrieren. Sollte man nicht glauben, ist aber tatasächlich so.
Du hast die Position "Im Prinzip alles in Ordnung" und baust von daher Deine Erklärungsmuster auf.
Als ich neu nach Berlin kam, wurde mir ausführlichst(!) erklärt, was zu tun ist, wenn die Klimaanlage nicht so funktioniert, wie sie soll. Außerdem weiß ich, daß subjektive Wahrnehmungen die objektiven Tatsachen überlagern.
Ein anderer Poster im Thread schrieb ja locker geschätzt "10% defekt und 40% zu kalt."
Ich würd vielleicht noch weniger als 40% sagen, d.h. im Umkehrschluss aber auch: Bei etlichen ICE-Fahrten im Sommer klappt es ja durchaus mit normaler Klimaanlagenregulierung, nur in *manchen* ICEs ist es saukalt und dort holen die Leute ihre Jacken dann raus.
Und um diese "zu kalt"-ICEs ging es mir.
"Zu kalt" kann nur dann passieren, wenn der Zug über Nacht irgendwo stand und irgendjemand die Klimaanalage auf 18°C eingestellt hat. Aber spätestens beim Kontrollgang durch den Zug am Abfahrtsbahnhof sollte das einem Aub auffallen.
Unsere Abteile sind auch nicht anders gekühlt als der übrige Wagen.
Aber mit Reglern, oder?
Jedes Abteil hat einen Regler. Für die Großräume ist der Regler im Schaltschrank untergebracht.
...und müsst Euch sonst immer fleissig bewegen. :P
Kannst Du doch auch machen. Einfach mal aufstehen und ein paar Schritte laufen. Dann wird auch der Stoffwechsel angeregt.
Det ist nun ne Berliner Antwort. "Ihnen zu kalt bei uns? Na, dann loofen sie halt n bisschen, dann wird Ihnen schon warm, meine Herren!"
Absolut nicht. Als ich in Magdeburg noch Interregio usw. fuhr, erlebte ich oft genug Reisende die einstiegen, sich auf ihren Platz setzten - und dort sitzenblieben bis zum Ausstieg. Und *genau diese* Reisenden beklagten sich, daß der Wagen vermeintlich zu kalt sei.
Gruß, Ralf
Einstellung der Klimaanlagen
jotxl, Donnerstag, 08.07.2010, 22:40 (vor 5841 Tagen) @ liebe70
Gestern morgen im 871: Von ca 5 Wagen, die ich durchlief, waren 4 unterkühlt. Die Mehrzahl der Leute zogen sich Strickjacken und Pullover an. Ich war im Abteil, man musste den Abteilregler auf max "warm" stellen, um eine erträgliche Temperatur zu bekommen. Kommentare der Mitreisenden: "Ich habe ja einen Pullover eingesteckt, weil ich ja weiss, dass es im ICE zu kalt ist" !!!
Der ZUB später darauf angesprochen: "Ich stelle jetzt mal auf 22 Grad ein, lassen Sie die Abteiltür auf, damit etwas Wärme hereinkommt."
Einstellung der Klimaanlagen
liebe70, Donnerstag, 08.07.2010, 23:09 (vor 5841 Tagen) @ jotxl
Gestern morgen im 871: Von ca 5 Wagen, die ich durchlief, waren 4 unterkühlt.
Wenn man den Umlauf vom 871 kennt, weiß man, daß der am Vortag in Berlin ankam und dort übernachtet. Also ist genau das passiert, was ich schon beschrieb: Irgendjemand dreht die Klimaanlagen auf "kalt", so daß die Wagen bei der Bereitstellung zu kalt sind. Keine Störung, sondern lediglich Nichtwissen über Klimaaanlagen von demjenigen, der am Regler rumspielte.
Der ZUB später darauf angesprochen: "Ich stelle jetzt mal auf 22 Grad ein, lassen Sie die Abteiltür auf, damit etwas Wärme hereinkommt."
Jo, das war so ein "Experte" der keine Ahnung hat. Damit macht man die Klimaanlagen kaputt. Klimaanlagen entfalten ihre beste Wirkung in geschlossenen Räumen. Dein Vorgehen war genau das, was man machen sollte.
In den Wagentechnik-Dienstunterrichten des Zub kommt bis zum Erbrechen u.a. das richtige Einstellen der Klimaanlage im Zug dran. Warum das dann immer noch einige nicht begreifen, wie man es richtig macht, ist und bleibt mir schleierhaft. :-(
Gruß, Ralf
Einstellung der Klimaanlagen
Fabian318, Münster i. W., Freitag, 09.07.2010, 00:30 (vor 5841 Tagen) @ liebe70
Irgendjemand dreht die Klimaanlagen auf "kalt", so daß die Wagen bei der Bereitstellung zu kalt sind. Keine Störung, sondern lediglich Nichtwissen über Klimaaanlagen von demjenigen, der am Regler rumspielte.
Das ist ja sowieso immer beachtenswert, dass thermostatgeregelte Systeme (Heizung oder Klima) auf einen Extremwert gestellt werden. Auch eine Heizung muss man im Winter nicht auf 30°C stellen, damit sie funktioniert, genauso wenig wie eine Klimaanlage im Sommer auf 16°C stehen muss - wenn man 22°C haben will (egal ob Winter oder Sommer) sollte man diese einfach einstellen, die Anlage regelt den Rest. Frage mich immer, wieso so viele das nicht verstehen.
Einstellung der Klimaanlagen
heinz11, Freitag, 09.07.2010, 08:09 (vor 5841 Tagen) @ liebe70
Der ZUB später darauf angesprochen: "Ich stelle jetzt mal auf 22 Grad ein, lassen Sie die Abteiltür auf, damit etwas Wärme hereinkommt."
Jo, das war so ein "Experte" der keine Ahnung hat. Damit macht man die Klimaanlagen kaputt. Klimaanlagen entfalten ihre beste Wirkung in geschlossenen Räumen. Dein Vorgehen war genau das, was man machen sollte.
Ist es bei den IC-Abteilwagen nicht so, daß sich bei geöffneter Abteiltür die Klimaanlage ausstellt, oder täusche ich mich da?
heinz
Einstellung der Klimaanlagen
Matze86, München, Freitag, 09.07.2010, 08:23 (vor 5841 Tagen) @ heinz11
Ist es bei den IC-Abteilwagen nicht so, daß sich bei geöffneter Abteiltür die Klimaanlage ausstellt, oder täusche ich mich da?
Ich kann mich nur an den Aufkleber erinnern, auf dem steht, dass die optimale Wirkung der Klima nur bei geschloßener Abteiltür erreicht wird.
Funktionsweise der Klimaanlagen
Fabian318, Münster i. W., Mittwoch, 07.07.2010, 15:32 (vor 5843 Tagen) @ liebe70
bearbeitet von Fabian318, Mittwoch, 07.07.2010, 15:32
Die Luftströme im Zug sind immer quer zur Fahrtrichtung und es wird sektionsweise gekühlt und gelüftet. Ist Dir das im ICE 2 noch nicht aufgefallen? Wenn man durch den Wagen geht, hat man scheinbar "plötzlich" wärmere und kühlere Sitzplatzbereiche.
Ich dachte, dass immer nur in den Einstiegsbereichen abgesaugt und über die gesamte Fahrgastraumlänge eingeblasen wird. Ist dem nur in den IC-Großraumwagen so?
Weißt du eigentlich, ob ausschließlich Frischluft eingeblasen wird oder zu variablen Anteilen gekühlte/erwärmte Umluft?
Funktionsweise der Klimaanlagen
Martin, Mittwoch, 07.07.2010, 15:50 (vor 5843 Tagen) @ Fabian318
Die Luftströme im Zug sind immer quer zur Fahrtrichtung und es wird sektionsweise gekühlt und gelüftet. Ist Dir das im ICE 2 noch nicht aufgefallen? Wenn man durch den Wagen geht, hat man scheinbar "plötzlich" wärmere und kühlere Sitzplatzbereiche.
Ich dachte, dass immer nur in den Einstiegsbereichen abgesaugt und über die gesamte Fahrgastraumlänge eingeblasen wird. Ist dem nur in den IC-Großraumwagen so?
Zumindest bei ICE 3/T ist das genauso, natürlich mit Sonderregelungen für (ex-)Raucherbereiche, WCs etc. Man muss allerdings bedenken, dass ICE 1/2 und T/3 gerade bei der Heizung ein anderes Konzept haben. Bei ICE A wird viel mit Konvektionsheizung (Fußboden) gearbeitet, bei den neueren Zügen wird mit Warmluft geheizt. Die Fußbodenheizung ist in mehrere Bereiche aufgeteilt, insofern kann es da schon zu unterschiedlichen Temperaturempfindungen je nach Heizungszone kommen. Kühlungstechnisch wüsste ich jetzt nichts über eine Aufteilung, da müsste man ggf. mal mit ZEUS spielen ob der da verschiedene Prozesswerte für möglicherweise existierende Zonen ausspuckt.
Weißt du eigentlich, ob ausschließlich Frischluft eingeblasen wird oder zu variablen Anteilen gekühlte/erwärmte Umluft?
Umluft wird überall mit verwendet, die Frisch-/Umluftmengen variieren je nach Außentemperatur. Bei niedrigen oder hohen Temperaturen wären die Aggregate gar nicht in der Lage so stark zu heizen bzw. zu kühlen um alle Frischluft auf die Solltemperatur zu bringen. Im Druckschutzfall ist die Frischluftmenge nochmal geringer, CO2-Sensoren messen den CO2-Gehalt der Luft und aktivieren ggf. Druckschutzventilatoren die dann für eine stärkere Frischluftzufuhr sorgen.
Funktionsweise der Klimaanlagen
Steffen, Mittwoch, 07.07.2010, 15:55 (vor 5843 Tagen) @ Martin
Umluft wird überall mit verwendet, die Frisch-/Umluftmengen variieren je nach Außentemperatur. Bei niedrigen oder hohen Temperaturen wären die Aggregate gar nicht in der Lage so stark zu heizen bzw. zu kühlen um alle Frischluft auf die Solltemperatur zu bringen. Im Druckschutzfall ist die Frischluftmenge nochmal geringer, CO2-Sensoren messen den CO2-Gehalt der Luft und aktivieren ggf. Druckschutzventilatoren die dann für eine stärkere Frischluftzufuhr sorgen.
Heisst das, dass in Tunneln die Frischluftzufuhr kurz gestoppt wird?
Wenn ja - woher "weiss" die Klimaanlage, dass gleich ein Tunnel kommt?
--
![[image]](http://img.aachen-im-bild.de/brueckebelgien.jpg)
Funktionsweise der Klimaanlagen
Martin, Mittwoch, 07.07.2010, 16:30 (vor 5843 Tagen) @ Steffen
Heisst das, dass in Tunneln die Frischluftzufuhr kurz gestoppt wird?
Wenn ja - woher "weiss" die Klimaanlage, dass gleich ein Tunnel kommt?
Die Klimasteuerung hat pro Wagen zwei Druckauswerteeinheiten die ständig den Außenluftdruck messen. Registrieren diese Druckschwankungen oberhalb der Toleranzgrenze wie sie z.B. bei einer Tunneleinfahrt auftreten können, schließen Druckwellenventile die Frischluft- und Fortluftöffnungen innerhalb von ca. 100 ms, der Wagen ist dann erstmal dicht.
Ein spezieller Algorithmus steuert dann die Druckschutzventilatoren an um den CO2-Gehalt nicht zu hoch werden zu lassen.
Die Druckwellenventile kann man manchmal auch im Stand hören, etwa bei starkem Wind oder bei Fehlfunktionen, dann knallt es relativ laut ;)
Funktionsweise der Klimaanlagen
dennis k., Mittwoch, 07.07.2010, 23:46 (vor 5842 Tagen) @ Martin
Die Druckwellenventile kann man manchmal auch im Stand hören, etwa bei starkem Wind oder bei Fehlfunktionen, dann knallt es relativ laut ;)
Das fällt mir in Berlin Spandau öfter mal auf....kurz nach Öffnen der Türen geht das knallen einmal den Zug entlang.
Schön zu hören wegen dem Bahnhofsdach;)