ÖBB-Fernverkehr im September zu 69,5% pünktlich (Allgemeines Forum)

Barzahlung, Freitag, 04.10.2024, 10:52 (vor 635 Tagen)

Werte September 2024

ÖBB-Personenverkehr: 90,5%
ÖBB-Nahverkehr: 91,4%
ÖBB-Fernverkehr: 69,5%

https://www.oebb.at/de/rechtliches/puenktlichkeit/oesterreich

Probleme vor allem auf der Weststrecke - nicht wegen DB

J-C, In meiner Welt, Freitag, 04.10.2024, 11:16 (vor 635 Tagen) @ Barzahlung
bearbeitet von J-C, Freitag, 04.10.2024, 11:17

Die ÖBB haben nach dem Hochwasser nun bis zum 9. Oktober noch einen absolut wertlosen Fahrplan erstellt, der gar nicht wie geplant fahrbar ist. Die Fahrzeiten der „langsamen“ Railjet sind auf die Neubaustrecke über Tullnerfeld ausgerichtet, nicht auf die tatsächlich meist noch eingleisig befahrene Strecke via Rekawinkel. Die WESTbahn fährt halbwegs pünktlich, kommt gut durch bis Innsbruck. Derweil wenden anscheinend RJX aus Richtung Westen auf den planmäßig zuvor abfahrenden RJX nach Westen, Verspätungen von 30 Minuten und mehr sind in Regelmäßigkeit die Folge. Gut, wenn man mit der WESTbahn bis Innsbruck vorfährt und dort noch eine Pause hat, wo man auch gut eine warme Mahlzeit kriegt, um weiter Richtung Vorarlberg zu kommen. Schlecht für Pendler und jene, die doch was auf Zuverlässigkeit geben. Warum man nicht den Railjet 30 Minuten vorher in Wien starten lässt und dafür in Salzburg gleich auf den RJX durchbindet - das müsste ja rollmaterialmäßig doch gehen - verstehe ich nicht.

Das wird nicht das letzte Mal sein, dass die ÖBB mit erheblichen Einschränkungen zu kämpfen haben. Jahrhunderthochwasser kommen längst nicht mehr nur einmal im Jahrhundert vor. Es bleibt zu hoffen, dass man daraus mal was lernt und in Zukunft resilienter ist und gleichzeitig sich mal mehr Agilität beibringt. Denn jetzt sieht man anhand der WESTbahn, das ginge sehr wohl besser.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Probleme auch intern

Baselaner, Freitag, 04.10.2024, 12:35 (vor 635 Tagen) @ J-C

Die ÖBB hat auch massive interne Probleme. Seit Jahren Wagenmangel, selbst mit Auslieferung der neuen Siemens Züge entspannt es sich irgendwie nicht wirklich wie gewünscht. Hinzu kommt ein massiver Mangel bei den 1216. Sieht man sehr gut, wie oft in Innsbruck bei den ECs Italien-Deutschland umgespannt wird, nur um beim Rückzug wieder auf die 1216 zu bespannen.

Auch sieht man sehr gut, dass die Pünktlichkeitskurve nicht erst seit dem Hochwasser massiv abnimmt. Und diese sogar bei einem relativ kleinen Land um und kleiner 80% ist. Wir dürfen gespannt sein, was sich die ÖBB einfallen lässt, um den Trend zu stoppen.

Richtig

J-C, In meiner Welt, Freitag, 04.10.2024, 13:26 (vor 635 Tagen) @ Baselaner

Die 1216er fahren aber auch in Richtung Tschechien nicht immer so rund, da ist es nicht so schlecht, dass man einen Railjet auch mit einer tschechischen 362 bespannen kann, auch wenn das alleine schon Verspätungen bringt wegen der verminderten Höchstgeschwindigkeit - auch Tschechien hat einen Materialmangel.

In Sachen Rollmaterial sollte es in Österreich so langsam besser werden. Man hat ja zusätzliches Rollmaterial in diesem Jahr bestellt. Nur dauert das.

Und das ändert ja auch nichts daran, dass bei Abweichungen, die nicht geplant sind, es zu lange dauert, bis man ein tragfähiges Konzept hat.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

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