Das Problem mit den Großprojekten (Allgemeines Forum)

Benjamin.Keller, Sonntag, 04.07.2010, 13:31 (vor 5850 Tagen) @ JanGT

Ich finde, dass das ein unglaublich anmaßender Text ist, der überhaupt nicht wahrnimmt, worum es da eigentlich geht.
Sicher: natürlich nehmen in unserer Gesellschaft Proteste gegen Großprojekte zu (gut!, denn das ist ein Zeichen dafür, dass eine demokratischere Gesellschaft ihre Betroffenheit zu artikulieren in der Lage ist, um daran zu erinnern, dass in diesem Beispiel Verkehr eben auch negative Seiten hat) und natürlich kann man dieses in vielen Fällen auch Besitzstandswahrung nennen, wenn einem Bewohner einer ländlichen Region auf einmal eine Betuweroute oder eine NBS-Brücke vor die Nase gesetzt wird, und er sich dagegen wehrt.

Aber dieser Artikel blendet eben die gesamten verkehrspolitischen und verkehrsplanerischen Argumente vollkommen aus und tut so, als wären die Gegner (ausschließlich) verbohrt und veränderungsresistent. Was für ein Schwachsinn! Wie einseitig! Aber was will man von der Welt schon erwarten ;)

Andererseits: komisch, dass eine konservative Zeitung die Fortschrittsgläubigkeit preist, wie die Sozialdemokraten in den 60igern ;)
Aber letztlich ist das wahrscheinlich nur eine besonders ausgeprägte Form der Autoritätshörigkeit...


@Sören: Kennst du: Bent Flyvbjerg / Mette Skamris Holm / Søren Buhl
Kostenunterschätzung bei öffentlichen Bauprojekten: Fehler oder Lüge? Ich nicht ;) Soll aber gut sein und gibts bestimmt auch auf Dänisch *g*


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