Rufbusse mit langer Vorbestellzeit (Allgemeines Forum)

плацкарт, Sonntag, 14.07.2024, 22:15 (vor 783 Tagen)

Moin,
in den letzten Tagen habe ich ganz verschiedene Rufbus-/AST-/...-Systeme in Deutschland erlebt und finde eine große Vielfalt vor.
Es gibt Rufbustelefone, die rund um die Uhr erreichbar sind. Andere haben beschränkte Anrufzeiten.
In Nordhessen gibt es bis in die Nacht hinein stündliche Rufbusoptionen bis in kleinste Dörfer, die einer öffentlich finanzierten Taxiabdeckung nahe kommen. Anderswo bedeutet Rufbus eine einzige Verbindung täglich, die am Vorwerktag bis 16 Uhr bestellt sein muss.
Die Vorbestellzeit kann 30 min betragen, anderswo geht es nicht am selben Tag.
Es sind natürlich unterschiedliche Bevölkerungsdichte und Siedlungsstrukturen. Es gibt in jedem Landkreis andere ÖPNV-"Traditionen" und Unternehmen. Manchmal gibt es keine öffentlichen Unternehmen, sondern Privatfirmen mit Konzession.

Zurück zum Rufbus: in wie weit ist Rufbus mit langen Vorbestellzeiten überhaupt noch ein Ersatz für regelmäßig fahrende Busse?

Rufbusse mit langer Vorbestellzeit

JanZ, HB, Sonntag, 14.07.2024, 22:36 (vor 783 Tagen) @ плацкарт

Zurück zum Rufbus: in wie weit ist Rufbus mit langen Vorbestellzeiten überhaupt noch ein Ersatz für regelmäßig fahrende Busse?

Insoweit, als es halt überhaupt ein Angebot ist. Ernsthaft, was für eine Antwort erwartest du auf die Frage jetzt?

Rufbusse mit langer Vorbestellzeit

плацкарт, Sonntag, 14.07.2024, 22:43 (vor 783 Tagen) @ JanZ

Ganz einfach: es gibt Fahrten, die spontan erfolgen und andere, die im Voraus planbar sind. Hier im Forum gibt es auch Experten der Sparpreisbevorratung für regelmäßige Fahrten. Die wissen, dass sie am Freitag in 20 Wochen verreisen werden. Andere Menschen wissen um 17 Uhr nicht, ob sie abends um 18 Uhr von der Haltestelle Kirche oder 19 Uhr von der Haltestelle Rathaus nach Hause fahren wollen.
Wenn die spontane Teilmenge der Fahrten nicht durch den ÖPNV abgedeckt ist, hat der ÖPNV-Nutzer einen stark verminderten Nutzen.
Wenn ich den ÖPNV auf ein mit hohen Hürden reduziere, bleibt theoretisch ein bisschen Alibi-ÖPNV übrig, aber kein System (auf regionaler Ebene).

Alles richtig, aber was ist jetzt deine Frage?

JanZ, HB, Sonntag, 14.07.2024, 22:51 (vor 783 Tagen) @ плацкарт

- kein Text -

Das frage ich mich beim ihm nicht zum ersten Mal ;-)

Berliner65, Berlin, Dienstag, 16.07.2024, 17:00 (vor 781 Tagen) @ JanZ

- kein Text -

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Mit Interrail unterwegs ab 03.07.!

Rufbusse mit langer Vorbestellzeit

Strotti, Darmstadt, Montag, 15.07.2024, 22:12 (vor 782 Tagen) @ плацкарт

Das Konzept des NVV in Nordhessen ist, am Ende einen Stundentakt ganztägig in alle Dörfer anzubieten. Das sollte zunächst durch den Einsatz auch von Privatleuten mit ihren Autos geschehen, gelang aber nur marginal, weshalb es jetzt ein AST ist.
Ich habe es im vergangenen Jahr bei einem Besuch für die Fahrt aus Witzenhausen in ein Dorf gemutzt. Problem: Das eingesetzte Taxi musste noch zwei andere Fahrgäste in andere Dörfer befördern, wodurch aus planmäßigen zehn 25 Minuten Fahrzeit wurden. Für die Rückfahrt zum Bahnhof konnte ich zum Glück den Linienbus nehmen.
Problem beim AST ist, dass man nicht spontan fahren kann. Damit es Linienverkehr halbwegs ersetzen kann, sollte es meines Erachtens eine Vorbestellzeit von maximal einer Stunde auch bis zur letzten Fahrt am Abend haben. Und für Fahrten zu Anschlüssen müssen die Fahrplanzeiten halbwegs eingehalten werden.

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