Und wo ist in diesem Konstruckt der zahlende Kunde?
Der wird wie so oft kritisiert allein gelassen, "sieh zu wie du wegkommst und was mit deinen Anschlüssen ist."
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Gruß
Waldbahn
@Garfield_1905: Der Fdl hätte aber die Macht
Da der Baum ja leider wegen nicht klarer Gründe geschlossen wurde, geht es hier weiter: https://www.ice-treff.de/index.php?id=699874
Zitat von Garfield_1905
Der Fdl regelt die Reihenfolge nicht ... (Aktueller Betrieb)
... dafür gibt es die Zü (= Zugüberwachung), die in der Regel in der zuständigen Bz (= Betriebszentrale) sitzt. Die regeln die Reihenfolge, wobei der Grundsatz gilt: Schnell vor langsam. Ich hab' aber auch schon miterlebt, wo ich die Entscheidungen der Zü nur schwer nachvollziehen konnte, aber ich hatte in diesem Fall auch nicht die Übersicht. Beschwerden bei dem für die jeweilige Strecke zuständigen Mitarbeiter in Bz sind manchmal erfolgreich, aber meist bekommt man nur die Begründung für die Entscheidung, die man verstehen konnte oder auch nicht. Ich habe es aber schon miterlebt, das man unsere RE den ICE vorgesetzt hat, wobei mir meist nicht klar war, warum das passiert ist. Vielleicht brauchte man das Gleis, auf dem der RE stand.
Das ändert zwar nichts an den Tatsachen, aber es ärgert mich einfach, wenn immer auf dem Fdl rumgehackt wird, der letztlich nur das umsetzt, was vorgegeben wird.
Der FdL ist halt die erste "greifbare" Person, evtl. sollten die sich mal über die komischen Entscheidungen hinwegsetzten, denn anders wird das System Bahn nicht mehr zu retten sein.
Der Fernverkehr profitiert von InfraSTOPP, hier im Beispiel war der leidtragende ein DB Regio Zug, noch häufiger werden Private benachteiligt. Könnte sofort Seitenweise "Fehler" berichten, wo die HLB ggü. DB Fernverkehr und sogar DB Regio benachteiligt wird.
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@Garfield_1905: Der Fdl hätte aber die Macht
Der Fernverkehr profitiert von InfraSTOPP, hier im Beispiel war der leidtragende ein DB Regio Zug, noch häufiger werden Private benachteiligt. Könnte sofort Seitenweise "Fehler" berichten, wo die HLB ggü. DB Fernverkehr und sogar DB Regio benachteiligt wird.
Und ich könnte Seitenweise berichten wo einem pünktlichem Fv-Zug ein Nv-Zug oder privater Zug vor die Nase gesetzt wurde. Erst gestern wieder meinem auf die Minute pünktlichem ICE ein RE und ein Museumszug.
Und natürlich wird sich ein FDL nicht einfach über die Weisungen des Streckendisponenten hinwegsetzen, dafür gibt es klare Regelungen und dann dürfte er unter Umständen zum Tee zu seinem Chef.
Diskussion über Fdl/Zü-Entscheidungen (Allgemeines Forum)
- kein Text -
@Garfield_1905: Der Fdl hätte aber die Macht
Ich sehe eher die Herausforderung in den Reisenden Strömen.
Mache mal ein Beispiel aus dem Norden auf:
Hamburg - Bremen - Emden
MET RE4 hat wegen Streckensperrung, Zurücksetzen nach Harburg, PU bei einem entgegenkommenden Zug in Rotenburg +95. Prompt Überholt ein ICE nach Köln, der auch Verspätung hat.
Beide Züge haben bis Bremen keinen Halt. Der RE4 hat den ICE in Bremen wieder eingeholt. In Bremen waren die Bus- und Strassenbahntakte teileise wech, d.h abends 20-30 min warten. Der letzte Zug, ein IC nach Emden, durfte beide Zuge abwarten und hatte geschätzt +20 bei Anfahrt in Bremen.
Tja, was war nun richtig? Dazu muss man wissen, der ICE kam in Rotenburg über das Mittelgleis.
Jetzt kann man mal rechnen, wieviel die Fahrzeit eines 200 km/h Zuges bis Bremen kürzer ist ...
Eventl. noch eine Ergänzung ...
Der FdL ist halt die erste "greifbare" Person, evtl. sollten die sich mal über die komischen Entscheidungen hinwegsetzten, denn anders wird das System Bahn nicht mehr zu retten sein.
Der Fdl wird sich nicht über Entscheidungen der Zü hinweg setzen. Ich weiß nicht, ob er so 'ne Art Einspruchsrecht hat, vielleicht Rücksprache mit der Bz. Aber das wird in Praxis bei den schnellen Entscheidungen, die da zu treffen sind, gar nicht möglich sein. In der Zü sitzen ja auch erfahrene Fdl.
Der Grund für die Zü ist doch der, das es damit eine übergeordenete Stelle gibt, die 'die große Übersicht' hat. Der hat da einen ziemlich großen Ausschnitt aus dem Netz in seiner Verantwortung und sieht dabei Dinge, die der einzelne Fdl normalerweise gar nicht im Blick haben kann.
Ach ja ...
Der Fernverkehr profitiert von InfraSTOPP, hier im Beispiel war der leidtragende ein DB Regio Zug, noch häufiger werden Private benachteiligt. Könnte sofort Seitenweise "Fehler" berichten, wo die HLB ggü. DB Fernverkehr und sogar DB Regio benachteiligt wird.
Ich habe in der Leitstelle eines 'Nicht DVB EVU' gearbeitet, wo auch immer anscheinend die 'rot weißen' (wir haben sie 'Weißwurst' genannt) vorgezogen wurden. Ich muß aber eine Lanze für DB Netz (neuerdings heißt es ja wohl InfraGO) brechen. Meine ganz persönliche Erfahrung ist, das da - inzwischen ... ? - im Alltag keine Unterscheidung zwischen DB und 'Nicht DB' gemacht werden. Es gibt nunmal den Grundsatz: Schnell vor langsam. Mitunter hatte man das Gefühl, das man die 'Langsamen' (egal, ob DB oder Nicht-DB) zu lange stehen gelassen hat '(Mein Gott, jetzt wäre unser Zug schon lange im nächsten Bahnhof gewesen ...'), aber das mag personenbedingt in der Zü begründet sein.
Das da aber auch mitunter Fehler gemacht werden, ist nicht abzustreiten, aber die hängen nach meinen (!) Erfahrungen nicht mit 'DB - ja oder nein' zusammen. Beispiele für solche Fehler hat wahrscheinlich jeder von uns (besonders ärgerlich, wenn man selbst davon betroffen ist und möglicherweise einen Anschluß verpasst), aber auch vom Gegenteil.
Mitunter lässt man die 'Langsamen' vor, weil sie Anschlußreisende für den folgenden ICE haben und der im Folgebahnhof eh' warten müßte. Ja, das passiert gar nicht so selten, weil man zumindest nach meinen (!) Erfahrungen in der Bz durchaus ein Auge auf die Reisenden hat. Ich kann mich an einige Gespräche erinnern, wo wir bei Unregelmäßigkeiten gemeinsam überlegt haben, wie wir die Reisenden weiterbringen können.
@Garfield_1905: Der Fdl hätte aber die Macht
Das mit dem ICE und RE davor kenne ich zu genüge. Erst vor ein paar Tagen saß ich in einem ICE ab Düsseldorf Richtung Süden durchs Rheintal. Direkt nach Abfahrt Düsseldorf Hbf hingen wir hinter dem RE5. Die üblichen möglichen Überholstellen wie Leverkusen Mitte, Köln Hbf, Köln Süd oder Brühl wurden ignoriert und wir schlichen von Block zu Block. Das ganze Spiel ging bis Bonn Bad Godesberg wo wir endlich überholen durften. Ergebnis war das aus pünktlich eine Verspätung von 25 Minute wurde und etliche Reisende in Koblenz den Anschluß nach Luxemburg verpaßten.
Ich persönlich bin jedes Mal froh wenn ich südlich Bonn Neuer Weg bin und den Bereich der Duisburger Hansastraße verlasen habe.
Vor allem...
...erlebt man es in Österreich mitunter auch nicht anders und da könnte man nicht so oft daherkommen und behaupten, es läge daran, dass man da einer Privatbahn weniger Priorität einräumt. Meist behindern ÖBB-Züge ÖBB-Züge oder Güterzüge werden vorgelassen etc. Wenn ich schon manchmal die Krise kriege, wenn eine S80 in Wien auf einen kreuzenden Güterzug warten muss, dann kann ich verstehen, dass man dieses Bedürfnis hat, einen Schuldigen zu haben, dem man alles umhängen kann.
Ich würde aber auch bei der vielgescholtenen DB InfraGo davon ausgehen, dass solche Entscheidungen grundsätzlich eine Begründung haben... nur kommt irgendwas dazwischen oder es kommt anders als vorgesehen.
Ich würde aber Abstand davon nehmen wollen, mir zu viele Gedanken drüber zu machen, vor allem wenn man oft das große Ganze selbst gar nicht im Blick hat. Und das sage ich nicht, weil ich sowas nicht machen würde sondern eben, gerade weil ich selbst mich dabei erwische, da irgendwie einen sinnlosen Groll für eine kurze Zeit zu hegen.
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky