EU: Parlamentswahlen 2024, Thema HGV? (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Sonntag, 26.05.2024, 20:49 (vor 834 Tagen)
bearbeitet von Oscar (NL), Sonntag, 26.05.2024, 20:50

Hallo ICE-Fans,

zwischen 6.-9. Juni (NL: 6.; DE: 9.) finden in Europa die Wahlen für das Europarlament statt.
Bisher habe ich nur die Volt-Partei gefunden, die von einem europaweiten HGV-Netz ein politisches Thema macht.
Klar ist die Vision von Volt verbesserungswürdig, aber es ist schon erfreulich, dass diese Partei sich überhaupt um sowas Gedanken macht.
Zumindest hier in NL finde ich keine weitere politische Parteien die das als Thema haben.
Wie ist das eigentlich in Deutschland?

Anlass für diesen Post ist die Aussage vom Gründer der Corendon-Airline, "Kurzstreckenflüge sollen der Vergangenheit gehören".
(klar möchte er das, denn damit kommen Slots für seine Längerstreckenairline frei)
In den Kommentaren wird recht oft für billigere Bahnfahrkarten und mehr/bessere/schnellere Züge plädiert, aber "keine Politiker machen davon ein Thema".


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Völlig irrelevant.

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 27.05.2024, 02:53 (vor 834 Tagen) @ Oscar (NL)

Huhu.

Klar ist die Vision von Volt verbesserungswürdig, aber es ist schon erfreulich, dass diese Partei sich überhaupt um sowas Gedanken macht.
Zumindest hier in NL finde ich keine weitere politische Parteien die das als Thema haben.
Wie ist das eigentlich in Deutschland?

Auch nicht anders. ÖV als Thema ist völlig irrelevant. Und ich stelle mal keck die Behauptung auf, dass es in den meisten Ländern der EU nicht sonderlich anders sein wird.


Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Völlig irrelevant.

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Montag, 27.05.2024, 07:53 (vor 833 Tagen) @ Der Blaschke

In der Realität der meisten Bürger spielt der grenzüberschreitende HGV wohl eher eine marginale Rolle, müssen sie doch erstmal in der Fläche abseits der Zentren eine Bahnverbindung haben.

Völlig irrelevant.

Aphex Twin, Montag, 27.05.2024, 11:45 (vor 833 Tagen) @ Paladin

In der Realität der meisten Bürger spielt der grenzüberschreitende HGV wohl eher eine marginale Rolle, müssen sie doch erstmal in der Fläche abseits der Zentren eine Bahnverbindung haben.

Dies impliziert dass die Mehrheit der Bevölkerung in der Fläche wohnt. Ist dem tatsächlich so? Hier ein paar Zahlen:

  • 77% der Menschen in Deutschland leben in Städten oder Ballungsgebieten (gemäß letzten Daten sogar 77,7%)
  • 8% in kleineren Gemeinden mit über 5000 Einwohnern
  • 15% in Dörfern mit weniger als 5000 Einwohnern

Völlig irrelevant.

brandenburger, Perleberg, Mittwoch, 29.05.2024, 20:41 (vor 831 Tagen) @ Aphex Twin

[*]77% der Menschen in Deutschland leben in Städten oder Ballungsgebieten (gemäß letzten Daten sogar 77,7%)
[*]8% in kleineren Gemeinden mit über 5000 Einwohnern
[*]15% in Dörfern mit weniger als 5000 Einwohnern
[/list]

Hallo,

diese Statistik sagt aber nichts aus. Denn "in Städten wohnen" trifft auf eine Menge Leute zu, deren Wohnort am Ende der Welt liegt. Auch hier in der Prignitz, mit 36 Einwohner*innen der dünnstbesiedelte Kreis Deutschlands, wohnen 2/3 der Bürger in Städten. Nicht dass ich mich beklage, ich wohne mitten in der Kreisstadt Perleberg und fühle mich durch den stündlichen RE und verschiedenen Buslinien gut angebunden.

Aber auch Lenzen (2.038 Einwohner) und Putlitz (2.624 Einwohner) sind Städte.

Gardelegen oder Wittstock (Dosse) sind flächenmäßig jeweils größer als Köln, und auch die Bewohner der allerkleinsten Dörfer, die teils 20 km von der Kernstadt entfernt leben, sind auf dem Papier Bürger dieser Städte.

Das dürfte die Statistik gründlich verzerren.

Völlig irrelevant.

JanZ, HB, Mittwoch, 29.05.2024, 21:10 (vor 831 Tagen) @ brandenburger

Das dürfte die Statistik gründlich verzerren.

Das wissen die Leute, die solche Statistiken erstellen, auch und nehmen daher für solche Statistiken üblicherweise nicht Gemeindegrenzen als Kriterium und schon gar nicht, ob eine Gemeinde zufällig die Stadtrechte hat, sondern sowas wie die Bevölkerungsdichte. Leider konnte ich die Definition, die der zitierten Statistik zugrunde liegt, nicht finden. Hier gibt es eine Publikation der EU zum Thema, die sich auch mit der verwendeten Methodik beschäftigt. Da wird ganz Europa in Zellen von 1 km² Größe eingeteilt und für diese jeweils die Bevölkerungsdichte gemessen, wie viele besonders dicht besiedelte Zellen nebeneinanderliegen und wie viele Einwohner so ein Cluster hat.

Völlig irrelevant.

astabel, Mittwoch, 05.06.2024, 18:06 (vor 824 Tagen) @ JanZ

Ich würde der Bevlkerungsdichte gerne noch folgendes hinzufügen: wenns kein Kino oder kein Bahnhof hat isses keine Stadt ;)

Völlig irrelevant.

JeDi, überall und nirgendwo, Mittwoch, 05.06.2024, 19:39 (vor 824 Tagen) @ brandenburger
bearbeitet von JeDi, Mittwoch, 05.06.2024, 19:41

Das dürfte die Statistik gründlich verzerren.

Naja, 2/3 der Prignitz sind halt auch nur 50.000 Leute (von über 80 Millionen), also quasi vernachlässigbar. Und anderswo war man wohl nicht ganz so großzügig damit, Stadtrechte zu verleihen.

Und so weit weg ist der nächste Halt internationaler Züge von der Prignitz auch nicht (Wittenberge - das schon mal als Halt des internationalen FV 17.000 und damit knapp die Hälfte der Stadtbewohnenden der Prignitz stellt).

--
Weg mit dem 4744!

EU: Parlamentswahlen 2024, Thema HGV?

martin.elsner, Montag, 27.05.2024, 17:59 (vor 833 Tagen) @ Oscar (NL)

In Deutschland ist das Thema Verkehr bei Wahlen maximal mit dem Begriff Ampel abgedeckt, aber das nun in einem anderen Zusammenhang. Das versuchen sie ja etliche dran abzuarbeiten anstatt eigene Ideen z.b. zum Thema Verkehr zu bringen.

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