Ministerliche Ausnahmegenehmigung für Stuttgart 21 (Allgemeines Forum)

Zugreisender, Dienstag, 29.06.2010, 22:50 (vor 5760 Tagen)

Die letzte Woche nach langer Wartezeit erteilte Ausnahmegenehmigung von Ramsauer zur Doppelnutzung der Bahnstrecke auf den Fildern im Zuge von Stuttgart 21 wirft weiterhin Fragen auf:

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2534836_0_7205_-stuttgart-21-laesst-ramsauer...

Ministerliche Ausnahmegenehmigung für Stuttgart 21

Steffen, Dienstag, 29.06.2010, 23:11 (vor 5760 Tagen) @ Zugreisender

Nun, durch die noch gültige Ausnahmegenehmigung lässt sich mit erhobenem Haupt betonen, das Projekt wird nicht teurer. Noch.

So langsam scheint das Kartenhaus des problemlosen Bahnhofneubaus zumindest mal zu wackeln. Aber der nächste Windstoss kommt bestimmt^^

P.S.: Danke für Deine zwei S-21-Informationen

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Ministerliche Ausnahmegenehmigung für Stuttgart 21

611003 3, Mittwoch, 30.06.2010, 15:24 (vor 5759 Tagen) @ Steffen

Dieser Ramsauer geht mir sowas von auf die Nerven. Erst kürzt er Bahnzuschüsse von der Autobahnmaut und dann sowas. Ich warte eigentlich nur auf den Crash des ICE: "ICE fährt mit verbotener Neigetechnik durch Tunnel: Zug schrammt Tunnelwand" oder so. :|
Mir wäre es lieber, die ganzen Gelder für ordentliche Nahverkehrszüge auszugeben. Was da als Baureihe 440 von Alstom durch die Gegend spukt ist echt großer Mist. Lieber die ältesten Silberlinge als das.

Ministerliche Ausnahmegenehmigung für Stuttgart 21

Holger2, Mittwoch, 30.06.2010, 22:23 (vor 5759 Tagen) @ 611003 3

Hallo,

dieser Ramsauer schneint sich wirklich immer einen Ausweg offen zu halten.

Aber selbst ohne Ausnahmegenehmigung würde dem S21 - Ausbau nichts mehr im Wege stehen, denn dann würde eben der kurze Abschnitt Tübingen - Horb elektrifiziert und ausgebaut.
Dann würden die ICE ohne Zeitverlust über Flughafen, Reutlingen und Tübingen fahren. Und als RE fahren ohnehin jetzt bereits fast ausschließlich S - bahnähnliche Fahrzeuge, die von der derzeitig geltenden Regelung schon erfasst sind (vom RE nach Singen im 2h - Takt mal abgesehen).

Ich verstehe auch die Häme der K21 - Befürworter nicht. Nach K21 müssten noch mindestens 4 Fernzüge mehr pro Stunde über diese S - Bahnstrecke fahren, damit das Konzept überhaupt realisiert werden kann. Diese Lösung wäre noch weniger genehmigungsfähig - man muss sich das überhaupt mal vorstellen: Nach K21 fährt jeder zweite IC(E) in 30 Minuten bis zum Stuttgarter Flughafen, um dann eine 30 minütige Stadtrundfahrt um Stuttgart zu machen.

Holger

Ministerliche Ausnahmegenehmigung für Stuttgart 21

Zugreisender, Mittwoch, 30.06.2010, 23:42 (vor 5759 Tagen) @ Holger2

Aber selbst ohne Ausnahmegenehmigung würde dem S21 - Ausbau nichts mehr im Wege stehen, denn dann würde eben der kurze Abschnitt Tübingen - Horb elektrifiziert und ausgebaut.
Dann würden die ICE ohne Zeitverlust über Flughafen, Reutlingen und Tübingen fahren. Und als RE fahren ohnehin jetzt bereits fast ausschließlich S - bahnähnliche Fahrzeuge, die von der derzeitig geltenden Regelung schon erfasst sind (vom RE nach Singen im 2h - Takt mal abgesehen).

Holger,

ich dachte echt wir hätten dieses peinliche Thema für dich bereits endgültig abgehandelt, aber manche brauchen wohl wirklich etwas länger! Vor einigen Monaten meintest du noch der ICE von Zürich könnte mit einer klein wenig längeren Fahrzeit von 10 Minuten über TÜ und RT nach Stuttgart geführt werden, heute sprichst du schon von "ohne Zeitverlust". Ich habe dir aber schon damals plausibel vorgerechnet das selbst wenn man 10 Minuten zusätzlich einplant man für drei zusätzliche Halte zwischen Horb und Stuttgart Hbf für den längeren Fahrtweg annähernd die gleiche Geschwindigkeit fahren müßte wie heute der ICE nonstop zwischen Stuttgart und Mannheim, was nicht ohne eine Neubaustrecke geht. Und jetzt kommst du wieder mit dieser ollen Kammelle an. Überleg dir doch bitte mal was Neues und Intelligenteres im angesicht deiner Totgeburt Stuttgart 21!

Danke

Ministerliche Ausnahmegenehmigung für Stuttgart 21

Holger2, Donnerstag, 01.07.2010, 00:00 (vor 5759 Tagen) @ Zugreisender


ich dachte echt wir hätten dieses peinliche Thema für dich bereits endgültig abgehandelt, aber manche brauchen wohl wirklich etwas länger! Vor einigen Monaten meintest du noch der ICE von Zürich könnte mit einer klein wenig längeren Fahrzeit von 10 Minuten über TÜ und RT nach Stuttgart geführt werden, heute sprichst du schon von "ohne Zeitverlust". Ich habe dir aber schon damals plausibel vorgerechnet das selbst wenn man 10 Minuten zusätzlich einplant man für drei zusätzliche Halte zwischen Horb und Stuttgart Hbf für den längeren Fahrtweg annähernd die gleiche Geschwindigkeit fahren müßte wie heute der ICE nonstop zwischen Stuttgart und Mannheim, was nicht ohne eine Neubaustrecke geht. Und jetzt kommst du wieder mit dieser ollen Kammelle an. Überleg dir doch bitte mal was Neues und Intelligenteres im angesicht deiner Totgeburt Stuttgart 21!

Danke

Blablabla. Ist halt schade, dass Du der Wahrheit nicht ins Gesicht sehen kannst. Deine Rechnung habe ich Dir doch schon letztes Mal klar wiederlegt.

Ministerliche Ausnahmegenehmigung für Stuttgart 21

Zugreisender, Freitag, 02.07.2010, 09:03 (vor 5758 Tagen) @ Holger2

Ach so, du hast mir dies schon beim letzten Mal widerlegt? Ist mir da irgendwas entgangen oder beginnst du nun schon zu Phantasieren (was mich auch nicht wundern würde)?

Dein letzter Beitrag in dieser Sache war dieser:

Holger2, Dienstag, 04. Mai 2010, 04:40

zugreisender schrieb zu meinem Vorschlag, die Gäubahn - ICE über Tübingen zu führen und damit den Filderbahntunnel nicht anpassen zu müssen:
...und dann auch Züge einer wichtigen internationalen Relation einmal schön im weiten Bogen um die ganze Stadt rumführen, ist das eine sinnvolle Investition die sich rechnet? Schon beim aktuellen Plan werden Gäubahnzüge 5 Minuten länger brauchen. Der Weg über Tübingen wird mindestens 30 weitere Minuten aufhalzen.
Hier reicht nun wirklich ein Blick auf den derzeitigen Fahrplan, um dieses Argument zu entkräften: Die Züge Stuttgart - Rottenburg brauchen nach derzeitigem Fahrplan über die Altstrecke 57min. Durch Entfall der Halte Knielingen und Rottenburg und durch Benutzung der NBS ab Wendlingen, sowie Ausbau und Elektrifizierung Tübingen - Rottenburg (10,6km in heute 9 min.) lässt sich die Fahrzeit sicher noch um 15 min. senken. Die restlichen 20,9 km bis Horb lassen sich bei Elektrifizierung und einigermaßen vernünftigem Ausbau sicher in 10 Minuten zurücklegen. Insgesamt 52min., während der Gäubahn - ICE heute 42 min. benötigt. Eine längere Fahrzeit von 10 Minuten, die aber durch Anschluss von Reutlingen und Tübingen an das ICE - Netz kompensiert wird.

Daraufhin mein letzter Beitrag in dieser Sache:

Zugreisender, 04. Mai 2010, 22:37

Lassen wir uns dein Argument, eine Umleitung über Tübingen würde nur 10 Minuten länger brauchen (aber schon diese wären für einen Reisenden aus Zürich zuviel), etwas näher beleuchten. Zu den schnellen Zeiten der Neigetechnik dauerte eine Fahrt von Horb direkt nach Stuttgart 38 Min für 57 Km, über Tübingen 75 Min. für 103 Km. Dies entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 90 Km/H, ohne Neigetechnik sind es ca. 60 Km/H. Wenn du nun einem ICE über Tübingen 10 zusätzliche Minuten gibst dann darf er ca. 48 Minuten für 103 Km brauchen, inklusive der zusätzlichen Halte in Tübingen, Reutlingen und Flughafen. Dies setzt ein Durchschnitt von ca. 130 Km/H voraus. Und jetzt vergleichen wir das einmal mit der bestehenden Fahrzeit Stuttgart-Mannheim über die NBS, hier werden ca. 156 Km/H (38 Min für 99 Km non-stop) von Bahnsteig zu Bahnsteig erreicht. Wenn man die zusätzlichen Zwischenhalte mit berücksichtigt muss dein Zug also fast gleich schnell fahren als ein ICE heute auf einer NBS. Das ist so utopisch wie die Aussage Stuttgart 21 würde dem Bahnverkehr nutzen.
Das bedeutet um dein Märchen von einer Umleitung über Tübingen wahr werden zu lassen müsste die Strecke von Horb bis Wendlingen/Plochingen komplett neu auf quasi HGV-Niveau gebaut werden. Mit einer kleinen Elektrifizierung zwischen Horb und Tübingen ist es hier noch lange nicht gemacht. Und es gibt, gelinde gesagt, deutlich wichtigere HGV-Strecken, welche in Deutschland gebaut werden sollten und es stellt sich die Frage, woher die hierfür notwendigen Milliarden kommen sollen, nachdem ja nach dir schon Alles im Loch von S(tuss)21 versenkt werden soll. In den Bundesverkehrswegeplan wirst du seine HGV Horb-Wendlingen wohl kaum bringen, die Bahn kann aus eigener Tasche nichts finanzieren und das Land hängt sehr bald im verfassungsrechtlichen Verbot weiterer Schuldenaufnahme.
So what? Um deine eigenen Worte zu nutzen! Dieser Vorschlag schiesst einfach den Vogel ab.
Und noch etwas: Der Halt zwischen Rottenburg und Tübingen heisst Kiebingen, nicht Knielingen. So gut kennst du also die Dinge über welche du uns hochwissenschaftliche Vorträge halten willst. Knielingen befindet sich bei Karlsruhe.
Wie gesagt, ernsthaft vorzuschlagen wegen dem Planungsfiasko der Bahn um den Stuttgarter Flughafen herum die Züge über Tübingen zu führen diskreditiert dich als ernstzunehmender Argumentationspartner. Nur in einem scheinst du dich der Realität zu fügen: Indirekt gibst du damit zu das selbst du nicht mehr mit der Genehmigung rechnest, die Züge der Gäubahn über die S-Bahn-Trasse zum Flughafen zu führen. Weitsichtiges Kerlchen, kann ich da nur sagen! Zitat Ende.


Darauf kam von dir nichts mehr und das ist also für dich ein “klar widerlegt”? Lustig! Die Frage ist wirklich wer hier wen widerlegt hat. Vermutlich gilt bei dir schon ein (Zitat Holger) “Blablabla” als eine geniale Widerlegung oder ich kann deiner “Logik” einfach nicht folgen (was mich auch nicht wundern würde). Die Frage ist dann nur wer hier der Wahrheit nicht ins Gesicht sehen kann! Diskutieren mit dir ist irgenwie ermüdend weil man das Gefühl hat du liest neue Argumente mit dem einen Augen während sie gleichzeitig beim anderen gerade wieder raus gehen. Wenn du hier jemanden widerlegst dann dich selbst, und das ist nicht das erste Mal! Damals sprachst du von 10 zusätzlichen Minuten für den Weg über Tübingen und heute soll dies “ohne Zeitverlust” gehen. Vor ein paar Monaten wusstest du das ganz S 21 auf keine Fall mehr als 4 Milliarden Euro kosten wird, jeder Zweifler war ein Schwarzmaler und Spielverderber. Und bald nach dem Baubeginn meintest du die Kosten seien ja im Vorfeld gar nicht so genau abuzschätzen. Auch wenn viele deiner Aussagen peinlicher Quatsch sind würdest du dich insgesamt ein klein wenig glaubwürdiger machen wenn du wenigstens nach mehr als einem Monat immer noch das gleiche Schreiben würdest und nicht schon in deine eigenen Beiträge seltsame Abweichungen reinbringen würdest. Nur so ein kleiner Tipp. Aber jetzt gib dich gern wieder deinem “Blablabla” hin.

Gäubahn-ICE über Reutlingen/Tübingen

naseweiß, Donnerstag, 01.07.2010, 00:05 (vor 5759 Tagen) @ Holger2

Aber selbst ohne Ausnahmegenehmigung würde dem S21 - Ausbau nichts mehr im Wege stehen, denn dann würde eben der kurze Abschnitt Tübingen - Horb elektrifiziert und ausgebaut.
Dann würden die ICE ohne Zeitverlust über Flughafen, Reutlingen und Tübingen fahren.

Finde die Idee nicht so abwegig. Allerdings ohne Zeitverlust findet das ganz und gar nicht statt. Habe es hier abgeschätzt: Beitrag bei Eisenbahnforum.de.
Stuttgart - Flughafen - Reutlingen - Tübingen - Horb 58 min, mit diesen Halten, mit Neigetechnik
alte Neigetechnikfahrzeit ohne Halt 37 min, über Flughafen natürlich schon 5 min länger

Gäubahn-ICE über Reutlingen/Tübingen

Holger2, Donnerstag, 01.07.2010, 00:43 (vor 5759 Tagen) @ naseweiß

Ich hab da auch meine Berechnungen angestellt:

Die normale Fahrzeit ist derzeit 45 Minuten (Abfahrt - Abfahrt).

Bei dem Umleiterverkehr am 24.5.10 wegen mit Streckensperrung verbundener Bauarbeiten zwischen Eutingen und Horb wurden die RE mit folgendem Ersatzfahrplan über Tübingen umgeleitet:

Stuttgart: ug:47, Tübingen g:29/g:46, Horb :16 = 89 Minuten

Unter der Annahme, dass die Strecke Tübingen - Horb elektrifiziert und ausgebaut wird, ließen sich auf dieser Strecke sicher 10 Minuten einsparen (20 statt 30 Minuten Fahrzeit) = 79 Minuten

Die 17 Minuten Standzeit in Tübingen für den Lokwechsel ließen sich um 15 auf 2 Minuten reduzieren = 64 Minuten.

Ferner gehe ich davon aus, dass sich durch die Neubaustrecke Stuttgart - Wendlingen weitere 10 Minuten einsparen lassen = 54 Minuten

Die Fahrzeit ist also annähernd gleich, ohne weiteren Streckenausbau (+ 9 Minuten über die Neckarstrecke).

Allerdings kann man dadurch noch die Fahrgastströme nach Tübingen und Reutlingen erschließen.

Holger

Gäubahn-ICE über Reutlingen/Tübingen

safe go, Chemnitz, Donnerstag, 01.07.2010, 09:07 (vor 5759 Tagen) @ Holger2

Hallo Holger2,

Unter der Annahme, dass die Strecke Tübingen - Horb elektrifiziert und ausgebaut wird, ließen sich auf dieser Strecke sicher 10 Minuten einsparen (20 statt 30 Minuten Fahrzeit) = 79 Minuten

Ohne Dir Deine Rechnung absprechen zu wollen, so kann ich mir auch einfach irgendeine Strecke nehmen und sagen: Durch ausreichenden Ausbau kann ich xy Minuten an Fahrzeit einsparen. Kannst Du uns darlegen, wie Du auf die Verkürzung kommst (oder hast es schon im damals so ausführlichen Beschimpfungsthread getan)?

Die Fahrzeit ist also annähernd gleich, ohne weiteren Streckenausbau (+ 9 Minuten über die Neckarstrecke).

Das ist für mich allerdings dann wieder eher 10 Minuten mehr statt "ohne Fahrzeitverlust".

Viele Grüße
safe go

Gäubahn-ICE über Reutlingen/Tübingen

naseweiß, Donnerstag, 01.07.2010, 09:24 (vor 5759 Tagen) @ Holger2
bearbeitet von naseweiß, Donnerstag, 01.07.2010, 09:27

Ich hab da auch meine Berechnungen angestellt:

Dann mal meine Vorgehensweise.

Die normale Fahrzeit ist derzeit 45 Minuten (Abfahrt - Abfahrt).

Es gibt Züge, die es in 42 min schaffen. Ich glaube, die 45 min kommen wegen des eingleisigen Abschnitts in der Nähe des Nordbahnhofs zusammen. Dort gäbe es bei zweigleisiger Strecke nämlich genau eine ein Zugkreuzung IC/IC. Normalerweise gäbe es die Zugkreuzung im Hbf (= Kurzwende). Referenzfahrzeit sollten so oder so die alten 37 min dank Neigetechnik sein.

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Wie es bei der geplanten Fahrt über Flughafen - Rohrer Kurve aussehen wird, weiß ich nicht genau. Habe nur gehört, die Fahrzeit würde sich wohl um 5 min verlängern, also z.B. 42 min mit Neigetechnik. Ob und wie das jetzt mit S-Bahn-Tunnel zusammenpasst, ob man in Böblingen hält - macht sowieso Sinn, man könnte aber auch dort die Neigetechnik an/ausschalten - ist wieder was Anderes.

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Ferner gehe ich davon aus, dass sich durch die Neubaustrecke Stuttgart - Wendlingen weitere 10 Minuten einsparen lassen = 54 Minuten

Guck mal da: http://www.stuttgart21-ja-bitte.de/verbindung-stuttgart-tuebingen
IRE (...-) Stuttgart - Flughafen - Nürtingen - Reutlingen - Tübingen in 41 min
Für einen ICE ohne den Halt Nürtingen (- 2 min), mit Neigetechnik (- 3 min, da nur Teilstrecke einsetzbar), aber etwas längeren Bahnsteigaufenthalten als der IRE (+ 2 min), würde ich von 38 min ausgehen.

Die pauschalen 20 min für Tübingen - Horb sollten bei Neigechnik-Ausrüstung, Elektrifizierung sowieso, einigermaßen passen. Dafür ist aber nicht primär dieser Ausbau wichtig, sondern, dass die Zugkreuzungen immer so sind, dass die RB den ICE abwartet und es keine ICE-ICE-Kreuzungen (um etwa 00') gibt. Die 20 min ergeben sich aus der Streckenlänge und geschätzt möglichen 120 km/h. Mit 2 min für den Halt Tübingen sind wir dann bei 58 min.

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Ich würde vorschlagen, heutige RE (60-min-Takt Rottweil/Singen) und ICE (120-min-Takt Zürich) in einem stündlichen IRE mit Neigetechnik - setzt natürlich entsprechende Fahrzeuge voraus - zusammenfassen. In der Schweiz verkehrte er als IR. Bis Tübingen natürlich durch ergänzende RE ein dichterer Takt. Solange der Ringzug noch nicht bis Horb verkehrt, müsste man Oberndorf und Sulz mitnehmen. Es ergäbe sich also so oder so eine längere Fahrzeit, dafür aber ein Stundentakt. Außerdem werden aber auch Tübingen und Reutlingen mitgenommen. Den RE-Verkehr auf Böblingen - Horb/Freudentstadt würde ich als Express-S-bahn aus der Stammstrecke fahren lassen. S4/5/6, also die Hälfte der Züge/Linien, enden bisher ungenutzt an der Schwabstraße. Zu überlegen wäre der Einsatz von S-Bahn-Fahrzeugen mit Toiletten auf der entsprechenden Linie. Damit könnte man sich die Rumgemurkserei Flughafen/Filderstrecke/Rohrer Kurve bei Stuttgart-21 gänzlich sparen.

Gruß, Naseweiß

Gäubahn-ICE über Reutlingen/Tübingen

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Donnerstag, 01.07.2010, 10:10 (vor 5759 Tagen) @ naseweiß

Ich würde vorschlagen, heutige RE (60-min-Takt Rottweil/Singen) und ICE (120-min-Takt Zürich) in einem stündlichen IRE mit Neigetechnik - setzt natürlich entsprechende Fahrzeuge voraus - zusammenfassen[/B[/quote]

Das würde zuviel Zeit kosten, weil die IRE dann auch alle Halte der heutigen RE bedienen müßten. Fahrräder und Fahrgäste mit BW-Tiket und VVS würden die Züge verstopfen.
Nach all den Pannen, dürfte die Neigetechnik nun auch endgültig vom
Tisch sein.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Gäubahn-ICE über Reutlingen/Tübingen

naseweiß, Donnerstag, 01.07.2010, 10:46 (vor 5758 Tagen) @ 218 466-1

Das würde zuviel Zeit kosten, weil die IRE dann auch alle Halte der heutigen RE bedienen müßten.

Stuttgart Hbf - Flughafen - Reutlingen - Tübingen - Horb - Rottweil - Tuttlingen - Singen - Schaffhausen - Bülach - Zürich HB

Das wären nur 3 Halte mehr als heute. Auf Böblingen - Horb/Freudenstadt fahren die S-Bahnen als Ersatz der heutigen RE. Zwischen Horb und Singen sollte es eine durchgehende, stündliche Elektro-RB als Ersatz für den Ringzug geben. Hier fallen die RE-Halte Oberndorf, Sulz, Spaichingen und Engen weg, dafür können weitere RB-Halte etabliert werden, wie es auch schon zwischen Rottweil und Tuttlingen geschehen ist. Der Seehaas würde dann Singen - Engen nur noch im Stundentakt fahren. Es sind aber auch andere RB-Laufwege denkbar.

Fahrräder und Fahrgäste mit BW-Tiket und VVS würden die Züge verstopfen.

BW-Ticket u.ä. müsste für diesen Zug teurer oder ganz verboten sein. Mit dem VVS sehe ich kein Problem, da der nur zwischen Stuttgart Hbf und Flughafen gilt. Fahrradmitnahme müsste natürlich ermöglicht werden. Breite Einstiegstüren und Mehrzweckbereiche sollten doch Standard sein.

Zwischen Stuttgart Hbf und Tübingen müssten die Züge, genauso wie zwischen Schaffhausen und Zürich, verstärkt werden, da dort die Nachfrage vermutlich erheblich größer als auf dem mittleren Abschnitt ist.

Nach all den Pannen, dürfte die Neigetechnik nun auch endgültig vom Tisch sein.

AFAIK war nicht die Neigetechnik das Problem, sondern Qualitätsmängel.

Gäubahn-ICE über Reutlingen/Tübingen

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Donnerstag, 01.07.2010, 11:38 (vor 5758 Tagen) @ naseweiß

Fahrradmitnahme müsste natürlich ermöglicht werden. Breite Einstiegstüren und Mehrzweckbereiche sollten doch Standard sein.

Dann kommen nur Fahrzeuge in Frage, die auch auf anderen Strecken eingesetzt werden können. Man wird keine speziellen Züge mit Neigetechnik nur für eine Strecke bauen.
Breite Einstiegstüren und Mehrzweckbereiche bieten die Dostos schon.
Mal abwarten, was ab 2015 zwischen München-Lindau-Zürich fahren wird. Das könnte auch für die Gäubahn- IC eine Möglichkeit sein.

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Gäubahn-ICE über Reutlingen/Tübingen

hfrik, Samstag, 04.09.2010, 22:42 (vor 5693 Tagen) @ naseweiß

zu dem gesamten Thema ist das Raumordnungsverfahren und das Planfeststellungsverfahren zu S21 auch interessant. Die umlegung der ICE über Tübingen wurde dort auch untersucht, einmal über Wendlingen, einmal mit einer Neubaustrecke Bempflingen-Flughafen. Mit letzterer wäre der Zug gleichschnell oder schneller, das wäre aber zu teuer geworden ( wenn auch grandios von der Fahrzeit her für die Reutlinger und Tübinger). Die Strecke über Wendlingen hatte einfach eine zu lange Fahrzeit. Daher die Nutzung der Filderbahn.

Ministerliche Ausnahmegenehmigung für Stuttgart 21

hfrik, Samstag, 04.09.2010, 22:37 (vor 5693 Tagen) @ 611003 3

Da wird man wieder was vergessen: der Gleismittenabstand in den Bestandstunneln, die der ICET-durchfahren muss, ist teilweise noch geringer als an der S-Bahnstrecke. Die Bestandstunnel der Gäubahnstrecke und von Stgt Hbf wurden gebaut, als 3,5 m Gleismittenabstand üblich waren. Der S-Bahntunnel wurde zu einer Zeit gebaut, als bereit 4m Gleismittenabstand Vorschrift waren, zur Kostensenkung gab es damals aber einen Gleismittenabstand von 3,8m mit Ausnahmegenehmigung zur Kostensenkung. Es wird also nicht unsicherer als auf der bisherigen Strecke, sondern nur etwas weniger an Mehr-Sicherheit. (Fluchtgehwege und Fluchttreppenhäuser wird man bei Bauhjahr 1890 auch vergeblich suchen...)

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