! Buchung D - London via Paris / Eurostar (Fahrkarten und Angebote)

A-W, Hannover, Samstag, 06.04.2024, 22:13 (vor 700 Tagen) @ Coburger

Hallo,
wenn man schon die belgische Züge als Rückfall empfiehlt, dann würde ich gleich dazu schreiben, dass man gerne die RE-Züge von Köln nach Aachen nehmen kann und nicht auf einen ICE warten soll, denn selbst wenn die fahren, schaffen die nicht mal in Köln pünktlich zu erscheinen. (Selbst erlebt.)

Ich weiß es nicht, ob das dir bekannt ist aber dank der neuer Version der FGR-Verordnung, bekommt man nicht einfach oder gar nicht Kostenerstattung für die zusätzliche Fahrkarte zwischen Aachen und Brüssel. Grund dafür genau ist die neue 100-Minuten Regel (Art. 18 Nummer 3, Satz 2). Danach muss man den Eisenbahnverkehrsunternehmen (im Falle von ICE von/nach Brüssel ist das DB Fernverkehr AG, nicht Deutsche Bahn AG als Gesamtkonzern und auch nicht DB Vertrieb GmbH als Betreiberin von DB Reisezentren in DB Bahnhöfen in Deutschland und auch nicht SNCB/NMBS als Betreiberin des Bahnhofs und Verkaufs für den internationalen Verkehr) die 100 Minuten Zeit ab planmäßigen Abfahrt des Zuges geben, um die Alternativen zu nennen. Erst nach dem Ablauf der 100 Minuten darf man selbstständig neue Fahrkarte kaufen und diese später zu Erstattung einreichen.

Es gibt noch die theoretische Möglichkeit nach Satz 1 sich die Erlaubnis des Verkehrsunternehmens einzuholen, um diese Wartezeit nicht abwarten zu müssen, aber dann müsste man das beweisen können, wenn man die Erstattung haben will.

Da der Fragesteller explizit nach HOTNAT gefragt hat, dann erwähne ich das falls das nicht bekannt ist, dass diese Regelung nur Zwischen Hochgeschwindigkeitszügen gilt, löst also ein IC in Deutschland die Kette des Unglücks, greift kein HOTNAT mehr. Umgekehrt gilt HOTNAT nicht, wenn man aus London kommend in Deutschland mit anderen Zügen als die der Produktklasse A (ICE, ECE, TGV, usw.) fahren müsste. Vermutlich würde die DB Fern das auch in IC/EC durchgehen lassen, aber in Nahverkehr wird das möglicherweise nichts mehr bringen.

Es gibt aber eine interessante Umgehung des Problems: Man kann bei Eurostar direkt (sowie auch bei SNCB/NMBS Europa) eine Fahrkarte von beliebigen belgischen Bahnhof über Brüssel nach London (auch in die andere Richtung verfügbar). Da hier ein Vertrag (auch wenn zwei Fahrkarten ausgestellt werden) entsteht, ist man geschützt, es sei denn, dass man eine unpassende Verbindung wählt. Dazu kann man eine DB-Fahrkarte z. B. von/nach Hergenrath, die den gleichen belgischen, grenzüberschreitenden Zug verwendet, kaufen. Dadurch wäre man ziemlich gut abgesichert.

Viele Grüße
A-W


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