GDL Streik ab 12.03.24 2Uhr für 24h (Allgemeines Forum)

Waldbahn, Sonntag, 10.03.2024, 20:15 (vor 762 Tagen)
bearbeitet von Waldbahn, Sonntag, 10.03.2024, 20:16

Da sieht man wieder, dass Weselsky nur ein Papiertiger ist.

Barzahlung, Sonntag, 10.03.2024, 20:25 (vor 762 Tagen) @ Waldbahn
bearbeitet von Barzahlung, Sonntag, 10.03.2024, 20:27

Wir rufen MEGAkurzfristig mit nicht weniger als 30h Vorlauf zum Streik auf. Nimm das DB!

GDL Streik ab 12.03.24 2Uhr für 24h

EK-Wagendienst, EGST, Sonntag, 10.03.2024, 20:50 (vor 762 Tagen) @ Waldbahn

Passt bei mir, weil jeder nur sich selber sieht.

--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

GDL PM: Kein Angebot – DB setzt Provokation fort!

Henrik, Sonntag, 10.03.2024, 20:58 (vor 762 Tagen) @ Waldbahn

https://www.tagesschau.de/eilmeldung/eilmeldung-7718.html

na, immerhin kein Freitag/Sonntag ;)

..wieso öffne ich alle 5 Minuten in letzten Stunden die Seite https://www.gdl.de/presse/ ohne dann mal auf F5 zu klicken.. hmpf.

--

im Wortlaut:

Tarifkonflikt DB AG

Kein Angebot – DB setzt Provokation fort!

10. März 2024

Da der Arbeitgeber Deutsche Bahn (DB) die von der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) gesetzten Frist, bis zum 10. März 2024, 18:00 Uhr, ein schriftliches Angebot zu unterbreiten, unverrichteter Dinge hat verstreichen lassen, setzt die DB die Provokation fort und zwingt die GDL unweigerlich und zum Leidwesen der DB-Kunden die Auseinandersetzung fortzuführen!

DB-Management brüskiert die eigene Belegschaft
„Was die Eisenbahner dem fürstlich bezahlten Management der DB wert sind, wird mit dem NICHT-Angebot wieder einmal mal überdeutlich – vorsichtig ausgedrückt: Nicht viel,“ so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky, „Die GDL-Einigungsvorschläge, liegen seit 23. Januar 2024 auf dem Tisch der DB und die Vorstandsetage hat nichts Besseres zu tun als Arbeitsverweigerung zu begehen. Das lassen sich die Eisenbahner nicht gefallen, denn im Gegensatz zu Arbeitnehmern haben Vorstände kein verfassungsgemäß geschütztes Streikrecht!“

Anstatt ein schriftliches Angebot vorzulegen und darüber mit der GDL tragfähige Lösungen im Rahmen von Tarifverhandlungen zu finden, wird weiter in der PR-Kampagne so getan, als ob die GDL nicht kompromissbereit wäre. Der neuerliche Ruf nach Schlichtung beweist – wieder einmal – die Unfähigkeit, als auch die Methodik.

Streik ist das letzte Mittel und grundgesetzlich geschützt
Für Weselsky steht fest: „Da der DB-Vorstand seit dem 19. Januar 2024 bis einschließlich heute kein neues Angebot unterbreitet hat, führt dies unweigerlich in den Arbeitskampf. Dies ist für die GDL das letzte Mittel, denn „Tarifautonomie ohne Streikrecht ist nichts Anderes als kollektives Betteln“ wie es das Bundesarbeitsgericht bereits im Jahr 1980 zutreffend gesagt hat.“

Um ihren Forderungen den offensichtlich notwendigen Nachdruck zu verleihen, ruft die GDL-Mitglieder nun zum sechsten Mal

von Dienstag, den 12. März 2024, 2:00 Uhr, bis
Mittwoch, den 13. März 2024, 2:00 Uhr,

zu einem Streik auf. Der Streik im Güterverkehr wird bereits am Montag, den 11. März 2024, um 18:00 Uhr beginnen und wird bereits am Dienstag, den 12. März 2024, um 18:00 Uhr, enden.

Grundrechte sind nicht schlichtbar

Tarifverträge für die GDL-Mitglieder bei der DB InfraGO sind ein grundgesetzlicher Anspruch, der nicht geschlichtet werden kann. Auch hier wiederholt sich Geschichte, wie in den Jahren 2007/2008, 2014/2015 und zuletzt 2021/2022 – immer wieder hat der Staatskonzern es seinen Eisenbahnern verwehrt, einen Tarifvertrag mit der Gewerkschaft ihrer Wahl abzuschließen. Es waren immer harte Auseinandersetzungen nötig, die nicht hätten sein müssen. Wie auch jetzt!

Die GDL ist sich, anders als der DB-Vorstand, ihrer Verantwortung für das Eisenbahnsystem bewusst. Aus diesem Grund wahrt sie auch die Verhältnismäßigkeit und kündigt die Arbeitskampfmaßnahme rechtzeitig vorher an.

Claus Weselsky: „Insofern sollte – aus Sicht der GDL – die Frage der Verantwortung auch auf Seiten des Arbeitgebers und des Eigentümers gestellt werden. Wenn Ökonomen bereits jetzt feststellen, wie am 7. März in der Berliner Zeitung, dass die Kosten des Streiks bereits die Kosten einiger Einigung übersteigen. Es ist immer noch der Steuerzahler, der die Kosten pro Streiktag in Höhe von 25 Millionen Euro trägt. Damit kommt man schnell zu dem Schluss, dass dieser Bahnvorstand die Bevölkerung doppelt belastet, weil einerseits immer wieder Streiks provoziert und unverantwortlich, fast unbeirrt, Steuergelder der Bürger verbrannt werden.“

Kosten die nicht sein müssen, wenn der Vorstand endlich ernstgemeinte Verhandlungen führen würde. Abzulehnen, was bereits im Eisenbahnmarkt bei 28 Eisenbahnverkehrsunternehmen für über 15.000 Eisenbahner Anwendung findet, ist demnach nicht zu entschuldigen!

https://www.gdl.de/aktuelles/news/kein-angebot-db-setzt-provokation-fort/

Anreise zum Handball Olympia Quali-Turnier Do. gesichert

Henrik, Sonntag, 10.03.2024, 21:06 (vor 762 Tagen) @ Waldbahn

Austragungsort Hannover

Donnerstag, 14. März:
Deutschland - Algerien (17.45 Uhr, live auf Sport1)
Kroatien - Österreich (20.45 Uhr)

Sonnabend, 16. März:
Deutschland - Kroatien (14.30 Uhr, live im ZDF)
Algerien - Österreich (17 Uhr)

Sonntag, 17. März:
Österreich - Deutschland (14.10 Uhr, live im Ersten)
Kroatien - Algerien (16.45 Uhr)

Anreise zum Handball Olympia Quali-Turnier Do. gesichert

bahnfahrerofr., Sonntag, 10.03.2024, 21:35 (vor 762 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von bahnfahrerofr., Sonntag, 10.03.2024, 21:35

Donnerstag, 14. März:
Deutschland - Algerien (17.45 Uhr, live auf Sport1)
Kroatien - Österreich (20.45 Uhr)

Sonnabend, 16. März:
Deutschland - Kroatien (14.30 Uhr, live im ZDF)
Algerien - Österreich (17 Uhr)

Heißt das dann, Freitag wird gestreikt?

Anreise zum Handball Olympia Quali-Turnier Do. gesichert

Henrik, Sonntag, 10.03.2024, 22:01 (vor 762 Tagen) @ bahnfahrerofr.

Donnerstag, 14. März:
Deutschland - Algerien (17.45 Uhr, live auf Sport1)
Kroatien - Österreich (20.45 Uhr)

Sonnabend, 16. März:
Deutschland - Kroatien (14.30 Uhr, live im ZDF)
Algerien - Österreich (17 Uhr)

Heißt das dann, Freitag wird gestreikt?

ahahahahhahahahhahaha.
der is gut.

Wieviel Handball-Fans gibts bei der GDL bzw. unter den Verhandlungsführern?

Könnte ja zeitlich von der Welle her ja auch passen,
Dienstag Streik bis Mittwoch ganz früh.
Mittwoch und Donnerstag klappt dann mit der Anreise,
Freitag Streik am spielfreien Tag.
Rückreise am Sonntag/Montag klappt dann wieder.

Aus Kroatien und Österreich werden Fans erwartet.

Die Fans von FC Kaiserlautern schaffen auch ihre Fahrt nach Hannover zum Abendspiel am Samstag.

Falls sich die Verhandlungen noch hinziehen bis Mitte/Ende Juni und drüber hinaus, wäre das ne Blaupause für die Fußball EM. ;)

Anreise zum Handball Olympia Quali-Turnier Do. gesichert

VT642, Sonntag, 10.03.2024, 22:35 (vor 762 Tagen) @ Henrik

Woher nimmst du diese Gewissheit, dass am Donnerstag nicht gestreikt wird?

Wellenstreiks haben ihren Namen nach eine Welle..

Henrik, Sonntag, 10.03.2024, 23:43 (vor 762 Tagen) @ VT642

Woher nimmst du diese Gewissheit, dass am Donnerstag nicht gestreikt wird?

Wellenstreik..

..Wellen zeichnen sich daraus aus, dass sie Höhen und Tiefen haben.

Wenn am Mittwoch gestreikt wird, dann eben sicher nicht am Donnerstag, zumindest nicht vor Anpfiff 17.45 Uhr bzw. Vorlauf der Anreise.

Ansonsten wäre es eben kein Wellenstreik.

--

dann gibt es eben auch die grundsätzliche Betrachtung,
auch die GDL will zu einem Ziel in dieser tariflichen Auseinandersetzung kommen.
Während des Streiks wird sie kein neues Angebot der DB erwarten können, auch nicht selbst vermuten, dass ein solchen kommt.
Vielleicht setzt sie selbst wieder eine Frist vergleichbar wie für heute 18 Uhr, vielleicht wartet sie einfach ab.
Sie wird aber gewiss nicht gleich am nächsten bzw. gar den selben Tage wieder streiken.

Wellenstreik?

Co_Tabara-98, Hannover, Montag, 11.03.2024, 03:52 (vor 761 Tagen) @ Henrik

Wenn am Mittwoch gestreikt wird,

Es wird am Dienstag gestreikt.

dann eben sicher nicht am Donnerstag, zumindest nicht vor Anpfiff 17.45 Uhr bzw. Vorlauf der Anreise.

Ansonsten wäre es eben kein Wellenstreik.

Kurzwelle?

Sie wird aber gewiss nicht gleich am nächsten bzw. gar den selben Tage wieder streiken.

Nächster Streik Donnerstag, übernächster Samstag? Danach müssen allerdings erst einmal drei Tage streikfrei bleiben, damit meine Anreise zum Flughafen in jedem Falle gewährleistet ist (sobald der Flug gebucht ist, gebe ich natürlich der GDL Bescheid) :-)

Keine Streiks bei der GDL

ICE4711, Montag, 11.03.2024, 05:17 (vor 761 Tagen) @ Co_Tabara-98
bearbeitet von ICE4711, Montag, 11.03.2024, 05:18

Die Macht, dass auf ihre Einzelinteressen Rücksicht genommen wird, haben nur wenige:

Er habe mit GDL-Chef Claus Weselsky bereits vor Weihnachten verabredet, "dass während der Tagung in Köln keine Streiks stattfinden werden", sagte der dbb-Bundesvorsitzende Ulrich Silberbach dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstag-Ausgabe). "Die An- und Abreise ist sichergestellt. Was danach passiert, liegt nicht mehr in meiner Hand."

Quelle: Beamtenbund-Chef Silberbach: GDL-Streiks bei der Deutschen Bahn frühestens ab Mittwoch - Gewerkschaft nimmt Rücksicht auf dbb-Jahrestagung in Köln

Anreise zum Handball Olympia Quali-Turnier Do. gesichert

Reservierungszettel, KDU, Sonntag, 10.03.2024, 23:30 (vor 762 Tagen) @ Henrik

Austragungsort Hannover

Donnerstag, 14. März:
Deutschland - Algerien (17.45 Uhr, live auf Sport1)
Kroatien - Österreich (20.45 Uhr)

Sonnabend, 16. März:
Deutschland - Kroatien (14.30 Uhr, live im ZDF)
Algerien - Österreich (17 Uhr)

Sonntag, 17. März:
Österreich - Deutschland (14.10 Uhr, live im Ersten)
Kroatien - Algerien (16.45 Uhr)

Selbst wenn nicht was juckt die GDL Handballspiele ;)

? zu bereits relativ vorhersehbarer Störungen am 13.03.2020

Tobs, Region Köln/Bonn, Sonntag, 10.03.2024, 21:31 (vor 762 Tagen) @ Waldbahn

Hallo,

durch die bisherigen Streiks gibt es womöglich erste Erfahrungswerte, wie der Verkehr am Tag danach, also am Mittwoch (13.03.2024) wieder anläuft? Die Züge stehen ja dann alle 24 h still, d. h. Mittwoch Morgen ist jeder Zug wieder planmäßig unterwegs, da Montag Abend planmäßig ge-/verendet?

Konkret ginge es mir um den ICE 882 im Abschnitt München > Fulda (= wie geschrieben, am Mi., den 13. März 2024)? In Fulda müsste ein Bus erreicht werden, der nur sporadisch verkehrt. Und ja, ich weiß, dass niemand die Glaskugel. Aber das Rudelwissen, in Form von Erfahrungswerten, würde mir schon helfen. Vielen Dank.

Insbesondere im Lichte der bevorstehenden Unannehmlichkeiten, wünsche ich allseits einen - irgendwie - angenehmen Arbeit und einen bestmöglichen Start in die neue Woche ... :)

? zu bereits relativ vorhersehbarer Störungen am 13.03.2020

Swikel161, Sonntag, 10.03.2024, 22:35 (vor 762 Tagen) @ Tobs

Hab den 888 mit der selben Destination. Würde mich auch intetessieren.

Streik, BGB und Schadenersatz

Manitou, Sonntag, 10.03.2024, 23:59 (vor 762 Tagen) @ Waldbahn

Das BGB ordnet den Streik unter "höherer Gewalt" ein und schränkt damit Schadenersatzansprüche ein. Das entspricht zwar der Situation des 19. Jahrhunderts, wo Streiks häufig ungeregelt und spontan entstanden, aber nicht mehr der Lebenswirklichkeit der geordneten und geregelten Tarifverhandlungen mit Streiks nach dem Scheitern einer Verhandlung.
Wenn ein Unternehmer eine vertraglich gebundene Leistung erbringen muß, dabei ein Lieferant für Material plötzlich die Preise erhöht (da z.B. ein festgeleter Vertrag ausgelaufen ist) und der Anschlußvertrag nur mit einer Preiserhöhung zu haben ist, in den "sauren Apfel" beißen und das Material zur Erfüllung des Auftrages selbst dann teuerer einkaufen, wenn er den Preisaufschlag nicht weitergeben kann und deshalb den Auftrag ohne Gewinn abarbeiten muß.
Fordert dagegen die Gewerkschaft einen höheren Lohn für die Mitarebeiter, dann kann (nach dem derzeitigen BGB) der Unternehmer eine Verzögerung der Vertragserfüllung (bzw. ein "platzen" eines termingebundenen Vertrages) ohne Schadenersatzpflicht in Kauf nehmen, um die Lohnerhöhung durch einen neuen Tarifvertrag zu verweigern (und damit einen Streik durch die Gewerkschaft zu riskieren). Würden nun Lieferant und Arbeitnehmer (Gewerkschaft) gleich gestellt, könnte ein Unternehmer nicht riskieren, bestreikt zu werden.
In der Praxis riskieren Unternehmer den "Streik des Lieferanten" nur, wenn sie zwar eine Leistung nicht anbieten können, aber noch nicht vertraglich gebunden haben. Das kam z.B. bei Lieferungen in Supermärkten vor, wo einige Ketten keine Neuverträge für bestimmte Markenartikel akzeptierten, nicht beliefer wurden, dies in den leeren Regalen ausschilderten.
Insofern wäre es gut, wenn mal mit einer Verfassungsklage klargestellt wird, daß es notwendig ist, daß ein Unternehmen auch der Gewerkschaft nachgeben muß, weil die BGB-Regelung aus dem 19. Jahrhundert nicht mehr der heutigen Lebenswirklichkeit entspricht.

Denn nicht die GdL, sondern der "hartleibige" DB-Vorstand ist schuld am Streik. Warum soll die Gewerkschaft nicht für ihre Mitglieder bestimmen, zu welchem "Preis" ihre Mitglieder Arbeitsleistung liefern? Eigentlich müßte der Streik unbefristet bis zur Erfüllung der Forderung sein.

Streik, BGB und Schadenersatz

gnampf, Montag, 11.03.2024, 12:49 (vor 761 Tagen) @ Manitou

Wenn ein Unternehmer eine vertraglich gebundene Leistung erbringen muß, dabei ein Lieferant für Material plötzlich die Preise erhöht (da z.B. ein festgeleter Vertrag ausgelaufen ist) und der Anschlußvertrag nur mit einer Preiserhöhung zu haben ist, in den "sauren Apfel" beißen und das Material zur Erfüllung des Auftrages selbst dann teuerer einkaufen, wenn er den Preisaufschlag nicht weitergeben kann und deshalb den Auftrag ohne Gewinn abarbeiten muß.

Oder er sucht sich einen anderen Lieferanten. Oder meldet Konkurs an, storniert seinen Auftrag, ggf. auch unter Strafzahlung, etc. Es ist wohl keineswegs so das der Vorlieferant nach belieben neue Preise durchsetzen kann nur weil ein Vertrag auslaeuft. Das Unternehmen wird dann abwaegen wie es mit dem kleinsten Schaden aus der Nummer raus kommt. Und das ist bei weitem nicht immer die neuen Preise einfach zu akzeptieren.

Fordert dagegen die Gewerkschaft einen höheren Lohn für die Mitarebeiter, dann kann (nach dem derzeitigen BGB) der Unternehmer eine Verzögerung der Vertragserfüllung (bzw. ein "platzen" eines termingebundenen Vertrages) ohne Schadenersatzpflicht in Kauf nehmen, um die Lohnerhöhung durch einen neuen Tarifvertrag zu verweigern (und damit einen Streik durch die Gewerkschaft zu riskieren). Würden nun Lieferant und Arbeitnehmer (Gewerkschaft) gleich gestellt, könnte ein Unternehmer nicht riskieren, bestreikt zu werden.

Nicht so z.B. im Personenverkehr, wo Streiks nicht als hoehere Gewalt gelten. Und unter Unternehmen sind ja auch viel weitreichendere abweichende Regelungen moeglich, als gegenueber Verbrauchern.
Und selbst wenn die DB keinen Schadensersatz fuer durch Streikt verspaetete Gueterzuege muesste, bliebe trotzdem das grosse Risiko das es keinen Folgeauftrag fuer sie gibt, sondern der an andere Unternehmen geht, oder an andere Verkehrsmittel. Es ist also keineswegs so das die DB keinerlei Schaden haette und das ganze beruhigt aussitzen kann.

In der Praxis riskieren Unternehmer den "Streik des Lieferanten" nur, wenn sie zwar eine Leistung nicht anbieten können, aber noch nicht vertraglich gebunden haben. Das kam z.B. bei Lieferungen in Supermärkten vor, wo einige Ketten keine Neuverträge für bestimmte Markenartikel akzeptierten, nicht beliefer wurden, dies in den leeren Regalen ausschilderten.

Was hat das mit Streik zu tun? Da war kein Streik bei im Spiel. Das war reine Marktwirtschaft.

Insofern wäre es gut, wenn mal mit einer Verfassungsklage klargestellt wird, daß es notwendig ist, daß ein Unternehmen auch der Gewerkschaft nachgeben muß, weil die BGB-Regelung aus dem 19. Jahrhundert nicht mehr der heutigen Lebenswirklichkeit entspricht.

Ein derartiges Urteil wird es wohl maximal im Sozialismus geben, aber nicht in einer Marktwirtschaft. Damit wuerde es wohl in dem Land auch bald keine Unternehmen mehr geben, dann sie waeren dann zu 100% erpressbar und muessten jegliche Gewerkschaftsforderungen zu 100% erfuellen, egal wie unrealistisch sie sind.

Denn nicht die GdL, sondern der "hartleibige" DB-Vorstand ist schuld am Streik. Warum soll die Gewerkschaft nicht für ihre Mitglieder bestimmen, zu welchem "Preis" ihre Mitglieder Arbeitsleistung liefern? Eigentlich müßte der Streik unbefristet bis zur Erfüllung der Forderung sein.

Kann man so sehen, kann man auch anders sehe. Ich sehe es nicht so. Ich sehe es so das die Forderungen der GDL einfach nur ueberzogene Gehaltsforderungen sind die keiner finanzieren kann, und am eigentliche Thema der Verbesserung der Arbeitsbedingungen komplett vorbei gehen.
Und wie wir es ja schon hatten: ein unbefristeter Streik waere fuer die DB nicht das schlechteste. Denn um so schneller sind die Kassen der GDL leer, um so schneller gibts kein Streikgeld mehr, um so schneller wird die Streikbereitschaft dahin sein, um so eher werden die Mitglieder der GDL den Ruecken zukehren.
Aber natuerlich steht es jedem Einzelnen frei zu entscheiden, was seine Arbeitsleistung wert ist. Wenn er nicht das bekommt was er haben moechte kann er problemlos kuendigen und schauen ob er wo anders das bekommt was er moechte, oder auch nur mehr als beim alten Arbeitgeber. Es wird ja nun wahrhaft niemand gezwungen bei der DB oder ueberhaupt als TF zu arbeiten.

+1

heinz11, Montag, 11.03.2024, 20:32 (vor 761 Tagen) @ gnampf

- kein Text -

-1

Berliner65, Berlin, Dienstag, 12.03.2024, 22:25 (vor 760 Tagen) @ gnampf

- kein Text -

--
Mit Interrail unterwegs ab 03.07.!

Deutsche Bahn klagt gegen Wellenstreik

Henrik, Montag, 11.03.2024, 11:40 (vor 761 Tagen) @ Waldbahn

11. März 2024, 11:15 Uhr - Berlin

Deutsche Bahn klagt gegen Wellenstreik

Eilantrag auf einstweilige Verfügung eingereicht • Vorlauf von nur 22 Stunden ist „eine blanke Zumutung“ und gefährdet die Versorgung im Land • Streik unverhältnismäßig, grundlos und rechtswidrig
Nur zwei Tage nach dem letzten Streik hat die Lokführergewerkschaft bereits den nächsten Streik angekündigt. Es ist der sechste GDL-Streik im laufenden Tarifkonflikt und der erste der sogenannten Wellenstreiks. Die Deutsche Bahn (DB) kritisiert das Vorgehen der GDL aufs Schärfste und hat nun Rechtsmittel eingelegt, um den Streik noch zu stoppen. Einen entsprechenden Eilantrag auf einstweilige Verfügung hat die DB heute Vormittag beim Arbeitsgericht Frankfurt am Main eingereicht.

Insbesondere der viel zu kurze Vorlauf von nur 22 Stunden im Güterverkehr ist „eine blanke Zumutung“, so DB‑Personalvorstand Martin Seiler. „Wir halten diese Wellenstreiks für unverhältnismäßig. Sie gefährden die Versorgung im Land. Wir tun alles im Sinne unserer Kunden, um diesen Streik noch zu verhindern. Wer eine Arbeitszeitreduzierung von 38 auf 35 Stunden fordert und in einem Gesamtpaket 36 Stunden bekommen könnte, der darf nicht das ganze Land lahmlegen.“ Der Streik sei grundlos, weil die DB mehrfach betonte, die Verhandlungen auf Grundlage des Gesamtvorschlags der Moderatoren - inklusive 36‑Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich - zu Ende führen zu wollen.

Seiler: „Diese Unplanbarkeit des Zugverkehrs ist nicht hinnehmbar. Menschen müssen zur Arbeit, Waren müssen in die Fabriken, Kohle muss in die Kraftwerke, ohne die Bahn geht nichts mehr in diesem Land.“

Die DB führt vor Gericht ebenfalls an, dass die GDL die DB rechtswidrig auffordert, das Tarifeinheitsgesetz (TEG) nicht anzuwenden. Die Forderung nach Nichtanwendung eines geltenden Bundesgesetzes sei kein legitimes Streikziel. Genauso wenig wie die Forderung nach einem Deutschlandticket, die die Friedenspflicht verletzt: Denn zwischen den Parteien besteht ein ungekündigter Tarifvertrag, der die vergünstigte Personenbeförderung von Arbeitnehmern regelt.

Die DB fordert die GDL auf, den Streik sofort abzusagen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Auch eine formale Schlichtung hat die DB bereits gestern als Alternative angeboten.

Die GDL hat am Sonntagabend angekündigt, von Dienstag, 02.00 Uhr (Güterverkehr bereits ab Montag, 18.00 Uhr) bis Mittwoch, 02.00 Uhr (Güterverkehr bis Dienstag, 18.00 Uhr) zu streiken.

https://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/Deutsche-Bahn-k...

Können beide Seiten nicht mal ihre PM kürzer halten?

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 11.03.2024, 12:22 (vor 761 Tagen) @ Henrik

Huhu!

Meine Fresse, sich ewig dasselbe ENDLOSE Geseiere durchzulesen in der Hoffnung, es könnte mal was neues interessantes drinstehen, ist nervig.

Ob die wohl merken, dass das Geschreibsel keinen Bürger mehr interessiert. Herrgott, soll die DB klagen, ist ihr gutes Recht. Und die GDL soll endlich monatelang streiken.


Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Irgendwann wird irgendwas passieren, bin mir sicher.

J-C, In meiner Welt, Montag, 11.03.2024, 13:02 (vor 761 Tagen) @ Der Blaschke

- kein Text -

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Der Spruch ist gut fürs Phrasenschwein. ;-)

heinz11, Montag, 11.03.2024, 20:33 (vor 761 Tagen) @ J-C

- kein Text -

Streikfahrplan online

Waldbahn, Montag, 11.03.2024, 11:49 (vor 761 Tagen) @ Waldbahn
bearbeitet von Waldbahn, Montag, 11.03.2024, 11:52

Hallo

Beispielsweise am Dortmunder Hbf zwischen 5:45 und 8:30 keine einzige FV Abfahrt egal in welche Richtung. Für BerufsFernPendler der Super GAU.

--
Gruß
Waldbahn

Wo ist das Problem?

frank_le, Montag, 11.03.2024, 12:14 (vor 761 Tagen) @ Waldbahn
bearbeitet von frank_le, Montag, 11.03.2024, 12:14

Hallo

Beispielsweise am Dortmunder Hbf zwischen 5:45 und 8:30 keine einzige FV Abfahrt egal in welche Richtung. Für BerufsFernPendler der Super GAU.

Der Streik soll ja auch wehtun. Also Ziel erreicht wenn die armen Fernpendler Ihren Frust bei der Bahn auslassen.

Wen soll die GDL denn sonst bestreiken? Die Fahrer der Dienstwagen der Vorstände sind bestimmt nicht in der GDL organisiert ...

Schlimm genug das ausfallende Züge nicht das Gehalt der Vorstände beeinflussen. Und da die restlichen Züge pünktlicher sind als sonst bekommen die Vorstände sogar mehr Geld für jeden Streiktag als variable Vergütung.

Seiler: "Ohne die Bahn geht nichts mehr in diesem Land"

Barzahlung, Montag, 11.03.2024, 19:54 (vor 761 Tagen) @ Waldbahn

Seiler: „Diese Unplanbarkeit des Zugverkehrs ist nicht hinnehmbar. Menschen müssen zur Arbeit, Waren müssen in die Fabriken, Kohle muss in die Kraftwerke, ohne die Bahn geht nichts mehr in diesem Land.“

https://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/Deutsche-Bahn-k...

Das ist der lustigste Satz, den ich je gelesen hab.

Mehr als 80% der Deutschen werden diesen Streik außer in Funk und Fernsehen gar nicht bemerken.
Komplette Realitätsverweigerung!

Seiler: "Ohne die Bahn geht nichts mehr in diesem Land"

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Montag, 11.03.2024, 20:14 (vor 761 Tagen) @ Barzahlung

Mehr als 80% der Deutschen werden diesen Streik außer in Funk und Fernsehen gar nicht bemerken.
Komplette Realitätsverweigerung!

Ich hoffe das soll nur eine Übertreibung sein, andernfalls fehlt das Verständnis für weite Teile der Bevölkerung.

Seiler: "Ohne die Bahn geht nichts mehr in diesem Land"

sfn17, Montag, 11.03.2024, 21:35 (vor 761 Tagen) @ Paladin

Mehr als 80% der Deutschen werden diesen Streik außer in Funk und Fernsehen gar nicht bemerken.
Komplette Realitätsverweigerung!


Ich hoffe das soll nur eine Übertreibung sein, andernfalls fehlt das Verständnis für weite Teile der Bevölkerung.

naja, "weite Teile" fahren immer noch Auto und nicht mit der Bahn. Schon der Modal Split für S-Bahn & Co gibt es überhaupt nicht her... die relativ gesehen paar Fernpendler arbeiten sowieso in "besseren" Jobs, wo dann halt eine Runde Home Office eingelegt wird.

Das merke ich so auch im erweiterten Bekanntenkreis. Der Streik juckt niemanden. Ich (ohne Auto) bin gefühlt der Einzige, der wirklich mit dem Streik klar kommen muss.

Das juckt die Deutschen im Großen und Ganzen genauso wenig wie die Streiks der IG Metall, von denen man immer wieder liest...

--
SBO

Seiler: "Ohne die Bahn geht nichts mehr in diesem Land"

Henrik, Montag, 11.03.2024, 23:51 (vor 761 Tagen) @ sfn17

Mehr als 80% der Deutschen werden diesen Streik außer in Funk und Fernsehen gar nicht bemerken.
Komplette Realitätsverweigerung!

Ich hoffe das soll nur eine Übertreibung sein, andernfalls fehlt das Verständnis für weite Teile der Bevölkerung.

naja, "weite Teile" fahren immer noch Auto und nicht mit der Bahn. Schon der Modal Split für S-Bahn & Co gibt es überhaupt nicht her... die relativ gesehen paar Fernpendler arbeiten sowieso in "besseren" Jobs, wo dann halt eine Runde Home Office eingelegt wird.

Das merke ich so auch im erweiterten Bekanntenkreis. Der Streik juckt niemanden. Ich (ohne Auto) bin gefühlt der Einzige, der wirklich mit dem Streik klar kommen muss.

Das juckt die Deutschen im Großen und Ganzen genauso wenig wie die Streiks der IG Metall, von denen man immer wieder liest...

Die S-Bahnen & Co liegen in den Metropolen im Modal-Split bei 25%, also erheblich mehr als Autofahrer.
Das hatten wir vorletzte Woche ja überall in Deutschland gemerkt, die Straßen waren auf einmal total voll, Staus ohne Ende, weil der ÖPNV bestreikt wurde.
Insofern bekommen das auch Autofahrer zu spüren.

Bei unserem ICE-Verkehr liegt der ICE bei den klassischen Relationen im Quell-Ziel-Verkehr auch vor den Autofahrern im Modal-Split.
Das wird also voll morgen auf der Autobahn.
Lustig war es letztens als am gleichen Tag auch noch der Luftverkehr bestreikt wurde.

Etwa 16 Mio Menschen sind jeden Tag in den Zügen der DB unterwegs - das sind weite Teile der Bevölkerung, die direkt betroffen sind.
Nun kann man das auf den Kopf stellen, schön ne Prozentrechnung draus machen und seinen inneren Frust rauslassen, sich lustig fühlen - das ist nicht nur völlig falsch, sondern reichlich albern. Da fehlt nicht nur Verständnis und Empathie, ja.

Es wird ja bereits gestreikt jetzt - der Güterverkehr. Ist ja auch direkt angesprochen worden.
Jedes einzelne betroffene Unternehmen bekommt das zu spüren.
100 Mio Euro kostet unserer Wirtschaft ein einzelner Tag Bahn-Streik und das tut unserer schwächelnden Wirtschaft nun wahrlich nicht gut.
Davon ist dann wahrlich jeder von uns betroffen.

Seiler: "Ohne die Bahn geht nichts mehr in diesem Land"

Reservierungszettel, KDU, Dienstag, 12.03.2024, 01:47 (vor 761 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von Reservierungszettel, Dienstag, 12.03.2024, 01:49

Mehr als 80% der Deutschen werden diesen Streik außer in Funk und Fernsehen gar nicht bemerken.
Komplette Realitätsverweigerung!

Ich hoffe das soll nur eine Übertreibung sein, andernfalls fehlt das Verständnis für weite Teile der Bevölkerung.

naja, "weite Teile" fahren immer noch Auto und nicht mit der Bahn. Schon der Modal Split für S-Bahn & Co gibt es überhaupt nicht her... die relativ gesehen paar Fernpendler arbeiten sowieso in "besseren" Jobs, wo dann halt eine Runde Home Office eingelegt wird.

Das merke ich so auch im erweiterten Bekanntenkreis. Der Streik juckt niemanden. Ich (ohne Auto) bin gefühlt der Einzige, der wirklich mit dem Streik klar kommen muss.

Das juckt die Deutschen im Großen und Ganzen genauso wenig wie die Streiks der IG Metall, von denen man immer wieder liest...


Die S-Bahnen & Co liegen in den Metropolen im Modal-Split bei 25%, also erheblich mehr als Autofahrer.
Das hatten wir vorletzte Woche ja überall in Deutschland gemerkt, die Straßen waren auf einmal total voll, Staus ohne Ende, weil der ÖPNV bestreikt wurde.
Insofern bekommen das auch Autofahrer zu spüren.

Nun, das mag vielleicht für Berlin, Hamburg und München zutreffen.

Wenn ich bei mir aus dem Fenster schaue (Hauptstraße) merke ich da keinen wirklichen Unterschied - egal ob jetzt DB oder ÖPNV Streiken.

Vielleicht sind es auf den Tag gerechnet ein paar Autos mehr wobei das dann meist Mietwagen sein müssten.


Bei unserem ICE-Verkehr liegt der ICE bei den klassischen Relationen im Quell-Ziel-Verkehr auch vor den Autofahrern im Modal-Split.
Das wird also voll morgen auf der Autobahn.

Hat man ja erlebt - jedes Mal wenn gestreikt wird bilden sich Kilometerlange Staus. Auch das kann ich wiederlegen an einem Streiktag (auch morgen wieder) war ich mit dem Bus 752/754 unterwegs, der fährt ein Stück Autobahn zum Berufsverkehr ist die mal voller, wenn gestreikt wird ist allerdings auch hier nicht wirklich ein unterschied zu beobachten.

Lustig war es letztens als am gleichen Tag auch noch der Luftverkehr bestreikt wurde.

Etwa 16 Mio Menschen sind jeden Tag in den Zügen der DB unterwegs - das sind weite Teile der Bevölkerung, die direkt betroffen sind.

Ein Großteil wird auf innerstädtischen ÖPNV zurückgreifen können und Fernpendler werden ihre Termine weitestgehend verlegen können - alles also halb so wild.

Nun kann man das auf den Kopf stellen, schön ne Prozentrechnung draus machen und seinen inneren Frust rauslassen, sich lustig fühlen - das ist nicht nur völlig falsch, sondern reichlich albern. Da fehlt nicht nur Verständnis und Empathie, ja.


Es wird ja bereits gestreikt jetzt - der Güterverkehr. Ist ja auch direkt angesprochen worden.
Jedes einzelne betroffene Unternehmen bekommt das zu spüren.

Es gibt auch Unternehmen die nicht betroffen sind. Bei mir in meinem Bereich spüre ich nichts davon - alles läuft nach Plan. Liegt wohl daran das die Anlieferung sowieso immer per LKW erfolgt…

100 Mio Euro kostet unserer Wirtschaft ein einzelner Tag Bahn-Streik und das tut unserer schwächelnden Wirtschaft nun wahrlich nicht gut.
Davon ist dann wahrlich jeder von uns betroffen.

Stimmt, weil unsere Steuergelder dafür herhalten müssen.

Seiler: "Ohne die Bahn geht nichts mehr in diesem Land"

Henrik, Dienstag, 12.03.2024, 02:49 (vor 760 Tagen) @ Reservierungszettel

Die S-Bahnen & Co liegen in den Metropolen im Modal-Split bei 25%, also erheblich mehr als Autofahrer.
Das hatten wir vorletzte Woche ja überall in Deutschland gemerkt, die Straßen waren auf einmal total voll, Staus ohne Ende, weil der ÖPNV bestreikt wurde.
Insofern bekommen das auch Autofahrer zu spüren.

Nun, das mag vielleicht für Berlin, Hamburg und München zutreffen.

Wenn ich bei mir aus dem Fenster schaue (Hauptstraße) merke ich da keinen wirklichen Unterschied - egal ob jetzt DB oder ÖPNV Streiken.

Vielleicht sind es auf den Tag gerechnet ein paar Autos mehr wobei das dann meist Mietwagen sein müssten.

klar, in Berlin, Hamburg, Frankfurt und München liegt der ÖV-Anteil bei den Arbeitswegen bei 40%,
in anderen Großstädten bei 25-30%.
Bei derlei Größenordnungen bemerkt man einen solchen Effekt auf der Straße, wenn der ÖPNV bestreikt wird.
Wenn der ÖV-Anteil grade mal so im zweistelligen Bereich liegt oder geringer, dann sieht das gewiss anders aus.

ja, Sixt freut sich morgen über erhöhter Nachfrage..

Bei unserem ICE-Verkehr liegt der ICE bei den klassischen Relationen im Quell-Ziel-Verkehr auch vor den Autofahrern im Modal-Split.
Das wird also voll morgen auf der Autobahn.

Hat man ja erlebt - jedes Mal wenn gestreikt wird bilden sich Kilometerlange Staus.

ja, hat man.

Auch das kann ich widerlegen an einem Streiktag (auch morgen wieder) war ich mit dem Bus 752/754 unterwegs, der fährt ein Stück Autobahn zum Berufsverkehr ist die mal voller, wenn gestreikt wird ist allerdings auch hier nicht wirklich ein unterschied zu beobachten.

und parallel fahren ICEs zwischen Metropolen?

Eurowings meldet in diesen Tagen Rekord-Buchungen.

Lustig war es letztens als am gleichen Tag auch noch der Luftverkehr bestreikt wurde.

Etwa 16 Mio Menschen sind jeden Tag in den Zügen der DB unterwegs - das sind weite Teile der Bevölkerung, die direkt betroffen sind.

Ein Großteil wird auf innerstädtischen ÖPNV zurückgreifen können und Fernpendler werden ihre Termine weitestgehend verlegen können - alles also halb so wild.

..und die Hotelbetten bleiben dann leer,
es wird weniger konsumiert.

Es wird ja bereits gestreikt jetzt - der Güterverkehr. Ist ja auch direkt angesprochen worden.
Jedes einzelne betroffene Unternehmen bekommt das zu spüren.

Es gibt auch Unternehmen die nicht betroffen sind. Bei mir in meinem Bereich spüre ich nichts davon - alles läuft nach Plan. Liegt wohl daran, dass die Anlieferung sowieso immer per LKW erfolgt…

Die Kohle ist ja bereits angesprochen worden.
Es leiden die Industriezweige, die viel Kohle als Energieträger benötigen.
Der Maschinenbau und die Autoindustrie ist betroffen.
Auch für die Chemieindustrie ist der Streik eine große Herausforderung, wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) mitteilte.
Auch Unternehmen in den europäischen Nachbarländern sind betroffen. Denn die wichtigen europäischen Güterverkehrskorridore laufen mehrheitlich durch Deutschland.

100 Mio Euro kostet unserer Wirtschaft ein einzelner Tag Bahn-Streik und das tut unserer schwächelnden Wirtschaft nun wahrlich nicht gut.
Davon ist dann wahrlich jeder von uns betroffen.

Stimmt, weil unsere Steuergelder dafür herhalten müssen.

..die dann mit weiteren Steuererhöhungen eingesammelt werden.
oder eben erhöhte Inflation.

Seiler: "Ohne die Bahn geht nichts mehr in diesem Land"

Barzahlung, Dienstag, 12.03.2024, 12:17 (vor 760 Tagen) @ Reservierungszettel

Die S-Bahnen & Co liegen in den Metropolen im Modal-Split bei 25%, also erheblich mehr als Autofahrer.
Das hatten wir vorletzte Woche ja überall in Deutschland gemerkt, die Straßen waren auf einmal total voll, Staus ohne Ende, weil der ÖPNV bestreikt wurde.
Insofern bekommen das auch Autofahrer zu spüren.


Nun, das mag vielleicht für Berlin, Hamburg und München zutreffen.

Der Streik wirkt sich auch in den genannten drei Städten nicht merkbar auf den PKW-Verkehr aus. Die ÖPNV-Kunden weichen aus auf die Verbindungen des Notfallfahrplans, auf den restlichen ÖPNV, aufs Fahrrad, auf Home-Office, auf Fahrgemeinschaften und ein bisschen was fährt eben Auto. Das verteilt sich ganz gut.

Kunden: "Die Bahn geht nicht mehr in diesem Land" <scnr>

mrhuss, FKON, Dienstag, 12.03.2024, 12:34 (vor 760 Tagen) @ Barzahlung

- kein Text -

Streik zulässig

nscharrn, IC 2152, Montag, 11.03.2024, 21:16 (vor 761 Tagen) @ Waldbahn

Gericht lehnt Eilantrag der DB gegen Streik der GdL ab

Kölner96, Montag, 11.03.2024, 21:27 (vor 761 Tagen) @ Waldbahn
bearbeitet von Kölner96, Montag, 11.03.2024, 21:28

Link zu ZDFheute

Und wieder verbrennt der Konzern Geld, welches man zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Wertschätzung der Mitarbeitenden hätte einsetzen können...
Am Potsdamer Platz scheint die Lernkurve sehr flach zu sein...

+ 10000! SEHR zutreffender Kommentar. Vollste Zustimmung.

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 11.03.2024, 21:37 (vor 761 Tagen) @ Kölner96

- kein Text -

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Gericht lehnt Eilantrag der DB gegen Streik der GdL ab

TRAXXP160DE, HBIK, Montag, 11.03.2024, 21:51 (vor 761 Tagen) @ Kölner96
bearbeitet von TRAXXP160DE, Montag, 11.03.2024, 21:52

Link zu ZDFheute

Und wieder verbrennt der Konzern Geld, welches man zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Wertschätzung der Mitarbeitenden hätte einsetzen können...
Am Potsdamer Platz scheint die Lernkurve sehr flach zu sein...

Nichts für ungut, der DB Konzern führt etwas im Schilde, was wir uns alle noch nicht vorstellen können. Die wenigsten von uns sind vermutlich (Top-)Juristen.

Manche AG's klagen vor Gericht gegen etwas mit dem Argument, dass sind wir unseren Aktionären schuldig. Wir wollen Schaden von der AG abwenden ... lasse ich mal so stehen.

Grüne und AfD sind vermutlich aktuell unbeliebte Parteien, außer bei den eigenen Wählern und Sympathisanten.

Es wäre alle denkbar, dass eine 15% SPD mit FDP und CDU in eine Regierung muss. Vermutlich wird man dann alle Begründungen der Gerichte gut durchlesen, ein neues Streikrecht einführen und dank des neues "Weselskys-Streikrechts" wird Schluss sein mit diesen Dingen. Bitte denkt immer daran, dass das allgemein gültige Arbeitszeitgesetz, ohne Tarifvertragliche Sonderregelungen theoretisch 10 Std. pro Tag bei einer 6 Tage Woche ermöglicht. Also sehr arbeitnehmerunfreundlich.

Gericht lehnt Eilantrag der DB gegen Streik der GdL ab

ICE-TD, Montag, 11.03.2024, 23:09 (vor 761 Tagen) @ TRAXXP160DE

Bitte denkt immer daran, dass das allgemein gültige Arbeitszeitgesetz, ohne Tarifvertragliche Sonderregelungen theoretisch 10 Std. pro Tag bei einer 6 Tage Woche ermöglicht. Also sehr arbeitnehmerunfreundlich.

Das wird ein Tf nicht fürchten, denn das ist schon jetzt unsere Realität.

Gericht lehnt Eilantrag der DB gegen Streik der GdL ab

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Dienstag, 12.03.2024, 21:45 (vor 760 Tagen) @ TRAXXP160DE

Nichts für ungut, der DB Konzern führt etwas im Schilde, was wir uns alle noch nicht vorstellen können.

An was auch immer Du denkst: Die DB wünscht sich ja auch für die Zukunft, daß Leute bei ihr anfangen zu arbeiten. Und möglichst lange Jahre bei der Fahne bleiben.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Berufung ist bereits eingelegt

nscharrn, IC 2152, Dienstag, 12.03.2024, 04:42 (vor 760 Tagen) @ Kölner96

Und verliert erneut.

ICE-TD, Dienstag, 12.03.2024, 14:04 (vor 760 Tagen) @ nscharrn

Heuchelei

Waldbahn, Dienstag, 12.03.2024, 07:11 (vor 760 Tagen) @ Kölner96

Und wieder verbrennt der Konzern Geld, welches man zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Wertschätzung der Mitarbeitenden hätte einsetzen können...
Am Potsdamer Platz scheint die Lernkurve sehr flach zu sein...

Es steht jedem frei, sich einen Job mit besserer Bezahlung und besseren Arbeitsbedingungen zu suchen.

--
Gruß
Waldbahn

Das ist doch das Problem!

J-C, In meiner Welt, Dienstag, 12.03.2024, 07:56 (vor 760 Tagen) @ Waldbahn

Viele tun das ja eben, also bleiben weniger Leute für die Bahn übrig. Wenn man hingegen super Arbeitsbedingungen bietet, schaut die Welt wieder anders aus.

Vielleicht müssen wir uns vergegenwärtigen, dass das aktuelle System, welches wachstumsgetrieben dem Kapital hinterherhechelt, keinen ewigen Bestand hat und an die Wand zusteuert? Ein notwendiger Wandel wird da eben wehtun.

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Definitionssache

Waldbahn, Dienstag, 12.03.2024, 08:07 (vor 760 Tagen) @ J-C
bearbeitet von Waldbahn, Dienstag, 12.03.2024, 08:07

Viele tun das ja eben, also bleiben weniger Leute für die Bahn übrig. Wenn man hingegen super Arbeitsbedingungen bietet, schaut die Welt wieder anders aus.

Was sind "Super" Arbeitsbedinungen - das definiert jeder anders für sich. Für den einen ist es der tägliche Apfel, der an der Pforte verteilt wird, für den anderen ist es das Wochenende, für wieder andere das angebotene Yoga - ohne Pausenbuchung.

Vielleicht müssen wir uns vergegenwärtigen, dass das aktuelle System, welches wachstumsgetrieben dem Kapital hinterherhechelt, keinen ewigen Bestand hat und an die Wand zusteuert? Ein notwendiger Wandel wird da eben wehtun.

Was notwendiger Wandel bedeutet und wie das "wehtun" ausgeschlachtet wird, sehen wir in der Politik - Stichwort Klimapolitik und Gebäudeenergiegesetz.

--
Gruß
Waldbahn

Definitionssache

J-C, In meiner Welt, Dienstag, 12.03.2024, 14:15 (vor 760 Tagen) @ Waldbahn

Wer sagt, dass es nicht jedem wehtut, der sich jetzt gegen den Wandel streubt? Also auch den vermeintlich kleinen Mann?
Ich sehe es als unabwendbar an, dass früher oder später Einschnitte kommen werden, egal wie sehr Politik und das, was auch immer wir für „die Gesellschaft“, dagegen haben. Wird halt denen mehr tun, die den Wandel am meisten bekämpfen wollen, wenn die Ressourcen nicht mehr das abbilden können, was aus welchen Gründen auch immer als ewiges Wachstum in einer endlichen Welt propagiert wird.

Mit anderen Worten, irgendwann geht Wachstum nicht mehr in dem heutigen Ausmaß - allein die generell stagnierende Geburtenrate zeigt dies. Erste Länder zeigen schon Anzeichen des Aussterbens und mit dem steigenden Wohlstand auch in ärmeren Teilen wird eben auch ein Sinken der Geburtenrate einhergehen. Dann wird Migration immer weniger der Heilsbringer sein (den manche Bevölkerungsteile ja auch ohnehin gar nicht akzeptieren).

Da wäre es doch nicht falsch, schon jetzt sich darüber Gedanken zu machen, wie man einen Wandel zu mehr Nachhaltigkeit vollzieht

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Unser System ist mit Abstand das Beste!

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Dienstag, 12.03.2024, 14:07 (vor 760 Tagen) @ J-C

Huhu.

Vielleicht müssen wir uns vergegenwärtigen, dass das aktuelle System, welches wachstumsgetrieben dem Kapital hinterherhechelt, keinen ewigen Bestand hat und an die Wand zusteuert?

EWIG hat NICHTS Bestand. Trotzdem ist das derzeitige kapitalistische System noch mit Abstand das Beste, was je umgesetzt wurde. Die Armut in der Welt ist drastisch gesunken. Und wir bekommen immer mehr Menschen satt.

Dass es wie in jedem System auch Nachteile gibt, ist logisch.

In Deutschland kombinieren wir es mit einer Sozialkomponente - und setzen damit dem Ganzen das I-Tüpfelchen auf. Deswegen wollen ja so viele zu uns.

Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Unser System ist mit Abstand das Beste!

musicus, Dienstag, 12.03.2024, 15:12 (vor 760 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von musicus, Dienstag, 12.03.2024, 15:14

Und wir bekommen immer mehr Menschen satt.

Der Planet und der aktuelle Stand der Landwirtschaft könnten locker 10 Milliarden Menschen ernähren...

Dass es wie in jedem System auch Nachteile gibt, ist logisch.

...und trotzdem verhungern tagtäglich Leute. Kleiner Kollateralschaden, was?

Eine steile These...

Holger2, Dienstag, 12.03.2024, 20:57 (vor 760 Tagen) @ musicus

Und wir bekommen immer mehr Menschen satt.

Der Planet und der aktuelle Stand der Landwirtschaft könnten locker 10 Milliarden Menschen ernähren...

Dass es wie in jedem System auch Nachteile gibt, ist logisch.

...und trotzdem verhungern tagtäglich Leute. Kleiner Kollateralschaden, was?

Hast Du dafür auch Beweise, für die These, dass die soziale Marktwirtschaft für die Hungersnöte der Welt zuständig sei?

Oder ist das wieder eine dieser Parolen, mit den man auf Stimmenfang gehen will. Hört sich ja auch geil an und ist so einfach...

Holger

Heuchelei

ICE-TD, Dienstag, 12.03.2024, 14:06 (vor 760 Tagen) @ Waldbahn

Und wieder verbrennt der Konzern Geld, welches man zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Wertschätzung der Mitarbeitenden hätte einsetzen können...
Am Potsdamer Platz scheint die Lernkurve sehr flach zu sein...


Es steht jedem frei, sich einen Job mit besserer Bezahlung und besseren Arbeitsbedingungen zu suchen.

Das passiert ja bereits. Ein Verkehrsverbund in NRW hat auch bereits angekündigt für die nächsten Jahre die Fahrpläne zu reduzieren.

Durchdacht?

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Dienstag, 12.03.2024, 14:10 (vor 760 Tagen) @ Waldbahn

Huhu.

Es steht jedem frei, sich einen Job mit besserer Bezahlung und besseren Arbeitsbedingungen zu suchen.

Machen die Leute ja auch. Weswegen in Zukunft immer weniger Züge/Busse/Bimmeln fahren werden.

Da ist deine völlige Ablehnung jeglichen Kampfes für Verbesserungen ein wirklich clever durchdachtes Konzept ...


Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Durchdacht?

Henrik, Dienstag, 12.03.2024, 14:39 (vor 760 Tagen) @ Der Blaschke

Es steht jedem frei, sich einen Job mit besserer Bezahlung und besseren Arbeitsbedingungen zu suchen.

Machen die Leute ja auch. Weswegen in Zukunft immer weniger Züge/Busse/Bimmeln fahren werden.

..weil?

Eine derlei Entwicklung ist derzeit nicht abzusehen, ganz im Gegenteil.

Durchdacht?

ICE-TD, Dienstag, 12.03.2024, 14:50 (vor 760 Tagen) @ Henrik

Es steht jedem frei, sich einen Job mit besserer Bezahlung und besseren Arbeitsbedingungen zu suchen.

Machen die Leute ja auch. Weswegen in Zukunft immer weniger Züge/Busse/Bimmeln fahren werden.


..weil?

Eine derlei Entwicklung ist derzeit nicht abzusehen, ganz im Gegenteil.

https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?002,10724992

so viele Lokführer und Züge wie noch nie zuvor

Henrik, Dienstag, 12.03.2024, 15:08 (vor 760 Tagen) @ ICE-TD

Es steht jedem frei, sich einen Job mit besserer Bezahlung und besseren Arbeitsbedingungen zu suchen.

Machen die Leute ja auch. Weswegen in Zukunft immer weniger Züge/Busse/Bimmeln fahren werden.

..weil?

Eine derlei Entwicklung ist derzeit nicht abzusehen, ganz im Gegenteil.

https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?002,10724992

Dort ist zu lesen von Rekrutierung und Ausbildung von Personal und Personalaufbau.

Eine Entwicklung von weniger Zügen in Zukunft ist dem Posting nicht zu entnehmen.

so viele Lokführer und Züge wie noch nie zuvor

JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 12.03.2024, 18:00 (vor 760 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von JeDi, Dienstag, 12.03.2024, 18:01

Eine Entwicklung von weniger Zügen in Zukunft ist dem Posting nicht zu entnehmen.

Nicht?

"Der NWL hat den Fahrplan auf Optimierungspotenziale durchleuchtet und
gemeinsam mit den EVU erste Maßnahmen entwickelt, mit denen für den Fahrgast
keine Einschnitte entstehen und zugleich ein schonenderer Personaleinsatz möglich
wird. Kurz- und mittelfristig können auch Maßnahmen zur Stabilisierung notwendig
werden."

"Hinzu kommt die zunehmende Problematik, dass die
Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) vielfach nicht mehr in der Lage sind, den
bestellten Regelfahrplan zuverlässig zu erbringen. Hintergrund ist insbesondere ein
nachhaltiger Mangel an Triebfahrzeugführern, welcher inzwischen sämtliche EVU –
in unterschiedlicher Ausprägung – erreicht hat. Diese Situation wird sich mit den
Forderungen der Gewerkschaften, die einen weiteren Personalaufbau bedingen
werden, weiter verschärfen. Hier besteht ein (zumindest zwischenzeitlicher)
Zielkonflikt zwischen Attraktivierung der spezifischen Berufsbilder und der kurzfristig
benötigten Stabilisierung im Sinne der Reisenden.
Vor diesen Rahmenbedingungen muss der Fokus für den Fahrplan 2025 auf einer
Stabilisierung des Fahrplans liegen. Die Zuverlässigkeit des Systems SPNV wird
auch seitens des Ministeriums als Schwerpunkt für die Planungen 2025 und ggf.
bereits 2024 gefordert. Entsprechend haben aktuell unter Koordination des KCITF
landesweite Abstimmungen zwischen dem Land, den Aufgabenträgern und den EVU
begonnen, um Ansätze für einen robusteren Fahrplan zu entwickeln."

"Des Weiteren wird in Bezug auf die bereits beschriebene Personalnot (nicht nur) im
Bereich der betrieblichen Personale immer deutlicher, dass eine kurzfristige und
flächendeckende Entspannung der Lage nicht wahrscheinlich ist. Daher bestehen
Überlegungen zur Umsetzung eines landesweit „Robusten Fahrplans“, in dessen
Rahmen gezielte und längerfristige Angebotsreduzierungen zur Stabilisierung der
Situation umgesetzt werden müssten."

Ich lese aus der Sitzungsvorlage des NWL schon raus, dass es zumindest Mittelfristig zu Kürzungen kommen wird, um trotz Personalmangel einen zuverlässigen Fahrplan anbieten zu können (man aber davon ausgeht, dass die Forderungen der Gewerkschaften dazu beitragen, dass sich mehr Bewerbende finden).

--
Weg mit dem 4744!

so viele Lokführer und Züge wie noch nie zuvor

Henrik, Dienstag, 12.03.2024, 23:16 (vor 760 Tagen) @ JeDi

in Zukunft immer weniger

Eine Entwicklung von weniger Zügen in Zukunft ist dem Posting nicht zu entnehmen.

Nicht?

"Der NWL hat den Fahrplan auf Optimierungspotenziale durchleuchtet und
gemeinsam mit den EVU erste Maßnahmen entwickelt, mit denen für den Fahrgast
keine Einschnitte entstehen und zugleich ein schonenderer Personaleinsatz möglich
wird. Kurz- und mittelfristig können auch Maßnahmen zur Stabilisierung notwendig
werden."

"Hinzu kommt die zunehmende Problematik, dass die
Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) vielfach nicht mehr in der Lage sind, den
bestellten Regelfahrplan zuverlässig zu erbringen. Hintergrund ist insbesondere ein
nachhaltiger Mangel an Triebfahrzeugführern, welcher inzwischen sämtliche EVU –
in unterschiedlicher Ausprägung – erreicht hat. Diese Situation wird sich mit den
Forderungen der Gewerkschaften, die einen weiteren Personalaufbau bedingen
werden, weiter verschärfen. Hier besteht ein (zumindest zwischenzeitlicher)
Zielkonflikt zwischen Attraktivierung der spezifischen Berufsbilder und der kurzfristig
benötigten Stabilisierung im Sinne der Reisenden.
Vor diesen Rahmenbedingungen muss der Fokus für den Fahrplan 2025 auf einer
Stabilisierung des Fahrplans liegen. Die Zuverlässigkeit des Systems SPNV wird
auch seitens des Ministeriums als Schwerpunkt für die Planungen 2025 und ggf.
bereits 2024 gefordert. Entsprechend haben aktuell unter Koordination des KCITF
landesweite Abstimmungen zwischen dem Land, den Aufgabenträgern und den EVU
begonnen, um Ansätze für einen robusteren Fahrplan zu entwickeln."

"Des Weiteren wird in Bezug auf die bereits beschriebene Personalnot (nicht nur) im
Bereich der betrieblichen Personale immer deutlicher, dass eine kurzfristige und
flächendeckende Entspannung der Lage nicht wahrscheinlich ist. Daher bestehen
Überlegungen zur Umsetzung eines landesweit „Robusten Fahrplans“, in dessen
Rahmen gezielte und längerfristige Angebotsreduzierungen zur Stabilisierung der
Situation umgesetzt werden müssten."

Ich lese aus der Sitzungsvorlage des NWL schon raus, dass es zumindest Mittelfristig zu Kürzungen kommen wird, um trotz Personalmangel einen zuverlässigen Fahrplan anbieten zu können (man aber davon ausgeht, dass die Forderungen der Gewerkschaften dazu beitragen, dass sich mehr Bewerbende finden).

das beschreibt die Gegenwart und die kurzfristige Zeit unmittelbar dran im Anschluss für die nächsten Monate.

Dass er einen solchen Zeitraum mit "in Zukunft" meinte, davon ging ich nun nicht gerade aus.
Und ein "immer weniger" geht aus der Beschlussvorlage auch nicht draus hervor, ganz im Gegenteil.

Gericht lehnt Eilantrag der DB gegen Streik der GdL ab

gnampf, Dienstag, 12.03.2024, 14:00 (vor 760 Tagen) @ Kölner96

Und wieder verbrennt der Konzern Geld, welches man zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Wertschätzung der Mitarbeitenden hätte einsetzen können...

oehm... und du meinst wenn man das Geld was man hier fuer den Rechtsstreit eingesetzt hat zu 100% haette an die Mitarbeiter weiterreichen, also ohne Verwaltungskosten, Steuern, Sozialabgaben, etc... das auch nur 1ct bei jedem Mitarbeiter angekommen waere? Eben... die Kosten fuer den Rechtsstreit sind Peanuts verglichen mit den Mehrkosten die Weselsky fordert. Noch dazu sind die Rechtskosten einmalige Kosten, keine dauerhaften.

Und wir erinnern uns an die EVG... dort hat das Gericht der EVG zuletzt ja auch nahegelegt sich lieber in die Schlichtung zu begeben statt wieder zu streiken. Von vornherein komplett chancenlos ist die DB also nicht, auch wenn die Chancen gering sein moegen.

Gericht lehnt Eilantrag der DB gegen Streik der GdL ab

VT 609, Dienstag, 12.03.2024, 14:10 (vor 760 Tagen) @ gnampf

Und wir erinnern uns an die EVG... dort hat das Gericht der EVG zuletzt ja auch nahegelegt sich lieber in die Schlichtung zu begeben statt wieder zu streiken. Von vornherein komplett chancenlos ist die DB also nicht, auch wenn die Chancen gering sein moegen.

Mich würde mal interessieren, wo in den Augen des Gerichts der Unterschied zwischen dem (geplanten) EVG-Streik letztes Jahr im Mai und den GDL-Streiks jetzt liegt. Damals hatte die Vorsitzende Richterin "erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Streiks". Liegt es daran, dass bei den EVG-Streiks auch die Infrastruktur bestreikt wurde?

Gericht lehnt Eilantrag der DB gegen Streik der GdL ab

gnampf, Dienstag, 12.03.2024, 14:46 (vor 760 Tagen) @ VT 609

Mich würde mal interessieren, wo in den Augen des Gerichts der Unterschied zwischen dem (geplanten) EVG-Streik letztes Jahr im Mai und den GDL-Streiks jetzt liegt. Damals hatte die Vorsitzende Richterin "erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Streiks". Liegt es daran, dass bei den EVG-Streiks auch die Infrastruktur bestreikt wurde?

Das werden erstmal nur die jeweiligen Richter beantworten koennen. Streikrecht ist da ja wohl ein recht subjektives Thema, das gesetzlich da wenig klar stellt.

Denn Claus Weselsky scheut nie einen Kampf!*sing*

ICE619, München, Dienstag, 12.03.2024, 01:02 (vor 761 Tagen) @ Waldbahn

Folgendes Lied kennen sicher einige schon von hier, manche vielleicht auch nicht.

Wenn man von der B***-Zeitung gehasst wird, hat man erstmal etwas richtig gemacht. „In den Kampf mit Dampf” – so die inoffizielle Devise von Claus „Die Lok” Weselsky. Wie seine Leidenschaft, die Bahn, rauscht er durch die Medien und ist um keinen Ärger verlegen. Immer das große Ganze im Blick: das Wohl der deutschen Lokführer*innen.

Jan Böhmermann feat. Jadebuben & RTO – Claus Weselsky (ist immer noch da):
Songtext:
Fühl’ ich mich abgekoppelt und entgleist
Die Oberleitung meines Lebens vereist
Eine plötzliche Störung – im Stellwerk des Glücks
Fährt mein Zug zum Erfolg nach Wolfsburg zurück

Streuen mir Feinde Bremssand auf die Strecke
Und liege ich weinend nachts unter der Decke
Als menschlicher Prellbock, beschimpft und verlacht,
Dann denk’ ich: Was hätte mein Held jetzt gemacht?

Auf! Auf! Auf die Lok! Die Zylinder voll Dampf!
Denn Claus Weselsky scheut nie einen Kampf!
Wer fest auf dem Gleis sitzt, gelangt an sein Ziel
Und Claus Weselsky bleibt immer stabil!

Auf! Auf! Kämpfe für alle, dann kämpfst Du für Dich!
Mach’s wie Claus Weselsky und kämpfe nie nicht!
Gehasst von Arbeitgebern und Boulevard,
Doch Claus Weselsky ist immer noch da!

Lokführerkleinstgewerkschaftscheffunktionär,
Kein Leben so mühsam, kein Schicksal so schwer!
Die Gegner sind mächtig, so listig, so hart
Doch er bleibt steh’n in Würde – genau wie sein Bart.

Nur rückgratlos hat ihn nie jemand geschmäht!
Drum denke daran, wenn mal gar nichts mehr geht:
Du stellst die Weichen! Du gibst das Signal!
Und wie Deutschland das findet, ist echt scheißegal!

Auf! Auf! Auf die Lok! Die Zylinder voll Dampf!
Denn Claus Weselsky zieht in jeden Kampf!
Von Oberstdorf/Allgäu bis Westerland/Sylt
Bleibt Claus Weselsky ewiges Vorbild!

Auf! Auf! Kämpfe für alle, dann kämpfst Du für Dich!

Hier das Video:
https://www.youtube.com/watch?v=l2fVMSKfI7E

Quelle für den Song/text:
https://www.spinnert.de/musik/jan-boehmermann-feat-jadebuben-rto-claus-weselsky-ist-imm...

STABIL BLEIBEN, LOKFÜHRER*INNEN!

Wer sich zutraut, einen Zug zu steuern, darf gratis reisen

Henrik, Dienstag, 12.03.2024, 18:07 (vor 760 Tagen) @ Waldbahn

Bahn-Sonderaktion! Wer sich zutraut, einen Zug zu steuern, darf gratis reisen

12.3.24

Berlin (dpo) - Wenn das mal kein tolles Angebot ist: Die Deutsche Bahn hat angekündigt, allen Fahrgästen, die zufällig einen Zug steuern können, den vollen Fahrpreis zu erlassen. Und damit nicht genug: Strecke und Abfahrtszeit sollen sich die Teilnehmer selbst aussuchen dürfen. Das Angebot gilt für den gesamten Dienstag bis zwei Uhr nachts.

"Unsere Aktion richtet sich an alle Kunden, die schon immer mal auf einem unserer exklusiven Panorama-Luxusplätze ganz vorne im Zug sitzen wollten", erklärt eine Sprecherin der Bahn. Wer das Angebot wahrnehmen will, sollte lediglich über einen gültigen Lokführerschein (mindestens Klasse 3) verfügen oder wenigstens schon einmal eine Modelleisenbahn über einen längeren Zeitraum (mindestens 12 Runden Fahrpraxis) bedient haben.

Das Prozedere ist denkbar einfach: Fahrgäste, die zufällig in der Lage sind, einen Zug zu steuern und das Angebot wahrnehmen wollen, können sich entweder telefonisch bei der Bahn melden oder im Service-Center des nächstgelegenen Bahnhofs Bescheid geben, wann und wohin sie reisen wollen. Die Bahn stellt dann schnellstmöglich einen Zug bereit, nimmt ihn in den Fahrplan auf, besetzt ihn mit regulären Fahrgästen und geleitet den Angebotsnutzer auf seinen Spezialsitz.

[...]
Mitarbeiter der Deutschen Bahn und deren Angehörige sind ausdrücklich teilnahmeberechtigt.

https://www.der-postillon.com/2021/08/bahn-streik.html

Wer sich zutraut, einen Zug zu steuern, darf gratis reisen

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Mittwoch, 13.03.2024, 12:25 (vor 759 Tagen) @ Henrik

Wer das Angebot wahrnehmen will, sollte lediglich über einen gültigen Lokführerschein (mindestens Klasse 3) verfügen oder wenigstens schon einmal eine Modelleisenbahn über einen längeren Zeitraum (mindestens 12 Runden Fahrpraxis) bedient haben.

Nicht zu vergessen Leute mit Erfahrungen am heimischen PC-Zugsimulator.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

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