? Wellenstreik

Klaus, Kassel, Montag, 04.03.2024, 11:35 (vor 978 Tagen) @ Matze86
bearbeitet von Klaus, Montag, 04.03.2024, 11:36

Was bedeutet "Wellenstreiks" bei der Bahn?

- Bestreiken nur bestimmter Regionen (Bundesländer oder noch kleinteiliger, z.B. nur Rhein-Main?)
- Bestreiken nur bestimmter Zuggattungen (nur ICE z.B.?)
- Bestreiken nur bestimmter Unternehmensbereiche (nur Cargo z.B.)
- Bestreiken nur bestimmter Tätigkeiten (nur Zugbegleiter?)

GDL-Streik ab Do, 2 Uhr für 35 Stunden (Allgemeines Forum)

Matze86, München, Montag, 04.03.2024, 11:37 (vor 978 Tagen)

- kein Text -

GDL-Streik ab Do, 2 Uhr für 35 Stunden

Waldbahn, Montag, 04.03.2024, 11:41 (vor 978 Tagen) @ Matze86

https://www.spiegel.de/wirtschaft/deutsche-bahn-lokfuehrer-der-gdl-wollen-erneut-die-ar...

Die größte Unverschämtheit: Der Ausstand werde 35 Stunden dauern, sagte GDL-Chef Claus Weselsky am Montag. Danach werde es weitere Streiks ohne Ankündigungen als sogenannte Wellenstreiks geben.

--
Gruß
Waldbahn

GDL-Streik ab Do, 2 Uhr für 35 Stunden

bahnfahrerofr., Montag, 04.03.2024, 11:43 (vor 978 Tagen) @ Waldbahn

Letzteres ist wirklich "ohne Worte". Damit hat er mal wieder bewiesen dass ihm die Fahrgäste völlig am A.. vorbei gehen.

Oder er vielleicht sogar Spaß an der Gängelung hat?

Bedeutung: Streik ausschließlich gegen die Kundschaft.

musicus, Montag, 04.03.2024, 11:48 (vor 978 Tagen) @ Klaus

- kein Text -

Da Ende nach Betriebsbeginn, wird Freitag Chaos herrschen?

Hansjörg, Montag, 04.03.2024, 11:49 (vor 978 Tagen) @ Matze86

- kein Text -

mit Lufthansa zusammen! STRIKE!

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 04.03.2024, 11:51 (vor 978 Tagen) @ Matze86

- kein Text -

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Da Ende nach Betriebsbeginn, wird Freitag Chaos herrschen?

Skyeurope, Montag, 04.03.2024, 11:51 (vor 978 Tagen) @ Hansjörg

Ich kann mich an einen EVG-Streik im April 2023 erinnern, der ebenfalls am Freitag um 13 Uhr endete.

Zumindest da lief der Verkehr ab den Startbahnhöfen recht schnell wieder an. Ich saß bereits um 15 Uhr in einem ICE ab München Richtung Norden.

alle Folgestreiks beginnen um 2 Uhr und dauern 35 Stunden!

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 04.03.2024, 11:51 (vor 978 Tagen) @ Klaus

- kein Text -

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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

GDL-Streik ab Do, 2 Uhr für 35 Stunden

VT 609, Montag, 04.03.2024, 11:54 (vor 978 Tagen) @ bahnfahrerofr.

Letzteres ist wirklich "ohne Worte". Damit hat er mal wieder bewiesen dass ihm die Fahrgäste völlig am A.. vorbei gehen.

Das war schon länger offensichtlich.

Oder er vielleicht sogar Spaß an der Gängelung hat?

Ich habe das Gefühl, er gerät jetzt in Panik, weil er

  • gemerkt hat, dass er seine Maximalforderungen bei der DB nicht durchsetzen kann
  • Angst davor hat, dass die Privatbahnen dann nachverhandeln
  • merkt, dass die Tarifabschlüsse bei den Privatbahnen nur scheinbare Erfolge waren, weil sie nichts wert sind, wenn er seine Maximalforderungen bei der DB nicht durchsetzen kann

Wo liest du das heraus?

VT 609, Montag, 04.03.2024, 11:59 (vor 978 Tagen) @ Der Blaschke

- kein Text -

Wo liest du das heraus?

Klaus, Kassel, Montag, 04.03.2024, 12:01 (vor 978 Tagen) @ VT 609

Soll wohl ein Scherz sein?! Ich habe die Pressekonferenz live gehört, die Wellenstreiks sind natürlich nicht ab 2 Uhr und nicht 35 Stunden. "35" ist eine einmalige Aktion, um die Zahl 35 bei den Verantwortlichen einzubrennen.

Schlechter Scherz...

VT 609, Montag, 04.03.2024, 12:04 (vor 978 Tagen) @ Klaus

... eines CW-Anhängers :-/

Stand so im Live-Ticker der Pressekonferenz bei BILD.

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 04.03.2024, 12:07 (vor 978 Tagen) @ VT 609
bearbeitet von Der Blaschke, Montag, 04.03.2024, 12:10

Huhu.


https://ibb.co/Wxx2FjL


Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Screenshot geliefert. Nu rudere mal schön zurück.

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 04.03.2024, 12:11 (vor 978 Tagen) @ VT 609

- kein Text -

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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Stand so im Live-Ticker der Pressekonferenz bei BILD.

Klaus, Kassel, Montag, 04.03.2024, 12:19 (vor 978 Tagen) @ Der Blaschke

Das dürfte eine kurfristige falsche Interpretation des Reporters sein. Ich habe es so nicht verstanden.

DB Regio lässt einfach alles bis Betriebsschluss ausfallen

Höllentalbahn, Montag, 04.03.2024, 12:21 (vor 978 Tagen) @ Hansjörg

Zumindest hier in Südbaden.
Die machen sich da keine Mühe irgendwas wieder anlaufen zu lassen.
Eine S-Bahn über 6 Stunden nach dem Streik vom Depot aus 40km hoch und wieder runterfahren zu lassen, viel zu kompliziert!

Bedeutung: Streik ausschließlich für die Kundschaft.

sfn17, Montag, 04.03.2024, 12:23 (vor 978 Tagen) @ musicus

Weil in wenigen Jahren gar nichts fahren wird.

Lustig, wie es Leute toll finden, am eigenen Ast (und dem von anderen) zu sägen.

Stand so im Live-Ticker der Pressekonferenz bei BILD.

martin.elsner, Montag, 04.03.2024, 12:26 (vor 978 Tagen) @ Der Blaschke

Bild ist keine Quelle. Noch nicht mal für den Wetterbericht, da muss ich den Ärzen widersprechen

Wellenstreiks gab es im Konflikt mit der SBS

Barzahlung, Montag, 04.03.2024, 12:26 (vor 978 Tagen) @ Klaus

Da wird alle 10 bis 14 Tage ohne Vorankündigung per sofort zum Streik aufgerufen und auch ohne Vorankündigung der Streik wieder beendet.

Das ist halt Glückssache.

sfn17, Montag, 04.03.2024, 12:28 (vor 978 Tagen) @ Skyeurope
bearbeitet von sfn17, Montag, 04.03.2024, 12:29

Ich kann mich an einen EVG-Streik im April 2023 erinnern, der ebenfalls am Freitag um 13 Uhr endete.

Zumindest da lief der Verkehr ab den Startbahnhöfen recht schnell wieder an. Ich saß bereits um 15 Uhr in einem ICE ab München Richtung Norden.

Ist auch neulich so gewesen. Ist halt Glückssache, wenn ein ICE dann doch fährt. Selbst ab Berlin (mit riesigem ICE-Werk Rummelsburg!) fiel erstmal "alles" aus.

Ich verlasse mich da nicht drauf. Dank der frühzeitigen Meldung in den einschlägigen Webforen kann ich bei der grünen Firma oft noch extrem günstig buchen, ehe sie nachfrageorientiert die Preise anhebt...

Wellenstreiks gab es im Konflikt mit der SBS

Klaus, Kassel, Montag, 04.03.2024, 12:29 (vor 978 Tagen) @ Barzahlung

Das würde aber bedeuten, dass man z.B. zum Flughafen fährt, um einen geplanten Flug zu absolvieren und der Zug dann auf einem beliebigen Bahnhof auf der Strecke stehen bleibt, weil ein Streik ausgerufen wurde und man daraufhin den Flug verpasst?

Denkbar.

musicus, Montag, 04.03.2024, 12:32 (vor 978 Tagen) @ Klaus

- kein Text -

Genau das

Waldbahn, Montag, 04.03.2024, 12:32 (vor 978 Tagen) @ Klaus

- kein Text -

--
Gruß
Waldbahn

Die Eisenbahn ist kein zuverlässiges Verkehrsmittel mehr

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 04.03.2024, 12:33 (vor 978 Tagen) @ Klaus

Hey.

Das würde aber bedeuten, dass man z.B. zum Flughafen fährt, um einen geplanten Flug zu absolvieren und der Zug dann auf einem beliebigen Bahnhof auf der Strecke stehen bleibt, weil ein Streik ausgerufen wurde und man daraufhin den Flug verpasst?

Richtig interpretiert.


Zitat Weselsky: Die Eisenbahn ist damit kein zuverlässiges Verkehrsmittel mehr.


Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Denkbares Szenario, ja.

Barzahlung, Montag, 04.03.2024, 12:34 (vor 978 Tagen) @ Klaus

Das würde aber bedeuten, dass man z.B. zum Flughafen fährt, um einen geplanten Flug zu absolvieren und der Zug dann auf einem beliebigen Bahnhof auf der Strecke stehen bleibt, weil ein Streik ausgerufen wurde und man daraufhin den Flug verpasst?

Unangekündigte Streiks gehören verboten

Höllentalbahn, Montag, 04.03.2024, 12:35 (vor 978 Tagen) @ Barzahlung

Ich respektiere das Streikrecht der Lokführer, aber unangekündigte Streiks gehen gar nicht. Eine Pflicht diese mind. 12-24h vorher ankündigen zu müssen, damit man als Kunde nicht irgendwo strandet ist wirklich das Mindeste.

Traurig

Matze86, München, Montag, 04.03.2024, 12:39 (vor 978 Tagen) @ Höllentalbahn

- kein Text -

Bedeutung: Streik ausschließlich für die Kundschaft.

martin.elsner, Montag, 04.03.2024, 12:39 (vor 978 Tagen) @ sfn17

Die, die sich das leisten können machen, fahren eh nicht mit der Bahn sondern lassen fahren.

Die, die nicht das Geld haben werden sicherlich lieber das eigene Auto nehmen. Umweltschutz? Geht gerade nicht.

Was ein Lokführer bzw sein Gewerkschaftvertreter mal lernen sollte: Andere Branchen können sich die 35h erlauben, weil Abläufe optimiert werden und die gleiche Produktivität bei weniger Manpower erreicht werden kann. Ein Zug ist halt nicht schneller am Ziel wenn der Lokführer weniger Arbeiten kann. Ist bei Piloten ähnlich.

Aber keine Sorge, auch bei der Bahn wird es optimierungen geben - dann kommen automatisierte Züge irgendwann. Nicht morgen, nicht nächstes Jahr. Aber mit der Perspektive kommt auch kein Nachwuchs.

Möge die GDL von mir aus 24/7 vor dem Bahntower Streikposten aufstellen. Personenzugfällen treffen die falsche oder glaubt CW ernsthaft es wird dann eine Großdemo gegen die Bahn geben, an denen sich Kunden beteiligen?

Streik gegen die Kundschaft.

musicus, Montag, 04.03.2024, 12:48 (vor 978 Tagen) @ sfn17
bearbeitet von musicus, Montag, 04.03.2024, 12:48

Weil in wenigen Jahren gar nichts fahren wird.

Da weiß einer aber super genau bescheid!
Der wirtschaftliche Schaden beim Arbeitgeber entsteht so oder so - ganz gleich, ob die Ankündigungsfrist null Minuten oder 14 Tage beträgt. In einem der beiden Szenarien können betroffene Kunden allerdings noch Vorkehrungen treffen und Alternativen prüfen.
Oh, wait... die sind ja weder Tarifpartei noch richtet sich der Arbeitskampf gegen sie, oder? Und es ist ja auch nur ein Quasimonopolist der bestreikt wird. Nein, zu dumm aber auch!

Lustig, wie es Leute toll finden, am eigenen Ast (und dem von anderen) zu sägen.

Danke Claus! *scnr*

Unangekündigte Streiks gehören verboten

VT 609, Montag, 04.03.2024, 12:50 (vor 978 Tagen) @ Höllentalbahn

Ich respektiere das Streikrecht der Lokführer, aber unangekündigte Streiks gehen gar nicht. Eine Pflicht diese mind. 12-24h vorher ankündigen zu müssen, damit man als Kunde nicht irgendwo strandet ist wirklich das Mindeste.

Volle Zustimmung! Hoffentlich klagt die DB gegen den angekündigten 35-Stunden-Streik und die darauffolgenden Wellenstreiks. Ich bin ein großer Verfechter des Streikrechts (kann man hier im Forum gerne nachlesen, auch wenn mir oft etwas anderes unterstellt wird), aber diese Art von Streiks ist nun endgültig unverhältnismäßig.

Jetzt werden die GDL und die CW-Anhänger hier im Forum wieder sagen "Außer klagen fällt euch nichts ein". Da kann ich nur sagen: Ihr wollt nicht kapieren, worum es geht! Es geht ausdrücklich nicht darum, Lokführern das Streikrecht abzusprechen, sondern darum, dass die angekündigte Form der Streiks endgültig unverhältnismäßig ist und dass spätestens jetzt offensichtlich ist, dass sich CW ein Denkmal setzen will!

Screenshot geliefert. Nu rudere mal schön zurück.

VT 609, Montag, 04.03.2024, 12:51 (vor 978 Tagen) @ Der Blaschke

Ok, dann nehme ich das zurück.

*grins* Vergiss einfach die automatisierten Züge.

sfn17, Montag, 04.03.2024, 12:52 (vor 978 Tagen) @ martin.elsner

Automatisierte Züge ist eins von diesen fiesen Kleine-Monster-Problemen, die die Menschheit schon seit Jahrzehnten nicht gebacken bekommen hat.

Zur Einordnung: Wir haben zwar endlich Bildtelefon (hat aber auch gedauert), aber immer noch keine fliegenden Autos. Die schiere physikalische Speicherung von Energie ist ein aktuelles Monsterproblem - deswegen auch diese ganzen Stromtrassen und das Anliegen, Norwegens Fjorde als Akkus einzusetzen.

Womit es JETZT losgeht und losgehen wird, ist, dass die Fahrpläne künftig nach und nach ausgedünnt werden.

In Berlin (BVG) seit Dezember 2023 der Fall. Spürbar!

Unangekündigte Streiks gehören verboten

Barzahlung, Montag, 04.03.2024, 12:53 (vor 978 Tagen) @ Höllentalbahn

Ich respektiere das Streikrecht der Lokführer, aber unangekündigte Streiks gehen gar nicht. Eine Pflicht diese mind. 12-24h vorher ankündigen zu müssen, damit man als Kunde nicht irgendwo strandet ist wirklich das Mindeste.

Wird der Streik vorab angekündigt, kann ein Notfallfahrplan erstellt werden und der Weiterbetrieb nach Ende des Streiks geplant werden. Dann kann man den Streik auch ganz bleiben lassen, weil er nicht weh tut.

Unangekündigte Streiks gehören verboten

Barzahlung, Montag, 04.03.2024, 12:58 (vor 978 Tagen) @ VT 609

Hoffentlich klagt die DB gegen den angekündigten 35-Stunden-Streik und die darauffolgenden Wellenstreiks.

Du meinst gegen einen Streik, der im Falle des Falls schon 12h läuft und in 23h +/- wieder rum ist. Viel Erfolg.

*grins* Vergiss einfach die automatisierten Züge.

martin.elsner, Montag, 04.03.2024, 12:59 (vor 978 Tagen) @ sfn17

Ach es wird schon Nach und Nach kommen. Wie gesagt, nicht morgen, aber in 10-15 Jahren wird es anders aussehen. Und ja ausgedünnte Fahrpläne wird es vorher geben. Oder einfach ordentlich Kohle für die, die 40Std/Woche arbeiten wollen.

35h Woche ist halt leider in dem Beruf nicht realistisch.

Was wird eigentlich aktuell für eine Überstunde gezahlt bzw gibt es da auch Forderungen nach Erhöhungen?

Das Märchen vom "Wehtun"

Waldbahn, Montag, 04.03.2024, 13:00 (vor 978 Tagen) @ Barzahlung
bearbeitet von Waldbahn, Montag, 04.03.2024, 13:02

Hallo

ja ein Streik hat gewisse Ziele. Aber (auch wenn es gebetmühlenartig erscheint), was ist so schwer einen Kompromiß in Form eines Fahrplans zur Absenkung der Arbeitszeit zu vereinbaren? Die DB hat das doch angbeoten, was zum vorzeitigen Ende des letzten Streiks geführt hat. Das Aigieren hat in keinster Weise mehr erwas mit "Wehtun" in der eigentlichen Sache zu tun.

Was will dieser Verein denn jetzt? Erst war es die angbeliche Verhandlungsveigerung, jetzt ist es ein nicht belegtes Durchstechen von Interna.
Ich bin und bleibe dabei, um Verhandlungen ging es schon vor der Aufnahme selbiger nicht. Die Gespräche waren nur dazu da als Platzhalter herzuhalren um gleich anschließend zu eskalieren. Die Vorgehensweise ist so durchschaubar wie schlecht gefilteter Kaffee.

Aber wenn es tatsächlich zu unangekündigten Streiks kommen sollte, dann wird sich das Blatt sehr schnell wenden und die noch vorhandene Zustimmung schwinden.

--
Gruß
Waldbahn

+1 !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

VT 609, Montag, 04.03.2024, 13:03 (vor 978 Tagen) @ Waldbahn

- kein Text -

Unangekündigte Streiks gehören verboten

VT 609, Montag, 04.03.2024, 13:04 (vor 978 Tagen) @ Barzahlung

Nein. JETZT im Eilverfahren gegen den Streik am Donnerstag/Freitag und die Wellenstreiks klagen. Wenn die DB jetzt einen Eilantrag einreichen würde, wäre die Verhandlung auf jeden Fall noch vor Beginn der Streiks.

Das Märchen vom "Wehtun"

musicus, Montag, 04.03.2024, 13:06 (vor 978 Tagen) @ Waldbahn

Was will dieser Verein denn jetzt? Erst war es die angbeliche Verhandlungsveigerung, jetzt ist es ein nicht belegtes Durchstechen von Interna.

Die GDL hat die Verhandlungen abgebrochen.
Und die böse, böse DB hat dieses strengstens geheime Bahngeheimnis Axel Springer erzählt, obwohl die GDL das Bevorstehen neuer Streiks lieber noch mehrere Tage verheimlicht hätte.
Buuuhuuhuuuuuu....

Aber wenn es tatsächlich zu unangekündigten Streiks kommen sollte, dann wird sich das Blatt sehr schnell wenden und die noch vorhandene Zustimmung schwinden.

Im Ernst: so betrachte ich das auch. Unangekündigte Streiks schaden der Kundschaft um ein Vielfaches mehr als dem Arbeitgeber. Weder von Verantwortungsbewusstsein noch von Verhältnismäßigkeit kann da die Rede sein. Ich sehe den Rückhalt schon bröseln.

Bedeutung: Streik ausschließlich gegen die Kundschaft.

Hustensaft, Montag, 04.03.2024, 13:13 (vor 978 Tagen) @ musicus

Und das nachhaltig:

"Für die Kunden bedeute dies, dass die Bahn kein verlässliches Verkehrsmittel mehr sei, sagte er."

Eigentlich sollte es sich von alleine verbieten Streikmaßnahmen zu veranlassen, die das Potenzial haben, den Arbeitgeber jenseits des Tarifabschlusses nachhaltig zu schädigen - wobei dieser Satz CW auch vor dem Arbeitsgericht eine empfindliche Niederlage einbringen könnte.

Noch trauriger...

Matze86, München, Montag, 04.03.2024, 13:17 (vor 978 Tagen) @ Hustensaft

- kein Text -

Mit Klatschen vor dem Arbeitsgericht hat CW doch gute

Waldbahn, Montag, 04.03.2024, 13:19 (vor 978 Tagen) @ Hustensaft

Hallo

Erfahrungen. Sogar höchstrichterlich..

--
Gruß
Waldbahn

Weselsky ist ein irrationaler Fundamentalist

Hustensaft, Montag, 04.03.2024, 13:23 (vor 978 Tagen) @ Matze86

Vielleicht sollte er, wenn er das nächste Mal einen Bahnhof betritt, auch der Wache der Bundespolizei mal einen Besuch abstatten - die Polizeibeamten dort arbeiten auch im Schichtdienst, tragen mindestens ebenso viel Verantwortung wie Lokführer, müssen oft genug ihre Haut zu Markte tragen, werden nicht besser bezahlt als Lokführer, müssen aber als Bundesbeamte 41 Stunden in der Woche arbeiten ...

Und wer den Ansatz "Für die Kunden bedeute dies, dass die Bahn kein verlässliches Verkehrsmittel mehr sei, sagte er." verfolgt, der belegt, dass er im wahrsten Sinne des Wortes ohne Rücksicht auf Verluste arbeitet, gönnt er der Bahn und damit den Reisenden nicht einmal den ohnehin dünnen Notfahrplan, der muss ihn schon gehörig wurmen. Auf die Idee, dass die DB damit dauerhaft Kunden verlieren könnte, weil gerade Pendler zumindest am Vortag wissen müssen, ob die Bahn fährt, damit Alternativen organisiert werden können, kommt CW sicherheitshalber nicht, er streikt also vor allem gegen die Fahrgäste.

Dafür ist er aber hoffnungslos von sich selbst überzeugt, wurde doch schon offen kolportiert, dass er sich ein Leben nach der Gewerkschaft als Bahnvorstand vorstellen könnte - Selbstüberschätzung pur, denn dann müsste ihm klar sein, dass der angestrebte Abschluss wegen ohnehin schon knappen Personals die Bahn heftig träfe; es ist ja nicht so, dass schon reihenweise ÖPNV-Unternehmen Fahrpläne ausdünnen mussten, der metronom aufgeben will etc. pp., auch Herr Weselsky muss realisieren, dass sich die Welt verändert hat, heute kann man über Geld und Arbeitszeit nur noch bedingt steuern, weil die zu verteilende Masse an Arbeitskräften einfach zu klein ist, was sich in den nächsten fünf Jahren noch massiv verschärfen wird.

Gilt vielleicht auch für manche Schreiber hier

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Montag, 04.03.2024, 13:36 (vor 978 Tagen) @ Hustensaft
bearbeitet von Alibizugpaar, Montag, 04.03.2024, 13:36

die Polizeibeamten dort arbeiten auch im Schichtdienst, tragen mindestens ebenso viel Verantwortung wie Lokführer, müssen oft genug ihre Haut zu Markte tragen, werden nicht besser bezahlt als Lokführer

Und Du meinst DAS wäre dann die ideal anzulegende Messlatte, an der sich andere gefälligst zu orientieren haben? Oder ist die Polizei nicht vielleicht auch unterbezahlt und überfordert?

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

TL;DR

sfn17, Montag, 04.03.2024, 13:40 (vor 978 Tagen) @ Hustensaft

Vielleicht sollte er, wenn er das nächste Mal einen Bahnhof betritt, auch der Wache der Bundespolizei mal einen Besuch abstatten - die Polizeibeamten dort arbeiten auch im Schichtdienst, tragen mindestens ebenso viel Verantwortung wie Lokführer, müssen oft genug ihre Haut zu Markte tragen, werden nicht besser bezahlt als Lokführer, müssen aber als Bundesbeamte 41 Stunden in der Woche arbeiten ...

Und wer den Ansatz "Für die Kunden bedeute dies, dass die Bahn kein verlässliches Verkehrsmittel mehr sei, sagte er." verfolgt, der belegt, dass er im wahrsten Sinne des Wortes ohne Rücksicht auf Verluste arbeitet, gönnt er der Bahn und damit den Reisenden nicht einmal den ohnehin dünnen Notfahrplan, der muss ihn schon gehörig wurmen. Auf die Idee, dass die DB damit dauerhaft Kunden verlieren könnte, weil gerade Pendler zumindest am Vortag wissen müssen, ob die Bahn fährt, damit Alternativen organisiert werden können, kommt CW sicherheitshalber nicht, er streikt also vor allem gegen die Fahrgäste.

Dafür ist er aber hoffnungslos von sich selbst überzeugt, wurde doch schon offen kolportiert, dass er sich ein Leben nach der Gewerkschaft als Bahnvorstand vorstellen könnte - Selbstüberschätzung pur, denn dann müsste ihm klar sein, dass der angestrebte Abschluss wegen ohnehin schon knappen Personals die Bahn heftig träfe; es ist ja nicht so, dass schon reihenweise ÖPNV-Unternehmen Fahrpläne ausdünnen mussten, der metronom aufgeben will etc. pp., auch Herr Weselsky muss realisieren, dass sich die Welt verändert hat, heute kann man über Geld und Arbeitszeit nur noch bedingt steuern, weil die zu verteilende Masse an Arbeitskräften einfach zu klein ist, was sich in den nächsten fünf Jahren noch massiv verschärfen wird.

Das Märchen vom "Wehtun"

martin.elsner, Montag, 04.03.2024, 13:42 (vor 978 Tagen) @ musicus

Welchen Rückhalt denn?

In der breiten Bevölkerung? Gab es hier je Rückhalt?

Oder bei den Idealisten, die immer Gewerkschaften bejubeln wenn es gegeben den vermeintlichen Feind geht. Die feiern weiter.

Gilt vielleicht auch für manche Schreiber hier

Christian_S, Montag, 04.03.2024, 13:45 (vor 978 Tagen) @ Alibizugpaar

Es passt halt auch zur heutigen Gesellschaft, die sich hauptsächlich nach unten orientiert.
Die Zeiten des Aufbruchs und dem Streben nach Verbesserungen sind leider vorbei.

Der angeblich Aufbruch

Waldbahn, Montag, 04.03.2024, 13:54 (vor 978 Tagen) @ Christian_S

Es passt halt auch zur heutigen Gesellschaft, die sich hauptsächlich nach unten orientiert.
Die Zeiten des Aufbruchs und dem Streben nach Verbesserungen sind leider vorbei.

Hallo

Was sind denn Verbesserungen? Sobald du mehr verdienst, kommst du in die Steuerprogression, was immer so schön mit kalter Progression zusammegefasst wird.

Und was bringen dir x tausend€ netto Verdienst wirklich? Die Lebenshaltungskosten kennen in der Regel nur eine Richtung - nach oben. Wenn du da automatisch die Gehälter dementsprechend anpasst bist du schneller in einer Lohn/Preis Spirale die auch niemanden wirklich weiterhilft.

Und jedem sollte klar sein, dass selbst der beste Verdienst und die besten Arbeitsbedinungen nichts bringen, wenn du von jetzht auf gleich nicht mehr bist (egal ob Krankheit oder Unfall). Da helfen weder 35h Woche noch >5000€ netto.

--
Gruß
Waldbahn

Automatisierte Schiffe gibt's schon.

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 04.03.2024, 13:56 (vor 978 Tagen) @ sfn17

Huhu.

Automatisierte Züge ist eins von diesen fiesen Kleine-Monster-Problemen, die die Menschheit schon seit Jahrzehnten nicht gebacken bekommen hat.

Im Wasserwesen geht's ...

https://www.wiwo.de/unternehmen/verkehr-schiffe-fahren-per-fernsteuerung-ueber-den-rhei...

Womit es JETZT losgeht und losgehen wird, ist, dass die Fahrpläne künftig nach und nach ausgedünnt werden.

In Berlin (BVG) seit Dezember 2023 der Fall. Spürbar!

Jo, in Osnabrück auch. Und ja, das wird unausweichlich flächendeckend kommen!

Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Zugeständnisse GDL

Barichello, Montag, 04.03.2024, 13:56 (vor 978 Tagen) @ Matze86

Hallo zusammen,

in der Pressemitteilung heißt es unter anderem:

"Es ist die GDL, die in dieser Tarifrunde bereits umfangreiche Zugeständnisse gemacht hat und es ist der Bahnvorstand, der sich keinen Millimeter bewegt und die GDL-Mitglieder in weitere Streiks treibt".

Damit ich das Ganze besser verstehe: Welche umfangreichen Zugeständnisse sind das? Kann man das irgendwo nachlesen?
Vielen Dank für Eure Hilfe!

Grüße!

Es geht nicht immer nur ums Geld!

Christian_S, Montag, 04.03.2024, 13:58 (vor 978 Tagen) @ Waldbahn

- kein Text -

Lesen - denken - posten

Hustensaft, Montag, 04.03.2024, 14:04 (vor 978 Tagen) @ Alibizugpaar

die Polizeibeamten dort arbeiten auch im Schichtdienst, tragen mindestens ebenso viel Verantwortung wie Lokführer, müssen oft genug ihre Haut zu Markte tragen, werden nicht besser bezahlt als Lokführer

Und Du meinst DAS wäre dann die ideal anzulegende Messlatte, an der sich andere gefälligst zu orientieren haben? Oder ist die Polizei nicht vielleicht auch unterbezahlt und überfordert?

Niemand sprach von einer idealen Messlatte, aber einen vernünftigen Ausgleich kann man nur finden, wenn man in alle Richtungen schaut - ansonsten könnte man ebenso fordern, dass jeder Lokführer, dessen Lok bekanntlich Millionen kosten und der regelmäßig eine ungleich höherer Summe am Haken hat, auch wie ein höherer Banker mit Millionenverantwortung bezahlt wird.

Natürlich ist nicht jede Position im Gehaltsgefüge gerecht, gleichwohl ist das insgesamt gar nicht so schlecht austariert - und Weselsky fordert ja vor allem mit Verweis auf den Schichtdienst die geringere Arbeitszeit, verkennt dabei aber, dass nicht nur bei der Eisenbahn Schicht gearbeitet wird, die Bundespolizei ist da nur ein Beispiel.

Ein vernünftiger Tarifabschluss bedeutet aber eben Maß und Mitte, da müssen sich beide Seiten bewegen - aber Bewegung fällt Herrn Weselsky seit jeher sehr schwer.

Automatisierte Schiffe gibt's schon.

Reservierungszettel, KDU, Montag, 04.03.2024, 14:08 (vor 978 Tagen) @ Der Blaschke

Huhu.

Automatisierte Züge ist eins von diesen fiesen Kleine-Monster-Problemen, die die Menschheit schon seit Jahrzehnten nicht gebacken bekommen hat.


Im Wasserwesen geht's ...

https://www.wiwo.de/unternehmen/verkehr-schiffe-fahren-per-fernsteuerung-ueber-den-rhei...

Womit es JETZT losgeht und losgehen wird, ist, dass die Fahrpläne künftig nach und nach ausgedünnt werden.

In Berlin (BVG) seit Dezember 2023 der Fall. Spürbar!


Jo, in Osnabrück auch. Und ja, das wird unausweichlich flächendeckend kommen!

Und in NRW, ich sag nur S68 die soll es zwar geben - glänzt aber durch nicht vorhanden sein

Und im Ausland ähm Köln wurde bei den Strassenbahnen soweit ich weiß auch etwas gekürzt.

CW:Damit ist die Bahn kein zuverlässiges Verkehrsmittel mehr

Henrik, Montag, 04.03.2024, 14:59 (vor 978 Tagen) @ Matze86

Außerdem will die GDL mögliche künftige Streiks nicht mehr mit einem 48-stündigen Vorlauf ankündigen, betonte Weselsky. "Wir beginnen sogenannte Wellenstreiks", sagte er. "Damit ist die Eisenbahn kein zuverlässiges Verkehrsmittel mehr."

Humor scheint er ja zu haben..

Klingt für mich fast sadistisch…

J-C, In meiner Welt, Montag, 04.03.2024, 15:09 (vor 978 Tagen) @ Henrik

- kein Text -

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Thx für die Wiederholung ... ;-)

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 04.03.2024, 15:26 (vor 978 Tagen) @ Henrik

- kein Text -

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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Weselsky ist ein irrationaler Fundamentalist

Strotti, Darmstadt, Montag, 04.03.2024, 15:40 (vor 978 Tagen) @ Hustensaft

Weselsky hat ganz andere Probleme: Nachdem die GDL mit einer ganzen Reihe von kleineren Unternehmen Tarifverträge abgeschlossen hat, die in Teilen unter dem Vorbehalt stehen, dass mit der DB analoge Vereinbarungen getroffen werden, muss er die DB dazu bringen, einer Regelung wie bei den anderen Unternehmen zuzustimmen. Meines Wissens betrifft das zum Beispiel den Einstieg in die 35-Stunden-Woche.
Weselsky muss jetzt liefern, sonst heißt es für die Beschäftigten der anderen Unternehmen für Teile der Tarifabschlüsse "Ätschbätsch, das war nix". Das wäre ein denkbar schlechter Abgang für den scheidenden Gewerkschaftboss.

Weder Humor noch Sadismus.

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 04.03.2024, 15:52 (vor 978 Tagen) @ J-C

Huhu.

Nein, er muss den DB-Verantwortlichen auch noch die Welt erklären.

Wer ab Donnerstag noch die DB nutzt, dem ist nicht zu helfen. Die Kunden werden massiv abwandern. DB Fern aber, so laß ich neulich röchele finanziell ohnehin aus dem letzten Loch. Die ganzen neuen ICE kosten in Anschaffung, Abschreibung und zu bauender Werke - spielen den Aufwand gar nicht wieder ein trotz guter Fahrgastzahlen, weil die Tickets viel zu günstig sind. Bleiben jetzt nachhaltig reichlich Kunden weg, führt das bei DB Fern zum Kollaps. Die Verweigerungshaltung der DB führt in den Abgrund. DAS will er damit ausdrücken.

Das entspannte daran: es ist egal. Denn gibt die DB nach, erhöhen sich die Personalkosten und der Laden geht auch pleite.

Und da zeigt sich die ganze Unfähigkeit des Managements. Natürlich gibt es die einfache Lösung: alte ICE ersatzlos abstellen, Netz auf ein Kernnetz schrumpfen. Mönchengladbach braucht keinen Alibi-ICE. Und Heilbronn, Jena, Marburg und Stralsund keinen Fernverkehr. Nur steht dann in Stralsund die schöne ICE-Pausen-Anlage leer. Es gibt dann also ein paar Investitionsruinen.


Kurzum: im Prinzip ist es egal, wie rum die Bude abschmiert und der flächendeckende FV - mir aber ist's mit fröhlichen Arbeitern lieber.

Ein Checker wie der drüben aktive Dr. Nagl hat das alles auch frühzeitig begriffen und ist rechtzeitig getürmt zu InfraGo.

Ach ja, im ÖPNV in Osnabrück hat man das schon geschafft: zu Pendlerzeiten sind die Busse gähnend leer. Der unbedingt zu der Zeit mitfahren müssende Querulantenrentner kann jetzt gar nicht mehr schimpfen, weil ihm niemand einen Platz anbietet; die gibt's jetzt satt. Die Busse werden von den "drei A" benutzt und darüber hinaus vor allem von Zuwanderern, denen der deutsche Autofetisch fremd ist.


Die Verkehrswende bleibt halt aus. Aber was neues ist das ja auch nicht. Lass uns Freaks den Spaß genießen und uns freuen über all die Milliarden, die man dem System-Moloch in den Hals wirft ...

Wie wichtig die Eisenbahn in Deutschland ist, macht die BILD-Zeitungs-Homepage wieder deutlich. Heute morgen um 11 mit Live-Ticker, später dann ganz oben als großer Aufmacher - jetzt, nur wenige Stunden später, steht es sehr weit unten in normaler Größe bei "Politik". Unter ferner liefen also.

Die ganze Aufregung hier ist völlig überflüssig.


Schöne Grüße von jörg

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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Zwickmühle mit möglichen Auswirkungen

Waldbahn, Montag, 04.03.2024, 15:54 (vor 978 Tagen) @ Strotti
bearbeitet von Waldbahn, Montag, 04.03.2024, 15:55

Hallo

Diese Analyse ist mehr als treffend - wird aber garantiert von der Gewerkschaftsseite umgedeutet werden. Im Endeffekt bleibt in dieser Zwickmühle nur Streik bis zum Ende seiner Amtszeit oder eine Intervention anderer (Politik oder spätestens im Mai durch den DFB). Eine Einigung unter der Maximalforderung ist ja nun das Letzte was auf der Agenda der Gewerkschaft und es wäre ja Gummi im Sockel seines anvisierten Denkmals.

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Gruß
Waldbahn

Zugeständnisse GDL

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 04.03.2024, 15:55 (vor 978 Tagen) @ Barichello

Huhu.

"Es ist die GDL, die in dieser Tarifrunde bereits umfangreiche Zugeständnisse gemacht hat und es ist der Bahnvorstand, der sich keinen Millimeter bewegt und die GDL-Mitglieder in weitere Streiks treibt".

Damit ich das Ganze besser verstehe: Welche umfangreichen Zugeständnisse sind das? Kann man das irgendwo nachlesen?

Ja, ganz unten in der Übersicht.

https://www.gdl.de/aktuelles/news/db-provoziert-verhandlungsabbruch-und-erneute-streiks/

Vielen Dank für Eure Hilfe!

Immer gerne.

Schöne Grüße von jörg

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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Ich will deinen Beiträgen ja auch was positives abgewinnen

J-C, In meiner Welt, Montag, 04.03.2024, 16:02 (vor 978 Tagen) @ Der Blaschke

und da denke ich, dass ich froh bin, dass du grundsätzlich eine Situation erstellst, die so nicht haltbar ist und damit aufzeigst, dass es schlimmer sein könnte.

Natürlich sollte es besser sein, daran gedenkt man auch zu arbeiten. Nur ich finde es einfach vermessen, erstmal für solche Streikmaßnahmen zu sorgen, die eben den Betrieb erheblich beeeinträchtigen und sich dann hinzustellen und zu sagen „Ja also so kann man sich doch nicht auf die Bahn verlassen.“

Das finde ich ehrlich gesagt dann doch fragwürdig.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

0800 6 888 000 sollte im Fall von Wellenstreiks auf die

Waldbahn, Montag, 04.03.2024, 16:28 (vor 978 Tagen) @ Matze86

Kurzwahl gelegt werden. Zumindest für den Fall, dass mitten im Nirgendwo ein Streik durchgeführt wird und keiner den Zug verlassen kann. Das ist keine Freiheitsberaubung im rechtlichen Sinn aber mindestens Nötigung in einem besonders schweren Fall. Da gehört jeder Fall zur Anzeige gebracht.

--
Gruß
Waldbahn

0800 6 888 000 sollte im Fall von Wellenstreiks auf die

Christian_S, Montag, 04.03.2024, 16:37 (vor 978 Tagen) @ Waldbahn

Kurzwahl gelegt werden. Zumindest für den Fall, dass mitten im Nirgendwo ein Streik durchgeführt wird und keiner den Zug verlassen kann. Das ist keine Freiheitsberaubung im rechtlichen Sinn aber mindestens Nötigung in einem besonders schweren Fall. Da gehört jeder Fall zur Anzeige gebracht.

Sorry, aber jetzt phantasierst Du wirklich viel Blödsinn daher. Kein Tf wird seine Fahrgäste im Zug "einsperren" und spontan streiken.
Für Streikaufnahme und -ausführung gibt es klare Regeln, die sind den Gewerkschaftern bekannt.

? Notfahrplan beim Streik

jotxl, Montag, 04.03.2024, 16:39 (vor 978 Tagen) @ Matze86

vieleicht kann das ja hier separat diskutieren:

Ab wann ist damit zu rechnen, dass der Notfahrplan in die Auskunftssysteme eingepflegt ist ?
(eigentlich könnte der letzte doch fast 1:1 übernommen werden..?)

was dann bei den "Wellenstreiks" passiert, will ich mir gar nicht ausmalen....

Welche Erfahrungen habt Ihr mit dem Notfahrplan gemacht ?

Die darin verkehrenden Züge sind übrig gebliebene Planzüge mit bestehenden Reservierungen ?
Danke schon mal für Eure Einschätzungen und auf eine hilfreiche Diskussion für die , die fahren müssen....

Man muss mit allem rechnen

Waldbahn, Montag, 04.03.2024, 16:43 (vor 978 Tagen) @ Christian_S
bearbeitet von Waldbahn, Montag, 04.03.2024, 16:44

Gerade wenn neben an bei DSO so manchen CW Jünger schreiben sieht. Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, dem "Feind" über den Umweg Fahrgast einen mitzugeben.

--
Gruß
Waldbahn

Man muss mit vielem rechnen ...

Tobs, Region Köln/Bonn, Montag, 04.03.2024, 16:49 (vor 978 Tagen) @ Waldbahn
bearbeitet von Tobs, Montag, 04.03.2024, 16:50

Gerade wenn neben an bei DSO so manchen CW Jünger schreiben sieht. Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, dem "Feind" über den Umweg Fahrgast einen mitzugeben.

(Fettierung durch mich)

Du schreibst ja selbst Fantasie: Da dürften momentan die Emotionen, nachvollziehbar, übrigens auf beiden Seiten, etwas hochkochen. Das schon allein aus Sicherheitsgründen der nächste (planmäßige) Halt angefahren wird, halte ich für mehr als wahrscheinlich. Genau aber auch, dass dort dann wirklich Schluss sein kann.

Man muss mit vielem rechnen ...

EK-Wagendienst, EGST, Montag, 04.03.2024, 16:59 (vor 978 Tagen) @ Tobs
bearbeitet von EK-Wagendienst, Montag, 04.03.2024, 17:00

Gerade wenn neben an bei DSO so manchen CW Jünger schreiben sieht. Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, dem "Feind" über den Umweg Fahrgast einen mitzugeben.

(Fettierung durch mich)

Du schreibst ja selbst Fantasie: Da dürften momentan die Emotionen, nachvollziehbar, übrigens auf beiden Seiten, etwas hochkochen. Das schon allein aus Sicherheitsgründen der nächste (planmäßige) Halt angefahren wird, halte ich für mehr als wahrscheinlich. Genau aber auch, dass dort dann wirklich Schluss sein kann.

ich habe im letzten Jahr in Belgien, so einen spontan Streik in der Provinz Lüttich erlebt, da wurde plötzlich nach einem Vorfall, es sind dann innerhalb von 3 Stunden alle Züge, die von der NL Lüttich gefahren wurden in Ausfall geraten.

Es fuhren dann nur noch die Züge SNCB Züge in Richtung Antwerpen, und in Richtung Namur.
Mit dem ICE durfte man mit SNCB Fahrkarte auch mitfahren, wurde zwar nicht bekannt gegeben, aber eben wenn man hingegangen ist, durfte man einsteigen wenn man nach Brüssel wollte. Die ICE und Thalys fuhren natürlich.
Deutschland ist natürlich größer, aber so ganz spontan wird das auch nicht geschehen, wenn man aber Quer durch das ganze Land möchte, kann es vorkommen das man in einem Bahnhof strandet.

--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Notfahrplan beim Streik

musicus, Montag, 04.03.2024, 17:17 (vor 978 Tagen) @ jotxl

Welche Erfahrungen habt Ihr mit dem Notfahrplan gemacht ?

Akzeptable. Besser als in früheren Zeiten, was angekündigt war, fuhr (auf meinen Verbindungen) auch großteils.

Die darin verkehrenden Züge sind übrig gebliebene Planzüge mit bestehenden Reservierungen ?

Glückssache. Die Reservierung kann auch weg sein.

Zugeständnisse GDL

Stephan.B, Köln, Montag, 04.03.2024, 17:23 (vor 978 Tagen) @ Der Blaschke

Die GdL schreibt wirr in ihrer PM. Denn: "Die Forderungen der GDL nach einer 35-Stunden-Woche hat der Bahnvorstand bis heute scheinbar nicht verstanden" heisst ja, dass es die Bahn verstanden hat. Nur hat das der Rächer der Enterbten anscheinend nicht verstanden?

--
Stephan

Man muss mit vielem rechnen ...

martin.elsner, Montag, 04.03.2024, 17:25 (vor 978 Tagen) @ Tobs

Züge die Halb am Bahnsteig stehen und damit Weichen blockieren? Alles schon erlebt.
Streik die nicht die Pendler treffen sollten und deshalb erst um 7:00 Uhr morgen begannen? Auch erlebt.
Ich wünsche der GDL das sie bald mal jemanden an der Spitze hat, der ihr Image beim aktuellen und auch bei potenziellen zukünftigen Kunden wieder ausbessert. Zur Zeit stöhnen alle nur wenn man GDL hört.

was wenn man einfach im Zug bleibt?

Arctocebus, Montag, 04.03.2024, 17:28 (vor 978 Tagen) @ EK-Wagendienst
bearbeitet von Arctocebus, Montag, 04.03.2024, 17:28

Was wenn Passagiere einfach im Zug bleiben? Der Lokführer, wenn er GDL-Mitglied ist und "seinen" Zug nicht weiterfährt, wird kaum die Passiere herauswerfen können. Wer schliesst dann ab?

was wenn man einfach im Zug bleibt? - Hausrecht ggf Bpol

ffz, Montag, 04.03.2024, 17:44 (vor 978 Tagen) @ Arctocebus

Was wenn Passagiere einfach im Zug bleiben? Der Lokführer, wenn er GDL-Mitglied ist und "seinen" Zug nicht weiterfährt, wird kaum die Passiere herauswerfen können. Wer schliesst dann ab?

Hallo,

da auch bei einem Streik der Zug nicht die durchgehenden Hauptgleise blockieren darf und in der Regel das Zugpersonal, welches übrigens auch überwiegend GDL-Mitglied ist bei DB Fernverkehr, des Zuges verweisen was über das Hausrecht gedeckt ist. Kommst du der Aufforderung nicht nach wird ggf die Bundespolizei gerufen um das Hausrecht durch zu setzen. Ob das bequem und praktisch ist mit der Bundespolizei zu diskutieren ist eine gute Frage die jeder für sich selbst entscheiden muss.

Gruß

was wenn man einfach im Zug bleibt?

EK-Wagendienst, EGST, Montag, 04.03.2024, 17:44 (vor 978 Tagen) @ Arctocebus

Was wenn Passagiere einfach im Zug bleiben? Der Lokführer, wenn er GDL-Mitglied ist und "seinen" Zug nicht weiterfährt, wird kaum die Passiere herauswerfen können. Wer schließt dann ab?

Dafür ist der Zugführer zuständig, und dann gibt es dafür die Bundespolizei.

Grund der Behinderung lautet dann "Polizeiliche Maßnahme"

--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Notfahrplan beim Streik

jotxl, Montag, 04.03.2024, 17:45 (vor 978 Tagen) @ musicus

@Danke. Evtl ist bereits etwas eingepflegt. Beispiel Berlin-München am Donnerstag sind 3 durchgehende Züge buchbar, alle anderen stehen mit Ausfall drin

Notfahrplan - 24 Stunden vorher informieren

Henrik, Montag, 04.03.2024, 17:49 (vor 978 Tagen) @ jotxl

Ab wann ist damit zu rechnen, dass der Notfahrplan in die Auskunftssysteme eingepflegt ist ?
(eigentlich könnte der letzte doch fast 1:1 übernommen werden..?)

Generell bittet die DB die Reisenden, sich 24 Stunden vor Fahrtantritt erneut über ihre Verbindung zu informieren.

https://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/Erneuter-GDL-St...

24 Stunden vorher mal reinschauen.

was dann bei den "Wellenstreiks" passiert, will ich mir gar nicht ausmalen....

auch dann wird die Welt nicht untergehen, also solltest Du Dir auch da besser was schönes buntes ausmalen. :)

Die darin verkehrenden Züge sind übrig gebliebene Planzüge mit bestehenden Reservierungen ?

es werden hauptsächlich lange ICEs eingesetzt.

Um möglichst viele Menschen an ihr Ziel bringen zu können, setzt die DB im Fernverkehr längere Züge mit mehr Sitzplätzen ein. Aufgrund des eingeschränkten Angebots rät die DB, bei Reisen im Fernverkehr der DB in jedem Fall frühzeitig einen Sitzplatz zu reservieren.

Notfahrplan auf 13:00 Uhr (am Freitag) beschränkt?

Tobs, Region Köln/Bonn, Montag, 04.03.2024, 18:03 (vor 978 Tagen) @ Henrik

Ab wann ist damit zu rechnen, dass der Notfahrplan in die Auskunftssysteme eingepflegt ist ?
(eigentlich könnte der letzte doch fast 1:1 übernommen werden..?)


Generell bittet die DB die Reisenden, sich 24 Stunden vor Fahrtantritt erneut über ihre Verbindung zu informieren.

https://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/Erneuter-GDL-St...

24 Stunden vorher mal reinschauen.

Das gilt dann bis Freitag, 13:00 Uhr, oder? Wenn es - falls ich es verstanden habe - nahtlos in den Wellenstreik übergeht, könn(t)en ab Freitag, 13:00 Uhr ja überhaupt keine Fahrten mehr garantiert werden.

Dass bereits absehbar einige Züge vorab gestrichen (und diese entsprechend im System als "Ausfall" geführt) werden, versteht sich. Aber müsste dann bereits damit gerechnet werden, dass fahrende Züge ihr Ziel womöglich nicht mehr erreichen.

was wenn man einfach im Zug bleibt? - Hausrecht ggf Bpol

Arctocebus, Montag, 04.03.2024, 18:25 (vor 978 Tagen) @ ffz

Und wenn der Zugführer kein GDL-Mitglied ist und nicht von seinem Hausrecht Gebrauch macht? Der Zug gehört ja auch der DB und nicht der GDL. Der Lokführer hat hoffentlich genug Berufsethos um nicht einfach ins Taxi zu steigen und nach Hause zu fahren in so einem Fall.

was wenn man einfach im Zug bleibt? - Hausrecht ggf Bpol

EK-Wagendienst, EGST, Montag, 04.03.2024, 18:35 (vor 978 Tagen) @ Arctocebus

Und wenn der Zugführer kein GDL-Mitglied ist und nicht von seinem Hausrecht Gebrauch macht? Der Zug gehört ja auch der DB und nicht der GDL. Der Lokführer hat hoffentlich genug Berufsethos um nicht einfach ins Taxi zu steigen und nach Hause zu fahren in so einem Fall.

Hirngespinnste?

Frage nach wenn es vorgekommen ist.

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Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Notfahrplan auf 13:00 Uhr (am Freitag) beschränkt?

611 040, Erfurt, Montag, 04.03.2024, 18:35 (vor 978 Tagen) @ Tobs

Es kann also ab Freitag jederzeit unangekündigt passieren, dass die FV-Züge plötzlich im nächsten größeren Knoten enden und nichts mehr weiter fährt. Ebenso, dass man irgendwo hinfährt und am Abend plötzlich nicht mehr zurück kommt.
Man (und die GDL) können nur hoffen, dass die DB das schnellstmöglich beenden will und die Forderungen der GDL zumindest teilweise umsetzt.

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❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

0800 6 888 000 sollte im Fall von Wellenstreiks auf die

nscharrn, IC 2152, Montag, 04.03.2024, 18:36 (vor 978 Tagen) @ Waldbahn

Eher die 110 wählen

was wenn man einfach im Zug bleibt? - Hausrecht ggf Bpol

Arctocebus, Montag, 04.03.2024, 18:40 (vor 978 Tagen) @ EK-Wagendienst

Ich steig einmal mal nicht aus, berichte dann

was wenn man einfach im Zug bleibt? - Hausrecht ggf Bpol

bahnfahrerofr., Montag, 04.03.2024, 18:42 (vor 978 Tagen) @ Arctocebus

Ich steig einmal mal nicht aus, berichte dann

Im Zweifelsfall kannst du ja behaupten, dass du auch streikst.

was wenn man einfach im Zug bleibt? - Hausrecht ggf Bpol

gnampf, Montag, 04.03.2024, 18:53 (vor 978 Tagen) @ ffz

da auch bei einem Streik der Zug nicht die durchgehenden Hauptgleise blockieren darf

die Verpflichtung an einem geeigneten Bahnsteig den Streik zu beginnen kann ich ja verstehen. Das die DB gerne möchte das die Hauptgleise frei bleiben auch. Aber im Gegensatz zum geeigneten Bahnsteig würde ich nicht sehen warum das mehr als ein Wunsch sein sollte. Wenn ein Fahrdienstleiter streikt steht auch der ganze Verkehr im Abschnitt, egal ob Hauptgleis oder nicht, und alles was in Zug drin steht hängt fest.
Wenn also der TF den Zug an einen geeigneten Bahnsteig auf einem Hauptgleis fährt und sagt "ab jetzt streike ich", dann steht der wohl erstmal da, bis die DB einen anderen TF findet der den da weg bewegt. Das darf der streikende TF natürlich dann nicht verhindern, er kann und dürfte während dem Streik eh des Zuges verwiesen werden... und auch gut dran tun ihn umgehend zu verlassen, bevor die Reisenden was davon mitbekommen, denn sonst findet sich immer wieder jemand mit angestauten Aggressionen und verlorener Kontrolle über selbige.

Notfahrplan - 24 Stunden vorher informieren

gnampf, Montag, 04.03.2024, 18:57 (vor 978 Tagen) @ Henrik

auch dann wird die Welt nicht untergehen, also solltest Du Dir auch da besser was schönes buntes ausmalen. :)

Und vor allem den Tag frei nehmen, sehr früh losfahren und hoffen das man es bis zur nächsten Nacht ans Ziel schafft. Wer nicht soviel Zeit hat oder garantiert am Ziel ankommen muss, der wird dann besser andere Verkehrsmittel nutzen, denn im Gegensatz zum Notfahrplan gibts beim Wellenstreik keinerlei verlässliche Planung mehr.

es werden hauptsächlich lange ICEs eingesetzt.

Was in Sachen Reservierung wieder genau das Problem ist, denn viele Züge fahren dann nicht mehr unter ihrer normalen Zugnummer, weil z.B. ein ICE4 lang statt einer anderen Baureihe eingesetzt wird. Damit sind die bestehenden Reservierungen dann futsch, und neu reservieren kann man die Ersatzzüge nicht.

Um möglichst viele Menschen an ihr Ziel bringen zu können, setzt die DB im Fernverkehr längere Züge mit mehr Sitzplätzen ein. Aufgrund des eingeschränkten Angebots rät die DB, bei Reisen im Fernverkehr der DB in jedem Fall frühzeitig einen Sitzplatz zu reservieren.

Was in Anbetracht der Ersatzzüge halt ein schlechter Scherz ist, da diese nicht für die Reservierungen freigeschaltet sind. War zumindest bei den letzten Streiks so.

Notfahrplan auf 13:00 Uhr (am Freitag) beschränkt?

gnampf, Montag, 04.03.2024, 19:03 (vor 978 Tagen) @ Tobs

Das gilt dann bis Freitag, 13:00 Uhr, oder? Wenn es - falls ich es verstanden habe - nahtlos in den Wellenstreik übergeht, könn(t)en ab Freitag, 13:00 Uhr ja überhaupt keine Fahrten mehr garantiert werden.

Wann die erste Streikwelle des Wellenstreiks losrollt erfährst du sobald sie losrollt. Es gibt eine Vorankündigungszeit von 0 Tagen, 0 Stunden, 0 Minuten, 0 Sekunden und 0 Hundersteln. Nada, keine, gar nix. Das sie losrollt wirst du merken wenn dein Zug dann im Navigator irgendwann aus Ausfall umspringt, die DB selbst erfährt es halt wenige Minuten vor dir vom TF.

Dass bereits absehbar einige Züge vorab gestrichen (und diese entsprechend im System als "Ausfall" geführt) werden, versteht sich. Aber müsste dann bereits damit gerechnet werden, dass fahrende Züge ihr Ziel womöglich nicht mehr erreichen.

Damit muß bei jedem Streik prinzipiell gerechnet werden. Während dem Notfallfahrplan ist die Wahrscheinlichkeit aber gering, da die DB den schon entsprechend plant das sie Reserven an Personal hat.
Beim Wellenstreik dagegen kann es dir bei jedem Personalwechsel passieren das der Zug vorzeitig endet oder mehrere Stunden stehen bleibt, wenn sich kein Ablöser findet. Die Zugfahrt wird dann zum Lottospiel, bei dem am Ende eigentlich alle nur verlieren können. So der Plan der GDL.

was wenn man einfach im Zug bleibt? - Hausrecht ggf Bpol

gnampf, Montag, 04.03.2024, 19:09 (vor 978 Tagen) @ Arctocebus

und bezwecken willst du damit was genau? Der Zug wird nicht weiter fahren, nur weil du noch drin hockst. Den TF wird es beim FV überhaupt nicht interessieren ob du noch drin hockst. Im Gegenteil, der dürfte eher schauen das er möglichst unauffällig verschwindet aus dem Zug, bzw. besser gesagt sich vermutlich gar nicht erst dort blicken läßt, denn die größte Wahrscheinlichkeit dürftest du beim Personalwechsel haben. Einfach irgendwo unterwegs zu streiken hat der TF meist auch wenig Lust, den dann ist er ja selbst weit weg von zu Hause. Und muß am Ende noch schauen wie er zurück kommt oder auf eigene Kosten auswärts übernachten.
Und bei Regio wirds wohl laufen wie sonst auch. Entweder dem TF ist egal was mit dem Zug passiert, dann bleibt der einfach offen am Bahnsteig stehen, oder er stellt ihn weg und jagt dann halt die Leute raus. Wer nicht raus will kommt ggf. mit zum Abstellbahnhof und wird dort dann von Ordnungskräften begleitet und wird sein Ziel nochmal deutlich später erreichen.

Wenn dein Ziel also nur ist klimatisiert sitzen zu können... mag klappen, die Chancen sind nicht so schlecht das der Zug offen bleibt. Wenn du hingegen denkst der Zug würde doch weiter fahren nur weil du dich weigerst auszusteigen... dann ist das eine sehr realitätsferne Erwartungshaltung.

Notfahrplan auf 13:00 Uhr (am Freitag) beschränkt?

gnampf, Montag, 04.03.2024, 19:15 (vor 978 Tagen) @ 611 040

Es kann also ab Freitag jederzeit unangekündigt passieren, dass die FV-Züge plötzlich im nächsten größeren Knoten enden und nichts mehr weiter fährt. Ebenso, dass man irgendwo hinfährt und am Abend plötzlich nicht mehr zurück kommt.

Passieren wird es beim FV wohl vor allem an Knoten mit Personalwechsel, wo dann kein Ablöser kommt. Zumindest wenn die Streiks länger als wenige Stunden gehen sollen. Und ja, es ist das erklärte Ziel der GDL das du nicht weißt ob du rechtzeitig beim Termin bist oder am Abend wieder nach Hause kommst. Es ist der Wunsch der GDL das du ab sofort nicht mehr Zug fährst, bis die DB auf ihre Forderungen zu 100% eingegangen ist.

Man (und die GDL) können nur hoffen, dass die DB das schnellstmöglich beenden will und die Forderungen der GDL zumindest teilweise umsetzt.

Die GDL hofft da sicher drauf. Und die DB wirds aussitzen, irgendwann geht der GDL die Kohle aus, oder die Politik greift ein, oder die Arbeitnehmer haben keine Lust mehr sich zu beteiligen, etc. Dann bleibt am Ende nur noch sowas übrig wie bei Amazon, wo alle Jubeljahre mal ein Logistikzentrum bestreikt wird für ein paar Tage, aber es am Ende kaum noch einen kratzt. Viele andere Gewerkschaften in Deutschland hoffen sicher auch auf eine schnelle Einigung zwischen DB und GDL, da sie von ggf. kommenden gesetzlichen Verschärfungen dann nämlich auch betroffen wären. Also schauen wir mal wie lange die GDL dem Druck standhält.

Zugeständnisse GDL

martin.elsner, Montag, 04.03.2024, 19:23 (vor 978 Tagen) @ Der Blaschke

Wo steht da, was gegenüber der Forderung zu Beginn der Tarifrunde von GDL nunmehr nicht mehr gefordert wird? Hab mir extra nochmal die Brille geputzt aber vielleicht war der Arbeitstag zu lang.

was wenn man einfach im Zug bleibt? - Hausrecht ggf Bpol

ffz, Montag, 04.03.2024, 19:26 (vor 978 Tagen) @ Arctocebus

Und wenn der Zugführer kein GDL-Mitglied ist und nicht von seinem Hausrecht Gebrauch macht? Der Zug gehört ja auch der DB und nicht der GDL. Der Lokführer hat hoffentlich genug Berufsethos um nicht einfach ins Taxi zu steigen und nach Hause zu fahren in so einem Fall.

Der Zugführer macht immer von seinem Hausrecht Gebrauch, wenn der Zug in die Abstellung fahren soll, das nennt sich "Abschlussdienst". Dazu gehört zu prüfen dass alle Fahrgäste den Zug verlassen haben. Alles Weitere kannst du dann mit den Bundespolizei diskutieren, aber nicht wundern wenn es dann eine Anzeige wegen "Wiederstandes gegen Vollstreckungsbeamte" mit den entsprechenden Juristischen Konsequenzen gibt.

Für den Streik gelten entsprechende Richtlinien und Gesetze

ffz, Montag, 04.03.2024, 19:33 (vor 978 Tagen) @ gnampf


die Verpflichtung an einem geeigneten Bahnsteig den Streik zu beginnen kann ich ja verstehen. Das die DB gerne möchte das die Hauptgleise frei bleiben auch. Aber im Gegensatz zum geeigneten Bahnsteig würde ich nicht sehen warum das mehr als ein Wunsch sein sollte. Wenn ein Fahrdienstleiter streikt steht auch der ganze Verkehr im Abschnitt, egal ob Hauptgleis oder nicht, und alles was in Zug drin steht hängt fest.
Wenn also der TF den Zug an einen geeigneten Bahnsteig auf einem Hauptgleis fährt und sagt "ab jetzt streike ich", dann steht der wohl erstmal da, bis die DB einen anderen TF findet der den da weg bewegt. Das darf der streikende TF natürlich dann nicht verhindern, er kann und dürfte während dem Streik eh des Zuges verwiesen werden... und auch gut dran tun ihn umgehend zu verlassen, bevor die Reisenden was davon mitbekommen, denn sonst findet sich immer wieder jemand mit angestauten Aggressionen und verlorener Kontrolle über selbige.

Hallo,

für den Streik gelten bei der DB AG, wie bei jedem anderen Unternehmen entsprechende Richtlinien und Gesetze. Die durchgehenden Hauptgleise müssen für dringliche Hilfszüge und für Züge zur Versorgung von Kraftwerken freigehalten werden. Zudem würden sonst EVU blockiert, die nicht bestreikt werden. Sollte dem Lokführer bei Streikbeginn von der Leitstelle oder dem Farhdienstleiter ein Abstellgleis zugewiesen werden, so muss der Lokführer trotz Streik den Zug dort hin fahren. Egal ob er offiziell schon streikt oder nicht.

Auch wenn ein Fahrdienstleiter streikt muss er alle Reisezüge an einen Bahnsteig fahren und die durchgehenden Hauptgleise frei halten. Genau ist ein Fahrdienstleiter auch bei Streik dazu verpflichtet dringliche Hilfszüge oder Züge zur Versorgung von Kraftwerken fahren zu lassen, auch wenn er streikt.

Gruß

Zugeständnisse GDL

musicus, Montag, 04.03.2024, 19:52 (vor 978 Tagen) @ martin.elsner
bearbeitet von musicus, Montag, 04.03.2024, 19:52

  • die Lohnerhöhung ist von 555€ auf 420€ geschrumpft
  • die Inflationspauschale von 3000€ ist hier nicht mehr erwähnt
  • die Laufzeit wird nicht mehr mit 12 Monaten eingefordert

Schwer zu sagen, ob die Auflistung auf der verlinkten GDL-Seite nun erschöpfend ist oder nicht, w.i.m.r.e. wurden eingangs z.B. auch höhere Schichtzulagen und eine Aufstockung der Arbeitgeberanteile zur Altersversorgung verlangt. Die Infos kommen von einer Konfliktpartei und sind vermutlich nicht unabhängig überprüfbar.

? zur Ticketnutzung bei Streik zu einem späteren Zeitpunkt

Frank-RE, Recklinghausen, Montag, 04.03.2024, 20:13 (vor 978 Tagen) @ Matze86

Ich meine es wäre schon einmal Thema hier gewesen, konnte es aber nicht mehr finden....
was ist die bahneigene Definition des Begriffs " die Tickets können zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden".

Konkret hab ich vor 2 Monaten eine BB-Freifahrt Flex für Donnerstag gebucht.
Kann ich diese Fahrt jetzt auch im Herbst/Winter diesen Jahres abfahren?
Wie ist Eure Meinung?

idR dürfte das Ticket bis 1 Jahr später genutzt werden

ffz, Montag, 04.03.2024, 20:18 (vor 978 Tagen) @ Frank-RE

Hallo,

in der Regel dürfte der "spätere Zeitpunkt" auf 1 Jahr begrenzt sein, wobei mir kein Juristisches Urteil dazu bekannt wäre.

Gruß

idR dürfte das Ticket bis 1 Jahr später genutzt werden

Frank-RE, Recklinghausen, Montag, 04.03.2024, 20:36 (vor 978 Tagen) @ ffz

Das würde mir ja locker reichen.
Hab halt nur keine Lust auf Diskussionen mit dem Zub wonach das Ticket "relativ zeitnah -also 1-2 Monate" nach dem Streik erfolgen soll. Vom Grundgedanken her würde ich sagen das das Ticket analog zu Gutscheinen- mindestens 1 Jahr lang- gültig ist. Aber bei Bahnens ist ja in diesen Zeiten nix mehr normal. Zumindest im Ruhrgebiet..;-)

idR dürfte das Ticket bis 1 Jahr später genutzt werden

EK-Wagendienst, EGST, Montag, 04.03.2024, 20:49 (vor 978 Tagen) @ Frank-RE

Das würde mir ja locker reichen.
Hab halt nur keine Lust auf Diskussionen mit dem Zub wonach das Ticket "relativ zeitnah -also 1-2 Monate" nach dem Streik erfolgen soll. Vom Grundgedanken her würde ich sagen das das Ticket analog zu Gutscheinen- mindestens 1 Jahr lang- gültig ist. Aber bei Bahnens ist ja in diesen Zeiten nix mehr normal. Zumindest im Ruhrgebiet..;-)

und was ist wenn die gebuchte Verbindung an dem Tag nicht fahrbar ist, und man mit mit mehr als 60 Minuten zu spät am Ziel ankommt, dann kann man die Reise doch abbrechen ab Anfangsbahnhof, und bekommt die Punkte wieder gut geschrieben.

Zumindest würde ich mir einen Zeitungsartikel oder sowas aufheben, denn wer weiß im Herbst noch, genau wann da ein, zwei, drei... Streiks im März waren.

--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Korrekt, hier die juristische Sicht dazu

AbschnittE, Montag, 04.03.2024, 21:10 (vor 978 Tagen) @ ffz

Notfahrplan - 24 Stunden vorher informieren

jotxl, Montag, 04.03.2024, 21:14 (vor 978 Tagen) @ gnampf

bei meinem Beispiel Berlin - München scheinen die 3 verkehrenden Züge aber keine "Ersatzzüge" zu sein, die verkehren mit normaler Zugnummer und sind reservierbar. (wenn sie denn wirklich fahren).

Notfahrplan - 24 Stunden vorher informieren

VT 609, Montag, 04.03.2024, 21:26 (vor 978 Tagen) @ jotxl

Das kann durchaus sein. Generell ist der Notfahrplan ein Auszug des Regelfahrplans. Eine Ersatzzugnummer braucht man nur, wenn ein Zug mit einer anderen Baureihe als im Normalfahrplan fährt, z.B. ICE 4 statt ICE 1. In diesem Fall ist der Zug meist nicht reservierbar.

Etwas Vorlauf soll es schon geben…

rainman51, Paderborn, Montag, 04.03.2024, 21:35 (vor 978 Tagen) @ 611 040

Es kann also ab Freitag jederzeit unangekündigt passieren, dass die FV-Züge plötzlich im nächsten größeren Knoten enden und nichts mehr weiter fährt. Ebenso, dass man irgendwo hinfährt und am Abend plötzlich nicht mehr zurück kommt.
Man (und die GDL) können nur hoffen, dass die DB das schnellstmöglich beenden will und die Forderungen der GDL zumindest teilweise umsetzt.

Unangekündigt ist es an sich nicht. Die GDL will schon vorab per Pressemitteilung informieren. Man will sich nur nicht mehr an
die 48h Frist halten. Sprich am Abend vorher 18:00 Uhr erfährt man, dass Morgen Streik ist. (nur Beispielhafte Zeit)

Für den Streik gelten entsprechende Richtlinien und Gesetze

gnampf, Montag, 04.03.2024, 21:37 (vor 978 Tagen) @ ffz

für den Streik gelten bei der DB AG, wie bei jedem anderen Unternehmen entsprechende Richtlinien und Gesetze.

Gesetze: logisch. Richtlinien, insbesondere vom Arbeitgeber: interessieren den Arbeitnehmer abseits seiner Arbeitszeit nicht. Und während dem Streik arbeitet er ja nicht. Und schon abseits vom Streik kann der Arbeitnehmer ja nicht garantieren das die Hauptgleise frei bleiben. Wenn der TF sein Arbeitszeitlimit erreicht muß der Zug im Zweifel ja auch stehen bleiben.

Die durchgehenden Hauptgleise müssen für dringliche Hilfszüge und für Züge zur Versorgung von Kraftwerken freigehalten werden.

Ist die Frage ob sich das an die Arbeitnehmer richtet, oder nicht eher an die EVUs. Ich schätze letzteres. Hilfszüge im Sinne der Rettungszüge sind da ja auch nur auf wenigen Strecken von Interesse.

Zudem würden sonst EVU blockiert, die nicht bestreikt werden.

Korrekt. Genauso wie bei jedem Streik der Fahrdienstleiter. Da wird auf sowas auch keine Rücksicht genommen und nur DB-Züge stehen gelassen, sondern da rollt dann nix mehr, egal ob bestreiktes EVU oder nicht.

Sollte dem Lokführer bei Streikbeginn von der Leitstelle oder dem Farhdienstleiter ein Abstellgleis zugewiesen werden, so muss der Lokführer trotz Streik den Zug dort hin fahren. Egal ob er offiziell schon streikt oder nicht.

Auch wenn ein Fahrdienstleiter streikt muss er alle Reisezüge an einen Bahnsteig fahren

das bestreitet auch keiner, solange die mit Reisenden besetzt sind. Auch nicht das es ein geeigneter Bahnsteig sein muß, damit die Reisenden auch sicher aussteigen können. Alles andere fiele dann wirklich unter Themen wie Freiheitsberaubung.

und die durchgehenden Hauptgleise frei halten. Genau ist ein Fahrdienstleiter auch bei Streik dazu verpflichtet dringliche Hilfszüge oder Züge zur Versorgung von Kraftwerken fahren zu lassen, auch wenn er streikt.

Aber z.B. keine nicht-streikenden EVUs. Und Züge fahren lassen könnte er auch wenn z.B. nur ein Teil der Hauptgleise noch frei ist.
Wäre doch sonst auch eine coole Sache... fix Wagen aus dem Stillstandsmanagement holen und auf die Abstellanlagen verteilen, damit dort kein Platz mehr für ICEs ist. Schon kann kein TF streiken weil er den Zug ja nicht mehr abstellen kann ;-) Und die Abstellplätze bekommste nicht frei, weil dafür brauchste ja nicht-streikende TFs.

Wo ist das Thema mit den "Kraftwerkszügen" eigentlich gesetzlich geregelt? Da würde sich dann ja auch draus ergeben wer dafür überhaupt verantwortlich ist, ob das überhaupt der Arbeitnehmer ist, was ich mir nicht vorstellen kann, oder nicht doch eher der Arbeitgeber. Und ob man dabei auch an eine Einschränkung des Streikrechts gedacht hat, was ja nur in sehr wenigen, seltenen Fällen von der Politik gemacht wird, abseits der Beamten.

Bis zu Weselskys Rente aussitzen ...

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 04.03.2024, 21:58 (vor 978 Tagen) @ gnampf

Hey.

Man (und die GDL) können nur hoffen, dass die DB das schnellstmöglich beenden will und die Forderungen der GDL zumindest teilweise umsetzt.

Die GDL hofft da sicher drauf. Und die DB wirds aussitzen, irgendwann geht der GDL die Kohle aus, oder die Politik greift ein, oder die Arbeitnehmer haben keine Lust mehr sich zu beteiligen, etc.

Ich vermute, die DB sitzt es bis zu Weselskys Rente im September(?) aussitzen.

Fahrplanmäßig wird es ohnehin ein Chaosjahr - so kann man der GDL alles in die Schuhe schieben. Einen evtl Fahrgastschwund. Die katastrophale finanzielle Lage bei DB Fern.

Diese Kindergartenkurz- und Wellenstreiks sind zu wenig. Da lacht sich die DB kringelig. Und hat außer einer gähnend langweiligen PM ja auch nix unternommen.

Das kann den Sommer über so weitergehen.

Dann bleibt am Ende nur noch sowas übrig wie bei Amazon, wo alle Jubeljahre mal ein Logistikzentrum bestreikt wird für ein paar Tage, aber es am Ende kaum noch einen kratzt.

Ist doch bei Bahnens jetzt schon so.


Die GDL muss jetzt zum unbefristeten Streik aufrufen!

Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

*grins* Vergiss einfach die automatisierten Züge.

br 403, Ruhrpott, Montag, 04.03.2024, 21:58 (vor 978 Tagen) @ martin.elsner

Ach es wird schon Nach und Nach kommen. Wie gesagt, nicht morgen, aber in 10-15 Jahren wird es anders aussehen.

Nein wird es nicht. Aber glaub du das mal ruhig weiter dieses Märchen.

Bis zu Weselskys Rente aussitzen ...

VT 609, Montag, 04.03.2024, 22:33 (vor 978 Tagen) @ Der Blaschke

Wir wissen inzwischen, dass du ein CW-Fan bist und dessen völlig übertriebene und irrationale Handlungsweise, die einzig und allein daher rührt, dass er sich ein Denkmal setzen will, verteidigst...

Wirklich?

VT 609, Montag, 04.03.2024, 22:40 (vor 978 Tagen) @ rainman51
bearbeitet von VT 609, Montag, 04.03.2024, 22:40

Das liest sich in der Pressemitteilung der GDL anders: "Die GDL weist aber schon jetzt darauf hin, dass sie bei künftigen Streiks eine rechtzeitige Information der Reisenden nicht mehr gewährleisten kann."

18 Uhr am Vortag würde bedeuten, dass man, sofern es möglich ist, kurzfristig noch umplanen kann.

Bis zu Weselskys Rente aussitzen ...

Barzahlung, Montag, 04.03.2024, 22:44 (vor 978 Tagen) @ Der Blaschke

Diese Kindergartenkurz- und Wellenstreiks sind zu wenig. Da lacht sich die DB kringelig. Und hat außer einer gähnend langweiligen PM ja auch nix unternommen.

Das kann den Sommer über so weitergehen.

Dann bleibt am Ende nur noch sowas übrig wie bei Amazon, wo alle Jubeljahre mal ein Logistikzentrum bestreikt wird für ein paar Tage, aber es am Ende kaum noch einen kratzt.


Ist doch bei Bahnens jetzt schon so.


Die GDL muss jetzt zum unbefristeten Streik aufrufen!

Nein, dann würde die DB einfach dauerhaft den Notfahrplan fahren. Darauf könnten sich die meisten Fahrgäste dann einstellen, sodass der Streik an Wirksamkeit einbüßt.
Ich finde das schon richtig mit den Wellenstreiks. Die verursachen mindestens mal einen ähnlichen Schaden wie ein Endlosstreik, die Lokführer bekommen aber weiterhin einen Lohn bezahlt.

Du weißt nicht, was Nötigung ist, oder?

ICEtea, Montag, 04.03.2024, 22:45 (vor 978 Tagen) @ Waldbahn

- kein Text -

Bis zu Weselskys Rente aussitzen ...

gnampf, Montag, 04.03.2024, 22:50 (vor 978 Tagen) @ Der Blaschke

Die GDL muss jetzt zum unbefristeten Streik aufrufen!

Kann sie tun, die DB würde es freuen. Denn um so schneller sind dann die Kassen der GDL leer und der Spuk ist vorbei. Spätestens wenns heißt "ab jetzt gibts kein Streikgeld mehr" ist der Rückhalt wohl auch bei den Mitgliedern Geschichte. Also insofern... für die DB sicherlich nicht die schlechteste Lösung, und vermutlich besser als unangekündigte Tagesstreiks.

? Notfahrplan beim Streik

ICEtea, Montag, 04.03.2024, 22:59 (vor 978 Tagen) @ jotxl

Welche Erfahrungen habt Ihr mit dem Notfahrplan gemacht ?

Ich bin in den letzten beiden Streiks jeweils Hamburg - Nürnberg gefahren. Die noch verfügbaren Planzüge sind auch noch kurzfristig ausgefallen. Die Ersatzzüge schienen mir sehr zuverlässig zu sein.

Die darin verkehrenden Züge sind übrig gebliebene Planzüge mit bestehenden Reservierungen ?

Auf meiner Strecke war der Großteil Ersatzzug, nicht reservierbar, der aber nach dem gleichen Plan fuhr, wie ein ausgefallener Planzug.

Korrekt, hier die juristische Sicht dazu

markman, Dienstag, 05.03.2024, 08:23 (vor 977 Tagen) @ AbschnittE

Dort steht, leider ohne Nachweis:

Es gibt übrigens keine Grenze von 80,00 € oder 120,00 € für diese Aufwendungen, die die Bahn immer mal wieder versucht ins Spiel zu bringen.

Auf was basiert diese Behauptung?

DB AG kann zur sogenannten "Aussperrung" greifen

ffz, Dienstag, 05.03.2024, 09:49 (vor 977 Tagen) @ Barzahlung

Hallo,

um Druck auf die streikenden Mitarbeiter auszuübern kann der Arbeitgeber, in diesem Falle die DB AG, zur sogenannten "Aussperrung" greifen. Sprich der Betrieb wird geordnet eingestellt und auch die Mitarbeiter die nicht in der GDL organisiert sind und nicht streiken bekommen dann keinen Lohn mehr. Dadurch baut sich auch Druck aus den eigenen Kollegen auf die Streikenden auf.

GDL-Bosse lieben diesen Trick

musicus, Dienstag, 05.03.2024, 10:05 (vor 977 Tagen) @ ffz

Hallo,

um Druck auf die streikenden Mitarbeiter auszuübern kann der Arbeitgeber, in diesem Falle die DB AG, zur sogenannten "Aussperrung" greifen. Sprich der Betrieb wird geordnet eingestellt und auch die Mitarbeiter die nicht in der GDL organisiert sind und nicht streiken bekommen dann keinen Lohn mehr. Dadurch baut sich auch Druck aus den eigenen Kollegen auf die Streikenden auf.

...evtl. dann doch endlich zur GDL zu wechseln. Jackpot. Also mehr für die GDL als sonst wen. Den Gefallen der Aussperrung wird die DB Weselsky nicht tun.

Bis zu Weselskys Rente aussitzen ...

musicus, Dienstag, 05.03.2024, 10:10 (vor 977 Tagen) @ Der Blaschke

Die GDL muss jetzt zum unbefristeten Streik aufrufen!

Hat sie de facto. Ab dem Wochenende bietet die Beförderungslosbude extra viele Nieten. Mal sehen, wie viele hier tatsächlich noch mitspielen werden oder eben doch auf andere Verkehrsträger ausweichen und umsteigen.

Immerhin: unbefristet würde die Kunden weniger belasten als dieser Wellenblödsinn.

Etwas Vorlauf soll es schon geben…

gnampf, Dienstag, 05.03.2024, 10:23 (vor 977 Tagen) @ rainman51

die GDL moechte nach eigener Aussage die Bahnfahrt unplanbar machen. Das heisst eine Vorankuendigung so kurz wie nur moeglich vorher, wenn eben ueberhaupt. Wie gut das natuerlich klappt steht auf einem anderen Blatt, denn immerhin muessen die Mitglieder im Vorfeld ueber den Termin informiert werden, und da kann so eine Info ja auch durchaus mal durchsickern.

GDL-Bosse lieben diesen Trick

VT 609, Dienstag, 05.03.2024, 10:24 (vor 977 Tagen) @ musicus

Hallo,

um Druck auf die streikenden Mitarbeiter auszuübern kann der Arbeitgeber, in diesem Falle die DB AG, zur sogenannten "Aussperrung" greifen. Sprich der Betrieb wird geordnet eingestellt und auch die Mitarbeiter die nicht in der GDL organisiert sind und nicht streiken bekommen dann keinen Lohn mehr. Dadurch baut sich auch Druck aus den eigenen Kollegen auf die Streikenden auf.

...evtl. dann doch endlich zur GDL zu wechseln. Jackpot. Also mehr für die GDL als sonst wen. Den Gefallen der Aussperrung wird die DB Weselsky nicht tun.

Diese Logik verstehe ich nicht. Wenn die DB zur Aussperrung greift und alle Mitarbeiter aussperrt, wird sich die Stimmung im Konzern ganz schnell gegen die GDL wenden, weil dann auch diejenigen in Geiselhaft genommen werden, die eigentlich arbeitswillig wären.

Dürfte die DB auch die Beamten aussperren oder nur die Angestellten?

Etwas Vorlauf soll es schon geben…

VT 609, Dienstag, 05.03.2024, 10:27 (vor 977 Tagen) @ gnampf

Wie gut das natuerlich klappt steht auf einem anderen Blatt, denn immerhin muessen die Mitglieder im Vorfeld ueber den Termin informiert werden, und da kann so eine Info ja auch durchaus mal durchsickern.

Ich traue Weselsky zu, dass er von jetzt auf gleich zum Wellenstreik aufruft und es auch die Tf während der Fahrt erfahren. Dann fahren die Züge bestenfalls noch bis zum nächsten Haltepunkt oder Bahnhof und bleiben dort stehen.

GDL-Bosse lieben diesen Trick

gnampf, Dienstag, 05.03.2024, 10:33 (vor 977 Tagen) @ VT 609

Diese Logik verstehe ich nicht. Wenn die DB zur Aussperrung greift und alle Mitarbeiter aussperrt, wird sich die Stimmung im Konzern ganz schnell gegen die GDL wenden, weil dann auch diejenigen in Geiselhaft genommen werden, die eigentlich arbeitswillig wären.

Ich sehe das wie Musicus, es wird sicher einige geben, fuer die in dem Moment die DB die Boese ist, und die sich entweder dann der GDL anschliessen, oder alternativ die DB verlassen. Und das voellig zu recht, denn sie koennen nichts fuer das Verhalten der GDL, sie dafuer zu bestrafen waere voellig daneben.
Und als TF hat man es dem hoeren nach ja nicht so schwer einen neuen Arbeitgeber zu finden, macht nur keiner weils bei den anderen eben auch nicht besser ist, sondern eher schlechter.

Dürfte die DB auch die Beamten aussperren oder nur die Angestellten?

Die Beamten duerfen nicht streiken, es ergibt keinen Sinn sie ohne Gehalt aussperren zu duerfen. Bei vollem Lohn kann die DB sie natuerlich nach Hause schicken, kein Problem.
Das Thema Beamte hat sich aber in ein paar Jahren eh von allein erledigt. Schon jetzt wird es wohl selbst regional schwierig werden damit einen Betrieb zu planen.

GDL-Bosse lieben diesen Trick

musicus, Dienstag, 05.03.2024, 10:34 (vor 977 Tagen) @ VT 609

Wenn die DB zur Aussperrung greift und alle Mitarbeiter aussperrt, wird sich die Stimmung im Konzern ganz schnell gegen die GDL wenden, weil dann auch diejenigen in Geiselhaft genommen werden, die eigentlich arbeitswillig wären.

So wie die Pendler also. Man sieht ja, wie wenig Stimmung gegen eine Tarifpartei bewirkt.

Dürfte die DB auch die Beamten aussperren oder nur die Angestellten?

Bei fortlaufenden Bezügen darf die DB ziemlich viel.

Etwas Vorlauf soll es schon geben…

gnampf, Dienstag, 05.03.2024, 10:38 (vor 977 Tagen) @ VT 609

Ich traue Weselsky zu, dass er von jetzt auf gleich zum Wellenstreik aufruft und es auch die Tf während der Fahrt erfahren.

Das mag wohl sein, wobei dann schon wieder die Frage ist wie der TF es waehrend der Fahrt erfaehrt... ueber dienstliche Kanaele wohl nicht, und um private Kanaele darf er sich nur waehrend der Pause kuemmern.

Dann fahren die Züge bestenfalls noch bis zum nächsten Haltepunkt oder Bahnhof und bleiben dort stehen.

Das dagegen bezweifel ich, denn das waere fuer den TF doch daemlich. Zum einen wird er zu einem geeigneten Bahnsteig fahren muessen, an dem die Reisenden dann auch ohne Gefahr den Zug verlassen koennen, alles andere koennte fuer ihn ggf. rechtliche Konsequenzen haben. Zum anderen ist er ja dann ebenfalls an diesem Ort gestrandet. Wenn der Streik 1-2h geht: kein Problem, faehrt er 2h spaeter eben weiter und schaut das er sich in der Zwischenzeit nicht blicken laesst. Geht der Streik aber laenger als seine Schicht, dann endet seine Schicht eben nicht zu Hause, wie geplant, sondern irgendwo. Wie er dann nach Hause kommt oder im Irgendwo uebernachtet: sein Bier. Deswegen wird er schon aus Eigeninteresse bei Streiks ueber mehrere Stunden schauen das er den Zug moeglichst zu Hause enden laesst.

CW:Damit ist die Bahn kein zuverlässiges Verkehrsmittel mehr

martin.elsner, Dienstag, 05.03.2024, 11:54 (vor 977 Tagen) @ Henrik

Am Ende wird es nicht einen Wellenstreik geben, die Wirkung bleibt ja die gleiche - die Kunden bleiben weg. Ätzend. Und CW wird sich selbst feiern, weil er ja nix gemacht hat.

Aussperrungen und Streikbeteiligung korrelieren idR

ffz, Dienstag, 05.03.2024, 12:10 (vor 977 Tagen) @ gnampf

Hallo,

bis jetzt ist bei jedem GDL-Streik die Streikbeteiligung gesunken, da ja jedes GDL-Mitglied die individuelle Wahlfreiheit hat für sich zu entscheiden sich am Streik zu beteiligen oder eben auch nicht. Beim ersten Streik war die Beteiligungsquote noch über 90%, beim letzten Streik waren es knapp über 75% Beteiligungsquote.

Die meisten Mitarbeiter der DB AG die keine GDL Mitglieder sind, sind das bewusst und die wird auch eine Aussperrung eher nicht dazu bewegen in die GDL einzutreten.

Ist auch völlig logisch, denn das Streikgeld kann nur einen Teil des Lohns ausgleichen und fehlt einem zum Schluss in der Rente und bei der Krankenversicherung, da auf Streikgeld keine Sozialabgaben abgeführt werden. Zudem unterliegt das Streikgeld dem Progressionsvorbehalt, sprich spätestens beim nächsten Steuerbescheid vom Finanzamt kommt das böse erwachen, wenn man dann je nach Summe des Streikgeldes noch mal einige 100€ bis einige 1000€ an das Finanzamt überweisen darf.

Ja es gibt einen Bedarf nach Tf, aber meistens gibt es auch Gründe warum bestimmte Unternehmen keine Tf finden bzw die Tf das Unternehmen schnell wieder verlassen. Geld ist nicht alles, dazu kommt auch die Stimmung, das Einsatzgebiet und natürlich die Sozialleistungen. Was nützt dir eine vom Arbeitgeber gestellte BahnCard 100 (1. Klasse), wenn du deine Freizeit im Zug verbringst, weil du zum nächsten Einsatzort fahren musst und dir diese Zeit nicht bezahlt wird, sondern nur die Fahrzeit oder du einen Firmenwagen bekommst und du die Freizeit auf der Auftobahn verbringst??

Auslandsfreifahrten, Fahrvergünstigungen im Ausland, Fahrvergünstigungen im Inland und das alles auch für Angehörige, bietet in dem Umfang eigentlich nur die DB AG und das wissen die meisten Mitarbeiter auch.

Aussperrungen und Streikbeteiligung korrelieren idR

gnampf, Dienstag, 05.03.2024, 12:25 (vor 977 Tagen) @ ffz

Die meisten Mitarbeiter der DB AG die keine GDL Mitglieder sind, sind das bewusst und die wird auch eine Aussperrung eher nicht dazu bewegen in die GDL einzutreten.

Stand ohne Aussperrungen stimme ich dir da voellig zu. Wenn mich aber mein Arbeitgeber ohne Gehalt vor die Tuer setzen wuerde, obwohl ich gar nichts "boeses" gemacht habe, dann wuerde das mein Verhaeltnis zum Arbeitgeber durchaus nachhaltig schaedigen. Ich wuerde auch kein Verstaendnis dafuer haben, das er mich jetzt im Kampf gegen meine Kollegen einsetzt und versucht das Arbeitsklima damit nachhaltig zu stoeren.
Aussperrungen halte ich insofern fuer eine Massnahme, die der DB auf jeden Fall mal selbst stark schaden, aber vermutlich wenig oder gar nicht helfen wuerde. Aussperrung waere nur interessant wenn man die GDL damit endgueltig los wuerde, doch das wird nicht passieren. "In den Ruin treiben" kann man sie damit nciht direkt, denn im Zweifel wird kein Streikgeld mehr gezahlt. Es muessten also alle aus der GDL austreten, und dazu duerfte es eher nicht kommen, erstrecht wo die GDL ja nicht nur Mitglieder bei der DB hat, sondern auch bei anderen EVUs.

Ist auch völlig logisch, denn das Streikgeld kann nur einen Teil des Lohns ausgleichen und fehlt einem zum Schluss in der Rente und bei der Krankenversicherung, da auf Streikgeld keine Sozialabgaben abgeführt werden. Zudem unterliegt das Streikgeld dem Progressionsvorbehalt, sprich spätestens beim nächsten Steuerbescheid vom Finanzamt kommt das böse erwachen, wenn man dann je nach Summe des Streikgeldes noch mal einige 100€ bis einige 1000€ an das Finanzamt überweisen darf.

Auf Rente schauen vermutlich viele nicht, so zumindest meine Erfahrung. Da wird sich immer ueber abgabenfreie Sonderzahlungen gefreut, ohne zu bedenken das sich sowas im Alter raechen kann. Aber auch bei der reinen Ueberweisung duerften sie es schon merken, allein auch wegen wegfallender Zuschlaege.

Ja es gibt einen Bedarf nach Tf, aber meistens gibt es auch Gründe warum bestimmte Unternehmen keine Tf finden bzw die Tf das Unternehmen schnell wieder verlassen. Geld ist nicht alles, dazu kommt auch die Stimmung, das Einsatzgebiet und natürlich die Sozialleistungen. Was nützt dir eine vom Arbeitgeber gestellte BahnCard 100 (1. Klasse), wenn du deine Freizeit im Zug verbringst, weil du zum nächsten Einsatzort fahren musst und dir diese Zeit nicht bezahlt wird, sondern nur die Fahrzeit oder du einen Firmenwagen bekommst und du die Freizeit auf der Auftobahn verbringst??

Auslandsfreifahrten, Fahrvergünstigungen im Ausland, Fahrvergünstigungen im Inland und das alles auch für Angehörige, bietet in dem Umfang eigentlich nur die DB AG und das wissen die meisten Mitarbeiter auch.

Sag ich ja, merkt man haeufig ja auch bei einem Betreiberwechsel, wo viele Mitarbeiter dann trotzdem bei der DB bleiben wenn es irgendwie geht, statt zum neuen Betreiber zu wechseln.
Aher: bei anderen EVUs ist die GDL ja vielfach schon die fuehrende Gewerkschaft. Da muss man sich also nicht so reinhaengen und um Mitglieder buhlen, wie bei der DB. Ergo kann man die Forderungen bei der DB halt auch hoeher stecken, wuerde denen nie eine Klausel durchgehen lassen a la "Vertrag gilt nur wenn alle anderen EVUs auch so abschliessen", etc.

Korrekt, hier die juristische Sicht dazu

tbsn, Würzburg, Dienstag, 05.03.2024, 14:09 (vor 977 Tagen) @ markman

In der Verordnung gibt es die Grenze einfach nicht. Es gibt eine Grenze von inzwischen 120€ (damals 80€) für alternative Verkehrsmittel, aber nicht für Übernachtungen, die müssen nur "angemessen" sein.

danke

markman, Dienstag, 05.03.2024, 15:01 (vor 977 Tagen) @ tbsn

- kein Text -

Moderation

martin.elsner, Dienstag, 05.03.2024, 16:59 (vor 977 Tagen) @ Matze86
bearbeitet von martin.elsner, Dienstag, 05.03.2024, 17:01

Auf www.tagesschau.de gibt es eine Meldung zur Moderation von Günter und de Maiziere. Null Bewegung sieht für mich anders aus. Irgendwie.

+1

VT 609, Dienstag, 05.03.2024, 17:28 (vor 977 Tagen) @ martin.elsner
bearbeitet von VT 609, Dienstag, 05.03.2024, 17:31

Auf www.tagesschau.de gibt es eine Meldung zur Moderation von Günter und de Maiziere. Null Bewegung sieht für mich anders aus. Irgendwie.

Für mich auch. Direkter Link zu der Meldung: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/bahn-tarifverhandlungen-schlichtervors...

Jetzt bin ich gespannt, was die GDL-Jünger sagen.

Regeln für Streik ?

nscharrn, IC 2152, Dienstag, 05.03.2024, 18:01 (vor 977 Tagen) @ Matze86

An welsche Regeln müssen sich Lokführer halten

Regeln für Streik ?

VT 609, Dienstag, 05.03.2024, 18:37 (vor 977 Tagen) @ nscharrn

https://www.gdl.de/arbeitskampfmassnahmen/verhaltensrichtlinien/ -> Verhaltensrichtlinien für das Zugpersonal bzw. Beamte

Regeln für Streik ?

nscharrn, IC 2152, Dienstag, 05.03.2024, 18:54 (vor 977 Tagen) @ VT 609

Es kann also sein das im Streikfall die Fahrt eines vollen Zuges irgendwo die Fahrt beendet wird und teilweise hunderte Reisende sich den Schicksal überlassen werden (wenn man Pech hat mitten in der Nacht)

Regeln für Streik ?

VT 609, Dienstag, 05.03.2024, 19:00 (vor 977 Tagen) @ nscharrn

Ja. Die einzige Bedingung ist, dass der Zug an einem Bahnsteig stehen bleibt.

Klar. Das ist ja Sinn der Sache.

musicus, Dienstag, 05.03.2024, 19:11 (vor 977 Tagen) @ nscharrn

- kein Text -

Klar. Das ist ja Sinn der Sache.

nscharrn, IC 2152, Dienstag, 05.03.2024, 19:52 (vor 977 Tagen) @ musicus

gibt eine gewisse Fürsorgepflicht eines EVU gegenüber den Fahrgesten

Erste Zweifel an der Verhältnismäßigkeit der Wellenstreiks

Waldbahn, Dienstag, 05.03.2024, 20:04 (vor 977 Tagen) @ Matze86
bearbeitet von Waldbahn, Dienstag, 05.03.2024, 20:04

Hallo

in der Aktuellen Stunde (WDR) (ab 04:30) kommt ein Arbeitsrechtler zu Wort, der erhebliche Zweifel an der Verhältnismäßigkeit der Wellenstreiks hat.

Kernaussage: Mit Wellenstreiks kann kein Notbetrieb gewährleistet werden, diese sind aber notwendige Voraussetzung für einen rechtmäßigen Streik.

--
Gruß
Waldbahn

GDL-Streik ab Do, 2 Uhr für 35 Stunden

Stephan.B, Köln, Dienstag, 05.03.2024, 20:14 (vor 977 Tagen) @ Matze86

Und Weselsky spricht die Unwahrheit oder spielt falsch, wenn man die Einlassungen der Schlichter liest. Demnach hat die DB nicht 37 - wie er behauptet - sondern 36 Stunden angeboten.

--
Stephan

GDL-Streik ab Do, 2 Uhr für 35 Stunden

VT 609, Dienstag, 05.03.2024, 20:25 (vor 977 Tagen) @ Stephan.B

Weselsky behauptet, ihm sei in der Pressekonferenz gestern "ein Fehler unterlaufen". Wers glaubt...

Erste Zweifel an der Verhältnismäßigkeit der Wellenstreiks

nscharrn, IC 2152, Dienstag, 05.03.2024, 20:52 (vor 977 Tagen) @ Waldbahn

Das müssen Gerichte entscheiden, bei sehr kurzen Vorlaufzeiten wird das sehr schwierig einen Streik zu verbieten

Erste Zweifel an der Verhältnismäßigkeit der Wellenstreiks

VT 609, Dienstag, 05.03.2024, 20:59 (vor 977 Tagen) @ nscharrn

Die DB könnte gegen Wellenstreiks generell klagen, also mit dem Ziel, dass der GDL Wellenstreiks wegen Unverhältnismäßigkeit generell untersagt werden.

Denkfehler

martin.elsner, Dienstag, 05.03.2024, 22:38 (vor 977 Tagen) @ martin.elsner

laut spiegel sagt CW nun ihm sei in Bezug auf den Inhalt der Moderation bei der Pressekonferenz ein Denkfehler passiert. Ahh ja

Denkfehler

VT 609, Dienstag, 05.03.2024, 23:49 (vor 977 Tagen) @ martin.elsner

Wers glaubt...

Nicht mal vor einer Lüge schreckt er zurück in seinem Wahn, sich ein Denkmal zu setzen! Wenn er einen Funken Anstand hätte (den er nicht hat, das ist schon länger offensichtlich), würde er jetzt vom GDL-Vorsitz zurücktreten und den Streik absagen.

120-Euro-Grenze

Barzahlung, Dienstag, 05.03.2024, 23:58 (vor 977 Tagen) @ tbsn

In der Verordnung gibt es die Grenze einfach nicht. Es gibt eine Grenze von inzwischen 120€ (damals 80€) für alternative Verkehrsmittel

Die gibt es in der VO (EG) 2021/782 auch nicht.

Etwas Vorlauf soll es schon geben…

TRAXXP160DE, HBIK, Mittwoch, 06.03.2024, 00:27 (vor 977 Tagen) @ gnampf

Das dagegen bezweifel ich, denn das waere fuer den TF doch daemlich. Zum einen wird er zu einem geeigneten Bahnsteig fahren muessen, an dem die Reisenden dann auch ohne Gefahr den Zug verlassen koennen, alles andere koennte fuer ihn ggf. rechtliche Konsequenzen haben. Zum anderen ist er ja dann ebenfalls an diesem Ort gestrandet. Wenn der Streik 1-2h geht: kein Problem, faehrt er 2h spaeter eben weiter und schaut das er sich in der Zwischenzeit nicht blicken laesst. Geht der Streik aber laenger als seine Schicht, dann endet seine Schicht eben nicht zu Hause, wie geplant, sondern irgendwo. Wie er dann nach Hause kommt oder im Irgendwo uebernachtet: sein Bier. Deswegen wird er schon aus Eigeninteresse bei Streiks ueber mehrere Stunden schauen das er den Zug moeglichst zu Hause enden laesst.

Dafür hat CW schon eine Lösung:

siehe https://www.gdl.de/fileadmin/user_upload/www_gdl_de/pdf/2023/Streik/Verhaltensrichtlini...

3. Fahren Sie Gastfahrt zurück zu Ihrer Einsatzstelle, erwerben Sie ein Ticket!
Die Kosten werden erstattet

- mit welchem noch fahrenden Zug???!!!

" ... und fordern Sie ihn
auf, Sie in den nächsten Bahnsteig bzw. Bahnhof fahren zu lassen. Sollte
dies verweigert werden, halten Sie mit Reisezügen trotzdem am nächstgelegenen Bahnsteig (mit Güterzügen im nächsten Bahnhof) ... Wenn dadurch eine Fortsetzung der Fahrt bis zur nächsten
Ausweichstelle erforderlich ist, führen Sie diese Fahrt durch

Wat denn nun? Halt am Bahnsteig am Haltepunkt mit Blockierung der Strecke oder eher nicht? Bahnhof heißt für mich mehrere Gleise, Bahnsteige ...

Erste Zweifel an der Verhältnismäßigkeit der Wellenstreiks

JeDi, überall und nirgendwo, Mittwoch, 06.03.2024, 08:19 (vor 976 Tagen) @ VT 609

Unterliegt das im deutschen Recht nicht immer einer Einzelfallprüfung? Du kannst ja auch niemand bestrafen, der Vorhaben könnte, eine Straftat zu begehen.

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Weg mit dem 4744!

Du stellst einen falschen Zusammenhang her

Waldbahn, Mittwoch, 06.03.2024, 08:25 (vor 976 Tagen) @ JeDi

Hallo

zwischen Straf und Arbeitsrecht (in das ja auch das Streiken fällt) besteht aber ein Unteschied. Den Zusammenhang, den du hier versuchst herzustellen gibt es nicht. Und auch im Strafrecht gibt es die Formulierun "Planung" oder "Vorbereitung.

Eine Ankündigung eines Wellenstreiks ist etwas anderes als eine von dir angesprochene nicht verübte Straftat.

Schliesslich ist eine Ankündigung einer Krankheit vor angeordneter Mehrarbeit zum Beispiel auch ein Grund eine Kündigung auszusprechen, wenn diese eingereicht wird.

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Gruß
Waldbahn

Erste Zweifel an der Verhältnismäßigkeit der Wellenstreiks

musicus, Mittwoch, 06.03.2024, 08:31 (vor 976 Tagen) @ JeDi

Unterliegt das im deutschen Recht nicht immer einer Einzelfallprüfung? Du kannst ja auch niemand bestrafen, der Vorhaben könnte, eine Straftat zu begehen.

Solche Leute kann man präventiv einsperren.

"Unterbindungsgewahrsam"

sfn17, Mittwoch, 06.03.2024, 09:52 (vor 976 Tagen) @ musicus
bearbeitet von sfn17, Mittwoch, 06.03.2024, 09:53

- so heißt es wohl.

Unterliegt das im deutschen Recht nicht immer einer Einzelfallprüfung? Du kannst ja auch niemand bestrafen, der Vorhaben könnte, eine Straftat zu begehen.

Solche Leute kann man präventiv einsperren.

Klar. Weil ein paar ICE sonst nicht fahren würden.

-.-

Regeln für Streik ?

gnampf, Mittwoch, 06.03.2024, 09:53 (vor 976 Tagen) @ nscharrn

Ob die Reisenden sich selbst ueberlassen werden haengt dabei aber von mehr Faktoren als vom streikenden TF ab. Bei FV und teilweise Nahverkehr ist ja auch noch weitere Zugpersonal da, ggf. organisiert die DB Busse, oder laesst einen Folgezug einen zusaetzlichen Halt einlegen, etc. Es kann also sein das du bis zum Ende vom Streik auf dich allein gestellt bist, muss aber nicht so sein.
WIe aber ja schon mehrfach geschrieben: auch die TF haben keine Lust in der Pampa zu stranden. Die Wahrscheinlichkeit fuer laengere Zeit irgendwo im nirgendwo zu stranden sind also gering, insbesondere beim FV. Du duerftest also durchaus an einem groesseren Knoten laden, wo es dann auch anderen OePNV, Hotels, ... gibt.

Wieder so ein Posting, wo jemand einen Insidertext nicht ver

sfn17, Mittwoch, 06.03.2024, 09:58 (vor 976 Tagen) @ TRAXXP160DE

steht.

Gab es hier vor längerer Zeit schonmal betreffs BC 100 bei der Steuer. Da kam jemand auch naseweis daher...

Der Lokführer wird diese Richtlinie anhand Hintergrundwissens umsetzen können. Sei unbesorgt.

Etwas Vorlauf soll es schon geben…

gnampf, Mittwoch, 06.03.2024, 10:26 (vor 976 Tagen) @ TRAXXP160DE

3. Fahren Sie Gastfahrt zurück zu Ihrer Einsatzstelle, erwerben Sie ein Ticket!
Die Kosten werden erstattet

- mit welchem noch fahrenden Zug???!!!

Vielleicht faehrt ja eine Privatbahn...


" ... und fordern Sie ihn
auf, Sie in den nächsten Bahnsteig bzw. Bahnhof fahren zu lassen. Sollte
dies verweigert werden, halten Sie mit Reisezügen trotzdem am nächstgelegenen Bahnsteig (mit Güterzügen im nächsten Bahnhof) ... Wenn dadurch eine Fortsetzung der Fahrt bis zur nächsten
Ausweichstelle erforderlich ist, führen Sie diese Fahrt durch

Wat denn nun? Halt am Bahnsteig am Haltepunkt mit Blockierung der Strecke oder eher nicht? Bahnhof heißt für mich mehrere Gleise, Bahnsteige ...

Immerhin wurde noch erwaehnt, dass man Sicherungssysteme und Signale etc. weiter beachten muss. Nicht das einer ueber ein haltzeigendes Signal faehrt um einen Bahnsteig zu erreichen ;-)

Und ja, Bahnhof heisst auch fuer die Bahn mehrere Gleise, denn damit es ein Bahnhof wird brauchts eine Weiche, und die macht ohne mehrere Gleise wenig Sinn. Bahnsteige muss ein Bahnhof dagegen nicht haben, gibt genug ohne, und erstrecht muss er die nicht an allen Gleisen haben. Aber ohne Bahnsteig halt kein geeigneter Halt fuer einen Personenzug.

Streik ist keine Straftat.

musicus, Mittwoch, 06.03.2024, 10:35 (vor 976 Tagen) @ sfn17

- kein Text -

Erste Zweifel an der Verhältnismäßigkeit der Wellenstreiks

gnampf, Mittwoch, 06.03.2024, 10:45 (vor 976 Tagen) @ JeDi

Unterliegt das im deutschen Recht nicht immer einer Einzelfallprüfung? Du kannst ja auch niemand bestrafen, der Vorhaben könnte, eine Straftat zu begehen.

1) in Bayern schon, da kommst du dann in Sicherungsverwahrung. Mag offiziell nicht Strafe genannt werden, ist aber natuerlich eine.
2) deutschlandweit gibts dafuer die Unterlassungerklaerung und einstweilige Verfuegungen etc. So kann dir trotz erteilter Baugehmigung dann z.B. der Hausbau erstmal untersagt werden bis zur Klaerung, auch ohne das du begonnen hast. Hier koennte ein Gericht auch also sicherlich auch feststellen das ein Wellenstreik mit gewisser Wahrscheinlichkeit nicht rechtens ist, und den einstweilig oder dauerhaft untersagen.
Natuerlich wird keiner die Unterlassung anordnen, wenn es keine Indiz gibt das etwas in der Richtung geplant ist. Vor einem Jahr haette also wohl kein Richter der DB eienn Wellenstreik untersagt, aber jetzt koennte das anders ausschauen. Wie hoch die Chancen aber sind? Keine Ahnung, beim Streikrecht sind die Gerichte ja meist sehr vorsichtig.

Wellenstreik ??

EK-Wagendienst, EGST, Mittwoch, 06.03.2024, 11:13 (vor 976 Tagen) @ gnampf
bearbeitet von EK-Wagendienst, Mittwoch, 06.03.2024, 11:13

Unterliegt das im deutschen Recht nicht immer einer Einzelfallprüfung? Du kannst ja auch niemand bestrafen, der Vorhaben könnte, eine Straftat zu begehen.


1) in Bayern schon, da kommst du dann in Sicherungsverwahrung. Mag offiziell nicht Strafe genannt werden, ist aber natuerlich eine.
2) deutschlandweit gibts dafuer die Unterlassungerklaerung und einstweilige Verfuegungen etc. So kann dir trotz erteilter Baugehmigung dann z.B. der Hausbau erstmal untersagt werden bis zur Klaerung, auch ohne das du begonnen hast. Hier koennte ein Gericht auch also sicherlich auch feststellen das ein Wellenstreik mit gewisser Wahrscheinlichkeit nicht rechtens ist, und den einstweilig oder dauerhaft untersagen.
Natuerlich wird keiner die Unterlassung anordnen, wenn es keine Indiz gibt das etwas in der Richtung geplant ist. Vor einem Jahr haette also wohl kein Richter der DB einen Wellenstreik untersagt, aber jetzt koennte das anders ausschauen. Wie hoch die Chancen aber sind? Keine Ahnung, beim Streikrecht sind die Gerichte ja meist sehr vorsichtig.

Was ist denn ein Wellenstreik?
Das muss dann erstmal geklärt werden,
oder ist das genau so ein Marketing Wort wie "zu 100% Ökostrom"

--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Wellenstreik ?? - Das www bietet Erklärungen

Waldbahn, Mittwoch, 06.03.2024, 11:25 (vor 976 Tagen) @ EK-Wagendienst
bearbeitet von Waldbahn, Mittwoch, 06.03.2024, 11:26

Hi

Bei einem Wellenstreik wird in einem Betrieb in einzelnen Abteilungen und Schichten zu jeweils verschiedenen Zeiten unterschiedlich lange die Arbeit niedergelegt. Abwehrmaßnahmen sind für den Arbeitgeber oft nicht mehr planbar. Sofern Arbeitnehmer für den Rest einer laufenden Schicht nicht mehr beschäftigt werden können, verlieren sie nach den Grundsätzen des Arbeitskampfrisikos ihren Lohnanspruch, wenn dem Arbeitgeber eine andere Planung nicht möglich oder nicht zumutbar gewesen wäre, etwa dann, wenn ein ungestörter Abschluss der Nachtschicht nicht gesichert erscheint. Es besteht auch bei dieser Form des Streiks keine Verpflichtung der Arbeitnehmer anzuzeigen, wann sie wieder streiken werden. Die Unsicherheit hierüber kann jedoch bei der Verteilung des Lohnrisikos eine Rolle spielen.

Haben Arbeitnehmer bereits in einer Schicht gestreikt und schließen sie für diese teilweise bestreikte, laufende Schicht weitere Arbeitsniederlegungen nicht aus, kann der Arbeitgeber ein "Notprogramm" zur Abwehr der streikbedingten Störungen einleiten mit der Folge, dass die Lohnzahlungspflicht entfällt. Greift der Arbeitgeber aber lediglich auf eine Ersatzmannschaft zurück oder vergibt er die Arbeit an eine Fremdfirma, weil er mögliche Arbeitsniederlegungen seiner streikanfälligen Stammbelegschaft vorbeugen will, so befreit ihn das nicht von der Lohnzahlungspflicht, denn er will lediglich der Gefahr vorbeugen, dass es zu Arbeitsniederlegungen kommt. Dies ist z. B. der Fall, wenn in der konkreten Schicht oder an diesem Tag noch nicht gestreikt wurde.

Quelle

--
Gruß
Waldbahn

Wellenstreik ?? - Das www bietet Erklärungen

EK-Wagendienst, EGST, Mittwoch, 06.03.2024, 11:37 (vor 976 Tagen) @ Waldbahn

Also sowas was bei der Lufthansa da zur Zeit stattfindet.
Aber das wurde auch nicht verboten.

--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

gibt es eine Tarifvertragspflicht?

arno50, Mittwoch, 06.03.2024, 13:40 (vor 976 Tagen) @ EK-Wagendienst

Wie jeder weiss, gibt es tausende von kleinen Handwerksbetrieben, Freiberufler etc, die möglicherweise erstklassige Gehälter zahlen (früher las man häufig in den Stellenanzeigen: übertarifliche Bezahlung...), die aber nicht im Arbeitgeberverband sind und denen folglich die Aktivitäten von zuständigen oder nichtzuständigen Gewerkschaften am... vorbeigehen. Wie sieht das bei grösseren Betrieben aus, sind die (z.B. E. Musk) verpflichtet in einem Arbeitgeberverband zu sein und Tarifverträge abzuschliessen. Falls nein könnten diese m.E. auch nicht bestreikt werden, da der Streik ein Mittel zur Veränderung eines Vertrages ist, es diesen Vertrag zwischen AG und Gewerkschaft aber nicht gibt. Gibt es Repressionen gegen solche Unternehmen, die z.B. die Schiene fahren erstklassig zu zahlen, daher erstklassige Arbeitnehmer zu haben aber eben nicht sich vertraglich tarifmässig zu binden. Von aussen sieht es so aus, als ob es in der BRD tatsächlich eine Tarifvertragspflicht gäbe, aber ab welcher Grösse des Unternehmens?

Automatisierte Schiffe gibt's schon.

dennisk, Mittwoch, 06.03.2024, 17:14 (vor 976 Tagen) @ Der Blaschke

Fernsteuerung ist weit entfernt von automatisch fahrend

Zugeständnisse GDL

Barichello, Mittwoch, 06.03.2024, 17:28 (vor 976 Tagen) @ musicus

Danke, das hatte ich gesucht.
Grüße!

Automatisierte Schiffe gibt's schon.

martin.elsner, Mittwoch, 06.03.2024, 21:14 (vor 976 Tagen) @ dennisk

Würde aber etliche Kapazitäten frei setzen, An- und Abreise ist nur zum Rechenzentrum, Während Wendezeiten wird der nächste Zug gefahren etc.

Automatisierte Schiffe gibt's schon.

cyberle, Düsseldorf, Mittwoch, 06.03.2024, 22:56 (vor 976 Tagen) @ martin.elsner

Ich glaub bei dem ganzen Streik gehe ich in den Bundestag :-)

Die Mitglieder des Bundestages erhalten eine monatliche „Abgeordnetenentschädigung“ in Höhe von 10.591,70 Euro (Stand 1. Juli 2023)

Da wird der Schaden beglichen

ETCS

dennisk, Donnerstag, 07.03.2024, 00:23 (vor 976 Tagen) @ martin.elsner

naja dann soll erstmal ETCS zuverlässig funktionieren

ETCS

Henrik, Donnerstag, 07.03.2024, 00:55 (vor 976 Tagen) @ dennisk

naja dann soll erstmal ETCS zuverlässig funktionieren

wo sollte es denn nicht zuverlässig funktionieren?

*grins* Vergiss einfach die automatisierten Züge.

Irgendware, Bremen, Donnerstag, 07.03.2024, 12:21 (vor 975 Tagen) @ sfn17

Automatisierte Züge ist eins von diesen fiesen Kleine-Monster-Problemen, die die Menschheit schon seit Jahrzehnten nicht gebacken bekommen hat.

Das ist schlichtweg falsch, man hat bisher einfach nicht vernünftig darin investiert.
Dass automatisierte Züge funktionieren, wurde technisch bereits demonstriert, auch auf DB-Gleisen.

Richtig ist, dass dafür einmal Geld in die Hand genommen werden muss.
Und das muss es, ansonsten sieht für die Bahn die Zukunft nämlich ganz schön duster aus.

Sobald selbstfahrende Autos im Straßenverkehr Standard sind, wird die Konkurrenz zur Bahn nochmal deutlich größer werden.
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Entwicklung so weit ist. Auch hier sind andere Länder schon viel weiter, als wir. Aber auch hier her wird es schwappen, trotz all der ewig Gestrigen in Deutschland.

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