Fahrgastrechte: Entschädigung über Anbieter / Fahrgasthelfer (Allgemeines Forum)

kater_k, BBRN, Sonntag, 28.01.2024, 07:15 (vor 960 Tagen) @ michael_seelze
bearbeitet von kater_k, Sonntag, 28.01.2024, 07:15

Es ist eine Dienstleistung, die da erbracht wird.
Zu fragen ist allerdings, warum das Geltendmachen von Entschädigungszahlungen anscheinend so kompliziert ist, dass sich aus der Unterstützung von Fahrgästen ein Geschäftsmodell machen lässt.

Das frage ich mich auch immer wieder, zumal ja eine selbsternannte Digitalisierungspartei für den Verkehr in Deutschland zuständig ist.

Zuletzt hatte ich Anfang Dezember auf einer Reise von Deutschland nach Großbritannien Verspätungen. Sowohl bei der DB als auch bei Southern Railway habe ich entsprechende Anträge gestellt (für die DB-Verspätung über die "Next"-Navigator-App, für Southern über die Website).

Bei Southern erhielt ich nach 15 Stunden eine E-Mail mit der Nachricht "Decision: Approved".

Bei der DB hat es über einen Monat gedauert, bis ich ein erstes Schreiben mit der Bitte um Zusendung einer Kopie meines elektronischen Tickets erhalten habe. Das allein ist schon frustrierend, da der Datensatz natürlich schon bei der Beantragung über die App vorliegt. Dass die Kunden hier ein altes PDF ausdrucken und per Post einsenden sollen, ist schon frustrierend genug, aber die Bearbeitungsdauer selbst einfacher Fälle ist einfach unverschämt. Eine Entscheidung von DB Dialog / SC Fahrgastrechte liegt bis heute nicht vor und diese Anekdote deckt sich ja auch mit diversen anderen Berichten hier im Forum.

Ich kann also verstehen, was solche Dienstleister antreibt und ich kann auch die Kunden verstehen, die bereit sind, für mehr Bequemlichkeit auf einen Teil ihrer Entschädigung zu verzichten.

Nicht verstehen kann ich dagegen, dass die Politik an dieser Stelle offensichtlich keinen weiteren Handlungsbedarf sieht.


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