neues Angebot der DB an die Gewerkschaft (Allgemeines Forum)

Waldbahn, Freitag, 19.01.2024, 15:35 (vor 969 Tagen)

Hallo

berichtet die Welt

Wer sich gegen die Absenkung entscheide, bekomme 2,7 Prozent mehr Geld. In Summe erhielten die Beschäftigten in diesem Fall ab dem 1. Januar 2026 fast 13 Prozent mehr Entgelt als aktuell. Das Wahlmodell ab 1. Januar 2026 richtet sich an Lokführer und das Zugpersonal.

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Gruß
Waldbahn

neues Angebot der DB an die Gewerkschaft

Stubenqualm, Freitag, 19.01.2024, 15:41 (vor 969 Tagen) @ Waldbahn

Das ist doch wieder eine Nebelkerze der DB.

neues Angebot der DB an die Gewerkschaft

tom66, Freitag, 19.01.2024, 16:57 (vor 969 Tagen) @ Waldbahn

Die GDL hat sich ja wohl selbst in Zugzwang gebracht. Wenn das stimmt was man in der Presse so liest haben ihre "Zehn auf einen Streich" Abschlüsse alle eine Klausel das nachverhandelt werden kann wenn bei der DB nicht auch so ein Abschluß mit 35h erreicht wird.

Eine Farce...

JeDi, überall und nirgendwo, Freitag, 19.01.2024, 20:06 (vor 969 Tagen) @ Waldbahn
bearbeitet von JeDi, Freitag, 19.01.2024, 20:09

Gilt nur, wenn ausreichend Personal vorhanden ist, ansonsten gibts keine Wahlmöglichkeit. Also mal wieder das Papier nicht wert, auf dem das "Angebot" gedruckt ist.

"Die Wahloption zum 1.1.2026 steht deshalb unter dem Vorbehalt, dass dann genügend Lokführer:innen und Zugpersonal an Bord sind. Ist das nicht der Fall, fällt die Wahloption weg und die betreffenden Mitarbeitenden erhalten 2,7 Prozent mehr Geld." - https://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/DB-bewegt-sich-...

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Weg mit dem 4744!

Eine Farce...

sibiminus, Freitag, 19.01.2024, 20:27 (vor 969 Tagen) @ JeDi

Betrachtet man noch, dass von den ursprünglich geforderten 555 €, der Wochenarbeitszeit von 35 h nicht wirklich viel übrig bleibt und dem langen Zeitraum von Nullrunde, frage ich mich wie dieses "Angebot" (der von JeDi gewählte Titel trifft es tatsächlich viel besser) ein Beitrag zur Beilegung sein soll.

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"Diese Preise sorgen dafür, daß die Bahn an anderer Stelle immer mehr rationalisieren und einsparen wird. Nicht oben in den Höhenluftbüros, nein, unten an der Basis auf dem Bahnsteig oder im Zug. Am Fahrkartenschalter. Bei den Ansagen." ~ Alibizugpaar

35 Stunden Woche JETZT

J-C, In meiner Welt, Freitag, 19.01.2024, 20:49 (vor 969 Tagen) @ sibiminus

Wenn andere EVUs es in Deutschland hinkriegen, dann doch erst recht die DB. 35 Stunden Woche ist ja auch eher ein Anreiz, dann eben Lokführer zu werden.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

35 Stunden Woche JETZT

Fabian318, Münster i. W., Samstag, 20.01.2024, 00:30 (vor 969 Tagen) @ J-C

Wenn andere EVUs es in Deutschland hinkriegen, dann doch erst recht die DB. 35 Stunden Woche ist ja auch eher ein Anreiz, dann eben Lokführer zu werden.

Doch nur unter der Bedingung, dass es die DB auch so hinbekommt, wie man so liest... Das erzählt C.W. natürlich nicht groß rum.

35 Stunden Woche JETZT

Swikel161, Samstag, 20.01.2024, 10:05 (vor 968 Tagen) @ J-C

Joa, zeig mir ein Unternehmen in Deutschland, welches nur annähernd so viele Lokführer beschäftigt xD es ist einfach kaum bis nicht realisierbar, akzeptiert das mal. Rechnets euch aus. Und am Ende sind wir die leidtragenden, die dann die Zeche zahlen müssen.

35 Stunden Woche JETZT

rainman51, Paderborn, Samstag, 20.01.2024, 10:10 (vor 968 Tagen) @ Swikel161

Joa, zeig mir ein Unternehmen in Deutschland, welches nur annähernd so viele Lokführer beschäftigt xD es ist einfach kaum bis nicht realisierbar, akzeptiert das mal. Rechnets euch aus. Und am Ende sind wir die leidtragenden, die dann die Zeche zahlen müssen.

Der Beruf muss halt attraktiver werden, da es sonst zu massiven Leistungs-Einschränkungen kommt. Dann zahlen wir auch so die Zeche. Sprich, wenn niemand mehr es machen will, fahren auch keine Züge mehr.

Eine Farce...

Murrtalbahner, Samstag, 20.01.2024, 11:15 (vor 968 Tagen) @ sibiminus
bearbeitet von Murrtalbahner, Samstag, 20.01.2024, 11:16

Betrachtet man noch, dass von den ursprünglich geforderten 555 €, der Wochenarbeitszeit von 35 h nicht wirklich viel übrig bleibt und dem langen Zeitraum von Nullrunde, frage ich mich wie dieses "Angebot" (der von JeDi gewählte Titel trifft es tatsächlich viel besser) ein Beitrag zur Beilegung sein soll.

PR-Strategie. Man macht ein (vergiftetes?) Angebot, steht gut in der Presse da und kann die böse GDL bzw. den bösen Weselsky vor sich hertreiben, man ist ja gesprächsbereit, man hat ja ein Angebot vorgelegt, 13% hey toll, und die Wochenarbeitszeit soll auch abgesenkt werden, was wollt ihr noch?!

Details jenseits der Bildzeitungs-Schlagzeile interessiert die Öffentlichkeit nicht. Von daher: Kreuzigt ihn!!1!11!! (den Weselsky)

Wenn man bei DB Bahnens nur genauso viel Energie und Ideenreichtum beim Bahnverkehr entwickeln würde...

35 Stunden Woche JETZT

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Samstag, 20.01.2024, 11:30 (vor 968 Tagen) @ rainman51

Zumindest für die Lokführer gibt es eine einfache Lösung. Automatisierung. Ciao GDL. :D

35 Stunden Woche JETZT

Stubenqualm, Samstag, 20.01.2024, 11:46 (vor 968 Tagen) @ Paladin

Dafür fehlen aber die Fachkräfte!!

35 Stunden Woche JETZT

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Samstag, 20.01.2024, 12:14 (vor 968 Tagen) @ Fabian318

Und was bekommt die DB heute hin? Wo kommen die massigen Überstunden und einzelne Schichten von so hoher Stundenzahl her, daß die nachträglich auf zwei Tage umgeschrieben werden müssen, um die Vorschriften noch einhalten zu können?

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Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

35 Stunden Woche JETZT

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Samstag, 20.01.2024, 12:21 (vor 968 Tagen) @ Swikel161

Und am Ende sind wir die leidtragenden, die dann die Zeche zahlen müssen.

Na dann kostet die ICE-Fahrt Köln - Rostock am nächsten Donnerstag mit BC25 eben 48 EUR statt 44,90. Ja und? Ist immer noch spottbillig für so eine Distanz.

Wichtiger ist, daß der Zugdienst beruflich wieder für mehr Menschen interessanter und für Reisende weit verlässlicher wird.

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Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

35 Stunden Woche JETZT

Sanformatiker, Samstag, 20.01.2024, 13:04 (vor 968 Tagen) @ Alibizugpaar

Und am Ende sind wir die leidtragenden, die dann die Zeche zahlen müssen.

Na dann kostet die ICE-Fahrt Köln - Rostock am nächsten Donnerstag mit BC25 eben 48 EUR statt 44,90. Ja und? Ist immer noch spottbillig für so eine Distanz.

Nein, wenn man die Arbeitszeit von 38 auf 35 Stunden kürzt (also um etwa 8,5%) ist der ICE von Köln nach Rostock, den man eigentlich nehmen wollte, leider einer der 8,5% der Züge die dann ausfallen müssen. Ersatzlos. Die Fahrt findet dann einfach nicht statt. Es gibt heute schon zu wenig Lokführer, wenn die dann noch mehr als 8% weniger arbeiten, müssen diese Leistungen irgendwo gekürzt werden. Und ich glaube nicht, dass man mit 3 Stunden weniger die Woche auf einmal so viele Menschen motiviert zur Bahn zu gehen, dass man diese 8,5% kompensieren könnte. Woher sollten wir die Leute auch kommen: Wir haben generell nicht mehr genug Arbeitskräfte - quasi in allen Branchen. Die wirklich nervigen Punkte liegen nämlich in der Natur des Eisenbahnbetriebs: Schichtarbeit, Nachtarbeit, Wochenendarbeit und Feiertagsarbeit. Klar kann man alles abschaffen, aber dann können wir vermutlich auch gleich die Bahn abschaffen.

35 Stunden Woche JETZT

sfn17, Samstag, 20.01.2024, 13:18 (vor 968 Tagen) @ Paladin
bearbeitet von sfn17, Samstag, 20.01.2024, 13:19

Zumindest für die Lokführer gibt es eine einfache Lösung. Automatisierung. Ciao GDL. :D

Diese Lösung ist mitnichten einfach, schon seit Jahrzehnten nicht.

Stand der Technik sind gerade mal vollautomatische U-Bahnen, und hier knobelt man immer noch an den Bahnsteigtüren herum. Der Fahrgastwechsel ist nicht ausgereift.

Träum weiter.

(Hihi.)

35 Stunden Woche = Anfang vom Ende!

Baselaner, Samstag, 20.01.2024, 13:23 (vor 968 Tagen) @ Sanformatiker

Die wirklich nervigen Punkte liegen nämlich in der Natur des Eisenbahnbetriebs: Schichtarbeit, Nachtarbeit, Wochenendarbeit und Feiertagsarbeit.

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen! Natürlich muss der Job attraktiver werden. Und ich gönne es den Tfs auch! Aber hört Bitte mit dem Märchen auf, dass durch diesen Tarifvertrag jetzt alle Tf werden wollen, weil dieser doch so attraktiv ist. Denn die Hauptprobleme "jedes 2. Wochenende arbeiten", "sehr unregelmäßig anfangen und enden" und "am Feiertag, wo die anderen mit der Familie Zuhause sind" bleiben. Und solange man diesen Job dort nicht attraktiver macht, werden sich genauso wenig Bewerber finden! Man beschleunigt den Mangel jetzt nur nach vorne.

PS: Herz auf die Hand: Wer von euch fängt sofort als Tf an, wenn die GDL das bei der DB durchsetzt? Ich tippe Mal: KEINER!

Gruß!

Und wieso bekommen die Privaten das hin?

J-C, In meiner Welt, Samstag, 20.01.2024, 13:23 (vor 968 Tagen) @ Sanformatiker

- kein Text -

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35 Stunden Woche JETZT

sfn17, Samstag, 20.01.2024, 13:26 (vor 968 Tagen) @ Sanformatiker

Das wird sich auch im Nah- und Stadtverkehr niederschlagen. Die Fahrpläne werden bereits ausgedünnt.

Die autofahrenden Politiker haben es in den letzten zwanzig Jahren endlich geschafft, den öffentlichen Personenverkehr so madig zu machen, dass jetzt die Leute sich zu fein sind, bei einem VU als Fahrkraft mitzumachen. Das ist in der Wahrnehmung zu unterschichtig geworden.

Fakten?

sfn17, Samstag, 20.01.2024, 13:27 (vor 968 Tagen) @ J-C

- kein Text -

Vlt findet man leichter 2 zusätzliche Tfs als 2.000 Tfs?

Altmann, Samstag, 20.01.2024, 13:35 (vor 968 Tagen) @ J-C

- kein Text -

Fakten?

J-C, In meiner Welt, Samstag, 20.01.2024, 13:40 (vor 968 Tagen) @ sfn17
bearbeitet von J-C, Samstag, 20.01.2024, 13:40

Go Ahead zum Beispiel hat das hingekriegt. Netinera auch.

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35 Stunden Woche JETZT

rainman51, Paderborn, Samstag, 20.01.2024, 14:02 (vor 968 Tagen) @ Paladin

Zumindest für die Lokführer gibt es eine einfache Lösung. Automatisierung. Ciao GDL. :D

So einfach, dass ja ganz Deutschland elektrifiziert ist^^.

Überall die gleichen Signale^^.

Automatisierung ist einfach nur eine Trotz-Antwort. Sowas wird es vielleicht in 100 Jahren geben^^.

Fakten?

VT 609, Samstag, 20.01.2024, 14:36 (vor 968 Tagen) @ J-C

Go Ahead zum Beispiel hat das hingekriegt. Netinera auch.

... unter der Bedingung, dass die GDL mit der DB ähnlich abschließt. Das verschweigen die GDL und ihre Jünger geflissentlich.

Ja, aber dennoch hat man das so festgeschrieben.

J-C, In meiner Welt, Samstag, 20.01.2024, 14:53 (vor 968 Tagen) @ VT 609

Also muss ein Betreiber auch davon ausgehen, dass diese 35 Stunden dann kommen. Wäre ja sonst fahrlässig.

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35 Stunden Woche JETZT

Lumi25, Samstag, 20.01.2024, 14:57 (vor 968 Tagen) @ Paladin

Zumindest für die Lokführer gibt es eine einfache Lösung. Automatisierung. Ciao GDL. :D

Lächerlich dieses Argument. Für die autarke S-Bahn Berlin nimmt man gerade Neufahrzeuge in Betrieb, welche einen Tf. benötigen. Diese werden die nächsten 30 Jahre auch fahren.

In Hamburg hat man eine Teststrecke und Neufahrzeuge werden so gekauft, dass ein Tf. notwendig ist.

Das sind die einzigen autarken S-Bahnnetze in Deutschland und in den nächsten 30 Jahren wird sich dort nichts tun.

Rein theoretisch wäre das kein Hindernis

J-C, In meiner Welt, Samstag, 20.01.2024, 15:13 (vor 968 Tagen) @ Lumi25

Wenn man es wollte, könnte man die Züge dann entsprechend umbauen. Ob das so sinnvoll ist, ist die andere Frage.

In Lausanne hat man etwa zwar einerseits eine autonom fahrende Metro m2 (und die ist dann mit Gummirädern ausgestattet wegen der Steigungen), aber die Linie m1 nach Renens fährt klassisch mit Lokführer.

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Selbst das hat die DB verbockt ...

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Samstag, 20.01.2024, 15:42 (vor 968 Tagen) @ Murrtalbahner
bearbeitet von Der Blaschke, Samstag, 20.01.2024, 15:43

Hey.

PR-Strategie. Man macht ein (vergiftetes?) Angebot, steht gut in der Presse da und kann die böse GDL bzw. den bösen Weselsky vor sich hertreiben, man ist ja gesprächsbereit, man hat ja ein Angebot vorgelegt, 13% hey toll, und die Wochenarbeitszeit soll auch abgesenkt werden, was wollt ihr noch?!

Details jenseits der Bildzeitungs-Schlagzeile interessiert die Öffentlichkeit nicht.

Nicht mal das hat geklappt: zu dem Zeitpunkt hat BILD erst gar nicht und dann, meine ich, irgrndwo ganz unten berichtet. Es war Beckenbauers Beerdigung. Und Deutschlands Handballsieg. Und Dsungelkampvorfreude. Pocher trieb es mit der Schumacher-Ex; arme Amira. BILD hatte für den DB/GDL-Klimbim gar keine Zeit.

Das ist VÖLLIG VERPUFFT. Eigentor der DB. Völlig falsches Timing. Okay, damit kennt sie sich ja aus. Ist im Betrieb genauso.

Der Laden ist völlig hoffnungslos total am Ende.

Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Spannend.

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Samstag, 20.01.2024, 16:09 (vor 968 Tagen) @ Baselaner

Hey.

Denn die Hauptprobleme "jedes 2. Wochenende arbeiten", "sehr unregelmäßig anfangen und enden" und "am Feiertag, wo die anderen mit der Familie Zuhause sind" bleiben. Und solange man diesen Job dort nicht attraktiver macht (...)

Wie macht man ihn da attraktiver?

Genau:

Am Wochenende ruht der Bahnbetrieb! Und zwischen 22 und 5 Uhr ebenfalls! Letzteres täglich bzw nächtlich.

Oder welche Ideen zur KONKRETEN Umsetzung deiner Forderungen hast du?

Natürlich fängt wegen der 35 Std niemand bei Bahnens an. Aber es hieß in der Berichterstattung bei früheren Tarifverhandlungen, dass sich bei Wahlmodellen stets überraschend viele Mitarbeiter für Freizeit statt für Geld entschieden haben. Insofern sind die "35" eher nur der Einstieg und auch ein Zeichen, dass man es ernst meint mit der Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Wenn ich mehr Freizeit habe, läßt sich auch die Nachtschicht dann mal besser ertragen. Oder dass der Wecker um 1.40 Uhr klingelt. Oder man erst um 2.34 Uhr wieder daheim ist.

Solange der Arbeitgeber aber klar macht, dass er an den Arbeitsbedingungen nichts ändern will, sendet das ein deutliches Zeichen auch an die vorhandene Belegschaft. Gern wird ja auf die hohen Krankenstände verwiesen. Ein überdurchschnittlicher Krankenstand ist aber immer auch ein Zeichen schlechten Betriebsklimas.

Der hier genannte ICE von Köln nach Rostock fällt jetzt und auch in Zukunft aus. Der Bahnverkehr wird so oder so deutlich reduziert werden. Die Frage ist nur: wie? Wie oben skizziert? Und die humane Fragestellung dahinter: das zu geringe Personal ausquetschen bis zum Zusammenbruch mit Krankheits- und Rentenkosten für die Allgemeinheit. Mit unplanbaren Ausfällen mal hier und mal da. Oder mit dem wenigeren Personal von vornherein planbar weniger Schichten fahren, dafür aber mit gesunden, engagierten Mitarbeitern, die dann bis zum 70. Lebensjahr durchhalten und gesund in Rente gehen.

Wir müssen uns da einfach mal ehrlich machen; eine Ausweitung oder auch nur die Haltung des Status Quo ist im Bahnverkehr Utopie!

Und schon bis Ende diesen Jahren können wir mit der drastischen Ausdünnung anfangen. Wenn die im Osten siegreiche AfD dann all die Zuwanderer außer Landes schafft und die paar wenigen Sympathisanten noch dazu, dann braucht es mangels wirtschaftlicher Tätigkeiten dort ohnehin kaum noch Zugverkehr. Und das ist dann ja erst der Anfang. Der wirtschaftliche Abstieg Deutschlands bedingt weniger Arbeitskräfte, erzeugt dadurch geringere Kaufkraft und führt so zu deutlich geringerer Mobilität sowohl beruflich als auch in der Freizeit. Einzig die Kriegswirtschaft soll ja jetzt aufblühen; in 5 Bus 8 Jahren kommt ja der Russe wieder.

Möglicherweise ist es also zukunftsweisend, die Eisenbahn in Deutschland auf ihre militärstrategische Aufgabe auszurichten.

Und ja, da muss ich dir Recht geben: im Krieg wird man mit der 35-Std-Woche auch nicht weiterkommen. Und wenn der Militärzug kurz vor Dresden unter Beschuss steht, glaube ich auch eher nicht, dass der Lokführer erst bei seinem Arbeitgeber und dann bei seiner Gewerkschaft anruft und drauf hinweist, dass seine Wochenarbeitszeit erreicht ist.


Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Ja, aber dennoch hat man das so festgeschrieben.

VT 609, Samstag, 20.01.2024, 16:14 (vor 968 Tagen) @ J-C

Also muss ein Betreiber auch davon ausgehen, dass diese 35 Stunden dann kommen. Wäre ja sonst fahrlässig.

Diesen Satz verstehe ich nicht. Nach meinem Verständnis ist die Logik eher umgekehrt: Die genannten Betreiber können nachverhandeln (und werden es todsicher tun), wenn mit der DB kein vergleichbarer Abschluss zustande kommt.

Fakten?

Kölner96, Samstag, 20.01.2024, 16:30 (vor 968 Tagen) @ VT 609

Go Ahead zum Beispiel hat das hingekriegt. Netinera auch.


... unter der Bedingung, dass die GDL mit der DB ähnlich abschließt. Das verschweigen die GDL und ihre Jünger geflissentlich.

Netinera wirbt seit dem Abschluss sogar aktiv mit der 35h-Woche ab 2028.
Die wären schön blöd, wenn es anders käme, dann hauen die Leute nämlich reihenweise wieder ab :)

Ja, aber dennoch hat man das so festgeschrieben.

J-C, In meiner Welt, Samstag, 20.01.2024, 17:55 (vor 968 Tagen) @ VT 609

Jo, aber man hat einen Vertrag geschlossen, wo letztlich diese 35 Stunden Woche drinsteht. Was, wenn plötzlich das bei der DB doch geschafft wird?

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Ja, aber dennoch hat man das so festgeschrieben.

gnampf, Samstag, 20.01.2024, 18:29 (vor 968 Tagen) @ J-C

Was, wenn plötzlich das bei der DB doch geschafft wird?

Dafür müsste die DB dann wohl massiv mehr ausbilden. Und diese TFs greift man sich danach dann halt ab.
Und bei Ausschreibungen gehen dann ja auch bei allen Bietern die Preise hoch.

Fakten?

gnampf, Samstag, 20.01.2024, 18:50 (vor 968 Tagen) @ J-C

GO AHEAD möge doch bitte erstmal genug TF ausbilden um mit den alten Verträgen die bestellten Leistungen zu erbringen, ohne davon 50% an WFL und deren Gerümpel abtreten zu müssen. Mit weniger Stunden brauchts noch mehr Gerümpeleinsätze

Fakten?

EK-Wagendienst, EGST, Samstag, 20.01.2024, 19:01 (vor 968 Tagen) @ gnampf

GO AHEAD möge doch bitte erstmal genug TF ausbilden um mit den alten Verträgen die bestellten Leistungen zu erbringen, ohne davon 50% an WFL und deren Gerümpel abtreten zu müssen. Mit weniger Stunden brauchts noch mehr Gerümpeleinsätze

ich finde es immer interessant, dass die EVU die diesen "Gerümpelverkehr" durchführen, ausreichend Personal hat,
liegt es daran, das es viel interessanter ist, so zu arbeiten, oder zahlen die besser?

--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Spannend.

Reservierungszettel, KDU, Samstag, 20.01.2024, 20:03 (vor 968 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von Reservierungszettel, Samstag, 20.01.2024, 20:08

Hey.

Denn die Hauptprobleme "jedes 2. Wochenende arbeiten", "sehr unregelmäßig anfangen und enden" und "am Feiertag, wo die anderen mit der Familie Zuhause sind" bleiben. Und solange man diesen Job dort nicht attraktiver macht (...)


Wie macht man ihn da attraktiver?

Genau:

Am Wochenende ruht der Bahnbetrieb! Und zwischen 22 und 5 Uhr ebenfalls! Letzteres täglich bzw nächtlich.

Oder welche Ideen zur KONKRETEN Umsetzung deiner Forderungen hast du?

Natürlich fängt wegen der 35 Std niemand bei Bahnens an. Aber es hieß in der Berichterstattung bei früheren Tarifverhandlungen, dass sich bei Wahlmodellen stets überraschend viele Mitarbeiter für Freizeit statt für Geld entschieden haben. Insofern sind die "35" eher nur der Einstieg und auch ein Zeichen, dass man es ernst meint mit der Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Wenn ich mehr Freizeit habe, läßt sich auch die Nachtschicht dann mal besser ertragen. Oder dass der Wecker um 1.40 Uhr klingelt. Oder man erst um 2.34 Uhr wieder daheim ist.

Solange der Arbeitgeber aber klar macht, dass er an den Arbeitsbedingungen nichts ändern will, sendet das ein deutliches Zeichen auch an die vorhandene Belegschaft. Gern wird ja auf die hohen Krankenstände verwiesen. Ein überdurchschnittlicher Krankenstand ist aber immer auch ein Zeichen schlechten Betriebsklimas.

Was auch noch hinzukommt, ganz früher gab es noch die Eisenbahnerfamilien.

Da war Vater Lokführer und der Sohn wurde sein Nachfolger, jede Generation vertrat in gewisser weise ihre Vorgänger - und ganz wichtig sie waren stolz Eisenbahner zu sein und das Unternehmen zu representieren, finde da heuet mal einen der von sich behaupten kann gerne bei der Bahn zu arbeiten, die meisten gehen nur noch Arbeiten weil sie das Geld brauchen und nicht weil der Beruf spaß macht.

Vor einigen Jahren sagte mal einer zu mir: Ich bin jetzt zu alt mich umzuorientieren was soll ich denn noch machen? Die paar Jahre werde ich in dem Laden noch rumkriegen, aber du hast noch alle Möglichkeiten also mach was draus.

Und ja ich gebe zu das Frühdienste nix für mich sind. Das habe ich während meiner ersten Ausbildung (die abgebrochen wurde) bereits gemerkt und mich dahingehend umorientiert. Da ich bei der Bahn damit rechnen muss so einen zu bekommen könnte mich auch bei dem Thema keine 20 Stunden Woche mit voller Bezahlung locken...

Fakten?

gnampf, Samstag, 20.01.2024, 20:32 (vor 968 Tagen) @ EK-Wagendienst

ich finde es immer interessant, dass die EVU die diesen "Gerümpelverkehr" durchführen, ausreichend Personal hat,
liegt es daran, das es viel interessanter ist, so zu arbeiten, oder zahlen die besser?

Das können wohl nur die entsprechenden TFs beantworten, die Gründe dürften aber auch individuell sein. Bezahlung vermute ich persönlich nicht, bzw. zumindest nicht im Grundgehalt. Für die ganzen Auswärtseinsätze (WFL kommt ja nicht aus Mittelfranken) dürfte es ja einiges an Zulagen geben. Vielleicht reizt es manchen ja eben auch nicht die ganze Zeit das gleiche Programm zu fahren, oder auch neben Personen- noch Güterverkehr zu machen. Oder eben was in Deutschland rum zu kommen.
Ob WFL z.B. aber ausreichend Personal hat weiß ich nicht. Kann ja auch gut sein das die Leistungen absagen müssen die sie vom Fahrmaterial her hätten annehmen können. Nur müssen die halt keinen Verkehrsvertrag erfüllen sondern planen wohl mit kürzeren Zeiträumen und machen Angebote mit dem was sie haben.

Total heruntergekommen; leider.

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Samstag, 20.01.2024, 21:12 (vor 968 Tagen) @ Reservierungszettel

Hey.

Da war Vater Lokführer und der Sohn wurde sein Nachfolger, jede Generation vertrat in gewisser weise ihre Vorgänger - und ganz wichtig sie waren stolz Eisenbahner zu sein und das Unternehmen zu representieren, finde da heuet mal einen der von sich behaupten kann gerne bei der Bahn zu arbeiten, (...)

Ja, da schreibst du was ...

Wenn man da so alte Fotos anschaut ... - Da standen sie stolz in voller Uniformvor ihren Fahrzeugen. Da galt man auch noch was!

Und heute? Da schlurft die Lokführer in seiner ollen Jeans gramgebeugt mit dem uralt zerfetzt siffigen Lokführerrucksack muffig über den Bahnsteig.

https://m.youtube.com/watch?v=_5sku3wI3DI&pp=ygUMc2NoYWZmbmVybG9z

Hot ana a' Schaffneruniform, hot ma' früha fost salutiert
Heit wird ma nur verächtlich og'schaut, dass ma si' direkt geniert

Schaffner sei'
Des woar amoi wos
So wird's nie wieda sei


Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Wie retten wir die Eisenbahn? Mit Weitblick!

Baselaner, Sonntag, 21.01.2024, 06:23 (vor 968 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von Baselaner, Sonntag, 21.01.2024, 06:25

Hey.

Denn die Hauptprobleme "jedes 2. Wochenende arbeiten", "sehr unregelmäßig anfangen und enden" und "am Feiertag, wo die anderen mit der Familie Zuhause sind" bleiben. Und solange man diesen Job dort nicht attraktiver macht (...)


Wie macht man ihn da attraktiver?

Genau:

Am Wochenende ruht der Bahnbetrieb! Und zwischen 22 und 5 Uhr ebenfalls! Letzteres täglich bzw nächtlich.

Oder welche Ideen zur KONKRETEN Umsetzung deiner Forderungen hast du?

Naja Jörg, das Thema ist halt zu Komplex, um 2 bis 3 Maßnahmen zu definieren und dann funktioniert der Bahnbetrieb wieder. Denn: es fehlt ja nicht nur an Tfs. Sondern auch Werkstattmitarbeiter, Infrastruktur-Handwerker, Fdl, Hersteller und (Achtung jetzt müssen alle GDL Gläubige stark sein) Mitarbeiter im bösen Wasserkopf. Denn der Bahnbetrieb muss auch geplant, verwaltet, erneuert, "innoviert" und "lobbyiert" werden.

Für die zukünftige Ausrichtung der "Deutschen Eisenbahn" muss es für 4 Wochen einen großen Raum geben, wo verschiedene Workshops auf Arbeitsebene (!) stattfinden und diese jährlich wiederholt werden. Teilnehmer sind alle (!!!), die am Bahnbetrieb teilnehmen. Und hier wird dann jährlich geklärt wie es nur mit diesem Thema weitergeht und welche konkreten Maßnahmen umgesetzt und finanziert werden. Denn, ich wiederhole mich gerne nochmals, das Thema ist zu Komplex, dass der Jörg mit einer Pepsi in der Hand paar Maßnahmen definiert und auf einmal die Schweizer neidisch auf uns schauen weil wir alle Probleme gelöst haben.

Gruß!

Wie retten wir die Eisenbahn? Mit Weitblick!

ICE-TD, Sonntag, 21.01.2024, 09:16 (vor 967 Tagen) @ Baselaner

Und wenn du nicht mehr weiter weißt gründe einen Arbeitskreis.... Nein, davon gibt's es bei der Bahn schon zu viele, 3s ändert sich trotzdem nichts weil man nichts ändern will. Diese ganzen sinnlosen Projekte, Digitalisierung die die Arbeit nicht einfacher macht sondern noch komplizierter. Ein Computer der Dienstpläne baut aber den menschlichen Tagesrhythmus nicht kennt, Regelwerke die immer weiter den Bahnbetrieb behindern und komplizierter machen. Vorstände die sich die Taschen Vollstopfen aber den Angestellten erklären man müsse sparen.
Der Karren ist so vor die Wand gefahren worden von Politik und Management, da weiß man gar nicht wo man anfangen sollte um den Karren wieder flott zu bekommen. Es ist auch kein umsteuern zu erkennen.

Und was ist dein Vorschlag außer nur meckern?

Baselaner, Sonntag, 21.01.2024, 09:55 (vor 967 Tagen) @ ICE-TD

- kein Text -

Anfangen ...

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Sonntag, 21.01.2024, 21:59 (vor 967 Tagen) @ Baselaner

Hey.

Naja Jörg, das Thema ist halt zu Komplex, um 2 bis 3 Maßnahmen zu definieren und dann funktioniert der Bahnbetrieb wieder. Denn: es fehlt ja nicht nur an Tfs.

Das ist mir auch klar, dass die "35" nicht das Allheilmittel ist. Aber wir müssen irgrndwo mal anfangen.

Für die zukünftige Ausrichtung der "Deutschen Eisenbahn" muss es für 4 Wochen einen großen Raum geben, wo verschiedene Workshops auf Arbeitsebene (!) stattfinden und diese jährlich wiederholt werden. Teilnehmer sind alle (!!!), die am Bahnbetrieb teilnehmen. Und hier wird dann jährlich geklärt wie es nur mit diesem Thema weitergeht und welche konkreten Maßnahmen umgesetzt und finanziert werden.

Und wieder fehlen KONKRETE Ideen und Vorschläge. Und auch, wenn das so gemacht wird, muss es dann ja auch Maßnahmen als erstes geben. Es kann ja nicht alles gleichzeitig umgemodelt werden!


Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

35 Stunden Woche JETZT

Irgendware, Bremen, Sonntag, 21.01.2024, 22:36 (vor 967 Tagen) @ Lumi25

Lächerlich dieses Argument. Für die autarke S-Bahn Berlin nimmt man gerade Neufahrzeuge in Betrieb, welche einen Tf. benötigen. Diese werden die nächsten 30 Jahre auch fahren.

In Hamburg hat man eine Teststrecke und Neufahrzeuge werden so gekauft, dass ein Tf. notwendig ist.

Das ist nur die halbe Wahrheit.
Es handelt sich zum einen nicht um eine Teststrecke, sondern um die Regelstrecke zwischen Berliner Tor und Bergedorf.

Die Lokführer bleiben aktuell noch an Board, um die Züge zu überwachen - zum einen - zum anderen fahren die Züge aber auch über Berliner Tor hinaus auf die bisher nicht ertüchtigte Strecke.
Heißt: Die Züge können vollautomatisch fahren, man vertraut der Technik aber noch nicht 100%. Ich gehe nicht davon aus, dass man dies 30 Jahre so lassen wird, sondern eher die Strecken weiter ausstattet und ab einem gewissen Punkt auch die Freigabe bekommen wird, ohne Tf unterwegs zu sein.

Anfangen ohne nachzudenken... Aber wir haben etwas gemacht!

Baselaner, Montag, 22.01.2024, 06:17 (vor 967 Tagen) @ Der Blaschke

Für die zukünftige Ausrichtung der "Deutschen Eisenbahn" muss es für 4 Wochen einen großen Raum geben, wo verschiedene Workshops auf Arbeitsebene (!) stattfinden und diese jährlich wiederholt werden. Teilnehmer sind alle (!!!), die am Bahnbetrieb teilnehmen. Und hier wird dann jährlich geklärt wie es nur mit diesem Thema weitergeht und welche konkreten Maßnahmen umgesetzt und finanziert werden.


Und wieder fehlen KONKRETE Ideen und Vorschläge. Und auch, wenn das so gemacht wird, muss es dann ja auch Maßnahmen als erstes geben. Es kann ja nicht alles gleichzeitig umgemodelt werden!


Schöne Grüße von jörg

Moin Jörg!

auch wenn ich mich wiederhole. In einem Bahnsystem, wo hunderte Schnittstellenpartner zusammen arbeiten, muss ohne miteinander zu sprechen konkrete Maßnahmen kommen? Machst du auch konkrete Dinge ohne deine Frau aus und wunderst dich, dass es dann Krach gibt? Nein, das wird nicht funktionieren, wenn jede Abteilung seine eigenen Dinge macht. Und das kann von: jeder Bahnmitarbeiter kann mit einem Porsche zur Arbeit kommen weil er so viel Geld verdient, bis hin zu: wir verlängern alle notwendigen Bahnsteige mit einem Gesetz innerhalb von einem Jahr, sodass ich längere Züge fahren kann und damit auch ein paar Umläufe einsparen kann. All diese Vorschläge müssen aber sowohl finanziert, als auch umgesetzt werden. Und dazu muss man sich nunmal an einen (!) gemeinsamen Tisch setzen und sich überlegen, was jede Abteilung/Firma/Schnittstelle liefern kann.

Welche KONKRETEN Maßnahmen hast du denn? Und du siehst ja: Auch von mir gefragten GDL-jünger kommen keine konkreten Ideen, weil jeder die sofort in der Luft zerreißen würde. Denn diese sind weder finanziert, noch mit den anderen Partnern abgestimmt. Also sagt er erstmal nichts ...

Gruß!

Ein großes Dilemma

Tim Nabel, Montag, 22.01.2024, 12:50 (vor 966 Tagen) @ Waldbahn

Was mir mal ein Zf vom RE80 erzählt hat, ist, dass sie im Monat zwei Wochen arbeiten und den Rest zu Hause sind. Die meisten kommen aus der Region Berlin. Alles wird bezahlt, und meistens wird in Hotels in NWH übernachtet.

Die Tfs sollen wohl aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands kommen.

Dass diese Zugleistungen teuer sind, wissen wir alle. Dass wir das Zugmaterial nicht toll finden, da stimmen wohl die meisten zu.

Dass GABY nicht genug Lokführer hat, wissen wir auch alle. Man muss nur einmal zu einem Vorstellungsgespräch gehen, und danach weiß man, wie es dort ist.

Wahrscheinlich wird es in Zukunft mehr Einsätze solcher EVUs geben. Ob man so etwas toll findet, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich bin geteilter Meinung.

Was es wahrscheinlich auch geben wird, ist, dass man Züge einfach wieder verschwinden lässt.

Wahrscheinlich dann Züge wie den München-Düsseldorf Sprinter, was eigentlich echt schade wäre.

Mehr Geld für Fahrkarten zahlen will keiner. Nur weniger arbeiten für das gleiche Gehalt führt alles zu einem großen Dilemma.

35 Stunden Woche = Anfang vom Ende!

611 040, Erfurt, Montag, 22.01.2024, 13:54 (vor 966 Tagen) @ Baselaner

Das Problem ist aber, dass durch die Reduktion der Wochenarbeitszeit dür die vorhandenenen Leistungen NOCH mehr Personal als jetzt benötigt wird. Jetzt fehlt es schon überall, wenn jetzt jeder Tf 5h pro Woche weniger fährt müssen noch mehr Züge als ohnehin schon ausfallen. Klar es wird dann auch mehr Bewerber geben, denn man überlegt sich vielleicht doch bei gutem Gehalt und nur 35h-Woche (vorausgesetzt das wird durchgesetzt) "in den sauren Apfel zu beißen".
Andererseits wird alles immer teurer. Und man kann sich immer weniger leisten. Da überlegt der eine oder andere doch ob sich da mehr Freizeit bei weniger Lohn leisten kann und will.

Es ist auch kein Geheimnis dass es die nächsten Jahre schwierig wird überhaupt die jetzigen Züge zu fahren und die Fahrgäste zu befördern. Wiseso man da noch MEHR Fahrgäste in die jetzt schon überfüllten Züge locken muss kann ich echt nicht nachvollziehen. Die Politik interessiert das natürlich nicht, die wollen nur ihre Klimapolitik machen. Ob das umsetzbar ist interessiert die doch nicht. Hat man ja letzten Sommer zur Genüge erleben müssen. Und noch so viel Geld hilft nichts wenn es kein Personal für die dafür benötigten zusätzlichen Züge gibt.

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❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Machen!

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Dienstag, 23.01.2024, 12:28 (vor 965 Tagen) @ Baselaner

Moin.

auch wenn ich mich wiederhole. In einem Bahnsystem, wo hunderte Schnittstellenpartner zusammen arbeiten, muss ohne miteinander zu sprechen konkrete Maßnahmen kommen?

Dagegen habe ich doch gar nichts. Aber es muss irgendwann mal angefangen werden, dann auch Maßnahmen umzusetzen. Aber man kann nicht überall gleichzeitig anfangen. Einer muss voran gehen.

Machst du auch konkrete Dinge ohne deine Frau aus und wunderst dich, dass es dann Krach gibt?

Ich hab den Krach einfach ignoriert. Irgendwann war sie dann, auch wegen anderer Dinge, weg. Gut so, sag ich heute.

Die konkreten Dinge waren übrigens schöne Zugtouren. ;-)

Welche KONKRETEN Maßnahmen hast du denn?

Die Forderungen der GDL unterschreibe ich. Und vor allem müssen wir hin zu arbeitnehmerfreundlicheren Schichtplänen.


Schöne Grüße von jörg

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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

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