Städtische Bahnstreikresilienz (Allgemeines Forum)
плацкарт, Donnerstag, 11.01.2024, 09:05 (vor 976 Tagen)
Ich habe mich gestern viel durch Berlin bewegt und fand, dass zwar mehr Planung nötig ist als sonst, andererseits die Bewegung durch die Stadt erstaunlich gut funktioniert. Ein bisschen S-Bahn-Restverkehr im 20-Minutentakt.
Die Mischung aus verschiedenen Verkehrsmitteln erweist sich als nützlich. Man stelle sich einen Metrostreik in Moskau oder einen Undergroundstreik in London vor!
Da stellt sich mir die Frage: welche große deutsche Metropole leidet im innerstädtischen Verkehr am meisten unter GdL-Streiks im Tarifkonflikt mit der DB?
Wenn man das Ruhrgebiet als Einheit sieht - ist es dort wegen der S-Bahnlastigkeit stärker eingeschränkt als z.B. in München?
Interessant ist in Berlin die Ressourcenverteilung beim Notverkehr: dieser konzentriert sich auf den Südosten, wo U-Bahnverkehr fehlt. Im Nordosten verlässt man sich auf die schnellen Straßenbahnverbindungen. Der Westen hat die U-Bahn.
Hamburg wegen abgelegener Stadtteile
totga, Donnerstag, 11.01.2024, 09:50 (vor 976 Tagen) @ плацкарт
Ich würde auch noch Hamburg ins Rennen werfen, vor allem wegen der ganzen außerhalb liegenden Stadtteile wie
1. dem Süderelberaum (Veddel, Wilhelmsburg, Harburg, Neugraben…), auch wenn von Harburg ein paar Metronom-Linien zum Hauptbahnhof fahren, die halten ja auch nicht dazwischen;
2.Bergedorf und allem was davor kommt (Tiefstack, Moorfleet, Allermöhe…);
wo eigentlich jeweils hauptsächlich nur S-Bahnen fahren und
3. Rahlstedt, Tonndorf etc. wo nur die RB81 fährt und die nächste U-Bahn immer noch recht weit entfernt ist.
Städtische Bahnstreikresilienz
JanZ, HB, Donnerstag, 11.01.2024, 11:24 (vor 976 Tagen) @ плацкарт
Wenn man das Ruhrgebiet als Einheit sieht - ist es dort wegen der S-Bahnlastigkeit stärker eingeschränkt als z.B. in München?
Ich würde sagen nein, weil es häufig Parallelverkehr mit kommunalem ÖPNV (durchaus auch städteübergreifend) oder anderen EVU gibt. Da ist man tendenziell eher besser dran als im Münchner Umland.
Städtische Bahnstreikresilienz
Giovanni, Donnerstag, 11.01.2024, 14:43 (vor 976 Tagen) @ плацкарт
Interessant ist in Berlin die Ressourcenverteilung beim Notverkehr: dieser konzentriert sich auf den Südosten, wo U-Bahnverkehr fehlt. Im Nordosten verlässt man sich auf die schnellen Straßenbahnverbindungen. Der Westen hat die U-Bahn.
Problematisch sind aber die Verbindungen ins Umland:
Nach Wannsee und Potsdam hat man ja immer noch die ODEG (bei der ich feststellen musste, dass nicht mehr alle Züge in Charlottenburg halten)
Nach Teltow? SEV - aber ohne Verknüpfung zur U-Bahn
Blankenfelde & Mahlow? SEV, aber nur bis Priesterweg (statt Südkreuz) - evtl wäre es besser gewesen, den nur bis U Alt-Mariendorf zu führen und eingesparte Ressourcen anderweitig zu verplanen
Bernau? SEV nur im Stundentakt von/nach Hohenschönhausen und ohne Bedienung der Zwischenhalte
Oranienburg? hier gibt es fast nur die RB12 mit ihren kleinen Dieseltriebwägelchen - besonders ärgerlich ist aber, dass es von den Unterwegsstationen keinerlei Busverbindungen nach Berlin gibt
Hennigsdorf? SEV nach Tegel, wo normalerweise die U-Bahn fahren würde, aber immerhin SEV im U-Bahn-Takt Richtung Stadt fährt
...ein S-Bahn-Notverkehr, notfalls nur im Stundentakt, Wittenau - Oranienburg und Pankow - Bernau hätte vermutlich gut getan. Auch wenn man dann hätte andernorts einkürzen müssen.
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Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)
Anmerkung zum SEV Priersterweg Blankenfelde
Jon4s94, Donnerstag, 11.01.2024, 15:15 (vor 976 Tagen) @ Giovanni
Ich muss das einfach mal sagen, da der SEV direkt bei mir vorbeifährt. Gestern als ich zum Supermarkt gelaufen bin habe ich mich gewundert warum dort regelmäßig Busse ohne Fahrgäste langgegahren sind, da die Strecke direkt an meiner Wohnung/ Haustür liegt, habe ich öfter Busse langfahren sehen, manchmal mit nur 1-2 Personen drinnen, meist allerdings ohne Fahrgäste! In diversen Fahrplanauskünften (DB, VBB, BVG) werden die SEV Busse garnicht angegeben. Dann ist es kein Wunder das dort niemand mitfährt. Ich informiere mich in der Regel auch nur in diesen Auskunftsmedien. Lediglich ein Hinweis auf der S Bahn Berlin Seite verrät das es dort einen SEV geben soll. Das es dann keinerlei Fahrgäste gibt wundert mich ehrlich gesagt nicht. Das man den Bus dann nicht wenigstens bis zum Bahnhof Südkreuz fährt kann ich auch nicht verstehen. Dort hätte man als Fahrgast ja wesentlich besseren Anschluss. Das finde ich schon schwach, das der Bus nicht mal in den auskunftsmedien angegeben wird. Würde der nicht direkt bei mir vorbei fahren hätte ich das auch nicht mitbekommen
Anmerkung zum SEV Priersterweg Blankenfelde
EK-Wagendienst, EGST, Donnerstag, 11.01.2024, 15:18 (vor 976 Tagen) @ Jon4s94
Für die Auskünfte Medien ist die Zeit zu knapp, da es mehrere Tage dauert.
Die eigenen Seiten sind da schneller.
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Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.
Anmerkung zum BNV Priersterweg Blankenfelde
JanZ, HB, Donnerstag, 11.01.2024, 15:20 (vor 976 Tagen) @ Jon4s94
Ist halt auch offiziell kein Schienenersatz-, sondern Busnotverkehr. Den bekommt man auch leider so kurzfristig nicht in die Auskunft, sofern er überhaupt einen definierten Fahrplan hat.
Anmerkung zum SEV Priersterweg Blankenfelde
Giovanni, Donnerstag, 11.01.2024, 15:46 (vor 976 Tagen) @ Jon4s94
Ich muss das einfach mal sagen, da der SEV direkt bei mir vorbeifährt. Gestern als ich zum Supermarkt gelaufen bin habe ich mich gewundert warum dort regelmäßig Busse ohne Fahrgäste langgegahren sind, da die Strecke direkt an meiner Wohnung/ Haustür liegt, habe ich öfter Busse langfahren sehen, manchmal mit nur 1-2 Personen drinnen, meist allerdings ohne Fahrgäste!
Innerhalb Berlin dürften wohl, je nach Start und Ziel, die Busse M76, X76, M77 und X83 in Kombination mit U6 und U9 viele Hauptverkehrsströme besser als ein BNV bewältigen - und auch durch die geradlinigen Streckenführungen schneller sein.
In diversen Fahrplanauskünften (DB, VBB, BVG) werden die SEV Busse garnicht angegeben. Dann ist es kein Wunder das dort niemand mitfährt. Ich informiere mich in der Regel auch nur in diesen Auskunftsmedien. Lediglich ein Hinweis auf der S Bahn Berlin Seite verrät das es dort einen SEV geben soll. Das es dann keinerlei Fahrgäste gibt wundert mich ehrlich gesagt nicht.
Den Hinweis auf SEV auf dem Streckenabschnitt hätte man direkt in die Ausfallmeldung packen können.
Das man den Bus dann nicht wenigstens bis zum Bahnhof Südkreuz fährt kann ich auch nicht verstehen. Dort hätte man als Fahrgast ja wesentlich besseren Anschluss. Das finde ich schon schwach, das der Bus nicht mal in den auskunftsmedien angegeben wird. Würde der nicht direkt bei mir vorbei fahren hätte ich das auch nicht mitbekommen
Aus meiner Sicht wären die sinnvollen Optionen entweder Verlängerung bis Südkreuz - und dort Anschluss an den regulären City-SEV - gewesen oder aber eine Einkürzung auf U Alt Mariendorf und Nutzung der freigesetzten Ressourcen auf anderen Streckenästen.
Insbesondere hätte man dort nicht 600 m entfernt vom U-Bahnhof halten sollen...
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Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)
Anmerkung zum SEV Priersterweg Blankenfelde
Jon4s94, Freitag, 12.01.2024, 11:29 (vor 975 Tagen) @ Giovanni
Da gebe ich dir in allen Punkten vollkommen recht. Eine Verlängerung hätte wesentlich mehr Sinn gemacht, oder eben wie du sagst eine Verkürzung, dafür dann aber bis alt mariendorf. Habe es gestern noch weiter beobachtet, in der Regel waren die Busse komplett leer. Und wie gesagt, würden die Busse nicht direkt bei mir vorbeifahren hätte ich das auch nicht mitbekommen ;)
Man hätte ja unabhängig von den Fahrplanldaten wenigstens einen Hinweis in die App eintragen können, das sollte ja nicht so das Problem sein.
Anmerkung zum SEV Priersterweg Blankenfelde
Jon4s94, Freitag, 26.01.2024, 10:08 (vor 961 Tagen) @ Giovanni
Der Bus fährt ja jetzt wieder und der Bus fährt wieder komplett ohne Fahrgäste. Auf 10 Bussen die hier vorbeifahren habe ich insgesamt 1 Fahrgast im Bus gesehen.
Aber ich habe mal eine Frage welche du mir eventuell beantworten kannst.
Auf der S Bahnseite steht:
Zusatzhalt zur Anbindung an die U6 in Alt-Mariendorf: Ring-/ Rathausstr. (wie Bus M76)
Diese Haltestelle existiert allerdings nur in südliche Richtung. In nördliche Richtung existiert diese Haltestelle überhaupt garnicht.
Hält der Bus dann in nördlicher Richtung garnicht zwischen Marienfelde und attilastraße?
Städtische Bahnstreikresilienz
плацкарт, Donnerstag, 11.01.2024, 16:29 (vor 976 Tagen) @ Giovanni
bearbeitet von плацкарт, Donnerstag, 11.01.2024, 16:29
Beim Umland hört's auf! Keine Straßenbahn mehr. Keine U-Bahn. Busse, die für die S-Bahn im Zickzack sammeln.
Die (Inner-)Berliner Streikresilienz beruht ja auf Dichte und Alternativen, die es im Umland nicht gibt.
Die abgelegenen Hamburgischen Stadtteile verhalten sich ähnlich. Wohl denen, die auf der Elbe ans Ziel kommen.
Städtische Bahnstreikresilienz
JanZ, HB, Donnerstag, 11.01.2024, 16:36 (vor 976 Tagen) @ плацкарт
bearbeitet von JanZ, Donnerstag, 11.01.2024, 16:39
Die abgelegenen Hamburgischen Stadtteile verhalten sich ähnlich. Wohl denen, die auf der Elbe ans Ziel kommen.
Na, so abgelegen sind die Hamburger Stadtteile nun auch wieder nicht. Von Rahlstedt dauert es mit dem 9er oder 26er Bus und der U1 nicht wesentlich länger als mit der RB 81, vor allem wenn die gerade weg ist (Halbstundentakt gegenüber 10-Minuten-Takt oder weniger). Je nachdem, wo man in Rahlstedt hinwill, ist auch noch der X35 eine gute Alternative.
München
tobias406, Freitag, 12.01.2024, 01:10 (vor 976 Tagen) @ плацкарт
Ich wohne südlich von München S3 jetzt beim Streik gibt es 1Zug pro Stunde ab abends bin in der Früh fallen 10 Züge komplett aus alle die Frühschicht haben kommen zu spät.
Mit dem Bus alle 2stunden nur brauch ich einmal durch München über 3Stunden (mit der S-Bahn 1Stunde).
Messestadt Hannover
Nordy, Freitag, 12.01.2024, 09:45 (vor 975 Tagen) @ плацкарт
sehr stark bestreikt
Das war aber nicht die Frage :-)
JanZ, HB, Freitag, 12.01.2024, 10:08 (vor 975 Tagen) @ Nordy
Die Frage war nicht, wie stark eine Stadt bestreikt wird, sondern wie gut andere Verkehrsmittel den Streik auffangen können. Und da steht Hannover selber (ohne Umland) dank der Stadtbahn vermutlich noch recht gut da.
Das war aber nicht die Frage :-)
Sören Heise, Region Hannover, Freitag, 12.01.2024, 10:18 (vor 975 Tagen) @ JanZ
Und da steht Hannover selber (ohne Umland) dank der Stadtbahn vermutlich noch recht gut da.
Die S-Bahn spielt im innerstädtischen Verkehr keine nennenswerte Rolle. Selbst aus Laatzen (eine S-Bahn/Stunde) oder Langenhagen (6 Züge/Stunde) fahren die meisten mit der Üstra nach Hannover.
Viele Grüße
Sören
Berliner Bahnstreikresilienz war aber diesmal nicht der Brül
sfn17, Samstag, 13.01.2024, 00:34 (vor 975 Tagen) @ плацкарт
bearbeitet von sfn17, Samstag, 13.01.2024, 00:35
ler
Ich war jetzt an allen drei Streiktagen viel im U-Bahn-Netz unterwegs. War einfach furchtbar und schrecklich, weil ständig spontan Takte ausfielen und dadurch die "verbleibenden" U-Bahn-Züge megavoll waren (U5, U6 sowieso, U8 und auch U2). Paarmal musste ich auf dem Bahnsteig zurückbleiben. Bei den letzten Streiks war das bei weitem nicht so. Die BVG hat jetzt mächtig abgebaut.
Sehr resilient war das jetzt nicht.
Selbst der berlinweite Busfahrerstreik vor ein paar Jahren hat kaum etwas ausgemacht, man musste halt mehr zu Fuß gehen, aber das ging noch einigermaßen bis zu einer nächsten U-Bahnstation.
Ich teile diese Erfahrung
Destear, Berlin, Samstag, 13.01.2024, 11:28 (vor 974 Tagen) @ sfn17
Ich bin relativ viel mit der U6 unterwegs. Die Tage, an denen zu den Stoßzeiten alles stabil läuft, kann man an einer Hand abzählen. Auf Wartenmüssen oder Zugüberspringen stellt man sich irgendwann vorsorglich ein. In den letzten Tagen hat sich das natürlich nochmal potenziert. Wer kann, weicht dann auf die weniger ausgelasteten Uhrzeiten aus.
Die Berliner U-Bahn macht leider keinen Spaß mehr.
Berliner Bahnstreikresilienz war aber diesmal nicht der Brül
gnampf, Samstag, 13.01.2024, 14:01 (vor 974 Tagen) @ sfn17
Ich war jetzt an allen drei Streiktagen viel im U-Bahn-Netz unterwegs. War einfach furchtbar und schrecklich, weil ständig spontan Takte ausfielen und dadurch die "verbleibenden" U-Bahn-Züge megavoll waren (U5, U6 sowieso, U8 und auch U2). Paarmal musste ich auf dem Bahnsteig zurückbleiben. Bei den letzten Streiks war das bei weitem nicht so. Die BVG hat jetzt mächtig abgebaut.
Hm, komisch, irgendwas passt bei deiner Formulierung nicht. Das müsste doch nach deinen bisherigen Aussagen lauten "es war einfach super und toll, weil ständig Takte ausfielen...". Schließlich vertrittst du ja die Ansicht das doch alle die GDL-Streiks unterstützen und die Folgen hinnehmen sollen, weil nur so der Druck auf die DB groß genug würde. Aber sobald es einen selbst betrifft ändern sich solche Meinungen halt doch schnell wieder.
Hä?
sfn17, Samstag, 13.01.2024, 15:32 (vor 974 Tagen) @ gnampf
Netter Versuch, mir was reinzuwürgen.
Die Taktausfälle sind offensichtlich keine Folge des GDL-Streiks, sondern sogar schon eine ganze Weile ein Stadtthema.
Ich habe übrigens alle Termine erreicht. Es war eben mühsam, aber das habe ich immer auch dazu geschrieben.
Probleme sind lösbar, auch ohne auf den Rücken der Lokführer.
Gute Reise mit Taxi und im Hotel!
Hä?
gnampf, Samstag, 13.01.2024, 15:38 (vor 974 Tagen) @ sfn17
Netter Versuch, mir was reinzuwürgen.
ich brauch dir nix reinwürgen, du offenbarst dich ja selbst.
Die Taktausfälle sind offensichtlich keine Folge des GDL-Streiks, sondern sogar schon eine ganze Weile ein Stadtthema.
Natürlich nicht. Der schlechte ÖPNV außerhalb der Großstädte ist auch keine Folge des GDL-Streikst. Trotzdem fällt durch den GDL-Streik dann eben für manchen jegliche Form von ÖPNV weg.
Ich habe übrigens alle Termine erreicht. Es war eben mühsam, aber das habe ich immer auch dazu geschrieben.
Das ist doch schön für dich. Das Glück hatte manch anderer wohl nicht.
Probleme sind lösbar, auch ohne auf den Rücken der Lokführer.
Genau, Probleme sind lösbar, auch ohne auf den Rücken der ÖPNV-Nutzer.
Gute Reise mit Taxi und im Hotel!
Im Hotel bin ich nicht gereist, denn Nachtzüge fuhren ja nicht, somit war das Hotel stationär.
Stuttgart
PhilippK, Samstag, 13.01.2024, 12:21 (vor 974 Tagen) @ плацкарт
In Stuttgart ist es ein zweigeteiltes Bild. Ich gehe mal die S-Bahnen von Plochingen aus entgegen des Uhrzeigersinns durch:
- Kirchheim/Plochingen (S1): ist i.d.R. die einzige S-Bahn, die bei Streik verkehrt. Bis Wendlingen gibt es recht gute Alternativen mit den verkehrenden Regionalzügen, Kirchheim lässt sich durch den Expressbus von Wendlingen gut erreichen. Kritisch wird's, wenn die gut ausgelastete Achse nach Reutlingen unterbrochen wird (war bei den letzten beiden Streiks jeweils zeitweise der Fall)
- Schorndorf (S2): Alternativen im schnelleren Regionalverkehr vorhanden, die Feinerschließung im Remstal dürfte etwas schwieriger sein. Kritisch wird's dann auch der Achse von Waiblingen/Fellbach nach Stuttgart, da die Stadtbahn die Massen nicht aufnehmen kann.
- Backnang (S3): die Achse ist wohl etwas stärker betroffen, aber es gibt Regionalzüge nach Stuttgart.
- Marbach (S4): Zwischen Backnang/Marbach und Ludwigsburg gibt es wenig Alternativen. Ab Ludwigsburg geht es, nur Kornwestheim dürfte etwas abgehängt sein.
- Backnang (S5): Hier gibt es gute Alternativangebote. Nur Tamm und Asperg sind wohl etwas abgeschnitten.
- Weil der Stadt / Leonberg (S6): Wenig Alternativen. Durch drei Expressbusse entspannt sich die Situation von Weil der Stadt und insb. Leonberg etwas.
- Herrenberg/Böblingen (S1): Hier dürften die Einschränkungen am größten sein. Regionalverkehr wird auch von der Bahn gefahren, zwischen Böblingen und Stuttgart gibt es wenig Alternativen, auch die Stadtbahn kann von Vaihingen aus wenig aufnehmen.
- Filderstadt/Flughafen (S2/S3): Hier gibt es zahlreiche Alternativen, vor allem seit dem die Stadtbahn zum Flughafen fährt.
Gruß, Philipp
Stuttgart
JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 16.01.2024, 14:11 (vor 971 Tagen) @ PhilippK
Auch wenn das alles ein bisschen an der Frage vorbei geht (innerstädtisch ist das ja alles nicht), ein paar Kommentare:
[*]Kirchheim/Plochingen (S1): ist i.d.R. die einzige S-Bahn, die bei Streik verkehrt. Bis Wendlingen gibt es recht gute Alternativen mit den verkehrenden Regionalzügen, Kirchheim lässt sich durch den Expressbus von Wendlingen gut erreichen. Kritisch wird's, wenn die gut ausgelastete Achse nach Reutlingen unterbrochen wird (war bei den letzten beiden Streiks jeweils zeitweise der Fall)
Reutlingen und Tübingen gehen noch leidlich mit den Schnellbussen ab Flughafen; Nürtingen klappt ganz gut per Bus aus Wendlingen oder gar Stuttgart-Degerloch, für Metzingen siehts ein bisschen eklig aus.
[*]Schorndorf (S2): Alternativen im schnelleren Regionalverkehr vorhanden, die Feinerschließung im Remstal dürfte etwas schwieriger sein. Kritisch wird's dann auch der Achse von Waiblingen/Fellbach nach Stuttgart, da die Stadtbahn die Massen nicht aufnehmen kann.
Wobei da die GABW-MEXe die meiste Last aufnehmen dürften. Für die Feinverteilung gibts im Remstal leidlich Bahnparallele Busse, allerdings mit einer Lücke zwischen Grunbach und Beutelsbach. Aus Grunbach und weiter muss eins also nach Schorndorf, um den MEX zu kriegen; aus Beutelsbach und vorher nach Waiblingen.
[*]Backnang (S3): die Achse ist wohl etwas stärker betroffen, aber es gibt Regionalzüge nach Stuttgart.
Allerdings nicht-DB-Züge auch nur alle 2 h in Form der "Nürnberger" RE90. Bahnparralele Busse gibts auch nur auf Teilabschnitten, sieht also eher dünn aus.
[*]Marbach (S4): Zwischen Backnang/Marbach und Ludwigsburg gibt es wenig Alternativen. Ab Ludwigsburg geht es, nur Kornwestheim dürfte etwas abgehängt sein.
Zu meiner Stuttgarter Zeit gabs Marbach-Ludwigsburg als direkten Bus. Von Freiberg gibts nen Bus nach Bietigheim, Benningen ist abgehängt, dort gibts letztlich nur den Bahnhof. Auf der Kleinen Murrbahn siehts nicht besser aus, von Erdmannhausen gibts vereinzelte Busse nach Winnenden, von Burgstall nach Backnang - Kirchberg hat nur nen Ortsbus und einzelne Fahrten Richtung Backnang.
Ab Kornwestheim gibts Busse alle 20 Minuten nach Stammheim zur Stadtbahn.
[*]Backnang (S5): Hier gibt es gute Alternativangebote. Nur Tamm und Asperg sind wohl etwas abgeschnitten.
Die haben beide Busverbindungen nach Bietigheim bzw. Ludwigsburg.
[*]Weil der Stadt / Leonberg (S6): Wenig Alternativen. Durch drei Expressbusse entspannt sich die Situation von Weil der Stadt und insb. Leonberg etwas.
Korntal, Ditzingen und Leonberg haben ihre Busse zur U6, Renningen und Malmsheim sind ein bisschen doof.
[*]Herrenberg/Böblingen (S1): Hier dürften die Einschränkungen am größten sein. Regionalverkehr wird auch von der Bahn gefahren, zwischen Böblingen und Stuttgart gibt es wenig Alternativen, auch die Stadtbahn kann von Vaihingen aus wenig aufnehmen.
Mit dem Bus 84 über Sindelfingen - Südlich Böblingen gibts aber nicht so viel.
[*]Filderstadt/Flughafen (S2/S3): Hier gibt es zahlreiche Alternativen, vor allem seit dem die Stadtbahn zum Flughafen fährt.[/list]
Ja, richtig.
Insgesamt merkt man, dass die S-Bahn Stuttgart inzwischen ein sehr grüner Betrieb ist, und viele Beamte offenbar nicht mehr da sind. Vor einigen Jahren ist man noch auf allen Linien den Stundentakt gefahren. Grundsätzlich hat Stuttgart aber doch noch relative Bustangenten, die einen irgendwie weiter bringen. Für den Regelbetrieb natürlich alles nichts.
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Weg mit dem 4744!