Ich hab das bereits einmal erklärt, hier nochmal (Allgemeines Forum)

J-C, In meiner Welt, Samstag, 30.12.2023, 23:06 (vor 988 Tagen) @ ICE920

Ich skizziere das nochmal ganz grob:

du hast jetzt ein neues System erstellt, da kommen die ganzen Daten hin zur Preisbildung und dort findet eine bestimmte Berechnung statt.

Dann hast du das auslaufende alte System, welches noch für bestimmte Dinge gebraucht wird, aber es ist absehbar, dass es früher oder später ganz verschwindet.

Was ist da sinnvoller? Den Aufwand betreiben, die neue Preisstruktur im alten System noch zu übernehmen oder dort eben nur noch das allernötigste machen, solange es noch benötigt wird und die neue Preisstruktur dann eben im neuen System einpflegen?

Der gemeine Fahrgast befasst sich mit solchen Dingen eh doch weniger. Er sieht die neuen Preise und wird darauf eben seine Entscheidungen basieren lassen und sich nicht allzu viel Gedanken darüber machen.

Denn die Art, wie du deine Fahrkarte kriegst, bleibt ja im Prinzip gleich. Und genau deswegen kann auch ich das Problem nicht nachvollziehen, was manche sehen.

Zufälligerweise sind die Preise da draußen a bisserl teurer geworden. Man denke an Lebensmittelpreise, Spritpreise, eigentlich überall. Bei der Bahn wird man schon drauf schauen, nicht selbst die Inflation zu treiben. Aber ein Stück weit muss man schon mitgehen. Schau dir die Sparschienen der ÖBB an, schau dir die Sparbilletten der SBB an. Da kriegt man eben ein bestimmtes Preislevel.

Ich rede da nicht von den NightJets weil das definitiv in vielen Formaten schon durchgekaut wurde.

Diese Preise sind ja auch fair finde ich für das was man kriegt. Sehen andere anders, so ist es halt. Wie bei den NightJets eben. Ich denke, man muss davon weggehen, dass jeder Cent, den man zusätzlich zahlt, schon zu viel wäre. Die Frage ist doch eher, ob man bereit ist, diesen konkreten Preis für eine Reise per Bahn zu zahlen oder ob man jetzt andere Optionen sich anschaut. Auch wenn es nicht die attraktivste Tatsache ist, am billigsten ist ja letztendlich doch gar keine Reise zu unternehmen. Reisen ist ja kein Menschenrecht, billiges Reisen erst recht nicht.

Also vielleicht mal das von einer anderen Perspektive sich anschauen und dann den Schritt zu gehen sich zu sagen „Okay, jetzt ist die Situation nun so, was sind die Konsequenzen daraus? Also kann oder will ich mir das leisten? Ist die Bahn für mich meine Option und was sind jetzt eigentlich meine Prioritäten?

Das kann ich zum Beispiel für mich ganz gut sagen: ich nehme die Bahn möglichst immer und wenn ich das selbst in der Hand habe, wie ich es gestalte, dann gilt meine Faustregel: Bahn und vielleicht noch Bus, ja? Aber wenn nur noch das Flugzeug praktikabel isz, dann verzichte ich lieber darauf. Oder wenn es um Interkontinentalreisen geht, dann halt irgendwann (TM) einmal und dann mach ich so viel draus.

Ich bin zwar nicht der Typ, der auf irgendwelchen Demos geht oder sich auf die Straße klebt, aber bei mir gilt oft: entweder Bahn oder nichts. Andere denken anders und das ist dann halt so.

Wenn es um die Kalkulation bei der DB geht, dann muss man sich jedenfalls keine Sorgen machen, denn insgesamt wer auch immer es für sein Anrecht hält, so günstig mitzufahren und nun darauf verzichtet, ist in Wahrheit ja ein Gewinn, weil man damit Leuten, die bereit sind, mehr zu zahlen, mehr Platz gibt.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky


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