BOP 8a: Brienz Rothorn Bahn, aber anders [m66B] (Reiseberichte)

Math5D, Samstag, 30.12.2023, 15:43 (vor 809 Tagen)

Ich hatte es ja in der letzten Folge schon angeteasert - für heute fehlt mir noch die Brienz-Rothorn-Bahn. Die überwindet mit Dampf 1678 Höhenmeter - die meisten aller Zahnradbahnen in der Schweiz. Und da ich 2020 schon mit der Bahn hochgefahren bin, siehe hier, möchte ich heute zu Fuß gehen. Genau genommen geht die Wanderung mit ein wenig Auf und Ab sowie dem Weg bis hoch zum Gipfel sogar über 1820m, was meinen alten Pilatus-Rekord von 1628m recht deutlich knackt. Dafür bin ich dieses Mal mit zwei Touren in der letzten Woche gut vorbereitet.

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01 Los geht es um 8:55 in Brienz West, da der Weg von hier noch am Milibachfall vorbeiführt, den man von ganz unten schon sieht. Hierhin hat mich der Regio der zb gebracht, denn der LIE hält nicht an diesem kleinen Haltepunkt.

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02 Westlich führt die Strecke am Brienzersee entlang,

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03 östlich unterquert sie Brienz im Tunnel.

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04 Es geht direkt steil los, vorbei an einer massiven Barriere, die den Ort vor Murgängen schützen soll.

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05 Und hier ist der Wasserfall von direkt davor. Kurz vorher musste man sich entscheiden, ob man den etwas längeren oder den steileren Weg zur Planalp nehmen möchte. Da es im Wald noch sehr nass vom Regen der letzten Tage ist und der steile Weg laut mehreren Beschreibungen im Internet wirklich sehr steil sein soll, entscheide ich mich für den anderen.

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06 Der trifft hier zum ersten Mal auf die BRB

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07 und führt ein Stück direkt an ihr entlang.

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08 Gegenüber hat der Giessbach schon wieder Einiges an Stärke verloren.

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09 Der See sieht dafür unter blauem Himmel viel schöner aus.

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10 In Gäldried erreiche ich die erste Kreuzungsstation. 450 Höhenmeter sind erst geschafft, die aber auch in 48min.

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11 Um die Ecke kommt das Ostende des Sees raus.

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12 Die Bahn führt hier durch diverse Tunnel.

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13 Natürlich kommt der Zug genau, als man überhaupt nichts sieht.

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14 Nach 1:25 und 800 Höhenmetern komme ich zur Planalp.

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15 Die bietet einen guten Blick nach Interlaken.

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16 Mitten im Nirgendwo gibt es hier ein Restaurant mit Theatersaal.

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17 Irgendwie hat sich auch eine Flagge des Wallis hierher verirrt.

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18 Die Wege hier führen überall hin. Vor allem aber wird nun der gelb markierte Weg zum weiß-rot-weißen.

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19 Ein Stück außerhalb des Orts liegt die mittlere Kreuzungsstation, an der man auch ein- und aussteigen kann,

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20 sogar mit Wartehäuschen.

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21 Weiter geht's.

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22 Die Bahn führt hier schön geradeaus.

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23 Direkt dahinter trifft der steile Weg wieder auf meinen. Das Schild verrät mir, dass er bei Regen sogar gesperrt ist - schön, dass das nur hier oben steht und nicht unten. Zum Glück habe ich mich nicht für den entschieden.

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24 Während die Bahn rechts weiter führt, wechselt der Weg die Talseite.

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25 Ganz oben kommt der Zug von eben bei der Bergstation an.

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26 Da steht er, rechts davon das Restaurant.

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27 Gegenüber kommen zwei Berge hinter der vorderen Kette hervor: rechts der Eiger, links das Große Fiescherhorn.

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28 Von oben runter kommt dieser Güterzug mit Diesellok.

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29 Etwas später ist er auf meiner Höhe,

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30 dann weiter unten bei den Hütten.

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31 Nach einer recht abenteuerlichen Überquerung des Talbetts, das aus sehr losem Kies und einem durch den Regen der letzten Tage doch recht vollen Bach besteht, kreuzt der Weg wieder mal die Bahn.

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32 Die ersten Gipfel des Hardergrats kommen raus.

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33 Mal was ganz anderes - ich bin ja kein Tier- oder generell Makrofotograf, aber so eine gute Gelegenheit lasse ich mir auch nicht entgehen.

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34 Zurück zu den Bergen

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35 und der Bahn, deren nächste Fuhre von unten kommt. Genau an der Stelle stand früher mal eine Brücke, die von Lawinen zerstört wurde.

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36 Rausgezoomt tauchen weitere Teile des Hardergrats auf

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37 und hinten wieder das Bödeli.

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38 Noch so ein schöner minimalistischer Bahnübergang.

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39 Die Strecke glänzt in der Sonne, die mir inzwischen gut zu Schaffen macht.

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40 Was kommt denn da? Eine riesige Rauchwolke kündigt den Nachzug mit einer alten kohlegefeuerten Dampflok an.

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41 Da ist sie, die H2/3 Nr. 7 von 1936.

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42 Vorher kommt aber noch der neue Zug vorbei.

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43 Hier beide in einem Bild.

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44 In der nächsten Kreuzung bei Obristen/Oberstaffel (2:35 und 1260 Höhenmeter) begegnet ihm der Zug von vorhin, der wieder runterkommt.

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45 Wenig später gibt der alte Zug nochmal richtig Stoff

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46 und fährt an mir vorbei.

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47 Obristen von oben. Das war gar nicht so leicht zu durchqueren, weil der durchgehend steile Weg stellenweise sehr schlammig war.

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48 Von nun an geht es an diesem steilen Berghang entlang, an dem einige Kühe weiden und man oben schon die Bergstation sieht.

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49 Hinter der Herde fährt der alte Zug vorbei

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50 und erreicht kurz darauf die Bergstation. Seit ich den gesehen habe, habe ich nochmal einen Zahn zugelegt, denn um 12:20 soll der nächste Zug wieder talwärts fahren. Wenn das wieder der mit Lok 7 ist, möchte ich den natürlich erreichen, was aber extrem schwierig wird. (Um 11:30 war ich gerade in Obristen, von wo noch 440 Höhenmeter in der prallen Sonne fehlen und 1:35 für den Rest angeschlagen waren.)

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51 Das Berner Oberland kommt weiter raus,

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52 darunter die bekannten Landmarken.

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53 Endlich erreiche ich die Kühe

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54 und muss einen kleinen Umweg um die herum gehen, was auf dem Hang gar nicht einfach ist. Aber die Kälber, die den Weg versperren und deren Mütter direkt nebenan stehen, habe ich mich dann doch nicht getraut, wegzuschieben.

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55 Letzte Kreuzung der Bahn

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56 und mal wieder der Blick ins Tal, der einfach immer besser wird.

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57 Gegenüber liegt Iseltwald, davor zieht das gestern genommene DS Lötschberg eine große Wellenschleppe hinter sich her.

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58 An der letzten Wegkehre, die genau auf dem Grat liegt, der die letzten Bilder zwischen uns und dem Brienzersee lag, sieht man nun endlich den ganzen Hardergrat - hier der Westteil

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59 und hier die Ostseite Richtung Brünigpass.

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60 Unten liegt hinter Meiringen die Aareschlucht, dahinter Innertkirchen. Rechts davon fährt die Straße lang, von der diejenige ins Rosenlauital abbiegt.

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61 Hier passt auch der ganze Brienzersee aufs Foto.

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62 Neben dem Wetterhorn stecken Schreckhorn und Finsteraarhorn ihre Köpfe raus, rechts das Dreigestirn.

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63 Wie erwartet habe ich es nicht geschafft, den 12:20er Zug zu erreichen. Da fährt er hin, aber zuerst mit der neuen Dampflok.

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64 Weit bin ich dabei nicht mehr von der Bergstation entfernt.

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65 Zugbegegnung in Obristen - hoch kommt einer mit Diesellok - Bäh! Damit will ich gleich auf keinen Fall runterfahren.

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66 Nun erreiche ich das Niveau der Bergstation, bzw. der Weg kommt sogar etwas über ihr heraus. 1740 Höhenmeter rauf und 40 runter habe ich in 3:40 geschafft.

Trotzdem bin ich gut bei Kräften und lege die letzten 80 auf dem nun touristisch gut ausgebauten und flachen Weg in 5min hin. 5h sagte das Internet für die ganze Strecke, die tatsächlich nirgendwo am Stück beschildert ist. Nach einer kleinen Trinkpause geht es dann im nächsten Teil wieder runter.


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