BahnCard zukünftig nur noch Digital (Allgemeines Forum)

nscharrn, IC 2152, Montag, 11.12.2023, 05:39 (vor 881 Tagen)

Hallo Zusammen,

Die BahnCard Gibt es ab 2024 nach und nach nur noch in der App.

https://www.golem.de/news/nur-noch-digital-deutsche-bahn-will-bahncard-aus-plastik-absc...

Nscharrn

Konsequent.

musicus, Montag, 11.12.2023, 07:24 (vor 881 Tagen) @ nscharrn

- kein Text -

BahnCard zukünftig nur noch Digital

guru61, Arolfingen, Montag, 11.12.2023, 08:22 (vor 881 Tagen) @ nscharrn

Schön.
Ich hab da kein Problem und meine Mutter auch nicht: Die ist 93.
Wenn man Plastik sparen wollte, gäbe es schon lange eine gute Variante:
Analog Swisspass, könnte man das Abo auf einer Dauerkarte haben.
https://www.swisspass.ch/home
Den kann ich auch aufs Handy laden, oder habe mit der Chipkarte automatischen Zugang zu den Drehkreuzen von Bergbahnen, für die mein Abo gültig ist, oder die ich auf den Swisspass gekauft habe.

Gruss Guru

BahnCard zukünftig nur noch Digital

gnampf, Montag, 11.12.2023, 08:48 (vor 881 Tagen) @ guru61

Schön.
Ich hab da kein Problem und meine Mutter auch nicht: Die ist 93.
Wenn man Plastik sparen wollte, gäbe es schon lange eine gute Variante:
Analog Swisspass, könnte man das Abo auf einer Dauerkarte haben.
https://www.swisspass.ch/home
Den kann ich auch aufs Handy laden, oder habe mit der Chipkarte automatischen Zugang zu den Drehkreuzen von Bergbahnen, für die mein Abo gültig ist, oder die ich auf den Swisspass gekauft habe.

Oder man bietet dem Kunden einfach ein PDF, das er digital vorzeigen, aber genauso ausdrucken und analog mitnehmen kann... und das er bei Kauf im Reisezentrum, Agentur, ... direkt ausgedruckt mit bekommt. Da vorteilhafterweise dann gleich auf ein kleines Pappkaertchen im Format der Plastikkarte.

Warum überhaupt Bahncard?

sflori, Montag, 11.12.2023, 10:33 (vor 881 Tagen) @ nscharrn
bearbeitet von sflori, Montag, 11.12.2023, 10:34

Bei den meisten Kunden wirds doch wie folgt laufen:

Du erstellst Dir ein Kundenkonto, kaufst Dir eine BC und kaufst auf das gleiche Kundenkonto eine FK mit BC-Rabatt. Damit weiß die Bahn, dass ich eine BC besitze. Sie könnte das nun ins Online-Ticket hineincodieren.

Aber: Warum muss ich dann im Zug noch meine BC vorzeigen?

Nur für die wenigen anderen müsste man sich eine Lösung überlegen. Das könnte entweder die App sein oder auch eine beliebige personenbezogene Plastikkarte, mit der man die bezahlte BC verknüpft. Also z.B. Kreditkarte, Führerschein, Chipkarte (sh. Beitrag von guru61). Damit hätte man auch die Kunden abgeholt, die kein Smartphone besitzen.


Bye. Flo.

+1. Aber die DB huldigt halt schon länger dem App-Fetisch.

musicus, Montag, 11.12.2023, 10:40 (vor 881 Tagen) @ sflori

- kein Text -

Und die Kinder? Warum muss es Handy sein? Chipkarte?

ds14, Hannover, Montag, 11.12.2023, 13:50 (vor 881 Tagen) @ nscharrn

Moin,

es passt sehr gut zum Thema.

Gestern wollte ich spontan (Ich wollte noch bleiben, sie wollte nach Hause) meine 11-jährige Tochter mit dem IC von Verden nach Hannover fahren lassen. Es ist uns nicht gelungen aus dem Transdev-Automaten (DB-Automaten gibt es dort nicht) eine IC-Fahrkarte zu entlocken. Wir haben erfolgreich zwei Automaten zum Absturz gebracht, als wir den Erwachsenen zum Kind in der Auswahl wechseln wollten. Verkauf im Zug gibt es auch nicht mehr. Ich wollte nicht ausprobieren, ob eine Schülerfahrkarte zum Ausstellen einer FN reicht oder ob sie von der Bundespolizei in Hannover abgeholt wird. Zum Glück fährt 10 Minuten später ein RE, für den wir an dem dritten Automaten eine Fahrkarte kaufen konnten. Und wäre für den IC ein Sparpreis noch verfügbar, hätte ich überhaupt nicht versucht für den IC eine Fahrkarte zu kaufen. Sparpreise gibt es doch ab gestern nur Online.

Und nein, sie hatte überhaupt kein mobiles Endgerät dabei. Ja ich weiß, sehr verantwortungslos von mir. Dann kann ich es noch steigern: es war ihre erste Fahrt allein mit dem Zug. Sie hatte es aber irgendwie überlebt und ist gut mit der Straßenbahn nach Hause gekommen.

Ihre Bahncard hat sie in ihrer Schulfahrkartenmappe und somit beim Reisen immer dabei. Ihr Handy lässt sie oft zu Hause. Und wenn sie es dabei hat, ist manchmal der Akku fast leer. Und nein, wir decken uns nicht mit Akkupacks ein, wenn wir ein Tagesausflug machen.

Warum kann es nicht eine Chipkarte sein? Ein Deutschlandstandart (ich weiß, hier scheitert es schon) auf die ich bei jedem Verkehrsunternehmen meine Fahrkarte draufladen kann.

Ich selber habe ein Handy mit 2,45 Zoll großem Display (https://www.unihertz.com/de-de/products/atom). Wer trägt eigentlich die Schuld, wenn ich die Fahrkarte anzeigen kann, aber das Endgerät vom Schaffner den Code nicht lesen kann, weil es nicht fokussieren kann?

Fragen über Fragen
Krzysztof

Warum überhaupt Bahncard?

sibiminus, Montag, 11.12.2023, 15:40 (vor 881 Tagen) @ sflori

Sie könnte das nun ins Online-Ticket hineincodieren.

Und da beginnen die Probleme. Mit dem Standard nach UIC918.3 und 918.3* ist das definitiv nicht möglich, mit dem 918.9* vielleicht nicht. Eventuell ist das mit 918.9 möglich, aber da noch nicht alle Tickets so ausgegeben werden, kann man das jetzt nicht umstellen. Insofern: Abwarten, womöglich kommt da noch was.

--
"Diese Preise sorgen dafür, daß die Bahn an anderer Stelle immer mehr rationalisieren und einsparen wird. Nicht oben in den Höhenluftbüros, nein, unten an der Basis auf dem Bahnsteig oder im Zug. Am Fahrkartenschalter. Bei den Ansagen." ~ Alibizugpaar

Warum überhaupt Bahncard?

musicus, Montag, 11.12.2023, 15:49 (vor 881 Tagen) @ sibiminus

Sie könnte das nun ins Online-Ticket hineincodieren.

Und da beginnen die Probleme.

In der Theorie.
In der Praxis ist es unerheblich, ob die Ermäßigung nun im Ticket "codiert" ist oder nicht - sie ist nämlich nicht ticket- sondern personengebunden. Es ist auch nicht wesentlich die Ermäßigung überhaupt zu vermerken oder einen Fahrpreis sichtbar aufzudrucken bzw. anzuzeigen. Bei der Kontrolle stellt sich alleine die Frage: passt die Nase zur Fahrkarte?

Dafür braucht man nun nicht notwendigerweise Spezialsoftware auf einem portablen Rechner in Kundenbesitz, ein trivialer amtlicher Lichtbildausweis täte es auch.

Anonym kriegt man dann wohl nur noch unrabattierte Tickets.

Warum überhaupt Bahncard?

sibiminus, Montag, 11.12.2023, 16:09 (vor 881 Tagen) @ musicus

In der Praxis ist es unerheblich, ob die Ermäßigung nun im Ticket "codiert" ist oder nicht - sie ist nämlich nicht ticket- sondern personengebunden. Es ist auch nicht wesentlich die Ermäßigung überhaupt zu vermerken oder einen Fahrpreis sichtbar aufzudrucken bzw. anzuzeigen.

So lange Fahrgastbefragungen für die Einnahmeaufteilung erforderlich sind, wird das Unterscheidungsmerkmal Bahncard-Ermäßigung in irgendeiner Art und Weise im Ticket enthalten sein müssen. Aber da man davon eh weg will, stünde dem mindestens mittelfristig nichts im Weg.

Bei der Kontrolle stellt sich alleine die Frage: passt die Nase zur Fahrkarte?

Solche Fahrkarten kann dann ja nur die DB bzw. über Agenturen auch kooperierende EVUs ausgeben, weil nur der DB Fernverkehr AG die positive Kenntnis über gültige Bahncards und deren Inhabern vorliegt. Jedoch würde das im Nahverkehr für viele EVUs Probleme bedeuten, ich bin mir nicht sicher ob das mit den von der DB gegebenen Verpflichtungszusagen ans BKartA übereinanderpasst. Gesetzt den Fall das wäre alles in Ordnung, müssten BC-ermäßigte Fahrkarten (mindestens für den Übergangszeitraum, s.o.) differenziert werden nach "BC inklusive" und "nur BC ermäßigt" weil nicht mit der DB (FV) kooperierende EVU diese Prüfung nicht durchführen können.

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"Diese Preise sorgen dafür, daß die Bahn an anderer Stelle immer mehr rationalisieren und einsparen wird. Nicht oben in den Höhenluftbüros, nein, unten an der Basis auf dem Bahnsteig oder im Zug. Am Fahrkartenschalter. Bei den Ansagen." ~ Alibizugpaar

Warum überhaupt Bahncard?

JanZ, HB, Montag, 11.12.2023, 17:17 (vor 881 Tagen) @ sibiminus

Abgesehen davon beträgt der Buchungszeitraum üblicherweise sechs Monate, die Kündigungsfrist für die BahnCard aber sechs Wochen, d.h. "die Bahn weiß" zum Zeitpunkt des Fahrkartenkaufs eben nicht immer, ob ich zum Zeitpunkt der Reise noch eine gültige BahnCard habe.

Warum überhaupt Bahncard?

sflori, Montag, 11.12.2023, 19:32 (vor 881 Tagen) @ JanZ

Abgesehen davon beträgt der Buchungszeitraum üblicherweise sechs Monate, die Kündigungsfrist für die BahnCard aber sechs Wochen, d.h. "die Bahn weiß" zum Zeitpunkt des Fahrkartenkaufs eben nicht immer, ob ich zum Zeitpunkt der Reise noch eine gültige BahnCard habe.

Sehe ich auch so. Es gibt immer Fälle, in denen die Bahn es nicht weiß.

Aber in den Fällen, in denen sie es weiß, ließe sich die Prüfung im Zug durchaus mit technischen Mitteln ersetzen.


Bye. Flo.

Ok, Boomer

Hansjörg, Montag, 11.12.2023, 20:02 (vor 881 Tagen) @ ds14

Willkommen im Jahr 1999. Oh wir haben schon fast 2024?

Mit solchen Geräten einfach Buchen wie in den 80ern. Ab ins Reisebüro.

Ok, Boomer

tom66, Montag, 11.12.2023, 20:45 (vor 881 Tagen) @ Hansjörg

Das Problem ist heute aber, da die Bahn die ganzen Provisionen für die Reisebüros zu deren Ungunsten geändert hat, verkaufen die Reisebüros fast keine Bahnfahrkarten mehr. Mein Stamm- Reisebüro welches mir über ein Jahrzehnt meine Bahncard 100 in Raten finanziert hat hat den Verkauf von Bahnfahrkarten auf Grund der Entscheidung der Bahn eingestellt.

Ok, Boomer

EK-Wagendienst, EGST, Montag, 11.12.2023, 20:49 (vor 881 Tagen) @ tom66

Das Problem ist heute aber, da die Bahn die ganzen Provisionen für die Reisebüros zu deren Ungunsten geändert hat, verkaufen die Reisebüros fast keine Bahnfahrkarten mehr. Mein Stamm- Reisebüro welches mir über ein Jahrzehnt meine Bahncard 100 in Raten finanziert hat hat den Verkauf von Bahnfahrkarten auf Grund der Entscheidung der Bahn eingestellt.

so ändert sich das mit der Zeit, ja das liebe Geld.
Für Beratung will in diesem Bereich halt niemand was bezahlen.

--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Ok, Boomer

ds14, Hannover, Dienstag, 12.12.2023, 10:17 (vor 880 Tagen) @ Hansjörg
bearbeitet von ds14, Dienstag, 12.12.2023, 10:21

80er? Da wurde ich erst geboren worden. Mein Handy hat NFC, Fingerabdruckleser, Gesichtserkennung, usw. Also kein 80er-Jahre Gerät. Und sein weiterer Vorteil: ist halt klein. Die alten Schaffner-MT hatten kein Problem mit der Größe., die neuen Schaffner-Handys aber schon öfters.

Das ist merkwürdig

J-C, In meiner Welt, Dienstag, 12.12.2023, 10:27 (vor 880 Tagen) @ ds14
bearbeitet von J-C, Dienstag, 12.12.2023, 10:31

Immerhin werden Tickets ja auch auf Apple Watches mit 44mm Diagonale angezeigt. Gerade moderne Handys, wie sie die DB einsetzt, sollten gar kein Problem damit haben, das Ticket zu scannen.

Habe ich erst gestern gehabt.

Zeigen ich und 2 andere Leute im Zug die Fahrkarte an. ÖBB Zugbegleiter kontrolliert mit dem iPhone.

Zack
Zack
Zack

in 5-6 Sekunden alles durch.

Sollte bei dir eben auch zack-zack gehen. Gut, die Handys, die da kontrolliert wurden, haben auch Normalgröße. Vielleicht probiere ich es irgendwann mal, wo es geht, mit meiner Apple Watch.

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Vielleicht liegt es an der Auflösung

ds14, Hannover, Dienstag, 12.12.2023, 11:35 (vor 880 Tagen) @ J-C
bearbeitet von ds14, Dienstag, 12.12.2023, 11:39

Apple Watch: 368 × 448 Pixel
Mein Handy: 240 × 432 Pixel

Wahrscheinlich weißt die Reisenden-App, dass sie auf der Uhr das ganze Display benutzen soll. Bei mir gibt es noch ein Rand links und rechts neben dem Code (Anzeige in der App).

Bei Wizzair-App reicht aber die Auflösung. Ich kann auf das Barcode tippen und dann wird es in Vollbildmodus angezeigt. Noch nie (und ich benutze es auch ziemlich oft) Probleme gehabt.

Das ist merkwürdig

JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 12.12.2023, 11:48 (vor 880 Tagen) @ J-C

Immerhin werden Tickets ja auch auf Apple Watches mit 44mm Diagonale angezeigt. Gerade moderne Handys, wie sie die DB einsetzt, sollten gar kein Problem damit haben, das Ticket zu scannen.

Das sind dann aber angepasste Codes, und eben nicht UIC-918.3/9.

--
Weg mit dem 4744!

„Randgruppen“ vs. Digitalzwang

Ludo, Niedersachsen, Dienstag, 12.12.2023, 19:39 (vor 880 Tagen) @ ds14

Moin,

es passt sehr gut zum Thema.

Gestern wollte ich spontan (Ich wollte noch bleiben, sie wollte nach Hause) meine 11-jährige Tochter mit dem IC von Verden nach Hannover fahren lassen. Es ist uns nicht gelungen aus dem Transdev-Automaten (DB-Automaten gibt es dort nicht) eine IC-Fahrkarte zu entlocken. Wir haben erfolgreich zwei Automaten zum Absturz gebracht, als wir den Erwachsenen zum Kind in der Auswahl wechseln wollten. Verkauf im Zug gibt es auch nicht mehr. Ich wollte nicht ausprobieren, ob eine Schülerfahrkarte zum Ausstellen einer FN reicht oder ob sie von der Bundespolizei in Hannover abgeholt wird. Zum Glück fährt 10 Minuten später ein RE, für den wir an dem dritten Automaten eine Fahrkarte kaufen konnten. Und wäre für den IC ein Sparpreis noch verfügbar, hätte ich überhaupt nicht versucht für den IC eine Fahrkarte zu kaufen. Sparpreise gibt es doch ab gestern nur Online.

Ein gutes Beispiel, das zeigt, dass die Bahn sich nur um ihre Mainstream-Kundschaft kümmert und die Randgruppen bei solchen Entscheidungen komplett vernachlässigt.

Und nein, sie hatte überhaupt kein mobiles Endgerät dabei. Ja ich weiß, sehr verantwortungslos von mir. Dann kann ich es noch steigern: es war ihre erste Fahrt allein mit dem Zug. Sie hatte es aber irgendwie überlebt und ist gut mit der Straßenbahn nach Hause gekommen.

Ganz und gar nicht verantwortungslos. Daumen hoch von mir! Ich würde mir wünschen, dass deutlich mehr Eltern ihren Kindern was zutrauen, anstatt sie permanent zu überwachen. Heutzutage wird in den Grundschulen den Kiddies oftmals der Schulranzen bis zum Eingang des Schulgebäudes getragen. Wie haben wir das damals nur überlebt, den Schulweg mit Ranzen komplett alleine zu gehen?

Ihre Bahncard hat sie in ihrer Schulfahrkartenmappe und somit beim Reisen immer dabei. Ihr Handy lässt sie oft zu Hause. Und wenn sie es dabei hat, ist manchmal der Akku fast leer. Und nein, wir decken uns nicht mit Akkupacks ein, wenn wir ein Tagesausflug machen.

Genau so soll es sein.

Warum kann es nicht eine Chipkarte sein? Ein Deutschlandstandart (ich weiß, hier scheitert es schon) auf die ich bei jedem Verkehrsunternehmen meine Fahrkarte draufladen kann.

Wenn es der Bahn darum ginge, Plastik zu sparen, könnte man ja einfach die „alte“ Jugendbahncardvariante wieder einführen, wo eine Plastikkarte für einmalig 10 € bis zu 13 Jahre gültig ist. Es geht aber wie immer nur um‘s Geld.
Wenn es der Bahn tatsächlich um Ressourcenschonung ging, hätte sie mich nicht gezwungen, mein tadellos funktionierendes iPhone 6 aufzugeben, nur damit ich ihre komische Bahnbonus-App installieren und die Goldstatus-Vorteile nutzen kann. Die Frage, warum die App analog zum DB Navigator nicht auch mit älteren Betriebssystemen nutzbar gemacht werden kann, hat sie mir bis heute nicht beantwortet.

Mein Schwiegervater ist eher analog unterwegs, er hat seit Jahren die Bahncard 50 und nutzt das Deutschlandticket als Chipkarte in der Hoffnung, dass das noch lange möglich sein wird. Er besitzt zwar ein abgelegtes Smartphone, wäre aber im Falle eines Digitalzwangs stets auf unsere Hilfe angewiesen.

In diesem Zusammenhang kann ich folgende Doku des NDR sehr empfehlen, die das Grundproblem recht treffend beschreibt:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/Digitaler-Zwang-Was-geht-noch-ohne-Intern...

Gruß, Lufo

Es gibt auch Smartwatches mit Cellular Verbindung...

J-C, In meiner Welt, Dienstag, 12.12.2023, 20:57 (vor 880 Tagen) @ ds14
bearbeitet von J-C, Dienstag, 12.12.2023, 20:58

...dein Gerät ist halt definitiv spannend, aber es gibt halt Gründe, wieso Handydisplays normalerweise doch einen Ticken größer sind. Wenn ich mir anschaue, was die Kids von Heute so haben, dann sehe ich halt doch größere Handys.

Und ja, meine Erfahrung ist, die haben eben an sich auch immer ihr Handy dabei. Der Verkehrsverbund Ostregion (VOR) in Österreich hat deswegen eine extra App für Kinder erstellt. Das scheint halt die Richtung, wo es hingeht und das hat eben seine Vorteile. Das muss man auch nicht verteufeln, viel besser ist es, sowas dann aktiv zu begleiten und sicherzustellen, dass es eben nicht außer Kontrolle gerät.

Aber die Realität, die ich selbst aus der Schule kenne ist: du wirst eher schief angeschaut, wenn du kein Smartphone hast. Es ist ok, wenn es irgendwas billiges ist, aber heutzutage hat man eben ein Smartphone mit Whatsapp dabei. Sollte es aber in der Schule natürlich auslassen, sonst kriegt man ärger (und genau deswegen vermisse ich die Schule dann doch nicht mehr :D)

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

BahnCard zukünftig nur noch Digital

guru61, Arolfingen, Mittwoch, 13.12.2023, 07:16 (vor 879 Tagen) @ gnampf


Oder man bietet dem Kunden einfach ein PDF, das er digital vorzeigen, aber genauso ausdrucken und analog mitnehmen kann... und das er bei Kauf im Reisezentrum, Agentur, ... direkt ausgedruckt mit bekommt. Da vorteilhafterweise dann gleich auf ein kleines Pappkaertchen im Format der Plastikkarte.

Hallo
Das geht ja heute schon:
Genau so habe ich mein Billett bekommen von Basel nach Waren/Müritz.

QR Code auf dem Handy. Oder zum Ausfrucken.
Gruss Guru

BahnCard zukünftig nur noch Digital

gnampf, Mittwoch, 13.12.2023, 09:14 (vor 879 Tagen) @ guru61

Das geht ja heute schon:
Genau so habe ich mein Billett bekommen von Basel nach Waren/Müritz.

QR Code auf dem Handy. Oder zum Ausfrucken.

Fuer das Ticket? Ja, aktuell geht das. Fuer die Bahncard? Da gibts als PDF doch nur eine vorlaeufige Bahncard, die anscheinend ja auch noch weiter in der Gueltigkeit beschraenkt werden soll... und bei dem App-Wahn der DB waere eher zu befuerchten das ohne App bald gar nichts mehr geht.

BahnCard zukünftig nur noch Digital

J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 13.12.2023, 10:33 (vor 879 Tagen) @ gnampf
bearbeitet von J-C, Mittwoch, 13.12.2023, 10:33

Ich meine, ich kriege meine InKarta im Prinzip auch nur auf meinem Mobilgerät. Handy weg? Dann habe ich möglicherweise keine gültige Fahrkarte. Und ich lebe immer noch. Tja.

Mein Klimaticket liegt jetzt als Plastikkarte auch nur noch zu Hause rum. Bin immer noch am Leben.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

BahnCard zukünftig nur noch Digital

gnampf, Mittwoch, 13.12.2023, 11:53 (vor 879 Tagen) @ J-C

Ahja, und nur weil du das irgendwie ueberlebst ist es also alternativlos und muss so sein und darf auf keinen Fall kritisiert werden? Wohl kaum. Es gibt vieles was man ueberlebt, was deswegen aber noch lange nicht gut und erstrecht nicht fuer jeden passend ist. Wenn das ganze dann nachvollziehbar alternativlos ist... gut, ist dann so. Wenn es aber nur weil irgend jemand sich das so ausgedacht hat und es durchpressen will so ist... nein Danke. Es spricht rein gar nichts dagegen den Kunden Alternativen zur reinen App-Nutzung zu geben, weder bei Fahrkarten, Bahncard, noch bei Bahnbonus. Bahnbonus ist dabei noch eine freiwillige Geschichte, kann man mitmachen, muss man aber nicht. Aber bei Fahrkarten und Bahncards hoerts auf, hier hat die DB als staatlicher Grosskonzern nicht einfach seinen Datensammelwillen zwanglos auszuleben.

+1: Sehr gut auf den Punkt gebracht.

heinz11, Mittwoch, 13.12.2023, 11:57 (vor 879 Tagen) @ gnampf

- kein Text -

Kleines Verbund-Praxisbeispiel

sibiminus, Mittwoch, 13.12.2023, 11:59 (vor 879 Tagen) @ sflori

Aber in den Fällen, in denen sie es weiß, ließe sich die Prüfung im Zug durchaus mit technischen Mitteln ersetzen.

Damit wären wir wieder bei meinem ursprünglichen "Abwarten, womöglich kommt da noch was" denn es muss nun wirklich nicht so werden wie im MDV. Dort gibt es das AboFlex, welches ganz grob wie eine BC50 funktioniert: Für monatlich 6,90 € bei 6 Monaten Mindestlaufzeit berechtigt es zum Kauf von Einzel-, Extra- und Kurzstreckenfahrkarten AboFlex die preislich ca. 50 % rabattiert gegenüber den regulären Fahrkarten sind.

Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) geben nur dann AboFlex-Fahrkarten aus, wenn die Berechtigung geprüft ist. Dazu muss man sein AboFlex bei der LVB abgeschlossen haben weil die Prüfung nur im LVB-eigenen Abosystem erfolgt. Hat man das AboFlex bei einem anderen VU abgeschlossen, zB bei Regionalbus Leipzig, Abellio oder DB Regio, oder möchte eins für einen Dritten kaufen ist man mindestens an den selbstbedienten LVB-Vertriebswegen raus - ob das personenbedient ginge weiß ich ehrlich gesagt gar nicht.

Dazu kommt, dass Handytickets aufgrund der bei Ausgabe bereits erfolgten Berechtigungsprüfung nicht nochmal bei Kontrolle das AboFlex vorzeigen müssen, da personengebunden. Das PKM hat das jedoch in der dümmstmöglichen Form integriert, denn das gibt als Hinweistext zu jedem AboFlex-Fahrschein unabhängig vom Aussteller sinngemäß aus: "AboFlex prüfen (außer App LeipzigMOVE)" Das Prüfpersonal muss also nun prüfen welche App genutzt wird statt das AboFlex zu prüfen.

Ich weiß nicht genau, welche Möglichkeiten die VDVKA bietet, aber es wäre mindestens möglich ein neues (internes) Produkt zur Differenzierung anzulegen ("Einzelfahrkarte inklusive AboFlex") um diesen Irrsinn zu beenden, denn auch im MDV ist zwischen Einzelfahrkarte und Einzelfahrkarte AboFlex zwingend zu unterscheiden wegen Fahrgastbefragungen zur Einnahmeaufteilung. Langer Rede kurzer Sinn: Es geht schon, aber nicht "mal eben so" übers Knie gebrochen. Dann kommt Unfug raus.

--
"Diese Preise sorgen dafür, daß die Bahn an anderer Stelle immer mehr rationalisieren und einsparen wird. Nicht oben in den Höhenluftbüros, nein, unten an der Basis auf dem Bahnsteig oder im Zug. Am Fahrkartenschalter. Bei den Ansagen." ~ Alibizugpaar

BahnCard zukünftig nur noch Digital

sflori, Mittwoch, 13.12.2023, 12:03 (vor 879 Tagen) @ J-C

Mein Klimaticket liegt jetzt als Plastikkarte auch nur noch zu Hause rum. Bin immer noch am Leben.

Mich irritiert immer dieses schwarz-weiß-Denken. Ich benutze auch ausschließlich Tickets auf dem Smartphone. Dennoch ist es wichtig, dass es (moderne) Alternativen gibt. Hier im Thread gibts ja eine Menge guter Ideen.


Bye. Flo.

Ein kleines Suchspiel

ds14, Hannover, Mittwoch, 13.12.2023, 13:27 (vor 879 Tagen) @ J-C

Ich habe geschrieben, wie ich mit meinen Kindern umgehe.
Du hast geschrieben, wie andere mit ihren Kindern umgehen sollen.

Finde den Unterschied.

Kleines Verbund-Praxisbeispiel

sflori, Mittwoch, 13.12.2023, 16:28 (vor 879 Tagen) @ sibiminus
bearbeitet von sflori, Mittwoch, 13.12.2023, 16:28

Ich weiß nicht genau, welche Möglichkeiten die VDVKA bietet, aber es wäre mindestens möglich ein neues (internes) Produkt zur Differenzierung anzulegen ("Einzelfahrkarte inklusive AboFlex")

Hehe. Danke für die Rückmeldung und die kleine Anekdote, wie man es besser nicht macht.

Ich hab mir gestern mal die Standards angesehen und bin zum gleichen Schluss gekommen:
Das müsste über eine zusätzliche interne Produkt-Id gelöst werden. Wollte es aber hier nicht posten, weil ich nur mal 5 min. quergelesen habe... :)


Bye. Flo.

Kleines Verbund-Praxisbeispiel

JeDi, überall und nirgendwo, Mittwoch, 13.12.2023, 16:29 (vor 879 Tagen) @ sflori

Ich hab mir gestern mal die Standards angesehen und bin zum gleichen Schluss gekommen:
Das müsste über eine zusätzliche interne Produkt-Id gelöst werden. Wollte es aber hier nicht posten, weil ich nur mal 5 min. quergelesen habe... :)

Jo. Allerdings hatte der MDV zumindest vor 3 Jahren ohnehin so absurd viele Produkt-IDs, sodass das auch nicht wirklich eine Lösung ist...

--
Weg mit dem 4744!

Kleines Verbund-Praxisbeispiel

sflori, Mittwoch, 13.12.2023, 16:33 (vor 879 Tagen) @ JeDi
bearbeitet von sflori, Mittwoch, 13.12.2023, 16:33

Jo. Allerdings hatte der MDV zumindest vor 3 Jahren ohnehin so absurd viele Produkt-IDs, sodass das auch nicht wirklich eine Lösung ist...

Wasn daran so schlimm? :)

Das kann man ja dann dem Prüfpersonal wieder gescheit visualisieren. Die Codes sind ja nur intern und nicht für Menschen gedacht.

Als Prüfpersonal müsste ich dann z.B. angezeigt bekommen: "Flexpreis mit verifizierter BC25". Dann wüsste ich, dass die BC nicht zu prüfen wäre!?


Bye. Flo.

Kleines Verbund-Praxisbeispiel

sibiminus, Mittwoch, 13.12.2023, 16:47 (vor 879 Tagen) @ sflori

Jo. Allerdings hatte der MDV zumindest vor 3 Jahren ohnehin so absurd viele Produkt-IDs, sodass das auch nicht wirklich eine Lösung ist...


Wasn daran so schlimm? :)

Das Problem ist, dass gerade das PKM vom MDV ohnehin schon riesig ist. Das bedeutet Probleme, weil - so mein laienhaftes Verständnis - bei jedem Zugriff darauf (sprich bei jeder Kontrolle, bei jedem Verkauf usw.) mit zunehmender Größe der Prozess langsamer wird. Von Handhabbarkeit und Überschaubarkeit für die technisch Verantwortlichen ganz zu schweigen (mir sagte mal jemand, der mit PKM's arbeiten darf "MDV und RMV sind meine Hassverbünde")

--
"Diese Preise sorgen dafür, daß die Bahn an anderer Stelle immer mehr rationalisieren und einsparen wird. Nicht oben in den Höhenluftbüros, nein, unten an der Basis auf dem Bahnsteig oder im Zug. Am Fahrkartenschalter. Bei den Ansagen." ~ Alibizugpaar

...und es sind eher mehr als weniger geworden o.o

sibiminus, Mittwoch, 13.12.2023, 16:59 (vor 879 Tagen) @ JeDi

- kein Text -

--
"Diese Preise sorgen dafür, daß die Bahn an anderer Stelle immer mehr rationalisieren und einsparen wird. Nicht oben in den Höhenluftbüros, nein, unten an der Basis auf dem Bahnsteig oder im Zug. Am Fahrkartenschalter. Bei den Ansagen." ~ Alibizugpaar

Verbraucherschützer werfen DB Digitalisierung mit Brechstang

Henrik, Mittwoch, 13.12.2023, 23:43 (vor 878 Tagen) @ nscharrn

Verbraucherschützer werfen Bahn „Digitalisierung mit der Brechstange“ vor
12. Dezember 2023, 22:20
BERLIN | Die Entscheidung der Deutschen Bahn, Bahncards künftig nur noch digital vergeben und auf die Variante aus Plastik verzichten zu wollen, ist beim Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) auf Kritik gestoßen.

„Erneut versucht die Deutsche Bahn, Digitalisierung mit der Brechstange umzusetzen“, sagte Marion Jungbluth, Leiterin Team Mobilität und Reisen des VZBV, am Dienstag. „Mit einer rein digitalen Bahncard wird die App immer mehr zum alleinigen Ticket.“

[...]

https://bahnblogstelle.com/209941/verbraucherschuetzer-werfen-bahn-digitalisierung-mit-...

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