BOP 5a: Grindelwald und der Männlichen [m71B] (Reiseberichte)

Math5D, Samstag, 02.12.2023, 17:50 (vor 837 Tagen)

Heute ist so ein Tag, für den ich sehr lange geplant habe. Die Dinge, die ich unbedingt im Urlaub machen wollte, ließen nämlich 2 Tage übrig, für die es aber viel zu viele interessante Dinge gäbe. Zum Beispiel könnte man auf den Niesen fahren, nach Adelboden, zum Planplatten über dem Brünig, auf die Bussalp, auf den Grimsel- oder Sustenpass (allerdings jeweils nicht rüber). Meine Wahl für heute fiel aber auf den Männlichen und das Niederhorn. Einen genauen Zeitplan dafür zu machen, fällt schwer, weil die Seilbahnen immer Unsicherheit mit der Wartezeit mitbringen und auch die Aufenthaltsdauer auf beiden Bergen unklar ist. So oder so ist aber genug Zeit, um vorher noch eine Runde mit der WAB zu drehen, da mir die Grindelwaldseite am Morgen noch fehlt, die man natürlich am besten bergab macht. Sonst könnte man auch von der kleinen Scheidegg ohne viel Aufwand auf den Männlichen wandern, aber es gibt auch so zwei interessante Achsen dorthin.

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01 Zum dritten Mal in Folge nehme ich also die 8:05er BOB, aber zum ersten Mal um die Uhrzeit die Lauterbrunnenseite. Nach Grindelwald sind die ABts immer noch vertauscht.

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02 In Wilderswil steht am Gleis schon eine normale Garnitur der SPB, diese mit extra alten Wagen macht sich ebenfalls bereit.

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03 Direkt nach der Abzweigung wird das Tal der Weissen Lütschine recht eng.

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04 Der Fluss ist hier gesperrt - wäre ich auch sonst nicht lang gefahren.

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05 Oben ist die Schynige Platte zu sehen.

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06 In Lauterbrunnen kommt die WAB etwas zu spät runter und schmeißt schon verdammt viele Leute raus, die vermutlich aus Wengen runterkommen - aber nicht so viele, wie nun den Zug stürmen. So bekomme ich nur noch einen Fensterplatz auf der linken Seite. Aber gar nicht schlecht, so kann ich die hier stehende He(m)4/4 aufnehmen. Für drei eigentlich elektrische Loks gibt es ein austauschbares Dieselmodul, daher das (m). Im Normalbetrieb werden zwei davon den Viertelstundentakt nach Wengen bilden, das sogenannte Wengen-Shuttle - wann auch immer das startet, die Pläne existieren schon mindestens 10 Jahre. Die dritte kann dann für Instandhaltungs- und sonstige Bauarbeiten auch unter abgeschalteter Oberleitung fahren.

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07 Dahinter stehen alle vier noch existierenden neueren BDhe4/4,

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08 noch ein besseres Bild der hinteren drei.

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09 Neben zwei der älteren BDhe4/4 steht eine weitere He(m)4/4 schon mit einem dazugehörigen zweiteiligen Steuerwagen Bt dran, vermutlich die Nummer 282. Zumindest gibt es im Internet bisher ausschließlich von dem Bilder und auf Wikipedia steht auch nur der, obwohl zwei Stück bestellt sind.

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10 Aber dann sehe ich im Depot neben dem Pano 150, womit ich alle 10 in dieser Serie abgelichtet habe, die dritte He(m)4/4 mit einem weiteren Steuerwagen dran, der ziemlich sicher auch keiner der BDt 253/254 ist (Die sind nämlich kürzer und haben hinten eine Gepäcktür, die ich hier nicht erkennen kann). Damit existieren wohl doch schon beide Bt, auch wenn ich leider keine Nummern sehen kann.

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11 Hier auf dem ersten Stück ist die linke Seite auch sonst die mit der besseren Sicht auf die Felswand hinter Lauterbrunnen.

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12 Nach der ersten Kurve kommt der Wanderweg aus Teil 3b runter.

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13 Weiter hinten bauen sich die 3000er auf, angefangen mit dem Breithorn.

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14 Oberhalb von Lauterbrunnen sieht man gut die Trasse der BLM mit ihrer Umstiegsstation an der Grütschalp.

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15 In Wengen steigen praktischerweise ein paar Leute aus, sodass ich die Seite wechseln kann. Dabei werden auch einige Waren verladen, weshalb wir leicht zu spät weiterfahren. Der Ort selbst liegt knapp in der Sonne.

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16 Entgegen kommt die 146/147-er Kombo.

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17 Blick auf die Baustellen auf Birg und Schilthorn.

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18 In der ersten Sonnenkurve sieht man, mit welcher Garnitur wir unterwegs sind:

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19 Der 148/144, daran zu erkennen, dass der 144 ausgeblichen ist.

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20 Der nächste Zug zum Jungfraujoch steht schon in den Startlöchern.

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21 Nachdem alle Fahrgäste in dessen Richtung endlich durch sind, kann ich dieses störungsfreie Foto machen. Nebenan steht interessanterweise nicht mehr der Pano 145 - keine Ahnung, wo der nun ist.

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22 Hier hielten früher gleichzeitig die Grindelwalder Züge, im neuen Fahrplan sind die beiden Seiten asynchron. Inzwischen fährt der vorhin gezeigte JB-Zug gar nicht hoch, sondern es kommt einer runter, der wendet.

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23 Dafür fährt drüben ein Güterzug runter.

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24 Zugtausch - nun stehen vorne die Panos 141/142, mit denen ich ja letztes Mal schon gefahren bin und so entscheide, noch eine halbe Stunde auf einen der alten Umläufe zu warten.

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25 Hier nochmal der andere Zug im Fokus.

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26 Zeitsprung auf den nächsten Umlauf mit Steuerwagen

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27 und 2xBDhe4/8, die ich zunächst nicht komplett raufbekomme, weil eine Gruppe vor dem zweiten Zugteil erstmal ihr Essen ausbreitet.

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28 Erst als der Grindelwaldzug schon da ist, kommt mit fast 15min Verspätung die 149/143-Kombo hoch. Bei 6min Wendezeit nimmt der auch gut was davon mit runter.

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29 Aus Richtung des Eigergletschers kommt noch ein Güterzug,

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30 dann verziehen sich die Leute und ich bekomme kurz vor Abfahrt doch noch mein Foto.

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31 Los geht's, die ersten Wanderer des Tages haben unseren Zug knapp verpasst.

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32 Einmal der klassische Blick Richtung Grindelwald, Grosse Scheidegg und Wetterhorn

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33 und der Zoom auf den Pass und ein paar Berge dahinter.

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34 Hinter uns lassen wir Lauberhorn und Tschuggen.

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35 Im fast komplett leeren Zug kann ich mich wieder gut austoben und beide Seiten nutzen.

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36 Der erste Gegenzug kommt wie immer in der Galerie.

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37 Schön geht es unterm Eiger lang,

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38 dann kommt wieder der Zug von eben entgegen.

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39 Zwischen Eiger und Wetterhorn kommt das Schreckhorn raus,

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40 dann überqueren wir die Schwarze Lütschine und ich steige in Grindelwald Grund aus.

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41 Da drüben ginge es hoch in den Ort, aber ich möchte ja weiter Richtung Männlichen. In der Fahrplanauskunft bekommt man da sogar den Umstieg in Grindelwald und dann eine Station mit der BOB vorgeschlagen, aber man kann auch einfach 100m weit laufen.

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42 So erreicht man das Terminal von draußen und muss es einmal komplett durchqueren. Bei der Gondelbahn Grindelwald-Männlichen (GGM), die parallel zum Bau des Eiger-Expresses auch komplett erneuert wurde, gibt es wie üblich Drehkreuze, aber niemanden, der mich da mit meinem Berner Oberland Pass durchlassen könnte, da drei Mann Personal direkt vor meiner Nase irgendwo hin verschwinden.

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43 Nach ein paar Minuten kommt zumindest einer wieder und lässt mich durch, woraufhin ich mir eine eigene Kabine sichere - insgesamt ist hier noch weniger los als beim Eiger-Express. Im Winter ist das sicher anders, immerhin wurden die alten Vierergondeln nicht ohne Grund durch zehnplätzige Kabinen ersetzt.

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44 Der Blick nach vorne reicht bis zur Mittelstation Holenstein, früher gab es vorher noch einen Bedarfshalt ohne Sektionentrennung bei den Häusern auf dem Hang. Insgesamt war die Bahn mit 6,1km mal die längste der Welt, was vor allem an dem flachen Streckenverlauf liegt. Inzwischen gibt es aber ein paar längere, eine davon in Sichtweite.

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45 Es geht wieder am Eiger entlang, wobei ich ein paar Fotos durch das kleine offene Fenster hinbekomme.

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46 So auch dieses nach hinten raus.

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47 Runter kommt eine Kabine mit Spezialfüllung.

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48 Die Trasse der Wengernalpbahn hat hier offenbar eine ziemlich gleichmäßige Steigung.

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49 Die Zwischenstation wird erreicht und wir fahren unfassbar langsam durch. Die Passage dauert gefühlt so lange wie die ganze Fahrt bisher.

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50 Dafür ist das Panorama hinterher umso besser.

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51 Drüben kommt auch die Jungfrau raus, sodass hiermit das erste von vielen Dreigestirnbildern entsteht.

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53 Auch das Sphinx-Observatorium ist zu sehen.

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54 Dann schiebt sich aber nochmal der Tschuggen vor die Jungfrau

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55 und wir erreichen die Bergstation nach 1282 Höhenmetern.

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56 Von dort aus gibt es nun ein Viergestirn, vorne kommt der Weg von Kleiner Scheidegg und Lauberhorn. Der Tschuggen ist ohne Klettern nicht erreichbar.

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57 In der anderen Richtung sieht man, dass die GGM keineswegs auf den Männlichen führt, sondern gut 120m darunter auf dem Männlichengrat endet. Links geht die Gondelbahn nach Wengen runter, rechts einer der beiden Verstärker-Sessellifte für die Skifahrer - der andere war auf dem letzten Foto zu sehen.

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58 Richtung Grindelwald liegen zwei kleine künstliche Seen.

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59 Ein Stück den Weg hinauf ist der Blick wieder ungestört.

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60 Vom Gipfel hat man einen sehr guten Rundumblick, hier in das Lauterbrunnental und nach Mürren,

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61 hier in Richtung Interlaken und Thun.

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62 Im Vordergrund liegt die Schynige Platte deutlich unter uns,

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63 dazwischen das Lütschinental.

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64 An dessen Ende wird am Bahnhof Zweilütschinen gebaut, wobei man von hier oben schon gut das baldige Layout mit neuem Mittelbahnsteig erahnen kann, der in Richtung Grindelwald abzweigt. Ich bin mir aber nicht sicher, ob es auch wieder ein Gleis geben wird, das den kreuzt, oder einfach alle Zugteile nach Lauterbrunnen rechts davon halten müssen (also von hier aus gesehen links).

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65 Von der Schynigen Platte aus ging in Teil 1a meine Wanderung diesen Hang entlang, vor allem rechts am Loucherhorn sieht man den Weg.

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66 Oberhalb der Bildmitte ging es dann über den Pass am Egg ins Sägistal, das nicht zu sehen ist.

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67 Weiter rum sieht man am Wetterhon recht viel vom Oberen Grindelwaldgletscher und dessen "Quellen".

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68 Noch ein Dreigestirnbild von der höchsten Stelle muss einfach sein.

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69 Dann geht es wieder runter. Der Gipfel ist hier mit einer Krone geschmückt.

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70 Warum ich dieses Bild von der leeren Trasse der Wengernalpbahn oberhalb von Wengen reingenommen habe, klärt sich erst in der nächsten Folge.

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71 Diese Silhouette des Eigers kann ich irgendwie nicht ganz mit der echten zur Deckung bringen.

Dann gehe ich zur Bergstation der Bahn nach Wengen, die leider gerade eben abgefahren ist. So steht aber immerhin am Ticketschalter, den ich wieder nur brauche, um durch das Drehkreuz zu kommen, nur eine Person vor mir. Die braucht allerdings fast 5min, während derer sich ca. 10 Leute an uns vorbeidrücken, die bereits ein Ticket mit Code haben... Dafür fährt die Bahn immerhin entgegen des Fahrplantakts von allen 20min schon nach 12min wieder runter - offenbar ist in der anderen Richtung mehr Andrang. Das folgt dann aber im nächsten Teil.


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