BOP 4: Grosse Scheidegg und Brünig [m69B] (Reiseberichte)
Schon in der ersten Folge hatte ich mich über die Vor- und Nachteile diverser Tickets ausgelassen. Ein wesentlicher Vorteil des Berner Oberland Passes ist dabei, dass er auch auf den Berglinien von GrindelwaldBus gültig ist, wo selbst das GA nur 50% Rabatt bringt. Die zwei wichtigsten gehen auf die Bussalp und über die Grosse Scheidegg. Letztere möchte ich heute mitnehmen, zumal man die Straße motorisiert auch nur mit diesem Bus benutzen kann, während sie für Autos und Motorräder gesperrt ist. Ein Grund dafür ist vermutlich die Enge des Wegs, ein anderer vielleicht die Tatsache, dass man die Grosse Scheidegg heutzutage sehr leicht umfahren kann, was aber wegen der Aareschlucht nicht immer so war.
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01 Los geht es nach Grindelwald wie immer mit IC81 und der BOB. Wie gestern sind im Grindelwalder Teil in diesem Umlauf die beiden Steuerwagen vertauscht. Der reguläre Lauterbrunner Teil verschwindet gerade hinter dem Tunnel der Ortsumfahrung von Wilderswil, die in wenigen Tagen zum Zeitpunkt der Aufnahme eröffnet wird.
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02 Entlang der Lütschine geht es bergauf, dann kommt der Gegenzug mit einer großen Besonderheit, auf die ich am Ende noch zurückkomme - an dieser Stelle bekomme ich leider kein Foto davon hin.
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03 Vor Burglauenen endet der erste Zahnradabschnitt.
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04 Wie immer erscheint der Eiger im Schatten.
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05 Daneben verläuft die GGM vor dem Tschuggen.
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06 Links davon hat man einen frontalen Blick auf den Eiger-Express.
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07 Nach der Fotokurve
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08 werden die Hundertschaften rausgeschmissen. Ich habe nun extrem Schweiz-untypisch 25min Umstiegszeit. Keine Ahnung, ob GrindelwaldBus einfach die Anschlüsse egal sind, oder es hierfür einen besseren Grund gibt.
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09 So kann ich aber noch entspannt zur alten Garnitur der WAB rüberschauen, bevor es zum Busbahnhof geht.
Dort fahren so ziemlich alle Linien vor meiner 128, für die, wie ich dachte, am Rand des Busbahnhofs ein schöner Setra abgestellt ist. Aber nichts da - als dessen Busfahrer 15min vor unserer Abfahrt ganz gemütlich ankommt und in Richtung unserer Kante rangiert, setzt er im letzten Moment zurück und hält hinter uns als 126 zur Bussalp. In letzter Minute, als der Bussteig schon komplett voll ist, kommt dann noch ein normaler Stadtbus an und lässt uns rein - bzw. auch nicht, weil ganz vorne der Leiter einer größeren Rentnergruppe ewig diskutiert. Immerhin öffnet der Fahrer daraufhin alle Türen, läuft dann aber vor Abfahrt nochmal durch den Bus, um alle Tickets zu kontrollieren - das habe ich auch noch nicht erlebt. Mit etwa +6 geht es also los - fast hätten die Leute aus der nächsten BOB noch unseren Bus bekommen, aber unser Fahrer gibt ihnen ein ablehnendes Zeichen, zumal wir auch eh voll sind.
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10 Vorbei geht es an der Firstbahn, von deren Talstation ich letztes Mal aus Zeitgründen kein Foto hinbekommen hatte.
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11 Fast deren ganzen Verlauf kann man hier erahnen.
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12 Auf der anderen Seite wird der Eiger immer steiler
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13 und auch die Ausläufer der Schreckhorngruppe zeigen ihre raue Seite.
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14 Einmal der ganze Überblick zur Kleinen Scheidegg
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15 sowie auf Eiger und Mättenberg mit Eismeergletscher dazwischen. Den früher daraus fließenden Unteren Grindelwaldgletscher gibt es nicht mehr. Zwischen Mättenberg und Wetterhorn wiederum liegen noch die letzten Überreste des Oberen Grindelwaldgletschers. Einige Fahrgäste an den Zwischenhaltestellen mit diesem Ziel lässt unserer Busfahrer nicht einsteigen, da kurz hinter uns auch noch die 121 dorthin fährt. Wieder eine Schwäche im Fahrplan - wenn man die Leute so auf die Busse aufteilen will, sollte natürlich die 121 zuerst fahren.
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16 Hier liegt das Schreckfeld mit diversen Seilbahnen.
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17 Unter der Kleinen Scheidegg kann man fast die ganze Grindelwaldseite der WAB sehen.
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18 Hinter dem Eiger kommt nun der Mönch hervor.
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19 Gegenüber sieht man die oberste Sektion der Firstbahn und dahinter das Simelihorn - das Faulhorn ist direkt daneben von der vorderen Berggruppe verdeckt.
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20 Hinter der Kleinen Scheidegg liegt die Gruppe um das Blüemlisalphorn (mit üe geschrieben) oberhalb der Griesalp und des Oeschinensees.
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21 Oben schmeißen wir ein paar Radfahrer raus, dann geht es pünktlich wieder abwärts in Richtung Meiringen.
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22 Seltsamerweise endet diese Buslinie im Niemandsland auf der Schwarzwaldalp, ab hier übernimmt PostAuto. Das bietet endlich die Gelegenheit eines scheibenfreien Wetterhornfotos.
Auch sind hier 20min Aufenthalt - wie in Grindelwald also nicht optimal. In denen kommt zuerst ein schöner Setra der Linie 164 an, schmeißt irre viele Leute raus, die in unseren alten Bus einsteigen, und haut leer wieder ab.
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23 Dann kommt noch ein fast leerer Iveco - immerhin besser als der Bus eben,
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24 der sich wieder in Richtung Grindelwald aufmacht,
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25 von wo plötzlich noch ein Setra ankommt und auch wieder zurückfährt. Keine Ahnung, ob der die ganze Zeit hinter uns war oder irgendwo zwischendurch gestartet ist. Hätte ich von ihm gewusst, wäre ich natürlich viel lieber damit gefahren.
Dafür hatte der Bus aus dem Tal eine ältere Dame mitgebracht, die sich nun wundert, wo ihre Reisegruppe abgeblieben ist. Der Busfahrer sagt, die sei bei der Rosenlauischlucht ausgestiegen und er würde sie dort wieder mit hinnehmen, was sie erst nach 10x Diskutieren annimmt - schließlich hätte sie nur von dem Aufenthalt auf der Schwarzwaldalp gewusst, der aber laut Busfahrer erst in ein paar Stunden ist.
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26 Bergab geht es nun durch das überaus schöne Reichenbachtal vorbei am eben erwähnten Rosenlaui, dem kleinsten Ort der Schweiz. Hier das Hotel, hinter uns liegt eine Schlucht.
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27 Der Reichenbach wird hier nochmal sehr sanft,
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28 bevor er in einigen Serpentinen wieder anschwillt, wo diverse Touris Probleme damit haben, den Bus durchzulassen.
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29 Gegenüber kommt links das Brienzer Rothorn raus, dann halten wir an der Zwirgi, wo zwei vermutlich amerikanische Touristen, die sich extra vom Busfahrer die korrekte Aussprache haben beibringen lassen, aussteigen, um zum Reichenbachfall zu gehen. Da habe ich auch kurz drüber nachgedacht, denn letztes Mal, als ich da war, war der ja abgeschaltet. Ich bin mir dann aber nicht sicher, ob ich es ohne Wanderschuhe in dem nassen und durchaus steilen Hang, den ich ja noch gut kenne, rechtzeitig bis Meiringen schaffen würde.
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30 So bleibe ich im Bus und sehe den Wasserfall wenig später von der Straße aus - war also eine gute Entscheidung.
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31 Ankunft in Meiringen, wo der Setra von eben Pause macht. Hier hat man wieder total bescheuerte Anschlüsse: Der R nach Interlaken ist vor 3min abgefahren, der IR nach Luzern vor 14. Bis der nächste fährt, kann ich also Einiges an Zeit in der prallen Sonne totschlagen.
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32 Zum Glück, denn sofort kommt diese Dampflok HG 3/3 1068 an und rangiert herum.
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33 Diesen einen Wagen nimmt sie dabei mit, der Rest steht noch hinten im Gleis. Da hatte wohl irgendwer einen Sonderzug gechartert.
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34 Dahinter kommen etwas modernere Maschinen aus 2 Generationen zum Vorschein.
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35 Die Lok verschwindet gleich in der Halle hinten.
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36 Vor den Gleisen der Brünigbahn hängt dieses unfassbar ausgeblichene Plakat.
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37 Hinten steht wie üblich eine Garnitur mit HGe4/4 II aka 101 - dieselbe wie vor 2 Jahren.
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38 In Richtung Innertkirchen finde ich diesen Triebwagen, der mal der Frauenfeld-Wil-Bahn gehörte, dann der Aare Seeland mobil, und nun eben der zb. Die experimentiert derzeit nämlich damit herum, wie sie ihre Zahnradantriebe abschaffen kann - zu einem seltsamen Zeitpunkt, wurden doch gerade erst die Strecke nach Engelberg mit einem neuen Zahnradabschnitt erweitert sowie fürs gesamte Netz recht neue Züge beschafft, zuletzt die Engelberg-Adler und einige Verstärker-Finken (Baureihe 162) alle mit Zahnradantrieb. Von dem Projekt wusste ich vor allem, weil das Institut für Schienenfahrzeuge der Uni in Aachen daran beteiligt ist, zu dem ich natürlich ein paar Kontakte habe.
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39 Ein Fink der zweiten Bauserie kommt derweil aus Interlaken,
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40 dann mit kleiner Verspätung der GTW aus Innertkirchen, mit dem ich vor dem nächsten Zug nach Luzern einmal hin- und herpendeln kann. Zunächst steigen aber so viele Leute aus, wie irgendwie in den Zug passten, und ebenso viele wieder ein.
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41 Ihr Ziel: Die Aareschlucht, die man von hier auch perfekt zu Fuß erreichen könnte.
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42 Dort geht sie los - wir haben inzwischen 5min Verspätung aufgebaut, weil die Leute einfach nicht zügig ein- und aussteigen können. Bei 0min Wendezeit und 1min Umstiegszeit in Meiringen wird das ganz schön knapp.
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43 Bis auf wenige Ausnahmen steigt die zweite Hälfte der Fahrgäste beim Osteingang der Schlucht aus, ein paar Leute dann noch am Grimseltor, und die letzte Haltestelle habe ich den Zug für mich alleine.
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44 Dort steht noch ein alter Triebwagen aus der Zeit, als die Kraftwerke Oberhasli AG die Bahn betrieb und mit ihrem Logo fuhr. Später fuhr sie unter eigenem Namen (MIB), die 2020 an die zb verkauft wurde.
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45 In den beiden Aareschluchthalten wird der Zug wieder voll, sodass wir die zwischendurch aufgeholte Verspätung wieder reinbekommen. In Meiringen warten aber beide Züge auf uns und die Schaffner stehen bereit, um die Unwissenden richtig zu lotsen.
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46 Praktischerweise ist der Adler, der wie im Sommer üblich noch um einen Fink verstärkt ist, an diesem Ende wie immer recht leer, da es sowohl in Interlaken als auch in Brienz, den einzigen vorherigen Halten, weit weg von den Bahnhofseingängen liegt, sodass ich entspannt einen Fensterplatz auf der guten Seite bekomme, auf der man bei der Anfahrt zum Brünig ins Tal der Aare blicken kann.
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47 Nach dem Pass kommt auf derselben Seite der Lungernsee, für dessen Foto ich zum Glück noch weiß, wo die Lücke in den Bäumen ist.
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48 Vorne der eben angesprochene Fink.
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49 Nach dem Lungernsee geht es über eine kleine Stufe
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50 runter entlang der Giswiler Aa.
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51 Im gleichnamigen Ort endet die reine Adhäsions-Linie S5, die dementsprechend hier vor einem Fink noch einen Spatz stehen hat.
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52 Nun folgt wieder links raus der Sarnersee,
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53 dann am Alpnachersee die Pilatusbahn. Trotz des schlechten Fotos wollte ich das mit reinnehmen, da man in der Station den zweiten Bahnsteig und oben einen der neuen Gleiswender sieht.
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54 Kurz danach kommt auch der Gipfel des Pilatus zum Vorschein.
Dann sind wir trotz allem überpünktlich in Luzern, sodass ich sogar den 2min-Umstieg auf den RE nach Bern geschafft hätte - allerdings wollte ich mir in Luzern sowieso etwas zu Essen holen und ändere deshalb nicht meinen ursprünglichen Plan, der stattdessen die nachfolgende S6 bis Langnau i.E. vorsieht. Die wird mit einem Lötschberger gefahren, der Flügel nach Langenthal mit einer NINA.
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55 Irgendwo entlang der Strecke begegnet uns dieses Unikat, das in einer Tradition der BLS als Lötschbergerin gekennzeichnet ist.
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56 Über der Kleinen Emme liegt hier das Kloster Werthenstein. Danach beginnt eine etwas langweilige Fahrt durch das Entlebuch und Emmental, die ich extra heute eingeplant habe, da bis gestern teilweise Bahnersatz fuhr.
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57 In Langnau geht es raus und am Nebengleis steht das nächste Highlight: einer der ersten MIKA in S-Bahn-Ausführung. Dieser ist an den zwei Türen pro Wagen und dem S-Bahn-Logo zu erkennen und wird derzeit ausschließlich auf der S4 eingesetzt, die ich mit meinem Ticket leider nicht nehmen kann.
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58 Stattdessen geht es mit der S2 im normalen MIKA weiter - hier beide im Vergleich. Wenn ich nichts übersehe, sind sie von vorne bis auf die Zugnummer, die bei der S-Version mit einer 2 beginnt bei der normalen mit einer 1, nicht voneinander zu unterscheiden. Hier witzigerweise die Triebzüge 102 und 202.
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59 Vorher noch ein Bild des Zugs von eben
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60 sowie im Vollformat vom MIKA, dann geht es mit dem bis Konolfingen, wo ich auf die Strecke nach Thun wechsel.
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61 Der Regio in der Gegenrichtung wird wieder vom Lötschberger gefahren - bevor der von den MIKAs verdrängt wurde, waren NPZs im Einsatz. So sieht man deutlich, welche Strecke welche Priorität hat, sodass die Fahrzeuge nach ihrer Qualität absteigend durchgereicht werden.
Den R nach Thun wollte ich vor allem deshalb mal wieder fahren, weil ich die Strecke als sehr schön mit Blick aufs Berner Oberland in Erinnerung hatte. Das muss sich aber wohl auf den Teil vor Konolfingen bezogen haben, zumindest hier ist nichts zu sehen. In Thun sollte dann eigentlich der EC7 aus Hamburg kommen, aber wie üblich fährt ab Basel ein Ersatzzug, der mich nach Interlaken West bringt. Nach einer weiteren Stärkung mache ich mich dann abends nochmal auf den Weg nach Interlaken Ost, um das anfangs erwähnte Highlight auf der BOB mitzunehmen. Und zwar war mir ja schon in den letzten Tagen aufgefallen, dass hier und da die Steuerwagen in manchen Umläufen etwas durcheinander waren und vom Regeleinsatz, wie ich ihn in Teil 0 beschrieben habe, abwichen. Aber nun ist wohl einer der 8 Steuerwagen, die ja eben alle immer gebraucht werden, ausgefallen und muss durch zwei ganz alte Einheitswagen ersetzt werden. Diese hatte ich auf dem anderen Umlauf nach Lauterbrunnen gesehen, wohin ja nur 2 Einheiten pendeln, sodass ich leicht ausrechnen kann, welche das nun sein wird. Im etwas zu späten IC61 verpasse ich die fast,
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62 aber es klappt dann doch.
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63 Im Grindelwaldteil sind hier zwei alte und kein neuer Steuerwagen unterwegs - also ist wohl einer der neuen ausgefallen. Typisch.
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64 Trotz des perfekten Platzes, den ich gerne bis Lauterbrunnen mitgenommen hätte, möchte ich doch auch noch etwas schlafen und kehre so schon in Wilderswil um,
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65 auch wegen der Fotomöglichkeit.
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66 Bei der SPB kommt ein selbst für deren Verhältnisse alt aussehender Zug runter.
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67 Wieder in Interlaken steht der nächste Adler inzwischen ohne Fink bereit.
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68 Nach dem langen Tag mit viel Sitzen gehe ich heute Mal zu Fuß nach West und kann so noch den IC auf der Aarebrücke festhalten
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69 und hier etwas weiter vor dem Bahnhof der Standseilbahn zum Harder Kulm.
Irgendwie finde ich es ein wenig schade, dass diese weitläufige Tour ihre Highlights dann doch direkt in der Nähe hatte, aber so ist es halt. Trotzdem ist es gut, die Rundfahrt einmal gemacht zu haben, da sie nunmal in meinem Ticket enthalten ist und man ja auch nicht jeden Tag nur BOB und WAB fahren kann.
Neue steilste Adhäsionsbahn?
Danke für den schönen Bericht, sicher eine Menge Arbiet.
38 In Richtung Innertkirchen finde ich diesen Triebwagen, der mal der Frauenfeld-Wil-Bahn gehörte, dann der Aare Seeland mobil, und nun eben der zb. Die experimentiert derzeit nämlich damit herum, wie sie ihre Zahnradantriebe abschaffen kann - zu einem seltsamen Zeitpunkt, wurden doch gerade erst die Strecke nach Engelberg mit einem neuen Zahnradabschnitt erweitert sowie fürs gesamte Netz recht neue Züge beschafft, zuletzt die Engelberg-Adler und einige Verstärker-Finken (Baureihe 162) alle mit Zahnradantrieb. Von dem Projekt wusste ich vor allem, weil das Institut für Schienenfahrzeuge der Uni in Aachen daran beteiligt ist, zu dem ich natürlich ein paar Kontakte habe.
Schon wieder überraschende Langfristprojekte, von denen ich noch nie gehört habe.
Die Strecke nach Engelberg wäre vielleicht tatsächlich mit neuen Zügen zu bewältigen. Die maximale Steigung ist 105 Promille, was nicht so viel mehr ist als bei der Uetlibergbahn mit 79 Promille. Die Uetlibergbahn muss aber mit Laub auf nassen Schienen zurechtkommen, während bei der Engelbergbahn die gesamte Steilstrecke im Tunnel liegt. Bei der Uetlibergbahn ist auch nur die Hälfte der Achsen angetrieben, da könnten neue Engelberg-Züge auf Allradantrieb umstellen, aber schwieriger wird eine Leistungssteigerung bei den Bremsen... oder kommt die Wirbelstrombremse in die Schweiz? :)
Bei der Brünigbahn (Luzern-Interlaken) ist die aktuelle Maximalneigung 128 Promille, da wäre wohl ein Teilneubau unumgänglich.
Das relativ neu beschaffte Zahnrad-Rollmaterial könnte man eventuell so amortisieren: Eine der beiden Strecken wird umgestellt, neu beschaffte Züge bekommen kein Zahnrad, und sobald die letzten Zahnradzüge ihre Lebensdauer erreicht haben, stellt man die andere um.
Aber ich glaube nicht daran. Hauptgrund für die Umstellung wären wohl Kosteneinsparungen, aber alle diese Alternativlösungen sind auch nicht billig...