Deutschlandticket - "Länder spielen doppeltes Spiel" (ZM) (Allgemeines Forum)

Waldbahn, Sonntag, 22.10.2023, 16:04 (vor 1058 Tagen)

Hallo

die Welt berichtet heute in ihrer Online Ausgabe (Stand 22.10.23 11:31) wie die Länder in Sachen Deutschlandticket um Gelder vom Bund pokern. Hintergrund ist das der Bund angeblich seine Finanzierungszusagen nur widerwillig einhalten will.

Die Welt zeigt Beispiele auf, wo Finanzierungen die mit dem Deutschlandticket zusammenhängen durch die Länder aufgebläht werden, was aus Sicht des Bundes "Sonnderlocken" sind.

Zitat aus dem Artikel:
Doch Zweifel an der Glaubwürdigkeit dieses Alarms kann wecken, dass es manchen Ländern nicht an Geld für die Finanzierung von Sonderangeboten beim Deutschlandticket mangelt. Noch am wenigsten Fragen werfen sozialpolitisch begründete Ermäßigungen auf: Bedürftige mit Wohnsitz in Hessen erhalten bei Vorlage eines Berechtigungsausweises das bundesweit gültige Nahverkehrsticket auf Landeskosten für 31 Euro im Monat. In Hamburg sind es 19 Euro, in Nordrhein-Westfalen sollen es demnächst 39 Euro sein.

Sozialpolitisch unscharf jedoch ist es, dass Hamburg, wo sich alle Zusatzsubventionierungen auf insgesamt 500 Millionen Euro bis 2025 belaufen sollen, den Schülern der Hansestadt das Deutschlandticket für 19 Euro offeriert, wovon auch Kinder sehr wohlhabender Eltern profitieren können.

Doch Zweifel an der Glaubwürdigkeit dieses Alarms kann wecken, dass es manchen Ländern nicht an Geld für die Finanzierung von Sonderangeboten beim Deutschlandticket mangelt. Noch am wenigsten Fragen werfen sozialpolitisch begründete Ermäßigungen auf: Bedürftige mit Wohnsitz in Hessen erhalten bei Vorlage eines Berechtigungsausweises das bundesweit gültige Nahverkehrsticket auf Landeskosten für 31 Euro im Monat. In Hamburg sind es 19 Euro, in Nordrhein-Westfalen sollen es demnächst 39 Euro sein.

Sozialpolitisch unscharf jedoch ist es, dass Hamburg, wo sich alle Zusatzsubventionierungen auf insgesamt 500 Millionen Euro bis 2025 belaufen sollen, den Schülern der Hansestadt das Deutschlandticket für 19 Euro offeriert, wovon auch Kinder sehr wohlhabender Eltern profitieren können.
So hat Berlin trotz der Finanzforderungen gegenüber dem Bund offenbar genügend Geld für zwei städtische Spezialtickets. Der schwarz-rote Senat will nicht nur das 9-Euro-Ticket für Bedürftige in den innerstädtischen Tarifzonen AB fortsetzen, sondern ab Mitte 2024 auch wieder ein 29-Euro-Ticket für alle Kunden mit ebenfalls begrenzter AB-Gültigkeit einführen. Kostenpunkt: insgesamt 300 Millionen Euro. Das ist laut „Berliner Morgenpost“ mehr, als die Hauptstadt für die Finanzierung des Deutschlandtickets aufbringen muss

Das liefert Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) eine Steilvorlage, um aktuellen Wünschen nach mehr Bundesmitteln für das Deutschlandticket eine andere Forderung entgegenzuhalten: Die Länder sollten doch erst einmal „Konkurrenzprodukte abschaffen“, sagte er n-tv. Weil auch anderen Ländern die Haushaltsmittel für eigene ÖPNV-Flatrates locker sitzen, weigert sich Wissing bisher, zusätzliches Bundesgeld für das Deutschlandticket pauschal zuzusagen.

Das wirft natürlich ein besonderes Augenmerk auf die Länder, weil von dort die Arugmentation kommt, der Bund sei schlussendlich für ein Scheitern des DT verantwortlich.

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Gruß
Waldbahn

Deutschlandticket - "Länder spielen doppeltes Spiel" (ZM)

nscharrn, IC 2152, Sonntag, 22.10.2023, 16:36 (vor 1058 Tagen) @ Waldbahn

das einzige was helfen würde:

alle andern Monatskarten abschaffen und dann nur ZWEI Version des Deutschlandticket:
das normale für z.Z. 49€ und EINE ermäßigte Version für Schüler, Studenten, sozial Schwache und Rentner.

Volle Zustimmung!

musicus, Sonntag, 22.10.2023, 17:09 (vor 1058 Tagen) @ nscharrn

Geschaffen hat man stattdessen ein Verbund-Wirrwarr 2.0

Deutschlandticket - "Länder spielen doppeltes Spiel" (ZM)

Michael L., Sonntag, 22.10.2023, 22:13 (vor 1058 Tagen) @ nscharrn

das einzige was helfen würde:

alle andern Monatskarten abschaffen und dann nur ZWEI Version des Deutschlandticket:
das normale für z.Z. 49€ und EINE ermäßigte Version für Schüler, Studenten, sozial Schwache und Rentner.

Und vielleicht noch eine dritte Version,
ca. 150 Euro für 1. Klasse

Erstklassfahrer müssen nicht subventioniert werden!

musicus, Sonntag, 22.10.2023, 23:00 (vor 1058 Tagen) @ Michael L.

- kein Text -

Viele (nicht alle) Rentner auch nicht owt

TEE Rheingold, Dienstag, 24.10.2023, 11:48 (vor 1056 Tagen) @ musicus

- kein Text -

HVV

totga, Dienstag, 24.10.2023, 23:07 (vor 1056 Tagen) @ nscharrn

In Hamburg beim HVV hat man das ja annähernd so umgesetzt.
Gut, es gibt noch die Wochen- und Monatskarten (wobei letztere sogar teurer ist als das Deutschlandticket) ohne Abo, die man auch gegen Cash am Automaten kaufen kann und den doppelten Rabatt, sodass Kinder aus Familien die Sozialleistungen beziehen, das Ticket kostenlos erhalten.
Aber die ganzen Ringe und Zonen hat man für Zeitkarten abgeschafft.

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