Zugräumung S-Bahn diesmal 3,5h (Allgemeines Forum)

Holger2, Samstag, 21.10.2023, 19:47 (vor 898 Tagen)

Hallo zusammen,

Jetzt kann man DB Fernverkehr schon fast wieder in Schutz nehmen: Die Räumung einer S-Bahn hat am Mittwoch abend in Ludwigsburg bei Stuttgart 3,5h gedauert. Die Bahn hatte offenbar ein E-Bike überrollt - kein Oberleitungsproblem und keine Person im Gleis und auch nicht irgendwo in der Pampa. In einer S-Bahn gibt es bekanntlich keine Verpflegung und auch keine Toiletten.
Ich frage mich mittlerweile, wie denn das "Notfallkonzept" der Bahn aussieht. Vielleicht lässt man die Fahrgäste einfach noch 3,5 Tage länger in der Bahn sitzen, dann hat sich der Notfall erledigt und man kann die Reste aus der Bahn bequem herausfegen.

SWR - Fahrgäste stundenlang in S-Bahn eingesperrt

Holger

Zugräumung S-Bahn diesmal 3,5h

462 001, Taunus, Samstag, 21.10.2023, 20:06 (vor 898 Tagen) @ Holger2

(...)
Ich frage mich mittlerweile, wie denn das "Notfallkonzept" der Bahn aussieht.
(...)

Es gibt keins, ganz einfach - Man hatte bisher halt einfach nur Glück das keine Menschen gestorben sind(z.B. beim ICE Brand auf der KRM).

Es ändert sich immer erst etwas, wenn Leute zu tode kommen...

--
Von mir besuchte Bahnhöfe
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Stand: 20.02.2026

Türnotentriegelung und raus da

tbsn, Würzburg, Dienstag, 24.10.2023, 17:45 (vor 895 Tagen) @ Holger2

Ist mir sowieso ein Rätsel, warum das nicht ein gewisser Anteil an Leuten so macht.

Türnotentriegelung und raus da

EK-Wagendienst, EGST, Dienstag, 24.10.2023, 17:53 (vor 895 Tagen) @ tbsn

Ist mir sowieso ein Rätsel, warum das nicht ein gewisser Anteil an Leuten so macht.

Wenn kein Gefahr in Verzug ist, kann das aber zu Ärger führen.
Das Thema hatten wir aber schon öfter, mach es, und dann passiert was, das ist dann Dein Problem.

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Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Türnotentriegelung und raus da

tbsn, Würzburg, Dienstag, 24.10.2023, 18:15 (vor 895 Tagen) @ EK-Wagendienst

Kann schnell Gründe geben, die das rechtfertigen würden. Drei Stunden ohne Toilette zum Beispiel, man kann schlecht so lange Leute einsperren. Einige Leute dürften Panikattacken bekommen und wenn jemand auf Medikamente angewiesen ist, rechnet man bei einer kurzen S-Bahn-Fahrt auch nicht mit einer solchen Verzögerung. Aussteigen natürlich nur, wenn man nicht über ein anderes Gleis muss, wo man nicht weiß, ob dort noch Züge fahren.

Eigentlich müsste das EVU auch dafür haften, wenn jemand an Bord kollabiert und Schmerzensgeld zahlen. Vielleicht lernen die Verantwortlichen dann mal, ein angemessenes Notfallkonzept zu erstellen...

Türnotentriegelung und raus da

bahnfahrerofr., Dienstag, 24.10.2023, 18:22 (vor 895 Tagen) @ tbsn

Kommt denke ich auf die Situation an.

Aber bei einer niedrigen S-Bahn, wenn neben an kein Gleis liegt, und aufgrund intakter Stromleitung keine Gefahr von dort droht, sehe ich für eine solche Aktion tatsächlich auch wenig Hinderungsgründe...

Türnotentriegelung und raus da

sflori, Dienstag, 24.10.2023, 18:31 (vor 895 Tagen) @ bahnfahrerofr.

Kommt denke ich auf die Situation an.

Wollt ich auch grad schreiben. :)

Bringt ja nix, da pauschal zu urteilen. Da muss man schauen, wo man steht und ob es irgendwo Taxi/Bus gibt. Und man weiß ja auch anfangs selten, dass es sich so hinzieht...

In der Stadt ist die Bereitschaft sicher höher, da rasch auszusteigen als wenn man irgendwo im Sturm im ICE steht. Man darf auch nicht die Wahrscheinlichkeit vergessen: Wieviele S-Bahnen fahren täglich in Stuttgart und wie oft musste man da tatsächlich 3,5 Stunden zwangsweise ausharren...

Ich hatte neulich 3 Stunden Warterei wg. PU im ICE mit guter Informationslage, offenen Türen am Bahnsteig und Bus-Notverkehr. Das war so komfortabel, dass gar niemand aus dem ICE raus wollte...


Bye. Flo.

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