Trenitalia kennt bei EC-Tickets keine Gnade (Allgemeines Forum)

VT642, Mittwoch, 04.10.2023, 23:14 (vor 940 Tagen)

Hallo miteinander,

wenngleich es bekannt sein sollte und tariflich absolut korrekt ist, möchte ich von meinen heutigen Erfahrungen mit dem Trenitalia-Zugpersonal auf der Brennerbahn berichten. Hintergrund: Wegen eines Leichenfunds und anschließender Umleitungen zwischen Hamburg und Berlin verspäteten sich etliche ICE-Züge erheblich, wodurch der letzte Brenner-EC in München verpasst wurde.

Die Fahrgäste erhielten einen Stempel der DB Info "Zugbindung aufgehoben" mit der Aussage, sie könnten nun jeden Zug bis z.B. Verona nehmen - das ist natürlich falsch, wird aber leider einfach ohne nachdenken kommuniziert, aber gut, Tarifkenntnis ist an der DB Info ja nicht erforderlich. Jedenfalls nutzen dann an die 50 Fahrgäste die BRB nach Kufstein, CJX nach Innsbruck, S-Bahn zum Brenner und dann den Trenitalia-Regionalzug nach Bozen.

Das Zugpersonal nimmt den Tarif sehr ernst und lässt jeden der 50 Fahrgäste ein EBE von ca. 45€ zahlen (regulärer Fahrpreis Brenner-Bozen rund 15€). Diskussionen waren sinnlos, der Stempel der DB interessierte nicht.

Meine Frage: Angenommen, das DB Personal würde auf das Ticket z.B. "gültig in R XXX (Zugnummer) Brenner-Bozen)" schreiben, hätte das irgendeine Wirksamkeit? Ich habe den betroffenen Fahrgästen geraten, die Fahrt entweder als Abbruch am Brenner einzureichen oder die Trenitalia-EBE-Quittung als "Nutzung eines alternativen Verkehrsmittels" einzureichen, da an diesem Tag kein EC mehr verkehrte. Ist das der korrekte Weg?

Diese Situation zeigt: Bei Problemen mit dem Brenner-EC ist man in Italien sich selbst überlassen und braucht bei Trenitalia auf keine Kulanz zu hoffen. Das Zugpersonal auf der Brennerstrecke kennt den Tarif genau und schreckt nicht davor zurück, 50 EBE zu verteilen und natürlich auch gleich zu kassieren - immerhin bar oder mit Karte :)

Trenitalia kennt bei EC-Tickets keine Gnade

JumpUp, Mittwoch, 04.10.2023, 23:26 (vor 940 Tagen) @ VT642

Sehr traurige - wenn auch aus Sicht der Italiener - nachvollziehbare Angelegenheit. Kann man eine EBE tatsächlich als alternatives Verkehrsmittel über das SC Fahrgastrechte zurückerhalten?

Trenitalia kennt bei EC-Tickets keine Gnade

VT642, Mittwoch, 04.10.2023, 23:28 (vor 940 Tagen) @ JumpUp

Sehr traurige - wenn auch aus Sicht der Italiener - nachvollziehbare Angelegenheit. Kann man eine EBE tatsächlich als alternatives Verkehrsmittel über das SC Fahrgastrechte zurückerhalten?

Das weiß ich eben auch nicht sicher, daher meine Empfehlung an die Fahrgäste, die Fahrt als Abbruch am Brenner einzureichen und zu hoffen, dass die Erstattung den Wert des EBE deckt. Einen Betrug sehe ich darin nicht, denn es wurde ja mit dem DB-Ticket nicht weiter als Brenner gefahren, da keine weitere Fahrtmöglichkeit bestand. Korrekt wäre wohl gewesen, vorab ein Trenitalia-Ticket Brenner-Ziel zu lösen, nur wer macht das schon, wenn die DB Info verkündet, man könne jeden Zug nehmen? Derart irreführende/falsche Auskünfte sind leider häufiger zu beobachten...

Übernachtung wäre teurer gewesen

Mike65, Donnerstag, 05.10.2023, 15:35 (vor 939 Tagen) @ JumpUp

Ich würde argumentieren, dass die Alternative eine Übernachtung in München und Weiterfahrt mit dem EC am Folgetag gewesen wäre. Das hätte garantiert mehr gekostet als die EBE.

Übernachtung wäre teurer gewesen

EK-Wagendienst, EGST, Donnerstag, 05.10.2023, 15:41 (vor 939 Tagen) @ Mike65

Ich würde argumentieren, dass die Alternative eine Übernachtung in München und Weiterfahrt mit dem EC am Folgetag gewesen wäre. Das hätte garantiert mehr gekostet als die EBE.

das die 15€ erstattet werden ist unstrittig, aber eben nicht die EBE.

--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Trenitalia kennt bei EC-Tickets keine Gnade

sibiminus, Mittwoch, 04.10.2023, 23:42 (vor 940 Tagen) @ VT642

Meine Frage: Angenommen, das DB Personal würde auf das Ticket z.B. "gültig in R XXX (Zugnummer) Brenner-Bozen)" schreiben, hätte das irgendeine Wirksamkeit?

Abschließend bewerten kann ich das nicht, weil ja dadurch dass sich der Sachverhalt im Ausland zugetragen hat, italienisches Recht einschlägig sein dürfte. Eine vergleichbare Situation in Deutschland (Bescheinigung "Ausfall ICE xyz, gültig in FLX abc") hätte gegenüber Flixtrain keinen direkten Anspruch zur Folge weil Verträge zulasten Dritter nichtig sind. Wohl aber gegenüber demjenigen der die Bescheinigung erteilt hat bzw. im Falle von Erfüllungsgehilfen dem Vertragspartner = das verursachende EVU. Parallel daneben stehen natürlich noch die Fahrgastrechte. So würde ich das laienhaft einschätzen, TINLA.

Ich habe den betroffenen Fahrgästen geraten, die Fahrt entweder als Abbruch am Brenner einzureichen oder die Trenitalia-EBE-Quittung als "Nutzung eines alternativen Verkehrsmittels" einzureichen, da an diesem Tag kein EC mehr verkehrte. Ist das der korrekte Weg?

Ob das EBE erstattet wird weiß ich nicht. Ich habe jedenfalls im Zug verkaufte Bordaufpreise von Thalys (vor sehr langer Zeit) erfolgreich und ohne Diskussionen erstattet bekommen. Man bestand nur auf dem Einreichen des Originals und begnügte sich nicht mit einer Kopie.

Ich würde es einfach mal einreichen und bei Ablehnung auf die Argumentation und Bescheinigung der DB Info verweisen. Korrekter Weg wäre der Kauf einer tariflichen Fahrkarte und Einreichung dieser ans SCFGR.

--
"Diese Preise sorgen dafür, daß die Bahn an anderer Stelle immer mehr rationalisieren und einsparen wird. Nicht oben in den Höhenluftbüros, nein, unten an der Basis auf dem Bahnsteig oder im Zug. Am Fahrkartenschalter. Bei den Ansagen." ~ Alibizugpaar

Trenitalia kennt bei EC-Tickets keine Gnade

Dr. Bahn, Donnerstag, 05.10.2023, 10:41 (vor 939 Tagen) @ sibiminus

Abschließend bewerten kann ich das nicht, weil ja dadurch dass sich der Sachverhalt im Ausland zugetragen hat, italienisches Recht einschlägig sein dürfte.

Hm, nicht nur. Die DB Info war ja wohl in München, das ist nach herrschender Meinung Deutschland, etwas zumindestens... ;-)

Eine vergleichbare Situation in Deutschland (Bescheinigung "Ausfall ICE xyz, gültig in FLX abc") hätte gegenüber Flixtrain keinen direkten Anspruch zur Folge weil Verträge zulasten Dritter nichtig sind. Wohl aber gegenüber demjenigen der die Bescheinigung erteilt hat bzw. im Falle von Erfüllungsgehilfen dem Vertragspartner = das verursachende EVU. Parallel daneben stehen natürlich noch die Fahrgastrechte. So würde ich das laienhaft einschätzen, TINLA.

Hier würde ich Dir recht geben: Natürlich darf Flixtrain hier vom Kunden den Fahrpreis kassieren, ob ein EBE zu rechtfertigen ist, könnte man natürlich lange diskutieren, m.M.n. ja. Strafrechtlich relevant ("Schwarzfahren") sollte es nicht sein, es fehlt am Vorsatz, das Entgelt nicht zu entrichten. (Obwohl, genau genommen... Verbotsirrtum? IANAL.)
Bei einem solchen Fall ist es aber m.E unzweifelhaft, dass die DB schadensersatzpflichtig geworden ist, d.h. sie muss die Mehrkosten des Fahrgastes inkl. evtl. weiterer Kosten (EBE) übernehmen.
Im vorliegenden Fall sollte das natürlich auch für die Konstellation DB/TI gelten. Allerdings dürfte es schwer werden, den Beweis zu führen. Zeugen oder andere Fahrgäste aus dem Zug, die die gleiche Auskunft erhalten haben, wären hilfreich.

(Das die ganze Nummer sowohl von der Systematik der Fahrgastrechte suboptimal als auch von der DB mies ohne Ende ist, braucht wohl nicht erwähnt zu werden.)

Was die FGR angeht, beziehen sich die EU-FGR immer nur auf den/die ursprünglichen Beförderer, sie gelten nicht befördererübergreifend.

Erst mit der Neufassung 2023 gibt es nun auch folgendes:
"Unbeschadet des Absatzes 2 kann das Eisenbahnunternehmen sich auf Anfrage des Fahrgasts damit einverstanden erklären, dass der Fahrgast Verträge mit anderen Anbietern von Verkehrsdiensten schließt, die es ihm ermöglichen, den Zielort unter vergleichbaren Bedingungen zu erreichen; in diesem Fall erstatten das Eisenbahnunternehmen dem Fahrgast die ihm entstandenen Kosten."

Dies scheint in den beiden vorliegenden Beispielen DB/FLX und DB/TI der Fall zu sein... Aber wie gesagt: Verträge schließen, dann Kosten erstatten; nicht "ohne Fahrschein" mitfahren...

Ich würde es einfach mal einreichen und bei Ablehnung auf die Argumentation und Bescheinigung der DB Info verweisen. Korrekter Weg wäre der Kauf einer tariflichen Fahrkarte und Einreichung dieser ans SCFGR.

Wie oben formuliert: So wäre der korrekte Weg gewesen, der korrekte Weg nun ist: Fahrkarten über SC FGR erstatten lassen; ich würde es inkl. EBE einreichen. Wird das EBE abgelehnt, entweder über die Schlichtungsstelle oder direkt an DB FV, die hier schadensersatzpflichtig ist. Beweisen wird halt, wenn es hart auf hart kommt, ohne Zeugen, schwierig.

Grüße
Dr. Bahn

Trenitalia kennt bei EC-Tickets keine Gnade

sibiminus, Freitag, 06.10.2023, 02:27 (vor 939 Tagen) @ Dr. Bahn
bearbeitet von sibiminus, Freitag, 06.10.2023, 02:31

Abschließend bewerten kann ich das nicht, weil ja dadurch dass sich der Sachverhalt im Ausland zugetragen hat, italienisches Recht einschlägig sein dürfte.


Hm, nicht nur. Die DB Info war ja wohl in München, das ist nach herrschender Meinung Deutschland, etwas zumindestens... ;-)

Fragt sich nur, wie lange noch :o)

Spaß beiseite, in aller Ernsthaftigkeit: Meine Überlegung war, dass die Trenitalia die Fahrkarte und Bescheinigung nicht interessieren brauch weil von ihr nicht anerkannt und Gegenteiliges ungültig ist da Verträge zulasten Dritter nichtig sind. Und deswegen der deutsche Anteil in Bezug auf die in Italien erstelle Fahrpreisnacherhebung im italienischen Regionalzug eines italienischen EVU doch hier außer Betracht bleiben müsste - oder sehe ich das komplett falsch?

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EBE einreichen

611 040, Erfurt, Donnerstag, 05.10.2023, 08:48 (vor 939 Tagen) @ VT642

Das EBE einzureichen beim SC FGR wird nicht klappen. Das selbe hab ich damals im "Donauwörth-Fall" versucht, wo Aglis die Nutzung des ICE 704 erstatten muss.
Wurde abgelehnt mit seltsamen Ausreden, dass das ursprüngliche Ticket nicht im ICE gültig sei. Auch Anrufe beim SC FGR beachten keinen Erfolg.

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

EBE einreichen

JumpUp, Donnerstag, 05.10.2023, 09:00 (vor 939 Tagen) @ 611 040

Das EBE einzureichen beim SC FGR wird nicht klappen. Das selbe hab ich damals im "Donauwörth-Fall" versucht, wo Aglis die Nutzung des ICE 704 erstatten muss.
Wurde abgelehnt mit seltsamen Ausreden, dass das ursprüngliche Ticket nicht im ICE gültig sei. Auch Anrufe beim SC FGR beachten keinen Erfolg.

Hier hat es mal geklappt (nach unten scrollen): https://www.ice-treff.de/index.php?mode=thread&id=660426#p660426

EBE einreichen

EK-Wagendienst, EGST, Donnerstag, 05.10.2023, 09:19 (vor 939 Tagen) @ 611 040

Das EBE einzureichen beim SC FGR wird nicht klappen. Das selbe hab ich damals im "Donauwörth-Fall" versucht, wo Aglis die Nutzung des ICE 704 erstatten muss.
Wurde abgelehnt mit seltsamen Ausreden, dass das ursprüngliche Ticket nicht im ICE gültig sei. Auch Anrufe beim SC FGR beachten keinen Erfolg.

sind aber verschiedene Fälle.
Wenn das Aglis es bescheinigt hätte, wäre der Fall anders.

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EBE Erstattungsanspruch

tbsn, Würzburg, Freitag, 06.10.2023, 16:52 (vor 938 Tagen) @ 611 040

Meiner Ansicht nach muss auch ein EBE als alternatives Verkehrsmittel (bis 120 Euro pro Person) erstattet werden, da es sich auch um einen normalen Fahrschein für die Strecke handelt. Es gibt bei knappen Umstiegen oft nicht die Möglichkeit, einen neuen Fahrschein am Automaten oder im nicht vorhandenen RZ für die neue Verbindung zu kaufen. Bei einem Taxi bin ich ja auch nicht verpflichtet, mir die Uber-App herunterzuladen, weil die Fahrt damit billiger ist. Wenn es online noch viel günstigere Sparangebote gibt, ich aber am Automaten ein Flex- oder Verbundsticket kaufe, ist das auch kein Problem.

Verrechnung zwischen Betreibern

sflori, Donnerstag, 05.10.2023, 09:24 (vor 939 Tagen) @ VT642

Die Fahrgäste erhielten einen Stempel der DB Info "Zugbindung aufgehoben" mit der Aussage, sie könnten nun jeden Zug bis z.B. Verona nehmen - das ist natürlich falsch, wird aber leider einfach ohne nachdenken kommuniziert

Dass die Pflicht, sich eine geeignete FK zu kaufen, im Störungsfall auf den Kunden abgewälzt wird, halte ich für einen unmöglichen Zustand.

Hier sollte es eine Verrechnung zwischen den Betreibern geben.

Greifen die FGR, sollten externe Betreiber für die Nutzung freigegeben werden können und ihre Leistungen mit dem ursprünglich gebuchten Betreiber verrechnen können.


Bye. Flo.

Verrechnung zwischen Betreibern

611 040, Erfurt, Donnerstag, 05.10.2023, 09:33 (vor 939 Tagen) @ sflori

Ja das stimmt wäre längst überfällig. Aber das bedeutet ein riesen (Personal-) und Verwaltungsaufwand bei den EVU der kostet.
Außerdem würden ja nahezu alle Fälle genutzt und dann auch bezahlt werden müssen.
So ist es für die EVU natürlich einfacher. Der Kunde muss sich kümmern und hat den Aufwand. Tut er es nicht bleibt er auf den Kosten sitzen. Das freut natürlich die EVU.
Nicht umsonst werden Infos zu FGR an den DB Infos sehr häufig (bewusst?) falsch an die Kunden weitergegeben.

So etwas müsste die Politik regeln. Ein neues Ptojekt für Wissing , wichtiger als die ganzen Billigtickets.

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Geht's noch?

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Donnerstag, 05.10.2023, 10:45 (vor 939 Tagen) @ 611 040

So etwas müsste die Politik regeln. Ein neues Ptojekt für Wissing , wichtiger als die ganzen Billigtickets.

Ein Bahnfan, der dagegen ist, dass andere Leute Bahn fahren können ...

Geht's noch? Ja!

EK-Wagendienst, EGST, Donnerstag, 05.10.2023, 10:55 (vor 939 Tagen) @ Paladin
bearbeitet von EK-Wagendienst, Donnerstag, 05.10.2023, 10:55

So etwas müsste die Politik regeln. Ein neues Projekt für Wissing , wichtiger als die ganzen Billigtickets.


Ein Bahnfan, der dagegen ist, dass andere Leute Bahn fahren können ...

aber dann sind die Züge doch wieder leerer,
jeder sieht nur noch SICH.

--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Unbequem. Aber wahr.

musicus, Donnerstag, 05.10.2023, 11:29 (vor 939 Tagen) @ Paladin

So etwas müsste die Politik regeln. Ein neues Ptojekt für Wissing , wichtiger als die ganzen Billigtickets.

Sehe ich ähnlich!
Weit schwerer als politisch motivierte Symbolpreise wiegen die gravierenden Qualitätsprobleme des öffentlichen Verkehrs.

Unbequem. Aber wahr.

J-C, In meiner Welt, Donnerstag, 05.10.2023, 11:31 (vor 939 Tagen) @ musicus

Wenn du in der Gegend bist, wo du diese großen Probleme auch spürst.

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Verrechnung zwischen Betreibern

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Freitag, 06.10.2023, 00:46 (vor 939 Tagen) @ sflori
bearbeitet von Alibizugpaar, Freitag, 06.10.2023, 00:48

Vor allem, wenn dann auf einmal (wie eingangs im vorliegenden Fall) 50 Reisende betroffen sind, die sich dann alle am Automaten und Schalter durchwursteln müssen. Ist am Automaten sicher nicht klick-klick-klick = fertig in 90 Sekunden. Irgend ein A/IT-Kauderwelsch zu Tarifen und Zuggattungen wird für reichlich ??? in den Gesichtern sorgen.
Der nächste Zug wird ganz sicher ohne viele Gestrandete pünktlich abfahren. Wann geht dann der nächste...?

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Gab es hier eine Änderung?

Proeter, Donnerstag, 05.10.2023, 09:30 (vor 939 Tagen) @ VT642

Diese Situation zeigt: Bei Problemen mit dem Brenner-EC ist man in Italien sich selbst überlassen und braucht bei Trenitalia auf keine Kulanz zu hoffen. Das Zugpersonal auf der Brennerstrecke kennt den Tarif genau und schreckt nicht davor zurück, 50 EBE zu verteilen und natürlich auch gleich zu kassieren - immerhin bar oder mit Karte :)

Hat sich hier kürzlich was verändert? 2021 fiel mein Brenner-EC aus, wir fuhren genau, wie von dir beschrieben. Beim Umstieg in Innsbruck wurde uns noch einmal eingeprügelt "in Italien nur Regionalzüge" - und so hat es problemlos funktioniert.

Gab es hier eine Änderung?

VT642, Donnerstag, 05.10.2023, 10:08 (vor 939 Tagen) @ Proeter

Diese Situation zeigt: Bei Problemen mit dem Brenner-EC ist man in Italien sich selbst überlassen und braucht bei Trenitalia auf keine Kulanz zu hoffen. Das Zugpersonal auf der Brennerstrecke kennt den Tarif genau und schreckt nicht davor zurück, 50 EBE zu verteilen und natürlich auch gleich zu kassieren - immerhin bar oder mit Karte :)


Hat sich hier kürzlich was verändert? 2021 fiel mein Brenner-EC aus, wir fuhren genau, wie von dir beschrieben. Beim Umstieg in Innsbruck wurde uns noch einmal eingeprügelt "in Italien nur Regionalzüge" - und so hat es problemlos funktioniert.

Meines Wissens war es seit dem Ausstieg von FS aus den Brenner-EC nie anders. Die Fahrkarten gelten in Italien nur im DB-ÖBB EC und nicht bei Trenitalia, das zeigen auch die CIV Beförderercodes an, TI ist dort nicht eingetragen. Möglicherweise gibt es bei Großstörungen wie z.B. Unwetter o.ä. ein Abkommen mit TI, dann aber vermutlich eher, wenn die Störung in AT entstanden ist bzw. den EC direkt betrifft und nicht etwa einen ICE im Vorlauf.

Gab es hier eine Änderung?

M-AG, Samstag, 07.10.2023, 18:58 (vor 937 Tagen) @ VT642

Diese Situation zeigt: Bei Problemen mit dem Brenner-EC ist man in Italien sich selbst überlassen und braucht bei Trenitalia auf keine Kulanz zu hoffen. Das Zugpersonal auf der Brennerstrecke kennt den Tarif genau und schreckt nicht davor zurück, 50 EBE zu verteilen und natürlich auch gleich zu kassieren - immerhin bar oder mit Karte :)


Hat sich hier kürzlich was verändert? 2021 fiel mein Brenner-EC aus, wir fuhren genau, wie von dir beschrieben. Beim Umstieg in Innsbruck wurde uns noch einmal eingeprügelt "in Italien nur Regionalzüge" - und so hat es problemlos funktioniert.


Meines Wissens war es seit dem Ausstieg von FS aus den Brenner-EC nie anders. Die Fahrkarten gelten in Italien nur im DB-ÖBB EC und nicht bei Trenitalia, das zeigen auch die CIV Beförderercodes an, TI ist dort nicht eingetragen. Möglicherweise gibt es bei Großstörungen wie z.B. Unwetter o.ä. ein Abkommen mit TI, dann aber vermutlich eher, wenn die Störung in AT entstanden ist bzw. den EC direkt betrifft und nicht etwa einen ICE im Vorlauf.


Wird wahrscheinlich so sein. Der RJX Bozen-Wien fällt oft aus zwischen Innsbruck und Bozen. Dort wird bon der ÖBB auf den Regionalzug verwiesen. Habe selber erlebt, wie Fahrgäste mit solchen Tickets fahren durchften bei Trenitalia.
Bei den Arbeiten im August, gab es SEV durch die ÖBB nur ab Trient oder Bozen. Die anderen Haltestellen sollen den Regionalverkehr nutzen war die Botschaft.

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