FR: Macron möchte Billigabo nach DE-Vorbild einführen. (Allgemeines Forum)
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 06.09.2023, 22:07 (vor 942 Tagen)
Hallo ICE-Fans,
Präsident Macron von Frankreich möchte ein ähnliches Billigabo wie das Deutschlandticket für Frankreich anbieten. 1, 2, 3.
Darüber kann ich kurz sein: liebe französische Behörden, bitte sorgt zuerst mal dafür, dass Jean-Pierre und Marie-Claire ein werbendes Angebot haben. Mit 3x pro Tag ein Zug werden die Möchtegern-Bahnfahrer*nnen Peugeot, Renault oder Citroën nicht stehen lassen.
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Warum muss immer alles ein "Abo" sein,
gbstngrtz, Donnerstag, 07.09.2023, 09:35 (vor 941 Tagen) @ Oscar (NL)
warum nicht wie das ehemalige 9 Euro Ticket flexibel, am Automaten erhältlich...
...und warum gibt's keine 7-Tage-BC100 für 83,50€?
musicus, Donnerstag, 07.09.2023, 10:07 (vor 941 Tagen) @ gbstngrtz
- kein Text -
Warum muss immer alles ein "Abo" sein,
Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Donnerstag, 07.09.2023, 13:01 (vor 941 Tagen) @ gbstngrtz
Ich vermute man möchte, daß die Leute nachhaltig beim Umstieg auf Zug/Bus bleiben. Das war auch von Anfang an mein eigentliches Verständnis von der deutschen 49er Idee. So wie Leute ihr Jobticket über den Arbeitgeber auch als ´Dauerbesitzkarte´ bekommen, also bis auf weiteres. Nicht für einzelne Monate rein-raus-rein-raus-rein-raus. Nicht zu dem Preis.
--
Gruß, Olaf
"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797
Warum muss immer alles ein "Abo" sein,
sibiminus, Donnerstag, 07.09.2023, 22:57 (vor 941 Tagen) @ Alibizugpaar
Ich vermute man möchte, daß die Leute nachhaltig beim Umstieg auf Zug/Bus bleiben. Das war auch von Anfang an mein eigentliches Verständnis von der deutschen 49er Idee. So wie Leute ihr Jobticket über den Arbeitgeber auch als ´Dauerbesitzkarte´ bekommen, also bis auf weiteres. Nicht für einzelne Monate rein-raus-rein-raus-rein-raus. Nicht zu dem Preis.
Das hätte die Politik aber auch mit einer Mindestvertragslaufzeit von zB 3 Monaten und anschließend monatlicher Kündigungsmöglichkeit haben können. Das wurde ja schon im damaligen DB-Tarif Pk C pilotiert und wegen des Erfolgs deutschlandweit auf Pk C bzw. jetzt D-Tarif und später auch auf Pk IC/EC und ICE übernommen.
Nein, es musste ein monatlich kündbares Abo ab dem ersten Tag sein. Dass das nun bestimmungsgemäß durch die Fahrgäste auch genutzt wird, sollte nicht verwundern.
--
"Diese Preise sorgen dafür, daß die Bahn an anderer Stelle immer mehr rationalisieren und einsparen wird. Nicht oben in den Höhenluftbüros, nein, unten an der Basis auf dem Bahnsteig oder im Zug. Am Fahrkartenschalter. Bei den Ansagen." ~ Alibizugpaar
2 Antworten
bendo, Freitag, 08.09.2023, 11:38 (vor 940 Tagen) @ gbstngrtz
warum nicht wie das ehemalige 9 Euro Ticket flexibel, am Automaten erhältlich...
1) Abos i.a. haben für den Kunden den Vorteil, dass man sich um den regelmäßigen Erwerb nicht mehr kümmern muss. Für den Anbieter jenen der kalkulierbaren regelmäßigen Einnahme. Der Nachteil ist der Aufwand, wenn der Kunde das Abonnement nicht mehr haben möchte. Mit dem Ziel der Mehreinnahme, u.a. auch damit, dass der Kunde eine Leistung (weiterhin) erwirbt, die er gar nicht benötigt (Stichwort: Abo-Falle) ist das Abo vermutlich oft auch Kalkül des Anbieters.
2) In Bezug auf das Deutschlandticket war/ist die Idee, dass Personen nachhaltig vom PkW zum ÖPNV umsteigen, um so einen Beitrag zu einer Verkehrswende zu leisten. Die Idee des Tickets ist NICHT, dies als Sonderangebot für einmalige Fahrt(en) im Rahmen weiterer Fahrpreisangebote zu erwerben. Um diese Ziel-Differenzierung im Nutzerverhalten zu erreichen, bietet sich für den Anbieter (unterstützt durch den Ideengeber) das Abo an.
Gruß, bendo
3. Antwort
musicus, Freitag, 08.09.2023, 12:07 (vor 940 Tagen) @ bendo
bearbeitet von musicus, Freitag, 08.09.2023, 12:08
1) Abos i.a. haben für den Kunden den Vorteil, dass...
...man in aller Regel für eine zeitliche Bindung im Gegenzug Preisrabatte erhält.
(vgl. QdL-Ticket 44€/Tag - D-Ticket 49€/Monat)
Verkehrswende... lernen von NL?
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 08.09.2023, 12:29 (vor 940 Tagen) @ bendo
bearbeitet von Oscar (NL), Freitag, 08.09.2023, 12:30
Hallo bendo, hallo ICE-Fans,
1) Abos i.a. haben für den Kunden den Vorteil, dass man sich um den regelmäßigen Erwerb nicht mehr kümmern muss. Für den Anbieter jenen der kalkulierbaren regelmäßigen Einnahme. Der Nachteil ist der Aufwand, wenn der Kunde das Abonnement nicht mehr haben möchte.
So ist die Diskussion auch hier in NL. Sozusagen: "Das Deutschlandticket ist an erster Stelle dazu eingeführt worden, der lokalen Bevölkerung eine Alternative zu bieten, und nicht dazu gemeint, dass Niederländer damit autolos Billigurlaub in Deutschland machen können."
Hier ist übrigens immer noch keine Begeisterung für ein NL-Ticket zu spüren. Ja, es gibt einige, die sagen "sowas müssen wir auch haben", aber die Mehrheit sieht lieber, dass Autofahren wieder preiswert wird. EUR 2,26 pro Liter Benzin, das ist Anlass für gernzüberschreitendes Tanken, nicht fürs Bahnfahren.
Exemplarisch für uns ist die Aussage: "Ich muss eine Menge Sperrmüll loswerden... fährt der Bus auch zur Mülldeponie? Und wenn ja, nimmt er meinen Sperrmüll mit? Bis es soweit ist, verlasse ich mich gerne auf meinen Pickup-Truck."
Die Ausreden sind manchmal wirklich zum Knutschen. "Ja, das kostet Geld und das habe ich nicht"
(doch, Geld ist da... ist nur in den Pickup-Truck investiert worden...)
2) In Bezug auf das Deutschlandticket war/ist die Idee, dass Personen nachhaltig vom PkW zum ÖPNV umsteigen, um so einen Beitrag zu einer Verkehrswende zu leisten.
Da ist unsere Verkehrswende wieder. Ich sehe lieber das der Verkehr nicht wendet, sondern dass mehrere Alternativen zur Verfügung stehen.
Aktuelle Diskussion in NL: wir müssen vom eigenen Auto weg. 1, 2, 3.
Viele sagen: das Auto ist umweltverschmutzend, und nein 1:1 Umstellung auf Elektromobil ist nicht die Lösung.
Auch viele sagen: "Klimaschutz? Besteuere die Flüge aber lass mein Auto mit Ruhe."
Ich bin gefühlt aber der einzige der sagt: "Das Auto benötigt 20 Qm Platz, egal ob fossil oder elektrisch. Das sind 500 Autos pro Hektar. Ein Hektar, das hätten auch zwei Fussballrasen sein können, inklusive Bushaltestelle. 10 Mio. Autos, das sind 200 Qkm Landoberfläche für Blechkisten. Wenn sie stillstehen. Und weitere 1 Mio. LKWs und Kleinbusse nicht mitgerechnet. Also eine signifikante Landmenge, nur damit wir in der Lage sind, 2 Tonnen Stahl mitzunehmen um von A nach B zu geraten. Na gut, unser Land muss zu 20-25 Millionen Einwohnern wachsen, damit wir den weltweiten Bevölkerungsanwachs verkraften können. Und die Neulinge möchten selbstverständlich alle ihr eigenes Elektromobil haben. Zum Glück sind das IJsselmeer und das Markermeer noch zum einpoldern da... ;)"
gruß,
Oscar (NL).
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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Verkehrswende... lernen von NL?
JanZ, HB, Freitag, 08.09.2023, 12:33 (vor 940 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von JanZ, Freitag, 08.09.2023, 12:33
Exemplarisch für uns ist die Aussage: "Ich muss eine Menge Sperrmüll loswerden... fährt der Bus auch zur Mülldeponie? Und wenn ja, nimmt er meinen Sperrmüll mit? Bis es soweit ist, verlasse ich mich gerne auf meinen Pickup-Truck."
Die Sichtweise gibt es nicht nur in NL.
Die Ausreden sind manchmal wirklich zum Knutschen. "Ja, das kostet Geld und das habe ich nicht"
(doch, Geld ist da... ist nur in den Pickup-Truck investiert worden...)
Und wenn man den nicht kauft, kann man ihn bei Bedarf mieten. So oft muss man nämlich meistens keinen Sperrmüll entsorgen.
Takt?
Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Donnerstag, 07.09.2023, 11:08 (vor 941 Tagen) @ Oscar (NL)
Hallo ICE-Fans,
Präsident Macron von Frankreich möchte ein ähnliches Billigabo wie das Deutschlandticket für Frankreich anbieten. 1, 2, 3.
Darüber kann ich kurz sein: liebe französische Behörden, bitte sorgt zuerst mal dafür, dass Jean-Pierre und Marie-Claire ein werbendes Angebot haben. Mit 3x pro Tag ein Zug werden die Möchtegern-Bahnfahrer*nnen Peugeot, Renault oder Citroën nicht stehen lassen.
Warum nicht - wenn die 3 Züge zur passenden Zeit verkehren!?
Hierzulande gibt's überall schöne Takte - und die Autodichte steigt trotzdem kontinuierlich an und hat einen neuen Höchstwert erreicht.
Schöne Grüße von jörg
--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)
Takt?
Alter Köpenicker, BSPF, Freitag, 08.09.2023, 03:51 (vor 941 Tagen) @ Der Blaschke
Warum nicht - wenn die 3 Züge zur passenden Zeit verkehren!?
Ja, wenn. Das machen sie in Frankreich aber nicht. Da habe ich jedesmal den Eindruck, die Fahrpläne werden dort mit dem Würfelbecher gemacht.