Literaturnobelpreis und die Pampa. (Reiseberichte)

Bahne aus Leidenschaft, Dienstag, 15.08.2023, 21:02 (vor 957 Tagen) @ Der Blaschke

Hi Jörg

Ich bedanke mich für deine Berichte und lese sie immer gerne!! Wie läuft es auf dem Flur im Studentenwohnheim (Stichwort Pilcher)?

Hier im Flur ist Ruhe eingekehrt. Nach Argentinien waren die beiden och länger auf dem Flur. Sein Vorgänger war wie gesagt spurlos verschwunden, als ich aus dem Urlaub zurück gekommen bin. Seitdem kam von ihm leider kein Lebenszeichen mehr von ihm. Besonders toll war bei der Situation natürlich, dass unsere anderen unbeteiligten Mitbewohner natürlich was von dem Braten gerochen hatten. Dass der Kollege einfach ohne Worte und Ausstand ausgezogen ist, war allen höchst suspekt. Auskunft haben sie sich dann bei mir als Insider erhofft. ALs guter Freund war ich natürlich so diskret wir hier im Forum.
Nachdem sie Ende 2021 mit dem Studium fertig wurde und somit aus dem Wohnheim raus musste, sind die beiden dann in eine gemeinsame Wohnung am anderen Ende der Stadt gezogen. Sein Wunsch war damals, dass ich mit ihnen in einen Wohnung ziehe. Mit jeweils einem von ihnen hätte ich mir das sogar sehr gut vorstellen können, aber mit beiden zusammen habe ich dann dankend abgelehnt. Sie war auch nicht begeistert von der Idee. Dass Chris im vergangenen Herbst bei der Interrailtour alleine mit mir unterwegs liegt nicht an etwaigen Problemen mit der Freundin, sie konnte einfach keinen Urlaub. Ein Glück! Aktuell ist er gerade dabei, sich mit der Idee abzufinden, mittelfristig auf dem badischen Dorf in die Einliegerwohnung von ihren Eltern zu landen. Dann wars das endgültig mit eigenen Entscheidungen.
In 6 Wochen werde ich dann auch ausziehen. Damit verlässt die letzte der Flurlegenden, die 2019 live dabei war, den Flur. Würde ich noch länger bleiben, würde ich von unserem aktuell dinestältesten Mitbewohner (22 Semester) den Wohndauerrekord übernehmen. Ist vielleicht also besser, dass ich langsam mal ausziehe.

Nur eines habe ich vermisst. Du erinnertest an die "Schmach von Córdoba" - ein bundesrepublikanisches Trauma. Mir kommt beim Wort "Pampa" als erstes der Argentinier Juan Carlos Loustau in den Sinn. Da sorgte Heribert Faßbender 1990 für eine Art Shitstorm; hieß damals nur anders, weil es kein Internet gab - heutzutage bekäme die Karriere einen Dämpfer.

Eines dieser "Jahrhundertspiele". Fußball-WM 1990.

Hier knapp 3 Minuten zum Erinnern oder Nacherleben:

https://m.youtube.com/watch?v=nxAvy32wXY0&pp=ygUNTG91c3RhdSBwYW1wYQ%3D%3D

Den Spruch des Herrn Faßbender hat man allerdings nicht erwähnt. Zur Leistung des Schiedsrichters Loustau (der übrigens entgegen Rudi Völler Aussage im Video wohl noch lebt!) äußerte er: Schickt den Mann zurück in die Pampa!

https://m.sportbild.bild.de/fussball/2021/fussball/31-jahre-nach-skandal-szene-bei-wm-1...

(...)SPORTBILD: Einer Ihrer berühmtesten Sprüche ist aus dem WM-Achtelfinale Deutschland gegen Holland 1990. Über den argentinischen Schiedsrichter Juan Carlos Loustau sagten Sie: „Schickt den Mann zurück in die Pampa!“

Unfassbar, den Spruch kannte ich tatsächlich nicht. Die Spuckattacke von Rijkard ist mir natürlich ein Begriff, aber die "Pampa" ist mir neu. Man lernt immer dazu.

Viele Grüße
Eric


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