Erfahrungsbericht: FGR-Antrag wegen ICE von/nach Brüssel 1/2 (Allgemeines Forum)
Hallo,
vor längerer Zeit habe ich mich hier im Forum nach Erfahrungswerten bezüglich eines FGR-Antrages im Verkehr mit Belgien im ICE. Vor wenigen Wochen wurde die Angelegenheit vollständig erledigt und heute am Tag der Rückfahrt dieser Reise möchte ich mit Euch meine Erfahrungen teilen. Vielleicht nutzt das jemandem.
Die ursprüngliche Fahrkarten waren Sparpreis Europa Hannover -> Brüssel und zurück sowie die Eurostar-Fahrkarten Brüssel -> London und zurück
Zuerst die Fahrten:
Hinfahrt:
Geplant war ICE 654 ab Hannover Hbf mit Ankunft in Köln Hbf um 11:09 und anschließender Weiterfahrt mit ICE 16 mit Abfahrt um 11:43 Uhr. Nach der Ankunft in Brüssel um 13:35 Uhr, sollte es weiter im Eurostar um 14:56 Uhr nach London gehen.
In Wirklichkeit war es so, dass der ICE mit +58 in Köln eingetroffen war und logischerweise wurde der ICE nach Brüssel verpasst. Fahrgäste mit den Zielen Brüssel/Paris/London waren an Reisezentrum verwiesen. So weit normal. Die Schlange zum Reisezentrum war lang wie erwartet. Während des Wartens habe ich mitbekommen, dass sämtliche Plätze im Thalys zwischen den vorherigen und takt-nächsten ICE ausgebucht waren. Als ich an der Reihe war, durfte ich von einer äußerst unfreundlicher Mitarbeiterin des Reisezentrum erfahren, dass ich den HOTNAT-Stempel nicht bekommen kann, weil dieser Stempel nur „etwas mit dem Thalys zu tun hat“. Ich habe versucht zu erklären, dass ich weiter nach London muss und den Stempel für den Eurostar ab Brüssel brauche. Trotzdem nein. Da ich nicht locker lies, hat sie mir nach hin und her zumindest eine Verspätungsbestätigung bekommen. Ich wurde dann auf den nächsten ICE verwiesen (Abfahrt gegen 13:43 Uhr). Ich habe gefragt, ob sich zumindest die Sitzplatzreservierung umbuchen lässt, aber alle Plätze waren bereits vergriffen. Danach habe ich das Reisezentrum verlassen und im DB Navigator gesehen, dass der nächste ICE Richtung Brüssel schon mit „außergewöhnlicher Auslastung” betitelt wurde. Da ich gesehen habe, wie viele Leute mit dem ICE nach Brüssel bereits jetzt in Köln wollten, habe ich mich an Alternativen umgeschaut und mich für die Weiterfahrt mit RE bis Aachen und dort weiter mit NGBE-Zügen (SNCB/NMBS). Deswegen kaufte ich mir bereits in Köln die Fahrkarte von Aachen nach Brüssel, um diese Züge nutzen zu können. Lustig war, dass ich das nicht online/in der App machen konnte, weil in die Richtung das offenbar gesperrt war (nur Postversand), deswegen habe ich das am Automaten erledigt. Später habe ich erfahren, dass man durchaus Fahrkarte von z. B. Kortrijk nach Deutschland mit ICE ab Brüssel als Online-Ticket kaufen kann. Logik erkenne ich dahinter wirklich nicht.
Meine Entscheidung hat sich als die richtige erwiesen. Als ich am Bahnsteig auf den nächsten RE gewartet habe (sowohl RE 1 als auch RE 9 waren verspätet und lustigerweise konnte ich beide von gleichem Bahnsteig erwischen), habe ich gesehen, wie der ICE nach Brüssel eingetroffen war, wie sich die Leute in den Zug „verladen“ wollten und als ich mit dem RE 1 abgefahren war (das war 13:50 Uhr), stand der ICE immer noch mit den offenen Türen am Bahnsteig und die Leute wollten weiterhin einsteigen. Es gab noch einige, die am Bahnsteig vor den Türen standen.
Nach meiner Ankunft in Aachen ist auch der ICE in Aachen eingetroffen. Interessant war zu sehen, dass der Zug leer war und dort seine Fahrt beendet hat. Ich gehe davon aus, dass er komplett geräumt wurde.
Die Weiterfahrt mit dem RE bis Welkenraedt und weiter mit dem IC nach Brüssel verlief problemlos und ich erreichte Brüssel Süd um 17 Uhr (statt 13:35 Uhr).
Ich bin dann sofort zum Eurostar-Empfang gegangen und habe dort die Situation erklärt. Niemand hat sich für die Fahrkarte(n) bis Brüssel interessiert und ich habe Überraschenderweise eine kostenlose Upgrade in die 1. Klasse (Standard Premier) offiziell ohne Mahlzeit erhalten. Da diese Klasse nicht besonders belegt war, hat der Betreuer auch mir die Mahlzeit angeboten, obwohl ich ihn auf den „No Meal“ Stempel hingewiesen habe. Auf jedem Fall war das ein angenehmes Ende der Reise.
Rückfahrt:
Plan:
Abfahrt in London kurz nach 15 Uhr und Ankunft in Brüssel um ca. 18:05 Uhr. Dann weiter mit dem ICE 19 (ab 18:25 Uhr, an 20:15 Uhr) bis Köln Hbf und von dort weiter mit dem ICE 657 (ab 20:48 Uhr, an 23:38 Uhr).
Drei Tage vor der Rückfahrt habe ich proaktiv den Fahrplan überprüft und den Ausfall des ICE 19 festgestellt. Da ich Eurostar nicht umbuchen konnte (keine Plätze bei früheren Fahrten), habe ich mich beim Thalys umgeschaut und habe dort nur vereinzelte Plätze für rund 80 € für den Abschnitt Brüssel - Köln gesehen. Ich weiß, dass Thalys nicht von der DB erstattet wird. Ich wollte nur schauen, welche Möglichkeiten es gibt. Ich habe ein bisschen gehofft, dass vielleicht der Ausfall zurückgenommen wird (ja, ich hatte eine solche Rücknahme erlebt). Natürlich habe ich mir die Verbindung mit Umstieg in Welkenraedt überprüft. Am nächsten Tag gab es auch eine Push-Benachrichtigung über den Ausfall. Leider ist der Ausfall doch eingetreten.
Die Fahrt mit dem Eurostar verlief unspektakulär. Ich habe sogar eine Familie wahrgenommen, die sich ein Auto in Brüssel für die Weiterfahrt nach Deutschland mieten wollte. Nach der Ankunft in Brüssel habe ich mir die lange Warteschlange zum internationalen Reisezentrum angeschaut und wusste sofort Bescheid, dass man die Warterei für den Stempel für den Thalys schenken kann. Am Tag der Rückfahrt waren sowieso alle Plätze vergriffen, was bedeutete, dass vielleicht 10-15 Personen in der Bar vielleicht mitgenommen werden, mehr nicht. Deswegen bin ich gleich zum Automaten gegangen und habe die Fahrkarte von Brüssel nach Aachen geholt. Da ich danach noch über eine Stunde hatte, bin ich zur Warteschlange gegangen und habe gelauscht, ob man vielleicht jemanden mitnehmen könnte. An irgendeiner Stelle habe ich eine kleine Gruppe von Frauen wahrgenommen und habe von meinen Plänen erzählt. Zwei davon waren nicht begeistert, dass man eine zusätzliche Fahrkarte kaufen muss und dann ewig auf die Erstattung warten muss. Ich habe auf das Risiko des Ausfalls bzw. weiterer Verspätung des nächsten (und am Tag letzten) ICEs hingewiesen. Dafür war eine andere Frau interessiert und hat mit mir die Reise bis Köln fortgesetzt.
Wir sind dann mit dem IC quasi pünktlich abgefahren. In Welkenraedt waren wir pünktlich da und haben den RE nach Aachen problemlos erreicht. Der Bahnhof hatte keine Fahrgastinformationssysteme und da der Bahnsteigwechsel erforderlich war, mussten wir hoffen, dass die Anzeige in den Apps richtig ist und dass es zu keinem spontanem Gleiswechsel kommt, denn die Treppen sind nur am einen Ende der Bahnsteige und der RE ist bekannterweise sehr kurz. Zum Glück hat der Umstieg geklappt.
In Aachen ist dann das eingetreten, was eintreten musste. Der RE 1 war pünktlich auf die Minute von Aachen um 20:53 Uhr abgefahren und unser RE erst um 20:56 Uhr planmäßig eingetroffen. Da fragt man sich, warum ist der Umstieg nicht abgestimmt?
Das hatte zur Folge, dass wir für die Weiterfahrt den RE 9 nehmen mussten, der immerhin pünktlich abgefahren und angekommen ist. Während der Fahrt im RE 9 hat meine Begleiterin festgestellt, dass fast alle S-Bahnen im Raum Köln eingestellt waren. Das konnten wir nicht glauben und dachten, dass die Reiseauskunft spinnt bzw. die Daten unvollständig waren. Da sie noch weiter unweit von Köln nach Hause musste, hat sie nach Alternativen geschaut. In der Zwischenzeit habe ich mir nach ihr Anraten den Sitzplatz für meinen ICE Richtung Hannover gebucht. Das hat sich später als eine sehr weise Entscheidung erwiesen. Nach Ankunft in Köln hatte ich noch über eine Stunde Zeit, deswegen habe ich versucht ihr mit ihren Anschluss zu helfen. Wir sind zunächst zur größter Abfahrtstafel im Bahnhof gegangen, da sie die Daten des DB Navigators mit denen des Bahnhofs abgleichen wollte, ob das alles wirklich stimmt und ob es nicht eine bessere Alternative gibt, als das was ihr die Reiseauskunft vorgeschlagen hat. Denn der Vorschlag war nur noch vier Stationen mit der S-Bahn zu Fahren und weiter in einen SEV-Bus zu umsteigen. Als wir uns vergewissern haben, dass es nichts besseres gab, sind wir zum Bahnsteig gegangen und haben wir auf ihre S-Bahn gewartet. Wie es sich am Tag gehört, war auch diese einige Minuten verspätet. Die Begleiterin ist dann eingestiegen und abgefahren. Ich habe mich dann noch verstärkt, da ich geahnt habe, dass meine Weiterfahrt vermutlich alles andere als entspannt sein dürfte.
Ich kann an dieser Stelle auch verraten, dass der letzte ICE des Tages ab Brüssel mit +20 abgefahren ist und ungefähr diese Verspätung bis Köln gehalten hat. Ich hatte zwar keinen Zeitgewinn gegenüber des Wartens auf diesen ICE aber vermutlich besseren Komfort, da durchgehend Sitzplätze verfügbar waren.
Mein nächster ICE von Köln nach Hannover sollte um 23:15 Uhr abfahren und um 23:20 Uhr war es so weit. Bereits in Köln war der Zug (ich glaube es war ICE 2 kurz) gut gefühlt. Da es sich um den letzten Zug des Tages aus NRW Richtung Berlin handelte, ist er zu quasi S-Bahn Express mit Halten überall bis Hamm geworden. Obwohl der Zug bereits sehr voll war (viele mussten stehen) durften wir dennoch in Dortmund noch ca. 15 Minuten auf die Umsteiger warten. Da fragt man sich, wo man die noch unterbringen wollte, wenn zumindest in meinem Wagen Menschen in ganzer Wagonlänge stehen mussten. Zum Glück kamen nicht so viele weitere Fahrgäste und wir konnten weiterfahren.
Am Ende bin ich in Hannover um 2:51 Uhr (statt 2:23 Uhr) eingetroffen. Wegen der Uhrzeit war es sehr sinnvoll eine Taxi für den Abschnitt nach Hause zu nehmen.
Soweit der Reisebericht. Nun geht es um den FGR-Antrag.
Ich habe mich entschieden, das ganze als Brief einzureichen, damit alles von Sachbearbeitern verstanden werden kann. Ich habe mich kurz gefasst und tabellarische Ansichten der Soll- und Ist-Fahrten verfasst, damit wirklich alles ersichtlich wird. Da leider der Online-Antrag keinen Freitext ermöglicht, musste das ganze in dem Fall per Brief erfolgen.
Ich habe mir den Freiumschlag aus dem Internet heruntergeladen und auf meinen ausgedruckt. Die erste negative Überraschung war bereits in der Postfiliale: Wenn man die Antwortumschläge verwendet und irgendeine Zusatzleistung dazu nehmen will, muss auch die Basisleistung vom Absender übernommen werden, da die Post es nicht schafft beide Sachen getrennt abzurechnen. Das ist etwas was Royal Mail (britische Post) ohne Probleme machen lässt. Ich habe das Porto nachgezahlt und habe den Brief mit Rückschein eingeschickt, um zu wissen, wann der Brief das SC FGR erreichen wird.
Einige Tage später ist der Rückschein eingetroffen. Interessant war zu sehen, wo der Brief am Ende gelandet ist. Ich wusste zwar, dass SC FGR eine Umleitung nach Berlin bei der Post hat (das kann man auf der Seite der Deutschen Post unter PLZ-Suche und weiter unter Großempfängern nachschauen), aber der Brief landete in Wirklichkeit bei Schweizerischer Post in Bamberg. Anscheinend dort werden die Briefe eingescannt.
Laut dem Rückschein war der Brief (wo beide Fahrten beschrieben wurden, da ein Auftrag) inkl. ursprünglichen Fahrkarten sowie den zusätzlichen Fahrkarten im Original (Kopien habe ich natürlich gemacht) dort am 5.08.22 eingetroffen.
Die erste Rückmeldung kam Anfang September (Briefdatum 4.9.22) und es hat sich herausgestellt, dass SC FGR entweder die Briefe nicht liest (sondern durch Zeichenerkennungssoftware jagt) oder die bekannten Spielchen betreibt. Der betraf nur die Hinfahrt und ich wurde nach der Kontonummer sowie nach der tatsächlicher Ankunftszeit am Zielbahnhof meiner Fahrkarte gefragt. Ein weiterer Brief vom gleichen Tag betraf die Rückfahrt und fragte auch nach der Bankverbindung und es gab noch einen Hinweis, dass eine Auszahlung auf eine Kreditkartenkonto nicht möglich ist. Die Briefe haben mich am 6.9.22 erreicht und am gleichen Tag habe ich dort angerufen und die Mitarbeiterin meinte, dass sie die Bankverbindung nicht telefonisch entgegen nehmen kann. Ich habe ihr aber gesagt, dass diese ist im Brief zu finden und konnte ihr die Seitennummer und die Stelle nennen. Das hat sie offensichtlich überrascht und ich habe sie gebeten das auch in den Vorgang für die Rückfahrt aufzunehmen. Bezüglich der Ankunftszeit habe ich sie auch auf meinen Brief verwiesen aber die Zeit nochmal genannt.
Später hat mich ein weiterer Brief vom 5.9.22 erreicht, wo es um meine Fahrt von Aachen Hbf nach Brüssel Süd ging. Hier wurde ein weiterer Vorgang genannt. Das SC FGR wollte die geplante Reiseverbindung und die tatsächliche Ankunftszeit am Zielort der Fahrkarte in Erfahrung bringen.
Am 21.9.22 wurde ein Zwischenbescheid bezüglich der Hinfahrt ausgestellt.
Da ich diesen Brief wegen nicht erkannten zusätzlichen Fahrkarten erhalten habe, habe ich am 25.9.22 habe ich eine Antwort auf die Fragen aus dem Brief vom 5.9.22 verfasst, wo ich auf erklärt habe, worum es bei dieser Fahrkarte geht und die Tabellen bezüglich der Hinfahrt aus meinem FGR-Antrag eingefügt. Am gleichen Tag habe ich einen weiteren Brief als Antwort auf den Brief vom 4.9.22 bezüglich der Hinfahrt verfasst und ebenfalls die Fragen direkt beantwortet. Auch den Brief mit den Fragen bezüglich der Rückfahrt habe ich abgearbeitet. Alle drei Briefe habe ich getrennt kuvetiert und per ausgedruckten Freiumschlag getrennt verschickt, damit es keine Verwirrung geben kann.
Am 29.9.22 gab es einen Bescheid bezüglich der Hinfahrt. Mir wurde 25% des Fahrkartenwertes der Hinfahrt als Entschädigung sowie die Gebühr für die Sitzplatzresevierung, da der 2. Zug nicht, wo ich die Reservierung hatte, nicht erreicht werden konnte. Es hat sich herausgestellt, dass der Fahrkartenwert falsch eingetragen wurde, deswegen gab es weniger als zusteht. Die zusätzliche Fahrkarte wurde nicht erwähnt.
Am 7.10.22 gab es einen Bescheid bezüglich der Rückfahrt ebenfalls einen Bescheid. Auch hier wurde falscher Fahrkartenwert herangezogen, was zur Folge hätte, dass mir wieder nur 25% statt 50% des Fahrpreises ausgezahlt wurde. Auch hier wurde die Gebühr für die Sitzplatzreservierung ausgezahlt und die zusätzliche Fahrkarte von Brüssel nach Aachen wurde auch hier verschwiegen.
Am 13.10.22 gab es einen Zwischenbescheid bezüglich der Fahrt von Aachen nach Brüssel.
Da diese Briefe ziemlich spät bei mir eingetroffen sind, habe ich erst am 21.10.22 wieder angerufen. Dann wurden die falschen Fahrkartenwerte von Mitarbeiterin erkannt und korrigiert. Die Sache mit den zusätzlichen Fahrkarten konnten wir auch mündlich klären und der getrennte Vorgang, wo beide zusätzliche Fahrkarten betrachtet wurden, wurde geschlossen und mit den Vorgängen der Hin- bzw. Rückfahrt verknüpft. Ich soll weitere Briefe zu diesem getrennten Vorgang ignorieren.
Am 20.10.22 wurde ein Bescheid für die zusätzliche Fahrkarte von Aachen nach Brüssel ausgestellt, wo eine Verspätung von 0 Minuten bescheinigt wurde und die Auszahlung verweigert wurde.
Am 28.11.22 wurde der nächste Bescheid für die Hinfahrt ausgestellt. Diesmal wurde der Fahrkartenwert korrekt ausgewiesen und der Unterschied zwischen dem bereits ausgezahlter Entschädigung und dem zustehenden Betrag ausgezahlt. Auch die zusätzliche Fahrkarte wurde erstattet.
Am 21.12.22 gab es einen weiteren Bescheid bezüglich der Rückfahrt, wo immerhin die Zusatzfahrkarte zum ersten Mal erwähnt wurde. Dennoch wurde diese nicht erstattet, sondern die Angelegenheit nach Belgien abgetreten, da die Belgier hier zuständig sein sollten. Dazu mehr später. Im Brief wurde nur die postalische Adresse in Belgien genannt. Keine Telefonnummer, keine Mail-Adresse. Der Fahrkartenwert der Rückfahrt war weiterhin falsch. Der Brief ist bei mir eingetroffen als ich nicht zu Hause war.
Deswegen habe ich erst am 9.1.23 dort angerufen und um die Klärung dieser Abtretung gebeten. Der Mitarbeiter konnte es mir nicht wirklich erklären und meinte, dass die Belgier nicht an einem gemeinsamen Mechanismus zur Auszahlung solcher Fälle teilnehmen würden. Er hat meine Anmerkungen aufgenommen.
Am 25.01.23 habe ich eine E-Mail auf Deutsch von SNCB mit dem Betreff „Dossier ouvert“ bekommen, wo ein Aktenzeichen genannt wurde. In der Nachricht ging es darum, dass mein Anliegen noch nicht abgearbeitet war und man um Verständnis für die Dauer der Bearbeitung bat, welche „mehrere Wochen oder sogar Monate dauern“ kann. Die Mail kam von der Adresse CC_Do_Not_Reply@b-rail.be . Es gab dort keine Telefonnummer und keine Telefonnummer.
Am 6.2.23 gab es eine weitere Mail von dieser Adresse, wo es darum ging, dass die Angelegenheit weiterhin in der Bearbeitung war.
Am 13.2.23 gab den letzten Bescheid von SC FGR bezüglich der Rückfahrt, wo der Fahrkartenwert korrigiert wurde und der fehlender Entschädigungsbetrag ausgezahlt wurde.
Am 10.03.23 habe ich einen Brief an die Belgier verfasst und verschickt. In diesem habe ich nach dem Stand des Vorgangs gefragt. Ich habe diesen Brief als Standardbrief mit Internetmarke verschickt, da Einschreiben ins Ausland (ich meine reinen Aufpreis auf Basisporto) noch teurer als innerhalb Deutschlands ist (das war vor wenigen Jahren noch anders), habe ich keine Information, ob der Brief eingegangen ist. Ich weiß, aber dass er am 13.03.23 das Briefzentrum Trier Richtung Belgien verlassen hat. Auf den Brief gibt es bis heute keine Antwort.
In Mai habe ich eigentlich eine Beschwerde bei EBA in Vorbereitung, um prüfen zu lassen, ob alles wirklich so läuft, wie es laufen sollte.
Am 1.6.23 habe ich eine Mail von den Belgiern erhalten, wo mir die Erstattung der Fahrkarte zugesagt wurde. Der Inhalt war ein bisschen widersprüchlich. Ich nehme an, dass da ein „nicht“ vergessen wurde:
Der ICEmit dem Sie von Brüssel nach Köln reisen würden, fuhr am 31 Juli 2022 .Unsere aufrichtige Entschuldigung für die entstandenen Unannehmlichkeiten.
Wir erstatten Ihr neues Ticket, das Sie am 31. Juli gekauft haben
Sie erhalten innerhalb von 2 Wochen 23.80 Euro auf Ihr Bankkonto.
Diesmal kam die Nachricht von dieser Adresse customer.relations.fr@b-rail.be und im Betreff Stand „CF/“ und danach die Nummer aus vorherigen Mails (ohne den führenden Nullen). Die Mail war auch von einer echter Mitarbeiterin unterschrieben und auch eine Telefonnummer (+32 2 607 20 25) wurde genannt.
Die Gutschrift hat mich dann am 6.06.2023 erreicht und nach ca. 10 Monaten ist die Geschichte komplett abgearbeitet worden.
Ich habe geschrieben, dass ich etwas zur Grundlage dieser Abtretung schreiben werde: Ich habe in der Zwischenzeit den Passus in den SCIC-NRT (Besondere Internationale Beförderungsbedingungen der Deutschen Bahn AG für Reisen mit Fahrkarten ohne (integrierte) Reservierung) gefunden. Dort steht aktuell unter Punkt 19.1.4 folgendes:
Für Ansprüche auf Erstattung von Kosten für eine Weiterbeförderung oder eine Übernachtung gilt: Diese Ansprüche bearbeitet das Servicecenter Fahrgastrechte dann, wenn ein BEFÖRDERER auf einer DB STRECKE zur Weiterbeförderung oder zur Hilfeleistung an Ort und Stelle verpflichtet war (im Allgemeinen der Ort der Reiseunterbrechung). Das betrifft ebenfalls die ICE-Züge auf ihrer gesamten Fahrtstrecke bis Brüssel und zurück. Dabei kommt es jeweils nicht darauf an, ob es sich um eine DB FAHRKARTE oder die Fahrkarte eines anderen AUSGEBENDEN UNTERNEHMENS handelt. In allen anderen Fällen wird die DB die Fahrkarte an denjenigen BEFÖRDERER weiterleiten, der zur Weiterbeförderung oder zur Hilfeleistung an Ort und Stelle verpflichtet war. Dieser wird dann die Regulierung übernehmen. Die DB wird die Reisenden unverzüglich über die Weiterleitung unterrichten.
(Gleich geht es weiter...)