Anzeigefehler der DB (Allgemeines Forum)

плацкарт, Freitag, 14.07.2023, 16:52 (vor 996 Tagen)

(leider Paywall)

Link

Schulklasse mit Flixtraintickets verpasst die Abfahrt des Zuges auf anderem Gleis und soll im ersatzweise benutzten ICE 9000€ nachzahlen. Empfang durch Polizei.

Weiß jemand mehr über die Betreibung dieser hochpreisigen Nachzahlung?

Anderes Medium ...

sunny007, Freitag, 14.07.2023, 17:13 (vor 996 Tagen) @ плацкарт

(leider Paywall)

Link

Schulklasse mit Flixtraintickets verpasst die Abfahrt des Zuges auf anderem Gleis und soll im ersatzweise benutzten ICE 9000€ nachzahlen. Empfang durch Polizei.

Weiß jemand mehr über die Betreibung dieser hochpreisigen Nachzahlung?

https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2023/07/berlin-schule-klasse-bahn-chaos-rueckreis...

Der Grund für den Polizeieinsatz war jawohl dies hier...

Arlbergkrokodil, Samstag, 15.07.2023, 10:10 (vor 995 Tagen) @ sunny007

(rbb Bericht) ""Wir haben daraufhin jede weitere Kooperation mit dem Kontrolleur verweigert", hält die Lehrerin schriftlich fest."

Das heisst vermutlich, dass die Lehrkräfte die Angabe der Personalien für die Fahrpreisnacherhebung verweigert und damit den Polizeieinsatz verursacht haben, statt die FN im Nachgang anzufechten (wäre ja mit der schriftlichen Bestätigung auch erfolgreich gewesen).
Bei all den von der DB verursachten Fehlern - wenn dies so war, müssen sich die Lehrkräfte dies wohl vorhalten lassen und sollten die Kosten für den Polizeieinsatz übernehmen.

Nein, Herr Vorsitzender!

sfn17, Sonntag, 16.07.2023, 17:27 (vor 994 Tagen) @ Arlbergkrokodil
bearbeitet von sfn17, Sonntag, 16.07.2023, 17:28

(rbb Bericht) ""Wir haben daraufhin jede weitere Kooperation mit dem Kontrolleur verweigert", hält die Lehrerin schriftlich fest."

Das heisst vermutlich, dass die Lehrkräfte die Angabe der Personalien für die Fahrpreisnacherhebung verweigert

Das dürfen sie. So einfach ist das.

und damit

Haben die Lehrer die Polizei gerufen? (hätten sie sogar machen können, allerdings dann auf eigenes Kostenrisiko)

den Polizeieinsatz verursacht haben

Verursacht hat den Polizeieinsatz die Bahn selbst. Sie geht damit auch das Risiko ein, den Einsatz bezahlen zu müssen.

statt die FN im Nachgang anzufechten (wäre ja mit der schriftlichen Bestätigung auch erfolgreich gewesen).

(nur Spekulation)

Bei all den von der DB verursachten Fehlern - wenn dies so war, müssen sich die Lehrkräfte dies wohl vorhalten lassen und sollten die Kosten für den Polizeieinsatz übernehmen.

Allein wenn man die Angabe von Personalien gegenüber Unbefugten(!) verweigert, sind sämtliche Fehler der Gegenseite "geheilt" und sind die "verursachten" Kosten selbst zu tragen.

Das ist völlig hanebüchen, was Du schreibst.

Doch, Herr Verteidiger!

Arlbergkrokodil, Montag, 17.07.2023, 16:37 (vor 993 Tagen) @ sfn17

(rbb Bericht) ""Wir haben daraufhin jede weitere Kooperation mit dem Kontrolleur verweigert", hält die Lehrerin schriftlich fest."

Das heisst vermutlich, dass die Lehrkräfte die Angabe der Personalien für die Fahrpreisnacherhebung verweigert

Das dürfen sie. So einfach ist das.

Richtig, dürfen sie. Und der Schaffner darf dann die Polizei hinzuziehen.

und damit

Haben die Lehrer die Polizei gerufen? (hätten sie sogar machen können, allerdings dann auf eigenes Kostenrisiko)

den Polizeieinsatz verursacht haben

Verursacht hat den Polizeieinsatz die Bahn selbst. Sie geht damit auch das Risiko ein, den Einsatz bezahlen zu müssen.

Die Bahn (DB Netz) hat nach der Schilderung der Lehrerin sowohl die verpasste Mitfahrt mit dem Flixtrain verursacht, vermutlich auch die vorangegangene verspätete Ankunft des Flixtrains in Duisburg (Baustellen).
Und das DB-Personal hat vor Ort auch schriftlich bestätigt, dass der Fehler bzgl. Info bei der DB lag. Aber das DB-Personal hat eben nicht schriftlich die Mitfahrt mit dem ICE freigegeben. Insofern hat die DB nicht die Mitfahrt der Klasse im ICE ohne gültige Fahrkarte verursacht.

statt die FN im Nachgang anzufechten (wäre ja mit der schriftlichen Bestätigung auch erfolgreich gewesen).

(nur Spekulation)

Bei all den von der DB verursachten Fehlern - wenn dies so war, müssen sich die Lehrkräfte dies wohl vorhalten lassen und sollten die Kosten für den Polizeieinsatz übernehmen.


Allein wenn man die Angabe von Personalien gegenüber Unbefugten(!) verweigert, sind sämtliche Fehler der Gegenseite "geheilt" und sind die "verursachten" Kosten selbst zu tragen.

Das ist völlig hanebüchen, was Du schreibst.

Kannst Du Dich auch mal in den Zugbegleiter hineinversetzen, der in einem solchen Zusammenhang ständig solche Geschichten hört?
- Fahrgäste ohne gültigen Fahrscheine, sogar ganz ohne (DB-)Tickets
- Weisen eine schriftliche Bestätigung vor, dass aufgrund eines Fehlers der DB ein Anschluss mit dem Flixtrain in Duisburg verpasst wurde, der aber keine Freigabe für einen Zug der DB, und schon gar nicht für diesen ICE enthält.
- Es gab keine entsprechenden Hinweise vom abgelösten Zugpersonal

Nach meiner Ansicht ist es genau richtig, die Personalien für eine spätere Klärung aufzunehmen, wenn dann auch alle benötigten Informationen gesammelt werden können. Die FN über € 9000 ist natürlich krass, aber es ist halt eine zivilrechtliche Forderung, die von den Lehrkräften / der Schule im Nachgang angefochten werden kann.

Die Bundespolizei hat sicher auch so genug Arbeit, so dass man nicht, auch wenn man sich im Recht fühlt (und rein moralisch vielleicht auch ist) durch unkooperatives Verhalten einen unnötigen Einsatz auslösen muss. Bei den Fällen, die ich als Zugreisender bisher mitbekommen habe, kam die Bundespolizei zur Personalienfeststellung in bzw. an den Zug, als Mitreisende ohne Fahrkarte gar keine Papiere dabei hatten - nicht, weil sie ihre Personalien nicht angeben wollten.

Lehrer und das reale Leben

Hansjörg, Freitag, 14.07.2023, 18:09 (vor 996 Tagen) @ плацкарт
bearbeitet von Hansjörg, Freitag, 14.07.2023, 18:09

Ich meine alleine der Satz die Schulleitung unterstützt das Einsteigen ohne Fahrschein.
Das sind doch nun die komplett falschen Ansprechpartner.

In einen DB FV Zug einzusteigen ohne Ticket, da ist ja klar was passiert.
Die Lehrer sollten ihre Entscheidung mal überdenken durch bezahlen der gesamten Strafe aus eigener Tasche. Wie kann man nur so beschränkt mitdenken?


Ich bin schockiert ob des Verhaltens der Lehrer.

MfG Hansjörg

Lehrer und das reale Leben

Alexander, Freitag, 14.07.2023, 18:51 (vor 996 Tagen) @ Hansjörg

Ich meine alleine der Satz die Schulleitung unterstützt das Einsteigen ohne Fahrschein.
Das sind doch nun die komplett falschen Ansprechpartner.

In einen DB FV Zug einzusteigen ohne Ticket, da ist ja klar was passiert.
Die Lehrer sollten ihre Entscheidung mal überdenken durch bezahlen der gesamten Strafe aus eigener Tasche. Wie kann man nur so beschränkt mitdenken?


Ich bin schockiert ob des Verhaltens der Lehrer.

Die Schulleitung ist die nächste Führungsinstanz der Lehrkräfte und sollte schon darüber informiert werden.
Zusätzlich haben die Lehrer eine Bestätigung des Anzeigefehlers und quasi die Rückendeckung von mind. 2 DB-Personalen, ich vermute in Duisburg durch Personal von S&S und dem ersten Zugbegleiter im ICE erhalten.

Was hätten sie den noch machen sollen?
(4500€ hat jetzt nicht jeder sofort greifbar)

--
Es gibt Menschen, die geizen mit ihrem Verstand wie andere mit ihrem Geld. (Wilhelm Busch)

Lehrer und das reale Leben

Hansjörg, Freitag, 14.07.2023, 19:12 (vor 996 Tagen) @ Alexander

Mag sein, aber im realen Leben hilft die Instanz des AG einen drüber nicht.

Sondern die nur der Beförder mit dem man denkt zu fahren.

Lehrer und das reale Leben

bskf, Freitag, 14.07.2023, 21:42 (vor 995 Tagen) @ Hansjörg

wie hättest Du Dich verhalten?
in Verantwortung für ein Schulklasse zu bereits vorgerückter Uhrzeit wohlgemerkt.

Lehrer und das reale Leben

Hansjörg, Samstag, 15.07.2023, 00:17 (vor 995 Tagen) @ bskf

wie hättest Du Dich verhalten?
in Verantwortung für ein Schulklasse zu bereits vorgerückter Uhrzeit wohlgemerkt.

Ich hätte nicht erwartet bei der DB nicht ein erhöhtes Entgeld bezahlen zu müssen.
Die DB FV kann rein gar nichts dafür.
Wer Flixtrain bucht weiß was er bekommt. Einen Zug pro Tag.
Das gilt für alle Fahrgäste ob Student, Rentner, Rollifahrer oder Triathet.
Und auch für eine Schulklasse.

Lehrer und das reale Leben

bskf, Samstag, 15.07.2023, 07:51 (vor 995 Tagen) @ Hansjörg

Ich hätte nicht erwartet bei der DB nicht ein erhöhtes Entgeld bezahlen zu müssen.

also im Grunde genauso wie die Lehrkräfte, hättest aber die 4.500 gezahlt / FN über 9.000 akzeptiert. klar.

Wer Flixtrain bucht weiß was er bekommt.

hätte im Übrigen bei DB auch passieren könnnen. Zug mit Zugbindung verpasst, obwohl er pünktlich war -> erstmal FN (je nach Personal). nur wäre die Klärung sicher einfacher gewesen, das auf jeden Fall.

Lehrer und das reale Leben

heinz11, Freitag, 14.07.2023, 19:33 (vor 996 Tagen) @ Hansjörg

Ich meine alleine der Satz die Schulleitung unterstützt das Einsteigen ohne Fahrschein.
Das sind doch nun die komplett falschen Ansprechpartner.

In einen DB FV Zug einzusteigen ohne Ticket, da ist ja klar was passiert.
Die Lehrer sollten ihre Entscheidung mal überdenken durch bezahlen der gesamten Strafe aus eigener Tasche. Wie kann man nur so beschränkt mitdenken?


Ich bin schockiert ob des Verhaltens der Lehrer.


Wenn Du Dir den rbb-Artikel mal durchliest:
Da steht drin: "Notfall" und "Einen Lösungsvorschlag hat es nicht gegeben." Zudem sind sie nicht "einfach so" in den ICE eingestiegen, sondern nach Information und mit Billigung der DB-Mitarbeiter vor Ort.

Ich möchte nicht wissen, was Du geschrieben hättest, wenn die Lehrer gesagt hätten: "Wir warten jetzt in Duisburg ab, bis irgendwie die 4.500 Euro eintreffen."

Du machst es Dir etwas sehr einfach mit Deiner Beurteilung.

+1

Hustensaft, Samstag, 15.07.2023, 07:18 (vor 995 Tagen) @ heinz11

- kein Text -

Lehrer und das reale Leben

JeDi, überall und nirgendwo, Samstag, 15.07.2023, 07:28 (vor 995 Tagen) @ heinz11

Naja, vielleicht sollte man auch einfach nicht mit einer Schulklasse und wild gestückelten Fahrkarten auf die Reise gehen. Wenn man bei der DB oder sonstwo eine Klassenfahrt als Pauschalreise gebucht hätte, hätte es auch entsprechende Notfallkontakte gegeben. So halt nicht.

--
Weg mit dem 4744!

Bahner und das reale Leben

Hustensaft, Samstag, 15.07.2023, 09:09 (vor 995 Tagen) @ JeDi

Naja, vielleicht sollte man auch einfach nicht mit einer Schulklasse und wild gestückelten Fahrkarten auf die Reise gehen. Wenn man bei der DB oder sonstwo eine Klassenfahrt als Pauschalreise gebucht hätte, hätte es auch entsprechende Notfallkontakte gegeben. So halt nicht.

Vielleicht sollte die DB dann auch eine Bestpreisgarantie geben, dann wäre eine Stückelung nicht notwendig - und Notfallkontakte bei der Erreichbarkeit der DB und der oft anzutreffenden fehlenden Kompetenz, sorry, nicht werthaltig, schon gar nicht, wenn da ein Schaffner den Problembären gibt.

Abgesehen davon: Womit finden die Probleme noch einmal an? Da war was mit Unvermögen der DB, die richtigen Informationen zu geben.

Hustensaft und das reale Leben

JeDi, überall und nirgendwo, Samstag, 15.07.2023, 09:11 (vor 995 Tagen) @ Hustensaft
bearbeitet von JeDi, Samstag, 15.07.2023, 09:11

Abgesehen davon: Womit finden die Probleme noch einmal an? Da war was mit Unvermögen der DB, die richtigen Informationen zu geben.

...und dem Unvermögen der Lehrpersonen, die für sie zuständige Ansprechperson zu kontaktieren. Das ist nämlich nicht das Personal irgendeines ICE, wenn sie bei einem anderen Anbieter gebucht haben. Aber klar, daran ist natürlich nur die Eisenbahn (im Gesamten) Schuld.

--
Weg mit dem 4744!

Persönliche Attacken waren schon immer hilfreich

Hustensaft, Samstag, 15.07.2023, 09:37 (vor 995 Tagen) @ JeDi

Abgesehen davon: Womit finden die Probleme noch einmal an? Da war was mit Unvermögen der DB, die richtigen Informationen zu geben.


...und dem Unvermögen der Lehrpersonen, die für sie zuständige Ansprechperson zu kontaktieren. Das ist nämlich nicht das Personal irgendeines ICE, wenn sie bei einem anderen Anbieter gebucht haben. Aber klar, daran ist natürlich nur die Eisenbahn (im Gesamten) Schuld.

Persönliche Attacken waren schon immer hilfreich - aber wenn Du gelesen hättest, haben die sich vor Ort an die Bahn gewandt ... und die ganze Situation ist noch einmal wodurch entstanden? Siehe oben!

So hat halt jeder seine Kernkompetenzen.

heinz11, Montag, 17.07.2023, 08:31 (vor 993 Tagen) @ Hustensaft

- kein Text -

Internationale Anschlüsse und das reale Leben

Altmann, Samstag, 15.07.2023, 09:17 (vor 995 Tagen) @ Hustensaft

Vielleicht sollte die DB dann auch eine Bestpreisgarantie geben, dann wäre eine Stückelung nicht notwendig ...

Das wär zu schön, um wahr zu sein.

Aber in Wahrheit ist es doch so, dass man ohne Stückelung heute international nicht mehr Bahn fahren kann. In viele Länder verkauft DB gar keine Tickets mehr.

Und wenn doch, dann oft nur für bestimmte Züge und / oder bestimmte Zielbahnhöfe.

Fakt ist: Ohne Stückelung geht heute gar nichts mehr. Und das wiederum ist dann der Punkt, wo sich das EVU abputzt und sagt "Sorry, es gibt keine FGR. Sie haben ihren Anschluss verpasst? Ujjj, das ist dumm - jetzt müssen Sie ein neues Flexpreisticket kaufen!".

Internationale Anschlüsse und das reale Leben

JeDi, überall und nirgendwo, Samstag, 15.07.2023, 09:35 (vor 995 Tagen) @ Altmann

Aber in Wahrheit ist es doch so, dass man ohne Stückelung heute international nicht mehr Bahn fahren kann. In viele Länder verkauft DB gar keine Tickets mehr.

In die Niederlande verkauft die DB ein nahezu vollständiges Sortiment. Durch NS werden SCIC-Relationen ab allen Grenzpunkten zu allen Bahnhöfen, sowie von und zu den 5 (?) größten Bahnhöfen zu allen anderen Bahnhöfen zur Verfügung gestellt.

--
Weg mit dem 4744!

Schockierend ist hier etwas anderes

Hustensaft, Samstag, 15.07.2023, 07:18 (vor 995 Tagen) @ Hansjörg

In einen DB FV Zug einzusteigen ohne Ticket, da ist ja klar was passiert.

Na, was ist denn passiert? Die DB, hier in Form von Station&Service, hat die Sache doch versemmelt, in dem sie die Fahrgäste des Flixtrain duch falsche angaben zum Abfahrtsgleis irregeleitet hat, die Schuld liegt also eindeutig und ohne jeden Zweifel beim DB-Konzern. Und wer einen Schaden verursacht, sollte dafür auch geradestehen, hier sollte sich DB Fernverkehr bei DB Station&Service schadlos halten.

Die Lehrer sollten ihre Entscheidung mal überdenken durch bezahlen der gesamten Strafe aus eigener Tasche. Wie kann man nur so beschränkt mitdenken?

In den Spiegel geschaut? Beschränkt ist hier nur Deine Denke ... Die Lehrkräfte hatten sich vor Ort sogar noch mit DB-Mitarbeitern abgestimmt, klar, die haben nur beschränkt mitgedacht - Herr, schmeiß Hirn vom Himmel ...

Ich bin schockiert ob des Verhaltens der Lehrer.

Die haben alles richtig gemacht, zumal die ja auch eine Aufsichts- und Schutzpflicht haben. Mehr als sich eine Zustimmung einholen geht nicht - und den Skandal ob der Schlagzeile "Klasse übernachtet am Bahnhof, weil DB die Mitnahme verweigert", das wäre spannend. Übrigens könnte Flixtrain argumentieren, dass der Zug doch gefahren sei ... womit wir wieder am Anfang wären, hier trifft die DB die alleinige Schuld.

Amüsiert habe ich zur Kenntnis genommen, dass die DB "aus Kulanz" auf das Geld verzichtet, sich aber gleichzeitig entschuldigt - finde den Fehler -, die hatten nur Angst, den nächsten Prozess zu verlieren, was beinahe zwangsläufig passiert wäre.

Schockierend ist hier etwas anderes

Sanformatiker, Samstag, 15.07.2023, 15:13 (vor 995 Tagen) @ Hustensaft

In einen DB FV Zug einzusteigen ohne Ticket, da ist ja klar was passiert.


Na, was ist denn passiert? Die DB, hier in Form von Station&Service, hat die Sache doch versemmelt, in dem sie die Fahrgäste des Flixtrain duch falsche angaben zum Abfahrtsgleis irregeleitet hat, die Schuld liegt also eindeutig und ohne jeden Zweifel beim DB-Konzern. Und wer einen Schaden verursacht, sollte dafür auch geradestehen, hier sollte sich DB Fernverkehr bei DB Station&Service schadlos halten.

So funktioniert die Welt (leider) nicht. Die Schulklasse hatte einen Beförderungsvertrag mit Flixtrain - nicht mit DB Fernverkehr und auch nicht mit DB Station & Service. DB Netze und DB Station & Service sind hier erstmal Erfüllungsgehilfen für Flixtrain. Damit ist für die Schulklasse grundsätzlich Flixtrain und nur Flixtrain Ansprechpartner. Die haben natürlich keinen Ansprechpartner vor Ort und das Callcenter war nicht erreichbar. Aber es bleibt dabei: Flixtrain ist Vertragspartner. Wenn die Dienstleister von Flixtrain dann halt Mist bauen (wie in diesem Fall Station & Service), muss sich dennoch Flixtrain darum kümmern und kann sich dann im Nachhinein bei seinem Dienstleister schadlos halten.

DB Fernverkehr hat mit der ganzen Geschichte erstmal eigentlich gar nichts zu tun - wenn mein bei Ryanair-Flug ausfällt, gehe ich ja auch nicht zum Lufthansa-Schalter. Das Station & Service und Fernverkehr zum den gleichen Eigentümer haben, würde hier erstmal auch nicht wirklich von Belang sein, selbst wenn die Schulklasse direkt einen Vertrag mit Station & Service gehabt hätte.

Die Lehrer sollten ihre Entscheidung mal überdenken durch bezahlen der gesamten Strafe aus eigener Tasche. Wie kann man nur so beschränkt mitdenken?


In den Spiegel geschaut? Beschränkt ist hier nur Deine Denke ... Die Lehrkräfte hatten sich vor Ort sogar noch mit DB-Mitarbeitern abgestimmt, klar, die haben nur beschränkt mitgedacht - Herr, schmeiß Hirn vom Himmel ...

Ich bin schockiert ob des Verhaltens der Lehrer.


Die haben alles richtig gemacht, zumal die ja auch eine Aufsichts- und Schutzpflicht haben. Mehr als sich eine Zustimmung einholen geht nicht - und den Skandal ob der Schlagzeile "Klasse übernachtet am Bahnhof, weil DB die Mitnahme verweigert", das wäre spannend. Übrigens könnte Flixtrain argumentieren, dass der Zug doch gefahren sei ... womit wir wieder am Anfang wären, hier trifft die DB die alleinige Schuld.

Naja normalerweise ist ohne gültige Fahrkarte in den Zug zu steigen schon keine so gute Idee, aber hier lag Zustimmung des Zugpersonals vor und das hat hier sicher im Sinne der Öffentlichkeitswirksamkeit auch die richtige Entscheidung getroffen. Formal wäre aber auch eine gegenteilige Entscheidung nicht zu beanstanden gewesen. Und hier kommt halt nun DB Fernverkehr überhaupt erst ins Spiel und das Problem ist schlicht und ergreifend, dass entweder beim Personalwechsel doch keine Übergabe mehr stattfand oder das übernehmende Personal hier einfach anders entschieden hat. Und man sollte sich hier auf Aussagen des Zugpersonals eben auch verlassen können, weil hier haben die Lehrer im Vertrauen auf die Aussage des ursprünglichen Zugpersonals gehandelt. Die Situation hätte also eigentlich so nicht passieren dürfen, aber wenn es erstmal so weit ist, dann gar nicht zu kooperieren, war auch nicht die beste Entscheidung. Hier dann die Bundespolizeit einzuschalten ist letztlich nur die folgerichtige Konsequenz, die das Personal gezogen hat. 32 Fahrgäste ohne gültigen Fahrschein, die sich der Personalienfeststellung verweigern.


Amüsiert habe ich zur Kenntnis genommen, dass die DB "aus Kulanz" auf das Geld verzichtet, sich aber gleichzeitig entschuldigt - finde den Fehler -, die hatten nur Angst, den nächsten Prozess zu verlieren, was beinahe zwangsläufig passiert wäre.

Naja die Aussage aus Kulanz und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht ist in solchen Situationen erstmal normal, man möchte keinen Präzedenzfall für ähnliche Situationen schaffen. Sonst steht demnächst jeder verprellte Flixtrain-Kunde im ICE und beruft sich darauf.

Noch ein anderes Medium

sfn17, Freitag, 14.07.2023, 18:51 (vor 996 Tagen) @ плацкарт

...nämlich in der MoPo.

Mit Happy End.

Der Einschätzung eines Erstklässlers hierzuforum ist nicht zu folgen.

Ende der Geschichte

sflori, Freitag, 14.07.2023, 19:54 (vor 996 Tagen) @ sfn17

Ein Sprecher der Deutschen Bahn erklärte, dass eine Fehlinformation am Bahnhof in Duisburg zu einem Vorfall führte. Daher wird aus Kulanz auf die Nachforderung des Fahrpreises von einer Schulklasse verzichtet. Der Vorfall soll weiter untersucht werden.

https://www.morgenpost.de/article238948091/abschlussfahrt-schulklasse-deutsche-bahn-pol...


Bye. Flo.

Ende der Geschichte

heinz11, Freitag, 14.07.2023, 19:59 (vor 996 Tagen) @ sflori

Ein Sprecher der Deutschen Bahn erklärte, dass eine Fehlinformation am Bahnhof in Duisburg zu einem Vorfall führte. Daher wird aus Kulanz auf die Nachforderung des Fahrpreises von einer Schulklasse verzichtet. Der Vorfall soll weiter untersucht werden.

https://www.morgenpost.de/article238948091/abschlussfahrt-schulklasse-deutsche-bahn-pol...


Bye. Flo.

Stand im rbb-Artikel (anderes Medium) auch schon... :-)


Viele Grüße
heinz

Ende der Geschichte

611 040, Erfurt, Freitag, 14.07.2023, 21:52 (vor 995 Tagen) @ sflori

Klar, wäre einem von uns das passiert bin ich mir 99,99% sicher wäre das nicht passiert.
Da kann die Schule ruhig mal blechen und die Schüler gleich lernen dass man eben aufpassen muss und nicht einfach mal einsteigt und wird schon gut gehen...

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Ende der Geschichte

EK-Wagendienst, EGST, Samstag, 15.07.2023, 00:21 (vor 995 Tagen) @ 611 040

Klar, wäre einem von uns das passiert bin ich mir 99,99% sicher wäre das nicht passiert.
Da kann die Schule ruhig mal blechen und die Schüler gleich lernen dass man eben aufpassen muss und nicht einfach mal einsteigt und wird schon gut gehen...

Das schreibt hier ja genau der richtige,
Stichwort Donauwörth, das war ja noch dussliger.

--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Ohne Wissen sollte man vorsichtig sein

rheinbahn95, Düsseldorf, Samstag, 15.07.2023, 01:09 (vor 995 Tagen) @ 611 040

Warst du in der Situation und kannst sie bewerten? Hast du genauere Infos, was im Hintergrund gelaufen ist? Nein? Dann sollte man sich mit Schuldzuweisungen zurückhalten.

Hier gab es wohl wieder das altbekannte Problem mit Umleitungen und Prognosen im RB West. Hat ein Zug eine Prognose und verspätet sich weiter, dann fällt er irgendwann aus der Anzeige - die Aussage ist hier absolut richtig. Zusätzlich ist es keine Seltenheit, dass es in NRW zu sehr späten Gleiswechseln kommt. Mit einer ganzen Klasse dann den Zug zu erreichen kann sportlich enden.

Anzeigefehler der DB

VT642, Freitag, 14.07.2023, 18:53 (vor 996 Tagen) @ плацкарт

Ich halte es ohnehin für fragwürdig, die Schuld allein der DB zu geben. Für dke Fahrgastinformation ist meines Wissens das EVU selbst, also Flixtrain zuständig. Kann man dort die Verantwortung einfach auf andere abwälzen?

Anzeigefehler der DB

Fabian318, Münster i. W., Freitag, 14.07.2023, 19:13 (vor 996 Tagen) @ VT642

Ich halte es ohnehin für fragwürdig, die Schuld allein der DB zu geben. Für dke Fahrgastinformation ist meines Wissens das EVU selbst, also Flixtrain zuständig. Kann man dort die Verantwortung einfach auf andere abwälzen?

Wer da rechtlich für Verantwortung hat, weiß ich nicht zu beurteilen. Für die Fahrgastinformation grundsätzlich liefert das EVU an S&S, die Gleiswechselinformationen können aber nur aus Quellen der DB Netz kommen und müssen dann von S&S entsprechend weitergegeben oder vom Fahrgast aus bspw. DB Navigator abgerufen werden.

Anzeigefehler der DB

EK-Wagendienst, EGST, Freitag, 14.07.2023, 19:30 (vor 996 Tagen) @ VT642

Ich halte es ohnehin für fragwürdig, die Schuld allein der DB zu geben. Für die Fahrgastinformation ist meines Wissens das EVU selbst, also Flixtrain zuständig. Kann man dort die Verantwortung einfach auf andere abwälzen?

Aber bestimmt nicht bei spontanen Gleiswechseln wie in EDG an der Tagesordnung ist,
denn das mach DB Netz aus der Betriebslage, inzwischen ist das mit den vielen Schnittstellen eben ein Problem.

Früher saß der Ansager beim Fdl, und der sagte dann FLIX nach 11, und dann wusste der Ansager was er machen (Ansagen) musste.

--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Anzeigefehler der DB

Fabian318, Münster i. W., Freitag, 14.07.2023, 19:37 (vor 996 Tagen) @ EK-Wagendienst

Früher saß der Ansager beim Fdl, und der sagte dann FLIX nach 11, und dann wusste der Ansager was er machen (Ansagen) musste.

Die Eingabe in LeiDis war auch früher (solange wir nicht von > 8-10 Jahren reden) schon notwendig, gerade bei IRIS+ speist sich die Gleiswechselinformation eben daraus. Auch bei nicht eingegeben Änderungen wird der Gleiswechsel mit der eingestellten Fahrstraße erkannt und kommuniziert, dann eben leider sehr kurzfristig.

Oft schlechte Infos bei spontanen Gleiswechsel

462 001, Taunus, Freitag, 14.07.2023, 20:24 (vor 995 Tagen) @ EK-Wagendienst

Ich halte es ohnehin für fragwürdig, die Schuld allein der DB zu geben. Für die Fahrgastinformation ist meines Wissens das EVU selbst, also Flixtrain zuständig. Kann man dort die Verantwortung einfach auf andere abwälzen?

Aber bestimmt nicht bei spontanen Gleiswechseln wie in EDG an der Tagesordnung ist,
denn das mach DB Netz aus der Betriebslage, inzwischen ist das mit den vielen Schnittstellen eben ein Problem.

Spontane Gleiswechsel sind mittlerweile aber ein hohes Risiko, denn ich merke das immer wieder das die Informationen erst ankommen, wenn der Zug bereits steht - So hab ich es erst heute wieder an einem kleineren Dorfbahnhof erlebt. Die Info zum Gleiswechsel wurde durchgesagt, als der Zug am anderen Bahnsteig stand und unter dbf.finalrewind.org stand es auch erst zu diesem ZHeitpunkt(Ist normalerweise mit Infos viel schneller als ris und Navigator).

Früher saß der Ansager beim Fdl, und der sagte dann FLIX nach 11, und dann wusste der Ansager was er machen (Ansagen) musste.

Ja, Früher war das noch einfach...

Im Jahr 2004 hab ich das samstags oft in Düsseldorf erlebt, wo ich damals immer mit ICE 623 nach Limburg Süd gefahren bin und es am laufenden Band Ansagen zu Abweichungen gab, die aber deutlich mehr Qualität hatten als heute, denn der Ansager wusste wovon er redet.

Oft konnte ich da auch den MET 1032 auf dem Weg nach Köln beobachten, der auch oft nen Gleiswechsel "kassierte", aber er hielt ja eh nur zum Aussteigen.

--
Von mir besuchte Bahnhöfe
- Deutschland: 1619
- Euro. Ausland: 717

Stand: 20.02.2026

Oft schlechte Infos bei spontanen Gleiswechsel

TRAXXP160DE, HBIK, Freitag, 14.07.2023, 20:53 (vor 995 Tagen) @ 462 001

Fassen wir das mal ganz kurz zusammen:

DB Netz / Station und Service / oder wie die auch alle heißen schaffen es nicht, rechtzeitig über das Abfahrtsgleis eines Zuges zu informieren. Wenn man auf einem anderen Bahnsteig steht bzw. mit Gepäck dort hingeschickt wurde, muss man ja auch wieder zum nächsten Bahnsteig kommen.

Fernverkehr möchte eine Fahrpreisnacherhebung machen, bemüht die Polizei.

Verzichtet dann großzügig nach Gutsherrenart auf die Fahrpreisnacherhebung.

Also, Polizeieinsatz der Fernverkehr in Rechnung stellen, Klage von Flixtrain gegen DB Netz/ Station&Servive (so geht man nicht mit Fahrgästen eines Dritt-EVU um) und ein Bundesgesetz, was regelt, dass sich eine In·qui·si·torengruppe mal bei der Bahn die Prozesse sehr genau ansieht.

Oft schlechte Infos bei spontanen Gleiswechsel

Fabian318, Münster i. W., Freitag, 14.07.2023, 21:19 (vor 995 Tagen) @ TRAXXP160DE

Klage von Flixtrain gegen DB Netz/ Station&Servive (so geht man nicht mit Fahrgästen eines Dritt-EVU um)

Worauf stützt du deine Annahme, dass es bei einem konzerneigenen EVU unter ansonsten gleichen Bedingungen keine fehlerhafte Gleiswechselinformation gegeben hätte? Auch dort kommt sowas vor...

Oft schlechte Infos bei spontanen Gleiswechsel

TRAXXP160DE, HBIK, Freitag, 14.07.2023, 21:37 (vor 995 Tagen) @ Fabian318

Klage von Flixtrain gegen DB Netz/ Station&Servive (so geht man nicht mit Fahrgästen eines Dritt-EVU um)


Worauf stützt du deine Annahme, dass es bei einem konzerneigenen EVU unter ansonsten gleichen Bedingungen keine fehlerhafte Gleiswechselinformation gegeben hätte? Auch dort kommt sowas vor...

Auf das alte Sprichwort: "Eine Krähe hakt der anderen Krähe kein Auge aus."

Wenn die Schulklasse eine DB Fernverkehrsgruppenfahrkarte mit Zugbindung gehabt hätten, wäre in Berlin bestimmt nicht die Bundespolizei gekommen. Daraus könnte man eine Art Diskriminierung von Fahrgästen mit Dritt-EVU-Fahrscheinen schliessen. Frage: Wie hätte Flixtrain auf eine Schulklasse reagiert, wenn die einen DB Fahrschein gehabt hätten und das Gleiche mitgeteilt hätten? Wie hätte DB Fernverkehr reagiert?

Gibt es bei solchen Gruppenfahrten zumindest bei der DB nicht eine 24Std. Hotline?

Oft schlechte Infos bei spontanen Gleiswechsel

Fabian318, Münster i. W., Freitag, 14.07.2023, 21:43 (vor 995 Tagen) @ TRAXXP160DE

Klage von Flixtrain gegen DB Netz/ Station&Servive (so geht man nicht mit Fahrgästen eines Dritt-EVU um)


Worauf stützt du deine Annahme, dass es bei einem konzerneigenen EVU unter ansonsten gleichen Bedingungen keine fehlerhafte Gleiswechselinformation gegeben hätte? Auch dort kommt sowas vor...


Auf das alte Sprichwort: "Eine Krähe hakt der anderen Krähe kein Auge aus."

Wenn die Schulklasse eine DB Fernverkehrsgruppenfahrkarte mit Zugbindung gehabt hätten, wäre in Berlin bestimmt nicht die Bundespolizei gekommen.

Richtig, für den Zug hätten sie dann ja auch eine gültige Fahrkarte gehabt, da die falsche Gleisinfo de facto einem Ausfall gleichkommt. Dasselbe im konkreten Fall im nächsten Flixtrain...

Daraus könnte man eine Art Diskriminierung von Fahrgästen mit Dritt-EVU-Fahrscheinen schliessen.

Ich frage nochmal, womit begründest du den Diskriminierungsvorwurf gegenüber DB Station und Service/Netz gegenüber den Dritt-EVU-Fahrgästen? Das Händeln dee Infrastrukturbeteiber hat ja nichts mit dem Handeln der EVU zu tun, was du bislang nur auf meine Frage geantwortet hast.

Oft schlechte Infos bei spontanen Gleiswechsel

TRAXXP160DE, HBIK, Freitag, 14.07.2023, 22:06 (vor 995 Tagen) @ Fabian318

Punkt 1:

Flixtrain hatte schon ca. 1 h Verspätung ?!

Punkt 2:

Nächster Flixtrain fährt am nächsten Morgen 7:31

Punkt 3:

Wenn ich die Ansage zu spät mache, nehme ich ggf. vorsätzlich in Kauf, dass Reisende stehen bleiben. Nach deiner Lesart ich zitiere: "...Richtig, für den Zug hätten sie dann ja auch eine gültige Fahrkarte gehabt, da die falsche Gleisinfo de facto einem Ausfall gleichkommt. Dasselbe im konkreten Fall im nächsten Flixtrain..."

Nur, der nächste Flixtrain fährt am nächsten Tag vormittags, der nächste ICE ein Stündchen später ...

Wenn ich als Flixtrain Reisenden über 9000 in Tasche haben muss, weil ein Fehler der DB passiert, als DB Reisender muss ich dass nicht ... - ist das keine Diskriminierung?

Viel interessanter wäre mal die Frage, was die Schulklasse durch das Stückeln gespart hat?

Ein Blick auf die Flixtrainseite sagt folgendes: "Annullierung oder Verspätung
Wenn ein Zug ausfällt oder verspätet ist, haben die Fahrgäste immer das Recht auf angemessene Informationen, während sie warten.
Wird dem Fahrgast mitgeteilt, dass der Zielbahnhof mit einer Verspätung von mindestens 1 Stunde erreicht wird, hat dieser folgende Rechte:

Stornierung der Reise und eine sofortige Erstattung der Kosten der Fahrkarte (des vollständigen Preises bzw. ggf. nur für den nicht in Anspruch genommenen Teil).
Darüber hinaus hat der Fahrgast unter Umständen Anspruch auf eine Rückfahrt zum Ausgangspunkt der Reise, sofern durch die Verspätung der eigentliche Zweck Ihrer Reise nicht mehr erfüllt werden kann, oder
Beförderung zum Reiseziel zum nächstmöglichen Zeitpunkt (oder zu einem späteren Zeitpunkt nach Wahl). Dazu zählt auch eine Ersatzbeförderung, wenn der Zug festsitzt und der Bahnbetrieb unterbrochen ist.
Verpflegung und Erfrischungen (je nach Länge der Wartezeit) sowie
Unterbringung, wenn übernachtet werden muss."

Hilft dir also nicht wirklich weiter. Hier sollte es eine Ergänzung der Verordnung geben, dass Flixtrain für seine Bus- und Bahnkunden jederzeit erreichbar sein muss, um solche Havarien sinnvoll händeln zu können.

Bei dem Gedanken, mit einer Hotelübernachtung oder einer Übernachtung auf der Bahnhofsbank auf den nächsten Flixtrain am nächsten Tag zu warten mit einer Schulklasse, rechtliche Regelungen hin oder her, dass kann nicht die Lösung sein.

Oft schlechte Infos bei spontanen Gleiswechsel

611 040, Erfurt, Freitag, 14.07.2023, 22:16 (vor 995 Tagen) @ TRAXXP160DE

Lösung wäre wie ganz normal bei NV Zügen auch:

ICE-Fahrkarte vor Abfahrt kaufen und dann bei Flix einreichen. Genauso wie bei FGR eben üblich, wenn es sich um andere Beförderer handelt.
Gerade als Lehrer sollte man sich um sowas Gedanken machen wenn man mit einer Klasse verreist. Oder eben nicht Flixtrain mit einer Schulklasse buchen. (Würde ich gerade in dem Fall eh nicht, da man eben nicht ohne weiteres andere Züge nutzen kann)

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❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Oft schlechte Infos bei spontanen Gleiswechsel

Hustensaft, Samstag, 15.07.2023, 07:23 (vor 995 Tagen) @ 611 040

Lösung wäre wie ganz normal bei NV Zügen auch:

ICE-Fahrkarte vor Abfahrt kaufen und dann bei Flix einreichen. Genauso wie bei FGR eben üblich, wenn es sich um andere Beförderer handelt.

Warum sollte Flixtrain zahlen? Die sind gefahren und für die fehlende Information nicht verantwortlich. Es nutzt nichts, der elementare Fehler ist bei der DB zu suchen, ob das nun Station&Service und/oder Netz verbaselt hat, ist aus Fahrgastsicht irrelevant.

Oft schlechte Infos bei spontanen Gleiswechsel

JeDi, überall und nirgendwo, Samstag, 15.07.2023, 07:27 (vor 995 Tagen) @ Hustensaft

Lösung wäre wie ganz normal bei NV Zügen auch:

ICE-Fahrkarte vor Abfahrt kaufen und dann bei Flix einreichen. Genauso wie bei FGR eben üblich, wenn es sich um andere Beförderer handelt.


Warum sollte Flixtrain zahlen? Die sind gefahren und für die fehlende Information nicht verantwortlich. Es nutzt nichts, der elementare Fehler ist bei der DB zu suchen, ob das nun Station&Service und/oder Netz verbaselt hat, ist aus Fahrgastsicht irrelevant.

Welchen Vertrag hat der Fahrgast denn mit DB StuS oder Netz? Richtig - keine. Ansprechstelle ist der Beförderer (egal ob das jetzt Flix, die RRB, NX, DB Regio oder DB FV ist). Wie die das dann mit der Infrastruktur auskaspern ist aus Sicht des Reisenden irrelevant.

--
Weg mit dem 4744!

Oft schlechte Infos bei spontanen Gleiswechsel

Hustensaft, Samstag, 15.07.2023, 09:41 (vor 995 Tagen) @ JeDi

Lösung wäre wie ganz normal bei NV Zügen auch:

ICE-Fahrkarte vor Abfahrt kaufen und dann bei Flix einreichen. Genauso wie bei FGR eben üblich, wenn es sich um andere Beförderer handelt.


Warum sollte Flixtrain zahlen? Die sind gefahren und für die fehlende Information nicht verantwortlich. Es nutzt nichts, der elementare Fehler ist bei der DB zu suchen, ob das nun Station&Service und/oder Netz verbaselt hat, ist aus Fahrgastsicht irrelevant.


Welchen Vertrag hat der Fahrgast denn mit DB StuS oder Netz? Richtig - keine. Ansprechstelle ist der Beförderer (egal ob das jetzt Flix, die RRB, NX, DB Regio oder DB FV ist). Wie die das dann mit der Infrastruktur auskaspern ist aus Sicht des Reisenden irrelevant.

Mit dieser Argumentation hätte der Fahrgast in solchen Fällen nie irgendwelche Rechte, selbst dann nicht, wenn er einen Zug der DB verpasst hätte, schließlich hat das Netz oder Station&Service oder sonstwer verpatzt, was der Fahrgast am Ende nicht einmal erfährt ... Da wird Dir kein Gericht folgen, die Informationspflicht gehört zu den vertraglichen Nebenpflichten, die sich hier aus dem Vertrag zwischen Fixtrain und diversen DB-Gesellschaften unmittelbar auf den Kunden auswirken, zumal Flixtrain objektiv nicht die Möglichkeit hat, darauf einzuwirken.

Oft schlechte Infos bei spontanen Gleiswechsel

JeDi, überall und nirgendwo, Samstag, 15.07.2023, 10:26 (vor 995 Tagen) @ Hustensaft
bearbeitet von JeDi, Samstag, 15.07.2023, 10:27

zumal Flixtrain objektiv nicht die Möglichkeit hat, darauf einzuwirken.

Wie kommst du darauf? Duisburg Hbf hat IRIS plus, damit hat die Flixtrain-Leitstelle sehr wohl Einfluss drauf, was auf den Anzeigern angezeigt wird.

Eine Haftung des Beförderers wird übrigens selbst für die Schneeräumung an Bahnsteigen regelmäßig bejat, und dafür kann er noch weniger als für die Inhalte auf Anzeigern.

--
Weg mit dem 4744!

Oft schlechte Infos bei spontanen Gleiswechsel

EK-Wagendienst, EGST, Samstag, 15.07.2023, 10:34 (vor 995 Tagen) @ JeDi

zumal Flixtrain objektiv nicht die Möglichkeit hat, darauf einzuwirken.


Wie kommst du darauf? Duisburg Hbf hat IRIS plus, damit hat die Flixtrain-Leitstelle sehr wohl Einfluss drauf, was auf den Anzeigern angezeigt wird.

nur wie kurzfristig wurde das entschieden, eine Leitstelle sitzt doch nicht vor dem Bildschirm und beobachtet wie ein Wachmann den aktuellen Zuglauf.

Wobei ich nicht mal weiß es es eine Leitstelle von FLIX ist, oder mehrere von den verschiedenen EVU, die die Züge fahren.


Eine Haftung des Beförderers wird übrigens selbst für die Schneeräumung an Bahnsteigen regelmäßig bejat, und dafür kann er noch weniger als für die Inhalte auf Anzeigern.

Wo das?

--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Oft schlechte Infos bei spontanen Gleiswechsel

JeDi, überall und nirgendwo, Samstag, 15.07.2023, 10:55 (vor 995 Tagen) @ EK-Wagendienst

Wobei ich nicht mal weiß es es eine Leitstelle von FLIX ist, oder mehrere von den verschiedenen EVU, die die Züge fahren.

Flix ist Beförderer und EVU. Insofern stellt sich die Frage nicht.

Eine Haftung des Beförderers wird übrigens selbst für die Schneeräumung an Bahnsteigen regelmäßig bejat, und dafür kann er noch weniger als für die Inhalte auf Anzeigern.


Wo das?

Siehe zum Beispiel dort: https://www.anwalt-suchservice.de/rechtstipps/glaetteunfaelle_am_bahnsteig_wer_muss_zah...

(tl;dr: jemand war auf einem ungeräumten Bahnsteig gestürzt, hat erfolglos StuS und anschließend erfolgreich DB FV verklagt)

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Oft schlechte Infos bei spontanen Gleiswechsel

EK-Wagendienst, EGST, Samstag, 15.07.2023, 11:00 (vor 995 Tagen) @ JeDi

Wobei ich nicht mal weiß es es eine Leitstelle von FLIX ist, oder mehrere von den verschiedenen EVU, die die Züge fahren.

Flix ist Beförderer und EVU. Insofern stellt sich die Frage nicht.

ok, also nichts mehr mit SVG etc. ich habe da nicht den Überblick.

Eine Haftung des Beförderers wird übrigens selbst für die Schneeräumung an Bahnsteigen regelmäßig bejat, und dafür kann er noch weniger als für die Inhalte auf Anzeigern.


Wo das?


Siehe zum Beispiel dort: https://www.anwalt-suchservice.de/rechtstipps/glaetteunfaelle_am_bahnsteig_wer_muss_zah...

(tl;dr: jemand war auf einem ungeräumten Bahnsteig gestürzt, hat erfolglos StuS und anschließend erfolgreich DB FV verklagt)

Danke

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Oft schlechte Infos bei spontanen Gleiswechsel

tom66, Samstag, 15.07.2023, 23:57 (vor 994 Tagen) @ JeDi

Das mit den spontanen Gleiswechseln und der Anzeige läuft nach meinen Erfahrungen aktuell mehr als schlecht. Ich selbst habe in Duisburg schon einen Zug verpasst als die Gleisänderung mit Einfahrt des Zuges bekanntgegeben wurde und ich mit einem Fahrrad nicht so schnell zum Nachbarbahnsteig kam.
Aktuell habe ich in den letzten 2 Wochen fast jeden Morgen mit dem 2212 5 min vor Köln Messe/Deutz gestanden und darauf gewartet das mein Zug Einfahrt nach Gleis 11 bekommt. Da dieses planmässig belegt ist werden wir dann immer auf Gleis 12 geschickt wenn der 826 dort geräumt hat. Und erst bei Einfahrt nach Gleis 12 kommt die Gleisänderung. Somit kann ich jedesmal die Menschentraube beobachten die bei Einfahrt unserers Zuge die Unterführung von Gleis 11 zu Gleis 12 hochrennt. Dabei stehen wir ja 5 Minuten vor der Einfahrt wo nur mal jemand den Gleiswechsel früher ins System eingeben könnte als wenn erst die Automatik bei der Einfahrt zuschlägt.

Oft schlechte Infos unplanmäßigen Ereignissen

Alter Köpenicker, BSPF, Sonntag, 16.07.2023, 16:49 (vor 994 Tagen) @ tom66

Dabei stehen wir ja 5 Minuten vor der Einfahrt wo nur mal jemand den Gleiswechsel früher ins System eingeben könnte als wenn erst die Automatik bei der Einfahrt zuschlägt.

Ebenso verhält es sich ja auch bei der beliebten geänderten Wagenreihung, die oft erst bei der Einfahrt des Zuges kundgetan wird, als hätte das Ereignis just in diesem Moment und ganz spontan stattgefunden.

Oft schlechte Infos unplanmäßigen Ereignissen

sfn17, Sonntag, 16.07.2023, 17:32 (vor 994 Tagen) @ Alter Köpenicker

Dabei stehen wir ja 5 Minuten vor der Einfahrt wo nur mal jemand den Gleiswechsel früher ins System eingeben könnte als wenn erst die Automatik bei der Einfahrt zuschlägt.


Ebenso verhält es sich ja auch bei der beliebten geänderten Wagenreihung, die oft erst bei der Einfahrt des Zuges kundgetan wird, als hätte das Ereignis just in diesem Moment und ganz spontan stattgefunden.

Auch recht beliebt in Frankfurt am Main Hbf gewesen: die angezeigte geänderte(!) Wagenreihung bleibt so angezeigt stehen(!), obwohl der Zug in planmäßiger Wagenreihung einläuft. Gelegentlich wurde sofort akustisch angesagt, aber meistens wurde gerannt.

Oft schlechte Infos unplanmäßigen Ereignissen

tom66, Montag, 17.07.2023, 19:57 (vor 993 Tagen) @ sfn17

Der 2307 ist heute gerade wieder mit 1. Klasse Mitte auf dem Weg von Hamburg nach Koblenz. Das passiert regelmässig obwohl die 1. Klasse entweder vorne oder hinten ist. Der Steuerwagen ist ja nie in der Mitte des Zuges. Und wahrschenlich fährt der Zug morgen als 2205 wieder so zurück.

[image]

Oft schlechte Infos bei spontanen Gleiswechsel

Dieter4711, Montag, 17.07.2023, 17:06 (vor 993 Tagen) @ 462 001

Das kann ich nur bestätigen.
Welcher Zug es genau war kann ich jetzt nicht mehr sagen aber es war folgende Situation:
Umstieg in Düsseldorf in einen ICE nach Stuttgart.
An Abfahrtsgleis für den ICE Massen von Menschen. Dort vor Abfahrt der "normale" Hinweis auf den Zug. Dieser verschwand dann etwa 5 Minuten nach vorgesehener Abfahrtszeit.
Keinerlei weitere Hinweise oder Durchsagen wegen des Zuges.
Eine erste Nachfrage bei einem Banbediensteten auf dem Bahnsteig ergab: Der kommt noch.
Eine erneute Nachfrage, jetzt etwa 20 Minuten nach geplanter Abfahrtszeit ergab dann: Dieser Zug sollte "jetzt von Gleis x" (jedenfalls nicht das geplante Gleis) fahren.
Diejenigen Menschen, die gut zu Fuss waren und den spontanen Gleiswechsel dann in unter zwei Minuten geschafft haben, durften noch mit.
Der Rest lider auch nach Hinweis, dass da noch viele Fahrgäste unterwegs sind leider nicht. Abfahrt war mit etwa +22 Minuten.

Anzeigefehler der DB

JeDi, überall und nirgendwo, Samstag, 15.07.2023, 08:39 (vor 995 Tagen) @ EK-Wagendienst

Aber bestimmt nicht bei spontanen Gleiswechseln wie in EDG an der Tagesordnung ist,
denn das mach DB Netz aus der Betriebslage, inzwischen ist das mit den vielen Schnittstellen eben ein Problem.

Ich frag mich sowieso, warum in Duisburg und auch Düsseldorf, mit ihrem eigentlich ja recht sauberen Richtungsbetrieb, überhaupt das genaue Gleis kommuniziert wird. 95% der Gleiswechsel sind ja von (in Duisburg) 3 auf 4 oder 12 auf 13 oder umgekehrt. In Düsseldorf (15/16 bzw. 17/18) gilt das gleiche. Und ja, kurzzeitig (!) angesagte falsche Gleise hatte ich in Duisburg in den letzten Wochen auch öfters. Angekündigt 4 auf 5, auf 5 stand dann aber direkt dran "heute Gleis 3"...

--
Weg mit dem 4744!

Überall Dilettantismus!

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Samstag, 15.07.2023, 01:22 (vor 995 Tagen) @ плацкарт

Hallo.

Schon die Berichterstattung: was hat der Vorfall mit dem Zeltlager zu tun? Und wo hatten die Schüler da mit der Polizei negative Erfahrungen gemacht? Da geht der Unsinn schon los.

Die Schule hat mit Sicherheit wieder "möglichst günstigst" gebucht alles. Anstatt von Utrecht rüberhüpfen nach Amersfoort und dann mit IC nach Berlin.

In Duisburg will dann keiner gesehen haben, dass AM NACHBARBAHNSTEIG ein Flixtrain einfährt? Da wurde niemand stutzig?

Warum die Lehrerinnen nicht ihre Personendaten bei Schaffner 2 angegeben haben, ist auch unverständlich. Wieso der aber nun so eskalieren mußte, dass gleich eine ganze Batterie Sheriffs antreten mußten, kann ich auch nicht nachvollziehen.


Ahnungslosigkeit, Dilettantismus und Überforderung wohin das Auge reicht. Alles hoffnungslos.


Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Überall Dilettantismus!

Giovanni, Samstag, 15.07.2023, 08:57 (vor 995 Tagen) @ Der Blaschke

In Duisburg will dann keiner gesehen haben, dass AM NACHBARBAHNSTEIG ein Flixtrain einfährt? Da wurde niemand stutzig?

Die Fahrgäste warteten an Gleis 9. Gefahren ist der Flixtrain von Gleis 11, statt planmäßig Gleis 10.
Es ist plausibel anzunehmen, dass Gleis 10 durch einen anderen Zug belegt war, der die Sicht behindert hat.

--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

Überall Dilettantismus!

EK-Wagendienst, EGST, Samstag, 15.07.2023, 10:30 (vor 995 Tagen) @ Giovanni

In Duisburg will dann keiner gesehen haben, dass AM NACHBARBAHNSTEIG ein Flixtrain einfährt? Da wurde niemand stutzig?


Die Fahrgäste warteten an Gleis 9. Gefahren ist der Flixtrain von Gleis 11, statt planmäßig Gleis 10.
Es ist plausibel anzunehmen, dass Gleis 10 durch einen anderen Zug belegt war, der die Sicht behindert hat.

Davon gehe ich auch aus, und wer schaut heute noch so rum, was sich in einen Bahnhof so tut.
Einigen Experten hier wäre es evtl. aufgefallen.

Was man nicht weiß ob denn alle Fahrgäste den Flixzug verpasst haben, dann sollte sich zu mindeste der Zf wundern, das niemand einsteigt, und was stand auf der Anzeige in Gleis 11, aber diese Aufgabe gehört eben heute nicht mehr dazu, weil es nicht so beschrieben ist.

Hier ist nun eine Situation entstanden, die nicht geregelt ist.

--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Fahrgastrechte

tbsn, Würzburg, Samstag, 15.07.2023, 15:26 (vor 995 Tagen) @ плацкарт
bearbeitet von tbsn, Samstag, 15.07.2023, 15:26

Das erste Problem war hier schonmal, mit Flix fahren zu wollen, nur weil die Fahrkarte wahrscheinlich ein paar Euro günstiger war. Ein ähnliches und gar nicht mal so unwahrscheinliches Szenario wäre es gewesen, dass der Flixtrain einfach (aus welchem Grund auch immer) physisch ausgefallen ist.

Rechtlich ist die Verbindung auch ausgefallen. Die Reisenden haben einen Beförderungsvertrag mit Flixtrain. Nicht mit DB Fernverkehr, nicht mit DB Netz, nicht mit DB Station&Service. Flixtrain muss die Reisenden über das Abfahrtsgleis und Änderungen informieren. Da Flix keine ausreichende eigene Infrastruktur dafür hat, beauftragt Flix hierfür DB S&S. Die Information gab es nicht bzw. war falsch, die Reisenden konnten nicht in den Zug einsteigen -> Ausfall.

Nun begründet ein Zugausfall keine Beförderung durch DB Fernverkehr. In den meisten Fällen ist ein DB-Unternehmen für Verzögerungen bei Flix verantwortlich. Trotzdem besteht der Beförderungsvertrag weiterhin mit Flixtrain. Es gelten die Fahrgastrechte: Weiterfahrt mit dem nächsten Zug des gleichen Beförderers. Sollte kein Flixtrain mehr an dem Tag fahren, ist Übernachtung zu angemessenen Kosten oder eine Fahrt mit einem alternativen Verkehrsmittel (Taxi, Auto, Flugzeug, Zug eines anderen Beförderers) bis 80 Euro pro Person möglich. Wird vorgestreckt und wie üblich eingereicht. Flixtrain kann die Kosten später wiederum bei seinem Vertragspartner DB S&S einholen.

Die Regelung, unter vergleichbaren Bedingungen mit einem anderen Zug weiterfahren zu können, gilt nur beim gleichen Beförderer. In Deutschland geht das nur so einfach, weil DB+NE bzw. "Die Beförderer" unter dem gleichen Code 1080 fahren und damit als der gleiche Beförderer anzusehen sind. Flix ist 3966. Bei Ausfall eines DB-FV-Zuges darf ich auch nicht Flix oder Thalys (Ausnahme: Kulanzregelung HOTNAT bei Railteam) fahren. Dass man bei einer Nahverkehrsfahrkarte in Vorkasse für Fernverkehr gehen kann und erstattet bekommt, liegt nur an den ungleichen Bedingungen innerhalb eines Beförderers.

Geht meiner Meinung nach trotzdem nicht, dass ein Zub die Mitnahme aus Kulanz erst bestätigt und später dann jemand mit einer anderen Ansicht ankommt. Vermutlich wären sie nie in den ICE eingestiegen, wenn der erste Zub schon eine FN angedroht hätte, deshalb hätte ein Gericht das später wohl einkassiert.

Ab +60 ggf. auch Züge anderer Beförderer möglich

Barzahlung, Samstag, 15.07.2023, 15:52 (vor 995 Tagen) @ tbsn
bearbeitet von Barzahlung, Samstag, 15.07.2023, 15:56

Die Information gab es nicht bzw. war falsch, die Reisenden konnten nicht in den Zug einsteigen -> Ausfall.

Ob die Rechtslage da so klar ist?

Nun begründet ein Zugausfall keine Beförderung durch DB Fernverkehr. In den meisten Fällen ist ein DB-Unternehmen für Verzögerungen bei Flix verantwortlich. Trotzdem besteht der Beförderungsvertrag weiterhin mit Flixtrain. Es gelten die Fahrgastrechte: Weiterfahrt mit dem nächsten Zug des gleichen Beförderers. Sollte kein Flixtrain mehr an dem Tag fahren, ist Übernachtung zu angemessenen Kosten oder eine Fahrt mit einem alternativen Verkehrsmittel (Taxi, Auto, Flugzeug, Zug eines anderen Beförderers) bis 80 Euro pro Person möglich. Wird vorgestreckt und wie üblich eingereicht.

Die Regelung, unter vergleichbaren Bedingungen mit einem anderen Zug weiterfahren zu können, gilt nur beim gleichen Beförderer.

Nein, anderer Zug ist nicht mit anderem Verkehrsmittel gleichzusetzen.

Die EU-Verordnung verpflichtet Flixtrain bei einer zu erwartenden Verspätung von mehr als 60min. zur Organisation eines alternativen Verkehrsdienstes. Tun die das nicht (was fast immer der Fall ist), kannst Du selber tätig werden und eine Ersatzbeförderung unter vergleichbaren Beförderungsbedingungen (z.B. mit der DB Fernverkehr AG) antreten und bekommst die Kosten dafür erstattet. Einen Höchstwert gibt es dafür nicht.

Die EU-Verordnung verpflichtet auch zur Organisation einer Hotelübernachtung, wenn die Fortsetzung der Fahrt nicht möglich ist. Auch hierfür gibt es keinen Höchstwert.

Einzig die Weiterreise mit einem alternativen Verkehrsmittel ist im Fernverkehr i.A. nicht geregelt. Zumindest nicht in der VO (EG) 1371/2007. Ob es da in der neuen VO eine Regelung gibt, muss ich später nochmal schauen. Mit Flixtrain-Fahrkarten hat es sich daher immer empfohlen, ein Hotel zu nehmen, wenn keine Züge mehr fahren und dann am nächsten Tag mit dem ICE weiterzufahren.

Flixtrain kann die Kosten später wiederum bei seinem Vertragspartner DB S&S einholen.

Das wissen wir nicht.

Jedenfalls musste beim FLX1239 ohnehin mit einer Ankunftsverspätung von mehr als 60min. gerechnet werden. Daher hätte Flixtrain der Schulklasse die ICE-Fahrkarte im Nachgang sowieso erstatten müssen.

Anzeigefehler der DB

martin.elsner, Samstag, 15.07.2023, 23:53 (vor 994 Tagen) @ плацкарт

Ich finde den Satz "aus Kulanz verzichten wir" unterirdisch.

Irgendein Teil der großen Konzerns versemmelt was so richtig und dann muss sich noch darüber freuen, das man aus Kulanz nicht belangt wird.

Umgekehrt sollte da mal eine Wiedergutmachung erbracht werden.

Und dann wird hier noch auf die Lehrenden eingedroschen, das die nicht an den richtigen Stellen um Rat gefragt haben. Auch das ist eigentlich unfassbar.

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