ICE266 - seit wann gibt es den? (Allgemeines Forum)
nomeata, Dienstag, 11.07.2023, 13:14 (vor 1000 Tagen)
Ich bin am Wochenende non-stop von München nach Freiburg gefahren; sehr angenehm wenn man nicht in Karlsruhe rennen muss.
Ist diese Verbindung München-Basel neu? Zumindest ist sie mir früher nie aufgefallen, und ich hab auch online keine Infos darüber gefunden, aber vielleicht weiß das jemand hier?
ICE266 - seit wann gibt es den?
JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 11.07.2023, 13:18 (vor 1000 Tagen) @ nomeata
Ich bin am Wochenende non-stop von München nach Freiburg gefahren; sehr angenehm wenn man nicht in Karlsruhe rennen muss.
Was ist daran Nonstop? Der hält doch selbst in Metropolen wie Lahr.
Ist diese Verbindung München-Basel neu? Zumindest ist sie mir früher nie aufgefallen, und ich hab auch online keine Infos darüber gefunden, aber vielleicht weiß das jemand hier?
In der Lage gibts seit 2013 einen IC, seit 2022 einen ICE.
--
Weg mit dem 4744!
ICE266 - seit wann gibt es den - seit Fahrplanwechsel
ffz, Dienstag, 11.07.2023, 13:27 (vor 1000 Tagen) @ nomeata
Hallo,
wie Jedi schon richtig schrieb gibt es die durchgehende Verbindung Basel SBB - München Hbf seit 2013 bis Dezember 2022 als IC mit wechselnden Zugnummern (Baden-Kurier), jetzt als ICE 266/267.
Samstags endet der ICE 266 schon in Karlsruhe Hbf, Sonntags beginnt der ICE 267 erst in Karlsruhe Hbf.
Der ICE 267 wird in Lahr (Schwarzwald) vom nachfolgenden ICE in der "Taktlage" überholt, der ICE 266 wird in Freiburg im Breisgau Hbf durch die "Taktlage" überholt.
Gruß
München <==> Basel auch in den 1990ern!
Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Dienstag, 11.07.2023, 14:16 (vor 1000 Tagen) @ ffz
Hallo.
wie Jedi schon richtig schrieb gibt es die durchgehende Verbindung Basel SBB - München Hbf seit 2013 bis Dezember 2022 als IC mit wechselnden Zugnummern (Baden-Kurier), jetzt als ICE 266/267
Und in den 1990er-Jahren gab es die Verbindung auch schon!!!!
Bei fernbahn.de mal nach "Baden-Kurier" suchen:
https://www.fernbahn.de/datenbank/suche/?fahrplan_jahr=&zug_bereich=&zug_gattun...
(Die Jahre 2017 bis 2019 ohne Bindestrich: "Baden Kurier")
Schöne Grüße von jörg
--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)
Freiburg - München
Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Dienstag, 11.07.2023, 19:14 (vor 999 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von Alibizugpaar, Dienstag, 11.07.2023, 19:19
Und als ein TMT-Alpha-Rüde der 80er hält man natürlich heute noch stapelweise geschnorrte IZB sauber archiviert und somit bei Alarm immer griffbereit.
Man beachte in München den Transit-D-Zug um 10:44 Uhr nach Berlin (West), der nach Abfertigung im militärischen DDR-Grenzkontrollbahnhof Gutenfürst nachfolgend bis Berlin möglichst nicht zum Halt kommen sollte. Wie oft das wohl nicht geklappt hat? Kann mir nämlich kaum vorstellen, wie man einen Zug etwa 5h ununterbrochen in Bewegung hätte halten sollen. Gut gesichert und begleitet von gewissen Organen war der D-Zug aber garantiert.
Etwa ein halbes Jahr später sollte es das nicht mehr lange geben, dann waren eher Interzonenzüge gefragt. Aus denen dann Normalo-D und IR wurden, wenig später IC und ICE. Und heute sprinten wir in 4h nach Berlin!!! (Wenn der denn fährt.) Hätte ich mir am Tage des Griffs nach diesem IZB echt nicht träumen lassen.
--
Gruß, Olaf
"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797
Mein Archiv geht allerdings nur bis 1993 zurück
Reservierungszettel, KDU, Dienstag, 11.07.2023, 20:10 (vor 999 Tagen) @ Alibizugpaar
Alle anderen die ich hatte wurden für teils hohe Preise über EBay verkauft oder an andere Sammler gegeben.
Dann gleich BASEL
Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Dienstag, 11.07.2023, 21:14 (vor 999 Tagen) @ Alibizugpaar
Hey.
Und als ein TMT-Alpha-Rüde der 80er hält man natürlich heute noch stapelweise geschnorrte IZB sauber archiviert und somit bei Alarm immer griffbereit.
Jo!
Schon damals mußte man die Reisenden an die Hand nehmen. Nicht am Badischen Bahnhof aussteigen, wenn man noch viel weiter fahren will.
Schöner Nachtzug nach Paris (1999):
Anno 2000 war dann der Flughafenanschluß wichtig:
Schöne Grüße von jörg
--
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Dann gleich BASEL
Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Dienstag, 11.07.2023, 23:32 (vor 999 Tagen) @ Der Blaschke
Diese große BADEN-KURIER-Auswahl ist ja schon TMT-Leitrüde mit Platin-Status. Ach du Schreck...
--
Gruß, Olaf
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Dann gleich BASEL
Reservierungszettel, KDU, Mittwoch, 12.07.2023, 01:47 (vor 999 Tagen) @ Alibizugpaar
Diese große BADEN-KURIER-Auswahl ist ja schon TMT-Leitrüde mit Platin-Status. Ach du Schreck...
In Summe habe ich mindestens 50 Baden-Kuriere nur eben ab 1993.
Wie wird das jetzt beurteilt?
Dann gleich BASEL
Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Mittwoch, 12.07.2023, 14:20 (vor 999 Tagen) @ Reservierungszettel
bearbeitet von Alibizugpaar, Mittwoch, 12.07.2023, 14:24
Also das wäre so heftig, das ginge vermutlich schon in Richtung "Ghetto Lord". Darüber müsste aber sicher ein Bundeskongress des ICE-Treff befinden. Ist absolut nicht mehr meine Kompetenzstufe.
PS: Es sollten aber nur gesammelte IZB gelten, in den Zügen man selber gefahren ist oder aber die man an einem Bahnhof persönlich ganz flink bei einem 2min-Stopp 'hopp-in + hopp-off' geklaut hat. Ebay-Nachkäufe vom Schreibtisch aus hätten nicht den erforderlichen Ehren-Status, meine ich.
--
Gruß, Olaf
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Dann gleich BASEL
611 040, Erfurt, Mittwoch, 12.07.2023, 17:37 (vor 998 Tagen) @ Alibizugpaar
Dann hab ich ja doch auch Chancen...
Meine Reisepläne (alle ab 2006) habe ich alle bei Mitfahrten gesammelt. Kein einziger ist bestellt oder "hop- on hop-off" erstanden.
Den Badenkurier hab ich aber leider nicht. Fand den IC als er damals 2013 neu eingeführt wurde sehr interessant, als einer der sehr wenigen ICs auf der Rheintalbahn. (Dass es ihn früher schon mal gab wusste ich nicht) Hab ihn manchmal auch am Freiburger Hbf auf dem Weg zur Schule beobachtet. Mitfahren wollte ich auch mal jedoch fiel er an genau dem Tag bis Karlsruhe aus, sodass ich den 375 nehmen musste, hat mich schon ziemlich geärgert.
Den südlichen Baden-Kurier 2267 habe ich mal genutzt. Schön im Bordbistro bei einer Coke in den Abend fahren...
Ansonsten habe ich aber auch einige Reisepläne von legendären aber längst nicht mehr verkehrenden Zügen.
Zum Beispiel den von mir häufig genutzten IC 2020 (ihr kennt ihn) oder sogar den von meiner ersten ICE-Fahrt im ICE 604 nach Dortmund.
Grüße 611 040
aus einem 425 als RE55 nach Frankfurt
--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤
Dann gleich BASEL
sunny007, Mittwoch, 12.07.2023, 18:07 (vor 998 Tagen) @ 611 040
Mitfahren wollte ich auch mal jedoch fiel er an genau dem Tag bis Karlsruhe aus, sodass ich den 375 nehmen musste, hat mich schon ziemlich geärgert.
375 fährt abends nach Süden.
Du meinst den 374, der fährt auch nicht über Donauwörth.
Dann gleich BASEL
611 040, Erfurt, Mittwoch, 12.07.2023, 20:26 (vor 998 Tagen) @ sunny007
375 fährt abends nach Süden.
Du meinst den 374, der fährt auch nicht über Donauwörth.
Ja genau der 374 war es. Ist aber schon ca. 8-10 Jahre her. Ok hätte mir auffallen müssen, da die ICEs richtung Norden ja gerade Nummern haben.
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❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤
OT: in und durch die DDR
Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Dienstag, 11.07.2023, 21:43 (vor 999 Tagen) @ Alibizugpaar
Hallo.
Man beachte in München den Transit-D-Zug um 10:44 Uhr nach Berlin (West), der nach Abfertigung im militärischen DDR-Grenzkontrollbahnhof Gutenfürst nachfolgend bis Berlin möglichst nicht zum Halt kommen sollte. Wie oft das wohl nicht geklappt hat?
Das hat bestimmt fast jeden Tag funktioniert! Denn im Falle außerplanmäßigen Haltens wurde das große Programm aufgefahren. Und natürlich mußten sich die Verantwortlichen dafür rechtfertigen. Nicht umsonst nannte man die Züge "Zitteraale" ==> es durfte einfach nichts unplanmäßiges geschehen während des DDR-Transits.
Kann mir nämlich kaum vorstellen, wie man einen Zug etwa 5h ununterbrochen in Bewegung hätte halten sollen.
Warum nicht? Vor 2 Jahren hat die DB sogar mal Oberhausen Hannover über Osnabrück geschafft. Echt nonstop.
Gut gesichert und begleitet von gewissen Organen war der D-Zug aber garantiert.
Jo. Allerdings konnten im Zug ja nur BRD-Bürger bzw Ausländer sein, aber keine DDR-Bürger. Wichtig war also, dass unterwegs niemand dazu kommt ...
Spannender ist der D-Zug von Stuttgart nach Nürnberg mit Kurswagen nach Prag und Görlitz. Fahrzeit Hof Görlitz um die 7(!!) Stunden. Schafft man heute in ca 4 Std. Es war also alles marode in der DDR und völlig am Ende. Ohne Revolution wäre die Infrastruktur kurz darauf völlig zusammengebrochen. Ich erinnere mich an Umnengen 10 km/h-Langsamfahrstellen. Und viel weniger geht dann vor der Sperrung ja wohl nicht. Leider vergessen das alles die Leute, die heute die DDR wieder haben wollen und meinen, so schlimm war das alles gar nicht.
Etwa ein halbes Jahr später sollte es das nicht mehr lange geben, dann waren eher Interzonenzüge gefragt. Aus denen dann Normalo-D und IR wurden, wenig später IC und ICE. Und heute sprinten wir in 4h nach Berlin!!! (Wenn der denn fährt.) Hätte ich mir am Tage des Griffs nach diesem IZB echt nicht träumen lassen.
Ich auch nicht. Allerdings bin ich noch heute schockiert, dass es im Westen kein Thema war, wie kaputt die DDR war. Und schlimmer: dass wir Westler den völlig maroden Staat jahrzehntelang haben überleben lassen, indem WIR ihn finanziert haben. Milliardenkredit, Zwangsumtausch, "Kommerzielle Koordinierung" Schalk-Golodkowskis, ganz übel: Gefangenenfreikauf.
Von wegen, die Politik, insbesondere die CDU, wollte immer die Wiedervereinigung. Ohne das Geld der BRD und dem Westen wäre die DDR schon in den 1970ern pleite gewesen und zusammengekracht.
Schöne Grüße von jörg
--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)
OT: in und durch die DDR
Christian_S, Dienstag, 11.07.2023, 22:41 (vor 999 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von Christian_S, Dienstag, 11.07.2023, 22:42
Guten Abend!
Da will ich doch auch mal ein paar kleine Anekdoten dazu beitragen.
Ja, halten durften die Transitzüge in der DDR nicht - außer an den Grenzbahnhöfen natürlich (da hätten sie schon technisch bedingt nicht durchfahren können) und den planmäßigen Halten zum Personalwechsel. Bei letzteren Halten waren die Züge aber gut gegen öffentlichen Zugang abgeschirmt.
Ein Tf eines solchen Transitzuges von Berlin südwärts stellte mal während der Fahrt fest, dass die Zugheizung (Heizschütz) an der Lok BR 132/232 defekt war - der Wagenpark wurde also elektrisch nicht versorgt. Zugfunk gab es zu dem Zeitpunkt noch nicht und anhalten war ja untersagt. Also schrieb er das Problem auf einen Zettel, den er - unter Abgabe von Achtungspfiffen gut sichtbar bei Vorbeifahrt am Stellwerk des Bf Wiesenburg aus dem Fenster warf. Der Fdl eilte hinaus, um den Zettel zu holen und informierte dann die Rbd Halle, wo der Zug unter Einsatz der Trapo abgeschirmt einen Lokwechsel erlebte.
Ein Leipziger Tf hatte mal den Auftrag, einen dieser Transitzüge von Bitterfeld nach Weißenfels über Leipzig-Wiederitzsch zu lotsen, weil auf dem Planweg via Halle eine Störung vorlag und das Berliner Planpersonal auf der Umleitungsstrecke keine Streckenkunde hatte. Auch das löste natürlich zwei zusätzliche Halte aus, die u.a. auch bei der Aufsicht in Bitterfeld zu viel Aufregung führte.
Dann gabs in einigen Dienststellen der DR ja auch noch die Personale (vor allem Tf und Zf), die in den Westen fahren durften. So fuhren u.a. Reichenbacher Personale planmäßig nach Hof und nach Berlin(West). Auch das war natürlich in den betroffenen Dienststellen nur ein kleiner Kreis ausgewählter Personale.
Zur Versorgung während der planmäßigen Pause im kapitalistischen Ausland gabs DM-Mark pro Schicht. Damit konnte man in der Kantine essen. Kontaktaufnahme zu westdeutschen Eisenbahnern war aber zu vermeiden, jedoch "der Tagesgruß erlaubt".
Wie mir mehrere ehemaliger Reichenbacher berichteten, wurden die DM aber eher für Einkäufe wie Obst etc in der bahnhofsnahen Hofer Innenstadt genutzt ;-)
OT: in und durch die DDR
Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Mittwoch, 12.07.2023, 14:44 (vor 999 Tagen) @ Der Blaschke
Und schlimmer: dass wir Westler den völlig maroden Staat jahrzehntelang haben überleben lassen, indem WIR ihn finanziert haben. Milliardenkredit, Zwangsumtausch, "Kommerzielle Koordinierung" Schalk-Golodkowskis, ganz übel: Gefangenenfreikauf.
Wir geraten wohl arg weit vom Thema ab. Ja, der Westen hat in der DDR billig produzieren lassen (von der Kittelschürze über Rindfleisch bis zu Stereoanlagen etc). Dinge, die den DDR-Bürgern im eigenen Land dann -in der Qualität- gefehlt haben.
https://www.mdr.de/geschichte/ddr/kalter-krieg/versandhandel-quelle-west-und-ost-ddr-pr...
Echt fies und beschämend finde ich Berichte, daß die Westpharma neue Wirkstoffe im Osten testen ließ. Warum nicht im Westen, verboten??? Oder daß man Müll und Sondermüll in die DDR exportiert hat.
Nicht nachvollziehen kann ich aber den immer wieder zu hörenden Vorwurf am Gefangenen-Freikauf. Das wird die DDR zwar ermuntert haben über das gewöhnliche Maß hinaus immer mehr Bürger aus politischen Gründen zu verhaften. Und ich glaube das hatte man in Bonn dann auch recht bald bemerkt. Aber einen Lösegeldzahler würde ich nie verurteilen, sondern den Geiselnehmer. Das ist doch der Stinkstiefel. Jener Stinkstiefel, der auch Kinder Gefangener hat zwangsadoptieren lassen.
Die Alternative wäre gewesen, daß politisch Gefangene im Stasi-Knast über viele Jahre systematisch kaputt gemacht worden wären. Wohlgemerkt damals ohne das heutige(!) Wissen, daß die Mauer Ende der 80er fallen sollte. Später weiß man es natürlich immer besser und kann die Ding bewerten. 1983 oder 1987 hatten Häftlinge aber noch die Perspektive, daß das verächtliche System hinter mauer und Stacheldraht noch 100 und 300 Jahre bestehen würde.
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Gruß, Olaf
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OT: in und durch die DDR
Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Mittwoch, 12.07.2023, 15:06 (vor 999 Tagen) @ Der Blaschke
Kann mir nämlich kaum vorstellen, wie man einen Zug etwa 5h ununterbrochen in Bewegung hätte halten sollen.
Warum nicht? Vor 2 Jahren hat die DB sogar mal Oberhausen Hannover über Osnabrück geschafft. Echt nonstop.
Der Talgo-Nachtzug METEOR war vor langen Jahren mit zwei Tf auf der Lok auch nonstop Hannover - Augsburg ohne Halt gefahren. Nur wenn der doch mal für 2 Minuten vor einem roten Signal stand war das allen egal. Hauptsache man erreichte in München noch die ersten Frühzüge nach Österreich und Italien. Wie gesagt nachts. Am Tage aber mit dichteren Zugfolgen könnte ich mir einen 5h-Lauf mit einem ausdrücklichen Halteverbot bei der Bundesbahn nur sehr bedingt vorstellen. Auch der TEE RHEINGOLD oder M Messe-Express werden trotz Fdl-Überwachung öfter vor roten Signalen gestanden haben. Da kam dann aber nicht der Bundesnachrichtendienst und nahm Tf und Fdl zum Verhör mit auf die Dienststelle. Und da landete auch nichts in den Personalakten.
In der DDR ging es aber um das Thema Angst & Sanktionen in einem psychotisch überbordenden Polizeistaat mit einem rechtlosen Geheimdienst, der überall nach Belieben zugreifen konnte. Und die daraus resultierende Absolutheit. Wie der Christian es mit der defekten Zugheizung geschrieben hat.
Um diese 5h haltlos fahren zu können, muß ja allerhand sehr rechtzeitig zwecks freier Überholung an die Seite gestellt worden sein.
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Gruß, Olaf
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Goethe an Schiller 1797
OT: in und durch die DDR
Elefant01, Donnerstag, 13.07.2023, 11:29 (vor 998 Tagen) @ Alibizugpaar
Hallo,
In diesem Zusammenhang vielleicht interessant:
Unfall Eisenach 1976
Der Zug hieß am Bahnhof Eisenach "Die Angst".
Viele Grüße
ELEFANT01
OT: alles völlig am Ende ...
Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Donnerstag, 13.07.2023, 20:36 (vor 997 Tagen) @ Elefant01
Hey.
In diesem Zusammenhang vielleicht interessant:
Unfall Eisenach 1976
Zitat:
(...) Der Unfall führte zum Einsatz einer Kommission durch das Ministerium für Staatssicherheit, die den Zustand des Oberbaus der Strecke Halle–Eisenach–Gerstungen untersuchen sollte. Der Bericht (...) stellte auf der 284 km langen Strecke zahlreiche Mängel fest, darunter etwa 900 bis 1000 Toleranzüberschreitungen in jedem der beiden Hauptgleise. (...) Der Bericht blieb geheim und wurde erst 2013, also 37 Jahre nach dem Unfall, durch Recherchen von Otto Mayer – zum Unfallzeitpunkt Dienstvorsteher des Eisenacher Hauptbahnhofs – wieder aufgefunden. Weder Öffentlichkeit noch Bahnbedienstete erfuhren die ermittelte Unglücksursache.
Wohlgemerkt, schon 1976 war das alles marode. Und wir alle wissen, dass es danach nicht besser wurde.
Das erstaunliche ist, dass da 1989 überhaupt noch Zugverkehr stattfand, so kaputt, wie alles war.
Schöne Grüße von jörg
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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)
OT: eh marode ...
Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Freitag, 14.07.2023, 01:09 (vor 997 Tagen) @ Alibizugpaar
Hallo.
Um diese 5h haltlos fahren zu können, muß ja allerhand sehr rechtzeitig zwecks freier Überholung an die Seite gestellt worden sein.
Der Personenverkehr war nun zu den Zeiten soooo umfangreich auch nicht. Da gab's keine 4 Züge die Stunde und jeder hatte es einigermaßen als der andere.
Und im Güterverkehr herrschte ohnehin alltägliches Chaos. Da steckte nur morgens vor 6 Uhr Leben drin, wenn jeder Bezirk seine Leerwagen los werden mußte. Dass da ansonsten Lokführer ihre Schicht auch mal in Gänze vor einem roten Signal absolvierten, war jetzt kein exklusives Ereignis. Und dass der Güterzug auch mal über 24 Std irgendwo abparkte, weil erst die Lok fehlte, dann der Lokführer und dann der Rangierbahnhof voll war, kam auch vor. Usw. Immerhin führte das Chaos zumindest zeitweilig zu einer Trennung der Lokumläufe für Güter- und Personenzüge - weil der Güterzug, dessen Lok für den Städteexpress von Meiningen war es meine ich nach Berlin vorgesehen war, jeden Morgen Verspätung hatte.
Und da alles von Beginn an völlig unterfinanziert war, wurde es in Summe natürlich auch nie besser.
Heute macht es die DB ähnlich. Da ist man dann plötzlich integrierter Konzern, wenn für den ICE alles gnadenlos beiseite geräumt wird; völlig egal, wie sinnlos es im Einzelfall möglicherweise auch ist. Da steht die DB der DR mit ihren "Zitteraalen" nichts nach. Hauptsache, die öffentlichkeitswirksame Verspätungsstatistik des Fernverkehrs wird nicht noch katastrophaler, als sie ohnehin schon ist. Auch da wandelt man auf den Spuren der DDR.
Na ja, reden wir uns alles schön und freuen uns, dass ab und an noch mal was funktioniert - der totale Zusammenbruch läßt sich ohnehin nicht aufhalten.
Schöne Grüße von jörg
--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)
OT: Rangigkeit der Züge
michael_seelze, Freitag, 14.07.2023, 07:45 (vor 997 Tagen) @ Der Blaschke
Heute macht es die DB ähnlich. Da ist man dann plötzlich integrierter Konzern, wenn für den ICE alles gnadenlos beiseite geräumt wird; völlig egal, wie sinnlos es im Einzelfall möglicherweise auch ist. Da steht die DB der DR mit ihren "Zitteraalen" nichts nach. Hauptsache, die öffentlichkeitswirksame Verspätungsstatistik des Fernverkehrs wird nicht noch katastrophaler, als sie ohnehin schon ist.
Es gibt nunmal das Kriterium der mittleren (Reise-) Geschwindigkeit mit einer Ausnahme bzgl. Anschlussgewährung, damit der Zubringer vom Abbringer möglichst nicht kurz vor dem Anschlussbahhof überholt wird und in der Folge kein Anschluss mehr gewährt wird.
1954-2003 Kleber Express
Nordy, Dienstag, 11.07.2023, 15:08 (vor 1000 Tagen) @ nomeata
https://de.wikipedia.org/wiki/Kleber-Express
fuhr täglich , aber eine andere Streckenführung :
![[image]](https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e2/Karte_Kleber-Express.png)
NordNordWest/Wikipedia
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Karte_Kleber-Express.png
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode
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