Macht Neigetechnik auf Schnellfahrstrecken Sinn? (Allgemeines Forum)
ICE-T-Fan, Freitag, 11.06.2010, 15:10 (vor 5884 Tagen)
OT-Antwort auf Anmerkungen in http://ice-fanforum.de/index.php?id=67839 und http://ice-fanforum.de/index.php?id=67812 .
Das die Neigetechnik praktisch vielleicht nicht so viel bringt, ist mir durchaus klar. Es geht hier auch eher um formale und bürokratische Dinge.
Warum z.B. kann man zwischen Berlin und Hamburg nicht einfach 250 statt 230 km/h fahren?
Antwort: Weil die Fahrbahn und Oberleitung nur für 230 km/h ausgelegt ist und einige Kurvenradien nicht mehr zulassen. (Natürlich spielen noch weitere Dinge wie die Oberleitung eine Rolle.) Gesetz dem Fall, man hätte die Strecke exakt wie Berlin-Hannover ausstatten können, hätte trotzdem aber nur 230 km/h fahren können, weil die Kurvenradien nicht mehr zulassen, ohne die zulässige Querbeschleunigung zu überschreiten.
In meinem Entwurf sind alle Strecken mit identischen Merkmalen gebaut, d.h. gleicher Unterbau, gleicher Oberbau, gleiche Schwellen, gleiche Schienenabstände, gleiche Tunnelquerschnitte, gleicher Oberleitungstyp, gleiches Zugsicherungssystem, usw. Alles auf vmax 330 km/h ausgelegt (Betriebsgeschwindigkeit 300 km/h), die aber in der Praxis nur an keiner Stellen gefahren wird. Das dient vor allem der streckenseitigen Sicherheitsreserve der Materialtoleranz.
Das einzige was ich nicht großartig beeinflussen kann sind die topografischen Gegebenheiten Kurvenradien und die Steigungen.
Wenn ich nun eine Strecke habe, die von der Bausubstanz her 330 km/h zulässt, aber wegen der Kurvenradien nur 200 km/h erlaubt sind, kann man durch Einsatz von Neigetechnik zur Querbeschleunigungskompensation die zulässige Geschwindigkeit formal auf 230 km/h erhöhen, ohne den rechtlichen Rahmen zu verlassen und den Komfort der Fahrgäste zu beeinträchtigen.
Text nochmals überarbeitet...
ICE-T-Fan, Freitag, 11.06.2010, 15:33 (vor 5884 Tagen) @ ICE-T-Fan
OT-Antwort auf Anmerkungen in http://ice-fanforum.de/index.php?id=67839 und http://ice-fanforum.de/index.php?id=67812 .
Das die Neigetechnik in der Praxis vielleicht nicht so viel Gewinn bringt, ist mir durchaus klar. Es geht hier auch eher um formale und bürokratische Dinge.
Warum z.B. kann man zwischen Berlin und Hamburg nicht einfach 250 statt 230 km/h fahren?
Antwort: Man könnte schon, nur weil die Fahrbahn und Oberleitung nur für 230 km/h ausgelegt ist und einige Kurvenradien nicht mehr zulassen, ist es nicht erlaubt. (Natürlich spielen noch weitere Dinge wie die Oberleitung, Schienenabstände und Bahnsteigdurchfahrten eine Rolle.)
Gesetz dem Fall, man hätte die Strecke exakt wie Berlin-Hannover ausgestattet, könnte man aber trotzdem nur 230 km/h fahren, weil die Kurvenradien nicht mehr zulassen, ohne die zulässige Querbeschleunigung zu überschreiten.
In meinem Entwurf (siehe anderen Thread) sind alle Strecken mit identischen Merkmalen gebaut, d.h. gleicher Unterbau, gleicher Oberbau, gleiche Schwellen, gleiche Schienenabstände, gleiche Tunnelquerschnitte, gleicher Oberleitungstyp, gleiches Zugsicherungssystem, usw.
Alle Streckenteile sind auf vmax 330 km/h ausgelegt (Betriebsgeschwindigkeit 300 km/h), die aber in der Praxis nicht voll ausgefahren wird. Diese Maßnahme dient vor allem der streckenseitigen Sicherheitsreserve der Materialtoleranz oder der Option für einen weiteren Ausbau.
Das Einzige was ich nicht großartig beeinflussen kann, sind die topografischen Gegebenheiten und daraus resultierend die Kurvenradien und Steigungen.
Wenn ich nun eine Strecke habe, die von der Bausubstanz her 330 km/h zulässt, aber wegen der Kurvenradien nur 200 km/h erlaubt sind, kann man durch Einsatz von Neigetechnik zur Querbeschleunigungskompensation die zulässige Geschwindigkeit auf 230 km/h erhöhen, ohne den rechtlichen Rahmen zu verlassen und den Komfort der Fahrgäste zu beeinträchtigen. Das die technische Belastung dabei etwas höher, streite ich gar nicht ab. Aber bei einer Strecke die von der Materialqualität für 330 km/h ausgelegt ist, sollte eine 30%ige Geschwindigkeitsüberschreitung (nicht Fahrzeitreduktion!) keinen unhandhabbaren Verschleiß verursachen.
Neigetechnik macht auf Schnellfahrstrecken kein Sinn
Henrik, Freitag, 11.06.2010, 16:43 (vor 5884 Tagen) @ ICE-T-Fan
OT-Antwort auf Anmerkungen in http://ice-fanforum.de/index.php?id=67839 und http://ice-fanforum.de/index.php?id=67812 .
Dass die Neigetechnik in der Praxis vielleicht nicht so viel Gewinn bringt, ist mir durchaus klar. Es geht hier auch eher um formale und bürokratische Dinge.
Die "fomalen" und "bürokratischen" "Dinge" haben schon ihre technischen Ursachen.
Warum z.B. kann man zwischen Berlin und Hamburg nicht einfach 250 statt 230 km/h fahren?
Antwort: Man könnte schon, nur weil die Fahrbahn und Oberleitung nur für 230 km/h ausgelegt ist und einige Kurvenradien nicht mehr zulassen, ist es nicht erlaubt. (Natürlich spielen noch weitere Dinge wie die Oberleitung, Schienenabstände und Bahnsteigdurchfahrten eine Rolle.)
Gesetz dem Fall, man hätte die Strecke exakt wie Berlin-Hannover ausgestattet, könnte man aber trotzdem nur 230 km/h fahren, weil die Kurvenradien nicht mehr zulassen, ohne die zulässige Querbeschleunigung zu überschreiten.
Na dann zähl mal die Kurvenradien zusammen... Hamburg-Berlin ist eine schnurgerade Strecke.
Deswegen ist da ja durchweg eine so hohe Geschwindigkeit möglich.
Den Gleismittenabstand und Bahnsteigdurchfahrten würde ich nicht unter "ferner liefen" erwähnen. Das sind schon bedeutende Hindernisse.
Die Weichen mit starren Herzstücken kommen hinzu, dynamische Belastungen der Bauwerke, Verzicht von Einsatz von Zügen mit Wirbelstrombremsen, Signalabstände etc.
[1]
In meinem Entwurf (siehe anderen Thread) sind alle Strecken mit identischen Merkmalen gebaut, d.h. gleicher Unterbau, gleicher Oberbau, gleiche Schwellen, gleiche Schienenabstände, gleiche Tunnelquerschnitte, gleicher Oberleitungstyp, gleiches Zugsicherungssystem, usw.
Alle Streckenteile sind auf vmax 330 km/h ausgelegt (Betriebsgeschwindigkeit 300 km/h), die aber in der Praxis nicht voll ausgefahren wird. Diese Maßnahme dient vor allem der streckenseitigen Sicherheitsreserve der Materialtoleranz oder der Option für einen weiteren Ausbau.
Nun, dazu wärest Du auch gezwungen nach TSI wenn Du die NBS der Kategorie I zuordnen würdest.
Das Einzige was ich nicht großartig beeinflussen kann, sind die topografischen Gegebenheiten und daraus resultierend die Kurvenradien und Steigungen.
Naja nun, beeinflussen kannst Du das schon.
Die Trasse ist ja nicht einfach plötzlich da. Sie ist das Ergebnis einer Planung.
Gewiss, wird diese Planung beeinflusst durch die technischen Begrenzung bzgl. Kurvenradien und Steigungen.
Wenn ich nun eine Strecke habe, die von der Bausubstanz her 330 km/h zulässt, aber wegen der Kurvenradien nur 200 km/h erlaubt sind, kann man durch Einsatz von Neigetechnik zur Querbeschleunigungskompensation die zulässige Geschwindigkeit auf 230 km/h erhöhen, ohne den rechtlichen Rahmen zu verlassen und den Komfort der Fahrgäste zu beeinträchtigen. Das die technische Belastung dabei etwas höher, streite ich gar nicht ab. Aber bei einer Strecke die von der Materialqualität für 330 km/h ausgelegt ist, sollte eine 30%ige Geschwindigkeitsüberschreitung (nicht Fahrzeitreduktion!) keinen unhandhabbaren Verschleiß verursachen.
Du verwechselt da Planung mit fertigen Ist-Zustand.
Wenn Du die NBS dann eh nur mit 200 km/h betreiben willst, dann reicht Kategorie II völlig aus und Du musst sie nicht nach Maßstäben der Kategorie I ausstatten.
Der "unhandhabbare" Verschleiß kommt aus der einseitigen stärkeren Belastung der bogenäußeren Schiene und entsprechend dem Unterbau, Schotter oder wohl eher Feste Fahrbahn.
Damit verlässt Du durchaus auch den rechtlichen Rahmen, der eben seine technischen Ursachen hat.
Mit welchen Überhöhungen und Überhöhungsfehlbeträgen willst Du da arbeiten?
Gar bei Unterschieden von 200 km/h zu 230 km/h? Oder willst Du die Strecke gar nicht befahren lassen, sollte die Neigetechnik mal ganz ausfallen? Höchst kritisch.
Mal abgesehen davon, dass ich eine Erhöhung der Geschwindigkeit auf einer NBS um 15% oder gar 30% allein nur durch Neigetechnik für recht hochgegriffen halte.
Ich würde gern noch mehr Literaturtipps liefern, habe ich eigentlich auch immer griffbereit, gerade in Hinsicht der technischen Grenzwerte der Überhöhungen bei NBS habe ich einiges gelesen, bin aber recht frisch wieder zuhause und wollte schon längst wieder im ICE sein...
[1] Wolfgang Feldwisch, Eberhard Jänsch (Schriftleitung): Ausbaustrecke Hamburg-Berlin für 230 km/h (Edition ETR). DVV Media Group GmbH | Eurailpress, Hamburg 2005, ISBN 3-7771-0332-2.
Neigetechnik macht auf Schnellfahrstrecken kein Sinn
ICE-T-Fan, Freitag, 11.06.2010, 16:54 (vor 5884 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von ICE-T-Fan, Freitag, 11.06.2010, 16:54
Ohne jetzt auf alle Details einzugehen, haben die Italiener und Spanier auch kein Problem mit dem Einsatz von Neigetechnik bei Geschwindigkeiten bis 220 km/h.
Ich bin kein Bahningenieur und ich kann die technischen Fragen nach Überhöhungen und Fehlbeträgen jetzt nicht aus dem Stehgreif beantworten.
Wenn allerdings eine Strecke auf Kategorie I ausgelegt ist, abgesehen vom Verlauf, sollte man mit kompensierenden Maßnahmen (Neigetechnik) durchaus höhere Geschwindigkeiten als ohne fahren können.
Wieviel % nun technisch und wirtschaftlich Sinn machen, sei mal dahin gestellt.
Ich denke eine Steigerung von 180 oder 200 auf 230 km/h ist verkraftbar, sowohl technisch als auch rechtlich.
Ohne NT wird die Geschwindigkeit halt auf den Betrag begrenzt, der für alle anderen Züge technisch zulässig ist.
Neigetechnik macht auf Schnellfahrstrecken kein Sinn
Henrik, Freitag, 11.06.2010, 17:42 (vor 5884 Tagen) @ ICE-T-Fan
Ohne jetzt auf alle Details einzugehen, haben die Italiener und Spanier auch kein Problem mit dem Einsatz von Neigetechnik bei Geschwindigkeiten bis 220 km/h.
Details wären da schon interessant.
Auf Neubaustrecken oder auf alten Strecken?
Auf welchen Strecken genau, mit welchen Zügen?
Reine Komfortneigung oder eben mit erhöhter Geschwindigkeit?
Wenn allerdings eine Strecke auf Kategorie I ausgelegt ist, abgesehen vom Verlauf, sollte man mit kompensierenden Maßnahmen (Neigetechnik) durchaus höhere Geschwindigkeiten als ohne fahren können.
Dir geht es ja eher um die Planung der Strecken, um von vornherein engere Kurvenradien einzusetzen.
Das beißt sich m.E. mit den Regelungen bzgl. der Mindestradien in den TSI.
Neigetechnik macht auf Schnellfahrstrecken kein Sinn
ICE-T-Fan, Freitag, 11.06.2010, 18:09 (vor 5884 Tagen) @ Henrik
Ohne jetzt auf alle Details einzugehen, haben die Italiener und Spanier auch kein Problem mit dem Einsatz von Neigetechnik bei Geschwindigkeiten bis 220 km/h.
Details wären da schon interessant.Auf Neubaustrecken oder auf alten Strecken?
Auf welchen Strecken genau, mit welchen Zügen?
Reine Komfortneigung oder eben mit erhöhter Geschwindigkeit?
k.A. Das müsstest du Anoj oder Oskar (NL) fragen, dass sind unsere beiden Experten für den europäischen HGV außerhalb von Deutschland.
Ich schaue nachher mal in der Wiki nach.
Wenn allerdings eine Strecke auf Kategorie I ausgelegt ist, abgesehen vom Verlauf, sollte man mit kompensierenden Maßnahmen (Neigetechnik) durchaus höhere Geschwindigkeiten als ohne fahren können.
Dir geht es ja eher um die Planung der Strecken, um von vornherein engere Kurvenradien einzusetzen.
Das beißt sich m.E. mit den Regelungen bzgl. der Mindestradien in den TSI.
Naja wird dann eine Strecke der Kategorie Ib, also eine Strecke die die Standard einer Kategorie I-Strecke erfüllt, abgesehen von topografischen Ausnahmetatbeständen wie extremen Steigungen oder kleinere Kurvenradien.
Italien / Spanien / Schweden
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 11.06.2010, 19:40 (vor 5884 Tagen) @ ICE-T-Fan
ICE-T-Fan:
Ohne jetzt auf alle Details einzugehen, haben die Italiener und Spanier auch kein Problem mit dem Einsatz von Neigetechnik bei Geschwindigkeiten bis 220 km/h.
Henrik:
Auf Neubaustrecken oder auf alten Strecken?
Auf welchen Strecken genau, mit welchen Zügen?
Reine Komfortneigung oder eben mit erhöhter Geschwindigkeit?
ICE-T-Fan:
Das müsstest du Anoj 1 oder Oscar (NL fragen, dass sind unsere beiden Experten für den europäischen HGV außerhalb von Deutschland.
@ICE-T-Fan: Danke fürs Kompliment.
@Henrik: in Italien verkehren im Moment drei Trienwagenfamilien mit Neigetechnik:
1. ETR 450
2. ETR 460/470/480
3. ETR 600/610
Ausgenommen ETR 470 sind alle für 250 km/h zugelassen.
Bogenschnell fahren die Züge nur auf kurvenreiche Strecken.
Auf Rennbahnen ("Direttissime") wird entweder gar nicht geneigt, oder am besten Komfortneigung.
Leider ist meine Praxiserfahrung limitiert.
1. Zwischen Rovereto-Firenze SMN wurde 2004 komplett bogenschnell gefahren. Hinfahrt war mit einem ETR 480, Rückfahrt mit einem ETR 460. Dabei war die Neigetechnik der 480er etwas weniger ruckend.
Inzwischen ist die Strecke Verona-Bologna für 200 km/h ausgebaut. Es wäre interessant, die Strecke nochmal zu fahren, um zu erfahren, in welchem Maß noch Neigung stattfindet. Vielleicht mache ich das noch mal in August; möchte Bologna mal besuchen. Sollte ich das in der Tat machen, werden ich meine Erfahrungen selbstverständlich hier im Forum posten.
Bologna-Florenz habe ich via die Altstrecke gefahren. Dort fahren jetzt keine Fernzüge mehr; diese knallen jetzt alle durch die "Tunnelbahn".
Die Strecke Florenz-Rom habe ich noch nie gefahren.
2. Zwischen Brig-Verona habe ich im Jahre 2004 ETR 470 gefahren. Ab Mailand keine Neigung mehr; nur auf Brig-Mailand.
Inzwischen ist zumindest Mailand-Treviglio für 200 km/h ausgebaut; war dort 2007 mit einem EurostarCity unterwegs = ETR500A Lok + 10 redesignte IC-Wagen + ETR500A Lok. Also nix Neigetechnik damals.
Die Neigetechnik kommt jetzt vor allem zu Recht auf den Trans-Apenninen-Strecken. Die Züge verkehren dort als Eurostar Italia und sind aufpreis- und reservierungspflichtig. Allerdings sind Express-Reservierungen problemlos möglich (in Italien sogar via Handy!)
Einzelne Pendolini fahren auf die Küstenstrecken; die Mehrheit ist IC oder €*City.
In Spanien habe ich nur Madrid-Barcelona gefahren. 2007 war die Rennbahn noch nicht vollständig. Unser AVE S-120 Alvia wurde kurz nach Lleida umgespurt.
Electrotrenes basculantes findet man z.B. auf der Strecke Madrid-Valencia-Barcelona ("Alaris").
Obwohl dort teilweise 200 km/h gefahren wird, weiß ich nicht, ob man das auch bogenschnell macht. Vermute nicht; s.i.w. fuhren die Talgo III schon 200 km/h.
In Schweden wurden Kopenhagen-Stockholm-Göteborg mit absoluter Sicherheit 200 km/h bogenschnell mit X 2000 gefahren.
Die zweite Fahrt (Tag 3) wurde übrigens erst nach Ankunft (Tag 1) in Stockholm gebucht; die urpsrüngliche Idee war, mit einem Nachtzug (@Regiosprinter: nach Oslo?) zu reisen. Buchungsvorgang war am Tag 2.
Den NSB-Bm73 habe ich in Göteborg gespottet, aber wir haben nicht damit gefahren. Komisch: ich hatte den Zug "Öxelrud" genannt, aber das war tatsächlich der erste Halt des Zuges auf seinem weg nach Oslo...!
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Italien / Spanien / Schweden
Benjamin.Keller, Freitag, 11.06.2010, 19:50 (vor 5884 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von Benjamin.Keller, Freitag, 11.06.2010, 19:55
In Schweden wurden Kopenhagen-Stockholm-Göteborg mit absoluter Sicherheit 200 km/h bogenschnell mit X 2000 gefahren.
Du meinst tatsächlich 200km/h und Neigetechnik zum gleichen Zeitpunkt, oder nur auf der gleichen Reise mal das eine und mal das andere?
Ich glaube, dass hat hier noch keine Erwähnung gefunden: gab es nicht auf der ABS Berlin - Hamburg auch eine Stelle, die geneigt mit 190km/h durchfahren werden sollte, was hinterher nicht an den oberbautechnischen Gegebenheiten gescheitert ist, sondern daran, dass man die Neigetechnik nicht für die eine Kurve in die LZB implementieren wollte?
Das heißt, dass zumindest eine Stelle in Deutschland für Neigetechnikfahrten für mehr als 160 km/h geplant und gebaut wurde. (Oder?)
Edit: Ich habs gefunden im Wikiartikel:
"Im in einer Kurve gelegenen Bahnhof Wittenberge war ursprünglich eine Durchfahrt mit aktiver Neigetechnik bei (rechnerischen) 197 km/h vorgesehen. Die nötige Einbindung in das Zugsicherungssystem LZB wurde jedoch letztlich nicht umgesetzt. Für die Durchfahrung dieser und anderer enger Kurven muss daher heute kurzzeitig auf bis zu 160 km/h abgebremst und wieder beschleunigt werden."
Neigetechnik im Bereich Wittenberge auf ABS HH-B ?
Henrik, Samstag, 12.06.2010, 02:44 (vor 5883 Tagen) @ Benjamin.Keller
Ich glaube, das hat hier noch keine Erwähnung gefunden: gab es nicht auf der ABS Berlin - Hamburg auch eine Stelle, die geneigt mit 190km/h durchfahren werden sollte, was hinterher nicht an den oberbautechnischen Gegebenheiten gescheitert ist, sondern daran, dass man die Neigetechnik nicht für die eine Kurve in die LZB implementieren wollte?
Das heißt, dass zumindest eine Stelle in Deutschland für Neigetechnikfahrten für mehr als 160 km/h geplant und gebaut wurde. (Oder?)
Nee, gebaut ja grade eben nicht, und noch nicht einmal geplant.
Es war womöglich vielleicht einmal angedacht, eine Idee - mehr wohl nicht.
Edit: Ich habs gefunden im Wikiartikel:
"Im in einer Kurve gelegenen Bahnhof Wittenberge war ursprünglich eine Durchfahrt mit aktiver Neigetechnik bei (rechnerischen) 197 km/h vorgesehen. Die nötige Einbindung in das Zugsicherungssystem LZB wurde jedoch letztlich nicht umgesetzt. Für die Durchfahrung dieser und anderer enger Kurven muss daher heute kurzzeitig auf bis zu 160 km/h abgebremst und wieder beschleunigt werden."
http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Hamburger_Bahn#Zugsicherung
Das ist doch mal wieder so typisch Wikipedia....
Wikipedia-Glücksrad, man suche die Fehler: Ding - Ding - Ding - Ding - Ding....
Ein Satz mit "Im in" anzufangen, das wird man wohl nirgends finden, in keinem Buch, keiner Zeitschrift & Zeitung, aber bei Wikipedia.... oh man.
Das einzige Wahre an dem Absatz mag noch sein, dass der Bahnhofsname und die Zugsicherung korrekt geschrieben wurde. ^^
Klickt man auf ersteren, bekommt man schon etwas ganz anderes zu lesen:
"eine Erhöhung auf 197 km/h, über die auch nachgedacht wurde, hätte die Ansteuerung der aktiven Neigetechnik durch das Zugsicherungssystem LZB erfordert, die nicht realisiert wurde."
http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Wittenberge#Ausbau
Das liest sich schon wieder ganz anders.
Mal abegsehen von dem Wikipediaeskischen Relativsatz..... Nicht die LZB wurde nicht realisiert.^^
Und eine Quelle ist angegeben.
Och mensch, wieso kam dieses Posting um 19:50 Uhr?
Da war ich bereits 35 min außer Haus und 10 min lang im ICE 974.^^
Kurz vorm Wohnung-Verlassen hatte ich das Buch noch in der Hand.
Es war mir doch etwas zu wertvoll, es einfach so mit übers Wochenende mitzunehmen.
In Google-books ist es nicht drin.
Das Kapitel hab ich nicht so sehr durchgelesen scheinbar.
In einem vorderen Kapitel steht als Teil eine der Ausnahmegenehmigungen,
dass auf Einsatz von Neigetechnik zwingend verzichtet wird.
Neigetechnik im Bereich Wittenberge auf ABS HH-B ?
Benjamin.Keller, Samstag, 12.06.2010, 11:44 (vor 5883 Tagen) @ Henrik
Das heißt, dass zumindest eine Stelle in Deutschland für Neigetechnikfahrten für mehr als 160 km/h geplant und gebaut wurde. (Oder?)
Nee, gebaut ja grade eben nicht, und noch nicht einmal geplant.
Es war womöglich vielleicht einmal angedacht, eine Idee - mehr wohl nicht.
Okay, wenn es höchstens angedacht war...
Deswegen fragte ich ja, ob an dem "Gerücht" etwas dran ist, ich würde der Wikipedia auch nicht blind vertrauen... Ich erwähnte es einfach mal, weil ich es an mehreren Stellen gelesen habe, keine Ahnung mehr wo, ist nicht meine Baustelle.
Mir bleibt aber jetzt etwas unklar, was du uns eigentlich sagen willst (außer dass du am Sprachstil der Wikipedia herumkrittelst, was ich beide Male nicht ganz nachvollziehen kann). Also, ist es so, dass
1. die Umsetzung einer 197km/h-Neigetechnikfahrt (von Seiten der Technik) ausschließlich an der Implementierung der Neigetechnik in die LZB gescheitert ist?
2. und zusätzlich an der von dir zitierten Ausnahmegenehnigung (was ist das für eine Ausnahmegenehmigung?)
3. man die Neigetechnik also bautechnisch (überhöhung, Oberleitung, etc.; keine Ahnung was man da braucht, bin kein Experte^^) hätte realisieren können?
4. Du kritisierst an dem eigentlichen Wikipedia-Posting, dass die Einführung von Neigetechnik nicht vorgesehen sondern nur angedacht war?
5. Um 19:50 Uhr saßt du schon 10 Minuten im ICE 974? ;)
Neigetechnik im Bereich Wittenberge auf ABS HH-B ?
ICE-T-Fan, Samstag, 12.06.2010, 16:45 (vor 5883 Tagen) @ Benjamin.Keller
1. die Umsetzung einer 197km/h-Neigetechnikfahrt (von Seiten der Technik) ausschließlich an der Implementierung der Neigetechnik in die LZB gescheitert ist?
So ließt es sich.
2. und zusätzlich an der von dir zitierten Ausnahmegenehnigung (was ist das für eine Ausnahmegenehmigung?)
3. man die Neigetechnik also bautechnisch (überhöhung, Oberleitung, etc.; keine Ahnung was man da braucht, bin kein Experte^^) hätte realisieren können?
Die Schweden haben das auch geschafft, also sollte es auch in Deutschland gehen, da hier die gleichen physikalischen Gesetze gelten ;)
Neigetechnik im Bereich Wittenberge auf ABS HH-B ?
Benjamin.Keller, Samstag, 12.06.2010, 17:10 (vor 5883 Tagen) @ ICE-T-Fan
Die Schweden haben das auch geschafft, also sollte es auch in Deutschland gehen, da hier die gleichen physikalischen Gesetze gelten ;)
Tja, aber die Erdanziehung ist da höher...^^
Neigetechnik im Bereich Wittenberge auf ABS HH-B ?
Henrik, Montag, 14.06.2010, 20:19 (vor 5881 Tagen) @ Benjamin.Keller
Das heißt, dass zumindest eine Stelle in Deutschland für Neigetechnikfahrten für mehr als 160 km/h geplant und gebaut wurde. (Oder?)
Nee, gebaut ja grade eben nicht, und noch nicht einmal geplant.
Es war womöglich vielleicht einmal angedacht, eine Idee - mehr wohl nicht.
Okay, wenn es höchstens angedacht war...
Deswegen fragte ich ja, ob an dem "Gerücht" etwas dran ist, ich würde der Wikipedia auch nicht blind vertrauen... Ich erwähnte es einfach mal, weil ich es an mehreren Stellen gelesen habe, keine Ahnung mehr wo, ist nicht meine Baustelle.
Seit paar Minuten habe ich wieder die Quelle vor Augen, wenn auch eigentlich grad wenig Zeit....
Davon, dass es angedacht gewesen sei, ist dort auch nicht die Rede.
Es wird lediglich die Möglichkeit erwähnt.
Tja, wer weiß, woher die anderen Stellen ihre Information her hatten.
Vielleicht ja auch nur von dieser Wikipedia-Stelle.
Mir bleibt aber jetzt etwas unklar, was du uns eigentlich sagen willst (außer dass du am Sprachstil der Wikipedia herumkrittelst, was ich beide Male nicht ganz nachvollziehen kann). Also, ist es so, dass
1. die Umsetzung einer 197km/h-Neigetechnikfahrt (von Seiten der Technik) ausschließlich an der Implementierung der Neigetechnik in die LZB gescheitert ist?
2. und zusätzlich an der von dir zitierten Ausnahmegenehnigung (was ist das für eine Ausnahmegenehmigung?)
3. man die Neigetechnik also bautechnisch (überhöhung, Oberleitung, etc.; keine Ahnung was man da braucht, bin kein Experte^^) hätte realisieren können?
4. Du kritisierst an dem eigentlichen Wikipedia-Posting, dass die Einführung von Neigetechnik nicht vorgesehen sondern nur angedacht war?
5. Um 19:50 Uhr saßt du schon 10 Minuten im ICE 974? ;)
Wie was ich sagen will? Versteh ich nun nicht.
Kannst ja mal versuchen, diese sprachlichen Schwächen in einem Buch zu finden. ^^
ad 1.) um es mit ähnlichen Worten wie ICE-T-Fan zu sagen:
So liest es sich ... nach Wikipedia. Aus der Quelle geht das so direkt nicht hervor.
Indirekt mag es der Fall sein. Technisch vor Ort liegt es nahe.
ad 2.) "Ausnahmegenehmigungen" war das falsche Wort von mir. Ersetze durch "Vereinbarung", Planungs- und Ausbauparameter.
ad 3.) an der Stelle ja.
ad 4.) ja. Zu dem Zeitpunkt des Postings, ja. s.o.
ad 5.) ja. ;-)) Der hatte 20 Minunten Verspätung. Nur deswegen war es mir überhaupt noch möglich, diesen zu erreichen, mein Glück. ;-)
Neigetechnik im Bereich Wittenberge auf ABS HH-B ?
Fabian318, Münster i. W., Samstag, 12.06.2010, 11:56 (vor 5883 Tagen) @ Henrik
Das ist doch mal wieder so typisch Wikipedia....
Wikipedia-Glücksrad, man suche die Fehler: Ding - Ding - Ding - Ding - Ding....
So, und wo sind da jetzt die Fehler? Offensichtlich findest du keine, denn sonst würdest du nicht an der Sache vorbeiargumentieren, indem du angebliche sprachliche Ungereimtheiten heraussuchst.
"eine Erhöhung auf 197 km/h, über die auch nachgedacht wurde, hätte die Ansteuerung der aktiven Neigetechnik durch das Zugsicherungssystem LZB erfordert, die nicht realisiert wurde."
Mal abegsehen von dem Wikipediaeskischen Relativsatz..... Nicht die LZB wurde nicht realisiert.^^
Was verstehst du nicht? Was wurde nicht realisiert? -> "die Ansteuerung der aktiven Neigetechnik durch das Zugsicherungssystem LZB" Dass nicht nur die LZB gemeint ist, ergibt sich für den geneigten Leser aus dem Kontext.
Neigetechnik im Bereich Wittenberge auf ABS HH-B ?
Henrik, Montag, 14.06.2010, 19:55 (vor 5881 Tagen) @ Fabian318
Das ist doch mal wieder so typisch Wikipedia....
Wikipedia-Glücksrad, man suche die Fehler: Ding - Ding - Ding - Ding - Ding....
So, und wo sind da jetzt die Fehler? Offensichtlich findest du keine, denn sonst würdest du nicht an der Sache vorbeiargumentieren, indem du angebliche sprachliche Ungereimtheiten heraussuchst.
Wozu die Unterstellung?
Die für Wikipedia typische arge sprachliche Schwäche führte ich lediglich als zusätzliche Spitze an.
Wie wäre es, wenn Du zunächst einmal meine Postings hinreichend durchliest?
Dann wäre Dir nicht entgangen, dass ich so ziemlich alles dort eben "entlarvt" / widerlegt hab.
In der Quelle ist nicht die Rede davon, dass es "vorgesehen" war,
ich lieferte gar eine andere Wikipedia-Seite, die anderes verlautbart.
Für den letzten Satz fehlt auch ein Beleg. In einem Artikel zur eben schnurgeraden Strecke Hamburg - Berlin auf Kurven hinzuweisen, ist wirklich Schwachsinn.
"eine Erhöhung auf 197 km/h, über die auch nachgedacht wurde, hätte die Ansteuerung der aktiven Neigetechnik durch das Zugsicherungssystem LZB erfordert, die nicht realisiert wurde."
Mal abegsehen von dem Wikipediaeskischen Relativsatz..... Nicht die LZB wurde nicht realisiert.^^
Was verstehst du nicht? Was wurde nicht realisiert? -> "die Ansteuerung der aktiven Neigetechnik durch das Zugsicherungssystem LZB" Dass nicht nur die LZB gemeint ist, ergibt sich für den geneigten Leser aus dem Kontext.
Klar ergibt sich das für uns ICE-Interessierten, bzw. gar ICE-Experten.
Wir wissen alle, dass dort die LZB realisiert wurde.
Für Experten ist Wikipedia aber nicht gemacht.
Experten wissen, dass sie Wikipedia eher meiden sollten bzw. mit großer Vorsicht lesen sollten.
Danke! (owT)
ICE-T-Fan, Freitag, 11.06.2010, 20:13 (vor 5884 Tagen) @ Oscar (NL)
Schade das kein endgültiger Beweise darunter ist.
hab ich mir auch so gedacht
Henrik, Samstag, 12.06.2010, 02:16 (vor 5883 Tagen) @ Oscar (NL)
ICE-T-Fan:
Ohne jetzt auf alle Details einzugehen, haben die Italiener und Spanier auch kein Problem mit dem Einsatz von Neigetechnik bei Geschwindigkeiten bis 220 km/h.
Also können wir diesen Satz ^^ wieder zurücknehmen, gut.
Bogenschnell fahren die Züge nur auf kurvenreiche Strecken.
Auf Rennbahnen ("Direttissime") wird entweder gar nicht geneigt, oder am besten Komfortneigung.
Electrotrenes basculantes findet man z.B. auf der Strecke Madrid-Valencia-Barcelona ("Alaris").
Obwohl dort teilweise 200 km/h gefahren wird, weiß ich nicht, ob man das auch bogenschnell macht. Vermute nicht;
Genau.
Das deckt sich auch mit meinen Informationen & Kenntnissen.
Danke.
hab ich mir auch so gedacht
ICE-T-Fan, Samstag, 12.06.2010, 16:41 (vor 5883 Tagen) @ Henrik
ICE-T-Fan:
Ohne jetzt auf alle Details einzugehen, haben die Italiener und Spanier auch kein Problem mit dem Einsatz von Neigetechnik bei Geschwindigkeiten bis 220 km/h.
Also können wir diesen Satz ^^ wieder zurücknehmen, gut.
Warum? Zumindest in Schweden wir bogenschnell 200 km/h gefahren.
hab ich mir auch so gedacht
Henrik, Montag, 14.06.2010, 20:24 (vor 5881 Tagen) @ ICE-T-Fan
ICE-T-Fan:
Ohne jetzt auf alle Details einzugehen, haben die Italiener und Spanier auch kein Problem mit dem Einsatz von Neigetechnik bei Geschwindigkeiten bis 220 km/h.
Also können wir diesen Satz ^^ wieder zurücknehmen, gut.
Warum? Zumindest in Schweden wir bogenschnell 200 km/h gefahren.
Das widerspricht doch nicht meinem Satz. ^^
In Deinem Satz war nicht von Schweden die Rede. ;-)
Ist dem wirklich so? Wo genau?
Auf die Entgegnung von Benjamin.Keller ist Oscar (NL) nicht mehr eingegangen.
Oscar (NL)?
ICE-T-Fan, Dienstag, 15.06.2010, 15:57 (vor 5880 Tagen) @ Henrik
ICE-T-Fan:
Ohne jetzt auf alle Details einzugehen, haben die Italiener und Spanier auch kein Problem mit dem Einsatz von Neigetechnik bei Geschwindigkeiten bis 220 km/h.
Also können wir diesen Satz ^^ wieder zurücknehmen, gut.
Warum? Zumindest in Schweden wir bogenschnell 200 km/h gefahren.
Das widerspricht doch nicht meinem Satz. ^^In Deinem Satz war nicht von Schweden die Rede. ;-)
Ich meinte allgemein europäisches Ausland... ;-)
Ist dem wirklich so? Wo genau?Auf die Entgegnung von Benjamin.Keller ist Oscar (NL) nicht mehr eingegangen.
Musst du Oscar (NL) fragen.
Beleg?
Henrik, Mittwoch, 16.06.2010, 19:39 (vor 5879 Tagen) @ ICE-T-Fan
ICE-T-Fan:
Ohne jetzt auf alle Details einzugehen, haben die Italiener und Spanier auch kein Problem mit dem Einsatz von Neigetechnik bei Geschwindigkeiten bis 220 km/h.
Also können wir diesen Satz ^^ wieder zurücknehmen, gut.
Warum? Zumindest in Schweden wird bogenschnell 200 km/h gefahren.
Das widerspricht doch nicht meinem Satz. ^^In Deinem Satz war nicht von Schweden die Rede. ;-)
Ich meinte allgemein europäisches Ausland... ;-)
*hehe*
.... hast aber auch keine entsprechenden Belege geliefert.
Ist dem wirklich so? Wo genau?
Auf die Entgegnung von Benjamin.Keller ist Oscar (NL) nicht mehr eingegangen.
Musst du Oscar (NL) fragen.
hm. Wieso ich?
Du hattest Doch eine These aufgestellt.
Bin ein wenig Literatur durchgegangen, fand aber nirgends Hinweise darauf, dass die Schweden bei dem X 2000 auch bei 200 km/h aktive Neigetechnik einsetzen, um höhere Geschwindigkeiten fahren zu können.
Interessanter Artikel:
Ignacio Barron de Angoiti: Neigetechnik: Bisheriger Einsatz von Neigezügen in Europa als Beitrag zur Reisezeitverkürzung - Eisenbahntechnische Rundschau 47 (1998), H.8-9 S. 519...525
Beleg?
ICE-T-Fan, Mittwoch, 16.06.2010, 21:47 (vor 5879 Tagen) @ Henrik
Ich bin bisher noch nie außerhalb von Deutschland mit FV gefahren und habe keine eigenen Erfahrungswerte.
Beleg besser als Erfahrung
Henrik, Donnerstag, 17.06.2010, 20:24 (vor 5878 Tagen) @ ICE-T-Fan
Ich bin bisher noch nie außerhalb von Deutschland mit FV gefahren und habe keine eigenen Erfahrungswerte.
Achso.
Naja, ob das denn so viel bringen würde.
Ist im X2000 eine Geschwindigkeitsanzeige?
Wird die Neigung angezeigt und auch obs aus reinen Komfortgründen ist oder um schneller zu fahren...
Meine erste FV bzw. vielmehr HGV-Fahrt außerhalb Deutschlands hatte ich auch eher spät,
erst 1994, Madrid-Cordoba-Sevilla.
Hatte mich mit Bordpersonal unterhalten bzgl. Höchstgeschwindigkeit.
Doch genau Bescheid wussten die nicht - da wusste ich es doch besser.
X2: Komfortneigung
Sören Heise, Region Hannover, Donnerstag, 17.06.2010, 09:16 (vor 5878 Tagen) @ Henrik
Bin ein wenig Literatur durchgegangen, fand aber nirgends Hinweise darauf, dass die Schweden bei dem X 2000 auch bei 200 km/h aktive Neigetechnik einsetzen, um höhere Geschwindigkeiten fahren zu können.
Moin,
auf järnväg.net steht, daß die Neigetechnik beim X 2 rein aus Komfortgründen eingesetzt wird und es nicht gefährlich ist, in einem Zug mit ausgeschalteter Neigetechnik zu reisen: Bankningen finns endast för komfortens skull och det är inte farligt att åka i ett tåg där bankningen är avstängd.
/Sören
--
![[image]](https://up.picr.de/48317654tz.jpg)
Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr
X2: Komfortneigung
Henrik, Donnerstag, 17.06.2010, 20:13 (vor 5878 Tagen) @ Sören Heise
Bin ein wenig Literatur durchgegangen, fand aber nirgends Hinweise darauf, dass die Schweden bei dem X 2000 auch bei 200 km/h aktive Neigetechnik einsetzen, um höhere Geschwindigkeiten fahren zu können.
Moin,auf järnväg.net steht, daß die Neigetechnik beim X 2 rein aus Komfortgründen eingesetzt wird
Ah, Danke.
und es nicht gefährlich ist, in einem Zug mit ausgeschalteter Neigetechnik zu reisen
Ja.
In der Quelle die ich im vorherigen Posting lieferte ist zu lesen, dass die Schweden erheblich weniger Überhöhungsfehlbetrag zulässt (245) als hierzulande (300).
X2: Komfortneigung
Fabian318, Münster i. W., Donnerstag, 17.06.2010, 21:52 (vor 5878 Tagen) @ Henrik
In der Quelle die ich im vorherigen Posting lieferte ist zu lesen, dass die Schweden erheblich weniger Überhöhungsfehlbetrag zulässt (245) als hierzulande (300).
Die Grenzen für den Überhöhungsfehlbetrag liegen in Deutschland weitaus niedriger, etwa bei 150-180 mm, genaue Zahlen müsste ich nachschlagen.
X2: Komfortneigung
Henrik, Donnerstag, 17.06.2010, 23:12 (vor 5878 Tagen) @ Fabian318
In der Quelle die ich im vorherigen Posting lieferte ist zu lesen, dass die Schweden erheblich weniger Überhöhungsfehlbetrag zulässt (245) als hierzulande (300).
Die Grenzen für den Überhöhungsfehlbetrag liegen in Deutschland weitaus niedriger, etwa bei 150-180 mm, genaue Zahlen müsste ich nachschlagen.
Na, dann schlag mal nach....^^
Die 180 mm scheinst Du eher von der Überhöhung verwechselt zu haben (§ 6 EBO).
Bzgl. Überhöhungsfehlbetrag findet man was in § 40 (7) EBO,
es heißt dort:
"Der Überhöhungsfehlbetrag ist in Abhängigkeit von der Beschaffenheit des Oberbaus, von der Bauart der Fahrzeuge sowie von der Ladung und deren Sicherung festzulegen; er soll nicht größer sein als 150 mm."
Ja, da stehen die 150 mm. Der Zustimmungswert.
Der Ermessenswert, der Regelwert beträgt 130 mm.
So. Das gilt alles für normale Züge.
Hier geht es aber um Neigetechnik-Züge (achte auf die fette Formatierung oben),
und da erlaubt die DB AG bei den ICE-T und anderen einen Wert von 300 mm.
Das sind fahrzeugbezogene Werte.
Oder was meinst Du, wie die möglichen 197 km/h des "Berliner Bogens" im Wittenberger Bahnhof bei einem Radius von 1000 m und einer Überhöhung von 160 mm rechnerisch zustandekommen?
Formel steht im obigen Absatz der EBO.
X2: Komfortneigung
Fabian318, Münster i. W., Donnerstag, 17.06.2010, 23:21 (vor 5878 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von Fabian318, Donnerstag, 17.06.2010, 23:22
Na, dann schlag mal nach....^^
So, du meinst den Überhöhungsfehlbetrag direkt für Neigetechnikzüge - ich ging davon aus, dass du den "normalen" Überhöhungsfehlbetrag meinst.
Gefährlich im Sinne von einer Entgleisungsgefahr sollte es in Deutschland übrigens auch nicht sein, bogenschnell bei ausgeschalteter Neigetechnik zu fahren.
Formel steht im obigen Absatz der EBO.
Bei der Formel müsste V statt v stehen, schließlich soll ja die Geschwindigkeit in km/h und nicht in m/s eingesetzt werden ;-) Des Weiteren ist mir die Formel selbstverständlich bekannt.
X2: Komfortneigung
Henrik, Donnerstag, 17.06.2010, 23:41 (vor 5878 Tagen) @ Fabian318
Na, dann schlag mal nach....^^
So, du meinst den Überhöhungsfehlbetrag direkt für Neigetechnikzüge - ich ging davon aus, dass du den "normalen" Überhöhungsfehlbetrag meinst.
Ja, in der Quelle geht es nur um Neigetechnikzüge.
Gefährlich im Sinne von einer Entgleisungsgefahr sollte es in Deutschland übrigens auch nicht sein, bogenschnell bei ausgeschalteter Neigetechnik zu fahren.
gewiss.
Geschwindigkeitsformel
ICE-T-Fan, Donnerstag, 17.06.2010, 23:22 (vor 5878 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von ICE-T-Fan, Donnerstag, 17.06.2010, 23:24
v² = r/11,8*(u+uf)
Wenn man jetzt von v = 197 km/h = 54,72 m/s und r = 1000 m zurückrechnet, kommt man für (u+uf) auf :
54,72²m²/s² * 11,8 / 1000m = 35,335 m/s² (die Einheit ist natürlich Blödsinn, kommt aber dabei heraus, weil ich die Einheit der Konstanten 11,8 nicht kenne.)
Ist jetzt die Frage wie man von 35,335 auf u und uf kommt.
Geschwindigkeitsformel
Fabian318, Münster i. W., Donnerstag, 17.06.2010, 23:26 (vor 5878 Tagen) @ ICE-T-Fan
bearbeitet von Fabian318, Donnerstag, 17.06.2010, 23:29
v² = r/11,8*(u+uf)
Wenn man jetzt von v = 197 km/h = 54,72 m/s und r = 1000 m zurückrechnet, kommt man für (u+uf) auf :
54,72²m²/s² * 11,8 / 1000m = 35,335 m/s² (die Einheit ist natürlich Blödsinn, kommt aber dabei heraus, weil ich die Einheit der Konstanten 11,8 nicht kennt)
Ist jetzt die Frage wie man von 35,335 auf u und uf kommt.
Du musst für V die Geschwindigkeit in km/h einsetzen!
u0 = 11,8 V²/r ->
u0 = 11,8 197²/1000 = 457,9 mm
uf = u0 - u ->
uf = 457,9 - 160 = 297,6 mm!
(die Einheit ist natürlich Blödsinn, kommt aber dabei heraus, weil ich die Einheit der Konstanten 11,8 nicht kennt)
u / s = a / g und a = v²/r (diesmal v = m/s!)
=> u/s = v²*g / r
=> u = s*v²*g / r
Da jetzt nur noch s = 1500 mm, g = 9,81 m/s² und v² in V² umwandeln, schon kommt als Konstante 11,8 raus. Die Einheiten in der Rechnung lässt man übrigens immer am besten weg, weil es dann sonst nie passt. Die Formeln sind einfach so gebastelt, dass es zum Schluss schon stimmt...
Geschwindigkeitsformel
ICE-T-Fan, Donnerstag, 17.06.2010, 23:42 (vor 5878 Tagen) @ Fabian318
v² = r/11,8*(u+uf)
Wenn man jetzt von v = 197 km/h = 54,72 m/s und r = 1000 m zurückrechnet, kommt man für (u+uf) auf :
54,72²m²/s² * 11,8 / 1000m = 35,335 m/s² (die Einheit ist natürlich Blödsinn, kommt aber dabei heraus, weil ich die Einheit der Konstanten 11,8 nicht kennt)
Ist jetzt die Frage wie man von 35,335 auf u und uf kommt.
Du musst für V die Geschwindigkeit in km/h einsetzen!
Darauf wäre ich nie gekommen, weil das ja von den Einheiten überhaupt nicht passt ;)
u0 = 11,8 V²/r ->
u0 = 11,8 197²/1000 = 457,9 mm
d.h. die Konstante 11,8 hat dann die lustige Einheit Meter*Millimeter*Stunde²/Kilometer² *gg*
uf = u0 - u ->
uf = 457,9 - 160 = 297,6 mm!
Ok, das leuchtet ein.
(die Einheit ist natürlich Blödsinn, kommt aber dabei heraus, weil ich die Einheit der Konstanten 11,8 nicht kennt)
u / s = a / g und a = v²/r (diesmal v = m/s!)=> u/s = v²*g / r
=> u = s*v²*g / r
Oh, auch interessant, auch wenn ich gerade keinen Plan habe, wofür die Größenkürzel stehen.. außer a für Beschleunigung, v für Geschwindigkeit und r für Radius.
Da jetzt nur noch s = 1500 mm, g = 9,81 m/s² und v² in V² umwandeln, schon kommt als Konstante 11,8 raus.
Also 11,8 mm*h²/km²*m = 1500mm / 9,81m/s² / 3,6²(km/h)²/(m/s)².
Genau genommen müsste die Konstante dann aber 11,7982 lauten *gg*
Die Einheiten in der Rechnung lässt man übrigens immer am besten weg, weil es dann sonst nie passt. Die Formeln sind einfach so gebastelt, dass es zum Schluss schon stimmt...
Guter Physik würde das niemals machen, da Einheiten immer der Plausibilitätsprüfung dienen. Schon so manches mal habe ich Rechenfehler dadurch aufgedeckt, dass ich die Einheiten verglichen habe ;)
Siehe Beispiel der Konstante, dessen Einheit erst durch den Vergleich mit den anderen Einheiten ersichtlich wird.
Einheiten stehen in der EBO mit bei
Henrik, Freitag, 18.06.2010, 00:07 (vor 5877 Tagen) @ ICE-T-Fan
v² = r/11,8*(u+uf)
Du musst für V die Geschwindigkeit in km/h einsetzen!
Darauf wäre ich nie gekommen, weil das ja von den Einheiten überhaupt nicht passt ;)
Ich wollte erst den Gesetzestext mit verlinken,
konnte mich nur nich entscheiden zwischen
http://www.gesetze-im-internet.de/ebo/__40.html
und
http://www.wedebruch.de/gesetze/betrieb/ebo2.htm#para40
Es steht drunter:
v = Geschwindigkeit in km/h
r = Bogenradius in m
u = Überhöhung in mm
uf = Überhöhungsfehlbetrag in mm
Ich führte für das Beispiel ja auch die Werte in den Einheiten an.
Die Einheiten in der Rechnung lässt man übrigens immer am besten weg, weil es dann sonst nie passt. Die Formeln sind einfach so gebastelt, dass es zum Schluss schon stimmt...
Guter Physik würde das niemals machen, da Einheiten immer der Plausibilitätsprüfung dienen. Schon so manches mal habe ich Rechenfehler dadurch aufgedeckt, dass ich die Einheiten verglichen habe ;)Siehe Beispiel der Konstante, dessen Einheit erst durch den Vergleich mit den anderen Einheiten ersichtlich wird.
Wir sind hier ja auch nicht in der reinen theoretischen Physik, sondern in der angewandten, eben in der Naturwissenschaft, der Bauphysik / Fahrdynamik ;)
Geschwindigkeitsformel
Fabian318, Münster i. W., Freitag, 18.06.2010, 00:16 (vor 5877 Tagen) @ ICE-T-Fan
u0 = 11,8 V²/r ->
u0 = 11,8 197²/1000 = 457,9 mm
d.h. die Konstante 11,8 hat dann die lustige Einheit Meter*Millimeter*Stunde²/Kilometer² *gg*
Kann man da überhaupt vernünftig eine Einheit angeben? Denn ich meine, die 11,8 setzt sich ja sowohl aus s/g als auch aus der Umrechnung von m²/s² in km²/h² zusammen... Rückwärts gerechnet ergibt sich natürlich die Einheit ;-)
Oh, auch interessant, auch wenn ich gerade keinen Plan habe, wofür die Größenkürzel stehen.. außer a für Beschleunigung, v für Geschwindigkeit und r für Radius.
g ist die Erdbeschleunigung (= 9,81 m/s²) und s, da weiß ich nicht mehr genau, wie es heißt - jedenfalls etwas mehr als die Spurweite. s = 1500 mm - (Die Formeln gelten also nur für Normalspur!)
Guter Physik würde das niemals machen, da Einheiten immer der Plausibilitätsprüfung dienen. Schon so manches mal habe ich Rechenfehler dadurch aufgedeckt, dass ich die Einheiten verglichen habe ;)
Ja, man dreht sich das eben für den Praxisgebrauch so, dass man es gut benutzen kann :-)
hab ich mir auch so gedacht
ICE-T-Fan, Dienstag, 05.10.2010, 21:59 (vor 5768 Tagen) @ Henrik
ICE-T-Fan:
Ohne jetzt auf alle Details einzugehen, haben die Italiener und Spanier auch kein Problem mit dem Einsatz von Neigetechnik bei Geschwindigkeiten bis 220 km/h.
Also können wir diesen Satz ^^ wieder zurücknehmen, gut.
Nö -> http://ice-fanforum.de/index.php?id=84916 :D :P
Text nochmals überarbeitet...
ICE-TD, Freitag, 11.06.2010, 17:13 (vor 5884 Tagen) @ ICE-T-Fan
bearbeitet von ICE-TD, Freitag, 11.06.2010, 17:13
Warum z.B. kann man zwischen Berlin und Hamburg nicht einfach 250 statt 230 km/h fahren?
Antwort: Man könnte schon, nur weil die Fahrbahn und Oberleitung nur für 230 km/h ausgelegt ist und einige Kurvenradien nicht mehr zulassen, ist es nicht erlaubt. (Natürlich spielen noch weitere Dinge wie die Oberleitung, Schienenabstände und Bahnsteigdurchfahrten eine Rolle.)
Gesetz dem Fall, man hätte die Strecke exakt wie Berlin-Hannover ausgestattet, könnte man aber trotzdem nur 230 km/h fahren, weil die Kurvenradien nicht mehr zulassen, ohne die zulässige Querbeschleunigung zu überschreiten.
Mit Oberleitung und Kurvenradien hatte das wenig zu tun, von ein paar Kurven vielleicht abgesehen wären mit Sicherheit 250 km/h ohne Probleme möglich, die Oberleitung mußte eh neu gebaut werden für 230 km/h, da wären die Kosten für 250 km/h wohl nur geringfügig teurer gewesen.
Das Problem lag vielmehr an der Gesetzeslage, bei 250 km/h wäre es eine NBS gewesen mit ganz anderen Bau- und Planungsgrundlagen, beispielsweise hätten keine Bahnsteige an den durchgehenden Hauptgleisen sein dürfen. Wenn ich mich richtig erinnere, gab es für Berlin-Hamburg schon eine Ausnahmegenehmigung für 230 km/h, es mussten zusätzliche Reisendensicherungen auf den Bahnsteigen gebaut werden.
Bei einer Neubaustrecke hätte man das ganze Planungsprozedere durchlaufen müssen, der Bau wäre mit Sicherheit erst Jahre später fertig geworden.
Text nochmals überarbeitet...
ICE-T-Fan, Freitag, 11.06.2010, 18:11 (vor 5884 Tagen) @ ICE-TD
Das Problem lag vielmehr an der Gesetzeslage, bei 250 km/h wäre es eine NBS gewesen mit ganz anderen Bau- und Planungsgrundlagen, beispielsweise hätten keine Bahnsteige an den durchgehenden Hauptgleisen sein dürfen. Wenn ich mich richtig erinnere, gab es für Berlin-Hamburg schon eine Ausnahmegenehmigung für 230 km/h, es mussten zusätzliche Reisendensicherungen auf den Bahnsteigen gebaut werden.
Bei einer Neubaustrecke hätte man das ganze Planungsprozedere durchlaufen müssen, der Bau wäre mit Sicherheit erst Jahre später fertig geworden.
Danke für diese Aufklärung! Wiedermal tolle deutsche Verkehrspolitik :-/
Text nochmals überarbeitet...
Henrik, Freitag, 11.06.2010, 18:23 (vor 5884 Tagen) @ ICE-T-Fan
Das Problem lag vielmehr an der Gesetzeslage, bei 250 km/h wäre es eine NBS gewesen mit ganz anderen Bau- und Planungsgrundlagen, beispielsweise hätten keine Bahnsteige an den durchgehenden Hauptgleisen sein dürfen. Wenn ich mich richtig erinnere, gab es für Berlin-Hamburg schon eine Ausnahmegenehmigung für 230 km/h, es mussten zusätzliche Reisendensicherungen auf den Bahnsteigen gebaut werden.
Bei einer Neubaustrecke hätte man das ganze Planungsprozedere durchlaufen müssen, der Bau wäre mit Sicherheit erst Jahre später fertig geworden.
Danke für diese Aufklärung! Wiedermal tolle deutsche Verkehrspolitik :-/
Wie ist Dein Smily zu deuten?
Was hättest Du denn stattdessen gewollt?
Komplettes Abreißen sämtlicher Bahnsteigleise?
komplettes Abreißen sämtlicher Gleise mit anschließender Neutrassierung an selber Stelle, nur eben mit 50 cm mehr Gleismittenabstand, nebst neuen Weichen mit beweglichen Herzstücken, neuen Signalen etc. ?
Dann hätte es auch eine komplette NBS getan mit nicht viel anderer Fahrzeit ..... oder eben doch der TRansrapid mit halbierter Fahrzeit gegenüber heute.^^
Der "einfache" und doch komplizierte Ausbau der vorhandenen Strecke war ja eben Ergebnis der Verkehrspolitik vom Jahre 2000.
Text nochmals überarbeitet...
ICE-T-Fan, Freitag, 11.06.2010, 20:01 (vor 5884 Tagen) @ Henrik
Das Problem lag vielmehr an der Gesetzeslage, bei 250 km/h wäre es eine NBS gewesen mit ganz anderen Bau- und Planungsgrundlagen, beispielsweise hätten keine Bahnsteige an den durchgehenden Hauptgleisen sein dürfen. Wenn ich mich richtig erinnere, gab es für Berlin-Hamburg schon eine Ausnahmegenehmigung für 230 km/h, es mussten zusätzliche Reisendensicherungen auf den Bahnsteigen gebaut werden.
Bei einer Neubaustrecke hätte man das ganze Planungsprozedere durchlaufen müssen, der Bau wäre mit Sicherheit erst Jahre später fertig geworden.
Danke für diese Aufklärung! Wiedermal tolle deutsche Verkehrspolitik :-/
Wie ist Dein Smily zu deuten?
Mich stört die Tatsache, dass die meisten ICE Hamburg-Berlin am ITF mit 93-96 Minuten Fahrzeit vorbei schrammen, während irgendwelche Bürokratenhengste eine höhere Streckengeschwindigkeit verhindert haben.
Soweit ich ICE-TD verstanden habe, scheint es technisch grundsätzlich möglich zu sein 250 km/h zu fahren, wenn man ein paar zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen hätte.
Weitere Negativbespiele sind SFS NIM mit 62 min Fahrzeit oder SFS KRM mit 70 min Fahrzeit. Man baut die SFS nur für irgendwelche Prestige-Zeitgewinne, ohne irgendwie mal an den globalen Fahrplan zu denken... darum dieses Smily.
Text nochmals überarbeitet...
ICE-TD, Freitag, 11.06.2010, 20:13 (vor 5884 Tagen) @ ICE-T-Fan
Soweit ich ICE-TD verstanden habe, scheint es technisch grundsätzlich möglich zu sein 250 km/h zu fahren, wenn man ein paar zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen hätte.
Ganz so einfach wäre es mit Sicherheit nicht. Ich kenne mich mit der Bürokratie dafür nicht genau aus, ich weiß nicht ob trotz Nutzung der alten Trasse neue Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren notwendig geworden wären. Es wäre auf alle Fälle schwierig gewesen mit dem Nahverkehr auf der Strecke. Haltepunkte wären nicht möglich, an jedem Halt müßte ein Bahnhof mit Überholungsgleisen sein, denn nur an diesen dürften Bahnsteige sein. Es ging damals auch um eine möglichst zeitnahe Fertigstellung der Trasse, das wäre bei einer NBS nicht möglich gewesen. Ob ein solcher Aufwand für 20 km/h mehr gerechtfertigt ist bezweifle ich auch.
Text nochmals überarbeitet...
ICE-T-Fan, Freitag, 11.06.2010, 20:52 (vor 5884 Tagen) @ ICE-TD
bearbeitet von ICE-T-Fan, Freitag, 11.06.2010, 20:53
Naja wenn man eh eine NBS hätte bauen müssen, wäre im flachen Land wohl 300 km/h und eine Fahrzeit von knapp über einer Stunde drinnen gewesen, was auch wieder knapp an einer ITF-Zeit vorbei wäre. 250 km/h wäre ideale Streckengeschwindigkeit im Sinne des Fahrplanes mit Fahrzeit von 1h 20 min.
Text nochmals überarbeitet...
Henrik, Samstag, 12.06.2010, 03:48 (vor 5883 Tagen) @ ICE-T-Fan
Naja wenn man eh eine NBS hätte bauen müssen, wäre im flachen Land wohl 300 km/h und eine Fahrzeit von knapp über einer Stunde drinnen gewesen, was auch wieder knapp an einer ITF-Zeit vorbei wäre. 250 km/h wäre ideale Streckengeschwindigkeit im Sinne des Fahrplanes mit Fahrzeit von 1h 20 min.
Bei einer komplett neuen NBS mit v-max 300-330 km/h wäre man damaligen Untersuchungen zu Folge auf eine Fahrzeit von etwa 80-85 min gekommen.
Mit Deinen 250 km/h auf der heutigen bestehenden Trasse käme man vielleicht wohl auf 90-93 minuten, vermute ich mal.
Text nochmals überarbeitet...
ICE-T-Fan, Samstag, 12.06.2010, 16:35 (vor 5883 Tagen) @ Henrik
Naja wenn man eh eine NBS hätte bauen müssen, wäre im flachen Land wohl 300 km/h und eine Fahrzeit von knapp über einer Stunde drinnen gewesen, was auch wieder knapp an einer ITF-Zeit vorbei wäre. 250 km/h wäre ideale Streckengeschwindigkeit im Sinne des Fahrplanes mit Fahrzeit von 1h 20 min.
Bei einer komplett neuen NBS mit v-max 300-330 km/h wäre man damaligen Untersuchungen zu Folge auf eine Fahrzeit von etwa 80-85 min gekommen.Mit Deinen 250 km/h auf der heutigen bestehenden Trasse käme man vielleicht wohl auf 90-93 minuten, vermute ich mal.
Das schnellste was ich bisher auf der Strecke erlebt habe, waren 91 Minuten in einem ICE mit einer planmäßigen Fahrzeit von 90 min (Hbf zu Hbf).. d.h. also 1 Minute Verspätung. Ansonsten immer Verspätungen um die 5-10 min.
Mit 250 km/h müsste man ja dann doch eigentlich schneller sein oder?
Ich denke 85 min mit 250 km/h sind realistisch genauso wie 80 min mit 300 km/h.
Text nochmals überarbeitet...
Henrik, Samstag, 12.06.2010, 03:42 (vor 5883 Tagen) @ ICE-TD
Soweit ich ICE-TD verstanden habe, scheint es technisch grundsätzlich möglich zu sein 250 km/h zu fahren, wenn man ein paar zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen hätte.
Ganz so einfach wäre es mit Sicherheit nicht. Ich kenne mich mit der Bürokratie dafür nicht genau aus, ich weiß nicht ob trotz Nutzung der alten Trasse neue Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren notwendig geworden wären.
Die Fragestellung erinnert an den Bereich der Großtrappen auf NBS Hannover-Berlin ;-))
(in dem Beriech hat man einfach auf die "NBS" verzichtet und die bestehende Strecke ausgebaut (ABS^^), um sich das ganze womögliche endlose PFV zu ersparen.)
Also Raumordnung recht sicher nicht, wenn man nach wie vor sicher die selbe Trasse wählen wollte.
Planfeststellungsverfahren gewiss, ja, denke ich auch.
Es gab ja auch bei der aktuellen Planung Planfeststellungsverfahren, wenngleich diese nicht direkt mit der Trassenführung zu tun hatten.
Bei einer Neubaustrecke wäre die aktuelle Trasse dann aber doch eher ungeeignet und man würde doch raumordnerisch eine ganz andere Trasse suchen in einem anderen Korridor.
Es ging damals auch um eine möglichst zeitnahe Fertigstellung der Trasse, das wäre bei einer NBS nicht möglich gewesen. Ob ein solcher Aufwand für 20 km/h mehr gerechtfertigt ist bezweifle ich auch.
Das "zeitnahe Fertigstellung" war zwar auch so ein politischer Wunsch, vor allem aus Hamburg, ließ sich aber dann ja doch nicht so verwirklichen wie es von einigen Bahn-Protagonisten versprochen wurde.
Die hauptsächliche (politische) Vorgabe war einfach:
- Ausbau der bestehenden Strecke
- keine Neubaustrecke
- v-max 230 km/h mit anschließendem Einsatz der ICE-T
- Fahrzeit 90 Minuten
- Investition von deutlich unter 1 Mrd DM
Eine NBS (ob nun Rad/Schiene oder TR) war einfach politisch nicht gewollt.
Der Transrapid wäre ja nicht sehr wesentlich später fertiggestellt worden als nun die ABS.
Text nochmals überarbeitet...
naseweiß, Freitag, 11.06.2010, 21:07 (vor 5884 Tagen) @ ICE-T-Fan
Mich stört die Tatsache, dass die meisten ICE Hamburg-Berlin am ITF mit 93-96 Minuten Fahrzeit vorbei schrammen, während irgendwelche Bürokratenhengste eine höhere Streckengeschwindigkeit verhindert haben.
Aber vom ITF ist man doch auch sonst weit entfernt. Mit der Berliner Stadtbahn ist kein ITF-Knoten in Berlin Hbf möglich, auch Hamburg Hbf ist ein Engpass.
Weitere Negativbespiele sind SFS NIM mit 62 min Fahrzeit oder SFS KRM mit 70 min Fahrzeit. Man baut die SFS nur für irgendwelche Prestige-Zeitgewinne, ohne irgendwie mal an den globalen Fahrplan zu denken... darum dieses Smily.
Die KRM bietet doch wunderbares Potential zur Verbindung zweier 00/30er-Knoten in Köln und Frankfurt, wenn man dazwischen durchfährt. Es bräuchte nur eine Beschleunigung von Frankfurt Hbf - F-Flughafen-Fernbf. Davon würden sowieso quasi dutzende Nah- und Fernverkehrs-Linien profitieren. Im Rahmen von Rhein-Main-Plus bzw. der NBS nach Mannheim soll ja Stadion zum Glück noch weiter umgebaut werden, dazu kommt eine neue Mainbrücke.
Auf der NIM beträgt die Fahrzeit zwischen Nürnberg und Ingolstadt wunderbarerweise 27 min, wenn man den ICE-3 zur Hand hat. Zwischen Ingolstadt und München sind es 37 min, bzw. auf der Gesamtstrecke ohne Ingolstadt 62 min. Und der 200-km/h-Ausbau zwischen Rohrbach und Petershausen steht noch an. Das bringt wohl 3 min. Dann ist die Fahrzeit ohne Ingolstadt schon bei 59 min und annähernd ITF-kompatibel. Leider nicht mit Halt in Ingolstadt. Grundsätzlich könnte man sich zwischen Ingolstadt und Rohrbach was einfallen lassen.
Text nochmals überarbeitet...
Henrik, Samstag, 12.06.2010, 03:11 (vor 5883 Tagen) @ ICE-T-Fan
Das Problem lag vielmehr an der Gesetzeslage, bei 250 km/h wäre es eine NBS gewesen mit ganz anderen Bau- und Planungsgrundlagen, beispielsweise hätten keine Bahnsteige an den durchgehenden Hauptgleisen sein dürfen. Wenn ich mich richtig erinnere, gab es für Berlin-Hamburg schon eine Ausnahmegenehmigung für 230 km/h, es mussten zusätzliche Reisendensicherungen auf den Bahnsteigen gebaut werden.
Bei einer Neubaustrecke hätte man das ganze Planungsprozedere durchlaufen müssen, der Bau wäre mit Sicherheit erst Jahre später fertig geworden.
Danke für diese Aufklärung! Wiedermal tolle deutsche Verkehrspolitik :-/
Wie ist Dein Smily zu deuten?
Mich stört die Tatsache, dass die meisten ICE Hamburg-Berlin am ITF mit 93-96 Minuten Fahrzeit vorbei schrammen, während irgendwelche Bürokratenhengste eine höhere Streckengeschwindigkeit verhindert haben.
ähm, ITF beim ICE? Beim Fernverkehr? Das eine passt doch nicht zum anderen, mal vom Hinweis von naseweiß bzgl. B-Hbf & HH-Hbf ganz zu schweigen.
Deine "Bürokratenhengste" haben nicht höhere Geschwindigkeiten verhindert, sondern sie haben mit sehr hohen Anstrengungen, zahlreichen Kompromissen und Ausnahmeregelungen überhaupt Geschwindigkeiten von über 200 km/h auf der Ausbaustrecke ermöglicht.
Soweit ich ICE-TD verstanden habe, scheint es technisch grundsätzlich möglich zu sein 250 km/h zu fahren, wenn man ein paar zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen hätte.
Das hast Du ihn und die Grundsätze der ABS komplett missverstanden.
Das ist grundsätzlich technisch einfach nicht möglich, nicht realisierbar, nicht durchführbar, nicht verantwortbar.
Weitere Negativbespiele sind SFS NIM mit 62 min Fahrzeit oder SFS KRM mit 70 min Fahrzeit. Man baut die SFS nur für irgendwelche Prestige-Zeitgewinne, ohne irgendwie mal an den globalen Fahrplan zu denken... darum dieses Smily.
Nein. Man baut die NBS um auch "global" für Fahrzeitverkürzungen und vor allem zusätzliche Kapazitäten zu sorgen, wenn Du so willst.
Bei beiden Neubaustrecken waren die Ziele "knapp 60 min" bzw. "unter 60 min".
Auf Köln-Rhein/Main wird noch am Knoten Köln gearbeitet und im Süden ist südlich von Ingolstadt noch nicht alles abgeschlossen.
ITF zählt im Fernverkehr wahrlich nichts. Das "unter 60 min" ist reines Prestige, Werbesache.
Genauso auch jetzt bei der ABS HH-B.
Einst wurden mit 90, dann mit 93 min gelockt, dann mit 95 min geworben.
Nun sinds ein paar wenige mit 96 und 97 min und sonst eher 99 & 100 min.
Text nochmals überarbeitet...
ICE-T-Fan, Samstag, 12.06.2010, 16:40 (vor 5883 Tagen) @ Henrik
ITF zählt im Fernverkehr wahrlich nichts. Das "unter 60 min" ist reines Prestige, Werbesache.
Und deswegen ist der deutsche Fernverkehr Müll, weil man auf manchen Relationen große Wartezeiten beim Übergang von und zum Nahverkehr hat, der in kleinen Bereich schon in einem ITF fährt.
Ich brauche selbst mit dem ICE von mir zu Hause bis an die Ränder Deutschland länger als mit dem Auto, weil einfach zuviele Wartezeiten und knapp verpasste Anschlüsse vorhanden sind.
Zum ITF
Jörg, Sonntag, 13.06.2010, 13:45 (vor 5882 Tagen) @ ICE-T-Fan
Ich verstehe nicht wieso ihr auf einer Neubaustrecke wie Frankfurt - Köln den ITF fordert. Wenn man da ITF konforme Fahrzeiten fahren könnte dann wäre das nur bei einem Zug pro Stunde und Richtung möglich! Tatsächlich sind es aber etwa fünf Züge pro Stunde und Richtung.
Und das mit dem Anschluß an den Nahverkehr stimmt auch nicht. Wäre dem so dann bräuchte man im Frankfurter S-Bahntunnel ca. 16 Gleise. Schließlich sollte die S-Bahn ja auch ITF konform fahren. Auf gut deutsch die Kosten für eine Infrastruktur um überall in Deutschland ITF Fahrzeiten anzubieten sind einfach zu hoch.
Fazit:
ITF ist etwas für Altbaustrecken auf denen ein bis zwei Personenzüge pro Stunde und Richtung unterwegs sind und in den restlichen Minuten einer Stunde Güterzüge verkehren können.
Auf allen anderen Strecken ist es schlecht für die Auslastung.
Zum ITF
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Sonntag, 13.06.2010, 14:24 (vor 5882 Tagen) @ Jörg
Ich verstehe nicht wieso ihr auf einer Neubaustrecke wie Frankfurt - Köln den ITF fordert.
Ich schon.
Auch die Rennbahn K-F ist Bestandteil des ganzen deutschen Netzes.
Klar, es fahren etwas andere Züge drüber als auf die Rechtsrheinische, aber immerhin möchte Otto Fernbahnfahrer in Köln oder Mainport genauso gut funktionierende Anschlüsse als Lisa Regiobahnfahrerin in etwa Bonn Beuel.
Allerdings wird das auf der Rennbahn K-F aus folgende Gründen erschwert:
1. eingeschränkte Kapazität von Köln Hbf, "Köln ICE" und Frankfurt Flughafen.
2. einzelne Züge befahren die Kölner Flughafenschleife. Diese kann man nicht in einem ITF einpassen.
3. einzelne Züge halten zusätzlich in SU, MT und LM. Für einen ITF musste man also die Systemzeit an dem langsamsten Zug anpassen. Das ist aber für DB im Sache "ICE International" wohl unbespechbar.
Eine Verbesserung wäre die Aufteilung der Linie 41 in 41a und 41b, wobei MT und LM abwechselnd bedient werden. Dann entstehen gleiche Fahrzeiten Köln-Mainport. In der heutigen Situation gibt es zweistündlich "schnelle" ICEs (mit denen man bestimmte Anschlüsse noch erreicht) und zweistündlich "langsame" ICEs (mit denen man bestimmte Anschlüsse gerade verpasst).
Wenn man da ITF konforme Fahrzeiten fahren könnte dann wäre das nur bei einem Zug pro Stunde und Richtung möglich!
Nichtdestotrotz hat man in Basel, Bern und Zürich sowohl um '00 als um '30 ITF-konforme Zeiten...
Tatsächlich sind es aber etwa fünf Züge pro Stunde und Richtung.
Etwa fünf?
1. Linie 42/43 Köln-Mannheim, abwechselnd nach München und Basel
2. Linie 41 "Köln ICE"-Nürnberg-München, wobei einzelne Züge in Köln Hbf beginnen, einzelne Züge via die Airportschleife fahren, einzelne Züge extra in MT und LM halten.
3. Linie 49/78/79, also der K-F Shuttle und die ICE International von/nach Amsterdam und Brüssel.
4. ...?
5. ...?
Die Zeiten, in der man noch zweistündlich von Münster via "Köln ICE" nach Frankfurt v.v. und von Köln via Wiesbaden nach Stuttgart fahren konnte, sind leider vorbei.
Und das mit dem Anschluß an den Nahverkehr stimmt auch nicht. Wäre dem so dann bräuchte man im Frankfurter S-Bahntunnel ca. 16 Gleise. Schließlich sollte die S-Bahn ja auch ITF konform fahren.
Bei einem ITF braucht man nicht jede einzelne Linie abzudecken, sondern nur die wichtigsten.
Bei uns in Eindhoven fahren um '00 und '30 doch auch keine RB nach Den Bosch und Deurne? Die fahren ja zusammen mit dem IC nach Schiphol um '15 und '45.
Dass man für eine Reise Utrecht - Helmond Brandevoort 15 Minuten in Eindhoven rumsteht, wird in Kauf genommen. Dafür gibt es dann in Utrecht 15 Minuten später einen IC, der in Eindhoven diesen Anschluß darstellt.
ITF ist etwas für Altbaustrecken [1] auf denen ein bis zwei Personenzüge pro Stunde und Richtung unterwegs sind [2] und in den restlichen Minuten einer Stunde Güterzüge verkehren können [3].
Vielleicht kann "Ernst", "Jonas (CH)" oder "Alphorn (CH)" Dir mal erklären, was die Schweizer falsch gemacht haben.
Nach meiner Kenntnisstand verkehren auf der Neubaustrecke [1] Bern-Olten um '00 und '30 jeweils 3 Fernzüge nacheinander [2]. Macht also 6 Züge pro Stunde.
Güterzüge verkehren dort nicht, obwohl durchaus Raum dafür besteht [3].
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Zum ITF
naseweiß, Sonntag, 13.06.2010, 16:58 (vor 5882 Tagen) @ Oscar (NL)
Ein ITF mit 30-min-Takt wäre doch ganz einfach!
Nötige Fahrzeiten:
- Mannheim - Frankfurt 00:26 h (mit Ried-NBS sollte das passen)
- Frankfurt - Köln 00:56 (kein Halt in F-Flughafen, Fahrzeit wirklich knapp bemessen!)
- Mannheim - F-Flughafen - Siegburg - Köln 01:20 h (mit Ried-NBS sollte das locker passen)
Mannheim Hbf ab: 02'/32' nach Frankfurt, 05'/35' nach Köln
Frankfurt Hbf an: 28'/58' aus Mannheim und* Köln
Frankfurt Hbf ab: 02'/32' nach Mannheim und* Köln
Halt F-Flughafen für Mannheim-Köln 28'-30'/58'-00'
Halt Siegburg für Mannheim-Köln 08'-10'/38'-40'
Köln Hbf an: 25'/55' aus Mannheim, 28'/58' aus Frankfurt
Extra "Westerwaldshuttle RE-300" dazwischen, die in F-Flughafen, Limburg, Montabaur, Siegburg (und K-Flughafen?) halten und nur zwischen Frankfurt und Köln pendeln.
* Die Strecke Frankfurt-Hbf - Abzw. Mannheim/F-Flughafen müsste also viergleisig (allein für Fern-/Regionalverkehr, S-Bahn extra) sein.
Zum ITF
naseweiß, Sonntag, 13.06.2010, 17:36 (vor 5882 Tagen) @ naseweiß
So, war ich etwas zu voreilig, denn es gibt folgende alte Idee: Die 56 min für Frankfurt-Köln sollten dann schaffbar sein, wenn man die Regionalzugstrecke über F-Höchst für 160-200 km/h ausbaut und bei Eddersheim eine weitere Auffahrt auf die KRM baut, also quasi ein Nord-Bypass von F-Flughafen. Dann braucht man über F-Niederrad nicht sechsgleisig ausbauen und über die benannten Auffahrt bei Eddersheim + Wallauer Spange könnten nebenbei die RE Frankfurt-Wiesbaden ordentlich beschleunigt werden!
Auch war ich zu voreilig, da es so sicher verständlicher ist:
![[image]](http://www.bilderhoster.net/safeforbilder/t9fndx5j.gif)
Zum ITF
Holger2, Sonntag, 13.06.2010, 18:13 (vor 5882 Tagen) @ naseweiß
Hallo,
auf vielen Strecken wäre der Halbstundentakt heute schon machbar:
zwischen Frankfurt und Göttingen:
1.1 ICE Frankfurt - Dresden mit Taktknoten in Fulda mit ICE München - Hamburg und
1.2 ICE München/Basel - Frankfurt - Berlin ergeben einen Halbstundentakt Frankfurt - Göttingen
zwischen Kassel und Hamburg:
2.1 ICE München - Hamburg und
2.2 IC Karlsruhe - Gießen - Hamburg mit Verstärkerzügen Göttingen - Hamburg
ergeben einen Halbstundentakt Göttingen - Hamburg
und außerdem fährt als Schnellverbindung:
3.1 ICE Stuttgart/Basel - Frankfurt - nonstop - Hannover - Hamburg
Selbiges wäre auf München - Stuttgart - Frankfurt/F. Flughafen möglich:
Für einen Halbstundentakt müsste der IC Salzburg - Frankfurt über Mannheim - Darmstadt, statt über Heidelberg - Darmstadt fahren
Der Rheintal - IC Stuttgart - Mainz - Hamburg müsste einen Schlenker über F. Flughafen machen.
Für einen Stundentakt Stuttgart - Heidelberg bleiben trotzdem genug IC: die Rheintal - IC und diverse Verstärkerfahrten zwischen Stuttgart und Heidelberg - Mannheim reichen dafür aus.
Holger
Fahrzeit F-K
Matze86, München, Montag, 14.06.2010, 08:54 (vor 5881 Tagen) @ naseweiß
- Frankfurt - Köln 00:56 (kein Halt in F-Flughafen, Fahrzeit wirklich knapp bemessen!)
Aber machbar!
Zum ITF
Holger2, Sonntag, 13.06.2010, 17:33 (vor 5882 Tagen) @ Oscar (NL)
Hallo,
ich verstehe überhaupt nicht, wieso Ihr ständig diesen ITF fordert. Alles, was wir brauchen, ist ein vernünftiger und schneller Takt auf den wichtigsten Linien. Ob dann der Anschluss sichergestellt ist, ist mir dann relativ egal. Da in den großen Ballungsräumen ohnehin meist mindestens 2 Züge pro Richtung und Stunde wegfahren, hält sich die Wartezeit meist in Grenzen.
Was wir nicht brauchen (aber leider haben):
Der IC aus Kassel - Gießen jagt den ICE nach Stuttgart gerade aus dem Bahnhof. Die Wartezeit beträgt dann eine dreiviertel Stunde - klar, dass meine Kollegen lieber mit dem Auto fahren.
Zwischen Stuttgart und München fahren zwar zwei IC(E) pro Stunde, aber sie fahren mit wenigen Minuten Abstand direkt hintereinander her. Das nützt niemandem etwas.
Die Strecke Dortmund - Hamburg wartet schon seit Jahrzehnten auf einen anständigen Ausbau.
Holger
Zum ITF
ICE-T-Fan, Sonntag, 13.06.2010, 18:24 (vor 5882 Tagen) @ Holger2
Hallo,
ich verstehe überhaupt nicht, wieso Ihr ständig diesen ITF fordert. Alles, was wir brauchen, ist ein vernünftiger und schneller Takt auf den wichtigsten Linien. Ob dann der Anschluss sichergestellt ist, ist mir dann relativ egal.
Und darum wärst du ein furchtbar schlechter Fahrplan-Ersteller ;)
Zum ITF
Holger2, Sonntag, 13.06.2010, 22:54 (vor 5882 Tagen) @ ICE-T-Fan
Hallo,
ich verstehe überhaupt nicht, wieso Ihr ständig diesen ITF fordert. Alles, was wir brauchen, ist ein vernünftiger und schneller Takt auf den wichtigsten Linien. Ob dann der Anschluss sichergestellt ist, ist mir dann relativ egal.
Und darum wärst du ein furchtbar schlechter Fahrplan-Ersteller ;)
besser als jetzt, allemal: Ankunft der Züge aus Richtung Gießen um :04, Abfahrt Richtung Mannheim - Stuttgart um :05. Dass so etwas nicht geht dürfte ja wohl klar sein.
Es geht nicht immer um Anschlüsse auf Teufel komm raus. Wenn 900 Fahrgäste Richtung München 15 Minuten langsamer werden, damit die 100 Fahrgäste nach Biberach einen besseren Anschluss haben, wie hier oft gefordert, ist das albern. Anschluss und Schnelligkeit müssen optimiert werden.
Diese Umklapperei am Flughafen Richtung Stuttgart verstehe ich auch nicht. Da gehen mindestens 15 Minuten bei drauf, das ist sowas von unattraktiv.
Dies war nur ein Beispiel, aber das ganze wird natürlich dadurch verständlich, dass die Deutsche Bahn viel mehr Rücksicht auf Güterverkehr und Nahverkehr nehmen muss, als andere Bahnen.
Trotzdem frage ich mich, was Güterverkehr auf der Strecke Frankfurt - Biblis - Mannheim verloren hat. Dieser gehört über Worms oder Darmstadt umgeleitet.
Holger
Zum ITF
naseweiß, Montag, 14.06.2010, 00:00 (vor 5882 Tagen) @ Holger2
besser als jetzt, allemal: Ankunft der Züge aus Richtung Gießen um :04, Abfahrt Richtung Mannheim - Stuttgart um :05. Dass so etwas nicht geht dürfte ja wohl klar sein.
Dies war nur ein Beispiel, aber das ganze wird natürlich dadurch verständlich, dass die Deutsche Bahn viel mehr Rücksicht auf Güterverkehr und Nahverkehr nehmen muss, als andere Bahnen.
Das Beispiel ist doch denkbar ungeeignet.
1.) Der IC fuhr bis letztens eine halbe Stunde später, hatte also einen guten Anschluss an die ICE Berlin-München um 50' ab Frankfurt Hbf.
2.) Sein wichtigster Fernverkehrsanschluss im Süden war in Karlsruhe (also nicht in Frankfurt) noch gerade so die ICE Hamburg-Zürich zu erreichen, sonst wäre er nämlich nach dem 00er-Knoten Karlsruhe so ziemlich im nichts gelandet.
3.) Gießen-Frankfurt hat einen Halbstundentakt, wieso nicht die RE aus Kassel/Siegen nehmen, die guten Anschluss an die ICE um 50' bieten? Selbst der MHX, stündlich versetzt zum IC, hat einen guten Anschluss nach Stuttgart, nämlich an die IC nach München/Salzburg/Kärnten. Letztere fahren ja auch mit dem anfangs benannten IC im Stundentakt bis Heidelberg.
Trotzdem frage ich mich, was Güterverkehr auf der Strecke Frankfurt - Biblis - Mannheim verloren hat. Dieser gehört über Worms oder Darmstadt umgeleitet.
Wieso nix verloren? Auf den anderen beiden Hauptstrecken fährt übrigens auch schon genug Güterverkehr, besonders auf der Main-Neckar-Bahn. Die Rheinhessen-Strecke ist weniger gut geeigent. Mainz Hbf und Ludwigshafen Mitte/Mannheim Hbf wären Engpunkte. Hier fahren aber auf jedenfall die dutzenden Güterzüge zur BASF.
Diese Umklapperei am Flughafen Richtung Stuttgart verstehe ich auch nicht. Da gehen mindestens 15 Minuten bei drauf, das ist sowas von unattraktiv.
Wieso die gemacht wird, weiß ich nicht. Der ICE endet zumindest in Stuttgart und hat somit nicht mehr eine weite Strecke ab Frankfurt, er ist eher im Auslauf. Anscheinend ist die Strecke Flughafen-Mannheim-Stuttgart mit den Kölner Linien noch nicht ganz abgedeckt.
Gruß, naseweiß
Zum ITF
Holger2, Montag, 14.06.2010, 00:38 (vor 5881 Tagen) @ naseweiß
Das Beispiel ist doch denkbar ungeeignet.
1.) Der IC fuhr bis letztens eine halbe Stunde später, hatte also einen guten Anschluss an die ICE Berlin-München um 50' ab Frankfurt Hbf.
Was interessiert mich die Vergangenheit, die Geschichte ist mir sehr gut bekannt, da Betroffener. Fakt ist, dass man mit den IC aus Mittelhessen heute überhaupt keinen Anschluss mehr nach Süden hat.
2.) Sein wichtigster Fernverkehrsanschluss im Süden war in Karlsruhe (also nicht in Frankfurt) noch gerade so die ICE Hamburg-Zürich zu erreichen, sonst wäre er nämlich nach dem 00er-Knoten Karlsruhe so ziemlich im nichts gelandet.
Dumm nur, dass ein großer Teil dieser IC mittlerweile gar nicht mehr nach Karlsruhe fahren, sondern bereits vorher verenden. Und wofür bitte soll der Anschluss in Karlsruhe sein? Damit die Wiesloch - Walldörfer und Bruchsaler schneller nach Offenburg und Freiburg kommen? Na prima, 100 Leute müssen also warten, damit ein Fahrgast seinen optimierten ITF hat.
3.) Gießen-Frankfurt hat einen Halbstundentakt, wieso nicht die RE aus Kassel/Siegen nehmen, die guten Anschluss an die ICE um 50' bieten? Selbst der MHX, stündlich versetzt zum IC, hat einen guten Anschluss nach Stuttgart, nämlich an die IC nach München/Salzburg/Kärnten. Letztere fahren ja auch mit dem anfangs benannten IC im Stundentakt bis Heidelberg.
Der o.g. RE fährt halt leider nur alle 2h, so dass es einen 30/90 - Hinketakt gibt. Und wenn Du jetzt aus Marburg und nicht aus Gießen kommst, nützt Dir dieser MHX auch nur noch alle 2h etwas, und nur, wenn Du mit einer S - Bahn in allen Käffern zwischendrin anhalten möchtest.
Trotzdem frage ich mich, was Güterverkehr auf der Strecke Frankfurt - Biblis - Mannheim verloren hat. Dieser gehört über Worms oder Darmstadt umgeleitet.
Wieso nix verloren? Auf den anderen beiden Hauptstrecken fährt übrigens auch schon genug Güterverkehr, besonders auf der Main-Neckar-Bahn. Die Rheinhessen-Strecke ist weniger gut geeigent. Mainz Hbf und Ludwigshafen Mitte/Mannheim Hbf wären Engpunkte. Hier fahren aber auf jedenfall die dutzenden Güterzüge zur BASF.
Blödsinn, im Vergleich zur Belastung der Strecke Waldhof - Groß-Gerau ist das alles nichts. Insbesondere der große Geschwindigkeitsunterschied aller Züge mindert die Streckenkapazität.
Diese Umklapperei am Flughafen Richtung Stuttgart verstehe ich auch nicht. Da gehen mindestens 15 Minuten bei drauf, das ist sowas von unattraktiv.
Wieso die gemacht wird, weiß ich nicht. Der ICE endet zumindest in Stuttgart und hat somit nicht mehr eine weite Strecke ab Frankfurt, er ist eher im Auslauf. Anscheinend ist die Strecke Flughafen-Mannheim-Stuttgart mit den Kölner Linien noch nicht ganz abgedeckt.
Die Fahrgäste stapeln sich in den Direkt - ICEs, die um :50 losfahren, der Umklapp - ICE um :05 ist dann längst nicht mehr so voll, wer will schon 15 Minuten länger warten und dann noch 15 Minuten länger brauchen. Aber ich scheine das Schicksal 1000er anderer Menschen zu teilen, dass ich mich halt zu 100% auf einer Auslaufstrecke bewege.
Gruß, naseweiß
Holger
Zum ITF
ICE-T-Fan, Montag, 14.06.2010, 00:45 (vor 5881 Tagen) @ Holger2
Das Beispiel ist doch denkbar ungeeignet.
1.) Der IC fuhr bis letztens eine halbe Stunde später, hatte also einen guten Anschluss an die ICE Berlin-München um 50' ab Frankfurt Hbf.
Wie passt diese Aussage mit
2.) Sein wichtigster Fernverkehrsanschluss im Süden war in Karlsruhe (also nicht in Frankfurt) noch gerade so die ICE Hamburg-Zürich zu erreichen, sonst wäre er nämlich nach dem 00er-Knoten Karlsruhe so ziemlich im nichts gelandet.
Dumm nur, dass ein großer Teil dieser IC mittlerweile gar nicht mehr nach Karlsruhe fahren, sondern bereits vorher verenden. Und wofür bitte soll der Anschluss in Karlsruhe sein? Damit die Wiesloch - Walldörfer und Bruchsaler schneller nach Offenburg und Freiburg kommen? Na prima, 100 Leute müssen also warten, damit ein Fahrgast seinen optimierten ITF hat.
dieser zusammen?
Einmal sagst du, dass die IC keinen Anschluss haben und dann beschwerst du dich über den Anschluss in Karlsruhe?
Zum ITF
Holger2, Montag, 14.06.2010, 01:02 (vor 5881 Tagen) @ ICE-T-Fan
Wie passt diese Aussage mit
dieser zusammen?
Ich kann dazu nur sagen, dass die IC - Züge in Karlsruhe fast leer sind, in Frankfurt hingegen noch sehr voll, mit vielen Umsteigern. Übrigens passen die Anschlüsse in Karlsruhe seit dem Fahrplanwechsel auch nicht mehr..
Viel Grotesker ist die Situation jedoch zwischen Frankfurt und Mannheim.
Der erste ICE fährt um :50, in den alle Fahrgäste nach Mannheim steigen, die sich bis dahin angesammelt haben und darüberhinaus alle Fahrgäste nach Basel und Stuttgart. Der nächste ICE fährt teilweise um :01 nach Paris über Mannheim und dann um :05 nach Mannheim und Stuttgart / Zürich. Dann passiert 45 Minuten gar nichts. Also drei ICE innerhalb von 15 Minuten und dann kein ICE innerhalb von 45 Minuten -> TOLL!
Zum ITF
naseweiß, Montag, 14.06.2010, 19:16 (vor 5881 Tagen) @ Holger2
bearbeitet von naseweiß, Montag, 14.06.2010, 19:19
ICE-T-Fan:
Wie passt diese Aussage mit
dieser zusammen?
Holger2:
Ich kann dazu nur sagen, dass die IC - Züge in Karlsruhe fast leer sind, in Frankfurt hingegen noch sehr voll, mit vielen Umsteigern. Übrigens passen die Anschlüsse in Karlsruhe seit dem Fahrplanwechsel auch nicht mehr..
Ich meinte, der vergleichsweise wichtigste Anschluss war früher der in Karlsruhe zu den ICE nach Basel, die noch kurz nach dem 00er-Knoten fuhren. Sonst wäre der IC in Karlsruhe, nachdem er ja nicht mehr IR war und bis Konstanz weiterfuhr und so eher Anschlüsse nach dem 00er-Knoten aufgenommen hat, eben ohne wichtige Anschlüsse verendet. Sprich der Zug wäre im Abschnitt Heidelberg-Karlsruhe wohl richtig leer gewesen.
In Karlsruhe sollten die Anschlüsse nun eigentlich gut passen. Die Anbindung von Darmstadt, Bensheim, Weinheim, Heidelberg, Walldorf-Wiesloch, Bruchsal an Karlsruhe und den Knoten dort kann den IC wohl nicht so ganz füllen, das ist eben auch nahe des Linienendes.
Holger2:
Viel Grotesker ist die Situation jedoch zwischen Frankfurt und Mannheim.
Der erste ICE fährt um :50, in den alle Fahrgäste nach Mannheim steigen, die sich bis dahin angesammelt haben und darüberhinaus alle Fahrgäste nach Basel und Stuttgart. Der nächste ICE fährt teilweise um :01 nach Paris über Mannheim und dann um :05 nach Mannheim und Stuttgart / Zürich. Dann passiert 45 Minuten gar nichts. Also drei ICE innerhalb von 15 Minuten und dann kein ICE innerhalb von 45 Minuten -> TOLL!
Diese 15/45-min-Takte sind in der Tat nicht optimal. Dass es nur an den Mischstrecken liegt, hier wären Fulda-Frankfurt-Mannheim, aber auch Offenburg-Basel und Stuttgart-Augsburg zu nennen, wage ich zu bezweifeln. Es gibt auch Mischstrecken, auf denen der Fernverkehr im ungefähren 30-min-Takt fährt: Würzburg-Nürnberg und Ingolstadt-München. Diese Struktur hat sich einfach über die Jahre so entwickelt, kleine Änderungen sind irgendwie eingepflogen worden. Z.B. erreichen die Mannheimer 30er-Knoten-ICE (abwechselnd Dortmund und Berlin) neben den Karlsruher und Freiburger 00er-Knoten den Baseler selbigen. Die Hamburger ICE fuhren in den 90er jahren, als der eben benannte Stundentakt noch von ICs aus NRW bedient wurde, noch um 30 min versetzt dazu. Nun wurden sie aber vorverlegt, dass sie den Baseler 00er-Knoten gerade so erreichen und nach Zürich durchgebunden werden könnten. Mittlerweile wäre das dank Schweizer 30-min-Takt aber auch vom 30er-Knoten aus möglich.
Wie dem auch sei: Der Fahrplan ist von vielen kleinen und größeren Randbedingungen geprägt, es gibt aber kein übergreifendes Gesamtkonzept. Es wird zu gerne Herumgewurschtelt und an kleinen Stellen optimiert wobei dann wieder anderes vernachlässigt wird. ITF würde dagegen bedeuten, dass man ein Konzept hat, dass in der Summe mehr Vorteile als Nachteile bringt. Genau die Verlegung des ICs Hamburg-Karlsruhe um 30 min ist für mich ein Beispiel, wie heute ziemlich planlos rumgedoktert wird.
ITF-Knoten Ulm
naseweiß, Montag, 14.06.2010, 19:57 (vor 5881 Tagen) @ naseweiß
Zum dem Beispiel "Bieberach" von Holger2:
Ein ITF-Konzept würde bedeuten, dass man so ausbaut, dass die Optimierung sowohl im Bezug auf Gesamtfahrzeiten, als auch auf den ITF geschieht.
Konkret, mit der bestehenden Kraichgau-NBS (Mannheim-Stuttgart), mit Stuttgart-21 (3-5 min Fahrzeitvorteil?), mit der Alb-NBS (Stuttgart-Ulm), selbst mit Fahrzeugen der Leistungsklasse eines ICE-3 wird es nicht möglich sein Mannheim-Ulm in 1 h Knotenzeit 56-58 min Fahrzeit zu schaffen. Ich würde sagen: 33 min (heutige 35 min - 2 min wegen Stuttgart-21) + 4 min + 28 min (sind immer von seiten der DB zu hören) = 65 min.
Ohne Stuttgart-21 aber mit Alb-NBS (man soll die Hoffnung nicht aufgeben!), dagegen aber mit Fahrzeuge der Leistungsklasse eines ICE-1, sind es wohl eher: 37 min + 4 min + 33 min = 74 min.
Die Vorgehendsweise für den ITF wäre nun:
- Entweder ich baue wirklich für die Knotenzeit 1 h aus, also 300er-Strecken und auch direkt durch Stuttgart, Stuttgart-21 lässt die Lücke zwischen Feuerbach und Zuffenhausen und nimmt den Umweg die Fildern, und beschaffe genügend ICE-3 o.ä. für alle Linien, die hier im Takt fahren sollen.
- Oder ich baue für die Knotenzeit 1,5 h aus, Stuttgart als 15/45er-Knoten, was natürlich entsprechend weniger aufwändig und somit günstiger ist. Natürlich dauert so die Gesamtfahrzeit Mannheim-München länger als mit dem nun geplanten Ausbau. Aber, wo soll nicht bzw. kaum ausgebaut werden? - Zwischen Ulm und Augsburg! Die Mittel, die man zwischen Stuttgart und Ulm spart, könnte man dort, auf der Strecke nach Augsburg, einsetzen. Schließlich soll ja neben Ulm auch Augsburg 00/30er-Knoten bekommen, München folgte dann dank fast vollendeter 230er-ABS automatisch. Die Gesamtfahrzeit Mannheim-München wäre dann wieder so, wie sie durch die tatsächlich geplanten Ausbauten, nur auch Ulm bekäme den ITF-Vollknoten.
Gruß, Naseweiß
ITF-Knoten Ulm
ITF, Montag, 14.06.2010, 22:32 (vor 5881 Tagen) @ naseweiß
Die Fahrzeit Mannheim-Stuttgart ist tatsaechlich ein Problem. Im Moment ist die schnellste Fahrzeit 36 Minuten. Ich sehen nicht, wie man das auch 30 Minuten bringen koennte.
Die Loesung sehe ich darin, Mannheim nur als Sekundaerknoten auszubilden. Wichtig ist den Bypass fuer Mannheim zu bauen. Dann koennte sowohl Frankfurt Hbf als auch Frankfurt Flughafen - Stuttgart in 60 Minuten gefahren werden. Die Abschnitte Stuttgart-Ulm, Ulm-Augsburg und Augsburg-Muenchen sind ja ohnehin ideal mit 30 Minuten.
Mannheim wuerde ebenfalls ein Knoten werden, mit 30 Minuten Fahrzeiten von Frankfurt Flughafen, Frankfurt Hbf, Karlsruhe und 60 Minuten von Mainz und Saarbruecken.
Der Abschnitt Mannheim-Stuttgart wuerde natuerlich ebenfalls Halbstuendlich bedient. Ein Zug davon wuerde in Stuttgart ca. 15 Minuten vor dem Knoten enden. Der andere Zug fuehre dann von Stuttgart vor dem Knoten weiter Richtung Muenchen. Das waere auch kein Problem, denn es gaebe ja noch zusaetzlich die halbstuendlichen Knotenzuege.
ITF-Knoten Ulm
naseweiß, Dienstag, 15.06.2010, 11:42 (vor 5880 Tagen) @ ITF
Hallo ITF,
Die Fahrzeit Mannheim-Stuttgart ist tatsaechlich ein Problem. Im Moment ist die schnellste Fahrzeit 36 Minuten. Ich sehen nicht, wie man das auch 30 Minuten bringen koennte.
In der Tat. Bedenke bitte, dass die etwa gleiche Fahrzeit auch nach Karlsruhe gilt!
Die Loesung sehe ich darin, Mannheim nur als Sekundaerknoten auszubilden.
Nein. Ich finde es besser, Stuttgart als 15/45er-Knoten festzusetzen. Man könnte Köln über den Bypass Mannheim sogar in 1,75 h erreichen und München ohne Halt mit einem möglichen Bypass Ulm irgendwann einmal in 1,25 h! Mannheim und Karlsruhe in 45 min genauso Ulm mit einem Zwischenhalt am Flughafen oder bei Wendlingen.
Wichtig ist den Bypass fuer Mannheim zu bauen. Dann koennte sowohl Frankfurt Hbf als auch Frankfurt Flughafen - Stuttgart in 60 Minuten gefahren werden. Die Abschnitte Stuttgart-Ulm, Ulm-Augsburg und Augsburg-Muenchen sind ja ohnehin ideal mit 30 Minuten.
In F-Flugh.-Fernbf braucht es absolut keinen ITF, den braucht es erst wieder in Köln Hbf. Und Köln kann, wie gesagt, dank Bypass Mannheim sogar in 1,75 h erreicht werden, es muss nicht auf 2 h heruntergetrödelt werden. Bleibt höchstens die Verbindung nach Frankfurt: Reichen die 1,25 h über Mannheim oder soll es noch extra Bypass-Züge geben, die in Frankfurt abseits des Knotens in 1 h schaffen?
Mannheim wuerde ebenfalls ein Knoten werden, mit 30 Minuten Fahrzeiten von Frankfurt Flughafen, Frankfurt Hbf, Karlsruhe
Sowieso! Basel, ist ja als Schweizer 00/30er-Knoten fest, wäre in 2 h zu erreichen, Strasbourg in 1 h (ich weiß, bei den Franzosen gibt es keinen ITF, aber man weiß ja nie).
... und 60 Minuten von Mainz und Saarbruecken.
Ob es Fernverkehr aus nach Mainz und Saarbrücken braucht? 60 min sind Richtung Mainz mit einem gemütlichem (I)RE zu schaffen (+ Ludwigshafen Mitte, Frankenthal, Worms = ITF-Knoten!, Oppenheim), nach Saarbrücken aber überhaupt nicht. Ein weiterer Ausbau macht noch weniger Sinn als der bisherige und auch nicht die Führung von internationalem Fernverkehr über die Strecke. 1,5 Knotenzeit mit (I)RE und den sinnvollen Zwischenhalten, nämlich Ludwigshafen-Mitte, Neustadt, Kaiserslautern, Landstuhl, Homburg und St. Ingbert!
ITF-Knoten Ulm
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 15.06.2010, 13:32 (vor 5880 Tagen) @ naseweiß
Nein. Ich finde es besser, Stuttgart als 15/45er-Knoten festzusetzen. Man könnte Köln über den Bypass Mannheim sogar in 1,75 h erreichen...
...wenn der Bypass gebaut wird.
Mannheim wird das leider (für uns ICE-Fans aber auch für HGV-ITF-Nachstreber) mit allen möglichen Mitteln verhindern.
Ansonsten muss man es bei K-MA-S (also mit Halt in MA) in 2:00 belassen.
...und München ohne Halt mit einem möglichen Bypass Ulm irgendwann einmal in 1,25 h!
Dafür ist wohl eine ununterbrochene Schienenautobahn S-M benötigt.
Zumindest S-UL wird neu gebaut, A-M ausgebaut. Aber UL-A?
Mannheim und Karlsruhe in 45 min
Interessant. Das wäre dann folgende Dreiecken:
ICE: MA-KA 0:30, MA-S 0:45, KA-S 0:45
IC : HD-KA 0:45, HD-S 0:45, KA-S 1:00
Mannheim wird dann ICE-Knoten (Richtungen Mainport-Rennbahn, Frankfurt, Stuttgart, Karlsruhe).
Heidelberg wird dann IC-Knoten (Richtungen Mainz-Rheinbahn, Frankfurt via Darmstadt, Stuttgart, Karlsruhe via Walldorf/Wiesloch).
genauso Ulm mit einem Zwischenhalt am Flughafen oder bei Wendlingen.
...oder abwechselnd...
In F-Flugh.-Fernbf braucht es absolut keinen ITF, den braucht es erst wieder in Köln Hbf.
Mainport vermisst eine Infra für ein Vollknoten. Dort fahren ja kurz nacheinander der ICE International und der "Siegburger" (42/43). Mit einem kurzen Umstieg in Mainport ergibt sich so eine Verbindung Amsterdam-München.
Mainport ist mit einem Rennbahn-Halbstundentakt und Korrespondenz vom/zum Rheintal wohl besser geholfen.
Mannheim wuerde ebenfalls ein Knoten werden, mit 30 Minuten Fahrzeiten von Frankfurt Flughafen, Frankfurt Hbf, Karlsruhe
Sowieso! Basel, ist ja als Schweizer 00/30er-Knoten fest, wäre in 2 h zu erreichen, Strasbourg in 1 h (ich weiß, bei den Franzosen gibt es keinen ITF, aber man weiß ja nie).
Zu Frankreich: im Regionalverkehr wird "cadencement" / "horaire cadencé" nachgestrebt.
Einige TGV-Strecken sind schon irgendwie im Takt, z.B. Paris-Lyon Part Dieu-Lyon Perrache stündlich.
... und 60 Minuten von MZ und SB.
Ob es Fernverkehr aus nach Mainz und Saarbrücken braucht?
Fernverkehr schon, aber wohl nicht ITF-konform.
Mainz hatte ich im Gedanken als IC-Knoten für die Richtungen Koblenz-Köln, Wiesbaden, Frankfurt und Mannheim.
Leider läßt MA-MZ sich schwer ITF optimieren.
Man kann aber mit einem Rennbahn/Rheinbahn-Korrespondenz in Mainport schon einiges erreichen. Dann muss man also die Rheintal-ICs über die SFS MA-F führen und mit IC250-Triebwagen fahren. Ich weiß nicht, wie die Strecke parametrisiert ist, aber man würde wohl bei Groß-Gerau einen Abzweig nach MZ brauchen, um die Zeit ITF-konform (0:45?) zu kriegen.
Wage zu bezweifeln, ob sich diese Investition rentieren wird.
Bzgl. NW-KL-SB kenne ich mich leider nicht genug aus.
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
ITF-Knoten Ulm
naseweiß, Dienstag, 15.06.2010, 16:19 (vor 5880 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von naseweiß, Dienstag, 15.06.2010, 16:20
Ansonsten muss man es bei K-MA-S (also mit Halt in MA) in 2:00 belassen.
Wird schwer mit der Korrespondenz Mannheim, die schließlich Zeit braucht. Mannheim-Köln kann man in 01:15 Knotenzeit schaffen, dann muss aber ein Knoten verzogen sein, da die Fahrzeit wohl min. 01:14 betragen wird (22 min Mannheim-Flughafen, 2 min Halt, 50 min Flughafen-Köln). Auch würde dann neben Stuttgart auch Köln 15/45er werden, wenn man davon ausgeht, dass Frankfurt-Mannheim-Karlsruhe als 00/30er-Knoten fest sind, Frankfurt-Köln Knotenzeit 01:15. Oder eben Mannheim-Köln Knotenzeit 01:30, und somit Stuttgart-Köln 02:15.
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...und München ohne Halt mit einem möglichen Bypass Ulm irgendwann einmal in 1,25 h!
Dafür ist wohl eine ununterbrochene Schienenautobahn S-M benötigt.
Zumindest S-UL wird neu gebaut, A-M ausgebaut. Aber UL-A?
Das war Zukunftsmusik, sollte nur zeigen, dass man nicht sklavisch Stuttgart-Ulm-Augsburg-München in 01:30 Kantenzeit fahren muss, sondern auch aufteilen kann: Ohne Halte 01:15, mit 01:45 (S-Flughafen oder Wendlingen, Ulm, Augsburg, M-Pasing). Wenn man Köln-Stuttgart-München tatsächlich in 03:00 schaffen kann, sollte sich das Fahrgastauskommen schon so gut entwickeln, dass man auf Stuttgart-Ulm mehr als 2 Züge/h füllen kann. Damit ist dann so ein Aufteilung problemlos.
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Mannheim und Karlsruhe in 45 min
Interessant. Das wäre dann folgende Dreiecke:
ICE: MA-KA 0:30, MA-S 0:45, KA-S 0:45
IC : HD-KA 0:45, HD-S 0:45, KA-S 1:00
Karlsruhe-Stuttgart über Pforzheim und Karlsruhe-Heidelberg ist was für den Nahverkehr, nur Heidelberg-Stuttgart macht der IC noch Sinn, da er dort Fahrzeitvorteile bietet.
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Mannheim wird dann ICE-Knoten (Richtungen Mainport-Rennbahn, Frankfurt, Stuttgart, Karlsruhe).
Heidelberg wird dann IC-Knoten (Richtungen Mainz-Rheinbahn, Frankfurt via Darmstadt, Stuttgart, Karlsruhe via Walldorf/Wiesloch).
Also, auf der Main-Neckar- und rheinhessischen Rheinstrecke sollte doch am besten zugunsten des Regional- und Güterverkehr kein IC-Verkehr mehr sein. Bensheim und Weinheim müssen es verschmerzen, in Worms hielt sowieso fast nie ein IC. Bedient werden müssen Stuttgart-Heidelberg und Mannheim-Darmstadt, da der Nahverkehr keine brauchbare Alternativ ist.
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genauso Ulm mit einem Zwischenhalt am Flughafen oder bei Wendlingen.
...oder abwechselnd...
Der IC-Halt Wendlingen an der NBS war ein Vorschlag den Fall das Stuttgart-21 und der Filderbahnhof (S-Flughafen) verhindert werden kann.
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In F-Flugh.-Fernbf braucht es absolut keinen ITF, den braucht es erst wieder in Köln Hbf.
Mainport vermisst eine Infra für ein Vollknoten. Dort fahren ja kurz nacheinander der ICE International und der "Siegburger" (42/43). Mit einem kurzen Umstieg in Mainport ergibt sich so eine Verbindung Amsterdam-München.
Mainport ist mit einem Rennbahn-Halbstundentakt und Korrespondenz vom/zum Rheintal wohl besser geholfen.
Wird schwierig. Die ICE aus Mannheim werden je nach Variante (Mannheim-Köln in 01:15 oder 01:30) um 51'-08' bzw. 21'-38' halten (Abfahrt um 08'/38' ermöglichen Ankunft in Köln um 58' bzw. 28'). Wie soll das mit IC klappen, die in Frankfurt und Mainz 00/30er-Knoten bedienen? Die hielten somit um ca. 10'-15' bzw. 40'-45'.
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... und 60 Minuten von MZ und SB.
Ob es Fernverkehr aus nach Mainz und Saarbrücken braucht?
Fernverkehr schon, aber wohl nicht ITF-konform.Mainz hatte ich im Gedanken als IC-Knoten für die Richtungen Koblenz-Köln, Wiesbaden, Frankfurt und Mannheim.
Leider läßt MA-MZ sich schwer ITF optimieren.
Man kann aber mit einem Rennbahn/Rheinbahn-Korrespondenz in Mainport schon einiges erreichen. Dann muss man also die Rheintal-ICs über die SFS MA-F führen und mit IC250-Triebwagen fahren. Ich weiß nicht, wie die Strecke parametrisiert ist, aber man würde wohl bei Groß-Gerau einen Abzweig nach MZ brauchen, um die Zeit ITF-konform (0:45?) zu kriegen.
Wage zu bezweifeln, ob sich diese Investition rentieren wird.
Nochmal: Wie soll die Korrespondenz in F-Flughafen-Fernbf. mit den anderen Knoten zusammenpassen? Wieso sollte Mainz ein 15/45er-Knoten bleiben, wenn Frankfurt und Koblenz 00/30er sind?
Einfacher Vorschlag für zwei IC-Linien:
a) (Wien -) Nürnberg (30) - Würzburg (20 leider stark verzogener 30er-Knoten) - Aschaffenburg (00) - Frankfurt (30, Anschluss an KRM-ICE direkt nach Köln möglich?) - ...
b) Stuttgart (05, abseits des Hauptknotens 15/45, Stuttgart-21 = Platzprobleme) - Vaihingen (20) - Walldorf-Wiesloch (45) - Heidelberg (55) - Mannheim (10 Anschlussaufnahmen 00) - Darmstadt (30) - ...
- Korrespondenz F-Flughafen-Fernbf (15) -
c) ... - Mainz (00) - Bingen (20) - Koblenz (00) - Andernach - Remagen - Bonn - Köln (00) (- Hamburg)
d) ... - Wiesbaden (35)
So oder so ähnlich (Änderungen meiner Meinung vorbehalten),
Gruß, naseweiß
Umklapp-ICE
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 14.06.2010, 00:34 (vor 5881 Tagen) @ Holger2
Diese Umklapperei am Flughafen Richtung Stuttgart verstehe ich auch nicht. Da gehen mindestens 15 Minuten bei drauf, das ist sowas von unattraktiv.
Mit diesem "Umklapp-ICE" haben Hamburg, Hannover, Göttingen und Kassel eine Direktverbindung mit Eurem Nationalflughafen. Damit erübrigt sich einen Umstieg.
Aber ich verstehe, dass ihr das nicht versteht. Bei uns haben ortsnahe Dörfer wie Maarssen, Breukelen und Abcoude keine Direktverbindung mit Schiphol Airport, aber Groningen, Enschede, Nijmegen, Eindhoven und Vlissingen schon.
gruß,
Oscar (NL).
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Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Fahrgäste sollen gleichberechtigt behandelt werden
ICE-T-Fan, Montag, 14.06.2010, 00:52 (vor 5881 Tagen) @ Holger2
Es geht nicht immer um Anschlüsse auf Teufel komm raus. Wenn 900 Fahrgäste Richtung München 15 Minuten langsamer werden, damit die 100 Fahrgäste nach Biberach einen besseren Anschluss haben, wie hier oft gefordert, ist das albern. Anschluss und Schnelligkeit müssen optimiert werden.
Wenn aber ansonsten die 100 Fahrgäste nach Biberach sonst 45 Minuten wegen verpassten Anschluss warten müssen, ist der Kompromiss sogar eine ziemlich gute Lösung.
900*15 = 13500 Minuten
100*45 = 4500 Minuten
Man hat einen optimalen Anschluss und die Fahrgäste Richtung München sind immer noch deutlich schneller als mit den IC-Zügen der Vergangenheit.
Ich finde es ziemlich unverhältnismäßig hier die einen Fahrgäste gegen die anderen ausspielen zu wollen.
Alle Fahrgäste haben ein Recht auf einen optimalen Fahrplan mit möglichst funktionierenden Anschlüssen.
Fahrgäste sollen gleichberechtigt behandelt werden
Holger2, Montag, 14.06.2010, 01:16 (vor 5881 Tagen) @ ICE-T-Fan
900*15 = 13500 Minuten
100*45 = 4500 Minuten
Daran siehst Du, dass Du die 100 Menschen nach Biberach übervorteilen würdest. Denn es ist ja durchaus möglich, dass die Fahrgäste nach München ebenso auf eine schnelle Ankunft in München angewiesen sind.
Würde der Zug nach München 15 Minuten später ankommen, heißt das unter Umständen, dass Fahrgast 1 seinen Anschluss nach Salzburg nicht mehr erwischt, Fahrgast 2 nicht mehr rechtzeitig zu einer Besprechung käme (obligatorische Pufferzeit natürlich einkalkuliert) und Fahrgast 3 seinen Flieger nicht mehr bekäme. Du siehst, es ist reine Stochastik, darum muss die Zahl der Verspätungsminuten insgesamt minimiert werden.
Und in o.g. Beispiel hieße das: 900 x 6 = 5400 Min, 100 x 54 = 5400 Min
Nichts wäre vermessener als zu behaupten, dass die Fahrzeit in die Provinz wichtiger sei, als die Fahrzeit aller anderen Fahrgäste.
Ich halte einen ITF für sehr wichtig auf Nahverkehrsstrecken bis ca. 200km. Gute Beispiele für solche Systeme ist der Verkehr in den Niederlanden und in der Schweiz.
Holger
Fahrgäste sollen gleichberechtigt behandelt werden
Fabian318, Münster i. W., Montag, 14.06.2010, 01:44 (vor 5881 Tagen) @ Holger2
Ich halte einen ITF für sehr wichtig auf Nahverkehrsstrecken bis ca. 200km. Gute Beispiele für solche Systeme ist der Verkehr in den Niederlanden und in der Schweiz.
Und wenn man den ITF im Fernverkehr nicht wünscht, ist es also hinnehmbar, dass dann für die letzten 100 km mehr Zeit gebraucht wird, als für die ersten 500 km? Dann steigen die Leute auf's Auto um.
Fahrgäste sollen gleichberechtigt behandelt werden
Holger2, Montag, 14.06.2010, 19:57 (vor 5881 Tagen) @ Fabian318
Hallo,
ich vermute, Du hast meine Argumentation noch nicht ganz verstanden:
1. Wenn ein Zug schneller fährt als heute, ist es auch für in die Provinz umsteigende Fahrgäste kein Nachteil, wenn sie einen Teil der gewonnenen Zeit an den Umsteigebahnhöfen wieder absitzen müssen.
2. Auf den meisten Fernverbindungen fahren heute schon zwei oder mehr Züge pro Stunde. Natürlich macht es Sinn, diese Verbindungen zu beschleunigen oder zu vertakten, wo immer das möglich ist. Wenn es einen vernünftigen 30 - Minutentakt auf den Fernverbindungen gibt, sind auch die Umsteigezeiten zum Nahverkehr nicht mehr so lange. natürlcih wünsche ich mir auch endlich wieder vernünftige Übergänge im Fernverkehr.
3. Es macht meist keinen Sinn, denn Fernverkehr in den ITF des Nahverkehrs einzubinden.
Ein Grund ist, dass der Nahverkehr dann auf den verspätungsanfälligen Fernverkehr warten müsste. Das heißt, dass Verspätungen in das Nahverkehrssystem übertragen würden.
Ein zweiter Grund ist, dass der Fernverkehr künstlich verlangsamt werden müsste, wenn er in den 00/30 ITF eines Knotens eingebunden würde. Das macht den Schnellverkehr aber für alle durchreisenden Fahrgäste unattraktiv. Für einen vernünftigen ITF auf der ICE - Strecke F-S-M müsste der ICE beispielweise zwischen MA und S ca. 15 Minuten langsamer fahren. Da die Fahrzeit S - Ulm auf der Neubaustrecke voraussichtlich auch wieder etwas über 30 Minuten liegen dürfte, müsste auch hier wieder die Fahrzeit gestreckt werden. All diese Zwänge addiert (Augsburg und München kommen noch hinzu), käme man auf eine Fahrzeit bis München, die über 30 Minuten länger wäre, als heute.
Ein dritter Grund ist, dass der Fernverkehr ohnehin zumeinst nur an den Knoten hält (halten sollte), an denen es einen Anschluss mindestens alle 30 Minuten gibt. Wenn die durchschnittliche Wartezeit deswegen ohnehin schon bei nur 15 Minuten liegt, ist die Wartezeit durch einen ITF nicht mehr merklich länger.
4. An großen Knotenpunkten sollte überhaupt kein ITF realisiert werden.
Zumeist gibt es dort S- und U - Bahnen, die ohnehin nicht in den ITF eingebunden werden können. Außerdem gibt es hier Zwänge durch die starke Belegung der Ausfallstrecken, die einfacher gelöst werden können, wenn die Züge nicht in ein ITF - Netz integriert sind.
Holger
Fahrgäste sollen gleichberechtigt behandelt werden
ICE-T-Fan, Dienstag, 15.06.2010, 15:51 (vor 5880 Tagen) @ Fabian318
Genau das ist z.B. mein Problem.
Ich brauche beispielsweise von Berlin nach Eisenach mitm IC etwa 3 Stunden 20 min.
Von Eisenach nach Hause brauche ich allerdings 1 1/2 bis maximal 2 Stunden und das nur weil es zwischen SPNV und ÖPNV keinen ITF gibt!
Das gleiche Problem hatte ich früher von Eisenach nach Jena.
Mit dem Interregio habe ich für die 78 km lange Strecke von Eisenach nach Weimar etwa 50 Minuten benötigt (solange wie heute so mancher ICE *g*) und von Weimar nach Jena (~23) auch nochmal 50 min, weil ich 20 min in Weimar warten musste.
d.h. ich brauchte trotz FV für eine 101 km lange Strecke 100 Minuten Fahrzeit, oder einen Schnitt von 61 km/h.
Ich kann noch gutes Dutzend weiterer solcher Beispiele nennen.
Es gibt sogar Relationen, wo man mit der Nutzung von nur RB/RE geringfügig schneller ist, als mit der Nutzung von IC/ICE!
Zum ITF
Alphorn (CH), Montag, 14.06.2010, 12:34 (vor 5881 Tagen) @ Oscar (NL)
Nach meiner Kenntnisstand verkehren auf der Neubaustrecke [1] Bern-Olten um '00 und '30 jeweils 3 Fernzüge nacheinander [2]. Macht also 6 Züge pro Stunde.
Güterzüge verkehren dort nicht, obwohl durchaus Raum dafür besteht [3].
Ist sogar noch einer mehr: Ein Zug von Biel nach Zürich benutzt einen Teil der Neubaustrecke, macht sieben pro Stunde. Güterverkehr gibt es auch, aber erst ab 22 Uhr. Das macht man aus Lärmschutzgründen (die Neubaustrecke ist weiter weg von besiedelten Gebieten).
Jedenfalls wird deutlich, dass die ITF-eingebundene Neubaustrecke in der Schweiz deutlich besser genutzt wird als die ITF-freie Strecke Frankfurt-Köln. Wie man das geschafft hat, hab ich grad in diesem Posting dargelegt.
Zum ITF
ICE-T-Fan, Montag, 14.06.2010, 00:54 (vor 5881 Tagen) @ Jörg
Ich verstehe nicht wieso ihr auf einer Neubaustrecke wie Frankfurt - Köln den ITF fordert. Wenn man da ITF konforme Fahrzeiten fahren könnte dann wäre das nur bei einem Zug pro Stunde und Richtung möglich!
Das stimmt so nicht.
In Ballungsgebieten verkehrt der Nahverkehr oftmals in eine 15-30 min-Takt, sodass man hier also sowohl 00- als auch 30-Knoten bedienen kann.
Zudem, wenn die Fahrzeiten genügend optimiert sind (50 Minuten), kann man sogar 2 ICE direkt im Blockabstand fahren und die ITF-Knoten erreichen lassen.
Momentan ist die Situation doof, insbesondere aus Richtung Dresden verpasst man ganz gerne mal die Anschlüsse in Frankfurt über SFS KRM.
Kapazität trotz ITF
Alphorn (CH), Montag, 14.06.2010, 12:21 (vor 5881 Tagen) @ Jörg
Ich gebe Jörg in einem Punkt recht: Den höchsten Nutzen hat der ITF auf Strecken mit geringer Frequenz. Da gehören aber die Fernverkehrslinien mit Zweistunden- oder noch schlechterem Takt definitiv dazu!
Eine ITF-Fahrzeit zwischen Köln und Frankfurt lässt durchaus mehr als einen Zug pro Stunde zu. Es gibt eine ganze Reihe von Massnahmen, welche höhere Kapazitäten erlauben:
1. Kurze Zugfolgezeiten. In der Schweiz gelten 2 Minuten bei 200 km/h und ich sehe keinen Grund, warum das nicht mit 300 km/h klappen kann (Abstand bei 2 Minuten ist 10km, Bremsweg ist 3.3 km). Die Ausrüstung einer Strecke für 2 Minuten Zugfolgezeit ist spottbillig.
2. Unterschreitung der Knotenzeit. Wenn für einen ITF-Knoten an beiden Enden 58 Minuten Fahrzeit nötig wären, kann man bei einer Fahrzeit von 56 Minuten bereits zwei Züge und bei 54 Minuten drei Züge voll in beide Knoten einbinden.
3. Halbstundentakt. Gewisse Züge zu einem eigenen Knoten zur halben Stunde fahren lassen, das verdoppelt die Kapazität
4. Endende Züge "zu früh" losschicken: Wenn ein Zug in z.B. in Köln endet, kann man ihn auch schon vor der Knotenzeit in Frankfurt weiterfahren lassen und verliert keinerlei Anschlüsse. Denn wer erst zur Knotenzeit in Frankfurt eintrifft, hat immer noch Züge, die ihn nach Köln bringen, braucht also diesen Zug nicht.
5. Abweichende Destinationen ausnützen: Da die Strecke nach Köln-Frankfurt Flughafen kürzer ist, können die Züge dorthin einige Minuten später losgeschickt werden und schaffen so Kapazität zu den kritischen Zeiten.
6. Abweichende Haltepolitik ausnützen: Wenn ein Zug viele Unterwegsstationen bedient, kann man ihn als letzten Zug lossschicken, und er kommt dann einen Takt später als erster an. Somit belegt er in keinem der beiden Knoten die kritischen Zeiten.
7. Ignorieren des ITF bei der S-Bahn. Die hat nämlich meist einen so guten Takt, dass sich ein ITF gar nicht lohnt. Man kann für sie also problemlos die Schienenkapazitäten ausserhalb der Knotenzeit nutzen.
8. Flügeln. Wenn man die Züge auf der Rennstrecke kuppelt, kann man auch verschiedene Destinationen exakt zur Knotenzeit bedienen
Text nochmals überarbeitet...
Sese, Sonntag, 13.06.2010, 18:04 (vor 5882 Tagen) @ ICE-T-Fan
Danke für diese Aufklärung! Wiedermal tolle deutsche Verkehrspolitik :-/
Wie ist Dein Smily zu deuten?
Mich stört die Tatsache, dass die meisten ICE Hamburg-Berlin am ITF mit 93-96 Minuten Fahrzeit vorbei schrammen, während irgendwelche Bürokratenhengste eine höhere Streckengeschwindigkeit verhindert haben.
Was ist denn bei dir ein Bürohengst? Leute mit solider Fachausbildung und Berufserfahrung, die unter gegebenen Rahmenbedingungen den besten Kompromiss aus Machbarem und Bezahlbarem finden?
Soweit ich ICE-TD verstanden habe, scheint es technisch grundsätzlich möglich zu sein 250 km/h zu fahren, wenn man ein paar zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen hätte.
Wenn alles immer so einfach wäre, warum macht man es sich dann so schwer?
Um 250 zu fahren, braucht man schon eine ganz andere Oberleitung, eventuell auch zusätzliche Unterwerke. Keine Bahnsteigvorbeifahrten mehr, durchgehende Herzstücke, anderen Gleismittenabstand und damit breiteres Planunm und breitere Kreuzungsbauwerke. Soooo mal eben ist das nicht.
Weitere Negativbespiele sind SFS NIM mit 62 min Fahrzeit oder SFS KRM mit 70 min Fahrzeit. Man baut die SFS nur für irgendwelche Prestige-Zeitgewinne, ohne irgendwie mal an den globalen Fahrplan zu denken... darum dieses Smily.
Die NIM wird ab nächstes Jahr zwischen Ingolstadt und Petershausen auf 190 km/h beschleunigt. Und beide Strecken haben die Gesamtfahrzeit um jeweils eine ganze Stunde (KRM) bzw. eine halbe (NIM) verkürzt. Prestige allein ist das sicher nicht.
--
Grüße,
Sese
Text nochmals überarbeitet...
ICE-T-Fan, Sonntag, 13.06.2010, 18:17 (vor 5882 Tagen) @ Sese
Danke für diese Aufklärung! Wiedermal tolle deutsche Verkehrspolitik :-/
Wie ist Dein Smily zu deuten?
Mich stört die Tatsache, dass die meisten ICE Hamburg-Berlin am ITF mit 93-96 Minuten Fahrzeit vorbei schrammen, während irgendwelche Bürokratenhengste eine höhere Streckengeschwindigkeit verhindert haben.
Was ist denn bei dir ein Bürohengst? Leute mit solider Fachausbildung und Berufserfahrung, die unter gegebenen Rahmenbedingungen den besten Kompromiss aus Machbarem und Bezahlbarem finden?
Soweit ich ICE-TD verstanden habe, scheint es technisch grundsätzlich möglich zu sein 250 km/h zu fahren, wenn man ein paar zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen hätte.
Wenn alles immer so einfach wäre, warum macht man es sich dann so schwer?
Um 250 zu fahren, braucht man schon eine ganz andere Oberleitung, eventuell auch zusätzliche Unterwerke. Keine Bahnsteigvorbeifahrten mehr, durchgehende Herzstücke, anderen Gleismittenabstand und damit breiteres Planunm und breitere Kreuzungsbauwerke. Soooo mal eben ist das nicht.
Weitere Negativbespiele sind SFS NIM mit 62 min Fahrzeit oder SFS KRM mit 70 min Fahrzeit. Man baut die SFS nur für irgendwelche Prestige-Zeitgewinne, ohne irgendwie mal an den globalen Fahrplan zu denken... darum dieses Smily.
Die NIM wird ab nächstes Jahr zwischen Ingolstadt und Petershausen auf 190 km/h beschleunigt. Und beide Strecken haben die Gesamtfahrzeit um jeweils eine ganze Stunde (KRM) bzw. eine halbe (NIM) verkürzt. Prestige allein ist das sicher nicht.
Was den technischen Standpunkt angeht, hast du vollkommen recht. Aber aus Sicht des Fahrplanes sind 93 min Fahrzeit oder 62 oder 65 min halt Murks.
Text nochmals überarbeitet...
Jörg, Sonntag, 13.06.2010, 19:10 (vor 5882 Tagen) @ Sese
Soweit ich ICE-TD verstanden habe, scheint es technisch grundsätzlich möglich zu sein 250 km/h zu fahren, wenn man ein paar zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen hätte.
Naja insbesondere die Durchfahrten an Bahnhöfen ist ein großes Problem.
Das bedeutet für jeden einzelnen kleinen Bahnhof auf der Strecke 8 Weichen (2 zum Ausschwenken und 2 Flankenschutzweichen pro Fahrtrichtung) und eine deutliche Verbreiterung in diesem Bereich auf 4 Gleise plus 2 Bahnsteige. Ob da immer der notwendige Platz für vorhanden ist?
Ich denke das dies in Bezug auf Kosten und auch zukünftigen notwendigen Wartungs und Betriebskosten mit ein paar zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen sehr milde umschrieben ist.
Und das wären neben anderen nur eine baulich notwendige Maßnahme!
Text nochmals überarbeitet...
Benjamin.Keller, Freitag, 11.06.2010, 19:53 (vor 5884 Tagen) @ ICE-TD
Das Problem lag vielmehr an der Gesetzeslage, bei 250 km/h wäre es eine NBS gewesen mit ganz anderen Bau- und Planungsgrundlagen
Du beziehst dich jetzt ausschließlich auf Planung im bauingenieursmäßigen Sinne, oder kann jemand sagen, ob höhere Geschwindigkeiten auch eine umfassendere raumordnerischere (also letztlich regional-/umweltplanerische) Untersuchung nötig gemacht hätte?
Natürlich macht Neigetechnik auf SFS Sinn!
josuav, Freitag, 11.06.2010, 23:09 (vor 5884 Tagen) @ ICE-T-Fan
Neigetechnik macht auch jenseits der 160 km/h Sinn.
Will man beispielsweise eine SFS bauen, aber dabei Geld sparen, weil es keine so wichtige Strecke ist, kann man sie zum Beispiel für 200 km/h trassieren und dann mit z.B. 230 km/h und Neigetchnik fahren. Wie viel Vorsprung es tatsächlich bringt, weiß ich nicht, allerdings doch schon ordentlich.
So könnte man zum Beispiel "billig" eingleisige SFS bauen, die weitgehend ohne Tunnels auskommen. Zum Beispiel von Regensburg nach Nürnberg.
Eine andere Möglichkeit wären natürlich ABS mit Kurven, die hohe Geschwindigkeit verhindern würden. Dort könnte man eiiges günstiger ausbauen.
Dazu müsste man allerdings in die LZB (oder ETCS) Neigetchnik-Funtkionen einbauen, bisher ist das nämlich in Deutschland nur mit PZB und GNT möglich.
Für die ABS Hamburg - Berlin war das übrigens sogar ursprünglich geplant; der Bahnhof Wittenberge sollte mit Neigtechnik bei 190 bis 200 km/h durchfahren werden, anstatt der regulären 160. Das wurde aber nicht umgesetzt.