Verhandlungen zwischen DB und EVG drohen zu scheitern (Allgemeines Forum)

ffz, Dienstag, 25.04.2023, 20:22 (vor 1076 Tagen)

Hallo,

auch in der zweiten Verhandlungsrunde zwischen DB AG und EVG sieht es aktuell nicht nach einer Enigung aus. Die Verhandlungen sind zur Zeit ausgesetzt.
Das letzte Angebot der DB AG waren 5% mehr Lohn ab dem 01.03.2024 für die unteren Lohngruppen und 4% mehr Lohn ab dem 01.03.2024 für die oberen Gehaltsgruppen und zum 01.10.2024 5% mehr Lohn für die unteren Gehaltsgruppen und 4% mehr Lohn zum 01.10.2024 für die oberen Gehaltsgruppen und 2.850€ Einmalzahlung verteilt auf 9 Raten ab Juni 2023. Dazu eine Laufzeit von 27 Monaten.

Die EVG fordert weiterhin die Lohnsteigerungen früher, keine Einmalzahlung und eine maximale Laufzeit von 12 Monaten.

Sollte es zu keiner Einigung bis Morgen Abend kommen, drohen schon ab Ende der Woche neue Warnstreiks der EVG und eine Urabstimmung über unbefristete Streiks.

https://www.evg-online.org/tarifpolitik/tarifrunde-2023/angebot-der-db-ag-ist-nicht-ver...

und https://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/Deutsche-Bahn-l...

Gruß

Dann mal los mit der unbefristeten Streikerei! Auf geht's!

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Dienstag, 25.04.2023, 21:26 (vor 1076 Tagen) @ ffz
bearbeitet von Der Blaschke, Dienstag, 25.04.2023, 21:26

Hey.


Aus

https://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/Deutsche-Bahn-l...

„Wir bedauern, dass unsere Mitarbeitenden trotz der gestiegenen Preise weiter auf eine Lohnerhöhung warten müssen.“


Ich schmeiß mich weg ... Herrlich. Und rätseln. Ist es eigentlich verboten, einfach mehr zu bezahlen? Wenn da wer im DB-Lohnbüro jetzt aus den 2.465 Euro im Feld "Bruttolohn" einfach 2.965 Euro macht, weil der Boss es so will - wessen Straftat würde er sich schuldig machen?

Immerhin zeigt die DB-Plüschetage, wenn auch ungewollt, wie sie über ihr niederes Volk denkt: geht man ernsthaft davon aus, dass die so dämlich sind und glauben, dass es an der Gewerkschaft liegt, dass sie nicht schon jetzt mehr Lohn bekommen?

EVG - DURCHHALTEN!!!! UND STREIKEN BIS DER ARZT KOMMT. Kann die DB niemals durchhalten - jetzt mit der Deutschlandticket-Euphorie (außer hier im Forum) und den steigenden Fahrgastzahlen. Da muss nur BILD ordentlich auf Gewerkschaftslinie gebracht werfen.


Normalerweise kann die EVB auch gar nicht einknicken - demnächst folgt ja die richtige Gewerkschaft mit ihren Tarifverhandlungen. Wenn man da als EVB nicht gänzlich nackt da stehen will.


Währenddessen dürften bei diversen EVU trotz des pben beschriebenen Drucks die Sektkorken knallen! Geil, Streik! Fällt der Lokführermangel zu Beginn der großen Ferienzeit nicht so auf. So nach Winter und nach Corona - wo doch dann alles besser werden sollte. Tja ... - die böse böse Gewerkschaft aber auch ...

Nur müsste man jetzt mal richtig zu Potte kommen. Immer mal so ein paar Stunden Wahnstreik - das merkt doch gar keiner. Wenn sich am BÜ "Himmelreich" 3 Pkw-Paxe vom Zug eben dorthin befördern lassen, dann fährt da danach auch mehrere Stunden kein weiterer Zug.


Schöne Grüße von jörg

Toll Ende der Woche Streiks :(

611 040, Erfurt, Dienstag, 25.04.2023, 23:57 (vor 1076 Tagen) @ ffz

Hoffentlich nicht am Sonntag... da habe ich eine Tour vor die ich so nurnoch diesen Sonntag machen kann.

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Verhandlungen zwischen DB und EVG drohen zu scheitern

musicus, Mittwoch, 26.04.2023, 09:31 (vor 1075 Tagen) @ ffz

Das letzte Angebot der DB AG waren...

Naja, summa summarum liest sich das nicht sooo viel anders als die Abschlüsse bei der Post und (sehr wahrscheinlich) im öffentlichen Dienst bzw. für die Bundesbeamten. Ich bin gespannt, ob die EVG da die nötigen, wesentlich größeren Teile der Öffentlichkeit für ihren Arbeitskampf und dessen Ziele über die bisherigen Angebote hinaus gewinnen kann - zumal das ja bestenfalls die halbe Miete ist, die GDL kommt dann ja auch noch irgendwann...

Hoffentlich am Freitag

MvG, Mittwoch, 26.04.2023, 10:32 (vor 1075 Tagen) @ 611 040

Das gibt dann ein besonders langes Wochenende mit dem Feiertag am Montag. Der Bahn täte so ein Großreisetag besonders weh.

--
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass der ICE 4-Sitz ersetzt werden muss!

Hoffentlich am Freitag

Altmann, Mittwoch, 26.04.2023, 10:35 (vor 1075 Tagen) @ MvG

Der Bahn täte so ein Großreisetag besonders weh.

Der tut ´s wohl nicht wirklich weh, die verdient an Einzeltickets nicht so wirklich viel.

Weh tut ´s nur den Kunden. Aber das stört Dich scheinbar weniger.

Hoffentlich am Freitag

MvG, Mittwoch, 26.04.2023, 10:44 (vor 1075 Tagen) @ Altmann

Ob der Zug nun wegen Sturmwarnung, Bauarbeiten, Hitze, Personalmangel, Zugfunk-Sabotage oder Streik ausfällt, ist den Kunden doch egal.

--
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass der ICE 4-Sitz ersetzt werden muss!

Yüp! Entgehen mir mglw wieder Einnahmen ...

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Mittwoch, 26.04.2023, 11:27 (vor 1075 Tagen) @ 611 040

Huhu.

Hoffentlich nicht am Sonntag... da habe ich eine Tour vor die ich so nurnoch diesen Sonntag machen kann.

Wird da ne Strecke stillgelegt?

Ansonsten: halb so wild ... Es wird in deinem Leben noch sooooooo viele Dinge geben, die du auch zum letzten Male nicht mehr wirst machen können und es unwiderruflich verpasst hast.

In jungen Jahren schmerzt das sehr; ich fühle da mit dir - aber später mal im hohen Alter als weiser Mann wirst du es einfacher ertragen können. Gräme (wieso macht die Autokorrektur daraus jetzt "Gräfenhainichen"?) dich nicht allzu sehr.


Schöne Grüße von jörg

Ähm.

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Mittwoch, 26.04.2023, 11:31 (vor 1075 Tagen) @ Altmann

Huhu.

Weh tut ´s nur den Kunden.

Quak. Die kaufen doch jetzt Unmengen Sparpreistickets mit abstrusen, aber preisgünstigen Wegen - um sie dann als Flextickets zu nutzen. Schau dich im Forum um ...

Aber das stört Dich scheinbar weniger.

Hier im Forum sind ja kaum handelsübliche Normalkunden unterwegs. Passt schon ...


Schöne Grüße von jörg

DB bietet 10 % mehr – und die EVG weigert sich zu verhandeln

Henrik, Mittwoch, 26.04.2023, 12:06 (vor 1075 Tagen) @ ffz

26. April 2023, 10:45 Uhr

Was denn noch? Deutsche Bahn bietet 10 Prozent mehr – und die EVG weigert sich zu verhandeln

Dritte Verhandlungsrunde beendet • nächster Verhandlungstermin Ende Mai

Zur Verweigerungshaltung der EVG in der aktuellen Tarifrunde erklärt DB-Personalvorstand Martin Seiler: „Was denn noch? Die DB hat das höchste Angebot ihrer Geschichte gemacht. Auf dem Tisch liegen 10 Prozent Lohnerhöhung. Und die EVG weigert sich weiterhin kategorisch, mit uns inhaltlich zu verhandeln. Stattdessen droht sie mit Streiks. Das ist weder sinnvoll noch nachvollziehbar. Das Ping-Pong von Forderungen und Angeboten muss jetzt aufhören, wir müssen ohne Vorbehalte am Tisch zu Lösungen kommen. Tarifverhandlungen sind doch kein Wünsch-Dir-Was. Es geht um Kompromisse, für beide Seiten.“

Die DB hat ihr erstes Angebot mehr als verdoppelt. „Wir haben uns einen riesigen Schritt auf die Gewerkschaft zubewegt. Auf der anderen Seite ist Stillstand. Unsere Mitarbeitenden warten auf Geld, unsere Fahrgäste erwarten Lösungen! Wir fordern die EVG deshalb auf, die Verhandlungen unverzüglich fortzusetzen und die Tarifrunde nicht weiter in die Länge zu ziehen.“

Die dritte Verhandlungsrunde ist beendet. Der nächste Verhandlungstermin ist erst Ende Mai, außerdem hat die EVG bereits weitere Termine für Juli und September angefragt.

Das Angebot der DB nochmal im Überblick

- 10 % lineare Lohnerhöhung für untere und mittlere Einkommen in zwei Schritten: 5 % mehr ab März 2024, nochmal 5 % mehr ab August 2024
- 8 % lineare Lohnerhöhung für obere Einkommen in zwei Schritten: 4 % mehr ab März 2024, nochmal 4 % mehr ab August 2024
- 2.850 Euro Inflationsausgleich zusätzlich für alle: 1.250 Euro im Juni 2023, dann monatlich 200 Euro von Juli 2023 bis Februar 2024
- Strukturelemente: Einführung bahnspezifischer Mindestlohn von 13 Euro, Angleichung regionaler Lohnunterschiede
- 27 Monate Laufzeit: März 2023 bis Juni 2025


Aktuelle O-Töne, Bilder und Hintergrundinformationen zu den Tarifverhandlungen unter www.deutschebahn.com/tarif

https://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/Was-denn-noch-D...

Hoffentlich am Freitag: Was für eine Logik?!

EDO, Mittwoch, 26.04.2023, 12:51 (vor 1075 Tagen) @ MvG

Da man hier nicht beleidigend werden darf, zurecht nicht, denk Dir einfach, was ich über Dich denke...

Die, die regelmäßig mit der Bahn fahren (müssen), sind durch die von Dir genannten Gründe - Sturm, Bauarbeiten, Hitze, Personalmangel, Sabotage - betroffen genug, da muss nicht noch ein Streik hinzukommen (völlig losgelöst, ob er "berechtigt" ist oder nicht).

am Freitag nun ja kein Streik - Montag ja eh nich..

Henrik, Mittwoch, 26.04.2023, 13:41 (vor 1075 Tagen) @ MvG

- kein Text -

Das ist nen Witz und keine 10%

Hansjörg, Mittwoch, 26.04.2023, 15:25 (vor 1075 Tagen) @ Henrik

- kein Text -

am Freitag nun ja kein Streik - Montag ja eh nich..

611 040, Erfurt, Mittwoch, 26.04.2023, 15:33 (vor 1075 Tagen) @ Henrik

Wer sagt das?
Dann bliebe ja nur noch das Wochenende...

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Ich weiß nicht, ob das 10% sind ...

Garfield_1905, Mittwoch, 26.04.2023, 15:48 (vor 1075 Tagen) @ Hansjörg

... ich hab' im Mathe - Unterricht nicht gut aufgepasst bzw. es ist schon zu lange her.

Fakt ist, das 'Verhandlung' heißt, das man verhandelt. Und verhandeln heißt nicht, das die eine Seite (DB) Angebote abgibt, mal egal wie gut die sind, und die andere Seite (EVG) nur sagt: 'Wir woll'n das und das haben und fertig !'. Wir wissen doch alle, das man sich am Ende, wann immer das sein mag, auf irgendwas einigt, was defintiv nicht dem entspricht, was die DB anbietet, aber genauso sicher auch nicht das, was die EVG fordert. Das weiß auch die EVG resp. sie sollte es wissen. Daran ändert sich auch nichts, wenn wir noch 10 Warnstreiks haben werden. Ergo: Verhandeln !!!

Ich weiß nicht, ob das 10% sind ...

Reservierungszettel, KDU, Mittwoch, 26.04.2023, 16:44 (vor 1075 Tagen) @ Garfield_1905

... ich hab' im Mathe - Unterricht nicht gut aufgepasst bzw. es ist schon zu lange her.

Da gebe ich dir gerne Nachhilfe.

Nehme eine beliebige Zahl teile sie durch 10 -> Ergebnis 10%.

Du möchtest die Bezugszahl von 10% - rechne sie x10 -> 100%


Fakt ist, das 'Verhandlung' heißt, das man verhandelt. Und verhandeln heißt nicht, das die eine Seite (DB) Angebote abgibt, mal egal wie gut die sind, und die andere Seite (EVG) nur sagt: 'Wir woll'n das und das haben und fertig !'. Wir wissen doch alle, das man sich am Ende, wann immer das sein mag, auf irgendwas einigt, was defintiv nicht dem entspricht, was die DB anbietet, aber genauso sicher auch nicht das, was die EVG fordert. Das weiß auch die EVG resp. sie sollte es wissen. Daran ändert sich auch nichts, wenn wir noch 10 Warnstreiks haben werden. Ergo: Verhandeln !!!

am Freitag nun ja kein Streik - Montag ja eh nich..

Henrik, Mittwoch, 26.04.2023, 16:46 (vor 1075 Tagen) @ 611 040

Wer sagt das?
Dann bliebe ja nur noch das Wochenende...

..führende Medien sofort nach Ende der Gespräche heute sprachen davon, dass von Streik nicht die Rede ist,
das gabs später dann auch von Kristian Loroch, EVG,

stellte weitere Warnstreiks in Aussicht
Keine konkreten Pläne hinsichtlich Streik

"Das kann bedeuten, dass es zu neuen Streiks kommt." - muss es aber nicht.


in Aussicht ist nicht morgen.
Dienstag fällt auch wieder flach.
Frühestens möglich denkbar wären Di oder Mittwoch,
Freitag bis Sonntag fällt dann wieder flach (HH).
Woche drauf wäre möglich.. 8.-11. Mai.
Woche drauf is wieder Himmelfahrt..
..und dann ist auch schon fast wieder Ende Mai.

am Freitag nun ja kein Streik - Montag ja eh nich..

611 040, Erfurt, Mittwoch, 26.04.2023, 17:23 (vor 1075 Tagen) @ Henrik

Was haben denn die Feiertage damit zu tun. Gerade da wo es richtig wehtut wäre doch eine Wunde in die die EVG das Salz streuen kann. Und es vielleicht irgendwann auch tun wird sofern die DB (aus EVG-Sicht) keine verhandlungsfähigen Angebote vorlegt.

Oder ist das immrnoch der "Kuschelkurs" seitens der EVG von dem immer wieder mal zu lesen ist.

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Soweit war ich auch schon ...

Garfield_1905, Mittwoch, 26.04.2023, 17:26 (vor 1075 Tagen) @ Reservierungszettel
bearbeitet von Garfield_1905, Mittwoch, 26.04.2023, 17:27

... das habe ich aus meinem Gedächtnis rausgekramt. Aber ob das Angebot der DB letztlich 10% Lohnerhöhung entspricht, weiß ich nicht. Die lineare Lohneerhöhung von 8 bzw. 10% in zwei Schritten ab März 2024 plus 2850€ Inflationsausgleich von Juni bis Februar 2024, das Ganze bezogen auf 2 Jahre, sind das unterm Strich 10% Lohnerhöhung ab sofort bzw. ab wann gerechnet ?

Letztlich bezog sich mein Beitrag im übrigen in erster Linie auf den 2. Teil, den Du nicht kommentiert hast. Und wenn ich die Stellungnahmen beider Seiten lese und glauben kann / will, dann steht die eine Seite (DB) auf und geht raus und die andere Seite (EVG) will über das Angebot gar nicht verhandeln. Was soll ich denn davon glauben ?

Ich weiß nicht, ob das 10% sind ... zwei Probleme

Hustensaft, Mittwoch, 26.04.2023, 17:29 (vor 1075 Tagen) @ Reservierungszettel

Problem 1 - Bei Tarifverhandlungen sind 10 % nicht unbedingt 10 %, weil da immer der Zeitfaktor eingerechnet wird, bei 27 Monaten, als zweieinviertel Jahren, Laufzeit, verzerrt das ganz schön.

Problem 2 - Die Bezüge des Bahnvorstandes wurden erst kürzlich deutlich stärker erhöht, damit hat man zur Unzeit selbst die Messlatte gelegt.

am Freitag nun ja kein Streik - Montag ja eh nich..

Henrik, Mittwoch, 26.04.2023, 17:34 (vor 1075 Tagen) @ 611 040

Was haben denn die Feiertage damit zu tun. Gerade da wo es richtig wehtut wäre doch eine Wunde in die die EVG das Salz streuen kann. Und es vielleicht irgendwann auch tun wird sofern die DB (aus EVG-Sicht) keine verhandlungsfähigen Angebote vorlegt.

an Feiertagen und erst recht dazwischen fährt niemand.
Wen sollte es da weh tun? Das tut es bei Streik aber eh.
Bei Großveranstaltungen werden sie auch nicht streiken (Hafengeburtstag, s.o.) - das ist albern.


ansonsten eh:

Die EVG wolle aber laufende Gespräche mit anderen Unternehmen vor allem in der kommenden Woche abwarten, bevor sie weitere Streiks ankündige. Insgesamt verhandelt die EVG mit 50 Bahn- und Busunternehmen in der aktuellen Tarifrunde.

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bahn-evg-tarifkonflikt-100.html

Soweit war ich auch schon ...

musicus, Mittwoch, 26.04.2023, 17:38 (vor 1075 Tagen) @ Garfield_1905
bearbeitet von musicus, Mittwoch, 26.04.2023, 17:38

Aber ob das Angebot der DB letztlich 10% Lohnerhöhung entspricht, weiß ich nicht.

Sofern man bisher nicht mehr als 71.250 Euro p.a. verdient, entspricht das DB-Angebot über die Laufzeit von 27 Monaten mindestens 10% mehr Bruttoeinkommen als ohne einen Tarifabschluss.

das Ganze bezogen auf 2 Jahre

über 27 Monate!

sind das unterm Strich 10% Lohnerhöhung ab sofort bzw. ab wann gerechnet?

über diese 27 Monate Laufzeit gerechnet - die Zuflusszeitpunkte sind halt unterschiedlich verteilt

Und wenn ich die Stellungnahmen beider Seiten lese und glauben kann / will, dann steht die eine Seite (DB) auf und geht raus und die andere Seite (EVG) will über das Angebot gar nicht verhandeln. Was soll ich denn davon glauben ?

Am Besten gar nix. Tarifverhandlungen sind immer Show in eigener Sache.

Ich weiß nicht, ob das 10% sind ... zwei Probleme

musicus, Mittwoch, 26.04.2023, 17:54 (vor 1075 Tagen) @ Hustensaft

Problem 1 - Bei Tarifverhandlungen sind 10 % nicht unbedingt 10 %, weil da immer der Zeitfaktor eingerechnet wird, bei 27 Monaten, als zweieinviertel Jahren, Laufzeit, verzerrt das ganz schön.

Bei 10% total macht das 4,4% p.a.

Problem 2 - Die Bezüge des Bahnvorstandes wurden erst kürzlich deutlich stärker erhöht, damit hat man zur Unzeit selbst die Messlatte gelegt.

Die Grundvergütung stieg so ca. 2,5% - allerdings pro Jahr. Was gut zu Buche geschlagen hat, sind die Vorstandsboni, die in den beiden vorhergehenden Jahren nicht bezahlt worden waren (quasi Nullrunden für 2020 und 2021) und ähnlich hoch wie das Grundgehalt sind.

am Freitag nun ja kein Streik - Montag ja eh nich..

Reservierungszettel, KDU, Mittwoch, 26.04.2023, 18:01 (vor 1075 Tagen) @ Henrik

Was haben denn die Feiertage damit zu tun. Gerade da wo es richtig wehtut wäre doch eine Wunde in die die EVG das Salz streuen kann. Und es vielleicht irgendwann auch tun wird sofern die DB (aus EVG-Sicht) keine verhandlungsfähigen Angebote vorlegt.


an Feiertagen und erst recht dazwischen fährt niemand.

Wenn niemand fährt brauchen auch keine Züge fahren - die wären dann nunmal leer.

Was lernen BWLer schon im Studium? Richtig, wirtschaftlich handeln. Also an Feiertagen und dazwischen kein Zugverkehr mehr.

Was das kosten spart Wahnsinn - das da noch keiner drauf gekommen ist.

Wen sollte es da weh tun? Das tut es bei Streik aber eh.
Bei Großveranstaltungen werden sie auch nicht streiken (Hafengeburtstag, s.o.) - das ist albern.


ansonsten eh:

Die EVG wolle aber laufende Gespräche mit anderen Unternehmen vor allem in der kommenden Woche abwarten, bevor sie weitere Streiks ankündige. Insgesamt verhandelt die EVG mit 50 Bahn- und Busunternehmen in der aktuellen Tarifrunde.

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bahn-evg-tarifkonflikt-100.html

am Freitag nun ja kein Streik - Montag ja eh nich..

martin.elsner, Mittwoch, 26.04.2023, 18:14 (vor 1075 Tagen) @ Henrik

wieso ist das albern
DAS tut weh, wenn die Gelegenheitsfahren betroffen sind, die dann viel Entschädigung bekommen. Die Pendler abzustraffen weil es "mehr bringt" - sorry das ist unterirdisch. Und der Bahn sowas von egal, die BC100 und andere Dauertickets sind eh bezahlt.

Verhandlungen zwischen DB und EVG sind gescheitert

ffz, Mittwoch, 26.04.2023, 20:57 (vor 1075 Tagen) @ musicus

Das letzte Angebot der DB AG waren...

Naja, summa summarum liest sich das nicht sooo viel anders als die Abschlüsse bei der Post und (sehr wahrscheinlich) im öffentlichen Dienst bzw. für die Bundesbeamten. Ich bin gespannt, ob die EVG da die nötigen, wesentlich größeren Teile der Öffentlichkeit für ihren Arbeitskampf und dessen Ziele über die bisherigen Angebote hinaus gewinnen kann - zumal das ja bestenfalls die halbe Miete ist, die GDL kommt dann ja auch noch irgendwann...

Hallo,

die Ergebnisse im Öffentlichen Dienst und bei der Deutschen Post AG sind deutlich besser wie das "Angebot" der Deutschen Bahn AG. Die ARD Tagesschau hat in diesem Beitrag in der Mitte die Abschlüsse veröffentlicht. https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/tarifrunde-127.html

Zusätzlich muss man wissen, dass der Öffentliche Dienst deutlich besser bezahlt wie die Deutsche Bahn AG und ver.di die letzten 5 Jahre deutlich höhere Abschlüsse erzielt hat wie die EVG.

Die letzte Erhöhung bei der Deutschen Bahn bei der EVG gab es zum 01.01.2022 mit 1,5% mehr Lohn.

Gruß

Verhandlungen zwischen DB und EVG sind gescheitert

musicus, Mittwoch, 26.04.2023, 21:56 (vor 1075 Tagen) @ ffz

Hallo,

die Ergebnisse im Öffentlichen Dienst und bei der Deutschen Post AG sind deutlich besser wie das "Angebot" der Deutschen Bahn AG. Die ARD Tagesschau hat in diesem Beitrag in der Mitte die Abschlüsse veröffentlicht. https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/tarifrunde-127.html

Von +10% und +8% lese ich da weder bei Post noch zum TVöD was… (außer in der Spalte „Gewerkschaftsforderung")

Zusätzlich muss man wissen, dass der Öffentliche Dienst deutlich besser bezahlt wie die Deutsche Bahn AG und ver.di die letzten 5 Jahre deutlich höhere Abschlüsse erzielt hat wie die EVG.

Die letzte Erhöhung bei der Deutschen Bahn bei der EVG gab es zum 01.01.2022 mit 1,5% mehr Lohn.

Ich sehe da die "deutlich höhere" Differenz nicht, sorry:

TVöD (Bund&Kommunen):
2018: +3,19% (durchschnittl.)
2019: +3,09% (durchschnittl.)
2020: +1,06% (durchschnittl.) + 400€ EZ
2021: +1,4%
2022: +1,8%
[2023: +0%]
Summe: +10,9% +400€ EZ

EVG:
2018: +2,62%
2019: +3,5% +1000€ EZ
2020: +2,6%
2021: +0% +600€ EZ
2022: +1,5% +500€ EZ
[2023: +0%]
Summe: +10,6% + 2100€ EZ

Wie wäre es mit einer Gehaltsverdoppelung a la DB-Lutz?

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Donnerstag, 27.04.2023, 03:27 (vor 1074 Tagen) @ Henrik

DAS wäre doch mal eine friedliche Gesprächsgrundlage bei Kaffee und Kuchen.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Nur noch die Hälfte?

musicus, Donnerstag, 27.04.2023, 05:55 (vor 1074 Tagen) @ Alibizugpaar
bearbeitet von musicus, Donnerstag, 27.04.2023, 05:56

Du meinst also, das Grundgehalt halbieren und den Rest gibt's dann, wenn die persönliche Leistung stimmt, noch extra?
Ich glaube nicht so wirklich dran, dass die Gewerkschaft eine variable Leistungsvergütung anstrebt...

Nur noch die Hälfte?

Murrtalbahner, Donnerstag, 27.04.2023, 12:16 (vor 1074 Tagen) @ musicus

Du meinst also, das Grundgehalt halbieren und den Rest gibt's dann, wenn die persönliche Leistung stimmt, noch extra?

Wann hat die Leistung beim obersten Vorstand die letzten Jahre gestimmt? Und trotzdem gabs Boni.

Nur noch die Hälfte?

musicus, Donnerstag, 27.04.2023, 12:28 (vor 1074 Tagen) @ Murrtalbahner

Wann hat die Leistung beim obersten Vorstand die letzten Jahre gestimmt?

Fragen Sie den Aufsichtsrat Ihres Vertrauens!

Nur noch die Hälfte?

JanZ, HB, Donnerstag, 27.04.2023, 12:31 (vor 1074 Tagen) @ musicus

Wann hat die Leistung beim obersten Vorstand die letzten Jahre gestimmt?

Fragen Sie den Aufsichtsrat Ihres Vertrauens!

Und definiere Leistung.

Nur noch die Hälfte?

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Donnerstag, 27.04.2023, 14:13 (vor 1074 Tagen) @ musicus

Die bekommen immer ihr volles Geld. Haften auch für nichts persönlich.

Aber ja, ein Lokführer würde vorübergehend sicher auch mit 1 Mio EUR auskommen statt 2 Mio.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Nur noch die Hälfte?

JanZ, HB, Donnerstag, 27.04.2023, 14:55 (vor 1074 Tagen) @ Alibizugpaar

Die bekommen immer ihr volles Geld.

Kommt drauf an, was du unter "volles Geld" verstehst:

Sämtlichen Vorstandsmitgliedern wurde im vergangenen Jahr ein erfolgsabhängiger Bonus gezahlt. 2021 und 2020 erhielten die Vorstandsmitglieder solche Boni den Geschäftsberichten zufolge nicht.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bahn-richard-lutz-bekommt-gehalt...

Wie "Erfolg" hier definiert ist, habe ich auf die Schnelle nicht herausfinden können.

Haften auch für nichts persönlich.

Natürlich nicht, grundsätzlich haften Arbeitnehmer nur in sehr engem Rahmen persönlich für ihre berufliche Tätigkeit. Und Vorstände einer Aktiengesellschaft haften auch nicht für deren Schulden.

Bahn-Aufsichtsrat verweigert Auszahlung der Vorstandsboni

Henrik, Freitag, 28.04.2023, 00:17 (vor 1074 Tagen) @ musicus

Wann hat die Leistung beim obersten Vorstand die letzten Jahre gestimmt?

Fragen Sie den Aufsichtsrat Ihres Vertrauens!

Millionen-Gratifikationen

Bahn-Aufsichtsrat verweigert Auszahlung der Vorstandsboni

Eigentlich sollen die Bahn-Vorstände Millionenboni bis Ende April auf ihrem Konto haben. Doch der Aufsichtsrat verweigert die Überweisung bis auf Weiteres. Alles hängt nun am Bundestag.
Von Gerald Traufetter
27.04.2023, 18.38 Uhr

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bahn-aufsichtsrat-verweigert-aus...

Spiegel +, sprich Bezahlschranke

Boni der DB-Manager gründen auf diversen Leistungen..

Henrik, Freitag, 28.04.2023, 01:13 (vor 1074 Tagen) @ JanZ

Die bekommen immer ihr volles Geld.

Kommt drauf an, was du unter "volles Geld" verstehst:

Sämtlichen Vorstandsmitgliedern wurde im vergangenen Jahr ein erfolgsabhängiger Bonus gezahlt. 2021 und 2020 erhielten die Vorstandsmitglieder solche Boni den Geschäftsberichten zufolge nicht.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bahn-richard-lutz-bekommt-gehalt...

Wie "Erfolg" hier definiert ist, habe ich auf die Schnelle nicht herausfinden können.

zuvor hast Du gescchrieben

Und definiere Leistung.

ja,
Erfolg.. Leistung
Wo ist das definiert?
in den außertariflichen Arbeitsverträgen.
Da wirst Du auf die Schnelle nichts herausfinden können.
Das sind Interna, Tarifgeheimnisse.. aus sehr guten Gründen.
..mit längerer Suche könntest Du etwas finden.
Ich erinnere mich an einen Artikel, glaube beim Spiegel oder Manager Magazin, wo ein wenig Details der Boni erläutert wurden.
Muss schon bisschen her gewesen sein, ich meine, hinsichtlich der Pünktlichkeitsmarke im Fernverkehr war dort genannt ein Wert von 82%, ;))
erläutert waren da Faktoren für den Bonus für ne Varianz um die Zielmarke 82% herum, weiter drüber, drunter etc.
Auch andere Kennwerte wurden thematisiert, auch mit Faktoren benannt.
Im Artikel wurde auch erläutert, dass es Tarifgeheimnisse sind und erläutert wieso.

Man kann sich ja auch einiges aus den Fingern saugen,
finanzielle Kennwerte spielen natürlich auch eine große Rolle.
In den Geschäftsberichten werden Ziele definiert für das aktuelle bzw. folgende Berichtsjahr

Hinsichtlich der Pünktlichkeitswerte werden sich die Boni für Dr. Michael Peterson gewiss nicht so rosig ausgefallen sein aktuell.. und in den nächsten Jahren wird es da auch nicht besser aussehen.
Im Punkte Anzahl der Fahrgäste sieht es dann wieder positiver aus.

Bei DB Regio gehts u.a. gewiss um Gewinnen von Ausschreibungen

Bei DB Netze um die Verkehrs-Leistungen im Netz und
um die Investitionen.
In letzten Jahren wurden im Netz mehr Bauprojekte im Bestandsnetz (LuFV) umgesetzt, mehr Mittel investiert als zu Jahresbeginn anvisiert - das wirkte sich gewiss positiv auf die Boni aus - zurecht.

Die Boni sind auf verschiedene Bereiche verteilt,
ich vermute, die korrelieren untereinander auch,
denn es war für das Jahr 2020 & 2021 m.E. die Rede davon, dass die Vorstände nicht auf ihre Boni verzichtet hätten, sondern es einfach gemäß ihrer Verträge keine Boni anfielen.
Die Pünktlichkeitswerte waren während der deutlichen Corona-Zeit ja eher positiv - die Anzahl der Fahrgäste gingen aber in Keller und erst recht der Umsatz & Gewinn bzw. es waren deutlich Verluste.

Haften auch für nichts persönlich.

Natürlich nicht, grundsätzlich haften Arbeitnehmer nur in sehr engem Rahmen persönlich für ihre berufliche Tätigkeit. Und Vorstände einer Aktiengesellschaft haften auch nicht für deren Schulden.

Ja, genau.

grundsätzlich nicht.

Bei fahrlässigem Verhalten sieht es anders aus.
Bei Eisenbahnunfällen wird das zum Thema,
in unterer Ebene bei Lokführern oder Fahrdienstleiter,
oben dann die Manager, die ggf. womöglich ihr Ok gegeben haben, wo sie es nicht hätten machen dürfen (vgl. Eschede - es gab Verfahren, wurde eingestellt).

Darüber hinaus ist.. die höhere Verantwortung in der höheren Hierarchie.
Ganz oben aktuell: Herr Lutz
Verantwortlich für alles
Sitzt irgendwie auf nem Schleudersitz,
nun vor nem Jahr neue Bundesregierung - da war die Frage, ob er noch bleibt..
Vor Corona gabs da auch schon so Gerüchte.
Seine Vorgänger könnten auch so einiges berichten.
Bei der Ebene drunter siehts auch nicht viel anders aus.

»Auch ich muss ab und zu mal schlafen«
Als Vorstandsvorsitzende der DB Cargo AG arbeitet Sigrid Nikutta morgens ab sechs Uhr und bis spät in die Nacht. Zu Besprechungen lädt sie in den ICE ein. Wie schaltet sie ab?

https://www.spiegel.de/start/sigrid-nikutta-ueber-selbstoptimierung-wie-die-db-cargo-ch...
Spiegel +
https://www.manager-magazin.de/lifestyle/sigrid-nikutta-ueber-selbstoptimierung-auch-ic...
M+

Nikutta musste ja auch nur aus gewissen Gründen dort hin.. und hat keinen leichten Job.

weiter drunter..
springen wir mal ein wenig zurück?
Wann war das.. 2002?
neues Tarifsystem, keine BC50 mehr, nur noch BC25 & Sparpreise..
..lief ein paar Monate - dann wurden Manager geköpft & gelyncht.
ist recht bekannt.. hier, also das Thema an sich.

DB Netz
NBS Köln-Rhein/Main..
gewaltige Kostensteigerungen - Ursache die Ausschreibungen bzw. Planleistungen
die hochgelobten & anerkannten Projektleiter sah man ab dem nächsten Tage nie wieder - auch sonst nirgends in der Branche. Geköpft, gelyncht.

am Freitag nun ja kein Streik - nächste Woche auch nich..

Henrik, Freitag, 28.04.2023, 02:35 (vor 1073 Tagen) @ martin.elsner

an Feiertagen und erst recht dazwischen fährt niemand.
Wen sollte es da weh tun? Das tut es bei Streik aber eh.
Bei Großveranstaltungen werden sie auch nicht streiken (Hafengeburtstag, s.o.) - das ist albern.

wieso ist das albern
DAS tut weh, wenn die Gelegenheitsfahren betroffen sind, die dann viel Entschädigung bekommen. Die Pendler abzustrafen, weil es "mehr bringt" - sorry das ist unterirdisch. Und der Bahn sowas von egal, die BC100 und andere Dauertickets sind eh bezahlt.

Streik tut eh weh..
das ist einkalkuliert - Gewerkschaft hat ihre Streikkasse und rechnet mit neuen Mitgliedern, AG-Seite kalkuliert es auch ein.
Fahrgastrechte? Wo sind wir denn da? halbe Million? ne Million?
Das geht unter.. darum gehts doch nicht, einkalkuliert - von beiden Seiten.

Natürlich macht es einen Unterschied ob an einem Samstag von 15-20 Uhr gestreikt wird oder mitten in der Woche.
Aus Sicht der Gewerkschaft geht es darum, einen Druck auszuüben, einen medial wirksamen Druck
bei dem man sich aber auch nicht zu sehr verscherzt bei der Bevölkerung.

Es wird m.E. bestimmt zu einem Streik bis Ende Mai kommen, dieser wird deutlicher sein als der von letztem Freitag von 13 Stunden,
so die Äußerungen von Seiten der EVG.
Es wird da gewiss darum gehen, den Verkehr in ganz Deutschland lahm zu legen für einen ganzen Tag - von unbefristeten Streik ist ja auch die Rede.
Etwaige Entschädigungen im Sinne von Fahrgastrechten für Gelegenheitsfahrern dürfte da eher das geringste Problem darstellen.

Bereits gebuchte Sparpreis- wie auch Flexpreis-Tickets sind auch eh bezahlt.

Güterverkehr?

Image an sich..

Na, wer sagt es denn!

J-C, In meiner Welt, Freitag, 28.04.2023, 07:30 (vor 1073 Tagen) @ Henrik

Als Vorstand kann man sich nicht einfach so den Boni erhöhen lassen, da hat der Aufsichtsrat eben noch was mitzureden.

Wollte man mir nicht glauben, jetzt sieht man es ja.

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Bahn-Aufsichtsrat verweigert Auszahlung der Vorstandsboni

musicus, Freitag, 28.04.2023, 09:23 (vor 1073 Tagen) @ Henrik

Spiegel +, sprich Bezahlschranke

Ich konnte den Artikel lesen und paraphrasiere mal die Kernpunkte:
a) gesellschaftlicher Druck und dem Vernehmen nach Unmut in Teilen des Aufsichtsrats im Hinblick auf die Betriebsqualität auf der Schiene.
b) Inanspruchnahme der Energiepreisbremse durch die DB - allerdings sind diese Staatszuschüsse an einen Verzicht auf Bonuszahlungen im Manangement geknüpft, so dass bis dato noch juristische Imponderabilien für den Konzern bestehen.

Es können mehr als 10 % sein - aber auch erheblich weniger

Dieter4711, Samstag, 29.04.2023, 16:32 (vor 1072 Tagen) @ Hansjörg
bearbeitet von Dieter4711, Samstag, 29.04.2023, 16:35

Hallo zusammen,

basierend auf der Annahme jeweils 5 % Steigerung ab März und August 2014 und unter Einrechnung des Inflationsausgleiches ergibt sich unter der Berücksichtigung der Laufzeit von März 2023 bis Juni 2025 folgende Rechnung (alles gerundet):

Monatsbrutto / Summe Brutto ohne Erhöhung / Summe Brutto mit Erhöhung und Ausgleich
500 / 14000 / 17538 (etwa + 25 %)
1000 / 28000 / 32227 (etwa + 15 %)
2000 / 56000 / 61605 (etwa + 10 %)
2500 / 70000 / 76293 (etwa + 9 %)
3000 / 84000 / 90982 (etwa + 8,3 %)
4000 / 112000 / 120360 (etwa + 7,5 %)
5000 / 140000 / 149737 (etwa + 7 %)
6000 / 168000 / 179115 (etwa + 6,6 %)

Je höher das Monatsbrutto mso geringer also die prozentuale Erhöhung.

Gruss
Dieter

Inflation 10 % im Jahr.

Manitou, Montag, 01.05.2023, 22:58 (vor 1070 Tagen) @ Henrik

Und bei einer Laufzeit von 24 bis 27 Monate erst nach einem Null-Jahr 5%, das ist fast wie "in die hohle Hand geschissen"!

Die "Inflationsprämie" wird zeitlich befristet gezahlt. Wenn dann also erst nach einem Jahr 5% gezahlt werden, dann hat man auf's Jahr nur 2,5% Erhöhung. Da aber im ersten Jahr 10% und im 2. Jahr vermutlich 5-7 % Inflation am einkommen knabbern, haben wir nach zwei jahren ein reales Minus von bis zu 15%!

Angemessen wäre, die Inflationsprämie auf 6 Monate zu verteilen, ab dem 7. Monat 10% zu erhöhen (ggf auch einen Sockel von 650,-€ in Verbindung mit weniger prozenten für obere Einkommen) und für den fall, daß der Vertrag mehr als 12 Monate läuft, ab dem 13. Monat nochmals eine Erhöhung mit einem Volumen von im Durchschnitt 8-10 % vereinbaren. Bei mehr als 24 Monaten müßte ab dem 25. Manat noch eine weitere Stufe hinzukommen.

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