Lange Umsteigezeit in München (Allgemeines Forum)
Mike65, Dienstag, 14.02.2023, 12:15 (vor 1150 Tagen)
Ich habe ein Ticket Budapest - Stuttgart gekauft. Ankunft ist mit RJX64 18:31, die frühestmögliche buchbare Weiterfahrt ist mit ICE510 um 19:28, also fast 1 Stunde Aufenthalt auf einem kalten Bahnsteig. Dabei fährt um 18:47 der ICE590, laut bahn.de mit geringer Auslastung. Warum lässt der sich nicht buchen? 16 Minuten Umsteigezeit sollten doch ausreichen, denn auf der Gegenrichtung werden Tickets mit 10 Minuten Aufenthalt verkauft. Traut die DB der ÖBB nicht?
Lange Umsteigezeit in München
Horst1, Dienstag, 14.02.2023, 12:21 (vor 1150 Tagen) @ Mike65
Durch diese t̵o̵l̵l̵e̵ neue Regelung zur Verhinderung von Fahrgastrechte-Andprüchen darfst du die Verbindung mit dem langen Aufenthalt buchen, aber in der Praxis trotz Zugbindung bereits den früheren ICE nutzen.
Grenzkontrollen?
JumpUp, Dienstag, 14.02.2023, 12:37 (vor 1150 Tagen) @ Horst1
Zumindest in den ersten Monaten nach Beginn des Kriegs in der Ukraine, hat es in Salzburg - aufgrund der Flüchtlingsströme - intensive Grenzkontrollen mit Verspätungen von bis 45-60 Minuten bei jedem Fernzug gegeben. Eventuell leitet sich daraus die erhöhte Umsteigezeit ab (wobei die Grenzkontrollen derzeit nicht mehr so intensiv sind)
Lange Umsteigezeit in München
arno50, Dienstag, 14.02.2023, 13:20 (vor 1150 Tagen) @ Horst1
bearbeitet von arno50, Dienstag, 14.02.2023, 13:21
Die Verhinderung von Fahrgastrechten mag sein, könnte es nicht auch zu Missbrauch führen, wenn man z.B. in einer IC Verbindung extra 1 Stde Umsteigezeit einplant, wohl wissend, dass man locker einen nach 20 min abfahrenden ICE bekommt, da man ja bei kürzeren Umsteigeverbindunge die restliche Zugbindung aufgehoben bekommt, möglicherweise da keine Zugbindung mehr einen anderen Fahrweg nimmt, als man im Sparpreis gebucht hat.
Lange Umsteigezeit in München
wachtberghöhle, Dienstag, 14.02.2023, 13:35 (vor 1150 Tagen) @ arno50
Die Verhinderung von Fahrgastrechten mag sein, könnte es nicht auch zu Missbrauch führen, wenn man z.B. in einer IC Verbindung extra 1 Stde Umsteigezeit einplant, wohl wissend, dass man locker einen nach 20 min abfahrenden ICE bekommt, da man ja bei kürzeren Umsteigeverbindunge die restliche Zugbindung aufgehoben bekommt, möglicherweise da keine Zugbindung mehr einen anderen Fahrweg nimmt, als man im Sparpreis gebucht hat.
Könnte sein. Ja. Ich sehe dann einen Fahrgast, der früher am Zielort ankommt, als geplant. Kaum zu glauben, aber sicherlich kein Problem, das mit allen Mitteln verhindert werden muss.
Lange Umsteigezeit in München
J-C, In meiner Welt, Dienstag, 14.02.2023, 15:48 (vor 1150 Tagen) @ wachtberghöhle
Vor allem könnte man das Problem ja leicht lösen, indem man die Regelung auf die reguläre Umsteigezeit beschränkt, sofern es überhaupt ein Problem wäre, was bisher ja offenbar nicht der Fall ist.
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Lange Umsteigezeit in München
Horst1, Dienstag, 14.02.2023, 15:54 (vor 1150 Tagen) @ J-C
Wie gesagt, man will mit der aktuellen Maßnahme die Zahlungen aus Fahrgastrechte-Andprüchen reduzieren.
Reduzierung der Fahrgastrechtansprüche
arno50, Dienstag, 14.02.2023, 16:27 (vor 1150 Tagen) @ Horst1
wäre einfach möglich, wenn man beim Supersparpreis die Fahrgastrechte ausschliesst, was
m.E. durchaus verständlich wäre. Schliesslich fährt man z.B. für 18 Euro statt z.B. 120 Euro.
Wenige würden m.E. dann den Flexpreis wählen.
Reduzierung der Fahrgastrechtansprüche
Giovanni, Dienstag, 14.02.2023, 16:46 (vor 1150 Tagen) @ arno50
wäre einfach möglich, wenn man beim Supersparpreis die Fahrgastrechte ausschliesst, was
m.E. durchaus verständlich wäre. Schliesslich fährt man z.B. für 18 Euro statt z.B. 120 Euro.
Wenige würden m.E. dann den Flexpreis wählen.
Das wäre rechtlich nur bei einem reinen Nahverkehrs-Sparpreis möglich.
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Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)
Fahrgastrechte Nahverkehrs-Sparpreis
Barzahlung, Dienstag, 14.02.2023, 17:34 (vor 1150 Tagen) @ Giovanni
bearbeitet von Barzahlung, Dienstag, 14.02.2023, 17:37
wäre einfach möglich, wenn man beim Supersparpreis die Fahrgastrechte ausschliesst, was
m.E. durchaus verständlich wäre. Schliesslich fährt man z.B. für 18 Euro statt z.B. 120 Euro.
Wenige würden m.E. dann den Flexpreis wählen.
Das wäre rechtlich nur bei einem reinen Nahverkehrs-Sparpreis möglich.
Im Kontext dieses Threads - wir reden über die Fahrpreisentschädigung - gibt es dafür in Deutschland keine rechtliche Grundlage.
Der Bund müsste hierzu zunächst mal ein Gesetz verabschieden, das den Nahverkehr gemäß Art. 2 Abs. 5 VO (EG) 1371/2007 von den Fahrgastrechten der VO bzw. hier dem Art. 17 ausnimmt.
Sowas tut der Bund bislang nur beim Recht auf Weiterreise unter vergleichbaren Bedingungen gemäß Art. 16 für Fahrkarten mit erheblich ermäßigten Beförderungsentgelt.
Fahrgastrechte Nahverkehrs-Sparpreis
Giovanni, Mittwoch, 15.02.2023, 10:10 (vor 1149 Tagen) @ Barzahlung
wäre einfach möglich, wenn man beim Supersparpreis die Fahrgastrechte ausschliesst, was
m.E. durchaus verständlich wäre. Schliesslich fährt man z.B. für 18 Euro statt z.B. 120 Euro.
Wenige würden m.E. dann den Flexpreis wählen.
Das wäre rechtlich nur bei einem reinen Nahverkehrs-Sparpreis möglich.
Im Kontext dieses Threads - wir reden über die Fahrpreisentschädigung - gibt es dafür in Deutschland keine rechtliche Grundlage.
Der Bund müsste hierzu zunächst mal ein Gesetz verabschieden, das den Nahverkehr gemäß Art. 2 Abs. 5 VO (EG) 1371/2007 von den Fahrgastrechten der VO bzw. hier dem Art. 17 ausnimmt.Sowas tut der Bund bislang nur beim Recht auf Weiterreise unter vergleichbaren Bedingungen gemäß Art. 16 für Fahrkarten mit erheblich ermäßigten Beförderungsentgelt.
Bedingt: Für Ländertickets und Quer-durchs-Land-Ticket ist zudem nur die "Zeitkarten-Entschädigung" von 1,50€ pro Verspätungsfall vorgesehen (und damit unter der Bagatellgrenze), die in grobem Missverhältnis zum Fahrpreis steht. Insbesondere im Hinblick darauf, dass die kurze Gültigkeit teils gar nicht mehrere Fahrten auf der gewählten Strecke ermöglicht und auch für Mehrpersonenvarianten die Einpersonen-Entschädigung gezahlt wird.
Andere Punkte gelten hingegen auch im Nahverkehr uneingeschränkt.
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Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)
Fahrpreisentschädigung Zeitkarten
Barzahlung, Mittwoch, 15.02.2023, 20:54 (vor 1149 Tagen) @ Giovanni
Andere Punkte gelten hingegen auch im Nahverkehr uneingeschränkt.
Der von Dir eingebrachte Sachverhalt bzgl. Fahrpreisentschädigung auf Zeitkarten beschränkt sich nicht nur auf den Nahverkehr. Auch bei Zeitkartenangeboten des Fernverkehrs finden wir pauschaliert festgesetzte Entschädigungsbeträge je Verspätungsfall ab 60min., die nicht vom entrichteten Fahrpreis abhängen:
- 1,30€ beim IC/EC-Semesterticket Marburg/Darmstadt
- 5€ (7,50€) bei den IC/EC- und ICE-Streckenzeitkarten und IC/EC-Aufpreisen auf Verbundzeitkarten (1. Klasse)
- 10€ (15€) bei der BahnCard 100 (1. Klasse)
5€ Fahrpreisentschädigung bei einer 301,70€ teuren ICE-Wochenkarte der Relation Köln-Stuttgart sind auch nicht so super angemessen. Da müsste man innerhalb einer Woche auf 16 Fahrten 60min. Verspätung einfahren, um die 25% Entschädigung zu erhalten.
Nein, erheblich unterschiedliche Leistungen!
Sportdiesel612, Dienstag, 14.02.2023, 19:00 (vor 1150 Tagen) @ arno50
wäre einfach möglich, wenn man beim Supersparpreis die Fahrgastrechte ausschliesst, was
m.E. durchaus verständlich wäre. Schliesslich fährt man z.B. für 18 Euro statt z.B. 120 Euro.
Wenige würden m.E. dann den Flexpreis wählen.
Ein Supersparpreis unterscheidet sich extrem vom Flexpreis: Wochen vorher kaufen, Zugbindung, keine Rückgabe, kein City.
Im Nahverkehr/Produkt C sieht das anders aus; Länderticket, QdL und ein Einzelticket machen keine Unterschied, außer dem Preis.
Summe der Zahlungen?
Artur Donar, Dienstag, 14.02.2023, 18:55 (vor 1150 Tagen) @ Horst1
bearbeitet von Artur Donar, Dienstag, 14.02.2023, 18:56
Hallo,
ist irgendwo ersichtlich, wie hoch die Zahlungen zB im letzten Jahr waren oder ist das Verschlusssache?
Die DB geht immer mehr, meiner Ansicht nach, mit
halbseidenen Methoden vor. Ob es die überraschenden, unterjährigen Zugangsbeschränkungen zur Lounge sind oder diese gesperrten Anschlüsse, die dem Fahrgast ggf eine Fahrzeitverlängerung von 1h bringen.
Auch das ist wieder nur bis zum Ende gedacht.
Beispiel: dieser Anschluss oder der frühere Korrespondenzanschluss in Köln (weiter nach Düsseldorf oder Wuppertal) sind zB gesperrt, aber wer von Münster nach Bienenbüttel reist, bekommt immer noch den 7 Minuten Abschluss in Harburg vorgeschlagen, der fast nie geht. Dann erst eine Stunde später weiter oder Fahrtabbruch. Wo ist die Logik?
Als Staat im Staate genießt man die Narrenfreiheit.
Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Dienstag, 14.02.2023, 19:28 (vor 1150 Tagen) @ Artur Donar
bearbeitet von Der Blaschke, Dienstag, 14.02.2023, 19:29
Hey.
Die DB geht immer mehr, meiner Ansicht nach, mit halbseidenen Methoden vor.
Sie gebärdet sich halt wie ein Staat im Staate.
Dem Eigentümer ist das weitgehend egal - zumal seine Vertreter in weiten Teilen wenig Ahnung haben. Der Allgemeinheit fehlt ohnehin der Durchblick. Im SPFV hat man faktisch ein Monopol; zementiert auf Jahrzehnte durch den Deutschlandtakt.
Kein Wunder, dass man da als DB völlig ungeniert tut und treibt, worauf man Lust hat und wie es am meisten dem eigenen Zwecke dient.
Ohne eine vollständige Zerschlagung des kompletten Konzerns und die Überführung der Einzelteile in andere Eigentumsstrukturen wird es mit dem System Eisenbahn in Deutschland nichts werden.
Die DB darf höchstens ein eines von unzähligen EVU am Markt sein. Ohne Monopole, ohne Marktbeherrschung.
Aber wenn selbst Bahnfans das genaue Gegenteil fordern, alles hübsch ab zum Staat, der wird es richten, selbst wenn er bis 1990 in gleich 2 deutschen Staaten bewiesen hat, dass er es nicht kann - ja, dann in der Zug für eine goldene Zeit endgültig abgefahren.
Beispiel: dieser Anschluss oder der frühere Korrespondenzanschluss in Köln (weiter nach Düsseldorf oder Wuppertal) sind zB gesperrt, aber wer von Münster nach Bienenbüttel reist, bekommt immer noch den 7 Minuten Abschluss in Harburg vorgeschlagen, der fast nie geht. Dann erst eine Stunde später weiter oder Fahrtabbruch. Wo ist die Logik?
Es gibt keine!!!!!!!! Hinterfrage es nicht!!!! Da wirst du nur irre.
Wahrscheinlich muss das Bsp. ihnen da oben mal irgendwo nervend unterkommen, bis sie Handlungsbedarf erkennen.
Schöne Grüße von jörg
Lange Umsteigezeit in München
Fabian318, Münster i. W., Dienstag, 14.02.2023, 16:28 (vor 1150 Tagen) @ J-C
Vor allem könnte man das Problem ja leicht lösen, indem man die Regelung auf die reguläre Umsteigezeit beschränkt, sofern es überhaupt ein Problem wäre, was bisher ja offenbar nicht der Fall ist.
Die reguläre Umsteigezeit ist dem Fahrgast aber nicht ersichtlich.
Lange Umsteigezeit in München
J-C, In meiner Welt, Dienstag, 14.02.2023, 17:57 (vor 1150 Tagen) @ Fabian318
Man kann die Mindest-Umsteigezeit auf der Fahrkarte vermerken, wenn man es nötig hat.
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Lange Umsteigezeit in München
markman, Dienstag, 14.02.2023, 15:28 (vor 1150 Tagen) @ arno50
bearbeitet von markman, Dienstag, 14.02.2023, 15:30
Wie geht das? Ich habe doch Zugbindung, wieso ist die aufgehoben, wenn ein möglicher Anschlusszug früher als mein gebuchter Anschlusszug fährt?
Grüße,
Markman
Lange Umsteigezeit in München
Horst1, Dienstag, 14.02.2023, 15:40 (vor 1150 Tagen) @ markman
bearbeitet von Horst1, Dienstag, 14.02.2023, 15:40
Wie gesagt, es gibt seit wenigen Monaten eine neue Regelung, wonach die DB mehr Übergangszeit bei vielen Verbindungen hinterlegt hat. Wenn man trotzdem einen frühereren, passenden Zug erwischt, darf man diesen entgegen seiner Zugbindung nehmen.
Die Reduzierung vom Fahrgastrechte-Auszahlungen ist der DB wohl aktuell wichtiger als die Reisendenlenkung.
Lange Umsteigezeit in München
markman, Dienstag, 14.02.2023, 15:57 (vor 1150 Tagen) @ Horst1
danke, das hatte ich noch nicht mitbekommen
Lange Umsteigezeit in München
musicus, Dienstag, 14.02.2023, 16:02 (vor 1150 Tagen) @ markman
Lange Umsteigezeit in München
markman, Dienstag, 14.02.2023, 16:39 (vor 1150 Tagen) @ musicus
das bedeutet, das ein Fahrgast auch "manuell" z.B. einen 2-Stunden Aufenthalt bei der Buchung einplant, weil er z.B. einen Termin am Bahnhof hat. Sollte dieser ausfallen, könnte er auch einen Zug früher als gebucht (beim Sparpreis) nehmen, richtig?
Grüße,
Markman
Lange Umsteigezeit in München
EK-Wagendienst, EGST, Dienstag, 14.02.2023, 16:48 (vor 1150 Tagen) @ markman
das bedeutet, das ein Fahrgast auch "manuell" z.B. einen 2-Stunden Aufenthalt bei der Buchung einplant, weil er z.B. einen Termin am Bahnhof hat. Sollte dieser ausfallen, könnte er auch einen Zug früher als gebucht (beim Sparpreis) nehmen, richtig?
Grüße,
Markman
Das weiß keiner so genau, genau geregelt ist es eben nicht.
Hier wird aber beim Aufenthalt was geändert, gedacht ist es wohl so, das wenn man den knappen Übergang noch bekommen hat.
Das führte hier auch schon zu verschiedenen Meinungen.
--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.
Dilettierende Plüschetage ...
Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Dienstag, 14.02.2023, 19:09 (vor 1150 Tagen) @ EK-Wagendienst
bearbeitet von Der Blaschke, Dienstag, 14.02.2023, 19:10
Hey.
das bedeutet, das ein Fahrgast auch "manuell" z.B. einen 2-Stunden Aufenthalt bei der Buchung einplant, weil er z.B. einen Termin am Bahnhof hat. Sollte dieser ausfallen, könnte er auch einen Zug früher als gebucht (beim Sparpreis) nehmen, richtig?
Das weiß keiner so genau, genau geregelt ist es eben nicht.
Hier wird aber beim Aufenthalt was geändert, gedacht ist es wohl so, das wenn man den knappen Übergang noch bekommen hat.
Das führte hier auch schon zu verschiedenen Meinungen.
Eben ein hervorragendes Beispiel für den Dilettantismus einer aus Theoretikern bestehenden Plüschetage, die von der Praxis an der Basis und von ihrem eigenen Laden null Ahnung hat.
Das schöne daran: an der Front wird der ganze oben erfundene Unsinn dann von 99,99% der Beteiligten ignoriert und jeder macht, was er will.
So entstehen Parallelgesellschaften selbst innerhalb der eigenen Firma. Oben die hochstudierten, klugen Lenker und Denker, die ständig das Rad neu erfinden und neue Projekte erfinden, um Arbeit zu haben. Die Welt der Jubelpressemitteilungen.
Unten nimmt man all das zur Kenntnis, denkt sich seinen Teil und man arbeitet so - auch miteinander -, dass man den Dienst einigermaßen erträglich übersteht.
Die Lehmschicht dazwischen hält den ganzen Laden dann mit Mühe und Not noch leidlich zusammen.
Großes und Gutes entsteht dabei natürlich nicht. Man kann es sich ja täglich in den Berichten über Störungen, Verspätungen, technischen Mängeln, außerplanmäßigen Fahrzeugüberprüfungen etc. anschauen.
Aber da sich die Mehrheit mit 'so leidlich' zufrieden gibt und weil es alle Bereiche des Lebens betrifft (woanders ist es eben nicht besser!) und weil noch genug Substanz vergangener Zeiten vorm Untergang schützt, ist der Veränderungsdruck überschaubar.
Insofern sind solcherlei Diskussionen wie hier völlig irrelevant, weil die Chance auf Probleme bei weniger als 3,27% liegt. Aber sie bieten dem Mitleser schöne Unterhaltung. Und der Plüschetage Anhaltspunkte für neue Projekte, Brainstormings etc. Und schöne Dienstreisen zu entsprechenden Seminaren und Meetings. Wo man morgens bei einer gepflegten Partie Golf die neuesten Deals eintütet und Ideen fixiert.
Was 3 Wochen später eine Pressemitteilung generiert, wo ich mich immer frage, für wen die eigentlich bestimmt sind und wieviel Prozent der Bevölkerung davon wohl Kenntnis nehmen.
Schöne Grüße von jörg
der so ganz real 15 Min Verspätung beim Feierabendzug hatte, weil ein Genie geplant hat, den ankommenden Zug in die Abstellung zu fahren, mit 2. Einheit zu verstärken und der dann 8 Min später wieder vom Bahnsteig abfahren soll.
2 Min nach planmäßiger Abfahrt stellte man fest: 10 Min später wird es werden. Nach 10 Min kam ein Zug auch angefahren. Die Bahnsteiganzeige zeigt: RB 66 Osnabrück, der Zug "nicht einsteigen". Und nachdem die Türen geöffnet waren und die ersten einstiegen, änderte man die Anzeige am Zug und am Bahnsteig auf RB 65 Rheine. Die RB 66 war auf der Bahnsteiganzeige jetzt Folgezug mit 5 Min Verspätung (bei 10 Min über der planmäßigen Abfahrt hätte sie demnach weg sein müssen ...).
Ganz großes Kino also wieder!!!
Da sähe man doch gerne mal einen Verantwortlichen auf dem Bahnsteig, der sich mit einem Schild "Ich habe dieses alles so geplant und erfunden" als Macher outet.
Lange Umsteigezeit in München
Höllentalbahn, Mittwoch, 15.02.2023, 00:17 (vor 1150 Tagen) @ musicus
Wahnsinn,
hätte gedacht das wäre wieder so ein informelles Ding.
Dann braucht man ja quasi in Zukunft eine alternative "ehrliche" Fahrplanauskunft ohne diese großzügigen Umsteigezeiten.
Oder betrifft das nur München?
Lange Umsteigezeit in München
Horst1, Mittwoch, 15.02.2023, 00:37 (vor 1150 Tagen) @ Höllentalbahn
Wahnsinn,
hätte gedacht das wäre wieder so ein informelles Ding.
Dann braucht man ja quasi in Zukunft eine alternative "ehrliche" Fahrplanauskunft ohne diese großzügigen Umsteigezeiten.
Oder betrifft das nur München?
Ja, bräuchte man.
Nein, betrifft auch andere Bahnhöfe und auch NV-Züge.
Lange Umsteigezeit in München
EK-Wagendienst, EGST, Dienstag, 14.02.2023, 16:28 (vor 1150 Tagen) @ markman
danke, das hatte ich noch nicht mitbekommen
Ist dann aber bei der Bahncard 100 dann wohl auch so, weil man eine nicht planbare Verbindung gefahren ist.
Wenn in diesem Beispiel du den Zug in München noch bekommen, hast und dieser dann in Ulm 61 Minuten zu spät ist, wird die Verspätung des nächsten Zuges der als Anschluss angeboten wird angenommen.
Hier:
RJ 64 an 18:31 Uhr
ICE 590 Abfahrt 18:47 Uhr an Ulm 19:59 Uhr Tatsächliche Ankunft 21:00 Uhr
Der ICE 510 kommt in Ulm um 20:45 Uhr an, damit nur 15 Minuten Verspätung und keine FGR.
Oder wird dann hier einer BC100 dann die nur normale Umsteigezeit berücksichtig.
Ich weiß es nicht wie es da gehandhabt wurde, da bei der BC 100 es ja keine konkret Gebuchte Verbindung gibt, und wie wäre das bei ein Flexticket.
--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.
Mitdenken hilft manchmal…
Reservierungszettel, KDU, Dienstag, 14.02.2023, 17:48 (vor 1150 Tagen) @ EK-Wagendienst
danke, das hatte ich noch nicht mitbekommen
Ist dann aber bei der Bahncard 100 dann wohl auch so, weil man eine nicht planbare Verbindung gefahren ist.Wenn in diesem Beispiel du den Zug in München noch bekommen, hast und dieser dann in Ulm 61 Minuten zu spät ist, wird die Verspätung des nächsten Zuges der als Anschluss angeboten wird angenommen.
Hier:
RJ 64 an 18:31 Uhr
ICE 590 Abfahrt 18:47 Uhr an Ulm 19:59 Uhr Tatsächliche Ankunft 21:00 Uhr
Der ICE 510 kommt in Ulm um 20:45 Uhr an, damit nur 15 Minuten Verspätung und keine FGR.
Doch ich trage einfach nur München-Ulm ein und bekomme meine FGR ;)
Oder wird dann hier einer BC100 dann die nur normale Umsteigezeit berücksichtig.
Ich gehe davon aus das berücksichtigt wird was im Internet zu finden ist.
Ich weiß es nicht wie es da gehandhabt wurde, da bei der BC 100 es ja keine konkret Gebuchte Verbindung gibt, und wie wäre das bei ein Flexticket.
Eben auch so, nur was die Auskunft ausgibt kann als Grundlage gelten.
Mit BC 100 stellt sich die Frage allerdings nicht wenn man einfach den Zug ohne vor und nachgehende Fahrtstrecke angibt.
Mitdenken hilft manchmal…
EK-Wagendienst, EGST, Dienstag, 14.02.2023, 18:27 (vor 1150 Tagen) @ Reservierungszettel
Doch ich trage einfach nur München-Ulm ein und bekomme meine FGR ;)
Oder wird dann hier einer BC100 dann die nur normale Umsteigezeit berücksichtig.
Ich gehe davon aus das berücksichtigt wird was im Internet zu finden ist.
Ich weiß es nicht wie es da gehandhabt wurde, da bei der BC 100 es ja keine konkret Gebuchte Verbindung gibt, und wie wäre das bei ein Flexticket.
Eben auch so, nur was die Auskunft ausgibt kann als Grundlage gelten.Mit BC 100 stellt sich die Frage allerdings nicht wenn man einfach den Zug ohne vor und nachgehende Fahrtstrecke angibt.
Das stimmt natürlich, ist eben nicht Kontrollierbar.
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Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.
Kurze Umsteigezeit in München
Mike65, Dienstag, 14.02.2023, 21:27 (vor 1150 Tagen) @ Horst1
Durch diese t̵o̵l̵l̵e̵ neue Regelung zur Verhinderung von Fahrgastrechte-Andprüchen darfst du die Verbindung mit dem langen Aufenthalt buchen, aber in der Praxis trotz Zugbindung bereits den früheren ICE nutzen.
Mich wundert etwas, dass ich auf der Hinfahrt mit ICE991/RJX63 eine Verbindung mit einer Umstiegszeit von 11 Minuten buchen konnte. Ich schätze mal die Wahrscheinlichkeit, dass es klappt, auf ca. 50%. Früher losfahren wäre auch gegangen, aber zu einem deutlich höheren Preis. Immerhin riskiert die DB hier eine FGR-Erstattung von 50%, da der nächste Railjet erst 2 Stunden später fährt und einige Minuten zusätzlich bis Budapest vermutlich auch nicht so selten sind.
Ich hoffe natürlich, dass es klappt, weil ich eine Ankunft bei Tageslicht bevorzuge.
Kann man irgendwo die Verspätungen in der Vergangenheit pro Bahnhof/Zug einsehen? Bei Zugfinder.net geht das leider nur in der kostenpflichtigen Pro-Version.
Kurze Umsteigezeit in München
Reservierungszettel, KDU, Dienstag, 14.02.2023, 23:33 (vor 1150 Tagen) @ Mike65
Durch diese t̵o̵l̵l̵e̵ neue Regelung zur Verhinderung von Fahrgastrechte-Andprüchen darfst du die Verbindung mit dem langen Aufenthalt buchen, aber in der Praxis trotz Zugbindung bereits den früheren ICE nutzen.
Mich wundert etwas, dass ich auf der Hinfahrt mit ICE991/RJX63 eine Verbindung mit einer Umstiegszeit von 11 Minuten buchen konnte. Ich schätze mal die Wahrscheinlichkeit, dass es klappt, auf ca. 50%. Früher losfahren wäre auch gegangen, aber zu einem deutlich höheren Preis. Immerhin riskiert die DB hier eine FGR-Erstattung von 50%, da der nächste Railjet erst 2 Stunden später fährt und einige Minuten zusätzlich bis Budapest vermutlich auch nicht so selten sind.Ich hoffe natürlich, dass es klappt, weil ich eine Ankunft bei Tageslicht bevorzuge.
Kann man irgendwo die Verspätungen in der Vergangenheit pro Bahnhof/Zug einsehen? Bei Zugfinder.net geht das leider nur in der kostenpflichtigen Pro-Version.
Schau mal hier: https://bahn.expert/ dann oben links klicken und bei Zugsuche das Datum anpassen, manche Daten können allerdings Fehler enthalten oder nicht vollständig sein.
Lange Umsteigezeit in München
Höllentalbahn, Dienstag, 14.02.2023, 21:58 (vor 1150 Tagen) @ Horst1
Hallo Horst1,
gibt's irgendwo mehr zu dieser Regelung?
Ich fahre die Strecke zwar meistens über Zürich, aber wäre falls es mal wieder über München geht doch ganz gut zu wissen.
Mfg
Höllentalbahn
Lange Umsteigezeit in München
Matze86, München, Dienstag, 14.02.2023, 22:18 (vor 1150 Tagen) @ Höllentalbahn
Lange Umsteigezeit in München
EK-Wagendienst, EGST, Dienstag, 14.02.2023, 12:52 (vor 1150 Tagen) @ Mike65
Ich habe ein Ticket Budapest - Stuttgart gekauft. Ankunft ist mit RJX64 18:31, die frühestmögliche buchbare Weiterfahrt ist mit ICE510 um 19:28, also fast 1 Stunde Aufenthalt auf einem kalten Bahnsteig. Dabei fährt um 18:47 der ICE590, laut bahn.de mit geringer Auslastung. Warum lässt der sich nicht buchen? 16 Minuten Umsteigezeit sollten doch ausreichen, denn auf der Gegenrichtung werden Tickets mit 10 Minuten Aufenthalt verkauft. Traut die DB der ÖBB nicht?
Das ist jetzt der klassische Fall, wo man trotz Zugbindung einen Zug früher fahren darf.
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Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.
Grezkontrollen
musicus, Dienstag, 14.02.2023, 13:15 (vor 1150 Tagen) @ Mike65
Ich habe ein Ticket Budapest - Stuttgart gekauft. Ankunft ist mit RJX64 18:31, die frühestmögliche buchbare Weiterfahrt ist mit ICE510 um 19:28, also fast 1 Stunde Aufenthalt auf einem kalten Bahnsteig.
Dabei fährt um 18:47 der ICE590, laut bahn.de mit geringer Auslastung. Warum lässt der sich nicht buchen? 16 Minuten Umsteigezeit sollten doch ausreichen
Unklar. Erfahrungsgemäß eher nicht - auch bei den schnellsten Kontrollen (nachts, schwache Auslastung) habe ich doch immer wenigstens eine Viertelstunde in Freilassing verloren. Persönlich würde ich auf diesen Anschluss also nix geben und mir eine solche Reisekette auch nicht aussuchen.
Und wenn es wie durch ein Wunder doch klappen sollte, besteht ja - wie im Beitragsbaum bereits beschrieben - die Möglichkeit von einer etwaigen Zugbindung abzuweichen.
denn auf der Gegenrichtung werden Tickets mit 10 Minuten Aufenthalt verkauft.
In der Gegenrichtung finden, dem Schengener Abkommen entsprechend, keine Kontrollen statt.
Traut die DB der ÖBB nicht?
Eher der Grenzpolizei...
Grenzkontrollen
Mike65, Dienstag, 14.02.2023, 18:36 (vor 1150 Tagen) @ musicus
Unklar. Erfahrungsgemäß eher nicht - auch bei den schnellsten Kontrollen (nachts, schwache Auslastung) habe ich doch immer wenigstens eine Viertelstunde in Freilassing verloren. Persönlich würde ich auf diesen Anschluss also nix geben und mir eine solche Reisekette auch nicht aussuchen.
Steht der Zug denn während der Kontrolle in Freilassing rum? Warum wird nicht im fahrenden Zug kontrolliert? Und wieso braucht man so lange, um sich die Ausweise zeigen zu lassen? Zu wenig Personal? Das hat damals ja sogar die ehemalige DDR auf den Transitzügen besser hinbekommen. Zwischen Salzburg und München wäre doch genug Zeit.
Und wenn es wie durch ein Wunder doch klappen sollte, besteht ja - wie im Beitragsbaum bereits beschrieben - die Möglichkeit von einer etwaigen Zugbindung abzuweichen.
Danke für den Hinweis, dann sehe ich das Ganze gelassener.
denn auf der Gegenrichtung werden Tickets mit 10 Minuten Aufenthalt verkauft.
In der Gegenrichtung finden, dem Schengener Abkommen entsprechend, keine Kontrollen statt.
Sowohl Österreich als auch Deutschland sind Schengen-Mitglieder, so dass es eigentlich in keiner Richtung mehr als stichprobenhafte Kontrollen geben dürfte. Bayern hält sich nur nicht daran. Der Grund wird wohl sein, dass sich die Flüchtlinge eher von Ost nach West als umgekehrt bewegen.
Wird zwischen Ungarn und Österreich eigentlich auch kontrolliert?
Grenzkontrollen
EK-Wagendienst, EGST, Dienstag, 14.02.2023, 18:47 (vor 1150 Tagen) @ Mike65
bearbeitet von EK-Wagendienst, Dienstag, 14.02.2023, 18:48
Steht der Zug denn während der Kontrolle in Freilassing rum? Warum wird nicht im fahrenden Zug kontrolliert? Und wieso braucht man so lange, um sich die Ausweise zeigen zu lassen? Zu wenig Personal? Das hat damals ja sogar die ehemalige DDR auf den Transitzügen besser hinbekommen. Zwischen Salzburg und München wäre doch genug Zeit.
Wenn der Transit bis in die Schweiz fahren würde, dann gebe es die Kontrollen nicht, auch die Züge die den Korridor befahren werde nicht kontrolliert.
Und wenn es wie durch ein Wunder doch klappen sollte, besteht ja - wie im Beitragsbaum bereits beschrieben - die Möglichkeit von einer etwaigen Zugbindung abzuweichen.
Danke für den Hinweis, dann sehe ich das Ganze gelassener.
denn auf der Gegenrichtung werden Tickets mit 10 Minuten Aufenthalt verkauft.
Sowohl Österreich als auch Deutschland sind Schengen-Mitglieder, so dass es eigentlich in keiner Richtung mehr als stichprobenhafte Kontrollen geben dürfte. Bayern hält sich nur nicht daran. Der Grund wird wohl sein, dass sich die Flüchtlinge eher von Ost nach West als umgekehrt bewegen.
Wird zwischen Ungarn und Österreich eigentlich auch kontrolliert?
Es geht eben um Personen aus dem Nahen Osten, und da ja nicht mehr nach Aussehen kontrolliert werden darf, ein Vorwurf der Diskriminierung, werden halt alle kontrolliert, und schon ist das Problem gelöst.
Die müssen Halt in Freilassing raus geholt werden, damit sie zurück geschickt werden können.
Ja Bayern ist was besonderes, war schon immer so.
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Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.
Grenzkontrollen
bahnfahrerofr., Dienstag, 14.02.2023, 19:28 (vor 1150 Tagen) @ EK-Wagendienst
Es geht eben um Personen aus dem Nahen Osten, und da ja nicht mehr nach Aussehen kontrolliert werden darf, ein Vorwurf der Diskriminierung, werden halt alle kontrolliert, und schon ist das Problem gelöst.
Fahr mal mit dem SOB-628 von Salzburg aus durch Freilassing. Da passiert genau das. 2 Grenzer (die eigentlich theoretisch keine sind, faktisch aber schon) gehen durch und kontrollieren alle, die nach "naher Osten" oder "Afrika" aussehen. Der Rest wird im Normalfall nicht kontrolliert. Bis Dezember gab es da höchstens Maskenkontrolle. Warum das im FV anders ist, keine Ahnung.
Grenzkontrollen
Barzahlung, Dienstag, 14.02.2023, 20:28 (vor 1150 Tagen) @ EK-Wagendienst
Die müssen Halt in Freilassing raus geholt werden, damit sie zurück geschickt werden können.
Woher willst Du wissen, dass die zurückgeschickt werden. Die durchlaufen eine "Identitätsfeststellung", stellen anschließend ihren Asylantrag und dann bleiben sie erstmal da.
und kontrollieren alle, die nach "naher Osten" oder "Afrika" aussehen.
Manchmal frage ich mich aber schon, woran die das festmachen.
Ich hatte schon folgende Fälle: Ein Schwarzer telefoniert im Zug (hört man sofort, spricht fließend deutsch), beendet kurz bevor die BPol den Zug bestiegen hat das Telefonat. Polizisten gehen durch und laufen regungslos an ihm vorbei.
Anderer Tag: Zwei weiße, junge Männer sitzen nebeneinander in einer Sitzreihe in meinem Sichtfeld. Sahen ein bisschen aus wie ein schwules Pärchen, vom Erscheinungsbild jedenfalls überhaupt nicht das, bei dem ich sagen würde, "ah, das sind Nordafrikaner".
Polizei geht durch, pickt sich die zwei raus: "Where are you from?" Der eine antwortet: "Syria." Polizist: "Come with me."
Ihr könnt von den Kontrollen halten, was Ihr wollt, aber die Jungs haben's echt drauf. ;-)
Bis Dezember gab es da höchstens Maskenkontrolle.
Ansprochen hat mich deswegen noch keiner. Ich hab da immer gerade mein Brötchen ausgepackt. ;-)
Bayern?
Barzahlung, Dienstag, 14.02.2023, 19:58 (vor 1150 Tagen) @ Mike65
Bayern hält sich nur nicht daran.
Wieso Bayern? Es ist nicht die bayrische Landespolizei, die die Kontrollen im Zug in Freilassing durchführt, sondern die Bundespolizei und die untersteht ja wohl immer noch dem Bundesinnenministerium, bei dem Opa Seehofer schon seit 2021 nicht mehr Ressortchef ist.
Diese "Vollkontrollen", bei denen jeder Zug ne halbe Stunde angehalten wurde, kamen erst als Faeser im Amt war.
Wird zwischen Ungarn und Österreich eigentlich auch kontrolliert?
Seit die Balkan-Route geschlossen wurde afaik nicht mehr. Die Grenze nach Italien wird aber kontrolliert.
Bayerische Grenzpolizei
ffz, Dienstag, 14.02.2023, 20:06 (vor 1150 Tagen) @ Barzahlung
Hallo,
die Kontrollen in Freilassing werden in aller Regel mindestens von der Bayerischen Grenzpolizei unterstützt, wenn nicht sogar alleine von ihr durchgeeführt. Die Bayerische Grenzpolizei untersteht dem Landesinnenminister von Bayern, da Landespolizei.
https://www.polizei.bayern.de/wir-ueber-uns/aufgaben/dienstellen-mit-speziellen-aufgabe...
Gruß
Bayerische Grenzpolizei
Barzahlung, Dienstag, 14.02.2023, 20:34 (vor 1150 Tagen) @ ffz
bearbeitet von Barzahlung, Dienstag, 14.02.2023, 20:38
die Kontrollen in Freilassing werden in aller Regel mindestens von der Bayerischen Grenzpolizei unterstützt, wenn nicht sogar alleine von ihr durchgeeführt.
Hast Du dafür eine Quelle? Der Linktext ist jedenfalls keine.
Ich bin seit 2019 bestimmt schon 30 mal über diesen Übergang gefahren und hab noch nie jemanden von der bayrischen Grenzpolizei gesehen.
Straßenverkehrskontrollen durch die bayrische Grenzpolizei hab ich dagegen schon viele gesehen.
Bayerische Grenzpolizei
Reservierungszettel, KDU, Dienstag, 14.02.2023, 20:53 (vor 1150 Tagen) @ Barzahlung
die Kontrollen in Freilassing werden in aller Regel mindestens von der Bayerischen Grenzpolizei unterstützt, wenn nicht sogar alleine von ihr durchgeeführt.
Hast Du dafür eine Quelle? Der Linktext ist jedenfalls keine.
Ich bin seit 2019 bestimmt schon 30 mal über diesen Übergang gefahren und hab noch nie jemanden von der bayrischen Grenzpolizei gesehen.
Woran erkennt man die? Haben die ein Bayrisches Wappen am Arm? Dann haben sich einige von denen letzen Sommer in Rosenheim beim 114 getummelt - am Ende waren dann 5 Personen mit mindestens der doppelten Anzahl an Polizisten auf dem Bahnsteig das Spektakel hat ungefähr 30 Minuten gedauert.
Straßenverkehrskontrollen durch die bayrische Grenzpolizei hab ich dagegen schon viele gesehen.
Bayerische Grenzpolizei
Barzahlung, Dienstag, 14.02.2023, 21:00 (vor 1150 Tagen) @ Reservierungszettel
bearbeitet von Barzahlung, Dienstag, 14.02.2023, 21:05
die Kontrollen in Freilassing werden in aller Regel mindestens von der Bayerischen Grenzpolizei unterstützt, wenn nicht sogar alleine von ihr durchgeeführt.
Hast Du dafür eine Quelle? Der Linktext ist jedenfalls keine.
Ich bin seit 2019 bestimmt schon 30 mal über diesen Übergang gefahren und hab noch nie jemanden von der bayrischen Grenzpolizei gesehen.
Woran erkennt man die? Haben die ein Bayrisches Wappen am Arm?
Ja, genau. Bayrisches Wappen und Kleidung im "bayrisch-dunkelblau" mit gelber Schrift.
Bundespolizisten haben einen anderen Blauton und den Bundesadler am Arm.
Bayerische Grenzpolizei
Barzahlung, Mittwoch, 15.02.2023, 00:52 (vor 1150 Tagen) @ ffz
https://www.polizei.bayern.de/wir-ueber-uns/aufgaben/dienstellen-mit-speziellen-aufgabe...
Was im Link-Text übrigens steht:
"Des Weiteren erfolgen durch die Bayerische Grenzpolizei in Ab- und mit Zustimmung der Bundespolizei temporär eigenständige Grenzkontrollen an der Landgrenze zu Österreich."
Mal davon abgesehen, dass die sogenannte bayrische Grenzpolizei die Bundespolizei sicher nicht dazu zwingen kann, Einreisekontrollen in den Zügen zwischen Salzburg und Freilassing (wie sie es gegenwärtig tut) durchzuführen, finden Kontrollen der bayrischen Grenzpolizei mit Zustimmung der Bundespolizei statt. Würde die Bundespolizei nicht zustimmen, könnte sich die bayrische Grenzpolizei ihre Einreisekontrollen in die Haare schmieren.
Bayern?
musicus, Dienstag, 14.02.2023, 20:22 (vor 1150 Tagen) @ Barzahlung
Bayern hält sich nur nicht daran.
Wieso Bayern? Es ist nicht die bayrische Landespolizei, die die Kontrollen im Zug in Freilassing durchführt, sondern die Bundespolizei und die untersteht ja wohl immer noch dem Bundesinnenministerium, bei dem Opa Seehofer schon seit 2021 nicht mehr Ressortchef ist.
Das stimmt wohl. Dennoch interessant, dass diese Kontrollen eben nicht an der sächsischen, brandenburgischen, schleswig-holsteinischen oder nordrhein-westfälischen Außengrenze zu beobachten sind....
Diese "Vollkontrollen", bei denen jeder Zug ne halbe Stunde angehalten wurde, kamen erst als Faeser im Amt war.
Unsinn! Das geht schon jahrelang so.
Wird zwischen Ungarn und Österreich eigentlich auch kontrolliert?
Seit die Balkan-Route geschlossen wurde afaik nicht mehr. Die Grenze nach Italien wird aber kontrolliert.
So habe ich das auch in Erinnerung
Bayern?
Höllentalbahn, Dienstag, 14.02.2023, 22:02 (vor 1150 Tagen) @ Barzahlung
Doch, zwischen Ungarn und Österreich wird auch kontrolliert. Zuletzt im November 22 erlebt
Alles halb so wild
Garfield_1905, Dienstag, 14.02.2023, 20:21 (vor 1150 Tagen) @ Mike65
Steht der Zug denn während der Kontrolle in Freilassing rum? Warum wird nicht im fahrenden Zug kontrolliert? Und wieso braucht man so lange, um sich die Ausweise zeigen zu lassen? Zu wenig Personal? Das hat damals ja sogar die ehemalige DDR auf den Transitzügen besser hinbekommen.
Ich bin in der letzten Zeit mehrfach nach Salzburg und darüber hinaus gefahren und es gab auf der Tour nach Deutschland regelmäßig Kontrollen, sowohl FV als auch NV. Die Polizei ist in Freilassing eingestiegen und in Traunstein (Zusatzhalt im FV) wieder raus. Es gab selten mehr als ca. 10 Minuten längere Fahrzeit, z.T. hat kam der FV sogar halbwegs pünktlich in München an. Ich weiß, das mehr angekündigt werden, aber das scheint mir mehr vorsorglich.
Zum Teil wurde ich und alle Reisenden, die um mich herum saßen, kontrolliert (= Ausweis vorzeigen), zum Teil nicht. Und ich sehe eher nicht südländisch aus . :-) Ich denke, das das von kontrollierenden Beamten abhängt.
Zwischen Salzburg und München wäre doch genug Zeit.
Wahrscheinlich will man Nicht-Berechtigte nicht bis München durchfahren lassen.
Grenzkontrollen
musicus, Dienstag, 14.02.2023, 20:27 (vor 1150 Tagen) @ Mike65
Steht der Zug denn während der Kontrolle in Freilassing rum?
Ja.
Warum wird nicht im fahrenden Zug kontrolliert?
Weil's geht.
Und wieso braucht man so lange, um sich die Ausweise zeigen zu lassen?
Wie lang das konkret dauern wird, hängt von der Zahl der Beamten, deren Kontrolleifer (stark schwankend) und von der Auslastung des Zuges ab.
Zu wenig Personal? Das hat damals ja sogar die ehemalige DDR auf den Transitzügen besser hinbekommen. Zwischen Salzburg und München wäre doch genug Zeit.
Ja, im FV sicher. Aber es geht wohl primär um die Symbolik. Wenn man erstmal 150km ins Landesinnere fahren kann, dann ist das ja gar keine richtige Grenze mehr...
denn auf der Gegenrichtung werden Tickets mit 10 Minuten Aufenthalt verkauft.
In der Gegenrichtung finden, dem Schengener Abkommen entsprechend, keine Kontrollen statt.
Sowohl Österreich als auch Deutschland sind Schengen-Mitglieder, so dass es eigentlich in keiner Richtung mehr als stichprobenhafte Kontrollen geben dürfte.
So ist es.
Quatsch ...
Garfield_1905, Dienstag, 14.02.2023, 22:33 (vor 1150 Tagen) @ musicus
Steht der Zug denn während der Kontrolle in Freilassing rum?
Ja.
Warum wird nicht im fahrenden Zug kontrolliert?
Weil's geht.
Bei allen meiner durchaus zahlreichen Fahrten ab Salzburg in R-München wurde im fahrenden Zug kontrolliert. In Freilassing steigen die PolizistenInnen zu (ich hab' nicht drauf geachtet, ob es LaPo oder BuPo ist), in Traunstein wieder aus. Im NV mag es vereinzelt so sein, das sie anderwo wieder aussteigen.
Am Ende gab durchschnittlich Fahrzeitverlängerungen von ca. 10 Minuten, mitunter etwas weniger oder mehr. Teilweise wurden alle kontrolliert (= Ausweise), teilweise nur Stichproben. Das trifft auf die 1. Klasse zu, wie es in der 2. Klasse (FV) zugeht, weiß ich nicht.
Quatsch ...
Barzahlung, Mittwoch, 15.02.2023, 00:35 (vor 1150 Tagen) @ Garfield_1905
Steht der Zug denn während der Kontrolle in Freilassing rum?
Ja.
Warum wird nicht im fahrenden Zug kontrolliert?
Weil's geht.
Bei allen meiner durchaus zahlreichen Fahrten ab Salzburg in R-München wurde im fahrenden Zug kontrolliert. In Freilassing steigen die PolizistenInnen zu (ich hab' nicht drauf geachtet, ob es LaPo oder BuPo ist), in Traunstein wieder aus.
So ist das jetzt. Im März war das aber noch anders. Da wurde im stehenden Zug kontrolliert und erst wenn die Kontrolle durch war, durfte weitergefahren werden. Zeitweise fanden die Kontrollen der Railjets in Rosenheim statt, weil die Rosenheimer Kurve gesperrt war und die Railjets deswegen bis Rosenheim vereinigt fuhren.
Kein Quatsch
musicus, Mittwoch, 15.02.2023, 07:18 (vor 1150 Tagen) @ Barzahlung
Steht der Zug denn während der Kontrolle in Freilassing rum?
Ja.
Warum wird nicht im fahrenden Zug kontrolliert?
Weil's geht.
Bei allen meiner durchaus zahlreichen Fahrten ab Salzburg in R-München wurde im fahrenden Zug kontrolliert.
Glück gehabt.
In Freilassing steigen die PolizistenInnen zu (ich hab' nicht drauf geachtet, ob es LaPo oder BuPo ist), in Traunstein wieder aus.
So ist das jetzt. Im März war das aber noch anders.
Vor drei Wochen auch.
Kein Quatsch
bahnfahrerofr., Mittwoch, 15.02.2023, 09:40 (vor 1150 Tagen) @ musicus
bearbeitet von bahnfahrerofr., Mittwoch, 15.02.2023, 09:42
Hängt wohl auch von der Personalsituation der Bundespolizei mit ab.
Derzeit ist es tendenziell eher so, dass beim FV im fahrenden Zug kontrolliert wird, manchmal auch in Freilassing. Kontrollen im fahrenden Zug benötigen mehr Personal.
Die RB nach Mühldorf wird immer in Freilassing im Stand kontrolliert. Wie es bei der BRB ist weiß ich aktuell nicht genau.
Kein Quatsch
musicus, Mittwoch, 15.02.2023, 09:52 (vor 1150 Tagen) @ bahnfahrerofr.
bearbeitet von musicus, Mittwoch, 15.02.2023, 09:55
Derzeit ist es tendenziell eher so, dass beim FV im fahrenden Zug kontrolliert wird, manchmal auch in Freilassing.
Mag sein, dann bin ich wohl das Pechvogel-Gegenstück zu Garfield_1905.
Wie es bei der BRB ist weiß ich aktuell nicht genau.
Ähem.... Kontrolle im Stand.
Grenzkontrollen
Höllentalbahn, Dienstag, 14.02.2023, 21:59 (vor 1150 Tagen) @ Mike65
Also bei meiner letzten Fahrt Ende 22 wurde während der Fahrt kontrolliert, es wurden allerdings zwei "außerplanmäßige" Halte eingelegt. Der Railjet kam sogar früher als geplant in München an, auch wenn das FIS die ganze Zeit eine Verspätung angezeigt hat
Ganz genau wie bei mir !
Garfield_1905, Dienstag, 14.02.2023, 22:32 (vor 1150 Tagen) @ Höllentalbahn
- kein Text -