Keine Panik. (Allgemeines Forum)

Der Blaschke, Dienstag, 17.01.2023, 23:10 (vor 15 Tagen) @ ICE 785
bearbeitet von Der Blaschke, Dienstag, 17.01.2023, 23:13

Huhu.

Die Deutsche Bahn favorisiert für die Süd-Usedom-Bahnanbindung eine Variante auf deutschem Gebiet. Polen ???????? wurde dabei nicht eingebunden.

Yüp. Ist auch gut so. Da hat man was zu diskutieren.

Die Kosten der Reaktivierung betragen über eine halbe Milliarde Euro ????.

WEIT(!) über 500 Millionen Euro.

Aber jetzt wird erstmal knappe 2 Jahre lang geplant für zig Millionen. Das ist jetzt erstmal das wichtigste.

Ende 2024 ist man fertig. Mit ein paar Verzögerungen, s.o., schafft man es, das Ganze auf Ende 2025 zu ziehen. Dann geht der Landtagswahlkampf los. Wahl Herbst 2026.

2027 muss dann neu geplant werden; neue Verkehrsprognosen. 2024 übrigens feiert die "Bürgerinitiative dagegen" ihr 10-jähriges Jubiläum.

Wichtig ist, dass die ruinösen Brückenreste stehen bleiben und Millionen für deren Erhalt verballert werden.

Sicher ist, dass das mit der Autoverkehrverringerung Unsinn ist: wenn mehr Leute mit dem Zug fahren, denken mehr Leute, dass die Straßen frei sind und nehmen den PKW - es ist anschließend voller als heute allein auf der Straße. Usedom säuft ab. Nicht wegen des Meeresspiegels, sondern wegen des Gewichts all der Leute und der notwendigen vielen neuen Unterkünfte.

Schön ist, dass auf Bahnfreaks Verlass ist und sie wie immer wissen, wo das Geld viel besser aufgehoben ist als ausgerechnet hier - wobei: würde es dann nach ihren Ideen fließen, wäre das auch ein Skandal; dann müßte es hier ausgegeben werden.

Du kannst jedenfalls beruhigt sein. Die heute berechneten ca 700 Millionen werden im Lauf der Jahre für Planungen draufgehen. Da wird schon kein Meter Gleis verlegt werden. Und wenn man loslegen könnte, dann verändert eine Megasturmflut die Küstenlinie und der alte Brückenschrott ist einsturzgefähdet.

Wie man clever um jeden Fortschritt drumrum kommt, sieht man ja etwas weiter westlich. Jahrelang plant man Y und Alpha E. Jetzt hat man ausgeplant und genaugenommen müßte man jetzt bauen. Aber just jetzt kommen sie auf den Trichter und sagen, was immer klar war: die Planungen sind der reinste Unsinn. Und man haut jetzt die ultimativ beste Lösung raus: eine ganz neue Strecke. Es werden neue Planungen fällig; neue Diskussionen, neue Bürgerinitiativen. Und jeder weiß, dass die Bestellung des NBS-IRE Hamburg - Soltau - Hannover eine geniale Sache wäre: der Ausschreibungsgewinner braucht nie zu fahren; hat also nie Fahrzeug- und Personalmangel und keine Kosten. Und die LNVG berechnet zuverlässig 100% Pönale über die gesamte Laufzeit für alle ausgefallenen Züge.

Und das alles ist auch gut so. Auch zwischen Berlin und seiner Badewanne. Wer sollte denn da auch eine Strecke bauen? Ist doch gar keiner da. Und Geld fehlt auch. Die 700 Millionen sind doch in 2 Jahren am Gutachtenende locker 1,3 Milliarden.


Und für Usedom wird das ein Segen sein, dass da keine zweite Zuwegung errichtet wird.


Schöne Grüße von jörg


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