Fahrplan 2024, erst ein Schatten, aber doch... (Allgemeines Forum)
Holger2, Sonntag, 18.12.2022, 04:21 (vor 1199 Tagen)
Hallo zusammen,
Der Titel ist eine Anlehnung an ein österreichisches Bahnforum, aber die Frage ist: Auch im nächsten Jahr wird es wieder einen Fahrplanwechsel geben. Welche Veränderungen sind da angedacht?
Um mal anzufangen:
- Die Bahn kündigt laut Tagesspiegel an, dass es zwischen Berlin und Ruhrgebiet eine neue ICE - Linie geben wird. Zugteilungen in Hamm gehören dann immer mehr der Vergangenheit an, der Artikel ist hier nicht ganz eindeutig. Ferner gibt es dann zwischen Berlin und Hannover einen Halbstundentakt.
- Auf der Linie Berlin - Amsterdam sollen die ICE-L zum Einsatz kommen, mit 30min. kürzerer Fahrzeit, dank Mehrsystemloks. Die endgültigen Loks kommen aber erst ein Jahr später.
- In Berlin soll das erste Teilstück der neuen S21 in Berrieb genommen werden...naja schaun Wir mal.
- Die Netzgrafik der mKok verspricht noch weitere Verbesserungen ich weiß aber nicht, wie belastbar diese Grafik ist, es handelt sich wohl um unverbindliche Angaben (mkok = Mittelfristkonzept zur optimierten Kapazitätsplanung).
Wer weiß mehr?
Holger
Flügelung in Hamm nur noch alle zwei Stunden
Bm235, Sonntag, 18.12.2022, 11:50 (vor 1199 Tagen) @ Holger2
- Die Bahn kündigt laut Tagesspiegel an, dass es zwischen Berlin und Ruhrgebiet eine neue ICE - Linie geben wird. Zugteilungen in Hamm gehören dann immer mehr der Vergangenheit an, der Artikel ist hier nicht ganz eindeutig.
Die Planungen der DB sehen vor, dass in Hamm nur noch alle zwei Stunden geflügelt werden soll. Das Flügeln hat sich als zu Verspätungsanfällig erwiesen und bereitet immer wieder Probleme. Die DB hofft, dass es künftig mit dem ICE 4 zuverlässiger funktioniert als in den letzten Jahren mit dem ICE 2. Zudem kostet das Flügeln auch einiges an Zeit, die man nicht verliert, wenn man bei ohnehin geplanter Taktverdichtung mehr Langzüge direkt ins Ruhrgebiet fährt.
Flügelung in Hamm nur noch alle zwei Stunden
ICE 785, Sonntag, 18.12.2022, 11:56 (vor 1199 Tagen) @ Bm235
Was wird eigentlich aus den freigewordenen ICE 2?
Zukunft der ICE2
Reservierungszettel, KDU, Sonntag, 18.12.2022, 12:22 (vor 1199 Tagen) @ ICE 785
bearbeitet von Reservierungszettel, Sonntag, 18.12.2022, 12:23
Was wird eigentlich aus den freigewordenen ICE 2?
Angeblich sollen sie in den nächsten Jahren abgestellt werden, solange sie noch fahren werden sie dann als weitere Verstärker ähnlich wie die ICE1 kurz eingesetzt.
Auf München-Hamburg/Bremen bleiben sie ohnehin noch ein paar Jahre…
ICE-Flügelung
krni, Sonntag, 18.12.2022, 13:14 (vor 1198 Tagen) @ Reservierungszettel
Weiß jemand, warum die ICE 10 und 25 eigentlich nicht typenrein fahren?
Fahrplan 2024, erst ein Schatten, aber doch...
AlbertP, Ulm, Sonntag, 18.12.2022, 11:50 (vor 1199 Tagen) @ Holger2
Hallo zusammen,
Um mal anzufangen:
- Die Bahn kündigt laut Tagesspiegel an, dass es zwischen Berlin und Ruhrgebiet eine neue ICE - Linie geben wird. Zugteilungen in Hamm gehören dann immer mehr der Vergangenheit an, der Artikel ist hier nicht ganz eindeutig. Ferner gibt es dann zwischen Berlin und Hannover einen Halbstundentakt.
Im Artikel wird das schon präzisiert:
Zukünftig sollen in Hamm nur noch alle zwei Stunden ICE-Halbzüge ins Ruhrgebiet und nach Köln entkuppelt werden.
Aber laut mKoK fährt diese Linie nur 14 Minuten versetzt zur L10, bildet also keinen wirklichen Halbstundentakt. Es steht im Konzept eine ganz andere Linie die genau eine Stunde versetzt zur L77 fahren wird, aber diese Trassen könnten auch noch von z.B. Flixtrain verwendet werden (orange Farbe -> 160 bis 200 km/h).
Fahrplan 2024, erst ein Schatten, aber doch...
AlbertP, Ulm, Sonntag, 18.12.2022, 21:04 (vor 1198 Tagen) @ AlbertP
Mehr zum "Halbstundentakt": https://twitter.com/MarcusGrahnert/status/1603744405550145537
Fahrzeiten vsl wie Konzept 2024/25: ab Hannover ⬇️
gerade Std 04: IC Amsterdam-Berlin
gerade 32: ICE v Köln und Düsseldorf
ungerade 04: Flix/DB/..?
ungerade 22: ICE v Köln
ungerade 32: ICE v Düsseldorf
Fahrplan 2024, erst ein Schatten, aber doch...
ICE 785, Sonntag, 18.12.2022, 11:55 (vor 1199 Tagen) @ Holger2
Angeblich sollen die durchgehenden IC Hamburg - Flensburg - Padborg - Aarhus bis mindestens 2028 entfallen und durch weitere IC Hamburg-Padborg-Kopenhagen ersetzt werden. Das würde heißen, dass Rendsburg und Flensburg wieder den IC-Anschluss verlieren.
Fahrplan 2024, erst ein Schatten, aber doch...
Giovanni, Montag, 19.12.2022, 16:42 (vor 1197 Tagen) @ ICE 785
Angeblich sollen die durchgehenden IC Hamburg - Flensburg - Padborg - Aarhus bis mindestens 2028 entfallen und durch weitere IC Hamburg-Padborg-Kopenhagen ersetzt werden. Das würde heißen, dass Rendsburg und Flensburg wieder den IC-Anschluss verlieren.
Bisher entfiel der Halt in Rendsburg und Flensburg primär wegen zu kleiner Züge. Sollen die neuen, größeren Züge dort weiter durchfahren?
--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)
Fahrplan 2024, erst ein Schatten, aber doch...
Glenn Olesen, Kopenhagen, Dienstag, 03.01.2023, 21:26 (vor 1182 Tagen) @ ICE 785
Angeblich sollen die durchgehenden IC Hamburg - Flensburg - Padborg - Aarhus bis mindestens 2028 entfallen und durch weitere IC Hamburg-Padborg-Kopenhagen ersetzt werden. Das würde heißen, dass Rendsburg und Flensburg wieder den IC-Anschluss verlieren.
Hallo ICE 785
Ich habe Ihren Beitrag im ICE-Treff gelesen. Als Däne aus Kopenhagen interessiert es mich sehr, dass die Direktverbindung Aarhus - Hamburg Hbf eingestellt wird.
Haben Sie genauere Informationen oder Hinweise auf Ihre Informationen?
Außerdem bin ich Mitglied des Dänischen Eisenbahnklubs und Mitglied der Facebook-Gruppe Togrejser
https://www.facebook.com/groups/togrejser
Mit freundlichen Grüßen
Glenn Olesen
Kopenhagen
Fahrplan 2024, erst ein Schatten, aber doch...
PhilippK, Sonntag, 18.12.2022, 17:31 (vor 1198 Tagen) @ Holger2
Zwar kein Fernverkehr, aber immerhin eine Wiedereröffnung: Die Hermann-Hesse-Bahn (Weil der Stadt-Calw) wird in Betrieb genommen - zumindest, wenn alles nach Plan läuft.
Gruß, Philipp
Kaum schreibt's man,...
PhilippK, Montag, 19.12.2022, 17:24 (vor 1197 Tagen) @ PhilippK
... schon passiert es: https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.verzoegerung-bei-bauprojekt-hesse-bahn-wird-v...
Gruß, Philipp
Fahrplan 2024, erst ein Schatten, aber doch...
Turbonegro, Sonntag, 18.12.2022, 22:10 (vor 1198 Tagen) @ Holger2
Im Jahr 2023 werden die IC Stuttgart-Singen-Zürich/Konstanz nach und nach auf Kiss umgestellt, Einzelleistungen bleiben beim IC2. Dazu kommt nach 5 Monaten Totalsperrung der zweigleisige Ausbau Horb-Neckarhausen, der allerdings außer Stabilität nichts fahrplanmäßiges bringt, trotzdem, was man hat, hat man.
Im Fahrplanjahr 2024 werden beide Punkte dann zum ersten Mal im zur Geltung kommen, auch wenn die Umstellung übers Jahr verteilt läuft.
NV Nordhessen + NordSüd NBS
Siggis Malz, Montag, 19.12.2022, 11:27 (vor 1198 Tagen) @ Holger2
In und um Kassel ändert sich eine Menge im NV.
RE 11 stündlich Düsseldorf - Kassel, RE 17 wird für einige Jahre auf Warburg eingekürzt.
RE 39 Bad Wildungen - Kassel wohl stündlich.
Außerdem wird wohl das Fahrplangerüst zwischen Hannover und Fulda/Würzburg wieder komplett ausgereizt. Die Sanierung ist durch.
Grüße
Das darf nicht wahr werden
flierfy, Montag, 19.12.2022, 21:05 (vor 1197 Tagen) @ Holger2
Dieser Entwurf sieht übel aus. Fernverkehr im Saaletal ist voll daneben. Man hat extra die SFS gebaut, damit Fernzüge dem Regionalverkehr im Saaletal nicht mehr im Weg stehen.
Wenn das so wie vorgesehen umgesetzt wird, werden die RE-Linien 18 und 42 entfallen. Damit wird das nutzbare Angebot merklich reduziert. Zudem würde damit die einzige Möglichkeit gestrichen, stufenfrei zwischen Naumburg, Weissenfels und Leipzig zu reisen. Ich hoffe sehr, dass das so nicht umgesetzt wird.
Das darf nicht wahr werden
Alexander, Montag, 19.12.2022, 21:22 (vor 1197 Tagen) @ flierfy
Wenn das so wie vorgesehen umgesetzt wird, werden die RE-Linien 18 und 42 entfallen. Damit wird das nutzbare Angebot merklich reduziert. Zudem würde damit die einzige Möglichkeit gestrichen, stufenfrei zwischen Naumburg, Weissenfels und Leipzig zu reisen. Ich hoffe sehr, dass das so nicht umgesetzt wird.
Das wird definitiv so kommen, da ab 12/23 der neue Verkehrsvertrag Franken-Südthüringen in Betrieb geht, wo die Züge aus Nürnberg alle in Saalfeld enden und ab 06/24 der RE Nürnberg - Erfurt im Abschnitt Coburg - Erfurt neu eingeführt wird.
Es stehen somit zur Verlängerung von Saalfeld nach Leipzig die Fahrzeuge gar nicht mehr zur Verfügung.
Zumindest der RE 42 war immer nur als Überbrückung bis zur Einführung der IC2-Linie geplant.
Viele Grüße
--
Es gibt Menschen, die geizen mit ihrem Verstand wie andere mit ihrem Geld. (Wilhelm Busch)
Das darf nicht wahr werden
AlbertP, Ulm, Montag, 19.12.2022, 21:42 (vor 1197 Tagen) @ flierfy
Doch, die gibt es noch aber in einer anderen Form, zu sehen auf dem Konzept "Süd-Ost" mit Nah- und Fernverkehr in dieser Gegend: https://fahrweg.dbnetze.com/resource/blob/7534142/4ffa23868bea7c5e59bdbfe9e64300c9/Netz...
Der RE42 wird in Saalfeld gebrochen, mit 20 Minuten Umsteigezeit zum neuen "RE15".
Statt RE18 wird der RE16 stündlich nach Erfurt fahren in diesem Plan. Nur nach Jena geht es dan weniger oft.
Alle Pläne für ganz Deutschland von DB Netz: https://fahrweg.dbnetze.com/fahrweg-de/kunden/nutzungsbedingungen/nutzungsbedingungen/r...
Danke für die Links
flierfy, Dienstag, 20.12.2022, 19:51 (vor 1196 Tagen) @ AlbertP
Das erklärt einiges. Die Fernverkehrslinie sind also erst einmal Mehrverkehr. Begeistern kann ich mich dennoch nicht dafür. Die Gefahr bleibt, dass der Fernverkehr Verspätungen in den saaletaler Bahnbetrieb einschleppt. Und die Fahrzeuge der neuen Linie RE 15 werden wahrscheinlich keine 76 cm hohen Einstiege haben.
De eine mag's nicht, den anderen freut's...
Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Montag, 19.12.2022, 21:45 (vor 1197 Tagen) @ flierfy
Vielleicht freuen sich Jena und Saalfeld aber doch über eine umsteigefreie Schnellverbindung, die nicht wie der aktuelle RE etwa 32x bis Nürnberg anhält? Ich glaube die lange Berliner S7 von Ahrenfelde nach Potsdam hat nicht so viele Unterwegshalte.
--
Gruß, Olaf
"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797
De eine mag's nicht, den anderen freut's...
Regiosprinter, Dienstag, 20.12.2022, 11:55 (vor 1197 Tagen) @ Alibizugpaar
Vielleicht freuen sich Jena und Saalfeld aber doch über eine umsteigefreie Schnellverbindung, die nicht wie der aktuelle RE etwa 32x bis Nürnberg anhält? Ich glaube die lange Berliner S7 von Ahrenfelde nach Potsdam hat nicht so viele Unterwegshalte.
Knappe Kiste!
S 7 Ahrensfelde - Potsdam Hbf: 27 Halte
RE 42 Saalfeld - Nürnberg Hbf: 26 Halte
:-)
Linie 77: Tagesrand Münster - Berlin - Münster bleibt.
Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 19.12.2022, 21:30 (vor 1197 Tagen) @ Holger2
bearbeitet von Der Blaschke, Montag, 19.12.2022, 21:30
Hallöchen.
Die Planungsgesellschaft aus Osnabrück hat sich bei Bahnens erkundigt. Und eine Antwort erhalten.
Der Frühzug 5.30h ab Münster über Osnabrück nach Berlin bleibt demnach unverändert.
Der nächste Fernzug fährt dann schon 6.54 Uhr ab Osnabrück im neuen Takt.
In Gegenrichtung bleibt der 18.30h ab Berlin über Osnabrück nach Münster fahrende IC auch erhalten.
Da dreht die örtliche Zeitung, die darüber berichtete, total ab vor Begeisterung. Wenn die beiden ICE-Paare Köln - Osnabrück - Berlin u.z. blieben, dann ergäbe das ja 10 tägliche Direktverbindungen Osnabrück Berlin.
Allerdings sei das Verkehren der beiden ICE noch nicht bestätigt. Natürlich nicht, denn so wie heute können sie in Zukunft nicht fahren, weil sie ab Osnabrück Rtg Berlin (u.u.) heute die zukünftigen Takttrassen nutzen.
Die Politik jubelt auch schon. Landrätin und Osnabrücks Oberbürgermeisterin sind aus dem Häuschen! 10x täglich nach Berlin. Da könne man ja auch mal spontan reisen! Und für die Wirtschaft sei das ja auch sehr wichtig, direkten Draht zur Hauptstadt zu haben! ZEHNMAL. TÄGLICH.
Im aktuellen Fahrplan geht's 9x täglich ...
Was die beiden ICE betrifft, müssen wir da wohl auf Münster hoffen. Die legen seit ewigen Zeiten allergrößten Wert auf Direktverbindungen nach Berlin - und als ehemaliger Sitz einer BD hat man da traditionell gute Connections.
Schöne Grüße von jörg
Linie 77: Tagesrand Münster - Berlin - Münster bleibt.
JanZ, HB, Dienstag, 20.12.2022, 09:07 (vor 1197 Tagen) @ Der Blaschke
Was die beiden ICE betrifft, müssen wir da wohl auf Münster hoffen.
Da befürchtet man in Osnabrück aber, dass die Züge auf der Schinkelkurve an der Stadt vorbeigeleitet werden. Gemeint ist wohl die Münsterkurve, da man über die Schinkelkurve ja sowieso am oberen Bahnsteig vorbei käme. Beides halte ich aber für unwahrscheinlich.
Die legen seit ewigen Zeiten allergrößten Wert auf Direktverbindungen nach Berlin - und als ehemaliger Sitz einer BD hat man da traditionell gute Connections.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass der ehemalige Sitz der BD da noch so viel ausmacht. Die gab es ja nicht mal mehr in den letzten Jahren der Bundesbahn noch, und die sind 30 Jahre her. Aber wissen tue ich es auch nicht.
Örtlicher Einsatz für die Eisenbahn
Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Dienstag, 20.12.2022, 13:39 (vor 1196 Tagen) @ JanZ
bearbeitet von Der Blaschke, Dienstag, 20.12.2022, 13:44
Hey.
Was die beiden ICE betrifft, müssen wir da wohl auf Münster hoffen.
Da befürchtet man in Osnabrück aber, dass die Züge auf der Schinkelkurve an der Stadt vorbeigeleitet werden.
Sie sind halt ahnungslos. So fahren die Züge ja aktuell auch ... ;-)
Gemeint ist wohl die Münsterkurve, da man über die Schinkelkurve ja sowieso am oberen Bahnsteig vorbei käme. Beides halte ich aber für unwahrscheinlich.
Zustimmung. Münsterkurve wäre ja völlig unsinnig. Und soooo viel schneller als Schinkelkurve dann auch nicht. Ganz hinterm Rangierbahnhof langzockeln - das dauert auch.
Und egal wie, schlussendlich führen die Züge im Blockabstand mit dem Taktzug von Osnabrück bis Berlin hintereinander her.
Entweder dreht man also um ne Stunde, wenn es anderswo überall mit den Trassen passt (!), oder das war es dann.
Die legen seit ewigen Zeiten allergrößten Wert auf Direktverbindungen nach Berlin - und als ehemaliger Sitz einer BD hat man da traditionell gute Connections.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass der ehemalige Sitz der BD da noch so viel ausmacht. Die gab es ja nicht mal mehr in den letzten Jahren der Bundesbahn noch, und die sind 30 Jahre her. Aber wissen tue ich es auch nicht.
Mir erzählte das mal ein Mitarbeiter der 3S mit einer Mischung aus Neid und Respekt. Man habe in Münster immer aufgepasst, den guten kurzen Draht intakt zu halten. Allerdings sei man da auf Hintergrundgespräche spezialisiert. Während Osnabrück ja gern mal über die Medien poltern läßt. Oder die ganz Wilden von ProBahn rausläßt. Von deren 8 Forderungen sind dann 6 völlig weltfremd, über die sich Bahner dann köstlich amüsieren und das alles nicht ernst nehmen - die 2 sinnvollen Forderungen fallen dann mit unter den Tisch. Danach ist man dann in Osnabrück wieder beleidigt. Als Zentrum der Welt wird man soooo benachteiligt. Skandal. Nach 2 Wochen ist alles vergessen. Und bis zum nächsten Planwechsel Ruhe.
Nur erreichen tut man so halt nix.
Und die NWB machte nur einmal den Fehler, sich als Retterin aufzuspielen. Als damals der Fernzugtakt um eine Stunde gedreht wurde. Osnabrück schrie Zeter und Mordio. Und die damals noch auch der Stadtwerke Osnabrück gehörende NWB kündigte an, die alten Taktlagen zw Osnabrück und Hannover zu fahren. Eigenwirtschaftlich. Allerdings bräuchte man für 133 Kilometer beim 2-Std-Takt trotzdem 2 Kompositionen wegen der 1 1/2-stündigen Wendezeit in Hannover. Kurzum: Geld verdienen ist da von vornherein ausgeschlossen.
Nun war die DB so gnädig und lehnte die Trassen ab. Damit hätte alles gut sein können (Sh oben: man ist beleidigt) - aber die NWB klagte. Und - das war nun nicht vorgesehen: sie bekam Recht. Die DB müsse ihr die Trassen geben.
Tja.
Nun gab es bei der NWB dann aber doch noch wen, der rechnen konnte.
Die Züge wurden nie bestellt, der Bau der Garnituren nie in Auftrag gegeben. Man setzte - zu Recht - drauf, dass die Öffentlichkeit das schon vergessen werde. Die örtliche Dorfpresse spielte mit. Und so waren die Züge nie wieder Thema; ich warte als einziger noch heute drauf.
Mittlerweile hat Osnabrück offiziell mit der NWB nix mehr zu tun; außer dass sie da ihren Sitz hat.
Während man vermutlich in Münster weiterhin auf die stille Diplomatie setzt.
Schöne Grüße von jörg
Linie 77: Tagesrand Münster - Berlin - Münster bleibt.
ITF, Mittwoch, 21.12.2022, 10:58 (vor 1196 Tagen) @ JanZ
In den Grafiken zum mKok sind die möglichen Trassen für den ICE Köln - OS - Berlin ja eingezeichnet.
Von Os bis Hannover liegen de Züge genau 60 Minuten zu den Taktzügen Amsterdam - Berlin versetzt. Die Fahrzeitverlängerung für die Schinkelkurve wird durch den Entfall des Haltes Bünde aufgefangen. Zwischen Os und Hannover entsteht ein lupenreiner Stundentakt.
Problem ist, dass das Gabeltrassel sind:
- Zwischen Löhne und Berlin ist die Trasse nur frei, wenn die FLIXX-Trasse Berlin - Ruhrgebiet nicht verkehrt.
- Zwischen Os und Köln ist die Trasse nur frei, wenn die FLIXX/Verstärker-Trasse Köln - Hamburg nicht belegt ist.
Da sollten sich schon Trassen für zwei entsprechende Zugpaare Köln - Berlin über OS finden lassen.
Bisher waren die Züge allerdings auch zur Entlasung der Relation Ruhrgebiet - Berlin gefahren. Da wird mit dem neuen Konzept das Angebot jedoch deutlich ausgeweitet, so dass weniger Druck auf die Entlastungssterecke via OS beteht. Etwas unbefrieidigen ist auch, dass die Trasse laut mKok zwischen Ossen und und MÜnster nur in Wanne-Eickel, aber nicht in Gelsenkirchen und Recklinghausen hält. Dabei ist die Direktverbindung aus dem nördlichen Ruhrgebiet nach Berlin sicherlich auch nicht unwichtig für die Nachfrage des Zuges. Vielleicht bekommt man die Halte aber dann für den Jahresfahrplan auch noch etwas verschoben.
Also mal gucken wie viele Züge es dann in 2024 wirklich seien werden.