Wenn Verspätungen und Zugausfälle zur Normalität werden (Allgemeines Forum)

Andi99, Sonntag, 11.12.2022, 05:39 (vor 1260 Tagen)

Hallöchen! Gleich vorweg: Ich möchte mich nicht despektierlich verstanden wissen, aber ich möchte als Berliner trotzdem mal folgendes dazu sagen:

Ich hole meine kleine Tochter seit Jahren oben an der Ostsee zwischen Rügen und Usedom in Züssow ab.
Eine durch Pendler und Urlauber eh schon hoffnungslos überlastete Relation, die für mich als abholender Vater mehr und mehr zum Glücksspiel wird, da man überhaupt keine Sicherheit mehr hat, was am Bahnsteig schlussendlich passieren wird.

Heute stand ich zb. auf'm Berliner Hauptbahnhof (unten im Keller)...und zig Durchsagen wegen Verspätungen und Ausfälle:

"Durchsage zu ICE Nr. XY....Durchsage zu RE Nr.XY....usw":

"Dieser Zug entfällt leider. Grund dafür ist eine Reperatur am Zug. Wir bitten um Entschuldigung"

Und Alle am Bahnsteig: "Ja, ihr mich auch!! Reicht auch irgendwann"

Aber MEIN RE kam ja wenigstens!! Mit dem RE3 bin ich dann nach Schwedt gefahren, um Freunde zu besuchen, um dann um 23:06 mit dem letzten Zug wieder zurück nach Berlin zu fahren.
Denkste!! "Verspätung aus vorheriger Fahrt"

Eine Stunde lang inner Wallachei die Klöten abgefroren!!! Dann zurück in Berlin, denkst du, jetzt aber!! Und wieder nix!! S-Bahn fuhr nicht (die ja auch zur Bahn gehören.

Um 23 Uhr wollte ich in Schwedt los, um 3 Uhr war ich zu Hause in Berlin - für eine 1,5 Std. Strecke. Super!!
Nächste Woche hole ich wieder meine Tochter ab. Das kann ja auch schon wieder was werden.

Also was ich sagen wollte, ist: Da hat man sich vor einigen Jahren noch üüüberhaupt keinen Kopp drüber gemacht. Man ist einfach eingestiegen und gut is'!! Und jetzt??

Jetzt ist Bahnfahren zum Va-Banque Spiel geworden....und zwar nicht mit kranken Mitarbeitern, sondern mit Menschen, die zu Recht einfach keinen Bock mehr unter diesen Bedingungen haben.

Only meine bescheidene Meinung. VG aus Berlin Andreas

Dazu auch: Pendlerbericht S-Bahn Hannover.

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Sonntag, 11.12.2022, 06:55 (vor 1260 Tagen) @ Andi99

Hey.

Der Ortsbürgermeister von Weetzen pendelt von da nach Minden und führte mal Buch.

An 13 von 63 Tagen klappten die Dinge reibungslos.

Auf dem Hinweg insgesamt 1.157 Verspätungsminuten. Auf dem Rückweg 996 Minuten.

Ergibt knapp 36 Stunden. Also im Schnitt etwas über 30 Minuten täglich.

Weitere Kritikpunkte: Personal sehe man selten. Die S 1 wende aus Weetzen kommend regelmäßig vorzeitig in Bantorf zwecks pünktlicher Rückfahrt.

Folge all dessen: Mitpendler seien abgewandert.

In einem offenen Brief hat er nun sein Leid beklagt.

https://www.con-nect.de/ronnenberg/nachricht/offener-brief-immer-aerger-mit-transdev-ei...

Ich staune. An 13 von 63 Tagen klappte es morgens und abends: eine so gute Quote hätte ich gar nicht erwartet bei einer Verbindung mit Umstieg in Haste. Wer den Schwachsinn dort mit Gleis 31 je erbaut hat, der wollte keine Umsteiger.

Und warum fährt der Herr nicht von vornherein 'andersrum' über Hannover? Ist zwar etwas teurer, dauert aber nur 17 Minuten länger und ist dazu komfortabel umstiegsfrei. Die 30 täglichen Mehrminuten sind dann quasi planmäßig planbar.

Da kann ich in Summe nur sagen: selbst schuld. Wer es nicht verstanden hat, dass der Deutschlandtakt der größte Irrsinn aller Zeiten ist und eine erstklassige Fördermaßnahme für den Straßenverkehr, dem ist nicht zu helfen. Das Netz ist viel zu groß, zu komplex und zu hoch belastet, als dass es auch nur ansatzweise zuverlässigen Betrieb zulässt. Das ist so und damit muss man entweder leben und seinen Frieden schließen und es einpreisen und einplanen ins Leben oder sich ständig aufregen und früher sterben. Oder das Auto nehmen und sich da aufregen. Oder auswandern: das ist ja vom Grundsatz erlaubt. In ein Land, wo im ÖV alles besser ist. Im Prinzip also überall. Alternativ sucht man sich einen neuen Job oder zieht um. Ich habe mein Leben lang noch nicht gependelt - Ausnahme: ein halbes Jahr lang Osnabrück Rheine; das aber nur eine Woche mit dem ÖV -, und werde das auch nie. Warum arbeitet man seit 22 Jahren (!) in Minden und wohnt in Weetzen: DAS ist die Frage, die gestellt werden müßte.


13 von 63 Tagen - wow; das macht ja richtig Hoffnung, wenn wir da nächstes Jahr wieder befragen sollen.


Schöne Grüße von jörg

Die Quote finde ich prima und realistisch

baseldb, Basel, Sonntag, 11.12.2022, 09:49 (vor 1260 Tagen) @ Der Blaschke

13 von 63 Tagen - wow; das macht ja richtig Hoffnung, wenn wir da nächstes Jahr wieder befragen sollen.

--
Freundliche Grüsse

Eben: Normalität. Warum dann jammern?

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Sonntag, 11.12.2022, 07:20 (vor 1260 Tagen) @ Andi99

Hey.

Nächste Woche hole ich wieder meine Tochter ab. Das kann ja auch schon wieder was werden.

Nicht 'kann', sondern höchstwahrscheinlich 'wird'.

Also was ich sagen wollte, ist: Da hat man sich vor einigen Jahren noch üüüberhaupt keinen Kopp drüber gemacht. Man ist einfach eingestiegen und gut is'!! Und jetzt??

Machste dir auch kein Kopp und steigst ein. Irgendwann kommst du an. Ist noch keiner dauerhaft verschollen.

Jetzt ist Bahnfahren zum Va-Banque Spiel geworden....

Nein. Unpassender Begriff. Da setzt man nicht alles auf eine Karte und gewinnt oder verliert alles. Man kommt meistens nicht so an wie versprochen und öfters fehlt der Service - das ist alles.

und zwar nicht mit kranken Mitarbeitern, sondern mit Menschen, die zu Recht einfach keinen Bock mehr unter diesen Bedingungen haben.

Weil sie es nicht gelernt haben, sich anzupassen. Man muss den Reisenden Erlebnis bieten, ihnen Empathie zukommen lassen und ihnen im Smalltalk ein Lächeln zukommen lassen und ihnen dann eines entlocken. Pünktlich und zuverlässig erwarten die ohnehin nicht (mehr). Sie möchten nur etwas umgarnt werden. Und wünschen im Zweifel Beratung und Betreuung. Und ein DANKE für den Fahrkartenerwerb. Wenn man das als Bahner begreift, ist alles easy. Und gute Atmosphäre im Zug.

Und so lange im System genug Fahrgäste da sind und die Zahlen eher steigen als sinken und solange das System mit Staatsknete zugeschissen wird und Wettbewerb und Marktwirtschaft nur bedingt stattfinden, gibt's jenseits von Sonntagsreden auch für niemanden der Macher, Planer und Durchführer einen Grund, was zu ändern.

Entweder machst du es also wie die überwältigende Mehrheit und nimmst die Dinge, wie sie sind - oder du bist deiner Tochter ein schlechtes Vorbild. Nicht, dass die sich später aus Protest noch an den Gleisen festklebt.

By the way: wo bleiben denn die wöchentlichen Protestmärsche und Demonstrationen für zuverlässigen Zugverkehr? Ich kenne nur Initiativen gegen die Eisenbahn. Heißt: sowohl Nutzern als auch Bürgern ist das alles egal.

Du darfst dich natürlich weiterhin aufregen. Wußte schon Anwalt Robert Liebling in der Fernsehserie: Sich aufregen dürfen gehört zu den Menschenrechten. Allein: es ist in diesem Fall sinn- und zweckfrei. Freu dich lieber außerplanmäßig mal, wenn es unverhofft mal ausnahmsweise funktioniert. Das Glas ist nicht zu 4/5 leer, sondern zu 1/5 voll.


Schöne Grüße von jörg

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Andi99, Sonntag, 11.12.2022, 09:09 (vor 1260 Tagen) @ Der Blaschke

...aber ich bin ja hier im ICE-Forum und nicht im "Willkommen in der Anstalt-Forum", was eigentlich gleichzusetzen ist..


..aber mein Anliegen mit dem Posting war lediglich das, das ich nicht bereit bin, diesen IST-Zustand einfach hinzunehmen und weiterhin doofbürgerlich am Bahnsteig zu kauern, um der Dinge zu harren, die da eventuell kommen - oder eben auch nicht...

....denn a) sind wir schon so weit...und b) kann ich mir diesen Bahn-Zirkus vor dem Hintergrund meiner Tochter gar nicht erlauben, weil sie in Züssow wartend auf'm Bahnsteig steht.

Und ja, ich spreche natürlich nur von meinem ganz persönlichem kleinen Bahn-Dunstkreis, der die allseits beliebte Relation Berlin-Stralsund betrifft...und auf der aber immer weniger irgendwas VERNÜNFTIG LÄUFT.

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J-C, In meiner Welt, Sonntag, 11.12.2022, 09:16 (vor 1260 Tagen) @ Andi99
bearbeitet von J-C, Sonntag, 11.12.2022, 09:18

...aber ich bin ja hier im ICE-Forum und nicht im "Willkommen in der Anstalt-Forum", was eigentlich gleichzusetzen ist..


..aber mein Anliegen mit dem Posting war lediglich das, das ich nicht bereit bin, diesen IST-Zustand einfach hinzunehmen und weiterhin doofbürgerlich am Bahnsteig zu kauern, um der Dinge zu harren, die da eventuell kommen - oder eben auch nicht...

Warum am Bahnsteig harren, wenn man es auch im Bahnhofsgebäude tun kann oder woanders?

Oder in einem netten Café in der Umgebung oder so?

....denn a) sind wir schon so weit...und b) kann ich mir diesen Bahn-Zirkus vor dem Hintergrund meiner Tochter gar nicht erlauben, weil sie in Züssow wartend auf'm Bahnsteig steht.

Vielleicht in Züssow wartend auf'm Bahnsteig *sitzen*? *SCNR*

Scherz beiseite, Verspätungen kann man nicht wirklich gut finden, wenn man nicht gerade dank derer dann doch noch eine Verbindung hat. Aber es gibt normalerweise viele Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben. Ich bin zum Beispiel mal am Vormittag aus Wien angekommen in Breclav und sehe "Aha, der EC, mit dem ich weiter wollte, ist 50 Minuten verspätet und ich komme erst in einer Stunde weiter? Kein Bock drauf, fahr ich weiter". Also einmal bis Brno weitergefahren und zuufällig am Bahnsteig gegenüber die nächste Verbindung nach Hause erwischt.

Bisschen Kreativität kann nie schaden.

Und ja, ich spreche natürlich nur von meinem ganz persönlichem kleinen Bahn-Dunstkreis, der die allseits beliebte Relation Berlin-Stralsund betrifft...und auf der aber immer weniger irgendwas VERNÜNFTIG LÄUFT.

Du ich bin als Tagespendler auf einer grenzüberschreitenden Relation immer wieder überrascht, was in Deutschland Alltag zu sein scheint. Hier zwischen Tschechien und Österreich läuft‘s ganz gut eigentlich.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

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Andi99, Sonntag, 11.12.2022, 09:27 (vor 1260 Tagen) @ J-C

Die einzige Antwort ist die, seinen Wagen vollzutanken und sein Kind höchstpersönlich in 278km Entfernung abzuholen!!

Ich kann deinem romantischen Sight-Seeing Gedanken insofern nicht ganz nachvollziehen, weil Otto-Normal von A nach B möchte...und sich nicht(!) nachts um 24 Uhr 1.Std. lang den A* abfrieren möchte.

Für derlei Romantik hätte ich Zeit, wenn ich nur zum Spaß herumtingel.

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J-C, In meiner Welt, Sonntag, 11.12.2022, 09:57 (vor 1260 Tagen) @ Andi99

Die einzige Antwort ist die, seinen Wagen vollzutanken und sein Kind höchstpersönlich in 278km Entfernung abzuholen!!

Bis dahin kommt man schon weiter…

Ich kann deinem romantischen Sight-Seeing Gedanken insofern nicht ganz nachvollziehen, weil Otto-Normal von A nach B möchte...und sich nicht(!) nachts um 24 Uhr 1.Std. lang den A* abfrieren möchte.

Wie frierst du dir nachts um 24 Uhr ab, wenn du am Nachmittag losfährst? Ist die letzte Verbindung ausgefallen, ist auch eine Hotelübernachtung möglich und refundierbar

Für derlei Romantik hätte ich Zeit, wenn ich nur zum Spaß herumtingel.

Ich meine ich pendle nicht zum Spaß, aber wenn ich die Möglichkeit habe, eine halbe Stunde produktiv zu arbeiten oder wenigstens im Zug zu verbringen, ist das kein schlechter Deal

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

In Schwedt gibt es auch Restaurants bis 0 Uhr

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 11.12.2022, 10:05 (vor 1260 Tagen) @ J-C

- kein Text -

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aron, Sonntag, 11.12.2022, 11:15 (vor 1260 Tagen) @ J-C

Hallo J-C,

Warum am Bahnsteig harren, wenn man es auch im Bahnhofsgebäude tun kann oder woanders?

Oder in einem netten Café in der Umgebung oder so?

du weißt aber schon, dass M-V etwas anders aufgestellt ist im SPNV als Wien? Züssow ist einer dieser Bahnsteige im Nichts, die nur dafür da sind, aus einem Zug auszusteigen und 3 Minten später gegenüber weiter zu fahren. Da gibt es keine Bahnhofsgebäude, Cafés oder Hotels in denen man die Übernachtung bezahlt bekommen könnte.

Vielleicht in Züssow wartend auf'm Bahnsteig *sitzen*? *SCNR*

Weil die drei Sitze auf dem Bahnsteig vielleicht nicht ganz reichen für einen Zug voll Leute, die gerade ihren Anschluss verpasst haben?

Bisschen Kreativität kann nie schaden.

Wie z.B. wenn man in Züssow merkt, dass man seine Brote vergessen hat, einfach mal Kuchen essen?

Grüße,
Aron, der in diesem Jahr auch zu oft in Züssow eine Stunde auf Bahnsteig stand.

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Andi99, Sonntag, 11.12.2022, 11:50 (vor 1260 Tagen) @ aron

Lach...jaaaa genau, Aron.

Züssow, der kleinste ICE-Bahnhof Deutschlands...der einfach nur dazu da ist, die Usedomer einzusammeln...und genau DORT findet aber in meinem Fall seit 4 Jahren die "Kindübergabe" statt.

Wie du den Bhf. beschrieben hast...smile....kann ich nur unterschreiben!!
Der ICE-Bahnsteig ist länger als das Dorf.
Aber genau dort friste ich mein Dasein.
Kind in Empfang nehmen...und mit dem Nächsten zurück nach Berlin.

Und Schwedt? Das ist die andere Hälfte meiner Story.

Siehste: DEINE fehlende Anpassungsfähigkeit!

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Sonntag, 11.12.2022, 12:21 (vor 1260 Tagen) @ Andi99

Hey.

Züssow, der kleinste ICE-Bahnhof Deutschlands...der einfach nur dazu da ist, die Usedomer einzusammeln...und genau DORT findet aber in meinem Fall seit 4 Jahren die "Kindübergabe" statt.

Yüp. Siehst du ==> es ist DEIN Problem: mangelhafte Logistik! Angesichts der zugenommenen und bleibenden Unzuverlässigkeit müsst ihr den Treffpunkt eben ändern! Sich anpassen. Wir beim Pillenfahren müssen unsere Touren und Treffpunkte bei Baustellen, Kundenzu- und -abgängen auch regelmäßig anpassen. Normales Wirtschaftsgebaren - da jammern wir aber nicht, weil es nichts bringt. Die Autobahn bleibt bis mindestens 2032 eine Baustelle.

Wenn dir die Umstände also nicht zusagen, musst DU sie ändern!

Mit dem Fuß auf den Boden stampfen, "ich will, dass ihr pünktlich seid!" ist da eher weniger zielführend und entspringt mehr kindlicher Bockigkeit und Naivität. Nicht, dass dich da eines Tages die Tochter emotional überholt und sie dich ständig trösten und beruhigen muss ("Papa kommt mit der modernen Eisenbahn nicht klar.")


Schöne Grüße von jörg

Druck auf den Betreiber ist ja nicht falsch

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 11.12.2022, 15:40 (vor 1260 Tagen) @ Der Blaschke

Es ist immer gut, wenn der Betreiber weiß, dass die Kunden etwas besseres wollen. Sonst wird man sich mit Mittelmäßigkeit begnügen und mit Mittelmäßigkeit kommt man nicht so weit, wie wir es bisher geschafft haben.

Aber die Frage stelle ich mir halt schon, was kann der Betreiber schon besseres machen? Glaubst du etwa, es gibt irgendwas, was die DB machen könnte, sie aber aus irgendwelchen Gründen nicht macht? Wenn man keine konkreten Handlungsfelder außer "Mach's besser" hat, dann ist es halt so, dass man eine legitime Kritik am Status quo hervorbringt, die ich auch für absolut gerechtfertigt sehe.

Nur... vielleicht ist es dann besser, diese an den Kundenservice zu leiten. Das schlimmste, was passieren kann, ist eine standardisierte Antwort.

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Dejavu

baseldb, Basel, Sonntag, 11.12.2022, 09:44 (vor 1260 Tagen) @ Andi99
bearbeitet von baseldb, Sonntag, 11.12.2022, 09:45

So einen sehr ähnlichen Beitrag hast du schonmal vor einiger Zeit gebracht, geändert hat sich selbstverständlich gar nichts, vielleicht wäre es langsam an der Zeit sich zu entscheiden: Es einfach anzunehmen oder es zu lassen, weil besser wird es sicher NICHT

--
Freundliche Grüsse

Dejavu

Andi99, Sonntag, 11.12.2022, 10:57 (vor 1260 Tagen) @ baseldb

Was gibt es denn daran "anzunehmen"? Das klingt wie "Vogel friss, oder stirb".

Die BAHN ist das Problem, nicht ich.
Und ja, damals hatte ich auch schon mal einen "rausgehauen", aber es soll ja nicht als Angriff gegen das Forum verstanden werden, sondern als Unmutäußerung gegenüber der Bahn.

Wenn von DENEN hier keiner mitliest...ja...dann können wir's auch seinlassen, richtig.

Und was ich um 23 Uhr in Schwedt mache?
Weihnachtsfeier, Essen, WM-Viertelfinale....und sich auf den letzten Zug verlassen.
Und wieder Nix!! Und das ist das, was einfach nicht angehen kann...also nicht, wenn man bereits die Uhr danach stellen kann.

Ich bin auch schon mal mitten im Thühringer Wald bei Eiseskälte stehengeblieben...da hieß es:
"Alle raus...und Landschaft angucken"! Ist ja kein Problem!!

Aber mittlerweile unterbewusst Sorge zu tragen, das mit deinem Zug nachher etwas nicht stimmen könnte...DAS ist ein Problem. Und das gab es vorher in dieser Form nicht.

Gegenwart, Zukunft, Vergangenheit ...

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Sonntag, 11.12.2022, 12:08 (vor 1260 Tagen) @ Andi99

Hallo.

Die BAHN ist das Problem, nicht ich.

Falsch! Es ist genau andersrum. Die DB sagt schon selbst: bis 2025 werden wir unpünktlich bleiben im FV.

Und ja, damals hatte ich auch schon mal einen "rausgehauen", aber es soll ja nicht als Angriff gegen das Forum verstanden werden, sondern als Unmutäußerung gegenüber der Bahn.

Wenn von DENEN hier keiner mitliest.

Die lesen hier durchaus mit. Aber der Megamoloch Bahn ist gar nicht steuerbar. Und Veränderungen dauern Jahrzehnte. Für einen längeren Zeitraum werden wir mit Baustellen und Verspätungen und Ausfällen leben müssen. Zu viel Züge, zu wenig Reserve im Netz, fehlendes Personal, Unterfinanzierung. Aber man wird bald zwangsweise konsolidieren und gesund schrumpfen. Mangelndes Geld läßt vieles nicht mehr finanzieren. Mangelnder Wohlstand wird dazu die Nachfrage einschränken. Personal fehlt dauerhaft. Es gibt doch schon Berichte über angedachte Streichungen, wenn nicht noch mehr Geld ins System gepumpt wird. Wer aber pumpt? Der Bürger jault schon heute über den Preis. Es wird darauf hinauslaufen, dass man mittelfristig nur noch da fährt, wo es Massen zu transportieren gibt. Schließlich ist die Eisenbahn als Massenverkehrsmittel erfunden worden und auch nur als solches sinnvoll. ÖV in der Fläche und in Klein- und Mittelstädten wird auf on-demand, sprich Anruf-/Bedarfsbus umgestellt. Schlussendlich gibt es auf den dann übriggebliebenen Gleisen etwas mehr Platz. Die Strecken sind saniert. Die Züge relativ neu. Auf den nachfragestarken Rennbahnen wird es dann also flutschen. Dauert aber noch einige Jahrzehnte. Wenn deine Tochter dann Oma ist, wird sie an deinem Grab dich immer bedauern, dass du nie zur Ruhe gekommen bist und die zeitgenössischen Eisenbahnbedingungen deiner Zeit nie akzeptieren konntest. Ein trauriges Schicksal.

...ja...dann können wir's auch seinlassen, richtig.

Wenn du das jetzt verinnerlichst und beherzigst, dann klappt's.

Und was ich um 23 Uhr in Schwedt mache?
Weihnachtsfeier, Essen, WM-Viertelfinale....und sich auf den letzten Zug verlassen.
Und wieder Nix!! Und das ist das, was einfach nicht angehen kann...also nicht, wenn man bereits die Uhr danach stellen kann.

Ähm - ist das nicht eher auch eine Form der Zuverlässigkeit: zu wissen, dass es nicht zuverlässig läuft.

Aber mittlerweile unterbewusst Sorge zu tragen, das mit deinem Zug nachher etwas nicht stimmen könnte...DAS ist ein Problem.

Das ist DEIN Problem. Erfahrene Dauerbahnfahrer haben das längst eingepreist und verinnerlicht. Oder sie sind abgewandert. Für dich nennst du doch sogar die Alternative.

J-C's Romantikgesäusel ist natürlich Mumpitz. Er selbst nutzte mal nachts ein Taxi, weil er nicht auf die Bimmel warten wollte - so viel dann zu den hehren Grundsätzen des vermeintlichen Bahnfreaks.

Schade, dass der andere Forenkollege sich sehr zurückgezogen hat - der könnte rosarot noch seeeehr viel besser.

Und das gab es vorher in dieser Form nicht.

Die Zeiten ändern sich nunmal. Kann man gut finden. Oder auch schlecht.

Früher fuhr hier der Nahverkehr vor allem in Nebenzeiten von vornherein eher selten oder auch gar nicht. Das aber einigermaßen zuverlässig. Heute gibt's ein theoretisch dichtes Angebot - wo aber regelmäßig ein Teil davon ausfällt. Ist also sozusagen nicht schlechter als früher - nur eben anders.

Und rosarote Wochen gab es früher beim Preis! Mit einem Elefanten als Maskottchen! In rosarot. Das heute: da würden die militärischen Ökos aber gleich wieder Alarm geben. Heute gibt's nur noch einen blauen Elefanten. Aber den hat ein Schweizer erfunden; ist also okay.

https://blauerelefant.ch/geschichte-und-werte.html


Schöne Grüße von jörg

Dejavu

baseldb, Basel, Sonntag, 11.12.2022, 15:52 (vor 1260 Tagen) @ Andi99
bearbeitet von baseldb, Sonntag, 11.12.2022, 15:56

Ach Andi99, weisst du wie oft ich schon hier in Baden-Württemberg gestrandet bin Abends um 22 oder 23 und über 1:30 Stunde auf die nächste Verbindung für nur ca. 15km warten durfte?

Gründe:

-Zu späte oder minutengleiche Ankunft von von Zug A auf Zug B, trotzdem fährt der Zug B ohne Warten ab
-RE-Züge nur im Zweistundentakt und ab 19 Uhr alle gestrichen und somit entstanden grosse Taktlücken von über 1 Stunde
-Zugausfälle
-Unangepasste SEV-Verkehre
-usw.

Das ist einfach Bahnfahren in Deutschland und das wird sicher nicht besser, erst wenn die Leute mal das ganze boykottieren würden vielleicht. Und du wohnst ja noch in einer Städteregion ... sei froh, dass du nicht hier auf dem Land bist

--
Freundliche Grüsse

Mein Beileid

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 11.12.2022, 10:20 (vor 1260 Tagen) @ Andi99

Was würde ich da machen würdest du dir vielleicht fragen, wenn ich auf die glorreiche Idee käme, um 23 Uhr nach Hause zu wollen?

Erstmal, das ist einfach eine unheilige Zeit. Das meidet man, wenn man es nicht besser kann.

Ich finde es ohnehin schon bemerkenswert, dass man nach 0 Uhr noch zurück nach Berlin mit dem Zug in der Gegend fahren kann. Da hat der Aufgabenträger schonmal seine Hausaufgaben gemacht. Du sagst, du warst bei Freunden. Wieso nicht noch eine Stunde verbringen? Es gibt Restaurants in Schwedt, ein Drink oder so wäre sich auch ausgegangen.

Dein Lebensentwurf unterscheidet sich diametral von dem meinen. Wenn klar ist, dass ich erst in einer Stunde nach Hause komme, wieso sollte ich meine Zeit am Bahnsteig verschwenden? Bisschen spazieren oder so wäre definitiv für mich im Programm gewesen. Zumindest bei mir ist es so, dass die Kälte mir nichts ausmacht, da ich dafür entsprechend mich anziehe.

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Mein Beileid

Andi99, Sonntag, 11.12.2022, 11:25 (vor 1260 Tagen) @ J-C

Darum gehts doch gar nicht. Natürlich war ich dick genug eingepackt und hätte 3 mal um Schwedt herumlaufen können incl. Besichtigung der PCK-Raffinerie.

Aber ich wollte nach Hause. Zumal das Drama in Berlin mit der S-Bahn noch seinen weiteren Lauf nahm.

Die Bahn ist ein Dienstleistungsunternehmen (3€ ins Phrasenschwein)...aber du würdest auch nicht bis 21 Uhr auf's Taxi warten, wenn der Tisch für 20 Uhr bestellt war.

Worüber reden wir eigentlich?
Darüber, das mir das in der Relation Berlin-Stralsund (incl. Abzweig Richtung Schwedt) andauernd passiert..!!!

Wie oft stand ich schon mit meinem Kind Hand in Hand am Bahnsteig und...Zug fällt aus!!
2 Stunden auf den Nächsten warten! So funktioniert das nicht.

Groß gedacht

плацкарт, Sonntag, 11.12.2022, 12:27 (vor 1260 Tagen) @ Andi99

Warum gibt es von Berlin zum attraktivsten Mittelstreckenziel nicht wenigstens in der Saison Züge, die nonstop 200 km/h fahren und einen Küstenbahnhof in anderthalb Stunden erreichen? Warum sind die Strecken so eingleisig, wie sie sind? Warum gibt sich z. B. das Baskenland einen regionalen HGV und Berliner gurken immer noch 3 h zur Ostsee? Liegt es an den 1,5 h, die man mit dem Porsche auf A11+A20 braucht? Ich erinnere an über 30 vergangene Jahre seit dem Ende der Diktatur. In solch einem Zeitraum sind z.B. 1840-1870 ganze Bahnnetze entstanden.

Groß gedacht

Andi99, Sonntag, 11.12.2022, 14:30 (vor 1260 Tagen) @ плацкарт

......weil die Strecke noch aus Kaisers Zeiten ist..weil ich (siehe Jörg) selber schuld bin...und weil die Züge dann (in 20 Jahren) 160 fahren sollen, statt aktuell 120. Nix 200...lach!!

Und @Jörg (Blaschke):

Du hast es damals auch schon getan...also meinen Beitrag süffisant und oberlehrerhaft auseinandergenommen. Weißte, MIR ist das egal.

Wenn es nach euch ginge:
Wärmer anziehen, spazierengehen, nicht rumjammern...und einfach klarkommen.

SO MACHEN WIR DAS!!!

Groß gedacht

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 11.12.2022, 14:49 (vor 1260 Tagen) @ Andi99
bearbeitet von J-C, Sonntag, 11.12.2022, 14:51

Was soll man denn sonst machen? Wenn das Wartungspersonal genauso wie die Zugbegleiter und Lokführer reihenweise erkranken, insbesondere an Corona, dann muss man damit rechnen, dass es zu Beeinträchtigungen im Betrieb kommt. Vielleicht hast du in anderen Bereichen auch was von Beeinträchtigungen durch die Personallage mitbekommen?

Die Frage ist ja, was kann man daran ändern? Hast du eine Ahnung? Ich tu es nicht.

Klar kann man das Auto nehmen. Aber im Vergleich dazu hat man bei der Zugfahrt wenigstens mehr Möglichkeiten, die Zeit zu gestalten. Im Auto musst du von A nach B fahren, Pausen gehen auf die Fahrzeit drauf.

Niemand wird dich daran hindern, nurmehr mit dem Auto zu fahren. Aber ob das jetzt die bessere Alternative ist?

Wie gesagt, ich hätte vorher versucht, etwas Kreativität anzuwenden.

Vor allem wenn du ja nichtmal die Strecke pendelst anscheinend. Ist doch eine Freizeitfahrt zu Freunden. Ich pendle meine Strecke regelmäßig, habe auch Termine am anderen Ort und da sollten die Züge pünktlich genug für mich sein. Ich kann mit 5-15 Minuten Verspätung noch leben. Mehr wird kritisch.

Ich persönlich habe so langsam gelernt, nicht die Probleme zu sehen, sondern die Chancen, die sich aus einer Situation ergeben. Das siehst du halt anders.

--
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Groß gedacht

Andi99, Sonntag, 11.12.2022, 15:21 (vor 1260 Tagen) @ J-C

Du kannst mit max. 15min Verspätung noch leben, und ich soll mir um 24 Uhr draußen in der Kälte ein kuscheliges Cafe suchen oder eine Runde um n Block machen?? Also weißte....!

Ich war jetzt 3mal mit der Bahn in Schwedt...und dreimal ging es in die Hose.

Die viel größere Baustelle ist meine wartende Tochter in Züssow - und diese Strecke bediene ich seit 2018 4x im Monat. Und das ist...schlichtweg...die reinste Katastrophe!!

Angefangen von betriebsinternen Dingen wie Baustelle, Streckensperrung, Umleitung, Zugausfall (auch mal ganz spontan 5min. vorher)...über Berlin-Pendler, Urlauber, Fahrrad-Junkies, Ausflügler, Studenten nach Greifswald, Polen Richtung Stettin...

....bishin zur 9€ Vollkatastrophe und Durchsagen wie:

"Nein, wie oft denn noch? Hier passt kein Fahrrad mehr rein...ansonsten fahren wir nicht los"

Was wir desöfteren auch nicht sind!! Aber hauptsache ich will nur mein Kind abholen.
Und ja, das k* mich an!! Diese mega-wichtige Relation nur im 2-Std-Takt zu bedienen, ist eine absolute Bankrotterklärung der Bahn!!

Und ja, da tank ich lieber für 200 Euronen voll...und LmAaA

Groß gedacht

EK-Wagendienst, EGST, Sonntag, 11.12.2022, 16:03 (vor 1260 Tagen) @ Andi99


Was wir des öfteren auch nicht sind!! Aber hauptsache ich will nur mein Kind abholen.
Und ja, das k* mich an!! Diese mega-wichtige Relation nur im 2-Std-Takt zu bedienen, ist eine absolute Bankrotterklärung der Bahn!!

Und ja, da tank ich lieber für 200 Euronen voll...und LmAaA

Scheint kein Bedarf vorhanden sein, bzw. mega-wichtig zu sein, wenn die Länder Brandenburg und Mecklenburg Vorpommern nicht mehr Züge bestellen.
Es wird nur versucht das zu fahren, was von den Ländern bestellt wurde, und da ist eben ein 2 Stunden Takt.
Zusätzlich bietet DB Fernverkehr auch noch ICE Züge an, aber das können die frei entscheiden was sie wann fahren.

Das dann die bestellten Züge dann noch ausfallen ist dann richtigerweise doof, machen sie aber bestimmt nicht extra.
Die Eisenbahn ist an die Wand gefahren worden.
Aber die Anzahl der Sitzplätze ist auch eine Sache der Bestellung.

Das entscheidet die Bahn nicht von sich aus, sondern der, der es bezahlt, und das hatten wir oben schon.

--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Groß gedacht

Andi99, Sonntag, 11.12.2022, 16:27 (vor 1260 Tagen) @ EK-Wagendienst

Das mag ja richtig sein...bzw. IST richtig.

Aber das ändert doch nix an der tatsächlichen Gemengelage!!
Wenn ich täglich mit meinem Dienstwagen incl. Chauffeur fahre, dann kann ich natürlich auch nicht wissen, was mit dem gemeinen Fußvolk auf der Schiene los ist.

Und ich hab's ja bereits mehrfach anklingen lassen: Der Teufel ist dort los!!

Berlin - Stralsund/Rügen/Usedom/Stettin KANN(!) ja gar nicht gutgehen!!

4 Mio. Einwohner, der ganze Speckgürtel...und keine Politiker in Sicht, der das Ganze mal auf 60min. taktet?? Wir sind sooo schwerfällig...das glaubt kein Mensch.

Groß gedacht

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 11.12.2022, 16:33 (vor 1260 Tagen) @ Andi99

Die Strecke nach Stettin wird ja sogar bald ausgebaut. Anderswo liest man ja von der Idee, Züge von Berlin über Stettin nach Swinemünde zu führen. Das wäre ja nicht einmal so weit weg von Züssow und vielleicht können es die Polen ja besser ;P

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Groß gedacht

Andi99, Sonntag, 11.12.2022, 17:15 (vor 1260 Tagen) @ J-C

Ja genau!!! Dann würden die Züge bereits in Anklam quasi rechts auf die alte Strecke nach Usedom geleitet...und zwar (wer sie noch nicht kennt) über die alte "Hubbrücke Karnin", die dort wie so' ne Maschine aus "Das Imperium schlägt zurück" aus'm Wasser ragt...und zack wär man in Heringsdorf -

...was natüüürlich wieder an der Kohle scheitert.
Wenn ich schon allein diese Wirtschaftlichkeitsstudien lese, die allein schon 15 Jahre dauern und mehr Kohle und Ressourcen verschlingen als hätte man die Bahn einfach wieder aufgebaut...
...dann wirst du irre mit deinem gesunden Menschenverstand.

Groß gedacht

Andi99, Sonntag, 11.12.2022, 16:47 (vor 1260 Tagen) @ EK-Wagendienst

Ach so...und wegen ICE's auf dieser Strecke (sorry für Klugschiss):

Ja, es fahren i.d.R. 3 ICE's pro Tag/pro Strecke...
...also München...Köln/Düsseldorf...und Hannover...und manchmal B-Südkreuz.

Aber auch nicht immer.
Der einzige ICE, der every Day fährt, ist der Münchener.

Du kannst also direkt vom Kühemelken in Züssow zum Oktoberfest:))

WENN die Strecke mal wieder nicht gesperrt ist. Der RB24 fährt z.b. seit 2 Jahren nicht.
es hieß es immer bis zum 10.12. - und da war mir schon klar "Jahaa, wegen Fahrplanwechsel sprich Preiserhöhung, denn nix anderes ist dieser berühmte Fahrplanwechsel)...und zack:
Fährt auch das komplette Jahr 2023 nicht.

Und ja, das ist nix anderes als Volksverdummung.
Und Plan B? Ja den gibt es. Kindabholung in Neubrandenburg, weil andere Strecke.
Das bedeutet aber 100km Anfahrt von Ex, was sie gar nicht muss.

Und so weiter und so fort.
Also diese Strecke zur Ostsee raubt mir noch den letzten Nerv.
Und das wird nächsten Sommer mit dem Deutschlandticket auch wieder lecker werden.
Insofern Auto. Wat willste machen?

Früher gab es auch einen Flughafen auf Heringsdorf.

ktmb, Sonntag, 11.12.2022, 16:52 (vor 1260 Tagen) @ Andi99
bearbeitet von ktmb, Sonntag, 11.12.2022, 16:53

Drei Fernzüge pro Tag sind aber auch zu wenig.

Früher gab es auch einen Flughafen auf Usedom in Hdorf

ktmb, Sonntag, 11.12.2022, 17:37 (vor 1259 Tagen) @ ktmb

Interflug müsste da in der Saison auch hingeflogen sein.

Früher gab es auch einen Flughafen auf Usedom in Hdorf

EK-Wagendienst, EGST, Sonntag, 11.12.2022, 17:44 (vor 1259 Tagen) @ ktmb

Interflug müsste da in der Saison auch hingeflogen sein.

Früher fuhr da auch die Reichsbahn, auch zuverlässiger, nur nicht so oft.

Aber das ist eben lange her, und wird er nicht mehr kennen.

--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Früher gab es auch einen Flughafen auf Usedom in Hdorf

ktmb, Sonntag, 11.12.2022, 17:49 (vor 1259 Tagen) @ EK-Wagendienst

Das stimmt! Kenne ich auch noch.

Früher gab es auch einen Flughafen auf Usedom in Hdorf

Andi99, Sonntag, 11.12.2022, 19:35 (vor 1259 Tagen) @ ktmb

...und in Peenemünde - aber den kennt IHR wahrscheinlich nicht mehr :)

Peenemünde? NVA?

ktmb, Sonntag, 11.12.2022, 19:39 (vor 1259 Tagen) @ Andi99

- kein Text -

Groß gedacht

EK-Wagendienst, EGST, Sonntag, 11.12.2022, 17:25 (vor 1260 Tagen) @ Andi99


Und ja, das ist nix anderes als Volksverdummung.
Und Plan B? Ja den gibt es. Kindabholung in Neubrandenburg, weil andere Strecke.
Das bedeutet aber 100km Anfahrt von Ex, was sie gar nicht muss.

Dann sei doch einfach schlau und meide die Bahn.

Das mit dem Kind abholen ist nun mal dein / euer Problem, und das kann die niemand hier abnehmen.

Also diese Strecke zur Ostsee raubt mir noch den letzten Nerv.
Und das wird nächsten Sommer mit dem Deutschlandticket auch wieder lecker werden.
Insofern Auto. Wat willste machen?

Ja genau, deswegen warnen ja einige davor es einzuführen, und wenn man keine weitere Leistungen bestellt, dann wird das wie in jedem Jahr.
Zuständig, das hatte ich schon geschrieben.
Allerdings gibt es auch nicht noch weitere Fahrzeuge und Personal kostet ja alles Geld.
Bis das dann da ist, kann dein Tochter alleine nach Berlin fahren, und muss nicht mehr abgeholt werden.
Wenn auf der Strecke so ein hoher Bedarf besteht, dann gib den Tipp mal an Flixtrain, die suchen nach den Rosinen.

Da dann ja alle dann in den Zügen sitzen, gibt es freie Fahrt auf der Autobahn.

--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Groß gedacht

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 11.12.2022, 16:30 (vor 1260 Tagen) @ Andi99

Du kannst mit max. 15min Verspätung noch leben, und ich soll mir um 24 Uhr draußen in der Kälte ein kuscheliges Cafe suchen oder eine Runde um n Block machen?? Also weißte....!

Ich war jetzt 3mal mit der Bahn in Schwedt...und dreimal ging es in die Hose.

Ich fahr halt öfter und hab weniger Probleme.

Die viel größere Baustelle ist meine wartende Tochter in Züssow - und diese Strecke bediene ich seit 2018 4x im Monat. Und das ist...schlichtweg...die reinste Katastrophe!!

Dann

Angefangen von betriebsinternen Dingen wie Baustelle, Streckensperrung, Umleitung, Zugausfall (auch mal ganz spontan 5min. vorher)...über Berlin-Pendler, Urlauber, Fahrrad-Junkies, Ausflügler, Studenten nach Greifswald, Polen Richtung Stettin...

....bishin zur 9€ Vollkatastrophe und Durchsagen wie:

"Nein, wie oft denn noch? Hier passt kein Fahrrad mehr rein...ansonsten fahren wir nicht los"

Jo, wie oft so erlebt?

Was wir desöfteren auch nicht sind!! Aber hauptsache ich will nur mein Kind abholen.
Und ja, das k* mich an!! Diese mega-wichtige Relation nur im 2-Std-Takt zu bedienen, ist eine absolute Bankrotterklärung der Bahn!!

Offensichtlich nicht wichtig genug für den Besteller, welcher wiederum der Landesregierung unterstellt ist, welche wiederum von der dortigen Bevölkerung gewählt wurde. Wird Züssow nicht auch vom Fernverkehr bedient?

Und ja, da tank ich lieber für 200 Euronen voll...und LmAaA

Lachen mit Andrang am Anklang? :P

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Kundendialog.

MC_Hans, 8001376, Sonntag, 11.12.2022, 15:37 (vor 1260 Tagen) @ Andi99
bearbeitet von MC_Hans, Sonntag, 11.12.2022, 15:38

Hi Andi,

ist ein schwacher Trost, aber lieber auch mal einen Plan B überlegen, falls was ausfällt. Die beabsichtigte Verbindung vor der Fahrt auf Verspätungen prüfen (bevor man das Haus verlässt) - das kann Minuten in der Kälte sparen.

Wenn durch Schlechtleistung Dritter die Planungen wieder völlig auseinanderfallen, fasst man sich an den Kopf. Aber vielleicht reagieren die offiziellen Stellen in einer angemessenen Form kulant, neben den normalen FGR, wenn man da einigermaßen sachlich was hinformuliert.

https://www.vbb.de/kontakt/
https://www.dbregio-berlin-brandenburg.de/db-regio-no/Service/Kundendialog

Und ansonsten immer bedenken, dass die Bahnen auch nur mit Wasser kochen. Lass dich von Schwurblern usw. nicht ablenken.

Kundendialog.

Andi99, Sonntag, 11.12.2022, 15:52 (vor 1260 Tagen) @ MC_Hans

Allet jut, allet jut...smile...und nee, das mach ich ja.
Ich check meine Verbindungen noch zu Tode :))

Und dann stehste bereits am Bahnsteig...und dann Durchsage: "Information zu Iiii Ceee Ehhh"

Da halte ich mir schon schon die Ohren zu. Ganz schwere Kost!!

...und 25min. später sitzt du dann im Zug...und dein Handy bimmelt - SMS:
"Ihre voraussichtliche Abfahrt verzögert sich um 5 min."

Jaaa...Geschenkt. Ich will einfach nur halbwegs zuverlässig meine kleine Rotzgöre abholen und irgendwie vernünftig mit ihr zurück nach B fahren...aber genau DAS gestaltet sich immer schwieriger, unzuverlässiger und nervtötender.

Und dann wollen die Grünen Idioten die Straße leerräumen?
Diese verkorksten Nein-Sager befördern uns direkt ins Mittelalter zurück.

Wer genau will welche Straßen wie leerräumen?

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 11.12.2022, 16:03 (vor 1260 Tagen) @ Andi99

- kein Text -

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Zuverlässige Verbindung zum Flughafen Düsseldorf

arno50, Sonntag, 11.12.2022, 17:11 (vor 1260 Tagen) @ Andi99
bearbeitet von arno50, Sonntag, 11.12.2022, 17:13

ich hänge mich da mal dran, wegen Verspätung und Zugausfall.
Hat jemand Erfahrung mit (relativ) ausfallsicherer Verbindung nach Düsseldorf. Abflug in Düsseldorf gegen 12 Uhr. Da Zug zum Flug includiert ist, wollte ich die teure Auto/ Parken Aktion mir sparen und tatsächlich, trotz
sehr schlechter Erfahrung wieder den Zug nehmen. Was bietet sich aus Sicherheitsgründen an über Bremen oder mit der Nordwestbahn? Fahrt am 15. 12.

Zuverlässige Verbindung zum Flughafen Düsseldorf

EK-Wagendienst, EGST, Sonntag, 11.12.2022, 17:33 (vor 1259 Tagen) @ arno50

ich hänge mich da mal dran, wegen Verspätung und Zugausfall.
Hat jemand Erfahrung mit (relativ) ausfallsicherer Verbindung nach Düsseldorf. Abflug in Düsseldorf gegen 12 Uhr. Da Zug zum Flug includiert ist, wollte ich die teure Auto/ Parken Aktion mir sparen und tatsächlich, trotz
sehr schlechter Erfahrung wieder den Zug nehmen. Was bietet sich aus Sicherheitsgründen an über Bremen oder mit der Nordwestbahn? Fahrt am 15.12.

Wer kann hier schon hellsehen, und vor allem ab wo?
Es darf schon mal nicht unter +5° kalt sein, und dann Schnee bitte auch nicht.

Morgens den ersten Zug nehmen, wenn der Ausfällt doch das Auto, aber aufpassen das nicht ein Geisterfahrer entgegen kommt, aber auch dieser ist bis jetzt nicht geplant.
Deutschland ist da halt sehr spontan.
Man muss auch nicht am Flughafen parken, die letzten Km kann man dann immer noch den Nv nehmen.

--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Zuverlässige Verbindung zum Flughafen D - geschafft

arno50, Sonntag, 18.12.2022, 19:08 (vor 1252 Tagen) @ EK-Wagendienst

Danke für den Hinweis, habe den 6 Uhr Zug genommen, der pünktlich war und 3 Stunden Pufferzeit bis Abflug verhiess. Der folgende ICE fuhr einem langsameren Zug hinterher (kommt mir gefühlt recht häufig vor) und so klappte der 2. Umstieg nicht; da im Ruhrpott aber die Zugdichte hoch ist schrumpfte die Zeit auf etwas über 2 Stunden, den Rest gab dann ein Meisterstück der Bundespolizei bzw deren Hilfsarbeiter: fast eine Stunde Wartezeit und Chaos bei der Sicherheitskontrolle - eben deutsche Verhältnisse. Jedenfall blieb immer noch ein Stunde zum Boarding, der Urlaub konnte beginnen. Danke auch für den Hinweis mit PKW bis geeigneten NV Bahnhof, hilfreich wäre eine Info der DB wo überall P+R Plätze an Bahnhöfen sind. Gruss aus dem Süden.

Zuverlässige Verbindung zum Flughafen Düsseldorf

markman, Sonntag, 18.12.2022, 19:25 (vor 1252 Tagen) @ arno50

auch wenn es nicht gefragt wurde: Bei weiten Anreisen zum Airport würde ich ein Flug morgens buchen oder im Laufe des Vormittages und am Tag vorher abends anreisen. Das mache ich bei wichtigen Terminen immer => Stressminimierung,

Grüße,
Markman

Immerhin 1,5 Bäckereien + 1 Hotel in Züssow

ktmb, Sonntag, 11.12.2022, 19:07 (vor 1259 Tagen) @ Andi99

Ganz so schlimm scheint es ja auch nicht zu sein. ;)

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