Interessante ITinerarii im Immunisierungs-Impf-Iahr: Okt 2/2 (Reiseberichte)

Krümelmonster, München, Mittwoch, 07.12.2022, 22:58 (vor 1203 Tagen)

Hallo liebes Forum,

willkommen zum Abschluss meiner Italien-Berichte aus dem letzten Jahr. :D
Im Mai war ich fast zwei Wochen hauptsächlich durch die Toskana getourt. Im August hatte es mich dank der Sperrung der Brennerbahn und der damit verbundenen Umleitung ein Wochenende nach Norditalien verschlagen.
Im Oktober wagte ich mich mal weiter in den Süden, bisher waren wir durch Kampanien (Großraum Neapel) gereist. Das letzte Kapitel endete in Caserta beim Umstieg in die Renne.

Allzu viele Renn-Verbindungen gibt es ja ab Caserta nicht – ich fuhr also weiter nach Apulien.

Meine Kasten-Renne war aus Rom gekommen und auf dem Weg nach Lecce in Südapulien; ich fuhr mit bis Bari. Ich suchte so verzweifelt die Steckdosen unten zwischen den Sitzen, dass ich am Ende sogar den Typen am 4er ggü. um Hilfe fragte – die Steckdosen waren gleich unterhalb der Tischplatte, quasi direkt vor meinen Augen. :D Abfahrt war mit + 6, auf der einspurigen kurvigen Strecke ostwärts durch die Berge (leider war es dunkel) baute die Renne reichlich Verspätung auf. Als sie bei + 15 oder so war, besann sie sich zurück auf ihre Rennkraft. Bis Foggia konnte sie aufholen und hatte nur noch + 10. Dort machte sie Kopf. Weiter ging es gen Südosten. Bari wurde nach 2:45 h mit nur noch + 3 erreicht. Ich bin ja immer wieder überrascht, wie weit östlich Süditalien liegt: Neapel liegt bereits weiter östlich als Triest (!), Bari liegt sogar weiter östlich als Wien, ziemlich genau auf demselben Längengrad (wenige Sekunden Unterschied) wie Posen.
Meine Basis für die nächsten Tage war ein gutes 4-Sterne-Hotel gleich hinter dem Bahnhof von Bari. In der Unterkunft sah man viel Bahn-Personal, auch in dem sehr guten Restaurant daneben.
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293 你好
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294 Angekommen


Am ersten Tag meines Aufenthaltes in Apulien fuhr ich zunächst nach Alberobello. Die Verbindungen auf den apulischen Nebenstrecken sind selten der Burner (v. a. wenn man Zug fahren möchte und nicht Bus). Ich versuchte dem Schaltermenschen noch zu erklären, dass ich wirklich mit dem Zug fahren möchte und nicht mit dem Bus (jener wäre schneller…).
Auf den Nebenstrecken ist nicht Trenitalia selbst unterwegs, sondern Ferrovie dello Sud Est. Zwanzig nach neun setzte sich der Pesa-Stinker dieser Gesellschaft mit mir und meinen Keksen ächzend in Bewegung. Die Fahrt führte zunächst wirklich im Schneckentempo zwischen Feldern mit Olivenbäumen hindurch. Apulien hat 4 Mio. Einwohner und 50 – 60 Mio. Olivenbäume. Gelegentlich waren auch andere Bäume zu sehen (vielleicht Äpfel), manchmal auch Wein, obwohl es Flachland ist. Für etwas Abwechslung sorgten gelegentlich Kakteen.^^ Später wurde die Fahrt immerhin etwas schneller. Ich bin kein Fachmann auf dem Gebiet, aber ich hatte im Vorfeld schon vom Olivenbaumsterben in Süditalien gelesen, ich denke, auch ich habe solche kranken Bäume gesehen.
Für die 40 km bis Putignano brauchte der Pesa über 1:15 h… Dort musste binnen 3 min umgestiegen werden. Während der Zug in einfuhr (mit + 2), sah ich zwei Züge, beide ohne ZZA. Unser Zug fuhr durch bis ganz nach hinten. Ich und auch einige andere Reisende fragten den Putzi im bereitstehenden Zug ggü., ob dieser nach Alberobello fahre, was der Putzi verneinte. Also liefen wir den ganzen Weg nach vorn zum anderen. Ich stieg erstmal ein und suchte drinnen einen Zub. Den schien es nicht zu geben, also lief ich ganz nach vorn zum Tf und öffnete dabei die Außentüren, damit der Zug nicht einfach mit unbekanntem Ziel losfahren würde. Der Tf bestätigte mir dann, dass der Zug nach Alberobello fahre. Außenanzeigen sind überbewertet. Immerhin war dieser Zug beheizt, im ersten war es sehr frisch gewesen.^^ Ohne erkennbare Gründe fuhren wir mit + 9 los. :D (Der Zug, der mich hierher gebracht hatte, fuhr aufs Abstellgleis, aber es gab genug Gleise, dass wir uns da nicht in die Quere kamen.) Die zweite Fahrt war kaum schneller: Für die knapp 20 km bis Alberobello brauchte der Zug eine halbe Stunde… Drei Fahrgäste waren im Zug, alle stiegen in Alberobello aus, der Tf fuhr allein weiter… Alberobello wurde mit + 7 erreicht, 2 h nach Abfahrt in Bari. Die schnellsten Busse (übrigens ebenfalls von Ferrovie dello Sud Est betrieben) brauchen 1:05 h… Ich wollte noch abwarten, bis der Zug weiterfuhr, damit ließ er sich aber noch 6 min Zeit (eh schon verspätet, eingleisige Strecke, Signal auf Grün). Somit hatte ich schon mal einen guten ersten Eindruck der Leistung von Ferrovie dello Sud Est bekommen. :-)
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295 Ab in den Pesa
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296 Ausfahrt aus Bari C.le
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297 Hundekopf
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298 Wein
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299 Ein kranker Baum?
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300 Kranker Baum, Trullo & Wein
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301 Was bin ich hier?
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302 – 304 Tote Züge
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305 Angekommen in Alberobello

Alberobello ist die Stadt der Trulli. Das sind traditionelle alte Häuser mit putzigen Runddächern, die der Stadt ein unverwechselbares Antlitz geben. Diese Häuser sieht man auch immer wieder einzeln stehend auf Feldern, aber in Orten trifft man sie nirgends in so hoher Dichte an wie in Alberobello. Ich fand den Ort zwar nicht unangenehm voll, aber es waren durchaus allerhand Touristen unterwegs.
Einmal hörte ich im Stadtzentrum mal wieder ein Miauen. Als es sehr laut aus der Nähe kam, habe ich angehalten und geschaut, wo das Teufelstier steckt. Auf einmal beugte sich ein Typ aus dem Haus und hat wirklich so treffend echt das Miauen einer Katze nachgemacht… -.-
Achtung, viele Bilder! ;-)
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306 Kleine Trulli
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307 – 309 Die Runddächer prägen das Stadtbild
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310 Süditalienische Öffnungszeiten: „Ich mache auf, wenn ich da bin, und mache zu, wenn ich gehe.“ ^^
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311 – 316 Rundgang durch ein Viertel, das nahezu komplett aus Trulli besteht
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317 – 320 Hier wohnte die einfache Bevölkerung
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321 Die Kirche St. Cosma & Damian
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322 Der Trullo Sovrano ist außergewöhnlich groß
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323 – 325 Im Inneren ist ein Museum über das Leben der Gutsherren (nicht der einfachen Landbevölkerung) im 18. Jahrhundert
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326 Trulli-Parade
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327 Genau die schauen wir uns nun an
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328 Siamesische Trulli
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329 Von hinten
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330 – 338 Im Zentrum
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339 Selbst die Kirche des Hl. Antonius von Padua ist im Trulli-Stil erbaut^^
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340 Kitschig. Kitschiger. Touri-Souvenir-Läden…
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341 Blick über die Trulli
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342 2021: alles tot

Nachdem ich mir Alberobello angeschaut hatte, fuhr ich am Nachmittag noch 11 min weiter. Anders als am Vormittag, wo teilweise über 2 h Pause waren, fuhr jetzt mitunter alle 30 min ein Zug (die Frequenzen waren allgemein sehr ungleichmäßig :D). Die Fahrt dauerte 11 min und war sogar pünktlich.^^
Nun drehte ich noch eine kleine Runde durch das hübsche kleine Örtchen Locorotondo.
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343 Weiter geht es wieder im Pesa. Die Oberleitung ist bloß Deko…
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344 Das Rathaus von Locorotondo. Und solch ein Schild im Land des Calcio :-O
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345 Chiesa dell’Addolorata
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346 – 350 In den hübschen Gassen der Stadt
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351 Ebenfalls typisch sind die weißen Häuser
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352 Die Kirche des Hl. Georg
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353 Wir gehen hinein
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354 – 355 Altare
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356 Die Lichter des Südens
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357 Die Chiesa della Madonna della Greca mit auffälliger Rosette
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358 Auch hier begucken wir den Altar
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359 Blick über die Landschaft Apuliens Richtung Martina Franca
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360 Es ist schon später Nachmittag

Dann ging ich zum Bahnhof, um nach Bari zurückzufahren. Ich hatte schon gesehen, dass ich für die Rückfahrt mit einem Bus Vorlieb nehmen musste. Allerdings stand nirgendwo, wo der Bus fahren würde. Der wurde auch von Ferrovie dello Sud Est betrieben. Vor dem Bahnhof war zum Glück eine Gruppe älterer Herren am Quatschen, sie sagten mir, dass der Bus nicht am Bahnhof hält, sondern am Rand vom Ortszentrum. Also musste ich dorthin zurücksprinten. Ich habe ihn nur deshalb bekommen, weil er noch vor zwei Ampeln halten musste, deswegen + 2 hatte und ein Stinktier-Fahrer mich (wild auf den Bus gestikulierend) schnell rüber ließ, obwohl ich rot hatte.^^ Ticketkauf war nicht beim Busfahrer möglich, Kauf in der App nur bis 5 min vor Abfahrt. Gut, kaufte ich das Ticket halt ab einem Halt später, hat keinen gestört.^^ Lt. Google sollte der Bus am Bahnhof halten, Trenitalia hat generell keine Kartenfunktion, Ferrovie dello Sud Est hat keine eigene App.^^ Das Unternehmen war früher eine eigenständige Gesellschaft, machte aber immer mehr Miese und wurde schließlich 1985 unter staatliche Verwaltung gestellt und 2016 in Ferrovie dello Stato (dazu gehört auch Trenitalia) eingegliedert. Meine Erfahrung: Wenn in Italien bei der Bahn Mist passiert, dann ist es weniger Trenitalia selbst, sondern eher die kleineren Regionalgesellschaften. Mit Ferrovie dello Sud Est werden wir uns in diesem Kapitel nochmal beschäftigen. ;-) Die Regionalgesellschaften fahren auch mit dem ältesten, versifftesten Material rum, das man finden kann. Trenitalia hat teilweise auch alte Möhren, aber selbst hier im (armen) Süden ist geschätzt mehr als die Hälfte des Trenitalia-Fuhrparks modern. In Fasano hielt der Bus, fuhr 3 min vor Plan weiter, fuhr 5 min im Kreis und hielt dann nochmal 10 min an der gleichen Stelle (ohne Fahrgastwechsel), bis er wieder weiterfuhr. :D Anschließend hielt er nochmal irgendwo im Ort, wo einfach 3 Leute einstiegen. :D (Das erinnert mich an die Ferrovia Circumetnea auf Sizilien, die nach dem letzten Zwischenhalt auf freier Strecke anhielt, um jemanden rauszulassen – ich wollte schon zur Tür eilen, bis mir jemand gesagt hat, dass hier noch gar nicht der Endbahnhof ist :D :D :D). Anschließend fuhr er auf die Schnellstraße und verließ sie an der nächsten Ausfahrt schon wieder, um neben ihr herzufahren.^^ In dem Ort, wo der Bus enden sollte, hielt er nochmal ungeplant am Stadtrand – immerhin war da ein Bushaltestellen-Schild der FSE. Mit + 16 wurde dann die Endstation erreicht.
Durchgangstickets vom Bus der FSE zum Zug der Trenitalia sind nicht möglich. Man erhält in solchen Fällen zwei Einzeltickets ohne Km-Degression. -.- Im Zug nach Bari sah gleich drei Polen auf einmal mit Masken! :-O Halb acht war ich dann wieder in Bari, nach 40 min Zugfahrt. Um diese Uhrzeit öffnen die Restaurants übrigens erst in Süditalien. ;-)
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361 Hier steht nirgends, wo der Bus fahren soll…
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362 – 364 Fahrt von der Murgia-Hochebene hinunter an die Küste
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365 Kategorie Ortsnamen & Brettspiele
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366 Brettspiel-Kirche
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367 Brettspiel-Haus mit Muster
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368 – 369 Brettspiel-Bahnhof
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370 Weiter geht’s
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371 Angekommen in Bari
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372 True!

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Krümelmonster, München, Mittwoch, 07.12.2022, 22:58 (vor 1203 Tagen) @ Krümelmonster

Am Freitag stand ein Ausflug nach Matera an. Matera ist die zweitgrößte Stadt der Basilikata, ist aber aufgrund der Nähe und der Relevanz in den meisten Reiseführern über Apulien enthalten.^^
Um auf Schienen dorthin zu kommen, braucht man wieder eine Privatbahn, diesmal die FAL Ferrovie Appulo Lucane. Die Firma ist grob gesagt westlich von Bari bis hin nach Potenza aktiv. Elektrifiziert ist dort nichts. Die FAL brummte mit modernen Gefährten in durchaus annehmbarer Geschwindigkeit (vmax müsste 90 km/h sein) auf schmalen Gleisen (950 mm) durch die Lande. Extrem langsam ist allerdings der Abschnitt innerhalb Baris.^^ Die Hauptstrecke der Ferrovie dello Stato wird auf einer Brücke überquert, dabei fahren die Züge 10 – 15 km/h.^^
Ich startete noch vor acht Uhr ab Bari. Am Anfang war der Zug nicht voll, er füllte sich erst im Laufe der Fahrt durch die dünn besiedelte Landschaft. War eben doch noch arg früh für die Italiener.^^ Nach 50 min planmäßiger Fahrzeit hatte er schon + 10. :D 70 min planmäßige Fahrzeit sind es bis Altamura, nach Matera muss dort umgestiegen werden. Die Ankunft war mit + 8, aber die Umsteigezeit 14 min, das haute hin.^^ Der zweite Zug war ganz motiviert und erreichte nach 20 min planmäßiger Fahrzeit den ersten Halt auf dem Stadtgebiet von Matera gleich 3 min vor Plan.^^ Ich blieb sitzen bis zur Endstation Matera Sud, 30 min ab Altamura.
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373 Dieselteil in Bari
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374 Überquerung der Hauptstrecke
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375 Das zweite Gleis vergammelt
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376 – 378 Die weite Landschaft Apuliens
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378 Italo-Schafe
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379 Trullo
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380 – 381 Umstieg in Altamura
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382 Der erste Zug fährt noch eine Station weiter nach Gravina
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383 Am Ziel: Matera Sud


Matera ist wirklich krass!!!
Die Stadt ist bekannt für ihre Sassi, das sind Wohnungen, die teilweise in den Felsen geschlagen sind. Nach dem Zweiten Weltkrieg (!) lebten immer noch 15.000 Menschen ohne Strom oder fließend Wasser in den Höhlen, erst in den 50ern begann die (häufig nicht ganz freiwillige) Umsiedelung in Neubaugebiete. Zum Glück hat man die Höhlenbehausungen erhalten, sie dienen teilweise als Museen. 2019 war Matera Europäische Kulturhauptstadt. Auch einige der Kirchen von Matera sind teilweise aus dem Felsen gehauen. In einigen von ihnen sind originale mittelalterliche Fresken erhalten.
Spektakulär war nicht nur Matera selbst, sondern auch die tiefen & zerklüfteten Flusstäler der Umgebung. In der Nähe gibt es einen Aussichtspunkt, aber irgendwie beschloss ich, in der Mittagshitze (durchaus 25 Grad) doch nicht dorthin zu laufen. Ich habe auch so an jedem Tag des Urlaubs (außer dem in Alberobello) mehr als 20.000 Schritte geschafft. ;-)
Achtung, es folgen wieder sehr viele Fotos.
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384 – 385 Erster Blick über Matera
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386 In dem zentralen Felsen befindet sich die Felsenkirche Chiesa rupestre di Santa Maria di Idris
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387 Die Chiesa del Purgatorio
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388 Eingang passend zum Jahresmotto
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389 – 391 Trotz der Totenköpfe wagen wir uns hinein
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392 Blick zur Decke
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393 Totenköpfe auch drinnen
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394 Direkt daneben steht die Chiesa di Santa Chiara
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395 Quasi Pennywise mit Haaren: eine wahrlich furchteinflößende Gruselkatz
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396 – 397 Der vordere Teil, der Eingangsbereich der Sassi ist herkömmlich gebaut, der hintere Teil ist direkt in den Felsen geschlagen
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398 Café im Felsen
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399 Sassi & Canyon
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400 Canyon
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401 Hier verbirgt sich die Chiesa di Santa Lucia alle Malve mit mittelalterlichen Fresken (fotografieren nicht erlaubt, wahrscheinlich weil es viele nicht hinkriegen, mal den Blitz auszuschalten -.-)
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402 – 403 So lebte die einfache Bevölkerung in den Sassi: X Kinder, Vieh, Küche – alles in einem Raum. (Bitte bedenken, dass es damals auch noch keine Windeln gab…)
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404 Die Chiesa di San Pietro Caveoso thront unterhalb vom zentralen Felsen
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405 Ausblick von ihrem Vorplatz auf die Sassi …
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406 …oder auf den Canyon
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407 Eine Etage weiter oben
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408 Eingang zur Felsenkirche Chiesa rupestre di Santa Maria di Idris
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409 Sassi-Architektur
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410 Rückblickend war es womöglich die vernünftigste Entscheidung des Urlaubs, dass ich nicht durch den Canyon da rübergelatscht bin^^
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411 Ausblick auf die Sassi gibt’s nämlich auch hier
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412 Der Canyon
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413 – 414 Noch ein Canyon
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415 Alte Höhlenwohnungen auch außerhalb der Stadt
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416 – 417 Der Dom von Matera
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418 – 419 Drinnen
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420 Nebenschiff
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421 – 422 Neben-Altare
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423 – 424 Der Hauptaltar
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425 Mittelalterliche Fresken
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426 Auch vom Dom-Vorplatz bietet sich ein spektakuläres Panorama
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427 Außerhalb des Bereichs der alten Sassi findet man z. B. den Palazzo del Sedile
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428 Die Basilika San Francesco d‘Assisi
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429 Chiesa di Santa Lucia e Agata alla Fontana
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430 Mittagessen mit Blick auf den Dom
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431 Höhlenpizza
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432 Niemand, absolut niemand:
Italiener: „Hey, lass mal einen Elefanten mit einem Storch kreuzen und den Schmarrn mitten im Ort aufstellen!“
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433 Unter dem Hauptplatz bietet die Zisterne Palombaro Lungo Platz für 5 Mio. Liter Wasser
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434 Sie wurde erst 1991 bei Bauarbeiten zufällig wiederentdeckt
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435 Wir gehen hinein
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436 – 437 Im Inneren der Zisterne
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438 – 439 Vom Hauptplatz blickt man über die alten Gebäude (hier keine Sassi) Richtung Dom
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440 Zu guter Letzt sehen wir neben dem Bahnhof Matera C.le noch dieses wunderhässliche Gebäude :D
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441 Nun sind wir am Bahnhof angelangt

Am Nachmittag fuhr ich zurück nach Bari. Ich kaufte ein Ticket und merkte erst beim Einstieg in den Zug, dass ich in Altamura gut 1:15 h Aufenthalt haben würde. Allzu viel machen kann man dort nicht. -.- Doch in Altamura angekommen stand am Nebengleis ein Zug bereit. Ich fragte drinnen nach, der würde gleich nach Bari fahren. Den planmäßigen 2-min-Anschluss hatte mir Trenitalia tatsächlich verschwiegen. Vielleicht rechnete niemand damit, dass das funktionieren würde. ;-)
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442 Der Bahnhof Matera C.le wurde für das Jahr als europäische Kulturhauptstadt ordentlich aufgemotzt
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443 Zügli fährt ein
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444 Ui, dass es auch einen Zug um 16:35 Uhr ab Altamura war, war eine freudige Überraschung^^
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445 – 446 Wieder nach Bari
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447 Angekommen
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448 – 449 Bari C.le

Etwas südlich von Rimini hatte es am Mittag ein Erdbeben gegeben. Im Süden war davon nichts zu merken, aber ich war ja auch 500 km entfernt. (Am frühen Nachmittag hatte es in Kampanien ebenfalls ein leichtes Erdbeben gegeben, aber auch das war 130 km entfernt nicht zu spüren.)
Deutlich zu spüren waren die Auswirkungen des Bebens von Fano bei Rimini auf den Betrieb von Trenitalia. ;-) Natürlich ist ein Erdbeben kein Bahn-Verschulden. Ich weiß, dass Erdbeben dort häufiger mal auftreten, freilich weiß ich nicht, wie häufig genau Erdbeben dieser Stärke sind.
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450 Da ist der Übeltäter
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451 Massaker
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452 Auch gut, dass der Zug 10 min nach dem Erdbeben noch weitergefahren ist & direkt aufs Epizentrum zu, um kurz darauf 4 h stehen zu bleiben :-/
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453 „Die Erkundungen nach einem Erdbeben zwischen Pesaro & Ancona sind abgeschlossen. Der Verkehr wird schrittweise wieder aufgenommen.“
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454 Hübsche Pyramide^^
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455 ICN Lecce – Tarent – Bari (Kopfmachen) – Mailand

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Krümelmonster, München, Mittwoch, 07.12.2022, 22:58 (vor 1203 Tagen) @ Krümelmonster

Am nächsten wollte ich zuerst nach Brindisi fahren und anschließend nach Ostuni.
Brinidisi eine größere Hafenstadt südöstlich von Bari mit Fährverbindungen nach Albanien (nur 6 h) & Griechenland.
Ostuni ist eine schöne, alte weiße Stadt hoch oben auf einem Hügel.
Die großen, schönen Städte Lecce & Tarent wollte ich mir bewusst aufheben für Silvester, ich wollte ja mit dem Luxi nochmal hierhin.^^

Großartig sind die Verbindungen abseits der Haupt-Bahnstrecke generell nicht. Samstag ist es noch schlimmer. (Der Sonntag ist dann der Endgegner…) In der Früh brachte mich zunächst Trenitalia nach Brindisi (über die Hauptstrecke). Die Seuchenregeln, mit denen man stets ausführlich auf Italienisch & Englisch beschallt wird, kamen diesmal sogar auf Deutsch. :-O Es war eine bisweilen sehr komische Wortwahl, sehr holprig vorgetragen, offensichtlich Text to Speech. Die Ansagen waren teilweise dreisprachig inkl. Deutsch, teilweise auch nicht. :D Zweisprachig ist ja alles Automatische. Die Fahrt von Bari nach Brindisi im Regionalzug dauert gut 1:20 h. Wie gesagt, auf der Hauptstrecke läuft’s gut, die planmäßige Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei 94 km/h – aber sobald man in einen Ort möchte, der nicht an der Hauptstrecke liegt, wird’s halt schwierig.^^ Bis Polignano a Mare war der Zug proppenvoll mit Touris, dort leerte er sich schlagartig. Nun hatte ich auch einen Fensterplatz an der Meerseite, aber es war kein Meer mehr da. -.-
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456 Feini!
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457 – 458 Leere apulische Landschaft, dabei ist der Küstenstreifen noch vergleichsweise dicht besiedelt
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459 Angekommen in Brindisi
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460 Der pittoreske Bahnhof von außen
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461 Blick über den Bahnhof
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462 Wie bin ich hierhergekommen?

Brindisi fand ich nicht hässlich, aber auch nicht wirklich spannend. Viel los war nicht.
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463 Straße im Zentrum von Brindisi
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464 Chiesa Rettoria SS. Crocifisso
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465 Hauptsache nicht gegen die Wand laufen :D
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466 Ich rief: „Schnell, Risto, renn!“ und …
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467 Die Küstenpromenade in Brindisi
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468 Blick hinüber zum Ehrenmal für den italienischen Seemann
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469 Blick über die Hafenbucht
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470 Oberhalb der Promenade stehen zwei römische Säulen
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471 Die Kathedrale von Brindisi
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472 Innen ist sie eher schlicht
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473 Der Altar ist aber schon interessant
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474 Die Erzbischöfliche Bibliothek
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475 Alter! Welcher Psychopath hat dieses hässliche Ding mitten in die Alstadt neben den römischen Bogen gesetzt!? -.-
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476 Eigentlich wollte ich die normannisch-suebische Burg von Brindisi fotografieren. Ich lernte, dass sie militärisches Sperrgebiet war. Deshalb gelang nur dieses Foto mit dem bösen Schiff.^^ (Die Burg ist links.)
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477 Definitives Highlight des Tages war dieser Wegweiser! :D Wo soll man hier bitte rechts abbiegen!? :D :D
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478 Aus einer größeren Perspektive wirkt der Wegweiser (rechts neben den Türen) nicht weniger schwachsinnig :D
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479 Bisweilen gibt’s hier doch hässliche Häuser :-O
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480 Der Tempio San Giovanni al Sepolcro
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481 Drinnen findet man mittelalterliche Fresken
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482 Eine zeitgenössische Darstellung: Der Heilige Georg führt einen Seuchentest am Drachen durch
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483 Garten hinter der Kirche
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484 Muss den ganzen Tag ne Säule schleppen und kann trotzdem noch lächeln :-O
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485 Und zu guter Letzt das Santuario Santa Maria degli Angeli

Am frühen Nachmittag wollte ich von Brindisi nach Ostuni fahren. Busse fahren am Samstag um 11:30, 13:50 & 17:00 Uhr. Ende… Zwar hat Ostuni einen Bahnhof, aber der liegt „unten“ fast 3 km entfernt vom Ort auf dem Hügel. Zwischen Bahnhof & Ort fahren samstags natürlich keine Busse. Der elendige [zensierte Flüche zensierte Flüche zensierte Flüche] Bus ab Brindisi fuhr nun auf der anderen Straßenseite als erwartet und hat nicht angehalten. Er gehörte der von mir heiß geliebten Ferrovie dello Sud Est. Ich wünsche ihm Durchfall und zu kurze Arme, um die Hose runterzuziehen! [weitere zensierte Flüche] Damit hatte sich Ostuni erledigt. 17 Uhr war zu spät, bis der Bus dort ist, ist es dunkel…
Frustriert latschte ich zurück zum Bahnhof. Nach Polignano a Mare wollte ich eigentlich morgen Abend, aber wenn ich jetzt eh dort durchfahre und heute noch Zeit hatte, könnte ich doch auch jetzt dort stoppen. Ich fragte nach, ob ich auf einem Ticket mit Pause durchfahren könnte oder ob ich zwei verschiedene Tickets brauchte. Ich brauchte zwei. Ich hätte ja dann damit gerechnet, dass die zwei Tickets getrennt teurer wären, weil ohne km-Degression. Doch tatsächlich waren sie getrennt fast 5 % günstiger. :-s Die Bahnsteige von Brindisi wurden übrigens mit internationaler Pop-Musik aus dem Radio beschallt (in für süditalienische Verhältnisse dezenter Lautstärke).^^
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486 Wieder am Bahnhof
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487 Renne aus dem Norden, einer der beiden täglichen Züge, die Apulien mit Venedig verbinden
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488 Hier kommt mein Regionalzug
Den Ort Polignano a Mare selbst fand ich wenig spannend. Außerdem trampelten sich die Touris in den engen Gassen gegenseitig fast zu Tode. Das Highlight von Polignano a Mare ist die Lage: Direkt neben dem Ortszentrum fallen die Klippen steil ab in eine kleine Meeresbucht. Hier beobachtete ich das Meer beim dunkel Werden. ;-)
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489 Die Bausubstanz in Polignano a Mare fand ich nicht so spektakulär
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490 – 491 Das besondere an dem Ort ist seine einzigartige Lage an einer schmalen Meeresbucht mit hohen Felsen
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492 – 494 Natürlich bin ich runtergelatscht^^
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495 – 500 Es wird dunkel

Am Abend fuhr ich zurück nach Bari.
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501 Private Plusterbacke schläft
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502 Du runzeliger Grottenolm! Möge auch dein Rettungs-Nacho im Dip versinken!! Und möge deine Bettdecke stets mit der Knopfleiste Richtung Kopf liegen!!!

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Krümelmonster, München, Mittwoch, 07.12.2022, 22:58 (vor 1203 Tagen) @ Krümelmonster

Am heutigen Tag war Zeitumstellung. (Mein Wunsch, die Vor-Seuche-Zeiten wiederzubekommen, wurde nicht erhört. -.-) Es würde also noch eine Stunde früher dunkel werden, also dann um 5. Zudem sind die Verbindungen zu kleineren Orten am Sonntag kaum vorhanden. Deshalb blieb ich in Bari.
Morgens kaufte ich erstmal Kekse.^^ Die Grisbi-Kekse, auf die ich so sehr stehe, gab es hier nicht, aber die hatte ich am Bahnhof gesehen.^^ Diesmal habe ich insgesamt nur 60 € für Kekse ausgegeben – geht ja noch. :D Obwohl die Uhren ja zurückgestellt wurden, öffnete der Supermarkt erst mit 20 min Verspätung – willkommen in Süditalien! :D

Ich frage mich ja immer noch, warum der Bezirk in der Innenstadt von Bari ausgerechnet den Namen Murat trägt. :-s
Die Altstadt von Bari ist durchaus fein, aber eben auch ziemlich klein.^^ Es gibt dort zwei große Kirchen: einmal die Kathedrale San Sabino und dann die Basilika San Nicola. In letzterer findet man die Reliquien des Heiligen Nikolaus. Sonntagvormittag musste ich ziemlich lange warten, bis irgendwann die Gottesanbetung beendet war und ich eintreten konnte.
Abends eskalierte ich wieder anlassgemäß, nachdem ich mir ein schönes Restaurant herausgesucht hatte. Dabei aß ich leckeres totes Babyschaf mit Gemeiner Wegwarte – ich wusste nicht einmal, dass es letzteres gibt.^^
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503 Ich, so ziemlich das ganze Jahr 2021: „Alter!“…
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504 Die Russenkirche von Bari
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505 Die Universität
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506 Huch, ein Radweg!
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507 Im Palazzo del Governo sitzt die Provinz-Verwaltung
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508 Der Palazzo Fizzarotti
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509 Die normannisch-suebische Burg
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510 Verkaufsstände in einer Gasse
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511 – 512 Enge Gassen
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513 Enge Gasse mit Hundi
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514 Farbenfrohe Häuser mit lebenslustigen Schreienden^^
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515 Römische Säulen
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516 Die Kathedrale San Sabino
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517 Von drinnen
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518 Die Basilika San Nicola
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519 – 520 Von innen
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521 Besoffen war nicht der Fotograf, sondern schon der Erbauer!
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522 Beweis: Links sieht man schön, dass die Querbalken schon auf dem Plan schief sind
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523 Fresken
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524 Im Inneren finden wir den Heiligen Nikolaus
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525 Da isser, der Klingone. Qapla'!
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526 Was zum Geier!?
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527 Das Teatro Margherita hat leider nichts mit Pizza zu tun, sondern hier ist ein Kunstmuseum
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528 Bahn-Bezug gegeben: Fähren nach Albanien
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529 Blick von der Altstadt (auf einer Halbinsel gelegen) auf die Küstenpromenade
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530 Wir verlassen die Altstadt und schauen beim örtlichen Pendant der IHK vorbei
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531 Hier sitzt die Banca d‘Italia
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532 Dass Theater ist freundlicherweise schon beschriftet^^
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533 – 534 Noch ein Paar interessante Gebäude
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535 Ich habe Fragen.
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536 Il Kursaal. Das Wort ist übrigens auch Teil des italienischen Buchstabieralphabets (kommt ja nur in Fremdworten vor, selbst das italienische Wort für Kilometer beginnt mit ch-). :D
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537 Blick zurück zur Altstadt
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538 Der Palazzo della Provincia (mit dem Turm) stammt aus der faschistischen Zeit
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539 Näher dran
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540 Blick Richtung Montenegro/Süddalmatien
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541 Die abendliche Kathedrale
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542 Nikolaus‘ Basilika
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543 Wenn du denkst, du hättest einen langweiligen Job, stell dir vor, du wärst Koch in einem Restaurant mit einer derart geringen Zahl an Gerichten! :-O
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544 Oder müsstest diese Steine reinigen… :-/
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545 Schicke Bude
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546 Om nom nom

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Krümelmonster, München, Mittwoch, 07.12.2022, 22:58 (vor 1203 Tagen) @ Krümelmonster

Nun sind wir schon bei der Rückfahrt angelangt. Wir schreiben mittlerweile schon den 1. November (in dem Monat bin ich eigentlich fast nie unterwegs^^).
Am letzten Morgen deckte ich mich ein für die lange Zugfahrt und besorgte die Grisbi-Kekse. Ich kaufte zwei Croissants, zwei Flaschen Wasser, fünf Sandwiches und neun Packungen Kekse (nur letztere waren dafür bestimmt, den Tag zu überleben^^). Dafür zahlte ich fast 70 €, das war mehr als mein Sparpreis 1. Klasse von Bari nach Bologna. :-O (Der Grund für die 1. Klasse war halt der günstigere Fahrpreis :p)

Mein Zug war in Lecce gestartet, wenn ich das richtig gesehen habe, war in Bari nach gut 1½ h in Bari schon Tf-Wechsel. Er nannte sich IC, war vom Halteschema her aber eher mit einem deutschen RE vergleichbar: In den folgenden fast 7 h würde er 23 x halten. Bis zum ersten Zwischenhalt war er 18 min unterwegs, dann folgten Halte im Abstand von 5, 6 und schließlich 7 min. Der längste Nonstop-Abschnitt waren 45 min bis Pescara, nur dreimal lagen zwischen zwei Halten mehr als 25 min.^^ Aber selbst dieser Zug hat in der zweitkleinsten Region Italiens nur einen einzigen Halt. :D
Fast die ganze Fahrt führte entlang der Küste, die man auch wirklich oft sehen konnte. Könnte also schlimmer sein. =) Die Ticketkontrolle fand erst nach 2½ h statt, da war der Zug bereits in der dritten Region (die italienischen Regionen sind vergleichbar mit unseren Bundesländern, es gibt 20 Stück, die Kompetenzen der Regionen in der Gesetzgebung dürften mindestens so groß sein wie die unserer Bundesländer). In Apulien war es zunächst noch sonnig. In Molise, die bereits zu Mittelitalien gehört, zog es sich zu. Und später begann es just am Übergang von Mittel- zu Norditalien das erste Mal zu regnen.^^ Nach gut 3 h wurde gleich mal 9 min vor Plan Pescara erreicht – trotz nur 2 min Planaufenthalt fand hier eine Überholung statt.^^
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547 Allein unter Snobs
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548 (Halb-)tote Züge in San Severo, dem nördlichsten Halt in Apulien
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549 Schneller als der Sturm
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550 Dabei haben wir Süditalien doch gerade verlassen… :-s
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551 Blick aufs Meer in Molise, der zweitkleinsten Region Italiens (ca. 1¾ x die Fläche vom Saarland^^)
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552 Kutter bei Ortona, schon in Abruzzen, der nächsten Region
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553 Die Regionshauptstadt Pescara schaut nicht so einladend aus^^
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554 Auf dem Nebengleis fährt der Frecciabianca nach Venedig ein
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555 Da zieht er weiter
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556 IC haben Triebköpfe, die wie unsere ICE-Triebköpfe ausschauen, aber Freccebianche sind Lok-Wagen-Züge mit Sandwich-Bespannung^^
Der nächste Tf war womöglich starker Raucher, denn nun überschritt der Zug an jeder Station die Wartezeit deutlich. Zwischenzeitlich war der Zug mal bei + 14. Oder es lag daran, dass sich der Zug in der Region Marken an jeder Station erheblich füllte. Erst in der Regionshauptstadt Ancona gab es etwas mehr Aussteiger als Einsteiger. Nun war ich durch zumindest 18 der 20 italienischen Regionen wenigstens durchgefahren, mir fehlen nur noch Sardinien und das Aosta-Tal.^^
Ab Ancona ging es noch mit + 9 weiter. Zwischen Pesaro und Riccione brauchte er nur 12 min statt der planmäßigen 19. :-O In Riccione, dem ersten Halt in der Region Emilia-Romagna begann es zeitweise zu regnen. Nach Riccione fährt der O-Bus von Rimini als einspurige Überland-Strecke, so etwas hatte ich auch noch nie gesehen. Die Haltestellen waren zweispurig und mit Ampeln ausgestattet, dazwischen war nur Platz für einen O-Bus, aber die Oberleitung für beide Richtungen getrennt vorhanden – wäre ja sonst unpraktisch. ;-) Richtung Bologna wurde das Wetter dann zusehends depressiv. :/
Bologna wurde 1 min vor Plan erreicht. In Pescara waren 20 Grad gewesen, 2½ h später in Riccione, wo der Regen begann, immer noch 17 Grad, weitere 1½ h später waren in Bologna nur noch 13 Grad übrig.^^
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557 Da oben auf dem Berg liegt Silvi Paese
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558 Riposa in pace, puntualità
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559 Come una tartaruga
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560 Loreto, kurz südlich von Ancona
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561 Blick auf Ancona
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562 Auf die Apokalypse ist man hier vorbereitet
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563 Fluchender Bahnhof^^
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564 – 565 Blick Richtung Istrien
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566 Interessante Treppenhäuser
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567 Hier wird vermutlich nicht so häufig Mikado gespielt wie anderswo ;-)
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568 Strand
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569 Überland-O-Bus
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570 Die einspurige Strecke (aber mit nach Richtungen getrennten Oberleitungen)
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571 Die Haltestellen sind aber zweispurig
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572 Zwischen Riccione und Rimini
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573 Nun wird es wirklich novemberhaft depressiv
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574 Nach 6:53 h angekommen
In Bologna hatte ich 50 min Umsteigezeit. Der Brenner-EC wurde erst 4 min vor Abfahrt bereitgestellt, die Abfahrt gelang dann mit + 1.^^ Die Fahrt führte weiter nordwärts durch depressives Wetter.
Bei der Wahl der Verbindungen war ich sehr eingeschränkt. Den Zug mit Ankunft in München um 20:30 Uhr hätte ich nur bekommen, indem ich in Apulien kaum später losgefahren wäre als für die Verbindung bis 18:30 Uhr nach München. Also arg früh. Deshalb entschied ich mich notgedrungen für die Ankunft um 22:30 Uhr. Problematisch war gar nicht der Abschnitt entlang der Ostküste (wenige große Städte; keine Rennbahn; überwiegend, aber nicht durchgehend für 160 - 180 km/h ausgebaut, 200 erst nördlich von Ancona; kein Durchgangsverkehr, denn hinter Apulien ist ja nix mehr^^). Problematisch war auch nicht der langsame & kurvige Abschnitt übern Brenner. Problematisch an der heutigen Strecke war tatsächlich der Abschnitt von Bologna nach Verona – eine Strecke, die fast durchgehend für 190 – 200 km/h ausgebaut ist und zwei wirklich große Städte (über 250.000 bzw. fast 400.000 EW) verbindet. Bologna ist zudem eine sehr schöne Stadt, auf dem deutschen Quellmarkt bisher wenig bekannt; überdies bietet Bologna Umsteigemöglichkeiten an die Rennbahnen sowie an die Ostküstenstrecke. Zwar fahren zwischen Bologna & Verona zweistündlich Frecce (und gelegentlich auch mal ein Italo), die sind aber urst teuer, weil sie eigentlich die Aufgabe haben, die Südtiroler Separatisten an Rom (bzw. an die Rennbahnen) anzubinden. Die Frecce haben auch keine vernünftigen Anschlüsse an die Brenner-ECs. -.- Die Regionalzüge sind auf der Strecke fast 30 min langsamer. Ich wünsche mir ja seit langem die Verlängerung aller Brenner-ECs bis Bologna! Oder meinetwegen auch ein paar mehr Züge nach Venedig. Aber bitte keine unmotivierten Wenden mehr in Verona! -.- Wegen des schlechten sonstigen Angebots sitzen in den Brenner-ECs südlich von Verona regelmäßig viele schreiende Italiener.^^ Wer nur zwischen den beiden Städten fahren möchte, für den sind die Preise der Frecce abartig hoch, und die Regios fahren nicht so häufig…
In Verona stand am Nachbarbahnsteig ein komischer alter Zug. Als Betreiber wurde interessanterweise Trenitalia angesagt. :-s Es dämmerte schon reichlich und regnete noch mehr. Zum Zeitpunkt der Weiterfahrt passierte: nichts. Immer wenn ich in Italien bin und es regnet, funktioniert bei Bahnens nix mehr. Ferrovie dello Stato ist wasserscheu wie ne Katze. :D Los ging es dann mit + 9, die der Zug bis Bozen sogar auf + 17 steigern konnte. Selbst hier wurde bei der Ticketkontrolle auch der Green Pass kontrolliert – eigentlich logisch, es ist ja ein Fernzug in Italien. Nur in Schland ist das natürlich nicht möglich… Die Kontrolle erfolgte übrigens durch den Zub in DB-Uniform.
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575 Regionalzug von Bologna zum Brenner. Braucht tatsächlich „nur“ eine Dreiviertelstunde länger als der Ösi-EC.^^
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576 Kurz auf den Bahnhofsvorplatz
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577 Ich dachte immer, die am Reisetag angezeigte Reihung würde stimmen. Aber nach über 1½ Jahren Seuche zeigt die DB immer noch einen Speisewagen an. -.-
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578 Da ist das Ding
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579 Parallelausfahrt mit dem EC nach Triest
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580 Irgendwann schaffen wir es, ihn abzuhängen
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581 Ins November-Grau
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582 Wartungsfahrzeuge
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583 – 584 Zeitreisende
Nördlich der Sprachgrenze wurde die Verspätung etwas reduziert. Mit dem sonnigen 20 Grad von heute Vormittag hatte das Wetter nun wirklich gar nichts mehr zu tun. :-O Am Brenner traf der Zug noch mit + 11 ein. Etwas Aufenthalt gab’s natürlich trotzdem für das Aktivieren der Mg-Bremsen (?) und den Systemwechsel. Mit + 8 ging es bergab.
In Italien hatte ein Herr mit österreichischem Akzent die längeren deutschsprachigen Ansagen gemacht (das Trenord-Personal kann auf Deutsch häufig nur kurz den nächsten Halt ansagen). Bisher hatte ich in den Zügen immer deutsche Zugchefs gesehen. :-s Vom Brenner bis Innsbruck sprach ein Deutscher. Ab Innsbruck war es ein Urbayer, seine Ansagen nur auf Urbayrisch (kein Norddeutscher könnte das verstehen :D) und Bewärien Inglisch, aber nicht auf Italienisch. An jeder Station: "So, mei Domn und Heean, jetzad is scho widda so weid: Mir ereichans unsan näxdn Hoid…“ Er machte dann stets eine Kunstpause. „… Wöööagl. Nadierli erreichans aa hiia ååle vorxenganen Oschlisse!" :D Hinter Kufstein sprach wieder der Deutsche, der schon vom Brenner bis Innsbruck gesprochen hatte. Was machen die da? :-s Bis zur Ankunft in Kufstein konnte die Verspätung vollständig abgebaut werden.
Dennoch ging es ab Kufstein mit + 3 weiter. Und nicht gerade schnell. Die Bundespolizei ging durch und kontrollierte in meinem Wagen nur den arabisch aussehenden Typen hinter mir, bis sie merkten, dass es sich um den Gastro-Menschen handelte. Die DB schaffte es dann, dem in Kufstein noch pünktlich angekommenen Zug wieder 9 min Verspätung aufzudrücken. Als wir im Vorhof vom Herzen des Schwarzen Kontinents standen, wurde durchgesagt: „Wir müssen noch etwas warten, da unser Einfahrtsgleis noch belegt ist.“ Kurz darauf fuhren wir auf Gleis 6 ein, dem abgelegensten verdammten Gleis des ganzen Bahnhofs (Gleis 5 wird nicht genutzt, dachte ich zu dem Zeitpunkt). Währenddessen waren die Gleise 11, 12, 13 & 14 in der Haupthalle alle frei… Der Zugang zum Flügelbahnhof (mit z B Gleis 6) erfolgt über Gleis 11. Just an Gleis 11 hat man dann 2 min später den Railjet aus Budapest entladen, um das Gewühl "perfekt" zu machen. Meine Fresse! Es sollte Fv einfach verboten werden, an diesem Flügelbahnhof da hinten einen fahren zu lassen. -.-
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585 Am Brenner: Huch! Ist das etwa …!
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586 Jap, Schnee! :-O Heute Morgen erst war es doch noch sonnig! :-O Mein Knochen verkündete + 3 Grad als Temperatur.
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587 Noch mehr Schnee
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588 Angekommen in München
Jetzt stand ich da also, mit vollem Rucksack, großem Koffer, Laptop-Tasche und zwei Supermarkttüten mit Keksen.^^ Und stellte fest, dass die Unterweltsbahn nicht fuhr. Bei der Alternativroute hatte ich dann auch noch 19 min Umsteigezeit. -.- Immerhin war es mit 7 Grad stolze 4 Grad wärmer als oben am Brenner. Aber immer noch ordentlich kälter als die 21 Grad tags zuvor. -.- Dementsprechend wenig begeistert war ich über den Verlauf der Fahrt in Deutschland. ;-)

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589 Hier noch die Route


Es fehlt noch die obligatorische Statistik für die beiden Oktober-Kapitel. Es geht um die Fahrten von Berlin-Hbf. nach München-Hbf., wie immer ohne Bus. Trammen gab es ja diesmal keine.^^
Insgesamt waren es 32 Fahrten, die 50:36 h dauerten (davon 5:57 h für Zwischenhalte), also 1:35 h/Fahrt. (Die lange Durchschnitts-Dauer hat mich auch überrascht bei den vielen kurzen Fahrten zwischendurch, aber An- und Abreise waren ja doch lang). Es wurden 4.105,7 km zurückgelegt (davon 812 km in DE, 222 km in AT & 3.071 km in Italien). Das macht eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 92 km/h – fand ich auch überraschend bei den ganzen Fahrten auf den langsamen Nebenbahnen, aber es war ja auch einmal Berlin – München dabei (149 km/h), Bozen – Rom (94 km/h), Rom – Neapel (110 km/h, dabei war es „nur“ die Altstrecke), Caserta – Bari (ebenfalls 110 km/h) und Bari – Bologna (106 km/h). Die Ausflüge nach Alberobello/Locorotondo & nach Matera wurden in Diesel-Fahrzeugen zurückgelegt, das entspricht 5,4 % der Gesamt-Distanz. 56 Minuten Abfahrtsverspätung standen 88 Minuten Ankunftsverspätung gegenüber, jede Fahrt verlängerte sich im Schnitt also um genau eine Minute. Sechs Fahrten waren in der Ankunft um min. 5 min verspätet, das macht eine Pünktlichkeitsquote von 81 %.
In Italien schaffte ich stolze 1.300 km neue Strecke (grob gesagt 650 km Rimini – Falconara Marittima – Foggia – Bari – Brindisi, 200 km Falconara Marittima – Orte im ICN, 150 km Caserta – Foggia und 300 km Kleinvieh). Das entspricht immerhin 31,8 % der gesamten Strecke.
Der Preis lag bei recht hohen 8,7 ct/km. Normalerweise wird dieser Wert durch kurze Strecke in die Höhe getrieben und durch lange Fahrten nach unten gedrückt, aber Bozen – Rom war im Schlafwagen schon bei über 10 ct/km, Caserta – Bari lag kurzfristig gebucht (so 1 – 2 h vor Abfahrt) bei 17 ct/km und Bari – Bologna war mit 9 ct/km auch nicht gerade günstig.


Am Ende noch eine Frage an die Schwarm-Intelligenz dieses Forums: Gibt es in Italien eigentlich überhaupt hässliche Städte? :-s
Latina (Stück südlich von Rom) ist eine Planstadt aus der faschistischen Zeit, aber dahingehend ja auch wahrscheinlich interessant. Ein paar Städte wie z. B. Pescara gelten als untouristisch, aber auch nicht abstoßend hässlich. Ansonsten wüsste ich echt nichts. :-s


Ein paar km in Italien kommen im nächsten Bericht. Das wird aber kein eigener Italien-Bericht. ;-)


Ein paar Mal hatte ich ja schon erwähnt, dass ich bestimmte Sehenswürdigkeiten bewusst für einen Urlaub über Silvester übriggelassen hatte. Für Italien hielt ich die Planungssicherheit tatsächlich für relativ hoch – solange keine neue Mutation kommen. Ich wollte es eher kurzfristig buchen. Daraufhin grinste Die Seuche ganz hämisch und mutierte zur Turboseuche. -.-
Da gibt es dann also etwas Anderes zu lesen. ;-)

Bis dahin grüßt
Das Krümelmonster

--
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bahnfahrerofr., Donnerstag, 08.12.2022, 01:15 (vor 1203 Tagen) @ Krümelmonster

Danke für die Eindrücke!

Dachte schon dass ich in dem Bericht einige mögliche Ziele entdeckt habe, die ich im April besuchen könnte, wenn ich in Neapel bin. Aber musste feststellen dass das dort unten alles nicht so einfach ist - zuerst sind die Fahrplandaten chaotisch, da teils TI nicht der Betreiber ist, muss man sich das alles auf verschiedenen Seiten zusammen suchen (liefern natürlich keine Daten ans EFZ). Und dann teils parallele Strecke Schmal- und Normalspur, letztere aber offenbar ohne Verkehr, nur Busersatz, und das Schmalspurnetz bei Matera scheint auch in eine Richtung (Potenza) keinen PV mehr aufzuweisen. Von Neapel aus kommt man offenbar nicht sinnvoll hin.

Andere Frage: wo hast du eigentlich in Neapel übernachtet? Fand das B&B Hotel sah ganz passabel aus und hat für bahngebundene Ausflüge eine strategisch gute Lage..

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Krümelmonster, München, Sonntag, 18.12.2022, 09:25 (vor 1192 Tagen) @ bahnfahrerofr.

Oh, ganz vergessen zu antworten. :-O

Danke für die Eindrücke!

Immer wieder gern. ;-)

Dachte schon dass ich in dem Bericht einige mögliche Ziele entdeckt habe, die ich im April besuchen könnte, wenn ich in Neapel bin.

Also Apulien eignet sich nicht für Tagesausflüge ab Neapel, allein schon dadurch dass es kein Direktverbindung ab Neapel gibt... Eine Rennbahn ist in Planung, dauert aber wohl noch einige Jahre...

Aber musste feststellen dass das dort unten alles nicht so einfach ist - zuerst sind die Fahrplandaten chaotisch, da teils TI nicht der Betreiber ist, muss man sich das alles auf verschiedenen Seiten zusammen suchen (liefern natürlich keine Daten ans EFZ). Und dann teils parallele Strecke Schmal- und Normalspur, letztere aber offenbar ohne Verkehr, nur Busersatz, und das Schmalspurnetz bei Matera scheint auch in eine Richtung (Potenza) keinen PV mehr aufzuweisen. Von Neapel aus kommt man offenbar nicht sinnvoll hin.

Ich habe mir bei der Verbindungssuche meistens mit trenitalia.it oder mit Google Maps zu helfen gewusst. Zur Not einfach die Ureinwohner fragen. ;-)

Andere Frage: wo hast du eigentlich in Neapel übernachtet? Fand das B&B Hotel sah ganz passabel aus und hat für bahngebundene Ausflüge eine strategisch gute Lage..

Ich war im Hotel Nuovo Rebecchino. Nichts Großartiges, aber ich war ja eh nur zum Übernachten dort.
Das ist 5 min zu Fuß vom Bahnhof entfernt - leider muss man dafür abends den Bahnhofsvorplatz (von der Größe her fast schon ein Park) mit gruseligen Menschenmassen durchqueren... Ich hab's aber jedes Mal überlebt.^^

Es grüßt
Das Krümelmonster

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Coburger, Sonntag, 18.12.2022, 10:32 (vor 1192 Tagen) @ Krümelmonster

Hallo,
für Fahrpläne inkl. Streik Ankündigungen fand ich gut

www.trenit.app

Gibt es auch als App. Enthält Bari - Matera.

Schöne Fahrten

Stefan

Tröstlich in Hinblick auf manch Unbill ...

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Sonntag, 18.12.2022, 10:39 (vor 1192 Tagen) @ Krümelmonster
bearbeitet von Der Blaschke, Sonntag, 18.12.2022, 10:41

Hallo "Krümelmonster".

Genieße es, auch die dir unschön angefühlten Dinge erlebt zu haben. Oder so. Komischer Satzbau.

Denn irgendwann wird der Vesuv dort auch zu einer Art Krümelmonster und die Gegend in weiten Teilen in Schutt und Asche legen. Diverse Erdbeben drumherum besorgen den Rest.

In 49.000 Jahren rätseln dann die Archäologen, was es mit dem gefundenen Aushangfahrplan auf sich hat.

Und irgendwer wird nachweisen, dass der im Plan stehende Zug um 15.34 Uhr in Wahrheit 2 Wochen nach Planwechsel gestrichen wurde und dann nie mehr verkehrte.

Und dann findet irgendwer in der auf den Mars ausgelagerten Hypermegacloud (man stelle sich den Umfang vor, wenn auch die nächsten 100.000 Jahre jeder Pups gespeichert wird) deinen Beitrag! Dann dreht die dann existente Fachwelt vor Begeisterung durch und du wirst posthum berühmt; von wegen durchgeknallter Bahnfuzzy. Da wird dann eine Ruine nach dir benannt werden. Glückwunsch von mir schon heute!

Danke für's virtuelle Mitnehmen. Schöne Grüße von jörg

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Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 18.12.2022, 11:06 (vor 1192 Tagen) @ bahnfahrerofr.

und das Schmalspurnetz bei Matera scheint auch in eine Richtung (Potenza) keinen PV mehr aufzuweisen.

Korrekt. Da wohnt ja auch niemand zwischen.

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Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 18.12.2022, 11:34 (vor 1192 Tagen) @ Krümelmonster

Besten Dank. Irgendwie erst heute gesehen. :-(

In Locorotondo, was ja bekanntermaßen bei Alberobello liegt, werden Weintrauben für den Export produziert. Die gibt es saisonal hier im Supermarkt.

Ansonsten ein teilweise ziemlich trulliger Bericht.
Der Barock und ich werden wohl keine Freunde mehr, 471 ff. sind eine wohltuende Ausnahme. Aber 516 ff. ist richtig schön!

432: Salvador Felipe Jacinto Dalí i Domènech war kein Italiener, wie der Name unschwer erkennen lässt.

440: Herrlich!

950 mm sind übrigens die italienische Meterspur.

556: Das sind die originalen Einsystem-Triebköpfe der ETR.500, jetzt E.414.

Die Bundespolizei ging durch und kontrollierte in meinem Wagen nur den arabisch aussehenden Typen hinter mir, bis sie merkten, dass es sich um den Gastro-Menschen handelte.

Weia, au.

Gibt es in Italien eigentlich überhaupt hässliche Städte? :-s

Das ist eine Definitionsfrage. Vielleicht irgendwelche gesichtslosen Vorstädte von Mailand?
Da Du Latina erwähntest und Dir Sardinien fehlt, wäre ggfs. Carbonia für Dich interessant.

Viele Grüße
Sören

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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Tröstlich in Hinblick auf manch Unbill ...

Krümelmonster, München, Montag, 19.12.2022, 22:25 (vor 1191 Tagen) @ Der Blaschke

Hallo "Krümelmonster".

Nahmd!

Genieße es, auch die dir unschön angefühlten Dinge erlebt zu haben. Oder so. Komischer Satzbau.

Das sowieso! Auch wenn es in dem Moment erstmal unschön ist, macht es letztlich auch den Reiz einer solchen Tour aus. ;-)

Denn irgendwann wird der Vesuv dort auch zu einer Art Krümelmonster und die Gegend in weiten Teilen in Schutt und Asche legen. Diverse Erdbeben drumherum besorgen den Rest.

So wie vor gut 1943 Jahren. Die geologische Ausgangslage (jahrzehntelang keinerlei Eruption mehr) ist zumindest nicht unähnlich. Allerdings kommt solch ein Ausbruch heutzutage nicht mehr ganz unerwartet und überraschend.

In 49.000 Jahren rätseln dann die Archäologen, was es mit dem gefundenen Aushangfahrplan auf sich hat.

Ich glaube nicht, dass wir in 49.000 Jahren noch in Gesellschaften wie heute zusammenleben.
Bedenke auch, dass die ältesten (halbwegs) erhaltenen Monumente der Menschheit nur ca. 10.000 Jahre alt sind. Und selbst bei denen handelt es sich schon um archäologische Ausgrabungen.

Und irgendwer wird nachweisen, dass der im Plan stehende Zug um 15.34 Uhr in Wahrheit 2 Wochen nach Planwechsel gestrichen wurde und dann nie mehr verkehrte.

Ob "die in 49.000 Jahren" sich überhaupt noch Züge vorstellen können? :-s

Und dann findet irgendwer in der auf den Mars ausgelagerten Hypermegacloud (man stelle sich den Umfang vor, wenn auch die nächsten 100.000 Jahre jeder Pups gespeichert wird) deinen Beitrag! Dann dreht die dann existente Fachwelt vor Begeisterung durch und du wirst posthum berühmt

Na ich hoffe doch!

von wegen durchgeknallter Bahnfuzzy.

Ich doch nicht! O:-)

Da wird dann eine Ruine nach dir benannt werden.

Uff, hoffentlich nicht in Duisburg. ;-)

Glückwunsch von mir schon heute!

Danke danke^^

Danke für's virtuelle Mitnehmen. Schöne Grüße von jörg

Immer wieder gern!

Es grüßt zurück
Das Krümelmonster

--
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Krümelmonster, München, Montag, 19.12.2022, 22:26 (vor 1191 Tagen) @ Sören Heise

Besten Dank. Irgendwie erst heute gesehen. :-(

Immer wieder gern! Soll vorkommen.^^

In Locorotondo, was ja bekanntermaßen bei Alberobello liegt, werden Weintrauben für den Export produziert. Die gibt es saisonal hier im Supermarkt.

Muss ich mal danach suchen. Wobei mir Weintrauben ja in vergorener Form lieber sind. ;-)

Ansonsten ein teilweise ziemlich trulliger Bericht.
Der Barock und ich werden wohl keine Freunde mehr, 471 ff. sind eine wohltuende Ausnahme. Aber 516 ff. ist richtig schön!

471 fand ich fast schon öde, auch 516 & 517 nicht allzu spannend. Aber die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. ;-)

432: Salvador Felipe Jacinto Dalí i Domènech war kein Italiener, wie der Name unschwer erkennen lässt.

Ach, der Dude mit den Uhren.^^

440: Herrlich!

Ich würde es höchstens als "faszinierend" bezeichnen. ;-) Das Gebäude wurde wohl 1964 geplant.

950 mm sind übrigens die italienische Meterspur.

Wieder was gelernt.

556: Das sind die originalen Einsystem-Triebköpfe der ETR.500, jetzt E.414.

Dass es sich um Resteverwertung handelt, hatte ich auch noch irgendwie in Erinnerung.^^

Die Bundespolizei ging durch und kontrollierte in meinem Wagen nur den arabisch aussehenden Typen hinter mir, bis sie merkten, dass es sich um den Gastro-Menschen handelte.

Weia, au.

So wie die Kontrollen in Kiefersfelden/Freilassing durchgeführt werden, passiert sowas unweigerlich...

Gibt es in Italien eigentlich überhaupt hässliche Städte? :-s

Das ist eine Definitionsfrage. Vielleicht irgendwelche gesichtslosen Vorstädte von Mailand?

Tatsächlich der Traumort eines Großteils der Italiener. Wobei das weniger die gesichtslosen dicht bebauten Gebiete sein werden, sondern eher ein Gartenhäuschen im Grünen. ;-)

Da Du Latina erwähntest und Dir Sardinien fehlt, wäre ggfs. Carbonia für Dich interessant.

Stimmt, Carbonia/Iglesias gelten als recht übel.
Aber so richtige postindustrielle Brachflächen (auf Deutsch klingt das komisch -.-) in Verbindung mit reichlich hässlicher Nachkriegsarchitektur hat Italien soweit ich weiß nirgends. :-s

Viele Grüße
Sören

Es grüßt zurück
Das Krümelmonster

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bahnfahrerofr., Dienstag, 20.12.2022, 08:24 (vor 1190 Tagen) @ Krümelmonster

Also Apulien eignet sich nicht für Tagesausflüge ab Neapel, allein schon dadurch dass es kein Direktverbindung ab Neapel gibt... Eine Rennbahn ist in Planung, dauert aber wohl noch einige Jahre...

Das habe ich auch schnell festgestellt... überlege evtl. ein oder zwei Tage im Raum Bari dran zu hängen und von dort den ICN nach Mailand, und durch die Schweiz nach Hause...

Nur so besonders toll sind die Verbindungen auch grundsätzlich nicht. Offenbar gibt es einen Bus der FAL von Ferrandina Scalo (Halt einiger Züge aus Neapel) nach Matera. Den Fahrplan muss man aber auch erstmal finden.

Ich habe mir bei der Verbindungssuche meistens mit trenitalia.it oder mit Google Maps zu helfen gewusst. Zur Not einfach die Ureinwohner fragen. ;-)

Alles was TI ist, klappt soweit schon gut! Aber die anderen Betreiber machen die Sache halt kompliziert. Mittlerweile habe ich es halbwegs durchschaut, was dort verkehrt. Optimal ist aber anders...

- TI-Dauer-SEV für die Normalspurstrecke Gioia del Colle-Altamura-Gravina-Spinazzola-Rochetta (hier gibt es wohl zumindest für ein Teilstück noch Hoffnung) findet man bei TI und im DB Hafas

- FAL-Schmalspurverbindungen findet man nur auf deren Website und dieser trenit.app (wobei die wiederum keine Umstiegsverbindungen hin bekommt)

- der FAL-Bus im nicht befahrenen Abschnitt Gravina-Avigliano (bis wann war da eigentlich PV? Auf Google Maps sieht man noch entsprechende Fotos, die gar nicht so alt sind) ist nur auf der FAL-Seite, nicht in trenit.app, dazu ist die FAL-Fahrplanauskunft auch wirklich schlecht gelöst und kann offenbar auch keine Umstiege.. Den Bus fand ich erst in der Fahrplan-PDF, die jetzt auch nicht der Brüller ist

- diverse andere Busbetreiber findet man im Netz kaum oder nur Fahrpläne aus 2018 etc.

- die Ferrovie Sud Est fehlt im DB Hafas auch

Insgesamt erinnert mich das alles sehr an Spanien ;-)

Spannend finde ich auch den Abschnitt Matera-Ferrandina: schon etliche Jahre stillgelegte Schmalspur, dann in der Nachkriegszeit begonnene Normalspurstrecke, Geld ging aus, jahrzehntelang Stillstand, aktuell wieder groß angekündigte Initiative der Politik zur Fertigstellung. Derzeit mehr schlecht als recht mit Bus befahren, aber offenbar zwei unterschiedliche Betreiber...

VG

Interessante ITinerarii im Immunisierungs-Impf-Iahr: Okt 2/2

Krümelmonster, München, Dienstag, 20.12.2022, 22:17 (vor 1190 Tagen) @ bahnfahrerofr.

Das habe ich auch schnell festgestellt... überlege evtl. ein oder zwei Tage im Raum Bari dran zu hängen und von dort den ICN nach Mailand, und durch die Schweiz nach Hause...

Nur so besonders toll sind die Verbindungen auch grundsätzlich nicht. Offenbar gibt es einen Bus der FAL von Ferrandina Scalo (Halt einiger Züge aus Neapel) nach Matera. Den Fahrplan muss man aber auch erstmal finden.

Ich glaube, am sinnvollsten ist es tatsächlich, dann Bari als Basis zu nehmen. Die schnellste Route Neapel - Bari ist wie beschrieben mit Umstieg in Caserta und dann per Rennzug.
Die größte Stadt an der Adria hat Verbindungen in etliche Richtungen, und man muss sich nicht mit verschiedenen Betreibern rumplagen.

Ich habe mir bei der Verbindungssuche meistens mit trenitalia.it oder mit Google Maps zu helfen gewusst. Zur Not einfach die Ureinwohner fragen. ;-)


Alles was TI ist, klappt soweit schon gut! Aber die anderen Betreiber machen die Sache halt kompliziert. Mittlerweile habe ich es halbwegs durchschaut, was dort verkehrt. Optimal ist aber anders...

- TI-Dauer-SEV für die Normalspurstrecke Gioia del Colle-Altamura-Gravina-Spinazzola-Rochetta (hier gibt es wohl zumindest für ein Teilstück noch Hoffnung) findet man bei TI und im DB Hafas

- FAL-Schmalspurverbindungen findet man nur auf deren Website und dieser trenit.app (wobei die wiederum keine Umstiegsverbindungen hin bekommt)

Augenroll. Letztes Jahr konnte Trenitalia noch FAL-Verbindungen anzeigen, wie in meinem Screenshot ersichtlich...

- der FAL-Bus im nicht befahrenen Abschnitt Gravina-Avigliano (bis wann war da eigentlich PV? Auf Google Maps sieht man noch entsprechende Fotos, die gar nicht so alt sind) ist nur auf der FAL-Seite, nicht in trenit.app, dazu ist die FAL-Fahrplanauskunft auch wirklich schlecht gelöst und kann offenbar auch keine Umstiege.. Den Bus fand ich erst in der Fahrplan-PDF, die jetzt auch nicht der Brüller ist

Hast du aktuelle Fahrplan-PDFs gefunden?
Ich habe heute mal der Neugierde halber kurz gesucht, da kamen bloß welche von 2018. Damals gab es wohl noch durchgehende Züge bis Avigliano. :D

- diverse andere Busbetreiber findet man im Netz kaum oder nur Fahrpläne aus 2018 etc.

Da könnte Google Maps was richten. Wahrscheinlich auch nicht vollständig, aber immerhin etwas.^^

- die Ferrovie Sud Est fehlt im DB Hafas auch

Die kleineren Gesellschaften müssten alle nur in italienischen Auskunftsmedien erscheinen.

Insgesamt erinnert mich das alles sehr an Spanien ;-)

Spannend finde ich auch den Abschnitt Matera-Ferrandina: schon etliche Jahre stillgelegte Schmalspur, dann in der Nachkriegszeit begonnene Normalspurstrecke, Geld ging aus, jahrzehntelang Stillstand, aktuell wieder groß angekündigte Initiative der Politik zur Fertigstellung. Derzeit mehr schlecht als recht mit Bus befahren, aber offenbar zwei unterschiedliche Betreiber...

Groß angekündigten Initiativen in Süditalien schenke ich erst Glauben, wenn die Strecke in Betrieb ist. ;-)

VG

Es grüßt zurück
Das Krümelmonster

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Was Du suchst, ist in Dir. Ansonsten ist es im Kühlschrank. Oder in der Kekspackung. :)

Meine alten Reiseberichte (inkl. Bildern) verschicke ich gern per Email - bitte per Direktnachricht melden!

FAL: Seltsam

Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 21.12.2022, 09:33 (vor 1189 Tagen) @ Krümelmonster

Hast du aktuelle Fahrplan-PDFs gefunden?
Ich habe heute mal der Neugierde halber kurz gesucht, da kamen bloß welche von 2018. Damals gab es wohl noch durchgehende Züge bis Avigliano. :D

Die auf http://ferrovieappulolucane.it/tratta/orari/ sind nach Unternehmensangaben aktuell. Mich verwundert, dass es zwischen Gravina und Potenza auf dem Mittelstück tagsüber vier Zugpaare geben soll. Google Streetview zeigt im Bahnhof Genzano auch einen VT, Aufnahme angeblich vom Oktober 2021. Weiter westlich an der S.S. 169 ist das Gleis blank, östlich davon nicht.
Von San Nicola bis Avigliano Lucania abgebaut. Müsste wohl mal wer hin und gucken.

Viele Grüße
Sören

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Interessante ITinerarii im Immunisierungs-Impf-Iahr: Okt 2/2

Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 21.12.2022, 09:37 (vor 1189 Tagen) @ Krümelmonster

Moin.

Muss ich mal danach suchen. Wobei mir Weintrauben ja in vergorener Form lieber sind. ;-)

Die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. ;-)

471 fand ich fast schon öde, auch 516 & 517 nicht allzu spannend. Aber die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. ;-)

Kommt sicher auch ein wenig auf die eigene Herkunft an. Barocke Üppigkeit ist hier nicht. :-)


Viele Grüße
Sören

Interessante ITinerarii im Immunisierungs-Impf-Iahr: Okt 2/2

bahnfahrerofr., Mittwoch, 21.12.2022, 09:38 (vor 1189 Tagen) @ Krümelmonster
bearbeitet von bahnfahrerofr., Mittwoch, 21.12.2022, 09:42

Augenroll. Letztes Jahr konnte Trenitalia noch FAL-Verbindungen anzeigen, wie in meinem Screenshot ersichtlich...

Aktuell findet er nur einen "FrecciaLink" Bus. Interessant auch die verschiedenen Bahnhofsnamen als Auswahlmöglichkeiten für Matera. Funktionieren aber alle nicht :D

Hast du aktuelle Fahrplan-PDFs gefunden?Ich habe heute mal der Neugierde halber kurz gesucht, da kamen bloß welche von 2018. Damals gab es wohl noch durchgehende Züge bis Avigliano. :D

Das ist tatsächlich spannend.

Das Fahrplan-PDF für die Gesamtstrecke (hier) gibt Zeiten für Gravina-Potenza an, aber ohne genauere Angaben und auch nicht auf den ersten Blick verständlich, finde ich. Unten steht der Satz "Alcuni collegamenti da Gravina per Potenza sono effettuati per bus sostitutivo." Einige Verbindungen? :D

Ein Blick auf das gesonderte PDF (hier) für den Abschnitt Gravina-Potenza erklärt dann mehr Details.

Es gibt also offenbar zwei Buspaare, welche die Gesamtstrecke ohne Umstieg befahren, wobei deren Zeitlage jetzt auch interessant ist. Und dann gibt es noch zwei mal täglich pro Richtung das super attraktive Angebot einer Bus-Zug-Bus Umstiegsverbindung (Bus Gravina-Genzano, Zug Genzano-San Nicola, Bus San Nicola-Potenza). Immerhin sind die Umstiegszeiten passend. Ob sie im Verspätungsfall wohl warten?

Die Aussage es gäbe keinen Personenverkehr im dem Abschnitt war also nicht ganz richtig, es gibt offenbar einen Inselbetrieb Genzano-San Nicola. Der Sinn dahinter erschließt sich mir nicht, muss aber ja auch nicht :D (gerade dass die Züge in San Nicola enden, was etwa nur 1km von Avigliano Luciana entfernt ist, wo ja regelmäßiger Verkehr nach Potenza stattfindet...)

Die Fahrplanauskunft gibt übrigens die einzelnen Verbindungen als Zug an, im Hinweis steht dann aber "Servizio feriale effettuato con bus sostitutivo dal lunedì al sabato". Lustigerweise auch bei den im PDF als Treno angegeben Fahrten San Nicola-Genzano.

Da könnte Google Maps was richten. Wahrscheinlich auch nicht vollständig, aber immerhin etwas.^^

Zumindest FAL hat die Busse leider nicht in Google Maps eingespielt. Finde das ansonsten immer super praktisch, a) weil man wenigstens ungefähr weiß wo die Haltestellen sind und b) man durch Anwahl der "Abfahrtstafeln" ein wenig einen Überblick erhält, was für Verbindungen überhaupt so existieren. Das erleichtert die Planungen immer erheblich, auch wenn man die dort hinterlegten Daten immer nochmal direkt beim Betreiber prüfen sollte (in Bled musste ich zB spontan und hektisch ein Taxi nehmen, nachdem der in Google Maps eingetragene "Stadtbus" nicht existierte - laut Taxi-Opa fährt der am Wochenende nämlich nie).

VG

FAL: Seltsam

bahnfahrerofr., Mittwoch, 21.12.2022, 10:35 (vor 1189 Tagen) @ Sören Heise

Mich verwundert, dass es zwischen Gravina und Potenza auf dem Mittelstück tagsüber vier Zugpaare geben soll. Google Streetview zeigt im Bahnhof Genzano auch einen VT, Aufnahme angeblich vom Oktober 2021.

Mich auch, meine Antwort hatte sich jetzt mit deinem Beitrag überschnitten.

Von San Nicola bis Avigliano Lucania abgebaut. Müsste wohl mal wer hin und gucken.

Das erklärt also den etwas seltsam erscheinenden Einsatz des Busses ab San Nicola, obwohl eigentlich Avigliano nicht weit ist. Hätte ich ja auch mal auf die Idee kommen können, Luftbild/Streetview zu nutzen. Die Gleise scheinen noch nicht ewig rausgerissen zu sein, auf dem Streetview-Bild aus 8/2021 aber auch nicht mehr ganz frisch. Irgendwann zwischen 2019 und 2020 müsste der Abbau also erfolgt sein, wenn Krümelmonster im PDF aus 2018 noch durchgehend Züge fand.

Äußerst interessant finde ich auch, dass am Bahnhof San Nicola im Streetview-Bild aus 9/2021 eine neu gebaute Bahnsteigkante, ein Fahrkartenautomat und andere recht neu wirkende Bauelemente zu erkennen sind. Es findet dort offenbar wirklich Verkehr statt (oder soll stattfinden). Um so mehr würde mich interessieren warum das kurze Stück bis Avigliano abgebaut ist, wenn man offenbar nicht vor hat, den gesamten Streckenabschnitt Gravina-Avigliano aufzugeben.. Soll dort etwa wieder neues Gleis verlegt werden?

Auch in Genzano sieht man im StreetView aus Oktober 2021 einen Triebwagen, einen Fahrgast und der Bahnhof scheint ebenfalls etwas hergerichtet zu sein. Man erkennt auch eine Art mobile Tankstelle für die VT und einige gestapelte Betonschwellen. Man findet von der benachbarten Straße auch ein StreetView Bild aus 2010, wo der Bahnhof wesentlich abgeranzter aussieht und ein großer Haufen Holzschwellen herum liegt. Ich vermute, man hat den Streckenabschnitt tatsächlich hergerichtet in den letzten Jahren, der Oberbau sieht auch ganz gut aus...

Weiter westlich an der S.S. 169 ist das Gleis blank, östlich davon nicht

Ja, im Abschnitt Genzano-Gravina scheinen auf den aktuellen StreetView Bildern noch Holzschwellen zu liegen und der Oberbau ist auch eher nicht so toll. Offenbar ist die Strecke aber noch befahrbar, denn irgendwie müssen die Triebwagen ja in die Werkstatt kommen..

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