BüGA 01b: Zurück über Reschenpass und St. Moritz [m46B] (Reiseberichte)
Nachdem die letzte Folge in Mals endete, geht es nun über den Reschenpass und eine kleine Seitenstraße ab Nauders runter nach Martina, dann weiter nach Scuol-Tarasp und zum Schluss noch über einen kleinen Umweg durchs Engadin zurück nach Chur.
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01 In Mals endet auch der doppelte GTW aus Meran, bzw. im Moment Töll, da die Strecke eletrifiziert wird und daher abschnittsweise gesperrt ist. Dessen Abfahrtszeit sagt unser Busfahrer allerdings falsch durch, denn die Italiener machen hier eine Mittagspause und lassen genau den nächsten Takt planmäßig ausfallen. Da es in der Schweiz kaum Taktlücken gibt, sei das verziehen.
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02 Hinter dem Bahnhof, der außer den zwei Hauptgleisen auch ein Gleisfünfeck zum Wenden von Dampfloks beherbergt, wartet die Busflotte. Das PostAuto rangiert dabei gerade mit noch einem Fahrradanhänger hinten dran in eine gerade so passende Bucht - Kleinigkeit gegen das Stadttor von Glurns.
Der nun folgende Bus nach Martina wird von der südtiroler SAD betrieben und soll eigentlich direkt neben dem Bahnsteig halten. Als einer der Busse in der Mitte aber seine Tür öffnet und die richtige Nummer anzeigt, steigen die meisten Leute schon ein. Kleiner Geheimtipp: Der Busfahrer hat kein Lesegerät für den SwissPass und kann mich so nicht kontrollieren. Im PostAuto wird sowieso nie kontrolliert (und in der RhB wurde ich es an dem Tag auch kein einziges Mal, in der Engadinerlinie überhaupt gar nicht diesen Urlaub.) Dann fährt aber erst wieder das PostAuto vor, das 3min nach uns abfahren soll, und blockiert uns die Ausfahrt.
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03 Mit mal wieder so +10 durch ein paar im letzten Moment auftauchende Leute mit Fahrrad und ewig mit dem Busfahrer dirkutierende Jugendliche an der nächsten Haltestelle schaffen wir es dann doch noch los und hoch in Richtung Reschenpass, entlang dessen Straße das Kloster Marienberg steht.
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04 Dies ist noch nicht der Reschen-, sondern der Haidersee.
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05 Nun aber. Bei dem extrem geringen Wasserstand werden die Überläufe sicher nicht gebraucht.
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06 Auch die prominent versenkte Kirche steht nun ausnahmsweise in einem eigenen Becken, das man zu Fuß umrunden kann.
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07 In Nauders zweigen wir dann von der Hauptstraße nach Landeck ab und fahren über die Norbertshöhe runter ins Unterengadin - eine sehr schöne Strecke, auf der mal wieder gebaut wird.
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08 Dann geht es über den Inn und direkt nach Martina, wo die 921 bereits auf uns wartet. Der italienische Bus hat nämlich im Gegensatz zur 811 vorhin keine Sekunde aufgeholt. Zum Glück haben die schweizerischen Planer das bedacht und dem Anschluss die erstaunlich hohe Übergangszeit von 12min verpasst, die wir nun auch brauchen.
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09 Nun geht es entlang des Inns bergauf,
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10 wo fleißig gebaut wird - auch auf der Straße und in manchen Tunnels.
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11 Hier unser Ziel, Scuol, das aber erst komplett durchfahren wird,
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12 bevor wir den Bahnhof am anderen Ortsende erreichen.
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13 Hier steht schon der Zug nach Pontresina bereit,
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14 dort der nach Disentis mit einer weiteren Ge4/4II, die ich bisher immer ohne Werbung gesehen habe.
Ich nehme aber spontan den Erstgenannten, der nun leider mit einer normalen Garnitur unterwegs ist, in der man keine Fenster öffnen kann - diejenigen im Fahrradwagen gingen in der Theorie wohl schon auf, sind aber vermutlich nur nicht geschmiert und daher absolut nicht in Bewegung zu setzen, die wenigen guten Fenster im Allegra sind abgeschlossen.
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15 So verlasse ich diesen Zug in Samedan,
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16 wo die Strecke nach St. Moritz rechts abzweigt.
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17 Auf der ist in einem Umlauf planmäßig ein Allegra-ABe8/12 statt Ge4/4III unterwegs, aber ganz normal mit Alvra-Gliederzug.
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18 So sind aus dem Fotoabteil wieder Bilder möglich,
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19 was natürlich fleißig genutzt wird,
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20 In Celerina kommt ein Engadin-Star entgegen, der offensichtlich auch schon mit Capricorns fährt.
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21 Hier nochmal unser Triebfahrzeug,
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22 das zusätzlich einen BEX-Wagen zieht. Auch der Steuerwagen fällt aus der Reihe, gehören zu den Alvras doch eigentlich solche mit 1. Klasse.
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23 In St. Moritz wechsel ich auf die Berninabahn, mit der es nun in einem irre vollen Zug nach Pontresina geht. Da ich dort eh raus will, bleibe ich im Eingangsbereich stehen und nutze eines der Fenster dort.
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24 Die Kirche San Gian
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25 und Pontresina sind schnell erreicht.
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26 Von nebenan kommt der nächste Zug aus Scuol
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27 und stellt sich schön neben denjenigen aus Tirano - 4/16 und 8/12er Allegra im Vergleich.
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28 Nachdem der vordere Zug mit +4 schnell abfährt, wird der hintere nochmal ganz frei.
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29 Und hier rauscht der Grund an, aus dem ich den gesamten Schlenker ab Scuol gemacht habe: der durchgehende BEX von Tirano nach Chur, in dem man - wenn es auch nirgendwo explizit steht - im führenden Allegra mit einem ganz normalen Ticket mitfahren darf. Der hat auch ein paar wenige Fenster, von denen ich unbedingt eines zur linken Seiten erwischen möchte. Als der komplett volle Zug einfährt, gebe ich das fast auf, aber wie durch ein Wunder sehe ich beim Durchgehen des ganzen Triebwagens, dass genau ein Platz an dem vordersten Vierer mit Fenster frei geworden ist. Jackpot!
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30 Vorher noch der normale BEX aus St. Moritz, der wie üblich mit zwei ABe4/4III gefahren wird, in denen es ebenfalls keines besonderen Tickets bedarf.
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31 Der Abzweig in Bever bietet die Gelegenheit für ein erstes Foto nach hinten.
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32 Noch vor dem Albulatunnel kommt ein Güterzug mit der Ge4/4II 632 entgegen, die afaik in den letzten Jahren nie eine Werbung trug. Wenig später fahren wir hier wieder durch die Sonne.
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33 Der nächste Albula-IR ist hier mit einer Ersatzgarnitur unterwegs, gezogen von einem weiteren Allegra ABe8/12 mit einem schönen Einheitswagen-Mix.
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34 Das unvermeidliche Highlight und Hauptgrund für den ganzen Umweg sowie die Platzwahl: Der Landwasserviadukt, der nur nachmittags so schön in der Sonne steht und natürlich von der Zugspitze (talwärts) aus die beste Fotogelegenheit bietet, was in der Regel eben nur in diesem BEX möglich ist - im soeben an uns vorbeigefahrenen Ersatzzug natürlich auch, aber der ist dann doch etwas weniger vorhersehbar.
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35 Ebenso unvorhersehbar ist das Wetter - Preda war noch voll in der Sonne, Bergün komplett im Schatten, und im Bahnhof von Filisur wechselte es alle paar Sekunden. Pünktlich hat sich die Sonne dann aber doch durchgesetzt.
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36 Das ermöglicht noch ein paar Fotos entlang der Strecke,
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37 die hier an Surava vorbeiführt und dann die Talseite wechselt.
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38 Erst bei Reichenau wird es wieder von meiner Seite aus spannend, denn hier trifft mit der Vorderrheinstrecke auch der Fluss zu uns.
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39 Nach einer Annäherung wechseln wir noch vor den Hinterrheinbrücken die Seite
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40 und fahren so über die alte Brücke in den Bahnhof, um die neue für den nächsten IR freizumachen.
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41 Hier steht eine Dreiergarnitur aus einem der Stammnetzpendelzüge, deren zwei letzte existierende Exemplare vor Kurzem noch für die MGB im Rahmen des Pfadfinder-Bundeslagers im Einsatz waren und nun auf ihr Ende warten.
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42 Schlussendlich erreiche ich wieder Chur und gehe zur Abwechslung zu Fuß nach West zurück.
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43 Am Abend mache ich noch ein paar Testaufnahmen aus dem Hotelfenster, hier von der Zugbegegnung der Disentis-Scuol REs.
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44 Den letzten Glacier des Tages nach St. Moritz (der den Namen eigentlich nicht verdient, denn er kommt nur aus Brig und nicht aus Zermatt) zieht fahrplanmäßig der IR mit sich, was für eine Ge4/4III etwas zu schwer sein dürfte. Daher ist dies auch genau der Umlauf mit Allegra, den ich vorhin schon hatte.
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45 Nun zum eigentlichen Grund, aus dem ich am Fenster stehe: die DFB feiert die Tage 30 Jahre Wiedereröffnung Realp-Tiefenbach und fährt im Rahmen dessen einen Sonderzug mit der MGBhistoric HGe4/4I 36 und vier Mitteleinstiegswagen der BVZ. Netterweise fährt auf dem Gegengleis ein Zug in falscher Richtung parallel - da nur dieses auch eine Normalspur hat, muss er das auch.
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46 Hier nochmal der Güterzug voll im Bild, während der EXT aus diesem verschwindet.
Gleich der erste Tag lädt zu ein paar Fazits ein: Während der Capricorn immer dominanter wird, lohnt sich eine Fahrt durchs Engadin dank der doritgen Garnituren nicht mehr. Von den Ge4/4II und III haben einige ihre (Eigen-)werbung verloren - ob man das jetzt gut oder schlecht findet, sei jedem selbst überlassen. Und schließlich hatte ich heute sehr viele Verspätungen im überwiegend einspurigen Netz, und doch keinen einzigen Anschluss verpasst, was auch für die Busse gilt.
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