HGV3.0 DB beauftragt Alstom & Siemens mit Konzeptentwicklung (Allgemeines Forum)

Henrik, Dienstag, 15.11.2022, 12:56 (vor 1241 Tagen)

15. November 2022, 10:00 Uhr - Berlin

Neue ICE-Generation: DB beauftragt Alstom und Siemens mit Konzeptentwicklung

Für neue Zugflotte der 2030er Jahre: Alstom und Siemens für je ein Fahrzeugkonzept beauftragt • DB bringt Betreiberexpertise ein • Zweite Ausschreibung für Entwicklung, Bau und Zulassung der neuen Flotte beginnt voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2023

Die Deutsche Bahn (DB) hat bei der Entwicklung der neuen Generation des Hochgeschwindigkeitsverkehrs in Deutschland (HGV 3.0) den nächsten Meilenstein erreicht: Als Ergebnis einer Ausschreibung hat die DB Alstom Transport Deutschland und Siemens Mobility heute beauftragt, gemeinsam mit der DB jeweils ein voneinander unabhängiges Fahrzeugkonzept zu entwickeln. Dabei wird die DB ihre Expertise als Betreiber einer der weltweit größten Hochgeschwindigkeitsflotten in die Entwicklung der neuen Zuggeneration einbringen.

Nach Abschluss dieser Konzepterstellung wird eine weitere Ausschreibung voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2023 folgen. Diese wird dann Entwicklung, Bau und Zulassung der neuen Flotte beinhalten und für weitere Hersteller offen sein.

Die neue Zuggeneration soll ab Anfang der 2030er Jahre zum Einsatz kommen, ältere ICE 3-Züge ersetzen und mit Blick auf stark wachsende Fahrgastzahlen die ICE-Flotte erweitern. Dabei setzt die DB auf maximal 400 Meter lange, mindestens 300 km/h schnelle, einstöckige Züge mit ca. 950 Sitzplätzen, die zusätzlich zum Fahrgastkomfort neue Maßstäbe auch bei der Energieeffizienz und der technischen Verfügbarkeit setzen sollen.

https://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/Neue-ICE-Genera...

...der neue ICE könnte ein Franzose sein...

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 16.11.2022, 09:12 (vor 1240 Tagen) @ Henrik

Hallo ICE-Fans,

Die Deutsche Bahn (DB) hat bei der Entwicklung der neuen Generation des Hochgeschwindigkeitsverkehrs in Deutschland (HGV 3.0) den nächsten Meilenstein erreicht...

HGV 3.0, das bedeutet, dass es auch HGV 1.0 und 2.0 gibt.
Ich nehme an:

+ HGV 1.0 = Projekt HGV?
+ HGV 2.0 = wie hier beschrieben?

In der Pressemitteilung wird sozusagen HGV-Zug 3.0 präsentiert. Gibt es auch Studien bezüglich HGV-Strecke 3.0?
Ich nehme an:

+ Strecke 1.0 = 250 km/h, LZB, Schotteroberbau
+ Strecke 2.0 = 300 km/h, Option feste Fahrbahn, Option ETCS, digitale Schiene
+ Strecke 3.0 = 300+ km/h, ETCS by default, Vorbereitung für autonomes Fahren? "Internet of Things", "Machine Learning"?

Als Ergebnis einer Ausschreibung hat die DB Alstom Transport Deutschland und Siemens Mobility heute beauftragt, gemeinsam mit der DB jeweils ein voneinander unabhängiges Fahrzeugkonzept zu entwickeln. Dabei wird die DB ihre Expertise als Betreiber einer der weltweit größten Hochgeschwindigkeitsflotten in die Entwicklung der neuen Zuggeneration einbringen.

Siemens und Alstom... der neue ICE könnte also auch ein Franzose werden. Na gut, so ganz unbekannt ist Alstom in Deutschland nun auch wieder nicht: TRAXX-Maschinen, Twindexx Vario Dostos, Coradia Continental Regiotriebwagen...

Die neue Zuggeneration soll ab Anfang der 2030er Jahre zum Einsatz kommen, ältere ICE 3-Züge ersetzen und mit Blick auf stark wachsende Fahrgastzahlen die ICE-Flotte erweitern. Dabei setzt die DB auf maximal 400 Meter lange, mindestens 300 km/h schnelle, einstöckige Züge mit ca. 950 Sitzplätzen, die zusätzlich zum Fahrgastkomfort neue Maßstäbe auch bei der Energieeffizienz und der technischen Verfügbarkeit setzen sollen.

Zur Vorbeugung von Missverständnissen: damit ist also nicht die BR408/ ICE3neo gemeint? (die soll ja vor 2030 kommen)

Da ist noch ziemlich viel offen. Nur die Einstöckigkeit liegt fest (aber das sind alle bisher gebauten ICEs). Länger als 400 Meter wäre für ein HGV-Zug unrealistisch.

Für den ICE-Fan wäre so ein 400m-Zug ein Leckerbissen. Macht zudem fit und gesund = man reserviert einen Sitzplatz in Wagen 1 und macht Verzehr im BordBistro in Wagen 12, 275 m weiter.
Als pragmatischer Niederländer sehe ich allerdings den 400m-Zug nur als sinnvoll auf der Langstrecke im deutschsprachigen Bereich. Für die sprachenbarrierenübergreifenden ICEs wäre eine 200m-Variante sinnvoller, die man dann in Deutschland mit einem weiteren 200m-Zugteil verstärkt.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

...der neue ICE könnte ein Franzose sein...

Kölner96, Mittwoch, 16.11.2022, 09:20 (vor 1240 Tagen) @ Oscar (NL)

HGV 2.0 ist die DB interne Bezeichnung für den ICE 3neo/408

...der neue ICE könnte ein Franzose sein...

J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 16.11.2022, 09:46 (vor 1240 Tagen) @ Oscar (NL)

Wäre nicht das erste Mal, dass Alstom an einem ICE mitwirkt. Bedenke, die haben ja auch die Bahnsparte von Bombardier mitgenommen. Da gibt es auch nicht mehr viel Auswahl im Hochgeschwindigkeitssektor. Stadler scheint nach wie vor nicht der Anbieter der Wahl für sowas zu sein.

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Einsatzgebiet D plus Basel SBB und Salzburg

SPFVG, Mittwoch, 16.11.2022, 11:59 (vor 1240 Tagen) @ Oscar (NL)

Hallo,

Als pragmatischer Niederländer sehe ich allerdings den 400m-Zug nur als sinnvoll auf der Langstrecke im deutschsprachigen Bereich.

Dann musst Du Dir keine Sorgen machen, der Zug soll laut zugrundeliegender Konzept-Ausschreibung nur in Deutschland plus Basel SBB und Salzburg verkehren.

Für die restlichen Verkehre gibt's BR408 und BR412 (nach Österreich).

Ergibt auch Sinn.

J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 16.11.2022, 14:57 (vor 1240 Tagen) @ SPFVG
bearbeitet von J-C, Mittwoch, 16.11.2022, 14:57

Deutschland ist für sich schon verdammt groß und die DB scheint es ohnehin lieber zu haben, wenn man gewisse Wagenstellungen an die Partnerbahnen überlässt. Früher fuhren ja auch DB-ECs bis Budapest. Das haben die ÖBB-Railjets übernommen.

Spannend ist, dass ja vorgesehen ist, dass die Züge Hamburg - Prag künftig nonstop zwischen Hamburg und Berlin fahren sollen. Die ComfortJets der CD werden für die Relation Hamburg - Berlin wohl ziemlich gut zusammenpassen. Viel Kapazität und dann eben ein Catering, welches ja auch in Deutschland ziemlich beliebt ist. ;)

Ich frag mich nur, ob mit dem Ausbau des Hochgeschwindigkeitsnetzes in Tschechien die DB nicht doch irgendwann auch ICEs über Tschechien fahren lassen will.

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

CZ: Möglichkeiten für echten HGV.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 16.11.2022, 15:51 (vor 1240 Tagen) @ J-C

Hallo J-C,

Deutschland ist für sich schon verdammt groß und die DB scheint es ohnehin lieber zu haben, wenn man gewisse Wagenstellungen an die Partnerbahnen überlässt. Früher fuhren ja auch DB-ECs bis Budapest. Das haben die ÖBB-Railjets übernommen.

Am besten werden die Aufgaben verteilt. Früher gab es dazu das Verfahren "Achskilometerausgleich".

Spannend ist, dass ja vorgesehen ist, dass die Züge Hamburg - Prag künftig nonstop zwischen Hamburg und Berlin fahren sollen. Die ComfortJets der CD werden für die Relation Hamburg - Berlin wohl ziemlich gut zusammenpassen. Viel Kapazität und dann eben ein Catering, welches ja auch in Deutschland ziemlich beliebt ist. ;)
Ich frag mich nur, ob mit dem Ausbau des Hochgeschwindigkeitsnetzes in Tschechien die DB nicht doch irgendwann auch ICEs über Tschechien fahren lassen will.

Wenn man 320 km/h Rennbahnen vorhat und baut, ist es anzunehmen, dass dort auch 320 km/h Rennzüge darüber fahren werden.
Was DB Fernverkehr da genau vorhat, steht noch in den Sternen. Selber sehe ich durchaus Möglichkeiten für einen ICE International Frankfurt-Erfurt-Leipzig-Dresden-Prag(-Brno-Ostrava?).
Bei den Zügen Hamburg-Berlin-Dresden-Prag-Brno-Wien könnte es eine Mischung werden von A-Produkt CZ (Velaro CZ?), A-Produkt DE (ICE International) und B-Produkt CZ (CD railjet). Option wären noch DB-Talgos als B-Produkt DE. Auch interessant wäre zu erfahren, was RegioJet vorhat.


gruß,

Oscar (NL).

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CZ: Möglichkeiten für echten HGV.

J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 16.11.2022, 16:03 (vor 1240 Tagen) @ Oscar (NL)

Du hast einfach mal die ÖBB vergessen. Immerhin verirrte sich schonmal hin und wieder ein Ralijet der ÖBB bis nach Berlin beim Zugpaar 256/257. Die CD hat die Railjets ja damals als Option von den ÖBB übernommen, nun hat man seine eigene Bestellung...

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Ergibt auch Sinn.

Henrik, Mittwoch, 16.11.2022, 16:53 (vor 1240 Tagen) @ J-C

Deutschland ist für sich schon verdammt groß und die DB scheint es ohnehin lieber zu haben, wenn man gewisse Wagenstellungen an die Partnerbahnen überlässt.

..was die DB im HGV bislang aber noch nicht gemacht hat.

Ich frag mich nur, ob mit dem Ausbau des Hochgeschwindigkeitsnetzes in Tschechien die DB nicht doch irgendwann auch ICEs über Tschechien fahren lassen will.

..findet ja keine Verlängerung in Deutschland.
Das höchste an Geschwindigkeit sind die möglichen bis zu 230 km/h zwischen Hamburg und Berlin und das ist schon sehr weit weg von Prag.
so ein richtiges Verkehrsbedürfnis gibts da nicht zu und vor allem
ist das noch über zwei Jahrzehnte hin.. bis die Tschechen da was fertig gestellt haben.

vielleicht reichts ja für nen 230 km/h schnellen ICE.

Evolution des HGV-Systems und Mehrstöckigkeit

bendo, Mittwoch, 16.11.2022, 14:29 (vor 1240 Tagen) @ Oscar (NL)

In der Pressemitteilung wird sozusagen HGV-Zug 3.0 präsentiert. Gibt es auch Studien bezüglich HGV-Strecke 3.0?
Ich nehme an:

+ Strecke 1.0 = 250 km/h, LZB, Schotteroberbau
+ Strecke 2.0 = 300 km/h, Option feste Fahrbahn, Option ETCS, digitale Schiene
+ Strecke 3.0 = 300+ km/h, ETCS by default, Vorbereitung für autonomes Fahren? "Internet of Things", "Machine Learning"?

an 300+ hat in D noch niemand denken wollen und ich denke das wird sich in Zukunft auch nicht ändern... Bezüglich eines Titels wie "HGV3.0" wäre es angemessen sich mehr als nur eine neue Fahrzeuggattung vorzustellen. Ähnlich wie in deinem (plausibel klingenden) Vorschlag zu HGV1.0=Projekt HGV = Entwicklung eines HGV-Verkehrs inklusive Züge und Strecken. Demgemäß könnte ich mir unter "HGV2.0" die Abkehr von der Höchstgeschwindigkeit bei neuen ICE-Modellen (ICE4) mit Konsequenzen für den Streckenausbau sowie einem passenden Netzkonzept vorstellen. "HGV3.0" wäre dann wieder eine Erweiterung des Systems, z.B. der Deutschlandtakt mit Erfordernissen im Streckenausbau und einer Neuerfindung hoher Geschwindigkeiten (Ma-S, N-Wü, H-Bielefeld, Wolfsburg-Berlin,...). Aber wer weiß ob wirklich was dahinter steckt: Letztlich kann eine beauftragende Stelle ihre Projekte nennen wie sie möchte...

Die neue Zuggeneration soll ab Anfang der 2030er Jahre zum Einsatz kommen, ältere ICE 3-Züge ersetzen und mit Blick auf stark wachsende Fahrgastzahlen die ICE-Flotte erweitern. Dabei setzt die DB auf maximal 400 Meter lange, mindestens 300 km/h schnelle, einstöckige Züge mit ca. 950 Sitzplätzen, die zusätzlich zum Fahrgastkomfort neue Maßstäbe auch bei der Energieeffizienz und der technischen Verfügbarkeit setzen sollen.

...

Da ist noch ziemlich viel offen. Nur die Einstöckigkeit liegt fest (aber das sind alle bisher gebauten ICEs). Länger als 400 Meter wäre für ein HGV-Zug unrealistisch.

Nicht dass ich es wünschte, aber weshalb verwehrt sich die DB so pauschal gegen einen Doppelstockzug im ICE-Verkehr? Klar, so einfach wie beim InterCity, auf einen NV-Zug ein "IC" drauf kleben, käme man bei einem HGV-Doppelstockzug wohl nicht hin. Bei einer so offenen Konzeptstudie könnte man die Zahl der Stockwerke zunächst doch auch noch offen lassen?

Gruß, bendo

Nicht jede Person mag den TGV Duplex.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 16.11.2022, 15:21 (vor 1240 Tagen) @ bendo

Hallo bendo,

an 300+ hat in D noch niemand denken wollen und ich denke das wird sich in Zukunft auch nicht ändern... Bezüglich eines Titels wie "HGV3.0" wäre es angemessen sich mehr als nur eine neue Fahrzeuggattung vorzustellen.

Deswegen meine Aufteilung in "Zug 3.0" und "Strecke 3.0".
Ein logischer nächster Schritt wäre Verknüpfung der einzelnen Abschnitten zu einem Netzwerk, so wie die Franzosen es gemacht haben mit dem Paris-Halbring, so wie es auf den Autobahnen schon längst Gang und Gebe ist.
Aber das ist eher Wunschdenken für ICE-Fans. Zudem sind die Abschnitte schon verknüpft, sei es mit langsamen Gleisen. Und es gibt immer noch haufenweise Autobahn-Inselabschnitte.

Demgemäß könnte ich mir unter "HGV2.0" die Abkehr von der Höchstgeschwindigkeit bei neuen ICE-Modellen (ICE4) mit Konsequenzen für den Streckenausbau sowie einem passenden Netzkonzept vorstellen.

Das sehe ich etwas anders. Was heute ICE4 heisst, hiess mal ICx. Es war die Gedanke, den IC zu verbessern. Vom 200 km/h Wagenzug zum 250 km/h Triebwagen. Kein vollwertiger ICE.
Aber auch nachdem der ICx ICE4 wurde, hatte DB immer noch die Möglichkeite, zwei Stufen HGV anzubieten: "high speed" (300 km/h vmax) und "higher speed" (230-250 km/h).

Nicht dass ich es wünschte, aber weshalb verwehrt sich die DB so pauschal gegen einen Doppelstockzug im ICE-Verkehr?

Diese Frage wurde mich auch schon im Gesichtbuch gestellt. Nicht jede Person mag den TGV Duplex. Und anfangs waren auch die Franozen selber "pas amusés". Zudem sollten wir bewusst sein, dass der TGV Duplex erst kam, nachdem alle sonstige Alternativen nicht mehr funktionierten:
1. Die Franzosen konnten die Doppeltraktionen nicht mehr verlängern.
2. Sie konnten die Sitze nicht mehr noch enger stellen.
3. Die kleinstmögliche Zugfolgezeit war mit der damaligen TVM-Zugsicherung schon erreicht.
Dann verblieb nur eins: die Fahrgäste mussten aufeinander Platz haben.

Nunmal Deutschland.

Zu 1: es verkehren noch reichlich ICE-Halbzüge, die man mit 2 Einheiten fahren kann.
Zu 2: das ist auch in DE schon Limitfaktor
Zu 3: auf reinrassigen Rennbahnen ist mir Vereinheitlichung der vmax noch viel an Kapazität zu gewinnen.

Klar, so einfach wie beim InterCity, auf einen NV-Zug ein "IC" drauf kleben, käme man bei einem HGV-Doppelstockzug wohl nicht hin. Bei einer so offenen Konzeptstudie könnte man die Zahl der Stockwerke zunächst doch auch noch offen lassen?

Bei einem Zugverband wie der TGV Duplex ist das problemlos möglich. Damals waren die Lokomotiven der Thalys und der TGV Duplexe dieselbe; nur die Anzahl der Fahrgastebenen war unterschiedlich. In den Wagensträngen waren bis auf zwei Enddrehgestelle keine Antriebseinheiten; die waren alle in den beiden Lokomotiven.

Erwartungsgemäss wird der "ICE Ultraneu" ein verteilt angetriebener Triebwagen. Dann muss man die Antriebsanlagen also über den ganzen Zug verteilen. Das ist bei einem Doppelstöcker schwieriger und führt zu anderen Fahreigenschaften als beim Einstöcker. Also muss man schon vorher entscheiden: 1 oder 2 Ebenen.
Und dann stellt man fest, dass die Japaner den JR-E4 Shinkansen gerade ausmustern und bei den Chinesen Doppelstock überhaupt kein Thema ist. Vermutlich aus Komfortgründen. Zwar kommt man, wenn man viel Gepäck dabei hat, beim TGV Duplex stufenlos in den Unterstock, aber die Anzahl aller Unterstockplätze eines TGV Duplex ist kleiner als die Anzahl aller Plätze eines einstöckigen TGV Réseau.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Nicht jede Person mag den TGV.

Henrik, Mittwoch, 16.11.2022, 18:21 (vor 1240 Tagen) @ Oscar (NL)

an 300+ hat in D noch niemand denken wollen und ich denke das wird sich in Zukunft auch nicht ändern... Bezüglich eines Titels wie "HGV3.0" wäre es angemessen sich mehr als nur eine neue Fahrzeuggattung vorzustellen.

Der Autor tue sich keinen Zwang an! ;)

Auch wenn der Autor bislang noch nie an 300+ in D hat denken wollen,
Verantwortliche bei der Bahn/.. tuen dieses seit Jahrzehnten.
So ist es in Deutschland gewesen, wo weltweit zum ersten Mal ein HGV-Zug mit zugelassenen 300+ in fahrplanmäßigen Betrieb aufgenommen wurde.
etc.

Deswegen meine Aufteilung in "Zug 3.0" und "Strecke 3.0".
Ein logischer nächster Schritt wäre Verknüpfung der einzelnen Abschnitten zu einem Netzwerk, so wie die Franzosen es gemacht haben mit dem Paris-Halbring, so wie es auf den Autobahnen schon längst Gang und Gebe ist.
Aber das ist eher Wunschdenken für ICE-Fans. Zudem sind die Abschnitte schon verknüpft, sei es mit langsamen Gleisen. Und es gibt immer noch haufenweise Autobahn-Inselabschnitte.

nur weil die Franzosen etwas getan haben, muss es nicht gleich logisch sein, ;)
erst recht beim Bahnbereich wären da die klassischen Hater so rein logischerweise kritisch bzw. müssten sie sein und wären sie, wenn sie keine Hater wären.
Die Franzosen machen Miese mit ihren TGV und stehen in der Investitionsrangliste an allerletzter Stelle in Europa. GV ist ein Fremdwort.

Die Zuständigkeiten sind ja gänzlich andere.
Die Verantwortlichkeiten für das Netz liegt einzig & allein beim Bund, die Planung wie auch Finanzierung.
Die Verantwortlichkeiten für die Züge des HGV liegen einzig & allein beim EVU, sprich hier bei der DB.
Letztere richten sich natürlich nach den Zielplanungen beim Netz.

Demgemäß könnte ich mir unter "HGV2.0" die Abkehr von der Höchstgeschwindigkeit bei neuen ICE-Modellen (ICE4) mit Konsequenzen für den Streckenausbau sowie einem passenden Netzkonzept vorstellen.

Das sehe ich etwas anders. Was heute ICE4 heisst, hiess mal ICx. Es war die Gedanke, den IC zu verbessern. Vom 200 km/h Wagenzug zum 250 km/h Triebwagen. Kein vollwertiger ICE.
Aber auch nachdem der ICx ICE4 wurde, hatte DB immer noch die Möglichkeiten, zwei Stufen HGV anzubieten: "high speed" (300 km/h vmax) und "higher speed" (230-250 km/h).

Die IC1 sollten nicht von 250 km/h Triebwagen abgelöst werden, sondern von den 230 km/h schnellen 7-Teilern. Das musste nicht "vollwertiger ICE"-Komfort sein, ja.
Die ICE 1 und auch ICE 2 sollten abgelöst werden von den 10-Teilern mit Höchstgeschwindigkeit 250 km/h, "vollwertiger ICE"-Komfort.

Die DB hat noch weit viel mehr Möglichkeiten und nutzt diese auch.

Nicht dass ich es wünschte, aber weshalb verwehrt sich die DB so pauschal gegen einen Doppelstockzug im ICE-Verkehr?

Diese Frage wurde mich auch schon im Gesichtsbuch gestellt.

Dann erwidere doch einfach, dass es bislang zu jeder ICE-Generation auch Doppelstock-Versionen gab.
Entkräftet komplett den aggressiven polemischen Pauschalvorwurf. ;)

Nicht jede Person mag den TGV Duplex. Und anfangs waren auch die Franzozen selber "pas amusés". Zudem sollten wir bewusst sein, dass der TGV Duplex erst kam, nachdem alle sonstige Alternativen nicht mehr funktionierten:
1. Die Franzosen konnten die Doppeltraktionen nicht mehr verlängern.
2. Sie konnten die Sitze nicht mehr noch enger stellen.
3. Die kleinstmögliche Zugfolgezeit war mit der damaligen TVM-Zugsicherung schon erreicht.
Dann verblieb nur eins: die Fahrgäste mussten aufeinander Platz haben.

Nunmal Deutschland.

Zu 1: es verkehren noch reichlich ICE-Halbzüge, die man mit 2 Einheiten fahren kann.
Zu 2: das ist auch in DE schon Limitfaktor
Zu 3: auf reinrassigen Rennbahnen ist mit Vereinheitlichung der vmax noch viel an Kapazität zu gewinnen.

zu 3: da haben wir ja nur die KRM und dort ist die vmax bereits mit 300 km/h vereinheitlicht, wären dann eher die Haltestationen. Aber ja, da ist noch viel Luft nach oben.

zu 2: in Frankreich ist das aufgrund deren Lichtraumes begrenzt, in Deutschland hingegen nicht, da ist noch sehr gut Luft nach oben.. bzw. in die Breite, 3+2-Bestuhlung

zu 0: ja, Doppelstock beinhaltet Einbußen in Sachen Komfort

Bei einer so offenen Konzeptstudie könnte man die Zahl der Stockwerke zunächst doch auch noch offen lassen?

Bei einem Zugverband wie der TGV Duplex ist das problemlos möglich. Damals waren die Lokomotiven der Thalys und der TGV Duplexe dieselbe; nur die Anzahl der Fahrgastebenen war unterschiedlich. In den Wagensträngen waren bis auf zwei Enddrehgestelle keine Antriebseinheiten; die waren alle in den beiden Lokomotiven.

Erwartungsgemäß wird der "ICE Ultraneu" ein verteilt angetriebener Triebwagen. Dann muss man die Antriebsanlagen also über den ganzen Zug verteilen. Das ist bei einem Doppelstöcker schwieriger und führt zu anderen Fahreigenschaften als beim Einstöcker. Also muss man schon vorher entscheiden: 1 oder 2 Ebenen.

Siemens wie auch Alstom müssten nur in ne Schublade schauen, um sich die diversen Pläne für ICE 3 in Doppelstockversion anzuschauen. Gewiss ist das von der Statik und Dynamik etwas anspruchsvoller, aber nicht unlösbar.
Leichter auszuführen wäre dann die ICE-B, also die überbreite Version mit etwa 3,30 m Breite.
Verteilt angetriebener Triebzug ist nicht vorgegeben.

bei den Chinesen Doppelstock überhaupt kein Thema ist.

bei den Chinesen ist Doppelstock quasi mit drin, von Anfang an,
nicht als zweiter Stock, sondern eben in der Breite,
die Velaro CN haben eine Breite von 3,30 m, bieten 3+2 Sitze in der Reihe.

Was noch nicht erwähnt wurde sind klassische High-Density Versionen, also ohne 1. Klasse.

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