Railjet-Set-Leben über die Grenze - besser als Fliegen :) (Reiseberichte)

J-C, In meiner Welt, Donnerstag, 20.10.2022, 18:03 (vor 1257 Tagen)
bearbeitet von J-C, Donnerstag, 20.10.2022, 18:08

Morgens und abends durch die Felder und Wälder im Norden Österreichs reisen, seinen Blick über die Landschaft schweifen lassen, das Farbenspiel beim Sonnenauf- und Untergang bewundern, vielleicht am Kopfhörer entspannte Musik hören

...und dabei noch vielleicht was arbeiten, studieren, vor allem sich mal um E-mails kümmern.

Das ist das, was ich von Anfang an zu schätzen lernte und was ein weiteres Mal der Grund ist, wieso ich es nicht bereue, meine Wohnung in Wien zu kündigen.

Seitdem ich sowohl eine Zeitkarte für den Verkehrsverbund auf tschechischer Seite habe sowie im Besitz einer INKarta 50 bin, ist es eigentlich ziemlich entspannt. Die Zettelwirtschaft ist halt bei den Fahrkarten zur Grenze natürlich etwas lästig, aber eine Routine, die sehr leicht über die Bühne geht.

Ich habe bisher nichts erlebt, wo ich sagen würde "Nein, das ist der Grund, wieso ich auf keinen Fall jetzt es durchziehen kann, zu pendeln". Alle Probleme, die sich, wenn überhaupt, auftun, finden auch eine Lösung.

Mit allen Umstiegen und Wartezeiten ist der Weg von Tür zu Tür eben 2-2.5 Stunden lang. Ist das viel? Auf den ersten Blick ja. Aber wie zu erwarten vergeht die Zeit wie im Fluge. Nein, im Flieger könnte ich nicht so gut entspannen wie in Wien. Es gibt keine Triebwerke, die die ganze Zeit laufen zum Beispiel. Stattdessen kann ich einsteigen, rasch hinsetzen, Laptop auspacken und tun, was auch immer ich will.

Oder ich bewege mich ins Bordrestaurant, manchmal kann es ja nett sein, im JLV oder WARS zu dinieren, wobei ich ehrlich gesagt das nicht so häufig wie vorher tu. Reisen ist für mich ein ganz selbstverständlicher Teil meines Alltags geworden.

Es ist eine dezidierte Zeit, wo ich nichts planen muss, sondern der Fahrplan dies für mich dankenswerter Weise erledigt. Diese Zeit kann ich mit allem füllen, was mir beliebt. Ich hab schon einen Zoom-Anruf im EuroCity erledigt. Da tut es eben das Handy als Hotspot und das funktioniert sogar gar nicht so schlecht.

Ich muss die Zeit nicht aktiv erleben, ich kann sie auch vergehen lassen, ich kann sie vor lauter Arbeit völlig vergessen. Hin und wieder bin ich überrascht, wenn ich plötzlich schon am Ziel bin. Nicht immer läuft alles wie geplant. Aber das ist ja das schöne daran, es gibt immer ein wenig Abwechslung. Keine Fahrt ist exakt gleich wie die andere.

Wer's kann und will, dem kann ich also nur sagen: nur Mut! Es ist viel einfacher als es erscheint und letztlich, was ist cooler, als ein Railjet-Set-Lifestyle zu pflegen? :D

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Railjet-Set-Leben über die Grenze - besser als Fliegen :)

плацкарт, Donnerstag, 20.10.2022, 18:21 (vor 1257 Tagen) @ J-C

Lassen sich die 2-2,5 h nicht durch P+R oder Fahrrad am Bahnhof optimieren? Welcher Zeitanteil ist Railjet-Premiumzeit?

Railjet-Set-Leben über die Grenze - besser als Fliegen :)

J-C, In meiner Welt, Donnerstag, 20.10.2022, 18:37 (vor 1257 Tagen) @ плацкарт
bearbeitet von J-C, Donnerstag, 20.10.2022, 18:41

In meiner Gegend gibt es nicht wirklich sowas wie Park&Ride. Es gibt Parkplätze, ja. Aber die haben keine besonders hohe Kapazität. Morgens und Abends im Stau stehen oder an der Kreuzung länger warten müssen, macht nicht so viel Spaß denke ich. Wartezeiten sind im Bus etwas angenehmer, finde ich, solange man keinen Anschluss verpasst, was bei mir ausgeschlossen ist.

Nächstes Problem: das kostet Geld. Pro Fahrt 4 Mal so viel im Vergleich zur Einzelfahrkarte. Ich rede da nur von den Spritkosten.

Ich habe nun eine Zeitkarte, mit der ich Bus und Bahn nutzen kann, damit ist es preislich noch eine größere Differenz.

Ich steige jeweils an Orten um, wo ich beheizte Wartemöglichkeiten erhalte und ich muss nicht auf den Verkehr achten oder drauf schauen, dass ich eh zeitig ankomme.

Sonst könnte ich wohl eine halbe Stunde pro Richtung sparen. Hab‘s aber nicht nötig.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Railjet-Set-Leben über die Grenze - besser als Fliegen :)

Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Donnerstag, 20.10.2022, 19:11 (vor 1257 Tagen) @ J-C

Wohl dem der zeitlich so flexibel ist. Es sei Dir gegönnt...

Zeitlich flexibel - örtlich auch

J-C, In meiner Welt, Donnerstag, 20.10.2022, 19:48 (vor 1257 Tagen) @ Tabernaer
bearbeitet von J-C, Donnerstag, 20.10.2022, 19:49

Es gibt noch andere Faktoren:

Selbst wenn es keine Staus gäbe, ich sicher über einen Park&Ride Platz verfügen würde und der Preis derselbe ist, was in der Art eher nicht so schnell passieren wird, wäre es für mich immer noch ein Verlust, das Auto zu nutzen. In Bus und Bahn muss ich nicht auf den Verkehr schauen, muss nicht besonders wach und aufmerksam sein, kann auf‘s Handy schauen oder einfach nur aus dem Fenster. Vielleicht bin ich mal müde, da kann ich kurz die Augen schließen (ohnehin ist Müdigkeit am Steuer auch auf kurzen Strecken suboptimal).

Ich muss vor allem nicht mein eigenes Auto haben. Ich besitze an sich kein Auto. Vielleicht werde ich mal eins erben und es auch nutzen.

Ich habe überhaupt mir das vorher angeschaut, die Entscheidung, diese mehr als 100 Kilometer zu pendeln, bewusst getroffen, obwohl ich ja sonst eine Studentenwohnung in Wien hätte und diese auch grundsätzlich mir leisten könnte (wobei die Miete nicht nur mich ins Elternhaus treibt). Hätte ich einen Vollzeitjob, würde ich wohl früher oder später doch schon einen Wohnsitz in Österreich anstreben. Da könnte ich mir dann auch eine richtige Wohnung leisten.

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Radfahren ist schöner ;)

ktmb, Donnerstag, 20.10.2022, 19:25 (vor 1257 Tagen) @ J-C
bearbeitet von ktmb, Donnerstag, 20.10.2022, 19:28

So eine Strecke würde ich mit dem S-Pedelec fahren. Sind doch nur 85 km. Also gute drei Stunden reine Fahrzeit. ;) Natur gibt es gratis dazu.

Auf geht's zum Fahrrad Forum

Seehund77, Donnerstag, 20.10.2022, 19:32 (vor 1257 Tagen) @ ktmb

- kein Text -

Radfahren ist schöner - v.a. ohne das E-Gedöns

Barzahlung, Donnerstag, 20.10.2022, 19:48 (vor 1257 Tagen) @ ktmb

So eine Strecke würde ich mit dem S-Pedelec fahren. Sind doch nur 85 km. Also gute drei Stunden reine Fahrzeit.

Das schafft man aber auch ohne E-Antrieb und so macht es doch noch mehr Spaß. ;-)

Radfahren ist schöner - v.a. ohne das E-Gedöns

Reservierungszettel, KDU, Freitag, 21.10.2022, 01:34 (vor 1257 Tagen) @ Barzahlung

So eine Strecke würde ich mit dem S-Pedelec fahren. Sind doch nur 85 km. Also gute drei Stunden reine Fahrzeit.


Das schafft man aber auch ohne E-Antrieb und so macht es doch noch mehr Spaß. ;-)

In dem Zusammenhang finde ich immer interessant das er das Fahrrad immer beim Typen nennt.

Gut, einfach Fahrradfahrern klingt eben so altbacken. Da muss eine hippe Bezeichnung her…

Persönlich kann ich übrigens gar nicht Fahrradfahren - daher kenne ich mich in dem Bereich gar nicht aus, aber dieses S-Pededings muss schon was tolles sein sonst würde er es nicht immer erwähnen :)

Radfahren ist schöner - v.a. ohne das E-Gedöns

mrhuss, FKON, Freitag, 21.10.2022, 02:02 (vor 1257 Tagen) @ Reservierungszettel

So eine Strecke würde ich mit dem S-Pedelec fahren. Sind doch nur 85 km. Also gute drei Stunden reine Fahrzeit.


Das schafft man aber auch ohne E-Antrieb und so macht es doch noch mehr Spaß. ;-)


In dem Zusammenhang finde ich immer interessant das er das Fahrrad immer beim Typen nennt.

Wenn man eine Strecke von 85 km fahren will, macht es schon einen Unterschied, ob ein Rad eine Motoruntersützung bis 25 km/h oder bei höherer Leistung bis 45 km/h hat. Von daher ist in diesem Zusammenhang der Typ des Fahrrads in der Tat nicht ganz unerheblich!

S Pedelec ist eher suboptimal

J-C, In meiner Welt, Freitag, 21.10.2022, 06:46 (vor 1257 Tagen) @ mrhuss

Kann nur 45 km/h, muss zugelassen sein wie ein Mofa, kann keine Radwege nutzen, es braucht einen Mofa Helm…

Ich weiß nicht, wie es bei euch ist. Aber so ein S-Pedelec wäre auf dem Land ziemlich schnell ein Fremdkörper, besonders auf hochrangigen Straßen.

Es gibt verhältnismäßig kaum welche, die ein solches Fahrrad besitzen. Wenn ich nicht über die Grenze wollte, wäre ein E-Bike ganz gut. Man kommt ganz gut an sein Ziel, hat die frische Luft und gleichzeitig die ganze Flexibilität. Nur die Radwege müssen passen.

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S Pedelec ist eher suboptimal

ktmb, Freitag, 21.10.2022, 10:31 (vor 1257 Tagen) @ J-C
bearbeitet von ktmb, Freitag, 21.10.2022, 10:33

Wie die rechtlichen Voraussetzungen in Österreich und in Tschechien sind, weiß ich nicht. In vielen europäischen Ländern ist das S-Pedelec jedenfalls auf dem Radweg auch erlaubt. In Deutschland nicht, wird aber geduldet. Einen extra Mofahelm braucht es nicht. Hierfür genügt ein normaler Fahrradhelm mit einer Empfehlung auf die nta-Norm 8776.

Bedingungen in Österreich

J-C, In meiner Welt, Freitag, 21.10.2022, 10:40 (vor 1257 Tagen) @ ktmb

Link (ÖAMTC)

Darf ich mit einem S-Pedelec den Radweg benutzen?
Dazu ÖAMTC-Jurist Alexander Letitzki: "Ganz klar nein! Da es sich hier um ein Kfz handelt, ist die Benutzung des Radwegs natürlich ­tabu. Auch wenn die Leistung vorübergehend auf Elektrofahrrad-Niveau gedrosselt wird."

Muss ich dann auch einen Helm tragen?
Ja, definitiv! Aber bitte keinen Standard-Fahrradhelm. Es muss ein Helm sein, der der Motorradhelm-Norm ECE-R 22-05 entspricht.
[...]
Was ist noch zu beachten?
Wenn das S-Pedelec auf öffentlichen Straßen bewegt werden soll, muss es zugelassen werden, benötigt also ein Kennzeichen und eine entsprechende Versicherung. Unterwegs ist ein Verbandspackerl mitzuführen, und von der Helmtrage-Pflicht war zuvor schon die Rede (siehe Frage 2).

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S Pedelec ist eher suboptimal - Bahnfahrt als Genuss

mrhuss, FKON, Freitag, 21.10.2022, 13:24 (vor 1257 Tagen) @ J-C

Wegen der Nachteile der S-Pedelecs hab ich auch keins.

Wie dem auch sei: Genieße die Zeit, so lange es geht!

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass auch als passionierter Bahnliebhaber nach spätestens 10 Jahren der Genussfaktor etwas abnimmt. Nach 15 Jahren ging mir die Fahrerei dann auf den Zeiger, auch wegen zuletzt stark gesunkener Zuverlässigkeit auf meiner Verbindung.

Ich bin jedenfalls froh, dass ich inzwischen nur noch einen regelmäßigen Weg von 35 statt 300 km zurücklegen muss, es dafür mit den Öffis mehrere gleichwertige Möglichkeiten gibt, die komplett unabhängig voneinander sind und sich die Strecke sogar mit einem langsamen Pedelec (oder einer Kombination aus Öffis und letzterem) zurücklegen lässt.

S Pedelec ist eher suboptimal - Bahnfahrt als Genuss

J-C, In meiner Welt, Freitag, 21.10.2022, 13:30 (vor 1257 Tagen) @ mrhuss

Wegen der Nachteile der S-Pedelecs hab ich auch keins.

Wie dem auch sei: Genieße die Zeit, so lange es geht!

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass auch als passionierter Bahnliebhaber nach spätestens 10 Jahren der Genussfaktor etwas abnimmt. Nach 15 Jahren ging mir die Fahrerei dann auf den Zeiger, auch wegen zuletzt stark gesunkener Zuverlässigkeit auf meiner Verbindung.

Ich persönlich kann den Effekt nach 6 Jahren Wochenendpendeln und nun Tagespendeln nicht sehen, vorher bin ich ja fast täglich mit der S-Bahn gefahren. Im Rückblick eigentlich eine ganz nette Zeit gewesen.

Ich bin jedenfalls froh, dass ich inzwischen nur noch einen regelmäßigen Weg von 35 statt 300 km zurücklegen muss, es dafür mit den Öffis mehrere gleichwertige Möglichkeiten gibt, die komplett unabhängig voneinander sind und sich die Strecke sogar mit einem langsamen Pedelec (oder einer Kombination aus Öffis und letzterem) zurücklegen lässt.

Das ist etwas, wohin man perspektivisch hinwill. Wenn man eine Familie gründet, will man es eher vermeiden, lange Wege zurücklegen zu müssen. Da wird man sesshaft, findet auch seinen Rhythmus.

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Bahnfahrt als Genuss - Opa erzählt von damals™️

mrhuss, FKON, Freitag, 21.10.2022, 15:22 (vor 1257 Tagen) @ J-C
bearbeitet von mrhuss, Freitag, 21.10.2022, 15:24

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass auch als passionierter Bahnliebhaber nach spätestens 10 Jahren der Genussfaktor etwas abnimmt. Nach 15 Jahren ging mir die Fahrerei dann auf den Zeiger, auch wegen zuletzt stark gesunkener Zuverlässigkeit auf meiner Verbindung.

Ich persönlich kann den Effekt nach 6 Jahren Wochenendpendeln und nun Tagespendeln nicht sehen, vorher bin ich ja fast täglich mit der S-Bahn gefahren. Im Rückblick eigentlich eine ganz nette Zeit gewesen.

Deswegen schrieb ich ja auch 10 Jahre, bis es nichts besonderes mehr ist. :) Die ersten 6 Jahre im Fernverkehr fand ich auch noch cool, zumal meine Stammstrecken zwischendurch gewechselt haben und interessant waren.

Ich hatte erst wöchentlich Mainz-Amsterdam, der erste Abschnitt über die wundervolle Rheinstrecke und dann weiter mit dem ICE International, das war was besonderes. Für den Rückweg bin ich öfters statt am Rhein lang in Köln in den ICE nach Mainz über die Schnellstrecke und Wiesbaden gestiegen, der war immer schön leer. In den ICE3 der ersten Serie im Abteil ein Nest gebaut, so ist das auch gemütlich.

Dann kam Mainz-Bielefeld über die immer noch wundervolle Rheinstrecke. Manchmal ließ es sich einrichten, dass ich den IC "Loreley" mit Metropolitan-Wagen erwischt habe. Das war natürlich auch was besonderes.

Dann kam zwischendurch mal eine Kurzstrecke, Mainz-Frankfurt. Das war dann eher unspektakulär, aber zumindest konnte ich die Strecke in der Anfangszeit dank noch vorhandener Bahncard 100 komfortabel mit IC/ICE statt RE oder S-Bahn zurücklegen.

Zuletzt kamen ca. 10 Jahre Frankfurt-Schwarzwald. Die Teilstrecke über die Schwarzwaldbahn ist zwar landschaftlich auch eine der schönsten Strecken Deutschlands, der spektakuläre Abschnitt ist aber im Vergleich zur Rheinstrecke verhältnismäßig kurz. Da hatte ich dann doch irgendwann satt gesehen. Manchmal hatte ich das langsame Pedelec :) dabei und bin die sprichwörtliche letzte (bzw. erste) Meile (naja, eher so 10 Meilen) statt mit dem Bus mit dem Rad durch den Wald gehackt. Das hat Spaß gemacht! Unter ganz praktischen Aspekten betrachtet war nicht gut, dass die Zugfahrt durch den Schwarzwald sehr langsam war und ich durch unvorteilhafte Umstiege Zeit verloren habe. Seit den Bauarbeiten vor einem Jahr gab es bis heute auf der Schwarzwaldbahn praktischen keinen Normalbetrieb mehr und es wurde insgesamt so unzuverlässig, dass es mich zuletzt nur noch genervt hat.

Bestimmt kann ich den Fernverkehr auch bald wieder genießen, wenn es wieder was besonderes wird. Jedenfalls wünsche ich Dir weiterhin, dass es für Dich ein Genuss bleibt. Ich denke so vier Jahre hast Du noch dafür. :)

NL: Bus & Bahn + Mietrad = Staukiller?

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 21.10.2022, 11:25 (vor 1257 Tagen) @ ktmb

Hallo ICE-Fans,

So eine Strecke würde ich mit dem S-Pedelec fahren. Sind doch nur 85 km. Also gute drei Stunden reine Fahrzeit. ;) Natur gibt es gratis dazu.

Die Kombi von Bahn + Mietrad (z.B. OV-Fiets) macht es hier in NL. Man hat, genauso wie im Falle des Autos, das Verkehrsmittel vor der Tür, und wenn es zu weit zum Radeln ist, steigt man auf die Bahn um. Erst recht wenn die Bahn in 15-Minutentakt oder öfter verkehrt. Am Zielbahnhof verfolgt man die Reise mit Bus oder Mietrad.
Würde man das System konsequent weiter ausbauen, könnte es ein Staukiller werden.

Klar kann das System noch um einiges besser; so vermisse ich Mietstellen bei Busknoten. Die Ortschaft Gieten liegt mittig zwischen Groningen, Veendam, Stadskanaal, Emmen und Assen. Halbstündlich treffen sich hier drei Schnellbuslinien, sozusagen eine gummibereifte Bahn.
Drachten (1, 2) ist auch so ein Ort, wo vor allem die gummibereifte Bahn kommt und OV-Fiets Sinn machen würde.

Umso schade, dass NS wegen "Personalmangel" (eigentlich: Personalwertschätzungsmangel) jetzt abstufen muss.


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Tschechiens Radinfrastruktur hätte so Ansätze

J-C, In meiner Welt, Freitag, 21.10.2022, 13:27 (vor 1257 Tagen) @ Oscar (NL)

Es ist vermutlich so, dass die nicht so gute Verfügbarkeit von Autos ein paar Dinge nach dem Fall des eisernen Vorhanges hervorrief:

1. Wer auch immer das Geld dafür hat, schafft sich ein Auto an. Wie in der Schweiz wird der MIV in Tschechien öfters von Leuten von Außerhalb unterschätzt. Natürlich ist der Besitz eines Autos etwas, was mit Prestige zu tun hat. In Ländern wie Polen vermutlich sogar noch mehr.

Nicht ohne Grund war es ja ein tschechischer Milliardär, der in Deutschland für Aufsehen mit seiner kleinen Spritztour sorgte.

2. Wer auch immer das Auto nicht nehmen kann oder will, kriegt Alternativen, die sich immer weiter verbessern:

Breclav kenne ich als eine Stadt, welche abseits des Bahnhofsviertels ziemlich trist ist. Hier findet viel Durchzugsverkehr statt, weil man bis dato auf eine Umgehungsstraße verzichtet hat. Damit tut man den Anwohnern an der Hauptstraße keinen Gefallen.

Anderseits hat es durchaus ein gewisses Stadtbusnetz, vor allem aber eines: Radinfrastruktur. Und das nicht zu knapp. Auf meinem Spaziergang durch die Stadt war ich positiv überrascht über die oft großzügigen Radwege, wo man definitiv ziemlich gut mit einem Lastenrad fahren könnte (hab so eins noch nicht dort gesehen) oder eben auch andere Radler überholen kann. Ebenso hat man wie immer öfter in Tschechien einen Biketower aufgestellt. Also eine wettergeschützte, sichere Abstellmöglichkeit, wo ich auch ein E-Bike gerne abstellen kann. Anstelle von Park&Ride setzt Tschechien also eher auf Bike&Ride.

3. Busfahren in Tschechien ist scheinbar beliebter als anderswo

Wenn ich morgens oder Nachmittags auf dem Land den Bus nehme, kriege ich nicht immer einen Platz, manchmal wird es sogar ziemlich dicht. Der Busverkehr wird grundsätzlich angenommen und man muss sich definitiv nicht dafür schämen, wenn man diesen nimmt. Generell fühlt sich Busfahren in Tschechien wie etwas an, was ein wenig mehr Wert kriegt. Aus alten Zeiten hat man je nach Ort durchaus auch Busbahnhöfe mit beheizten Warteräumen geerbt, Fernbusse gab es dort schon, bevor sie in Deutschland cool geworden sind - was daran liegen kann, dass man mit diesen an so einigen Orten derzeit schneller ans Ziel kommt als per Bahn.

4. Man verdient einfach weniger in Tschechien, also kann man sich weniger leisten.

Wer glaubt, dass Tschechien ein Bahnland aus Überzeugung ist... naja, das kann man gerne glauben wenn man will. Ich bin aber der Meinung, dass der Grund ziemlich banal ist: man verdient oft einfach nicht genug, als dass man sich einfach so ein Auto mit all seinen Kosten leisten kann. Die Teuerung macht es nicht besser. Wie schon gesagt, es ist viel billiger, den ÖV zu nutzen, als das Auto. Selbst mit Fernverkehrszügen über dem Ryhlik, die ja meist nicht zum Verbundstarif genutzt werden können. Es hat seine Gründe, dass der Modal Split so liegt, wie er es eben ist.

Dabei wird es Umsteigern vom Auto nicht unbedingt leicht gemacht. Will man Fahrpläne sehen, kriegt man sie nicht alle auf der App des nationalen Betreibers CD, dafür braucht man IDOS. Warum auch immer. Das ist so, als ob der DB Navigator nur die Bahnverbindungen der DB und der regionalen Betreiber kennen und bepreisen kann und weder Busse noch Mitbewerber aufscheinen würden.

Und stattdessen bräuchte man eine extra App, die auf einem Server eines Nachrichtenportals gehostet ist, um alle Verbindungen überhaupt zu kriegen. Das ist die Realität in Tschechien.

Es gab eine lange Zeit, da kannte die CD App nichtmal den bestellten Regionalverkehr anderer Bahnen.

Und nein, die Ansprüche des Tschechen von heute sollten nicht weniger sein als das, was man in Deutschland erwartet von einem ÖPNV. Also gut gepflegte, saubere Stationen, moderne, klimatisierte Züge ohne Barrieren... das ist etwas, was nach wie vor oft fehlt. Meine Relation ist auf der Seite der Bahn vollständig durch den Fernvekehr erreichbar (Nein, ein Ryhlik ist kein Regionalexpress, sondern Fernverkehr!). Wenn ich mir die Personenzüge anschaue, fahren da nach wie vor lokbespannte Züge. Eine Weile müsste ich da mit alten quietschenden Abteilwagen, die 8 Sitze pro Abteil haben, wo die Beinfreiheit jedoch ein Witz ist, Vorlieb nehmen. Das müssen all jene, die das Pech haben, zwischen den Fernverkehrsstationen einsteigen zu wollen. Auf den Kurzläufern werden erst jetzt die sonst eingesetzten Dieseltriebwagen (auf vollständig elektrifizierter Strecke) durch neue Elektrotriebwagen ersetzt. Es war eine Überraschung für mich, als ich an einem Samstag plötzlich einen Regiopanter in Breclav sah.

Und solche und noch schlimmere Dinge gibt es eben sehr oft in Tschechien. Und wenn die Strecke nicht modernisiert wurde und es eine Nebenbahn ist... naja, da hilft auch ein Regiopanter nicht, das ist ungemütlich.

All das sind Dinge, die in Angriff genommen werden, aber was ich damit verdeutlichen will ist, dass man nicht unbedingt den ÖPNV in Tschechien nimmt, weil er so angenehm ist, sondern eher, weil man keine Alternativen hat.

Das kann man zum Vorteil nutzen, um damit den Bedarf für weitere Ausbauten zu finden und dann irgendwann eine hohe Qualität zu behalten.

Wenn man das nicht tut, wird das Auto halt früher oder später für mehr Leute leistbar. Dann werden die Leute vielleicht eher darauf umsteigen.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

NL: Bahn wird schlechter, nicht besser

G5E5J8, Freitag, 21.10.2022, 22:26 (vor 1256 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von G5E5J8, Freitag, 21.10.2022, 22:27

Nun ja, so gut ist das ÖPNV-System in den Niederlanden auch nicht, wenn man sieht, wieviel Stau es dort gibt. Offenbar ist der ÖPNV in den Niederlanden auch nicht wirklich eine Alternative, wird es in Teilen sogar immer weniger. So war z.B. die Verbindung von Het Gooi nach Amsterdam Süd / Schiphol (eine klassische Pendelstrecke) für diejenigen, die nicht in Hilversum leben, um 2010 wesentlich besser als heutzutage.

NL: Staus vs. Wert ÖV-System.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 24.10.2022, 14:38 (vor 1254 Tagen) @ G5E5J8

Hallo G5E5J8,

Nun ja, so gut ist das ÖPNV-System in den Niederlanden auch nicht, wenn man sieht, wieviel Stau es dort gibt.

Ich kann auch sagen: Jan und Petra lieben Staus, finden sie schön. Sonst würden die beiden ja nicht mitmachen. Egal wieviele Öffis verkehren.

Gut, mal ernst.

Es gibt viele Gründe warum Jan und Petra das Auto bevorzugen. Vermutlich sogar dieselbe wie die Gründe von Otto und Bärbel. Dazu gehören nebst materielle Gründe (schneller, billiger) auch immaterielle Gründe die system-inherent sind und man also nicht ändern kann. Die bekanntesten: 1. man braucht keine Fahrkarte zu kaufen, 2. das Auto hat bei Abfahrt niemals Verspätung, und 3. man braucht nicht umzusteigen.
Und auch im Stau hat man einen reservierten Sitzplatz, sogar ohne zusätzlich dafür zahlen zu müssen und ohne von Anderen belästigt zu werden. Man kann eine Zigarette anzünden, die Stereoanlage voll hoch drehen, den Vorfahrer komplett verfluchen und beschimpfen. Das ist alles im Zug nicht erwünscht.

Und wenn Jan und Petra dann doch meckern über die vielen Staus, dann finden sie eher dass es zu wenig Strassen und Parkhäuser gibt als dass es zu wenig Öffis gibt.

Mein Eindruck ist, dass Jan und Petra viel individualistischer sind als Otto und Bärbel (und dass der aktuelle Neoliberalismus das ganze noch verstärkt). Die zwei Deutschen wären bereit zusammen ein Auto zu teilen, während die beiden Niederländer unbedingt ihr eigenes Auto vor der Tür haben müssen.

Offenbar ist der ÖPNV in den Niederlanden auch nicht wirklich eine Alternative...

Nicht für jede*, dennn eine 100%ige Alternative ist systembedingt nicht möglich. Dafür ist er dann eine Alternative für einen signifikanten Teil der Bevölkerung. Zumindest genug für 15-Minutentakte auf Hauptstrecken.

...wird es in Teilen sogar immer weniger.

Das ganze ÖV-System kostet Geld, und man muss bereit sein, es auszugeben. Wenn man pro Einwohner nur ein Drittel der schweizer Quote ausgibt, muss man auch nicht erwarten, dass das NL-System CH-Qualität hat.
Was bei uns vor allem passiert: dort wo Öffis zu viel sind, wird gespart; dort wo es zu wenig gibt, wird investiert. Netto investiert man aber eher nicht, man verschiebt nur Moneten.

So war z.B. die Verbindung von Het Gooi nach Amsterdam Süd / Schiphol (eine klassische Pendelstrecke) für diejenigen, die nicht in Hilversum leben, um 2010 wesentlich besser als heutzutage.

Ich weiss. Bevor der R-NET Zeit gab es in der HVZ umsteigefreie Schnellbusse nach Amsterdam via die Autobahn A1. Ab Kortenhoef, Loosdrecht, Laren, Blaricum, Huizen, Naarden, Bussum. Dann war man der Meinung, Bus und Bahn sollten einander nicht im Wege stehen, also keine Parallelverkehre. Zudem standen die Schnellbusse vermehrt im Stau.
Also wurden die Schnellbusse verkürzt oder wegrationalisiert; die Fahrgäste sollten stattdessen zum Bahnhof Naarden-Bussum fahren und mit der Bahn weiterreisen. In Weesp war jede 15 Minuten eine Korrespondenz Hilversum/Almere - Weesp - AMS Centraal/AMS Zuid, mit "Sprinter".

Nur schade, dass:

1. weder in Naarden-Bussum noch in Weesp der "IC" hält;
2. aus einer ehemaligen Direktreise eine Zwei-Umstieg-Reise wurde.

Also stiegen Jan und Petra auf das Auto um, erhielten die Autobahnen neue Fahrspuren um den Staus vorzubeugen während das Bahnangebot auf der Gooistrecke nur geringfügig besser wurde.


gruß,

Oscar (NL).

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Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

NL: Bahnhöfe und Strassen besser!

ktmb, Montag, 24.10.2022, 14:54 (vor 1254 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von ktmb, Montag, 24.10.2022, 14:58

Dafür sehen die Bahnhöfe in NL insgesamt sehr gut gepflegt aus. Auch scheinen die Strassen besser zu sein. Konnte ich letzte Woche erst wieder im Nordosten von Groningen erleben. ;) Nächstes Wochenende geht es wieder mit dem Fahrrad von OS nach Finsterwolde. ;)

Ich meine bessere Bahnhöfe sind nicht schwierig

J-C, In meiner Welt, Montag, 24.10.2022, 15:20 (vor 1254 Tagen) @ ktmb
bearbeitet von J-C, Montag, 24.10.2022, 15:21

In Österreich sehe ich auch viele hübsche Bahnhöfe. In Tschechien ja auch immer öfter. Als Pendler habe ich an allen Umsteigeknoten auf meinem Weg jedenfalls ein beheiztes Bahnhofsgebäude.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

In der BRD ist es scheinbar unmöglich.

ktmb, Montag, 24.10.2022, 15:35 (vor 1254 Tagen) @ J-C

In Österreich sehe ich auch viele hübsche Bahnhöfe. In Tschechien ja auch immer öfter. Als Pendler habe ich an allen Umsteigeknoten auf meinem Weg jedenfalls ein beheiztes Bahnhofsgebäude.

Unsinn.

JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 24.10.2022, 17:32 (vor 1253 Tagen) @ ktmb

Auf meinem täglichen Pendelweg gibts an beiden Umsteigebahnhöfen geheizte Bahnhofshallen.

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Weg mit dem 4744!

Bezog sich auf saubere Bahnhöfe!

ktmb, Montag, 24.10.2022, 17:50 (vor 1253 Tagen) @ JeDi
bearbeitet von ktmb, Montag, 24.10.2022, 17:50

Auf meinem täglichen Pendelweg gibts an beiden Umsteigebahnhöfen geheizte Bahnhofshallen.

Geheizte Bahnhofshallen habe ich jetzt mal auf die Schnelle in Papenburg, Leer, Cloppenburg, Essen (Oldb.), Osnabrück Altstadt, Stumsdorf (Bahnhofsgebäude zugesperrt) auch nicht gesehen. Und in Osnabrück Altstadt ist seit einer Woche der einzige Aufzug defekt.

Bezog sich auf saubere Bahnhöfe!

J-C, In meiner Welt, Montag, 24.10.2022, 17:53 (vor 1253 Tagen) @ ktmb
bearbeitet von J-C, Montag, 24.10.2022, 17:54

Naja, ich pendle halt schienenseitig grundsätzlich mit Fernverkehrszügen, auch wenn manch einer die tschechischen Ryhliks mit dem deutschen RE verwechselt.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

NL: Bahnhöfe und Strassen besser!

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 24.10.2022, 17:09 (vor 1253 Tagen) @ ktmb

Hallo ktmb,

Dafür sehen die Bahnhöfe in NL insgesamt sehr gut gepflegt aus.

Bis auf die Unmengen an Zigarettenstümmel auf den Gleisen und Kaugummi auf den Bahnsteigen... :(

Auch scheinen die Strassen besser zu sein.

Da ich autolos bin, kann ich das nicht aus eigener Erfahrung sagen, aber dieses Video sagt genug (meistens Bildmaterial aus NL). Dieses Video ist auch interessant (inkl. Bildmaterial aus Amsterdam).

Konnte ich letzte Woche erst wieder im Nordosten von Groningen erleben. ;) Nächstes Wochenende geht es wieder mit dem Fahrrad von OS nach Finsterwolde. ;)

Hinweis: rundum den Oldambtermeer (zwischen Winschoten und Finsterwolde) gibt es einige Passagen mit Selbstbedienungs-Kettenfähren (bei Fahrradknoten 14, 15, 56, 74). Das kann mit einem Speed Pedelec ziemlich herausfordernd sein.


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Bedankt! https://routeplanner.fietsersbond.nl/

ktmb, Montag, 24.10.2022, 17:25 (vor 1253 Tagen) @ Oscar (NL)

Danke für den Hinweis auf die SB-Fähren! Villeicht kann ich das am kommenden Montag auf der Fahrt von den Trekkershutten am Dollart bei Hongerige Wolf (hungriger Wolf?) nach Papenburg mit einbauen.

NL: Korrektur = Schnellbus 320.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 25.10.2022, 10:15 (vor 1253 Tagen) @ Oscar (NL)

So war z.B. die Verbindung von Het Gooi nach Amsterdam Süd / Schiphol (eine klassische Pendelstrecke) für diejenigen, die nicht in Hilversum leben, um 2010 wesentlich besser als heutzutage.


Ich weiss. Bevor der R-NET Zeit gab es in der HVZ umsteigefreie Schnellbusse nach Amsterdam via die Autobahn A1. Ab Kortenhoef, Loosdrecht, Laren, Blaricum, Huizen, Naarden, Bussum.

Heute gibt es immer noch Schnellbus 320. Von Hilversum via Blaricum und Huizen und die Autobahn A1 nach Amsterdam Amstel.
Zuvor gab es aber zwei Buslinien, 101 und 102. Die 102 bediente damals auch noch die Festungsstadt Naarden; die 320 hält dort heute nur am Stadtrand. In der Stadt verkehrt die 110 Bussum-Weesp, das ist aber ein relativ langsamer Regionalbus.

Wenn ich noch tiefer grabe, finde ich auch noch Bus 137. Diese verbummelte allerdings auch viel Zeit in den Dörfern, bediente dafür aber Laren.


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

OT: Fremdwörter ... ;-)

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Donnerstag, 20.10.2022, 23:04 (vor 1257 Tagen) @ J-C

Hey.

Es ist eine dezidierte Zeit, wo ich nichts planen muss, sondern der Fahrplan dies für mich dankenswerter Weise erledigt.

dezidiert? Oder eher dedeziert?


https://de.m.wiktionary.org/wiki/dediziert


Ansonsten: schön, wenn es dir gefällt. Und in deiner aktuellen Lebenslage paßt. Ich will da gar nichts madig reden.

Schöne Grüße von jörg

über Jetset und so.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 21.10.2022, 10:46 (vor 1257 Tagen) @ J-C

Hallo J-C,

Wer's kann und will, dem kann ich also nur sagen: nur Mut! Es ist viel einfacher als es erscheint und letztlich, was ist cooler, als ein Railjet-Set-Lifestyle zu pflegen? :D

Hauptsache: tagsüber railjet fahren, nachts nightjet, Anreise mit cityjet.
Fehlt noch der roadjet, ein Netz von Schnellbussen die dort fahren wo die Bahnen nicht kommen.


gruß,

Oscar (NL).

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Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Eines Tages wird das noch passieren...

J-C, In meiner Welt, Freitag, 21.10.2022, 10:49 (vor 1257 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von J-C, Freitag, 21.10.2022, 10:49

...erst im Railjet nach Wien, im Nightjet nach Bregenz, im Cityjet nach Lindau...

...wobei ich grad nachdenke, wieso nicht den Railjet und Nightjet grundsätzlich bis Lindau verlängern? :D

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

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