Was bringen Verkehrsverbünde? (Fahrkarten und Angebote)
Hallo,
ich möchte mit diesem Beitrag eine Diskussion über die Sinnhaftigkeit von Verkehrsverbünden anstoßen.
Bis vor einigen Monaten haben mich Verkehrsverbünde reletiv wenig tangiert, weil ich fast nur mit Fernverkehrstickets, teilweise mit Nahverkehrs- vor oder Nachlauf, oder Ländertickets unterwegs war. Seit kurzem habe ich jedoch beruflich mit dem Farifdschungel der Verkwhrsverbünde zu tun.
Solange man sich nur ein einem Verkehrsverbund aufhält, ergibt sich ja kein Problem, aber sobald man eine Verbundgrenze überqueren möchte, ist man mit von Verbundgrenze zu Verbundgrenze unterschiedlichen Konditionen zur Übergangszonen und Anschlusstickets konfrontiert. Die Beförderungsbedingungen zu den Übergangregelungen sind oft mehrere Seiten lang.
Wie soll da ein Gelegenheitsfahrer, der schnell wissen möchte, wie er am günstigsten mit dem ÖPNV von A nach B, denn da schnell durchblicken? Klar, Pendler, die jeden Tag die selbe Strecke fahren, wissen, was sie für Tickets brauchen, aber Seltenfahrer schrecken komplizierte Tarife ab.
Die Landestarife, die es in einigen Bundesländern gibt, z.B. in Baden-Württemberg den BW-Tarif, sind ein Schritt in die richtige Richtung. Aber auch da ist an der Bundeslandgrenze halt.
Ich wünsche mir einen einheitlichen Tarif, der in ganz Deutschland im ÖPNV gilt, egal ob Zug, Bus, Straßenbahn, U-Bahn oder sonstige Verkehrsmittel des ÖPNV. Man gibt Online oder am Automaten seine Reisestrecke ein und das System spuckt einem ein Ticket aus, was für die gesamte Strecke gültig ist, fertig. Ich sehe keinen Grund, der dagegen spricht, dass das die optimalste Lösung ist. Dafür aber viele, die gegen Verkehrsverbünde sprechen. Wenn jeder Verbund seine eigene Website, seine eigenen Beförderungsbedingungen, seine eigene Verwaltung, seine eigene Vertriebsinfrastruktur hat, dann verursacht das doch nur unnötige Kosten, die man nicht hätte, wenn alles von einer Stelle zentral verwaltet und geplant werden würde.
Habe ich irgendwas übersehen? Gibt es doch gute Gründe, die für die Kleinstaaterei der Verkehrsverbünde sprechen?
Stimme 100% zu
Die vielen unterschiedlichen Tarifregelungen sind absolut sinnfrei.
In manchen Verkehrsverbünden bekommt man Rabatt mit Bahncard, in machen nicht.
Im FV kann man (eigene) Kinder kostenlos mitnehmen im Verkehrsverbund nicht.
Das schreckt sicher viele Leute ab (wenn ein eigener Pkw vorhanden ist) und ist nicht mehr zeitgemäß wenn es politisch gewollt ist, das Leute vom Pkw auf den ÖPNV umsteigen.
Was bringen Verkehrsverbünde?
Die Landestarife, die es in einigen Bundesländern gibt, z.B. in Baden-Württemberg den BW-Tarif, sind ein Schritt in die richtige Richtung. Aber auch da ist an der Bundeslandgrenze halt.
Auch ein Deutschlandticket macht an den Grenzen des Nationalstaats halt (oder auch nicht ganz, ebenso wie die Ländertickets, allein im Kanton Schaffhausen gibt es elf Haltestellen an denen das BW-Ticket gilt).
Ich wünsche mir einen einheitlichen Tarif, der in ganz Deutschland im ÖPNV gilt, egal ob Zug, Bus, Straßenbahn, U-Bahn oder sonstige Verkehrsmittel des ÖPNV. Man gibt Online oder am Automaten seine Reisestrecke ein und das System spuckt einem ein Ticket aus, was für die gesamte Strecke gültig ist, fertig.
Auf über die DB App kann man dass doch schon machen. Und z.B. in Baden-Württemberg und NRW gibt es doch schon Ländertarife was einem Verkehrsverbund für das ganze Bundesland ähnelt.
In der Schweiz haben sich z.B. fünf Verkehrsverbünde im Großraum Zürich zusammengeschlossen in denen das Zonenzählen an der Verkehrsverbundgrenze einfach weitergeht. Und dann gibt es noch FAIRTIQ, eine private Firma, die schweizweites Reisen ohne jegliche Kenntnis von Tarifen ermöglicht (und ebenso in knapp 20 weiteren Verbünden in Deutschland, Österreich und Frankreich).
Ich sehe keinen Grund, der dagegen spricht, dass das die optimalste Lösung ist. Dafür aber viele, die gegen Verkehrsverbünde sprechen. Wenn jeder Verbund seine eigene Website, seine eigenen Beförderungsbedingungen, seine eigene Verwaltung, seine eigene Vertriebsinfrastruktur hat, dann verursacht das doch nur unnötige Kosten, die man nicht hätte, wenn alles von einer Stelle zentral verwaltet und geplant werden würde.
Habe ich irgendwas übersehen? Gibt es doch gute Gründe, die für die Kleinstaaterei der Verkehrsverbünde sprechen?
Zum einen geht es um das liebe Geld, wie die Einnahmen verteilt werden. Zum anderen gibt es die Besitzstandwahrung bei der jede Sonderregelung gewissermaßen Bestandsschutz hat. Und hier beißt sich das Föderale System mit der Vereinheitlichung. Zu den Sonderregelungen zählt z.B. wie lange ein Ticket gültig ist, aber vor allem eben alle speziellen Vergünstigungen von Rentnern, jungen Leuten, Gruppentickets usw.
Was bringen Verkehrsverbünde?
Die Landestarife, die es in einigen Bundesländern gibt, z.B. in Baden-Württemberg den BW-Tarif, sind ein Schritt in die richtige Richtung. Aber auch da ist an der Bundeslandgrenze halt.
Auch ein Deutschlandticket macht an den Grenzen des Nationalstaats halt (oder auch nicht ganz, ebenso wie die Ländertickets, allein im Kanton Schaffhausen gibt es elf Haltestellen an denen das BW-Ticket gilt).
Ja, aber ein europaweit einheitlicher Tarif wär meiner Meinung nach zu viel des Guten. Die Bahnsysteme in den einzelnen Ländern sind zu verschieden um da eine einheitliche Lösung zu finden. Aber geundsätzlich ist es doch immer besser, wenn in einem möglichst geoßen Bereich ein einheitlicher Tarif gilt.
Ich wünsche mir einen einheitlichen Tarif, der in ganz Deutschland im ÖPNV gilt, egal ob Zug, Bus, Straßenbahn, U-Bahn oder sonstige Verkehrsmittel des ÖPNV. Man gibt Online oder am Automaten seine Reisestrecke ein und das System spuckt einem ein Ticket aus, was für die gesamte Strecke gültig ist, fertig.
Auf über die DB App kann man dass doch schon machen. Und z.B. in Baden-Württemberg und NRW gibt es doch schon Ländertarife was einem Verkehrsverbund für das ganze Bundesland ähnelt.
Die Landestarife sind gut, aber ein deutschlandweit einheitlicher Tarif wäre besser. Im DB Navigator sind auch nicht alle Verbünde enthalten.
Ich sehe keinen Grund, der dagegen spricht, dass das die optimalste Lösung ist. Dafür aber viele, die gegen Verkehrsverbünde sprechen. Wenn jeder Verbund seine eigene Website, seine eigenen Beförderungsbedingungen, seine eigene Verwaltung, seine eigene Vertriebsinfrastruktur hat, dann verursacht das doch nur unnötige Kosten, die man nicht hätte, wenn alles von einer Stelle zentral verwaltet und geplant werden würde.
Habe ich irgendwas übersehen? Gibt es doch gute Gründe, die für die Kleinstaaterei der Verkehrsverbünde sprechen?
Zum einen geht es um das liebe Geld, wie die Einnahmen verteilt werden. Zum anderen gibt es die Besitzstandwahrung bei der jede Sonderregelung gewissermaßen Bestandsschutz hat. Und hier beißt sich das Föderale System mit der Vereinheitlichung. Zu den Sonderregelungen zählt z.B. wie lange ein Ticket gültig ist, aber vor allem eben alle speziellen Vergünstigungen von Rentnern, jungen Leuten, Gruppentickets usw.
Also geht es vor allem um Geld, dass irgendwelche Provinzfürsten halt gerne ihren Posten im Verkehrsverbund behalten möchten. Mir erschließt sich auch nicht, warum es bei Sonderregelungen und Ermäßigungen für bestimmte Gruppen regional unterschiedliche Regelungen geben sollte, bzw. was der Vorteil davon ist.
... eine Rückentwicklung wie zu Zeiten vor 1920
Im Grunde ist dieser Verkehrsverbünde - Privatbahnen - Dschungel doch nichts anderes als wir schon mal hatten: Die Länderbahnen damals, bevor sich ein paar schlaue Menschen Gedanken gemacht haben, das Ganze zur DRG zusammen zu schließen.
Schade das durch die Privatisierung wieder alles zu nichte gemacht wurde.... Aber war ja leider so gewollt von der Politik der letzten Jahrzehnte.
Was bringen Verkehrsverbünde?
Moin knochendochen,
aus Fahrgastsicht kann ich dein Ansinnen zumindest zum Teil nachvollziehen, wobei ein deutschlandweit für alles einheitlicher Tarif ggf. nicht nur Vorteile hätte. Die teilweise doch schon unterschiedlichen Systematiken in den einzelnen Verbundtarifen haben ja einen Hintergrund - oft haben ja einzelne Verbünde schon intern verschiedene Tarifgebiete. Wenn ich mir alleine mal meinen Heimatverbund (VBN - Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen) anschaue, da gibt es fünf Tarifgebiete, Zonen die nicht immer mitgezählt werden, Sondertickets für bestimmte Tarifgebiete bzw. Städte (die ggf. auch nicht bei allen Unternehmen gelten), Kurzstreckentickets, die in zwei Städten schon mal nicht gelten, aber auch bestimmten Abschnitten wieder nicht, wenn es z.B. über Autobahnen geht (ohne das diese klar benannt wären). Und das sind nur ein paar Beispiele. Und ja Übergangstarife gibt es auch noch. All diese Regelungen haben ja einen Grund und dieser Grund liegt halt nicht darin, dass man Fahrgäste ärgern will, es gibt halt vor Ort einen Bedarf und/oder gewisse Finanzierungszwänge. Und wenn schon in einem Verbund (und das wir in vielen Verbünden so sein) etliche Ausnahmen gelten und Spezialitäten gelten, wie soll dann ein deutschlandweiter Nahverkehrstarif erst aussehen und vor allem wieviele Regale soll dieses Werk in Buchform dann füllen? Denn machen wir uns nichts vor: Faktisch wäre ein solcher Tarif an vielen Stellen weiterhin der gleiche Flickenteppich, nur dass es nun in einem großen Pamphlet stehen würde statt in vielen Kleinen. Es heisst dann eben Deutschlanverbund und statt VBN ist es dann das Tarifgebiet B7 (oder wie auch immer) mit den Subtarifgebieten B7a bis B7e. Macht es das besser?
Wo ich dir recht gebe: Im Jahr 2022 mit allgegenwärtiger IT, muss dieses Gewusel für den Fahrgast einfacher werden. Das aber nicht nur deutschlandweit, sondern eigentlich europaweit (mindestens jedoch EU-weit). Man sollte in seine App bzw. die Website eingeben können, ich möchte von Bremen, Lugwig-Quidde-Str. nach Regensburg, Hermann-Höcherl-Str. oder von Hamburg, Jungfernstieg nach Prag, Náměstí Republiky und dann wird mir ausgespuckt: Welche Verbindungen gibt es und was kostet es und wenn ich auf buchen klicke, wird mir im Hintergrund EIN Ticket ausgestellt für die gesamte Verbindung. Ob auf dem Ticket eben steht bis zum Bahnhof VBN-Tarif, ab Bahnhof bis Bahnhof dann Deutschlandtarif und vom Bahnhof bis Ziel dann noch Verbundtarif XY ist am Ende egal. Wichtig ist aus meiner Sicht die einfache Auskunft über die Gesamtstrecke an einem Ort und durchgehende Buchbarkeit am gleichen Ort, welche Tarife dann dahinter aneinander gestückelt werden, sollte egal sein. Das gebuchte Ergebnis sollte dann nur als eine Reisekette gelten, die im Zweifel den Anspruch auf auf Fahrgastrechte auslöst.
Die Kleinstaaterei wird man vermutlich nicht so einfach aufheben können, es sei denn man legt die Verantwortung für den öffentlichen Personenverkehr als Ganzes in die Hände des Bundes. Das brächte aber eben wieder neue eigene Probleme mit sich.
Was bringen Verkehrsverbünde?
Ja, aber ein europaweit einheitlicher Tarif wär meiner Meinung nach zu viel des Guten. Die Bahnsysteme in den einzelnen Ländern sind zu verschieden um da eine einheitliche Lösung zu finden. Aber geundsätzlich ist es doch immer besser, wenn in einem möglichst großen Bereich ein einheitlicher Tarif gilt.
Und es gibt hier unterschiedliche Aspekte. Zum Beispiel ob Kauf eines Tickets identisch überall ablaufen kann. Oder ob Monatsabos bundesweit gelten sollten. Der erste Aspekt wäre durchaus europaweit (zumindest EU+Schweiz+Norwegen) sinnvoll.
Zum einen geht es um das liebe Geld, wie die Einnahmen verteilt werden. Zum anderen gibt es die Besitzstandwahrung bei der jede Sonderregelung gewissermaßen Bestandsschutz hat. Und hier beißt sich das Föderale System mit der Vereinheitlichung. Zu den Sonderregelungen zählt z.B. wie lange ein Ticket gültig ist, aber vor allem eben alle speziellen Vergünstigungen von Rentnern, jungen Leuten, Gruppentickets usw.
Also geht es vor allem um Geld, dass irgendwelche Provinzfürsten halt gerne ihren Posten im Verkehrsverbund behalten möchten. Mir erschließt sich auch nicht, warum es bei Sonderregelungen und Ermäßigungen für bestimmte Gruppen regional unterschiedliche Regelungen geben sollte, bzw. was der Vorteil davon ist.
Ein Vorteil des Föderalismus ist ja der Wettbewerb der Ideen, und dazu gehört welche ‘Ideen’ die Nutzung des ÖVs steigern können. Und das sind eben auch diese Sonderregelungen und Ermäßigungen für bestimmte Gruppen.
Daneben haben unterschiedliche Regionen unterschiedlich viel Geld um ÖV zu subventionieren, auch eine Folge des Föderalismus. Je mehr alles vereinheitlicht wird, um so weniger Föderalismus hat man eben.
... eine Rückentwicklung wie zu Zeiten vor 1920
Im Grunde ist dieser Verkehrsverbünde - Privatbahnen - Dschungel doch nichts anderes als wir schon mal hatten: Die Länderbahnen damals, bevor sich ein paar schlaue Menschen Gedanken gemacht haben, das Ganze zur DRG zusammen zu schließen.
Schade das durch die Privatisierung wieder alles zu nichte gemacht wurde.... Aber war ja leider so gewollt von der Politik der letzten Jahrzehnte.
Die Privatisierung hat wenig damit zu tun. Es ist die Bahnreform die die Zuständigkeit für den Schienenpersonennahverkehr vom Bund auf die Länder verschoben hat.
+1
Sowas Ähnliches wolte ich auch grad schreiben.
Außerdem ..., was heißt denn 'Privatisierung' ? Die meisten sog. 'Privatbahnen' sind Töchter von ausländischen Staatsbahnen, mir fällt im Augenblick kein (größeres) EVU ein, die einem 'Privatmann' bzw. einer privaten Organisation im weitesten Sinne gehört. Doch, die TME, mit der wir früher im Cargobereich z.T. zusammen gearbeitet haben. :-) Und so spielt auch 'Europa' bzw. die EU noch mit rein.
Viel
Als älteres Semester kenne ich noch die Zeiten, in denen Verkehrsverbünde die absolute Ausnahme waren - und dann kam es zu sehr obskuren Dingen:
Für eine Fahrt von meinem damaligen Wohnort brauchte ich den Stadtbus Mainz zum Bahnhof, dann eine Fahrkarte der Deutschen Bundesbahn vom Bahnhof in Mainz-Kastel zum Darmstädter Hbf - und eine Sondergenehmigung für den Rückweg, da am Nachmittag die Züge alle nur über Mainz Hbf fuhren - sowie eine Fahrkarte für die Straßenbahn in Darmstadt - sorry, einfach und attraktiv geht anders, heute genügt ein einziger Fahrschein des Rhein-Main-Verkehrsverbundes, das ist schon ein grandioser Vorteil.
Aber:
Ich stimme zu, gerade an Verbundgrenzen herrscht oftmals Kirchturmpolitik zu Lasten der Fahrgäste, als ebenso inakzeptabel empfinde ich es, dass es keine einheitlichen Tarifmerkmale gibt - hier gilt die Tageskarte bis Betriebsschluss oder bei durchgehendem Verkehr bis X Uhr (nicht mal da gibt es Einigkeit), dort 24 Stunden, um nur ein Beispiel zu nennen. Oder vollkommen unübersichtliche Dinge: Fahre von Wedel(Holstein) nach Norderstedt-Mitte, kann man mit der S1 und der U1 machen, aber eben auch direkt mit dem Bus 594. Das Problem ist, dass die eine Verbindung um Großbereich Hamburg verläuft, die andere Verbindung aber durch die Ringe B und C, eine Tageskarte für den Großbereich also nicht gilt, die Fahrzeiten unterscheiden sich marginal ... Der unkundige Fahrgast soll so etwas wissen, der sieht nur die Anzeige am Bus.
Was bringen Verkehrsverbünde?
Prinzipiell finde ich die Vetbünde gut.Ein Ticket für S-Bahn, Bimmel und Regiobus sind schon recht praktisch.
Das es zu viele sind steht ausserfrage. Aber wer schluckt welchen Verbund erzeugt halt immer Verlierer und damit Widerstand.
Was bringen Verkehrsverbünde?
Prinzipiell finde ich die Vetbünde gut.Ein Ticket für S-Bahn, Bimmel und Regiobus sind schon recht praktisch.
das ginge auch ohne Verbünde, mit bundesweiter Lösung.
stattdessen hast du irgendeinen Wabenquark, undurchschaubare Übergangstarife in andere Verbünde usw.
Wie fast alles in BRD, viel zu kompliziert, wer da 100% durchblickt, kann vermutlich auch die Lottozahlen vorhersagen.
Was bringen Verkehrsverbünde?
Prinzipiell finde ich die Vetbünde gut.Ein Ticket für S-Bahn, Bimmel und Regiobus sind schon recht praktisch.
das ginge auch ohne Verbünde, mit bundesweiter Lösung.stattdessen hast du irgendeinen Wabenquark, undurchschaubare Übergangstarife in andere Verbünde usw.
Wie fast alles in BRD, viel zu kompliziert, wer da 100% durchblickt, kann vermutlich auch die Lottozahlen vorhersagen.
Bei uns in Leipzig ging es vorher nicht. Man kann es natürlich auch bundesweit lösen - dann benötigt man halt regionale Abrechnungstellen um das Budget zu verteilen.
Was bringen Verkehrsverbünde?
Föderalismus mag ja an vielen Stellen sinnvoll sein, sogar bei der Organisation des Nahverkehrs hätte ich nichts dagegen, wenn es regionale Gesellschaften gäbe, welche besser über die regional unterschiedlichen Gegebenheiten bescheid wissen als es eine übergeordete Stelle könnte und deshalb das Fahrplanangebit koordinieren, aber beim Tarif ist mir immer noch schleierhaft, warum es von Vorteil ist, dass es in jedem Verbund unterschiedliche Tarifbedingungen gibt.
Was bringen Verkehrsverbünde?
Moin knochendochen,
aus Fahrgastsicht kann ich dein Ansinnen zumindest zum Teil nachvollziehen, wobei ein deutschlandweit für alles einheitlicher Tarif ggf. nicht nur Vorteile hätte. Die teilweise doch schon unterschiedlichen Systematiken in den einzelnen Verbundtarifen haben ja einen Hintergrund - oft haben ja einzelne Verbünde schon intern verschiedene Tarifgebiete. Wenn ich mir alleine mal meinen Heimatverbund (VBN - Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen) anschaue, da gibt es fünf Tarifgebiete, Zonen die nicht immer mitgezählt werden, Sondertickets für bestimmte Tarifgebiete bzw. Städte (die ggf. auch nicht bei allen Unternehmen gelten), Kurzstreckentickets, die in zwei Städten schon mal nicht gelten, aber auch bestimmten Abschnitten wieder nicht, wenn es z.B. über Autobahnen geht (ohne das diese klar benannt wären). Und das sind nur ein paar Beispiele. Und ja Übergangstarife gibt es auch noch. All diese Regelungen haben ja einen Grund und dieser Grund liegt halt nicht darin, dass man Fahrgäste ärgern will, es gibt halt vor Ort einen Bedarf und/oder gewisse Finanzierungszwänge.
Und das ist genau der Punkt, den ich nicht verstehe: Was für einen Grund haben diese unterschiedlichen Regelungen? Du hast jetzt nur aufgezählt, dass es in deinem Heimatverbund unterschiedliche Zonen und Tickets gibt. Warum braucht man das? Warum gibt es nicht einfach ähnlich den Flexpreisen im Fernverkehr für eine Relation A -> B einen festgelegten Preis für eine Einzelfahrkarte, die sich nicht an komplizierten Wabenaufteilungen orientiert? Bezüglich der Finanzierung hätte ein deutschlandeinheitlicher Tarif ja sogar den Vorteil, dass mit Geldern aus strukturstarken Regionen bei der Finanzierung des Nahverkehrs in strukturschwachen Regionen ausgeholfen werden kann.
Und wenn schon in einem Verbund (und das wir in vielen Verbünden so sein) etliche Ausnahmen gelten und Spezialitäten gelten, wie soll dann ein deutschlandweiter Nahverkehrstarif erst aussehen und vor allem wieviele Regale soll dieses Werk in Buchform dann füllen?
Ganz einfach, man verzichtet auf die aus meiner Sicht unnötigen Ausnahmen und führt einen Tarif analog zu den Flexpreisen im Fernverkehr ein, wie oben beschrieben.
Wo ich dir recht gebe: Im Jahr 2022 mit allgegenwärtiger IT, muss dieses Gewusel für den Fahrgast einfacher werden. Das aber nicht nur deutschlandweit, sondern eigentlich europaweit (mindestens jedoch EU-weit). Man sollte in seine App bzw. die Website eingeben können, ich möchte von Bremen, Lugwig-Quidde-Str. nach Regensburg, Hermann-Höcherl-Str. oder von Hamburg, Jungfernstieg nach Prag, Náměstí Republiky und dann wird mir ausgespuckt: Welche Verbindungen gibt es und was kostet es und wenn ich auf buchen klicke, wird mir im Hintergrund EIN Ticket ausgestellt für die gesamte Verbindung. Ob auf dem Ticket eben steht bis zum Bahnhof VBN-Tarif, ab Bahnhof bis Bahnhof dann Deutschlandtarif und vom Bahnhof bis Ziel dann noch Verbundtarif XY ist am Ende egal. Wichtig ist aus meiner Sicht die einfache Auskunft über die Gesamtstrecke an einem Ort und durchgehende Buchbarkeit am gleichen Ort, welche Tarife dann dahinter aneinander gestückelt werden, sollte egal sein. Das gebuchte Ergebnis sollte dann nur als eine Reisekette gelten, die im Zweifel den Anspruch auf auf Fahrgastrechte auslöst.
Hier habe eher noch Verständnis, dass es auf Europaebene mit dem einheitlichen Tarif nicht klappt, denn ich denke, dass die Einsenbahnsysteme in den einzelnen Ländern sich zu stark unterscheiden und dass da zu viele Aktuere mitspielen, um eine Einigung erzielen zu können.
Viel
Gar keine Verbünde sind natürlich noch beschissener, aber ein quasi deutschlandweiter "Verbund" wäre doch das Optimum.
+1
- kein Text -
Viel
Gar keine Verbünde sind natürlich noch beschissener, aber ein quasi deutschlandweiter "Verbund" wäre doch das Optimum.
fragt sich nur wozu.
einen sinnvollen nachvollziehbaren Grund hast Du bislang nicht genannt.
Was bringen Verkehrsverbünde?
Föderalismus mag ja an vielen Stellen sinnvoll sein, sogar bei der Organisation des Nahverkehrs hätte ich nichts dagegen, wenn es regionale Gesellschaften gäbe, welche besser über die regional unterschiedlichen Gegebenheiten bescheid wissen als es eine übergeordete Stelle könnte und deshalb das Fahrplanangebit koordinieren, aber beim Tarif ist mir immer noch schleierhaft, warum es von Vorteil ist, dass es in jedem Verbund unterschiedliche Tarifbedingungen gibt.
Den Verkehrsverbund von München auf Dresden rauszulegen macht von & hinten keinen Sinn,
andersrum ebenso nicht.
Wahrscheinlich ist kein einziger Verkehrsverbund umlegbar auf den eines anderen.
Du hast bislang auch keinen einzigen nachvollziehbaren Sinn vorgelegt, abgesehen von einer Verschwörungstheorie.
Was bringen Verkehrsverbünde?
Und das ist genau der Punkt, den ich nicht verstehe: Was für einen Grund haben diese unterschiedlichen Regelungen? Du hast jetzt nur aufgezählt, dass es in deinem Heimatverbund unterschiedliche Zonen und Tickets gibt. Warum braucht man das? Warum gibt es nicht einfach ähnlich den Flexpreisen im Fernverkehr für eine Relation A -> B einen festgelegten Preis für eine Einzelfahrkarte, die sich nicht an komplizierten Wabenaufteilungen orientiert?
Ein Beispiel für unterschiedliche Zonen sind die Zonen die eine größere Stadt abdecken aber als zwei Zonen zählen (obgleich dies nicht direkt auf die Zusammenschlüsse von Verbünden auswirkt). Eine andere Möglichkeit wäre wenn z.B. Bremerhafen günstigere Tarife nach Bremen anbietet als andere ähnlich weit entfernte Gebiete; eine Form dafür wäre das Bremerhafen als eine an Bremen angrenzende Zone gilt.
Was bringen Verkehrsverbünde?
Prinzipiell finde ich die Vetbünde gut.Ein Ticket für S-Bahn, Bimmel und Regiobus sind schon recht praktisch.
das ginge auch ohne Verbünde, mit bundesweiter Lösung.
Dann hättest du einen bundesweiten Verkehrsverbund und nicht keinen Verkehrsverbund.
stattdessen hast du irgendeinen Wabenquark, undurchschaubare Übergangstarife in andere Verbünde usw.
Es gibt ja auch Verbünde mit kilometerbasierter Abrechnung. Ich finde grundsätzlich das Konzept eines Flächenzonentarifs aber gar nicht so verkehrt - so gilt eine Jahreskarte nicht nur zur Arbeit ins Industriegebiet, sondern auch in die andere Richtung zum Vergnügen in die Stadt. Was ist daran Quark?
--
Weg mit dem 4744!
Sammelantwort: Verkehrs- / TARIF-verbünde
Die Frage lautete:
"Was bringen Verkehrsverbünde?"
Beantwortet wurde zumeist:
"Was bringen TARIF-verbünde?"
- einheitliche verkehrsunternehmens-unabhängige Tarifierung innerhalb eines Gebiets
Also:
"Was bringen Verkehrsverbünde?"
- Harmonisierung der Fahrplanung, Abschlussplanung, Netzgestaltung
- Aufbau von regionalem ÖPNV-Know-How
Bei populistischer Marginalisierung von Verkehrs- und Tarifverbünden mittels deutschlandweitem ÖPNV-Billigmonatsticket würde also das "Kind mit dem Bade ausgeschüttet": die verkehrsplanerisch strukturellen Rückschritte also billig in Kauf genommen...
Sammelantwort: Verkehrs- / TARIF-verbünde
Die Frage lautete:
"Was bringen Verkehrsverbünde?"Beantwortet wurde zumeist:
"Was bringen TARIF-verbünde?"
- einheitliche verkehrsunternehmens-unabhängige Tarifierung innerhalb eines Gebiets
Gefragt war dagegen offensichtlich: „Was bringen REGIONALE Verbünde?“, denn der OP hat ja eigentlich nicht den Gedanken der Verbünde an sich kritisiert, sondern die Tatsache, dass es so viele verschiedene davon gibt.
Was bringen Verkehrsverbünde?
Ein Landestarif fürs ganze Bundesland bzw. landesweiter Verkehrsverbund ist ja schon fast eher die Regel als die Ausnahme wenn es in 9 von 16 Fällen so ist.
Na, da gibt es einige
Sowas Ähnliches wolte ich auch grad schreiben.
Außerdem ..., was heißt denn 'Privatisierung' ? Die meisten sog. 'Privatbahnen' sind Töchter von ausländischen Staatsbahnen, mir fällt im Augenblick kein (größeres) EVU ein, die einem 'Privatmann' bzw. einer privaten Organisation im weitesten Sinne gehört.
Der Transdev-Konzern? National Express (oder zählt das im weiteren Sinne als "Staatsbahn")? Neuerdings die Eurobahn?
Viel
Das DEUTSCHE EINHEITSTICKET spart das durchforsten im Tarif/Wabendschungel der einzelnen Verkehrsverbünde nach dem richtigen Fahrschein und vermeidet Fehlentscheidungen bei der Ticketwahl. Die Leute wollen kostengünstig von A nach B gelangen und im Vorfeld keine Tarifregelwerke wälzen wollen. Konsequent einfach!