NL: 06.09 - 01.10 wieder 10-Minuten-Takt (Allgemeines Forum)
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 02.06.2010, 08:06 (vor 5859 Tagen)
bearbeitet von Oscar (NL), Mittwoch, 02.06.2010, 08:07
Hallo ICE-Fans,
von 6. September bis zum 1. Oktober 2010 findet wieder das ETMET statt (Elke Tien Minuten Een Trein)
In der Hauptverkehrszeit verkehren folgende Züge:
- IC 35 Schiphol-Eindhoven (wie jetzt)
- IC 30 Amsterdam-Nijmegen (wie jetzt)
- IC 8a Alkmaar-Eindhoven
- IC 8b Amsterdam-Maastricht/Heerlen
-> IC 8a + 8b + 30 = 10-Minutentakt Amsterdam-Utrecht
-> IC 8a + 8b + 35 = 10-Minutentakt Utrecht-Eindhoven
- S 60 Utrecht-Tiel
- S 160 Utrecht-Den Bosch-Breda
- S 260 Utrecht-Geldermalsen (extra)
-> 10-Minutentakt S-Bahn Utrecht-Geldermalsen (wahrscheinlich mit ET425NL gefahren)
Hinzu kommen noch 2 Güterzüge pro Stunde. Wenn die Züge nicht da sind, werden einzelne Dieselloks die Cargoschlangen simulieren.
Diesmal versucht man, folgendes herauszufinden:
1. Werden die Fahrgäste sich jetzt besser verteilen?
2. Kann man die Zeit, in der BÜ geschlossen sind, weiter einschränken?
3. Bleibt die Schallproduktion in den Grenzen?
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
NL: 06.09 - 01.10 wieder 10-Minuten-Takt
Alphorn (CH), Mittwoch, 02.06.2010, 23:21 (vor 5859 Tagen) @ Oscar (NL)
Erstaunlich. Bis die Schweiz auch nur 15-Minuten-Takt im Fernverkehr kriegt, vergehen noch 10 bis 20 Jahre. Allerdings haben wir hier natürlich auch eine geringere Bevölkerungsdichte.
Noch einige Fragen:
Ist der 10-Minuten-Takt exakt?
Was ist die längste Strecke, die im 10-Minuten-Takt bedient wird?
Gibt es zweispurige Strecken, welche von schnellen und langsamen Zügen geteilt werden? Wenn ja, hast Du einen Fahrplan für so ein Gebiet? Die langsamen Züge müssen ja mindestens 4 Minuten (zweimal die Zugfolgezeit, die ist wohl 2 Minuten?) rumstehen, um sich überholen zu lassen, und das in ziemlich kurzen Abständen.
Wann ist die Einführung geplant? Bisher waren ja soweit ich weiss alle Experimente erfolgreich, worauf wartet man noch?
NL: 06.09 - 01.10 wieder 10-Minuten-Takt (ETMET)
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 03.06.2010, 13:48 (vor 5858 Tagen) @ Alphorn (CH)
Hallo Alphorn (CH),
Erstaunlich. Bis die Schweiz auch nur 15-Minuten-Takt im Fernverkehr kriegt, vergehen noch 10 bis 20 Jahre. Allerdings haben wir hier natürlich auch eine geringere Bevölkerungsdichte.
1. Ein 15-Minutentakt ist auch schon nett. Der durchschnittliche Wartezeit ist nur (15-10)/2 = 2,5 Minute größer. Und ich bin mir sicher, Ihr kriegt Euren 15-Minutentakt auch schon hin. Vielleicht schon eher als 2020-2030. Man kann ja von uns lernen, genauso wie CH 1982 unser aus 1938 stammenden Konzept übernommen hat.
2. Es dauert noch ein bißchen, bevor der NL-10-Minutentakt Planbetrieb losgeht. Zielzeitrahmen ist 2020, also vergehen wohl noch 10 Jahre von zahlreichen Tests und Experimenten.
3. Der 10-Minutentakt ist selbstverständlich nicht landesweit. Auf Eindhoven-Venlo und Eindhoven-Sittard bleibt es auch 2020 bei IC und RB jeweils in Halbstundentakt. Was immerhin noch ein sehr nettes Angebot ist.
Ist der 10-Minuten-Takt exakt?
Das ist in der Testphase noch nicht möglich, weil man die Trassen der Züge der nicht-optimierten Strecken berücksichtigen muss. So verkehrt z.B. zwischen Den Bosch [1] und Eindhoven auch noch eine halbstündliche RB, die nicht im Testprogramm ist. Ein exakter 10-Minutentakt würde zu Trassenkonflikten führen.
In der Enddarstellung durfte es wohl eher ein 9-9-12 Takt werden, wobei in der 12-Minuten-Zeitspalte also halbstündlich Platz für einen Güterzug ist.
Dennoch erwarte ich, dass die vorgesehene Kundschaft Abfahrten um '01, '10, '19, '31, '40 und '49 annimmt, weil man dann kaum noch den Fahrplan zu beachten braucht.
ETMET ist vor allen dafür gedacht, das "fahrplanlose fahren" zu ermöglichen.
Was ist die längste Strecke, die im 10-Minuten-Takt bedient wird?
In der Testphase ist es Utrecht-Eindhoven = 83 km.
In der Enddarstellung ist es Amsterdam-Eindhoven = 122 km.
Auch IC Schiphol-Arnhem wird in 10 Minutentakt gefahren. 2 von 3 Linien verkehren weiter nach Nijmegen; die dritte Linie endet in Arnhem aber bietet dafür Anschluß zum IC 36 Zwolle-Arnhem-Nijmegen-Roosendaal. Diese Linie wird dann nicht mehr in Arnhem Zuid, Elst und Nijmegen Lent halten. Genannte Bahnhöfe werden dann mit S-Bahnen in 10-Minutentakt bedient.
Gibt es zweispurige Strecken, welche von schnellen und langsamen Zügen geteilt werden?
Im Moment ist das schon landesweit der Fall. Allerdings sind die Geschwindigkeitsunterschiede null: IC und RB fahren beide 140 km/h; nur die Anzahl der Halte ist unterschiedlich.
In der Testphase ist Utrecht-Geldermalsen immer noch zweigleisig. Hier sollen also 14 Züge pro Stunde und Richtung verkehren. Allerdings erhält die Strecke bei Geldermalsen zwischen 17.-22. Juli eine neue Brücke. Diese ist zuerst noch zweigleisig, bietet aber Platz für 4 Gleise.
In der Enddarstellung sollen die wichtigsten Engpässe behoben sein.
Das Herzstück, Schiphol-Amsterdam-Almere-Lelystad, soll komplett 4-6-spurig ausgebaut sein.
Teilabschnitte von Utrecht-Geldermalsen werden viergleisig, nördlich von Den Bosch entsteht eine niveaufreie Kreuzung, südlich von Den Bosch genauso.
Südlich von Utrecht kommt auch eine niveaufreie Kreuzung, damit Züge von/nach Eindhoven die Züge nach/von Nijmegen nicht mehr behindern.
In Arnhem wird August 2010 eine neue "Dive Under" gebaut, damit Züge von/nach Utrecht die Züge nach/von Nijmegen nicht mehr behindern (bei dieser 5-wochige Baustelle wird ICE International via Venlo umgeleitet).
Dennoch gibt es immer noch zweigleisige Abschnitte, wo entweder IC oder RB in 10-Minutentakt verkehren, z.B. Geldermalsen-Den Bosch. Man sieht vor, dass für 6 IC + 2 RB + 2 G einen viergleisigen Ausbau nicht nötig ist, zumal die beide Güterzüge kurz nach Geldermalsen auf die Betuweroute ausweichen sollen. Wahrscheinlich wird ein zusätzliches Überholgleis in Zaltbommel schon reichen.
Wenn ja, hast Du einen Fahrplan für so ein Gebiet?
Der ETMET-Fahrplan für Oktober ist noch nicht geplant worden.
Sobald ich mehr weiß, werde ich es hier posten.
Zudem werde ich hier meine Erfahrungen öfters posten, weil ich im genannten Zeitraum tagtäglich in der HVZ auf der Strecke unterwegs bin.
Die langsamen Züge müssen ja mindestens 4 Minuten (zweimal die Zugfolgezeit, die ist wohl 2 Minuten?) rumstehen, um sich überholen zu lassen, und das in ziemlich kurzen Abständen.
Heutige Abfahrten in Utrecht:
IC nach Eindhoven um '08, '23, '38 und '53
RB nach Geldermalsen um '13, '28, '43 und '58
Die ICs überholen die RB in Geldermalsen.
Im Testbetrieb werden die DD-AR und Schienenbananen auf spurtstarke ET425NL umgestellt und die Folgezeit von 5 auf 2 Minuten verringert. Dann soll der Zeitunterschied noch etwas kleiner werden und wird der 10-Minutentakt genau passen. Utrecht-Geldermalsen ist ja nur 24 km.
Ab 2012 ist in Houten (9 km von Utrecht) allerdings der Bahnhof schon viergleisig und entsteht eine neue Überholstelle. Wahrscheinlich wird der RB dann vor dem IC abfahren und in Houten überholt.
Wann ist die Einführung geplant?
Man erwartet 2020, vielleicht schon etwas eher.
Bisher waren ja soweit ich weiss alle Experimente erfolgreich, worauf wartet man noch?
Es gibt auch einige Nicht-Bahnaspekte, die man berücksichtigen muss.
Einige Bahnübergänge werden wohl sehr langer Zeit geschlossen sein, etwa 45 Minuten pro Stunde. Auch befürchten manche Gemeinden ein Übermaß an Schallproduktion.
Zudem muss auch einiges geopfert werden.
1. Der Fahrplan wird in festen Korridoren gestaltet. Das bedeutet, dass die Anzahl der Linien verringert, die Linien dafür aber öfter verkehren -> die Anzahl der Direktverbindungen wird kleiner.
Im Moment finden noch viele Linientausche statt, z.B. Eindhoven/Nijmegen - Utrecht - Amsterdam/Schiphol. Das soll 2020 Schluß sein: es wird Eindhoven - Utrecht - Amsterdam und Nijmegen - Utrecht - Schiphol.
Wer von Eindhoven (Nijmegen) nach Schiphol Airport (Amsterdam) reisen möchte, soll also immer in Utrecht umsteigen. Zwar ist das cross-platform, aber für Fluggäste nicht allzu angenehm.
2. Verschiedene Städte werden vom Fernverkehr abgehängt.
Im Moment hat Elst noch halbstündlich ein IC nach Zwolle und Roosendaal, ab 2020 nicht mehr.
Auch Driebergen-Zeist und Veenendaal De Klomp verlieren ihre Direktverbindungen mit Nijmegen und Ballungsraum Amsterdam. Jetzt bedienen ICs die beiden Bahnhöfe noch abwechselnd.
3. Der Busverkehr ist (noch) nicht auf den neuen Fahrplan abgestimmt worden.
Zwar wird Bahnhof Ede jede 10 Minuten bedient, aber die Busse zur gleich großen Partnerstadt Wageningen (Landwirschaftsuniversität) verkehren nicht im gleichen Takt.
gruß,
Oscar (NL).
[1] Den Bosch = 's Hertogenbosch
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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
NL: 06.09 - 01.10 wieder 10-Minuten-Takt (ETMET)
Alphorn (CH), Freitag, 04.06.2010, 00:07 (vor 5858 Tagen) @ Oscar (NL)
Man kann ja von uns lernen, genauso wie CH 1982 unser aus 1938 stammenden Konzept übernommen hat.
Der nationale Taktfahrplan war definitiv von den Niederlanden abgeschaut. Der spätere integrale Taktfahrplan war aber meines Wissens eine Schweizer Innovation.
Der 10-Minutentakt ist selbstverständlich nicht landesweit.
Genausowenig natürlich der 15'-Takt in der Schweiz. Bisher weiss ich's nur von Winterthur-Zürich-Bern-(Lausanne?) und von Zürich-Luzern.
In der Enddarstellung durfte es wohl eher ein 9-9-12 Takt werden
Schade. Ein sauberer 10-Minuten-Takt hätte den Vorteil einer hervorragenden Merkbarkeit: '01, '11, '21 und so weiter. Ich zumindest gehe auch bei einem solchen Takt noch gezielt zum Bahnhof - bis zu 9 Minuten warten ist mir zuviel.
Allerdings sind die Geschwindigkeitsunterschiede null: IC und RB fahren beide 140 km/h; nur die Anzahl der Halte ist unterschiedlich.
Das erklärt teilweise, wie man so viele Züge auf die Strecke bekommt: Relativ langsame IC und relativ schnelle (wenige Halte) RB. Zwischen Utrecht und S-Hertogenbosch hält der IC null mal, die RB aber auch nur zweimal. Das finde ich sehr wenig: Im Schnitt ein Halt pro 14 Minuten! Zum Vergleich: Eine typische Regionalbahn - hier S-Bahn genannt - in Zürich hält alle 4 Minuten (und muss daher auch spurtstark sein, alle schaffen 1.1 m/s² - Vergleich VIRM?). Vermutlich ist das ein Faktor für die bessere Akzeptanz der Bahn in der Schweiz: Kurzer Weg zum Bahnhof.
Im Testbetrieb werden die DD-AR und Schienenbananen auf spurtstarke ET425NL umgestellt und die Folgezeit von 5 auf 2 Minuten verringert.
Genauso hat übrigens der FLIRT angefangen: Die Stadtbahn Zug brauchte ein Gefährt, welches schnell genug beschleunigte, um viele Halte in den Lücken zwischen den habstündlichen ICs machen zu können. Und er schafft das: Auf dem nur zweispurigen Gleis hält er während 36 Minuten alle 2.5 Minuten, ohne sich überholen lassen zu müssen. Respektabel.
Einige Bahnübergänge werden wohl sehr langer Zeit geschlossen sein, etwa 45 Minuten pro Stunde. Auch befürchten manche Gemeinden ein Übermaß an Schallproduktion.
In der Schweiz sind die Hauptstrecken glaube ich frei von Bahnübergängen - dafür aber nicht durchgehend vierspurig.
Zudem muss auch einiges geopfert werden.
1. Der Fahrplan wird in festen Korridoren gestaltet. Das bedeutet, dass die Anzahl der Linien verringert, die Linien dafür aber öfter verkehren -> die Anzahl der Direktverbindungen wird kleiner.
Bei so kurzen Wartezeiten wohl ein akzeptabler Kompromiss. In St. Gallen gibt's übrigens in ein paar Jahren einen anti-ITF: Die Regionalbahn fährt im 15'-Takt, trifft zur "falschestmöglichen" Zeit ein (8' vor und 7' nach der Knotenzeit) und fährt sofort weiter. Solche Kontstrukte gehen erst mit gutem Takt, da bietet sich natürlich der 10'-Takt perfekt an.
Bedauerlich nur, dass man mit einem solchen Takt eigentlich gar keinen ITF mehr braucht :) Wobei das Zürcher Tramnetz, mit 7' oder 10'-Takt, immerhin noch 3 ITF-Knoten hat.
NL: 06.09 - 01.10 wieder 10-Minuten-Takt (ETMET)
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 04.06.2010, 08:36 (vor 5857 Tagen) @ Alphorn (CH)
Hallo Alphorn (CH),
In der Enddarstellung durfte es wohl eher ein 9-9-12 Takt werden
Schade. Ein sauberer 10-Minuten-Takt hätte den Vorteil einer hervorragenden Merkbarkeit: '01, '11, '21 und so weiter. Ich zumindest gehe auch bei einem solchen Takt noch gezielt zum Bahnhof - bis zu 9 Minuten warten ist mir zuviel.
Mit Biegen und Brechen hätte man vielleicht auch bei einem 10-10-10 Takt noch ein Güterzug hingekriegt, und zwar jede 10 Minuten, wenn man möchte.
Z.B.: Abfahrt IC '0, Abfahrt RB '2, Abfahrt GZ '4.
Aber dafür wären dann alle Reserven weg, und durfte in der Zeitspalte des Güterzuges der Anschluß nicht gewährleistet werden.
Zum Glück hat man bei uns einiges an Güterverkehr auf die Betuweroute (eine reine Güterbahn) verlagert. Im Jahre 2020 soll die Strecke voll in Betrieb sein und Güterzüge in 5-Minutentakt abfertigen können.
Aber dennoch fahren auch 2020 nicht alle Güterzüge über die Betuweroute; es gibt neben dem Güterverkehr Rotterdam-NRW auch noch Verkehre via Bad Bentheim und sogar via Nieuweschans. Auch via die Brabantroute (Rotterdam-Eindhoven-Venlo) fahren dann noch Güterzüge.
Amsterdam fertigt auch einiges an SGV ab; so wie es jetzt aussieht, werden die Züge dann bei Meteren die Betuweroute verlassen und ab Geldermalsen die 10-Minutentaktstrecke nach Amsterdam befahren.
Eine Verbesserung wäre ein Revival der Cargosprinter, damit man auch im Güterverkehr über eine spurtstarke Einheit verfügt. Allerdings dann als Elektrotriebwagen von 100-200 m Länge und für mindestens 140 km/h zugelassen. Via Venlo werden 2020 vor allem Lokalgüter für die Provinzen Limburg, Brabant und Zeeland kommen. Das sind aber relativ kleine Mengen, etwa 8-10 Wagen, und meistens Container.
Zudem befindet sich bei Valburg ein Containerterminal. Hier könnte man die für Amsterdam benötigten Container auf so einen Cargosprinter verladen.
Zwischen Utrecht und S-Hertogenbosch hält der IC null mal, die RB aber auch nur zweimal.
Utrecht Lunetten, Houten, Culemborg, Geldermalsen, Zaltbommel -> 5 Halte.
Hinzu kommt 2011 oder 2012 noch Houten Castellum.
Dennoch ist hier von einem Halt je 8-10 km die Rede. Ich weiß allerdings nicht, wo man an der Strecke noch zusätzliche Halte bauen sollte. Waardenburg (an der Waal, gegenüber Zaltbommel) wäre in Deutschland wohl Halt gewesen, Schalkwijk (zwischen Culemborg und Houten) auch, aber das sind solche kleinen Orte; zudem hat Schalkwijk schon halbstündlich Busse nach Utrecht.
Eine typische Regionalbahn - hier S-Bahn genannt - in Zürich hält alle 4 Minuten
Rundum Amsterdam, Den Haag und Rotterdam liegen die Halte auch dicht aufeinander. Almere hat alleine schon 5 Halte an einer Strecke; ein sechster Halt soll 2011/2012 in Betrieb gehen.
Allerdings gebe ich Dir recht, dass z.B. eine Stadt wie Eindhoven (200.000 Einwohner) nur 2 Bahnhöfe hat (dafür deren halb so große Satellitenstadt Helmond 4).
(und muss daher auch spurtstark sein, alle schaffen 1.1 m/s² - Vergleich VIRM?).
Der VIRM ist ein IC-Triebwagen und keine S-Bahn.
Für Regionalbahnen vergleiche ich lieber mit ET425NL und die haben etwa die gleichen Beschleunigungswerte.
Vermutlich ist das ein Faktor für die bessere Akzeptanz der Bahn in der Schweiz: Kurzer Weg zum Bahnhof.
In CH durften die Einwohner mehr verstreut sein als bei uns.
In NL hielten in den 50ern/60ern z.B. auf der Strecke Eindhoven-Venlo mal Züge in Dörfern wie Griendtsveen und America (damals etwa je 1500-2000 Einwohner). Seit der "Automobilisierung" hat man die Halte Anfang 70er aufgegeben.
Nachtrag zu den Korridoren: in NL würde beim alljährlichen Fahrgastzuwachs von 4% ein 15-Minutentakt mit 12-Wagen-IC-Dostos auf Hauptstrecken nicht mehr reichen.
Als hätte man die Wahl:
1. längere Züge: diese Maßnahme erfordert Bahnsteigverlängerung 320 m -> 400 m.
2. alles Doppelstock: das ist schon irgendwie vorgesehen; wenn die ICM-Triebwagen ausgedient haben, werden wohl neue (und diesmal echte [1]) IC-Dostotriebwagen kommen.
3. Sitze enger stellen: diese Option wurde niemals ernst genommen.
4. Verdichtung auf 10'-Takt: diese wäre nur zuverlässig möglich, wenn man auf ständige Linienaustausche verzichten würde. Dadurch verringern sich die Zugkreuzungen und daher die Verspätungschancen.
gruß,
Oscar (NL).
[1] die VIRM waren eigentlich als IR-Triebwagen gedacht: Verlängertes InterRegio Material.
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Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.