Die Schweiz bewandert - einige Eindrücke von der Reise (Reiseberichte)
Eins vorweg: ich habe dieses Mal die Entscheidung getroffen, diesen Bericht ohne Bilder zu beschreiben. Klar habe ich einige Bilder geschossen, die durchaus schön wären. Vielleicht hänge ich das irgendwann auch an, aber für mich waren die Eindrücke, die sich nicht in Bildern beschreiben lassen, interessanter.
Nun, auf zum Abenteuer!
Präludium
Am Nachmittag geht es nach letzten Einkäufen im Auhof Center in Wien zum Wiener Hauptbahnhof. Die Fahrt in der S80 war dabei wenig ergiebig; pünktlich war sie, doch trübte das Erlebnis ein Fahrgast, der stark alkoholisiert eine Bierdose auf dem Boden verschüttet - ein Wechsel des Zugteils in der Baureihe 4746 der ÖBB, produziert von Siemens Mobility, war notwendig.
Doch wusste ich es besser, als dieses Erlebnis für in irgendeiner Weise relevant in meiner langjährigen Reiseerfahrung zu bemessen; ich erlebe sowas zu selten, um mich dafür zu interessieren.
Stattdessen begebe ich mich in die Lounge. Mehrere Tische waren abgebaut, warum auch immer. Ich konnte dennoch die Wartezeit sehr gut mit Snacks und Getränken überbrücken. Das Ambiente gefällt, es ist jedes Mal eine Freude, dort zu verweilen. Die Impressionen österreichischer Landschaften an den Wänden finde ich ja jedes Mal von neuem inspirierend.
1. Akt - im Nachtsprung nach Milano
Doch ist eine Wartezeit auch irgendwann vorbei, es geht im leicht verspäteten Nightjet nach Milano Porta Garibaldi. Ich war nicht alleine und konnte meinem Abteilgenossen helfen, sich zurechtzufinden - er kommt aus China und studiert in Italien (so habe ich es verstanden) und da war Google Translate eine ziemlich gute Hilfe.
Die Reise im ziemlich engen Schlafwagen war spannend. Mein Gepäck, ein Wanderrucksack, fand gerade so Platz, das Bett hatte genug Komfort für mich, die Laufruhe war sehr angenehm.
Aber in so beengten Verhältnissen zu schlafen ist definitiv ein Erlebnis. In meinem Zelt auf dem Feld fühlte es sich in den späteren Tagen irgendwie geräumiger an.
Morgens beschloss ich, bis Porta Garibaldi durchzufahren. Lambrate sah einfach zu hässlich für mich aus von den Bahnsteigen her.
Angekommen, beschloss ich, die U-Bahn dort zu erkunden. Ich stelle schnell fest, dass diese ganz ok ist... aber ich wusste bis dato gar nicht, dass es noch unkomfortabler als in Wien geht.
Letztlich bin ich nur ein paar Stationen hin gefahren, hab die Stadt soweit erkundet, wie es in anderthalb Stunden halt möglich ist und dann mir noch flugs am Automaten das Ticket nach Chiasso gelöst, um von dort mit der SBB-Tageskarte weiterzukommen.
2. Akt - TILO und Twindexx
Mit dem RE80 ging's an meinen Zwischenstopp im Tessin. Ich musste feststellen, dass österreichische Provider richtig furchtbar sind, wenn es um Roaming in die Schweiz geht. Warum können deutsche Mobilfunkprovider die Schweiz in ihren Tarifen inkludieren, östereichische jedoch nicht? Und die selbe Frage wie vor einigen Jahren erneut:
Wer bitteschön soll diese Roaming-Tarife sich bitteschön sinnvoll leisten? 1 MB ist sehr schnell verbraucht, 3 MB und ich bin frickin' 30€ los. Mitten in Europa!
Auch fällt auf, es gibt gar keine Steckdosen im FLIRT3, der durchaus längere Strecken überwindet. WLAN - das ist überall sonstwo ein absoluter Standard - gibt's halt auch nicht, ist ja die Schweiz. Die sind sich zu schön dafür. Komisch aber, dass Postauto dann doch WLAN hat. Genug aber davon, ich würde halt echt gerne wissen, wieso man es sich nicht antun will, irgendein WLAN anzubieten, was in der Regel doch auch gut funktioniert. Schweizer Perfektionismus in allen Ehren, aber das verstehe ich als Halbschweizer nun doch nicht.
3. Akt - Twindexx revisited
Vor Jahren war meine Erfahrung im Twindexx eher... durchwachsen. Nun konnte ich die InterRegio-Version sowohl auf der Hin- als auch der Rückfahrt erleben. In beiden Fällen ließ die Klimaanlage mehr als zu Wünschen übrig. Es war eher stickig. Beim letzten Mal gab es einen Aufkleber "Klimaanlage defekt" - selbstverständlich in den 3 der vier Amtssprachen, sowie Englisch.
Irgendetwas tat die Klimaanlage trotzdem.
Dafür ging es mit bis zu 200 km/h durch den Gotthard-Basistunnel. Ich muss sagen, der Twindexx ist grundsätzlich ein solides Fahrzeug, die Ausstattung ist ziemlich gut, am Komfort habe ich nichts auszusetzen. Die Laufruhe ist halt bei 200 km/h das, was man bei einem Leichtbautriebzug im Oberdeck zu erwarten hat.
Ich rede von der zweiten Klasse. Ich habe in keinem Fall ein Elvetino bekommen. Vielleicht auch gut so, wenn ich letztlich Gruppe die ganze Woche über mit Schoggi, Ovomaltine und Rivella versorge ;)
Ich war jedenfalls ziemlich begeistert davon, wie man trotz verspäteter Ankunft den Anschluss in Arth Goldau schaffte.
4. Akt - Traverso
Eigentlich wäre mein Anschluss nicht zu schaffen, doch hat er gewartet. Es war ein IR, mit dem es nach Rapperswil ging. Oder wie ich sagen würde Rappers will. Die Reise im Traverso war ziemlich angenehm. Die Eindrücke eben das, was man von der Schweiz erwartet. Der Komfort ziemlich gut, das Ambiente eben das, was man von einer gepflegten Fahrt im InterRegio in der Schweiz erwartet. Alles in allem eine schöne Sache, was die SOB beschafft hat.
In Rapperswil kam man pünktlich an und konnte bequem den planmäßig nicht vorgesehenen 3-Minuten-Anschluss auf einen Bus, der mich zum Treffpunkt bringen sollte, erreichen. Ich war der erste, der dort war, erst nach der vereinbarten Ankunftszeit trudelte der Rest ein. Sind halt keine Schweizer, mit denen ich wandern würde.
5. Akt - Miniatur Schweizerland
Auf der Wanderung letztlich erlebte ich viele schöne Dinge. Als stets Lernender konnte ich zum siebten Mal bereits etwas interessantes dazu lernen, meinen Charakter stärken. Und was begleitete uns dabei so ziemlich jeden Tag? Selbstverständlich die Bahn! Sie war einfach überall, an Orten, wo man sie möglicherweise gar nicht erwartet, auf eine Weise, wie man sie eher in einer Modellbahnanlage vorfindet. Das Bahnnetz der Schweiz ist nicht nur dicht, sondern auch dicht frequentiert. Dito der Bus. Es ist erstaunlich, wo es überall auch Fernverkehr gibt.
Sehr oft konnte ich vor allem Traversos und Girunos sowie viele FLIRTs sehen. Aber einmal auch eine klassische Reisezugwagenkomposition. Tag, für Tag, Nacht für Nacht erlebt man ein Panorama, wo die Bahn nicht weit ist und wie ein gut geschmiertes Zahnrad das Uhrwerk der Region am Laufen hält.
Gleichzeitig sieht man, dass die Schweizer auch sich mit Autobahnen befasst haben. In einer spannenden Art sogar. Weil die Autobahnen recht spät kamen, wurden sie über gewachsene Ortsstrukturen hinweg auf Stelzen teils gebaut. Es ist erstaunlich, dass ein Land wie die Schweiz keine Samthandschuhe anzieht, wenn es darum geht, mit Autobahnen die Landschaft zu zerschneiden. Die Gotthard-Autobahn wäre so ziemlich das prominenteste Beispiel, wo sie sich gerne mal in direkter Nachbarschaft zu einem historischen Ortskern befindet.
Mir war jedenfalls klar, dass man in der Schweiz in der Regel keinen Fahrplan braucht. Egal wo, die Wahrscheinlichkeit, in relativ kurzer Zeit eine Verbindung zu kriegen, ist sehr hoch.
6. Akt - Nach Hause
Auf der Rückfahrt konnte ich in der S5 der ZB von Sachseln nach Luzern fahren. Auch wenn es nicht absolut notwendig war, wurde ich dann doch von Flüeli her zum Bahnhof gebracht. Am Sonntag ist der Takt in Flüeli-Ranft nicht 100% ideal, da es sich um einen Stundentakt mit Taktlücken handelt. Und diese Taktlücken befinden sich genau zu der Zeit, zu der ich den Bus gerne genommen hätte.
Aber das macht nichts, denn an Bord eines Triebwagens, der genauso klingt wie eine bestimmte Generation der Baureihe 423, die ich in München antraf, gab es für Reisende der zweiten Klasse einen ganzen Panoramawagen mit einer unbeschreiblich schönen Aussicht. In einer S-Bahn wohlgemerkt. Die Schweiz hat ein Panorama und die Bahnen machen was draus. Fantastisch.
In Luzern konnte man die Umsteigezeit für einen kurzen Spaziergang nutzen, das war schon reizend. Wozu sonst hat man denn auch einen Wanderrucksack als Reisegepäck? ;)
Von Luzern nach Zürich habe ich nun eben den Twindexx wieder erlebt. Wie erwähnt war hier die Klimaanlage als defekt deklariert worden. Ich bekam dann auch mit, dass es an den Toiletten gehapert hat.
Für mich war es genug, die 41 Minuten Fahrt waren ziemlich schnell um, die 50 Minuten Umsteigezeit in Zürich verbrachte ich ebenso mit einem Spaziergang, der leider nur ein Stück entlang der Limmat führte und dann in einen kurzen Einkauf - Rivella krieg ich nicht in Wien - reichte.
Für den Abschnitt bis Buchs habe ich eine Fahrkarte der zweiten Klasse gehabt. Diese nutzte ich dazu, um im Speisewagen mein Mittagessen einzunehmen und dann herauszufinden, dass meine Konstellation an Fahrkarten
1 Fahrkarte Sachseln - Buchs
1 Klimaticket
1 Aufpreis 1. Klasse
1 VorteilsCard (wegen der 50% Ermäßigung auf den Aufpreis)
1 Reservierung Business-Klasse
was ich alles in analoger Form präsentiert habe - nicht einmal das Verrückteste war, was es bei der Fahrkartenkontrolle gab. Anscheinend befand sich im Speisewagen eine erhöhte Konzentration an Spezialfällen. Jedenfalls konnte man nun auch einer Person aus der Schweiz das österreischische Klimaticket näherbringen.
In Buchs wechselte nicht nur Fahrtrichtung, sondern auch ich den Wagen. Bereits in Zürich habe ich meine Sachen in mein Abteil gestellt und konnte so gleich mich für die nächsten 7 Stunden gemütlich machen.
Es ist nun bald 21 Uhr und ich muss sagen, nach über 5 Stunden Fahrt mit kaum Aufstehen kann ich die Business-Klasse einfach nur weiterempfehlen. Nach der langen Wanderung ist das genau die Erholung, die man braucht, um morgen wieder frisch in der Arbeit zu starten.
Und ganz ehrlich? Ich bin froh, dass das Flugzeug für mich gar keine Option war (andere hätten das sehr wohl genommen... oder eben das Auto). Ich war zwar natürlich für mich alleine, aber selbst jetzt, wo ich diese Zeilen tippe, während es draußen dunkel ist und regnet und man mit 100 km/h durch die unsichtbare Landschaft braust, gibt es so ein Reisegefühl, so ein Erlebnis, was man nicht so leicht nachahmen kann.
Es ist das Gefühl, einen Teil seines Lebens in Bewegung zu verbringen, in ziemlicher Geborgenheit ob der Klasse. Man kann seine Gedanken schweifen lassen, muss nicht viel denken, kann an sich einen ganz normalen Tag haben, sich im Bad noch die Zähne putzen, rasieren, wenn man mag... vielleicht was arbeiten.
Oder... einfach nur draußen schauenm, wenn mal was los ist und man diese gelben Lichter etwa von einem Rangierbahnhof sieht. Die Spiegelungen an den Güterwagen, die Stationsschilder und hell erleuchteten Bahnsteige von Attnang-Puchheim, die erleuchteten Lichter an den Häusern entlang der Strecke, die vorbeibrausenden Züge...
...und man könnte selbst dann völlig in den Genuss kommen, wenn man die Augen verbunden bekäme. Diese Rollgeräusche, das Rauschen der Klimaanlage, der hörbare Fahrtwind bei hohen Geschwindigkeiten... die Vibrationen, die sich leicht auf den luftgefederten Wagen bei 160 km/h verteilen. Ein Stück weit ist es eine andere Form dessen, was ich auf der Wanderung erlebte. Ein gewisses Auskuppeln aus dem Alltag, aus der Welt da draußen, hin in eine kleine Welt, in der man vieles entdecken kann, nicht daran denken muss, was gibt's jetzt neues, warum ist die Queen gestorben, einfach nur ich, mein Zug, mein Sitz, meine Zeit, meine Gedanken... wenn man es kann, kann es sich lohnen, die längere Reisezeit als Vorteil zu sehen.
Wir leben doch in einer Welt, in der ständig was los ist, haben immer wieder was um die Ohren und verbringen das Leben oft stationär, ohne Bewegung, ohne ausbrechen zu können. Wie schön ist es doch, eine längere Zeit in Bewegung zu verbringen und dabei völlig entspannen zu können, diese Ruhe in der teils bis zu 230 km/h schnellen Bewegung zu gönnen?
Was ich jedenfalls mitnehme soweit und ich hoffe, es kommt jetzt nichts dazwischen auf der letzten Etappe, dass die Business-Klasse schlicht ein No-Brainer ist auf langen Strecken, die man alleine absolviert. Gerade mit Klimaticket. Ich bin eigentlich gespannt, ob das Klimaticket am Ende noch die Nachfrage in den höheren Klassen steigern kann. Nun kann man sich eher die Business-Klasse leisten, die Schwelle für Besitzer des Klimatickets sowie der VorteilsCard ist teils sehr gering geworden. Früher hätte ich mir jedenfalls nicht einfach mal beim Einstieg in den vollen Zug adhoc einen Klassenwechsel in die erste Klasse gegönnt.
Ich hab nicht einmal eine Ahnung, was in der zweiten Klasse los ist. In Zürich war sie jedenfalls ziemlich gut frequentiert.
Achja.
Gruß an Blaschke
Die Bahn in der Schweiz ist so ausgeklügelt, es gibt dort automatische Ansagen und Anzeigen, wenn eine Frequenzerhebung - in dem Fall durch das Personal des EVU selbst - ansteht. Die Instruktionen werden bereits bekanntgegeben, bevor der Frequenzerheber diese selbst erklären muss.
--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Schrecklich ...
Huhu.
Achja.
Gruß an Blaschke
Die Bahn in der Schweiz ist so ausgeklügelt, es gibt dort automatische Ansagen und Anzeigen, wenn eine Frequenzerhebung - in dem Fall durch das Personal des EVU selbst - ansteht. Die Instruktionen werden bereits bekanntgegeben, bevor der Frequenzerheber diese selbst erklären muss.
Schlimm. Das würde mich ja schon meiner individuellen Begrüßung berauben. Und bestimmt geht das da alles ganz sachlich, streng nach Vorschrift kurz, knapp, prägnant vonstatten. Mich schaudert's förmlich dabei.
Wir hatten heute wieder Spaß. In der NWB-Bimmel nach Bad Zwischenahn. Einem Pärchen und einer Gruppe konnte ich noch Gutes tun: die hatten für die Fahrt von Bremen bis Bad Zwischenahn nämlich jeweils ein Niedersachsenticket gekauft. Das hinterfragte ich - und es stellte sich heraus, dass sie gar nichts von der VBN-Verbund-Tageskarte wußten, die viel günstiger ist. Bzw sie sich fragten, ob die denn im Bus zum Bf auch gültig ist. In der Schweiz gäbe es so viele Möglichkeiten sicher gar nicht erst - und wenn, würde man mich da bestimmt dann belehren, dass man schon wisse, was man tue und ich mir darüber nicht den Kopf zerbrechen muss. Brrrr. Schüttelfrost bekomme ich.
In der Hasenbahn-NWB Bremen Osnabrück traf ich 2 Damen auf dem Rückweg von Hamburg. "Ach, Sie schon wieder! Sie haben uns doch erst gestern befragt!" Ich schämte mich: Weil ich ihre Daten natürlich vergessen hatte. Aber da sie meine Art des Umgangs mit Menschen, Kunden, Bahnfahrern als sehr gut und vorbildlich empfanden, ließen sie das durchgehen und erteilten mir Absolution.
Und auch sonst hatten wir wieder viel Freude und angenehme Gespräche. Ein Pärchen mußten Schaffner und ich noch trösten. Auto gecrasht; Schrott. Und sie mußten jetzt nach Wuppertal. Ohne eine Ahnung zu haben, wo sie gerade sind und wie es weitergeht.
Und es fand sich wieder jemand mit Semesterticket NRW, welcher vom Norden zurück zum Studienort in NRW wollte und für den niedersächsischen Teil der Fahrt ein Ticket mit BC 50 kaufte - bis Osnabrück. Wo doch Halen ausgereicht hätte, was eine Preisstufe erspart. Freute sich auch.
Dass es in der Schweiz so zuginge - eine Mischung aus Anachronismus, Chaos, deutscher Ordnung und Vorschriften, Tarifirr- und -wahnsinn -, nein, das kann ich mir nicht vorstellen. Und so unterhaltsam ist es bestimmt auch nicht.
Alles anders da. Ich sage nicht "unfreundlich", weil das falsch wäre und auch nicht treffen würde. Aber so eine gewisse Distanzierheit, Bräsigkeit im Sinne von Gefühlslosigkeit verbunden mit einem Schuß Überlegenheits- und Arroganzgehabe. Herzlichkeit ist nicht das, was das Volk da auszeichnet. Das sind Geschäftemacher; Moral spielt noch sehr viel weniger eine Rolle als anderswo. Und auch so Schweizer Schaffner ... - nee ... Fahr mal anschließend direkt in die Niederlande - dann verstehst du den Unterschied und was ich meine, sich aber schwer erklären läßt.
Nein, so wie das hier ist, ist das schon in Ordnung!
Nächste Woche nehme ich mir trotzdem wieder eine Erhebungsauszeit. Muss sein. Ich will nicht wie all die hier vertretenen Schaffner abdrehen - also nicht so; abgedreht bin ich schon lange.
Wobei: die Nordwestbahn sucht auch am Standort Osnabrück gerade Zugbegleiter. Hm. Ob ich da mal ... Wobei ein Mitarbeiter von denen hier auch vertreten ist - da besteht jetzt Infarktgefahr ... Aber: als ich mir die Rippen brach, als ich stürzte, weil ich den Bengel schnappen wollte, der der Schaffnerin die Getränkedose ins Gesicht warf, interessierte das die NWB nicht wirklich. Meine Daten hatten sie. Sonst hätte die Polizei sie ja nicht - morgen früh muss ich da übrigens hin; Identifizierung, Zeugenaussage und so. Da hätte ich als NWB mich ja wenigstens mal kurz gemeldet und mich erkundigt und freundliche Grüße ausgerichtet. Aber es kam nun nichts. Sowas sagt einiges über die Firma und den Umgang mit dem Fußvolk aus. Man war da allerdings nicht allein. Das interessierte auch sonst keinen und die Haltung war eher: was mischt der Wichtigtuer sich auch wieder ein?; ist ja niemand gestorben und Verspätung gab es auch keine deswegen.
Na ja, was ich sagen wollte: werde ich mich dann wohl nicht bewerben ... ;-). Aufatmen beim Forenkollegen. Aber da entgeht der NWB mehr als mir. Und ich sehe ja auch das generelle Problem ein: wer in der Plüschetage will schon selbstbewußtes Fußvolk, was auch noch Ahnung hat und die Dinge überblickt und vor allem mitdenkt. Nachher kommt so einer noch auf die Idee, selbst in die Plüschetage zu wollen; Konkurrenz also. Die Gefahr besteht bei mir zwar nicht (allein schon, wenn dann hier im Forum ewig wer meine Großtaten bekritteln würde ...), aber man weiß ja nie - altes Motto der Eisenbahn: immer zur sicheren Seite hin. Und ins Peter-System passe ich auch nicht bzw will da auch nicht rein.
Ach herrlich. Ich bin wieder ins Sabbeln gekommen. Du auch. Da ist das hier wieder eine "Sternstunde" für das restliche Forum (wenn sie jetzt heimlich doch wieder mitgelesen haben) *SCNR*
Schöne Grüße von jörg
Schrecklich?
Huhu.
Salü!
Schlimm. Das würde mich ja schon meiner individuellen Begrüßung berauben. Und bestimmt geht das da alles ganz sachlich, streng nach Vorschrift kurz, knapp, prägnant vonstatten. Mich schaudert's förmlich dabei.
In meinem Fall hat der Kontrolleur im IR zwischen Luzern und Zürich nur die Details von der Fahrkarte eingetippt. Hab noch von mir aus gesagt, dass ich weiter nach Wien fahren würde, was er schmunzelnd zur Kenntnis nahm.
Ihm war anscheinend die am Automaten (ich war verzückt, dass die Geschenkkarte wie eine Bankkarte gelesen werden konnte) erworbene Fahrkarte genug von den Angaben her.
Wir hatten heute wieder Spaß. In der NWB-Bimmel nach Bad Zwischenahn. Einem Pärchen und einer Gruppe konnte ich noch Gutes tun: die hatten für die Fahrt von Bremen bis Bad Zwischenahn nämlich jeweils ein Niedersachsenticket gekauft. Das hinterfragte ich - und es stellte sich heraus, dass sie gar nichts von der VBN-Verbund-Tageskarte wußten, die viel günstiger ist. Bzw sie sich fragten, ob die denn im Bus zum Bf auch gültig ist. In der Schweiz gäbe es so viele Möglichkeiten sicher gar nicht erst - und wenn, würde man mich da bestimmt dann belehren, dass man schon wisse, was man tue und ich mir darüber nicht den Kopf zerbrechen muss. Brrrr. Schüttelfrost bekomme ich.
Bei Touristen könntest du vielleicht helfen. Ob jeder die SBB-Tageskarte kennt? Gerade Deutsche müssen sich vielleicht mit dem relativ leichten Tarif erst einmal zurecht finden können. Kein Fernverkehrstarif, kein „gilt das auch im Bus“?
Richtig grausig wäre das noch mit Fairtiq. Du wischst im Handy einmal nach rechts und hast einfach immer die korrekte Fahrkarte. Egal ob in Bus oder Bahn.
In der Hasenbahn-NWB Bremen Osnabrück traf ich 2 Damen auf dem Rückweg von Hamburg. "Ach, Sie schon wieder! Sie haben uns doch erst gestern befragt!" Ich schämte mich: Weil ich ihre Daten natürlich vergessen hatte. Aber da sie meine Art des Umgangs mit Menschen, Kunden, Bahnfahrern als sehr gut und vorbildlich empfanden, ließen sie das durchgehen und erteilten mir Absolution.
Awww
Und auch sonst hatten wir wieder viel Freude und angenehme Gespräche. Ein Pärchen mußten Schaffner und ich noch trösten. Auto gecrasht; Schrott. Und sie mußten jetzt nach Wuppertal. Ohne eine Ahnung zu haben, wo sie gerade sind und wie es weitergeht.
Es gibt doch Monitore, die sagen wo man ist…
Dass es in der Schweiz so zuginge - eine Mischung aus Anachronismus, Chaos, deutscher Ordnung und Vorschriften, Tarifirr- und -wahnsinn -, nein, das kann ich mir nicht vorstellen. Und so unterhaltsam ist es bestimmt auch nicht.
Seit Ewigkeiten gibt es einen Tarifverbund für alles. Da ist es schwierig, ein Wirrwarr zu erzeugen.
Alles anders da. Ich sage nicht "unfreundlich", weil das falsch wäre und auch nicht treffen würde. Aber so eine gewisse Distanzierheit, Bräsigkeit im Sinne von Gefühlslosigkeit verbunden mit einem Schuß Überlegenheits- und Arroganzgehabe.
Hängt von der Region ab.
Herzlichkeit ist nicht das, was das Volk da auszeichnet. Das sind Geschäftemacher; Moral spielt noch sehr viel weniger eine Rolle als anderswo.
Du, das kann auch anders sein. Es gibt ja nicht nur die Nordostschweiz, sondern auch das Tessin, die Romandie, Graubünden…
Würd da nicht alle über einen Kamm scheren. Vor allem, was für ein Volk, sind doch alles Eidgenossen ;-)
Und auch so Schweizer Schaffner ... - nee ... Fahr mal anschließend direkt in die Niederlande - dann verstehst du den Unterschied und was ich meine, sich aber schwer erklären läßt.
Ich meine, ich seh den Unterschied schon, wenn ich in Zürich in den Railjet einsteige und der Schaffner von den ÖBB ist.
Nein, so wie das hier ist, ist das schon in Ordnung!
Ich weiß nicht, manchmal hab ich das Gefühl, ich passe gut hin in die Schweiz.
Nächste Woche nehme ich mir trotzdem wieder eine Erhebungsauszeit. Muss sein. Ich will nicht wie all die hier vertretenen Schaffner abdrehen - also nicht so; abgedreht bin ich schon lange.
Muss ja nicht negativ sein.
Wobei: die Nordwestbahn sucht auch am Standort Osnabrück gerade Zugbegleiter. Hm. Ob ich da mal ... Wobei ein Mitarbeiter von denen hier auch vertreten ist - da besteht jetzt Infarktgefahr ... Aber: als ich mir die Rippen brach, als ich stürzte, weil ich den Bengel schnappen wollte, der der Schaffnerin die Getränkedose ins Gesicht warf, interessierte das die NWB nicht wirklich. Meine Daten hatten sie. Sonst hätte die Polizei sie ja nicht - morgen früh muss ich da übrigens hin; Identifizierung, Zeugenaussage und so. Da hätte ich als NWB mich ja wenigstens mal kurz gemeldet und mich erkundigt und freundliche Grüße ausgerichtet. Aber es kam nun nichts. Sowas sagt einiges über die Firma und den Umgang mit dem Fußvolk aus. Man war da allerdings nicht allein. Das interessierte auch sonst keinen und die Haltung war eher: was mischt der Wichtigtuer sich auch wieder ein?; ist ja niemand gestorben und Verspätung gab es auch keine deswegen.
Schon arg…
Na ja, was ich sagen wollte: werde ich mich dann wohl nicht bewerben ... ;-). Aufatmen beim Forenkollegen. Aber da entgeht der NWB mehr als mir. Und ich sehe ja auch das generelle Problem ein: wer in der Plüschetage will schon selbstbewußtes Fußvolk, was auch noch Ahnung hat und die Dinge überblickt und vor allem mitdenkt.
Bei aller Polemik wird man da sicher einen Benefit draus ziehen. Dir müsste man schonmal nichts erklären.
Nachher kommt so einer noch auf die Idee, selbst in die Plüschetage zu wollen; Konkurrenz also. Die Gefahr besteht bei mir zwar nicht (allein schon, wenn dann hier im Forum ewig wer meine Großtaten bekritteln würde ...), aber man weiß ja nie - altes Motto der Eisenbahn: immer zur sicheren Seite hin. Und ins Peter-System passe ich auch nicht bzw will da auch nicht rein.
Was isn Peter-System?
Ach herrlich. Ich bin wieder ins Sabbeln gekommen. Du auch. Da ist das hier wieder eine "Sternstunde" für das restliche Forum (wenn sie jetzt heimlich doch wieder mitgelesen haben) *SCNR*
Mal schauen, ob sonstwer was zu bemerken hat.
Schöne Grüße von jörg
LG
J-C
--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Schweiz und Roaming
Die Schweiz ist nicht Teil der EU und auch nicht des Europäischen Wirtschaftsraum EWR (wie Island, Norwegen oder Lichtenstein) und deshalb nicht Teil des EU-Roaming.
Mobilfunkanbieter dürfen selber Entscheiden ob sie den "Gratis" Roaming auch auf die Schweiz anwenden oder nicht. Gleiches Gilt auch für UK, nach dem Brexit gilt es dort nicht mehr, aber die Meisten Mobilfunkanbieter in Europa haben es noch Inkludiert.
Muss ja nicht immer gleich Plüschetage sein
Moin Jörg!
Der VBN sucht Verstärkung für seine Serviceauskunft. Wenn ich deine Stories hier immer so lese, die VBN-Kundschaft würde sicherlich hocherfreut sein, dich am Rohr zu haben.
Grüße
141 055
Schrecklich?
Richtig grausig wäre das noch mit Fairtiq. Du wischst im Handy einmal nach rechts und hast einfach immer die korrekte Fahrkarte. Egal ob in Bus oder Bahn.
Die ÖBB versuchen ja auch grad, faire Tickets an den Mann zu kriegen ("SimplyGo!"). Ist aber aktuell nur ne Beta-Version, und kann nur ÖBB- und Verbund-Standardtickets oder Tageskarten. Interessanterweise aber auch z.B. bis Breclav oder Hegyeshalom.
Geregelt im Punkt D.9 der Tarifbestimmungen der ÖBB.
Schweiz und Roaming
Aber erklär du mir, für wen es kein Problem ist, 30€ für 3 MB zu zahlen.
--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Schweiz und Roaming
Wie jetzt, ich dachte im Mobilfunkwunderland Österreich ist alles so perfekt und billig, gibt es da kein kostenloses Roaming mit der Schweiz? Da wird immer sehr über Deutschland gelacht, und auf einmal doch gejammert weil es in der Tat in manchen Tarifen der Telekom oder auch Vodafone dabei ist.
Erklärt mir das mal, das muss ich verstehen...:)
Schweiz und Roaming
Salopp formuliert: Für alle, die dieselben Tarifkonditionen wie du haben. Muss man ja nicht in Anspruch nehmen. Dafür ist der Tarif bestimmt günstiger als welche mit Schweiz. In Deutschland hat auf ersten Blick dies nur die Telekom inklusive, Vodafone und O2 nicht.
Schweiz und Roaming
Das habe ich dazu gefunden: Roaming
Schweiz und Roaming
Aber erklär du mir, für wen es kein Problem ist, 30€ für 3 MB zu zahlen.
In der Tat, ist das echt Teuer.
Ich kann die Situation in Italien zeigen, wo nur ein Mobilfunkanbieter die Schweiz inkludiert hat, nämlich ein Billiganbieter Fastweb. Dieser auch nur, weil die Muttergesellschaft die Swisscom ist. Bei den anderen Anbieter, zahlt man 3€/Tag für ein Paket mit 500MB bis 1GB oder ca. 0,10€/MB bis 0,30€/MB.
P.S. EU/EWR-Roaming gilt in den EU-Staaten und EWR-Staaten. Außer UK und CH, muss man aufpassen in Monaco. Dort gilt es bei den meisten Mobilfunkanbietern nicht.
P.P.S. Ich zahle Monatlich für Unlimitierte Minuten und SMS und 50 GB in 5G, 5,95€. Hab grad bei Swisscom kurz nachgeschaut, das billigste Abo kostet 49,90 CHF. Als Schweizer würde ich mich dumm fühlen.
Frage zu Schweiz und Roaming
Hallo,
Jetzt frage ich als jemand mit Deutschem Smartfon:
Welcher deutsche Tarif schließt Datenroaming mit der CH ein und ist günstig?
Bei der Deutschen Telekom und den Wiederverkäufern finde ich keinen Günstigen, der mir Datenroaming für ein paar Tage in der CH für < 10 € anbietet?
Aber vielleicht habt Ihr gute Tipps...
Buen viaje ... Kristian
P.S. Als Hinweis für Reisende am Mittelmeer: bitte Roaming in Monaco und Monte Carlo abstellen, für das Land Monaco gilt für viele Anbieter der teuerste Welt Tarif
Schweiz und Roaming
P.P.S. Ich zahle Monatlich für Unlimitierte Minuten und SMS und 50 GB in 5G, 5,95€
Möchtest Du uns verraten, wer das anbietet? :-)
Frage zu Schweiz und Roaming
Hi,
ich nutze einen Tarif des folgenden Anbieters:
Immer, wenn es in die Schweiz gehen soll, bucht man das "Europa-Paket" dazu durch Aktivieren der Tarifoption (4,99 € / Monat). Das beinhaltet u.a. 1 GB Daten, was eigentlich sehr überschaubar ist. Und auch weitere GB hinzuzubuchen ist nicht so günstig, das schlägt dann mit 12,99 € / GB zu Buche.
Für meine kurzen Aufenthalte und Durchreisen war das aber immer ausreichend (Verbindungsauskunft checken, Whatsapp, Standort etc.). Im Hotel etc. gibt es dann WLAN. Man darf nur nicht vergessen, nach dem CH-Aufenthalt die Option wieder zu deaktivieren.
https://www.smartweb.de/winsim-im-ausland
Viele Grüße : -)
Geheimtipp
Welcher deutsche Tarif schließt Datenroaming mit der CH ein und ist günstig?
Bei der Deutschen Telekom und den Wiederverkäufern finde ich keinen Günstigen, der mir Datenroaming für ein paar Tage in der CH für < 10 € anbietet?Aber vielleicht habt Ihr gute Tipps...
Hallo,
ich nutze Ay Yildiz und zahle für 1,5 Gb/Monat €4,99 und habe Schweiz und EU-Roaming. Gilt aber nur für die Prepaidvariante.
--
Freundliche Grüsse
Schweiz-Roaming
https://www.telekom.de/mobilfunk/tarife/prepaid-jahrestarif, damit konnte ich im Raum Genf sogar ins 5G-Netz, man roamt normalerweise im Swisscom-Netz, ab und zu Sunrise oder Salt, ist aber auch frei manuell wählbar, SMS kosten 6,5 Cent nach Deutschland, Anrufe sind richtig teuer
Schweiz und Roaming
P.P.S. Ich zahle Monatlich für Unlimitierte Minuten und SMS und 50 GB in 5G, 5,95€
Möchtest Du uns verraten, wer das anbietet? :-)
Fastweb, die Tochtergesellschaft der Swisscom. Ich hab es im Febraur aktiviert, evtl. sind die Preise jetzt anders. Die Italienische Post bietet für 4€/Monat 20GB und für 5€/Monat 20 GB dazu noch Anrufe und SMS.
In Italien gibt es 3 "Alte" Anbieter (TIM, WindTre und Vodafone), 2 neue Anbieter (Illiad und Fastweb) und Zahlreiche Virtuelle Mobilfunkanbieter.
P.S. Wegen des Günstigen Preises, hab ich "nur" 6GB Internet im Ausland.
Schweiz und Roaming
Aber erklär du mir, für wen es kein Problem ist, 30€ für 3 MB zu zahlen.
Es gab schon immer Leute denen man völlig überpreiste Produkte oder Dienstleistungen verkaufen konnte. Im Kunst- und Antiquitätenmarkt sind die Preise ja teilweise daran orientiert dass es Menschen gibt die gar nicht wissen wir sie all ihr Geld ausgeben können. Bei teureren Autos werden Extras ja auch zu Teilen für das Mehrfache der Produktionskosten verkauft.
Die Roamingpreise sind wohl mit als Abschreckung gedacht, damit fast jeder der reist ein Roamingpacket kauft. Und man den Unvorbereiteten eben Geld aus Tasche ziehen kann. Dies ist die unschöne Seite des Telekomgeschäfts.
CH <> NL
Alles anders da. Ich sage nicht "unfreundlich", weil das falsch wäre und auch nicht treffen würde. Aber so eine gewisse Distanzierheit, Bräsigkeit im Sinne von Gefühlslosigkeit verbunden mit einem Schuß Überlegenheits- und Arroganzgehabe. Herzlichkeit ist nicht das, was das Volk da auszeichnet. Das sind Geschäftemacher; Moral spielt noch sehr viel weniger eine Rolle als anderswo. Und auch so Schweizer Schaffner ... - nee ... Fahr mal anschließend direkt in die Niederlande - dann verstehst du den Unterschied und was ich meine, sich aber schwer erklären läßt.
Ja, da gibt es Unterschiede.
In CH mit Velo in der Rhätischen. Schaffner kotrolliert, erkundigt sich höflich nach meiner Velokarte, denn die ist nicht korrekt, obwohl sie mir am Schalter verkauft wurde. Er telefoniert sofort mit dem Schalter (!!) ... also mir hat ein Azubinde ein falsches Ticket verkauft und ich soll doch bitte nachlösen. Kein Problem. Da hat er sich noch entschuldigt, weil er kein Ticket über den Gesamtpreis erstellen kann, sondern nur für 1 sfr. Ich bekam also eine Klopapierrolle mit 1 sfr Tickets.
In NL mit Fiets in der Hafenfähre Rotterdam. Ticketkauf an Bord beim Personal. Ich gebe das Geld. Personal: "Danke fürs Trinkgeld. Jetzt nochmal fürs Ticket" "Häh??" "Da musst du besser aufpassen, Geld erst geben, wenn du die Ware hast" Nach einer Diskussion hat er mir dann doch ohne Nachzahlung ein Ticket gegeben. Ich habe ihn über Bord geworfen, den Jolly Roger aus einer Fahrradtasche geholt und die Prise nach Oldenburch gedampft, wo sie vor Blaschi sicher im Hafen liegt.
Mir hat der Urlaub in NL besser gefallen.
Ich mache in der Schweiz für gewöhnlich Internet aus und gut
... ist...
Frage zu Schweiz und Roaming
Welcher deutsche Tarif schließt Datenroaming mit der CH ein und ist günstig?
Bei der Deutschen Telekom und den Wiederverkäufern finde ich keinen Günstigen, der mir Datenroaming für ein paar Tage in der CH für < 10 € anbietet?
Edeka Smart (prepaid) hat Datenroaming in der Schweiz drin,
fraenk hat die Schweiz sowohl beim Telefon als auch beim Internet eingeschlossen,
allerdings ein paar Tücken (zum Beispiel keine Auslandsgespräche von Deutschland
aus und kein Roaming in anderen Ländern als EU/EWR/UK/CH). Für mich aber als Wanderer
zwischen DE und CH im Gesamtpaket aber absolut top (mehr Infos gerne auf Anfrage).
P.S. Als Hinweis für Reisende am Mittelmeer: bitte Roaming in Monaco und Monte Carlo abstellen, für das Land Monaco gilt für viele Anbieter der teuerste Welt Tarif
Punkt für fraenk: alles, was extra kostet, geht einfach nicht. Das macht solche Fallen kalkulierbar :-)
Schweiz und Roaming
Aber erklär du mir, für wen es kein Problem ist, 30€ für 3 MB zu zahlen.
Komisch: Auf vielen Zügen ginge das SBB Freesurf!
https://www.sbb.ch/de/bahnhof-services/waehrend-der-reise/service-im-zug/freesurf.html
Auch auf den Schwarzmaulrosthaufen der SOB!
Gruss Guru
Man benötigt dafür aber eine CH-SIM-Karte
- kein Text -
Vis-à-vis. Und 'unterwegs'
Hey.
Der VBN sucht Verstärkung für seine Serviceauskunft. Wenn ich deine Stories hier immer so lese, die VBN-Kundschaft würde sicherlich hocherfreut sein, dich am Rohr zu haben.
Ja, bestimmt. ;-)
Danke für den Hinweis. Aber ich muss im Zug sein. Alles andere ist Qual.
Vor Jahren hatten wir in Osnabrück mal ne Bahnsteigaufsicht, die vorher Zugbegleiter war. Hatte einen Infarkt bekommen. Aber der wollte dann unbedingt wieder zurück auf den Zug. Am Bstg stehen und den Zügen nur nachschauen - das mache ihn eher kränklicher als gesünder ...
Ich hab das verstanden ...
Schöne Grüße von jörg
Das Peter-Prinzip
Hey.
Und ins Peter-System passe ich auch nicht bzw will da auch nicht rein.
Was isn Peter-System?
Sorry, 'Peter-Prinzip' muss es heißen.
Es geht davon aus, dass in einer Hierarchie jeder so lange befördert wird, bis er auf seiner Stelle überfordert ist. Dort verharrt er dann.
Die Folge: Nach einer gewissen Zeit wird jede Stelle von wem besetzt sein, der zu dem Job unfähig ist.
Ziel könnte es daher für den Aufgeklärten sein, eine Karriere zu vermeiden! Oki, wenigstens das hat geklappt bei mir. ;-)
Aufklärung findest du hier:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Peter-Prinzip
Schöne Grüße von jörg
Das Peter-Prinzip
Ich schau an sich nicht nach oben, sondern einfach danach, wo kann ich meine Fähigkeiten gut einsetzen und da bin ich auch glücklich.
--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Schweiz und Roaming
Aber erklär du mir, für wen es kein Problem ist, 30€ für 3 MB zu zahlen.
Komisch: Auf vielen Zügen ginge das SBB Freesurf!
https://www.sbb.ch/de/bahnhof-services/waehrend-der-reise/service-im-zug/freesurf.html
Wichtigste Passage: "Mit Mobile-Abos von digitec connect, Quickline, Salt (inklusive Das Abo, GoMo, Lidl Connect), Sunrise und Swisscom surfen Sie mit der App «SBB FreeSurf» gratis im Internet."
Wer also eine CH-SIM-Karte hat, darf kostenlos ins Internet, aber nicht der, der roamen muss.
Schweiz-Roaming
https://www.telekom.de/mobilfunk/tarife/prepaid-jahrestarif, damit konnte ich im Raum Genf sogar ins 5G-Netz, man roamt normalerweise im Swisscom-Netz, ab und zu Sunrise oder Salt, ist aber auch frei manuell wählbar, SMS kosten 6,5 Cent nach Deutschland, Anrufe sind richtig teuer
1,99€ die Minute. Habe ich letzte Woche bemerkt, kein Schnapper.
Schweiz-Roaming
Warum dürfen Provider das? Sollte die EU das nicht verbieten? Man könnte z.B. die Provider dazu verdonnern, ausschließlich die vom Gegenüber verlangten Kosten nachweislich zu verrechnen.
--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Schweiz-Roaming
Warum dürfen Provider das? Sollte die EU das nicht verbieten? Man könnte z.B. die Provider dazu verdonnern, ausschließlich die vom Gegenüber verlangten Kosten nachweislich zu verrechnen.
Wenn die Schweizer der EU beitreten ist das Problem gelöst.
Schweiz-Roaming
Warum dürfen Provider das? Sollte die EU das nicht verbieten?rrechnen.
Ja, das verbietet die Europäische Union - in der die Schweiz jedoch kein Mitglied ist.
Schweiz-Roaming
Die EU könnte den Providern der Mitgliedsländer verbieten, Preise zu verlangen, die ganz offensichtlich weniger durch die Anforderungen etwa in der Schweiz zustande kommen, sondern eher aufgrund von Profitinteressen.
Oder eben einen Preisdeckel vorschreiben. Im Zweifel ist Kein Roaming haben besser als so eine Abzockfalle.
--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Schweiz-Roaming
Die EU könnte den Providern der Mitgliedsländer verbieten, Preise zu verlangen, die ganz offensichtlich weniger durch die Anforderungen etwa in der Schweiz zustande kommen, sondern eher aufgrund von Profitinteressen.
Woher weißt Du, was für die Swisscom kostendeckend ist? Vielleicht sind 1,99€ ja gerade so ok.
Schweiz-Roaming
Aber warum kriegt man dann bei tschechischen oder deutschen Providern bessere Konditionen in die Schweiz als bei jenen in Österreich?
--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Schweiz-Roaming
Die EU könnte den Providern der Mitgliedsländer verbieten, Preise zu verlangen, die ganz offensichtlich weniger durch die Anforderungen etwa in der Schweiz zustande kommen, sondern eher aufgrund von Profitinteressen.
wenns auf Nutzung außerhalb der EU geht..?
schwierig.
Wo sollte da denn die Grenze sein?
Schweiz liegt da von den Providern her in der selben Gruppe wie USA, Kanada & Türkei.
Woher weißt Du, was für die Swisscom kostendeckend ist? Vielleicht sind 1,99€ ja gerade so ok.
Kosten entstehen da ja so gut wie keine,
das war ja mit der Hintergrund der EU-Regelung.
bei Vodafone gibts die EasyTravel Flat Option pro Tag 6 €, pro Woche 20 €, damit Nutzung des Tarifes wie vor Ort.
Schweiz-Roaming
Aber warum kriegt man dann bei tschechischen oder deutschen Providern bessere Konditionen in die Schweiz als bei jenen in Österreich?
Mischkalkulation könnte Hintergrund sein.
Sind die Tarife in Österreich grundsätzlich günstiger als in Deutschland?
Könnte plausibel sein aufgrund geringere Größe des Netzes.
Dann holen sie sich Umsatz beim Roaming ab.
Vielleicht ist die Nachfrage ja auch geringer.
Schweiz-Roaming
Die EU könnte den Providern der Mitgliedsländer verbieten, Preise zu verlangen, die ganz offensichtlich weniger durch die Anforderungen etwa in der Schweiz zustande kommen, sondern eher aufgrund von Profitinteressen.
Ich weiß nicht wie sich die Profite auf die beiden Parteien aufteilen, aber wenn es z.B. die Swisscom ist die die hohen Preise verlangt, kann man vom Ausland her wenig machen.
Oder eben einen Preisdeckel vorschreiben. Im Zweifel ist Kein Roaming haben besser als so eine Abzockfalle.
Datenroaming kann jeder selbst ausschalten, was ja fast jeder gemacht hat bevor die EU dafür gesorgt hat dass es keine Roamingkosten mehr gibt.
Fair TQ, Easyi Ride und Dank
Die ÖBB versuchen ja auch grad, faire Tickets an den Mann zu kriegen ("SimplyGo!"). Ist aber aktuell nur ne Beta-Version, und kann nur ÖBB- und Verbund-Standardtickets oder Tageskarten. Interessanterweise aber auch z.B. bis Breclav oder Hegyeshalom.
Hallo Also wieder ein Lückenteppich?
https://fairtiq.com/de-ch/fahrgaeste/gultigkeitsbereich-fairtiq
Während die Ganze GANZE Schweiz abgedeckt ist mit allen Verkehrsmitteln, die dauernd bewohnte Orte anfahren benützt werden kann, ist sonst überall ein Flickenteppich.
Und man hat auch noch das Easy Ride
https://www.sbb.ch/de/fahrplan/mobile-fahrplaene/sbb-mobile/easyride.html
dass den ganzen GA Teil abdeckt, also auch von Locarno über Italien nach Dolmodossola - Brig gilt.
Soweit weg ist man nicht vom im Buch "Josef Otto Slezak-Ein Fahrgast sieht rot" von 1988, wo solche Kundenfallen sehr treffend beschrieben werden entfernt.
Mit dem Klimaticket sollte man auf den Geschmack gekommen sein, dass der einfache und unbeschränkte Zugang zum OeV auch was wert ist.
Ich danke übrigens Jan Christian für deinen Bericht. Mir sind da Tatsachen bewusst worden, die ich für so selbstverständlich gehalten habe, dass ich die nie einer Erwähnung für nötig gefunden habe
Gruss Guru
Fair TQ, Easyi Ride und Dank
Nur Österreich ist von Verkehrsverbünden vollständig abgedeckt, sodass es defacto keine Lücken gibt. Sollte die ÖBB-Lösung auch Verkehrsverbünde einschließen, gibt es im Prinzip dasselbe wie bei der Schweiz.
Was mir eigentlich fehlt, ist sowas wie eine Klimaticket-Tageskarte, die auch im Fernverkehr fehlt. Wäre für Touristen und Gelegenheitsreisende super.
Interessant ist ja auch, dass für das Klimaticket eine eigene Vertriebsgesellschaft gegründet wurde, die dieses dann herausgibt und es auf seinem eigenen Ticketshop, der dasselbe Design wie das der ÖBB hat, verkauft.
Und gerne doch, ich glaube, ich werde die Schweiz in Zukunft etwas öfters besuchen nach meiner langjährigen Pause. Man lernt eigentlich immer etwas neues aus diesem schönen Land dazu ;)
--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Fair TQ, Easyi Ride und Dank
Nur Österreich ist von Verkehrsverbünden vollständig abgedeckt, sodass es defacto keine Lücken gibt. Sollte die ÖBB-Lösung auch Verkehrsverbünde einschließen, gibt es im Prinzip dasselbe wie bei der Schweiz.
Also erstens weiß ich nicht, ob der Erfolg vergleichbar sein wird mit der Schweiz (so wie ja auch das Klimaticket bei weitem nicht so erfolgreich ist wie das GA). Bei uns werden doch traditionell Tickets im vorhinein gekauft und Österreicher sind preissensibler (während Sparbillette in der Schweiz eher Seltenheitswert haben).
Zweitens weiß ich nicht, ob das System Tickets stückeln kann. Zum Beispiel: Ich steig am Karlsplatz in die U-Bahn ein, und fahr nach Salzburg. Kann das die App?
Was mir eigentlich fehlt, ist sowas wie eine Klimaticket-Tageskarte, die auch im Fernverkehr fehlt. Wäre für Touristen und Gelegenheitsreisende super.
Generell fehlen halt Zeitkarten ... Und Tageskarten gibt ´s halt nur im Verbund.
Und gerne doch, ich glaube, ich werde die Schweiz in Zukunft etwas öfters besuchen nach meiner langjährigen Pause. Man lernt eigentlich immer etwas neues aus diesem schönen Land dazu ;)
Kann ich nur wärmstens empfehlen. Ist wunderschön, und dort gibt ´s viel Schönes zu entdecken!
LG
Niederlande.
Hallo Sportdiesel612,
In NL mit Fiets in der Hafenfähre Rotterdam. Ticketkauf an Bord beim Personal. Ich gebe das Geld. Personal: "Danke fürs Trinkgeld. Jetzt nochmal fürs Ticket" "Häh??" "Da musst du besser aufpassen, Geld erst geben, wenn du die Ware hast".
Das hat auch ein bisschen mit Rotterdam zu tun. Wo Amsterdam doch vor allem eine Tourismusstadt ist, ist Rotterdam vor allem eine Hafenstadt. Und ja, die Mentalität des harten Arbeitens spürt man.
Als ich in der Provinz Limburg mit einer Fähre die Maas querte, hatte das Personal einfach die Gebühr genannt (damals 60 Guldencent).
Mir hat der Urlaub in NL besser gefallen.
Freut mich. Da Du mit dem Fahrrad unterwegs warst, vermute ich, dass unsere Fahrradinfra ausschlaggebend war.
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.