Wurschtigkeit und Inkompetenz (Aktueller Betrieb)

Hustensaft, Montag, 29.08.2022, 14:47 (vor 1411 Tagen)

Die Bahn macht es ihren Kunden nicht immer leicht, aber was hier im Moment abgeht, spottet jeder Beschreibung ...

Nach einem "kurzfristigen" Personalausfall (immerhin seit einer Woche) kappt man mal eben die S9 in Raunheim, halbiert die Zahl der Züge auf der RB 75 und leitet auch die ICE-Züge um ,so dass die Halte in Frankfurt-Flughafen und Mainz entfallen. Am Wochenende lief dann wieder alles, aber geplant - es wurde schon vorher so angekündigt - geht es unter der Woche wieder munter weiter ... "bis auf Weiteres". Nun können Personalausfälle sicher vorkommen, aber man hat das Gefühl, die Bahn hat aus "Mainz" vor nunmehr ja schon einigen Jahren nichts gelernt, schlimmer noch, man macht sich einen schlanken Fuß, denn um Ersatzverkehre bemüht man sich gar nicht erst - bei einer Kapazitätseinschränkung von bis zu 50 % und Totalausfall auf einer Teilverbindung.

Die Krone setzt man der Sache aber bei der Fahrgastinformation auf:
Im Internet steht der kurzfristige Personalausfall, die erste Durchsage am Bahnsteig spricht von einer Reparatur an der Strecke (als Hinweis zum generellen Ausfall), eine Minute später der konkrete Ausfall wird dann mit dem Defekt eines Stellwerkes begründet ...

Die Leichtigkeit, wie man das alles so hinnimmt, sowie die Unfähigkeit, wenigstens vernünftig zu informieren, lassen selbst gestandenen Bahnfahrern den Unterkiefer herunterklappen ...

Das System ist nunmal am Ende!

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 29.08.2022, 16:06 (vor 1411 Tagen) @ Hustensaft
bearbeitet von Der Blaschke, Montag, 29.08.2022, 16:10

Hey.

Die Leichtigkeit, wie man das alles so hinnimmt, sowie die Unfähigkeit, wenigstens vernünftig zu informieren, lassen selbst gestandenen Bahnfahrern den Unterkiefer herunterklappen ...

Echt? Können keine Profis sein!

Auf das Gebrassel hört eh niemand. Die Kundschaft traktiert den DB-Navigatior. Und wenn sie Fragen stellt, dann völlig sinnlose.

Also erstaunt über das, was täglich geboten wird, sind nur noch Amateure.

Ist doch auch schön, dass selbst bei den Deutschen mal Leichtigkeit Einzug(sic!) hält. So wie in exotischen Ländern: irgendwann kommt ein Zug und irgendwann kommt jeder an. Und fast alle überleben es. Warum muss man sich da denn ständig aufregen? Nur schlecht für's Herz.

Und die Chefetagen und Regierungen und deren Verlautbarungen nimmt doch auch keiner mehr ernst. Wozu auch?

Schöne Grüße von jörg

Wurschtigkeit und Inkompetenz

rainman51, Paderborn, Montag, 29.08.2022, 16:44 (vor 1411 Tagen) @ Hustensaft

Corona gibt es doch nicht mehr. Oder wie die Leute ihre Masken unter der Nase tragen, bzw in den Läden gar nicht mehr
tragen. Die Folge ist halt, dass die Leute trotzdem krank werden und dann das auch die Eisenbahn betrifft.

Im Herbst wird es noch schlimmer werden, da bringt Personal Planung auch nicht viel.
Kann jetzt jeder sehen, wie er mag.

Wurschtigkeit und Inkompetenz

Hustensaft, Montag, 29.08.2022, 17:14 (vor 1411 Tagen) @ rainman51

Corona gibt es doch nicht mehr. Oder wie die Leute ihre Masken unter der Nase tragen, bzw in den Läden gar nicht mehr tragen. Die Folge ist halt, dass die Leute trotzdem krank werden und dann das auch die Eisenbahn betrifft.

Welche eine Unsinnsantwort - bekanntlich sind aktuell weit mehr Menschen an grippalen Infekten als an Corona erkrankt, eine Folge der diversen Corona-Maßnahmen ... Und ausgerechnet das Personal in Supermärkten, komisch, da gibt es keine Krankheitswelle - könnte also doch mehr mit einer extrem dünnen Personaldecke zu tun haben ...

Im Herbst wird es noch schlimmer werden, da bringt Personal Planung auch nicht viel.

Stimmt, wenn zu wenig Personal da ist, nutzt die beste Planung nichts, man kann nur verplanen, was man auch hat.

Aber Deine Antwort geht meilenweit am Thema vorbei:
Sie erklärt nicht, warum für denselben Sachverhalt der Kundschaft drei unterschiedliche Auskünfte präsentiert werden, warum man sich nicht um Ersatzverkehre bemüht, wieso man am Wochenende Planbetrieb fahren kann, unter der Woche aber nicht ...

Das ist die Zukunft

EK-Wagendienst, EGST, Montag, 29.08.2022, 17:25 (vor 1411 Tagen) @ Hustensaft

Corona gibt es doch nicht mehr. Oder wie die Leute ihre Masken unter der Nase tragen, bzw in den Läden gar nicht mehr tragen. Die Folge ist halt, dass die Leute trotzdem krank werden und dann das auch die Eisenbahn betrifft.


Welche eine Unsinnsantwort - bekanntlich sind aktuell weit mehr Menschen an grippalen Infekten als an Corona erkrankt, eine Folge der diversen Corona-Maßnahmen ... Und ausgerechnet das Personal in Supermärkten, komisch, da gibt es keine Krankheitswelle - könnte also doch mehr mit einer extrem dünnen Personaldecke zu tun haben ...

Im Herbst wird es noch schlimmer werden, da bringt Personal Planung auch nicht viel.


Stimmt, wenn zu wenig Personal da ist, nutzt die beste Planung nichts, man kann nur verplanen, was man auch hat.

Aber Deine Antwort geht meilenweit am Thema vorbei:
Sie erklärt nicht, warum für denselben Sachverhalt der Kundschaft drei unterschiedliche Auskünfte präsentiert werden, warum man sich nicht um Ersatzverkehre bemüht, wieso man am Wochenende Planbetrieb fahren kann, unter der Woche aber nicht ...

Am Wochenende ist weniger Güterverkehr unterwegs, und damit können mehr Personenzüge fahren.

Es fehlt Personal auf dem Stellwerk Mainz Bischofsheim, und damit wird die Anzahl der Züge die pro Stunde fahren reduziert.
Das geht mit einer S-Bahn und der RB mit ausdünnen.
Güterzüge kann man nicht ausdünnen, und auch nicht endlos umleiten, weil dann die Tf nicht so weit fahren dürfen.

Die verschiedenen Aussagen kommen, weil es von Verschieden Firmen eingeben wird, und da die Programme da verschiedene Vorschläge hat.

Für den Personenverkehr ist es eine Stellwerkstörung, bzw. dessen Reparatur, da eben nicht genug Personal vorhanden ist, liegt die Störung am Stellwerk, denn die Signale und Weichen sind in Ordnung.

Da wird man sich einfach mit abfinden müssen, es sind keine Reserven mehr vorhanden, und das wird noch mehr werden.
Der Güterverkehr hat da eine gewissen Vorrang.

--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Das ist die Zukunft

sflori, Montag, 29.08.2022, 21:31 (vor 1411 Tagen) @ EK-Wagendienst

Es fehlt Personal auf dem Stellwerk Mainz Bischofsheim, und damit wird die Anzahl der Züge die pro Stunde fahren reduziert. Das geht mit einer S-Bahn und der RB mit ausdünnen.

Und dann auch nur, wenn nix kaputt geht. War die Woche bei einem bekannten Fdl, dann musste spontan ein BÜP kommen (=Schließauftrag für BÜ erteilen und Rückmeldung abwarten) und es gab eine außerplanmäßige Geschwindigkeitsbeschränkung (=Befehle diktieren). Der hat den mitgebrachten Kuchen nicht mal zur Hälfte geschafft...


Bye. Flo.

Das ist die Zukunft

Hustensaft, Dienstag, 30.08.2022, 17:27 (vor 1410 Tagen) @ EK-Wagendienst

Die verschiedenen Aussagen kommen, weil es von Verschieden Firmen eingeben wird, und da die Programme da verschiedene Vorschläge hat.

Wie bitte? Ein Unternehmen, schließlich agiert das alles unter dem Dach der Deutschen Bahn AG, welches nicht einmal in der Lage ist, einheitlich und wahrheitsgemäß zu informieren, ist doch wohl ein Fall für die Abwicklung.

Da wird man sich einfach mit abfinden müssen, es sind keine Reserven mehr vorhanden, und das wird noch mehr werden.

Ah ja - demnächst müssen wir uns auch damit abfinden, dass es nur noch den halben Tag Strom gibt, weil da in der Schaltzentrale jemand ausgefallen ist, dass das Internet nur eine halbe Stunde funktioniert und dann eine halbe Stunde pausiert, weil die Telekom irgendwo einen Personalengpass hat ... genau die Aussage, dass man sich damit abfinden müsse, ist Teil der konstatierten Wurschtigkeit.

Das ist die Zukunft

EK-Wagendienst, EGST, Dienstag, 30.08.2022, 17:43 (vor 1410 Tagen) @ Hustensaft

Die verschiedenen Aussagen kommen, weil es von Verschieden Firmen eingeben wird, und da die Programme da verschiedene Vorschläge hat.


Wie bitte? Ein Unternehmen, schließlich agiert das alles unter dem Dach der Deutschen Bahn AG, welches nicht einmal in der Lage ist, einheitlich und wahrheitsgemäß zu informieren, ist doch wohl ein Fall für die Abwicklung.


Die Deutsch Bahn AG ist die Holding der ganzen Firmen mehr nicht.

Was hat die RB 75 mit der DB AG zu tun, ist doch eine Bahn des Landes Hessen.
Da kann die HLB sich noch besser wehren, weil sie dritte sind.

Das ganze Eisenbahnsystem muss umgestellt werden, das es wieder Einheitlich läuft, das wird aber nicht mehr kommen, das ist vorbei.

--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Das ist die Zukunft

gnampf, Dienstag, 30.08.2022, 18:26 (vor 1410 Tagen) @ Hustensaft

Wie bitte? Ein Unternehmen, schließlich agiert das alles unter dem Dach der Deutschen Bahn AG, welches nicht einmal in der Lage ist, einheitlich und wahrheitsgemäß zu informieren, ist doch wohl ein Fall für die Abwicklung.

Ja, aber Unternehmenstochter A darf doch nicht mit Unternehmenstochter B reden. Und wenn doch, dann auf gar keinen Fall gratis, sondern das muß entsprechend entlohnt werden. Da sowas dann aber die Bilanz kaputt macht... also den Bonus vom Manager A gefährdet... wird halt nicht geredet sondern selbst gemacht. Ggf. auch extern zugekauft, wenn das billiger ist als mit B zu reden. Auch wenn das für den Konzern natürlich dämlich ist, aber das spielt ja keine Rolle.

Ah ja - demnächst müssen wir uns auch damit abfinden, dass es nur noch den halben Tag Strom gibt,

in Bayern hoffe ich das mal, allerdings kann da dann weder die Bahn noch die Bundesregierung was für, das hat die CSU selbst verbockt. Dann lernen CSU und ihre Wähler aber vielleicht mal, das man mit immer-nur-dagegen-sein eben nicht so weit kommt.

weil da in der Schaltzentrale jemand ausgefallen ist, dass das Internet nur eine halbe Stunde funktioniert

Das ist mancherorts auch heute schon so, frag mal meinen Bruder... ach so, musst aber ggf. mehrmals probieren, sein Vodafone-Kabelanschluß geht ja nur wenn ihn keiner braucht

und dann eine halbe Stunde pausiert, weil die Telekom irgendwo einen Personalengpass hat ... genau die Aussage, dass man sich damit abfinden müsse, ist Teil der konstatierten Wurschtigkeit.

Hast du in letzter Zeit mal versucht die Telekom zu erreichen? Um meine gestohlene SIM-Karte sperren zu lassen brauchte ich 2 Anläufe an der Hotline und zusammen über 1h. Die Telekom ist also ein ganz mieses Beispiel. Und nein, auch da hab ich keinen Billig-Vertrag... ok, sowas bietet die Telekom ja auch gar nicht an.

Wurschtigkeit und Inkompetenz

Giovanni, Montag, 29.08.2022, 17:46 (vor 1411 Tagen) @ Hustensaft

Corona gibt es doch nicht mehr. Oder wie die Leute ihre Masken unter der Nase tragen, bzw in den Läden gar nicht mehr tragen. Die Folge ist halt, dass die Leute trotzdem krank werden und dann das auch die Eisenbahn betrifft.


Welche eine Unsinnsantwort - bekanntlich sind aktuell weit mehr Menschen an grippalen Infekten als an Corona erkrankt, eine Folge der diversen Corona-Maßnahmen ...

Zumindest Ende Juli entsprachen die Krankschreibungen wegen Covid in etwa der Differenz zwischen dem aktuellen und dem jahreszeitlich üblichen Krankenstand - so zumindest wenn man die Daten der Krankenkassen auswertet.

Und ausgerechnet das Personal in Supermärkten, komisch, da gibt es keine Krankheitswelle - könnte also doch mehr mit einer extrem dünnen Personaldecke zu tun haben ...

Ja, die Personaldecke im Bahnbereich ist vielerorts zu dünn.
Ich bin ehrlich gesagt schon erstaunt darüber, dass die Berliner S-Bahn diesen Sommer quasi ohne personalbedingte Zugausfälle geschafft hat. Aber gut, da hat vielleicht die baubedingte Einstellung von 3 Streckenästen und der regulär ausgedünnte Ferienfahrplan auf 3 weiteren Linien geholfen.

Im Herbst wird es noch schlimmer werden, da bringt Personal Planung auch nicht viel.


Stimmt, wenn zu wenig Personal da ist, nutzt die beste Planung nichts, man kann nur verplanen, was man auch hat.

Aber Deine Antwort geht meilenweit am Thema vorbei:
Sie erklärt nicht, warum für denselben Sachverhalt der Kundschaft drei unterschiedliche Auskünfte präsentiert werden, warum man sich nicht um Ersatzverkehre bemüht, wieso man am Wochenende Planbetrieb fahren kann, unter der Woche aber nicht ...

Busersatzverkehre wären angesichts der Umsteigewege und Straßenverläufe so langsam, dass die verbleibenden Züge trotz Wartezeit die besseren Alternativen sind.
Und es sind halt schlicht nicht genug Mitarbeiter einsatzfähig um alle Schichten mit 2 Personen zu besetzen - aber immerhin einige.

--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

Wurschtigkeit und Inkompetenz

rainman51, Paderborn, Montag, 29.08.2022, 18:31 (vor 1411 Tagen) @ Hustensaft

Corona gibt es doch nicht mehr. Oder wie die Leute ihre Masken unter der Nase tragen, bzw in den Läden gar nicht mehr tragen. Die Folge ist halt, dass die Leute trotzdem krank werden und dann das auch die Eisenbahn betrifft.


Welche eine Unsinnsantwort - bekanntlich sind aktuell weit mehr Menschen an grippalen Infekten als an Corona erkrankt, eine Folge der diversen Corona-Maßnahmen ... Und ausgerechnet das Personal in Supermärkten, komisch, da gibt es keine Krankheitswelle - könnte also doch mehr mit einer extrem dünnen Personaldecke zu tun haben ...

Deine Antwort entspricht genau meiner Aussage ;). Wie auch immer. Wenn man sich mal in der näheren Umgebung umhört gibt es dort viele Fälle. Viele machen aber auch gar keinen PCR-Test mehr, weshalb Sie nicht in die Statistik eingehen. Je nach Ort, hat der
Einzelhandel auch eingeschränkte Öffnungszeiten.

Am Ende spielt der angezeigte Grund auch keine Rolle, wenn eine Bahn ausfällt. Ärgerlich ist das auf jeden Fall.

Wurschtigkeit und Inkompetenz

Zugfahrer, Montag, 29.08.2022, 21:05 (vor 1411 Tagen) @ rainman51

Da mit den personalbedingten Ausfällen scheint ein deutschlandweites Problem zu sein, hier mal eine Meldung der Verkehrsbetriebe Brandenburg an der Havel:

VBBr

Sehr geehrte Fahrtgäste,

hiermit möchten wir sie rechtzeitig über Ausfälle von Fahrplanfahrten informieren.

Fahrplanfahrten auf der Linie 1 und weitere 7 Fahrplanfahrten auf der Linie 6. Somit entfallen am Montag, den 29.08.2022

17 Fahrplanfahrten auf der Linie 1,
17 Fahrplanfahrten auf der Linie 6,
10 Fahrplanfahrten auf der Linie B,
2 Fahrplanfahrten auf der Linie C,
2 Fahrplanfahrten auf der Linie F und
4 Fahrplanfahrten auf der Linie H ausfallen (siehe nachfolgende Fahrplantabellen)

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