EU: Geschäftsreisende von Flug auf Bahn. (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 18.07.2022, 16:59 (vor 1362 Tagen)

Hallo ICE-Fans,

eine erfreuliche Nachricht von eurostar: mehr und mehr Geschäftsreisende lassen die in Krisenzustand befindende Flughäfen links liegen und benutzen die Bahn.

Business travelers are catching the Eurostar train instead of gambling with chaotic airports and flight disruptions, new Eurostar data shared with Insider suggests.
The rail operator's data shows that corporate travel via the international rail service has increased to 70% of pre-COVID levels over the last six months, despite Eurostar only running 75% of its pre-2019 timetable.

Man beachte, "increased to", nicht "increased with".
Man hat also 70% der Nachfrage bei 75% des Angebots.
Kann mich irren, aber das ist eine Abnahme der Auslastung und somit kein Anlass zur Jubelschrei.
Oder hat man 70% der Fahrgäste innerhalb 6 Monate gemessen und das mit einer Jahreszahl verglichen? Bin da irgendwie verwirrt.

Gut, nun sind London-Paris und London-Brüssel(-Amsterdam) die wenigen Verbindungen in Westeuropa die für den internationalen Geschäftsverkehr wirklich interessant sind. Ggf. Thalys noch (Paris-Brüssel-Amsterdam/Köln). Wie sieht's beim ICE aus? ICE International hat in der aktuellen Darstellung m.M.n. erheblich an Attraktivität verloren.


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

EU: Geschäftsreisende von Flug auf Bahn.

oska, Montag, 18.07.2022, 17:27 (vor 1361 Tagen) @ Oscar (NL)

Man hat also 70% der Nachfrage bei 75% des Angebots.
Kann mich irren, aber das ist eine Abnahme der Auslastung und somit kein Anlass zur Jubelschrei.

Wenn man ganz einfach rechnet, könnte man bei 25% weniger Angebot auch mit 25% weniger Fahrgästen rechnen. Es waren hingegen 30% weniger. Das wäre in der Tat kein Grund zum Jubeln.

Doch nicht die Angebotsreduktion war der Grund für den Fahrgastrückgang. Es gab es ja kürzlich eine weltweite Pandemie, in der die Reisendenzahl nicht nur um 5%-Punkte eingebrochen ist, sondern deutlich stärker. Die Zahlen könnte man so auslegen: Der Corona-Einbruch ist, schön gerechnet am reduzierten Angebot, so gut wie nicht mehr vorhanden. Das könnte ein Grund zum Jubeln sein.

Oder hat man 70% der Fahrgäste innerhalb 6 Monate gemessen und das mit einer Jahreszahl verglichen? Bin da irgendwie verwirrt.

Die Daten des Bahnbetreibers zeigen, dass die Zahl der Geschäftsreisen mit dem internationalen Zug in den letzten sechs Monaten auf 70 % des Niveaus vor der COVID gestiegen ist, obwohl Eurostar nur 75 % des Fahrplans von vor 2019 anbietet.

Mit einer Jahreszahl wurde hier denke ich nicht verglichen. Entweder ist damit der 6-Monats-Zeitraum gemeint. Oder mit Level/Niveau sind die Reisen/Tag oder Reisen/Woche gemeint.

Eurostar freut sich wahrscheinlich über die schnelle Rückkeh

GUM, Montag, 18.07.2022, 22:22 (vor 1361 Tagen) @ Oscar (NL)

Man hat also 70% der Nachfrage bei 75% des Angebots.
Kann mich irren, aber das ist eine Abnahme der Auslastung und somit kein Anlass zur Jubelschrei.
Oder hat man 70% der Fahrgäste innerhalb 6 Monate gemessen und das mit einer Jahreszahl verglichen? Bin da irgendwie verwirrt.

Gut, nun sind London-Paris und London-Brüssel(-Amsterdam) die wenigen Verbindungen in Westeuropa die für den internationalen Geschäftsverkehr wirklich interessant sind. Ggf. Thalys noch (Paris-Brüssel-Amsterdam/Köln). Wie sieht's beim ICE aus? ICE International hat in der aktuellen Darstellung m.M.n. erheblich an Attraktivität verloren.


gruß,

Oscar (NL).

Hallo Oscar (NL),
hallo Community,

wenn Eurostar 70 % der Nachfrage bei 75 % des Angebots hat ist das tatsächlich ein Grund zur Freude.

Denn:
Die Videokonferenz-Anbieter haben ja fast schon so getan, als wenn die Geschäftsreiseanzahl für lange Zeit heruntergehen würde. Da kann schon Verunsicherung aufkommen, wenn die Konkurrenz suggeriert... bald seid Ihr platt.

Und zweitens ist wahrscheinlich intern diskutiert worden wie schnell man wieder hochfahren soll. Als Verantwortlicher kann man da sehr schnell daneben liegen.

Und wenn die Lage sich weiter stabilisiert kann man ja an der Zuganzahl und den Rabatten schrauben.

Also einer der seltenen Fälle wo sich jemand freut, wenn die Auslastung niedriger als vor 3 Jahren ist.

Liebe Grüße

GUM

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