9-Euro-Ticket gilt ab 8.7. im Ostfriesland-IC

Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 06.07.2022, 08:20 (vor 1374 Tagen) @ Administrator

Moin,

wie der NDR berichtet, gilt das 9-Euro-Ticket ab Freitag, 8. Juli, auch in den für Nahverkehrsfahrscheine freigegebenen IC-Zügen zwischen Bremen, Oldenburg, Leer, Emden, Außenhafen und Norddeich Mole. Das Land zahlt dafür 1,5 Mio. Euro.

Viele Grüße
Sören

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9-Euro-Ticket gilt ab 8.7. im Ostfriesland-IC

agw, NRW, Mittwoch, 06.07.2022, 09:29 (vor 1374 Tagen) @ Sören Heise

wie der NDR berichtet, gilt das 9-Euro-Ticket ab Freitag, 8. Juli, auch in den für Nahverkehrsfahrscheine freigegebenen IC-Zügen zwischen Bremen, Oldenburg, Leer, Emden, Außenhafen und Norddeich Mole. Das Land zahlt dafür 1,5 Mio. Euro.

Jetzt schnell den Lok-Wagenzug um zwei Dostos verlängern und gut ist!
Ach, ne.

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Meine Empfehlung: Nur mit Reservierung

Bremer, Bremen, Mittwoch, 06.07.2022, 09:49 (vor 1374 Tagen) @ Sören Heise

Da ich in Bremen immer sehe wie voll der Zug ist (vor den Türen steht alles voll) - und das selbst ohne bisherige Anerkennung 9-Euro-Ticket - empfehle ich am Wochenende und zu den HVZ eine Sitzplatzreservierung.

Meine Empfehlung: Nur mit Reservierung

ktmb, Mittwoch, 06.07.2022, 10:32 (vor 1374 Tagen) @ Bremer

Gott sei dank muss ich da nicht hin. Bisher habe ich die Menschenmassen nur aus der Ferne beobachten können und habe im FV keine Probleme erlebt. Ok, bei sechs Fahrten gab es ca. drei Stunden Verspätung. Gerade gestern wieder im EC 8 69 Minuten.

Torschlußpanik bei DB FV ...

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Donnerstag, 07.07.2022, 10:59 (vor 1373 Tagen) @ Sören Heise

Hey.

Bevor es gar keine Kohle mehr gibt, weil der Aktionszeitraum zu Ende geht, doch lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf'm Dach.

Oder warum gibt man sich für etwas über die Hälfte der Ursprungsdauer mit 1,5 Mio zufrieden, wenn man doch ursprünglich für den gesamten Zeitraum 5,2 Mio haben wollte? Wer rechnet denn da?

Schöne Grüße von jörg

Sammelthread "9-Euro-Ticket" (Allgemeines Forum)

Administrator, Dienstag, 12.07.2022, 13:56 (vor 1368 Tagen)

Von Juni bis Ende August 2022 können Verbraucherinnen und Verbraucher das 9-Euro-Monatsticket nutzen.

weitere Informationen hier:
https://www.bahn.de/angebot/regio/9-euro-ticket

Link zum Vorgänger-Thread


Das ICE-Treff-Team.

Steuerzahlerbund zum 9-Euro-Ticket: "am Ziel vorbei"

Barzahlung, Mittwoch, 20.07.2022, 09:36 (vor 1360 Tagen) @ Administrator

Mit dem 9-Euro-Ticket am Ziel vorbei

Erfahrungen nach erstem Aktions-Monat / BdSt: Fragen zu Milliarden-Zuschüssen klären!

Seit Anfang Juni gilt das stark subventionierte 9-Euro-Ticket für den Nah- und Regionalverkehr. Nun liegen die ersten Auswertungen zur Nutzung des Tickets vor. Diese zeigen, dass wesentliche Ziele der Bundesregierung verfehlt wurden. Zudem zeigen sich überraschende Nebeneffekte. Wir betonen: Bevor sich die Verantwortlichen in die Debatte um ein Nachfolgeticket stürzen, sollten grundlegende Fragen zu den Milliarden-Zuschüssen des Bundes geklärt werden!

Erfahrungen aus dem ersten Monat

Eine Sonderauswertung von Mobilfunkdaten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hat ergeben, dass im ersten Monat nach Einführung des Tickets das Reiseaufkommen im Schienenverkehr deutlich angestiegen ist, die Mobilität im Straßenverkehr ist hingegen nur leicht gesunken.

Interessant ist ein Blick auf die zurückgelegten Entfernungen. Laut Destatis-Auswertung hat die Mobilität vor allem bei Entfernungen zwischen 30 und 300 km zugenommen, dabei insbesondere auf Strecken zwischen 100 und 300 km. Auswertungen für Entfernungen unter 30 km seien technisch nicht möglich gewesen. Aufschlussreich ist auch ein Blick darauf, an welchen Wochentagen die Menschen vermehrt reisen. Dabei fällt auf, dass die Mobilität an allen Tagen zugenommen hat – besonders ausgeprägt jedoch an den Wochenenden.

Auch der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und die Deutsche Bahn AG haben Daten ihrer bundesweiten Marktforschung zum ersten Monat des 9-Euro-Tickets vorgelegt: Demnach hat eine Hochrechnung ergeben, dass im Juni rund 30 Mio. Personen ein 9-Euro-Ticket besessen haben – darunter auch die regulären Abonnenten, die das Ticket von Juni bis August verbilligt erhalten. Die Marktforschung hat auch ergeben, dass jede vierte Fahrt ohne das Ticket nicht unternommen worden wäre, rund 3 Prozent der Fahrten wären ohne das Ticket mit dem Auto erfolgt.

Kurzum: Durch das Ticket hat die Mobilität auf der Schiene deutlich zugenommen – vor allem auf Strecken zwischen 100 und 300 km und an den Wochenenden. Während dies die Autofahrten aber nur wenig eingeschränkt hat, hat das Ticket vor allem einen Anreiz für zusätzliche Fahrten gesetzt – offenbar vor allem für Wochenendausflüge.

Ziele verfehlt

Nun sind Wochenendausflüge eine feine Sache. Aber diese zu fördern, war nicht das erklärte Ziel der Bundesregierung. Vielmehr sollten „die Bürgerinnen und Bürger durch ein verbilligtes ÖPNV-Ticket […] unmittelbar von den stark steigenden Energiekosten“ entlastet werden, schrieb der Bundesverkehrsminister Ende April in einer Vorlage zum 9-Euro-Ticket an seine Kabinettkollegen. Darin hieß es weiter: „Neben der finanziellen Entlastung der Bürgerinnen und Bürger setzt die Maßnahme einen Anreiz zum Umstieg auf den ÖPNV und zur Energieeinsparung.“

Das Ziel der Energieeinsparung dürfte verfehlt werden. Die Auswertungen des ersten Aktions-Monats hat gezeigt, dass 25 Prozent der Verkehrszunahme durch das Ticket auf Fahrten zurückzuführen sind, die sonst nicht unternommen worden wären. Zudem sind die Fahrten mit dem eigenen Auto kaum weniger geworden. Dementsprechend gering dürfte auch die Kosten-Entlastung an der Tankstelle sein.

Und auch zu einer allgemeinen Entlastung der Bürger wird das Ticket am Ende nicht führen – lediglich zu einer Umverteilung, da die Kosten der Bahnfahrten letztlich durch die Bürger selbst, in ihrer Eigenschaft als Steuerzahler, getragen werden müssen.

Hohe Kosten sowie Gewinner und Verlierer

Zum Hintergrund: Der Bund zahlt den Ländern für diese Aktion 2,5 Mrd. Euro. Diese Milliardensumme ist teilweise durch Schulden finanziert und wird somit vom Steuerzahler – aktuell und künftig – zu erwirtschaften sein. Rein rechnerisch sind dies – vom Kleinkind bis zum Greis – rund 30 Euro, die der Bundeszuschuss jeden Bürger kostet; also rund 10 Euro pro Aktions-Monat.

Nutzer des Tickets zahlen also 9 Euro für das Ticket und ihren rechnerischen Anteil am Steuerzuschuss von 10 Euro und fahren somit für 19 Euro im Monat deutschlandweit im Regionalverkehr. Dieser günstige Preis wird ihnen finanziert durch die 53 Mio. Mitbürger, die das Ticket nicht nutzen und dennoch – rein rechnerisch – 30 Euro für diese Aktion über aktuelle und künftige Steuerzahlungen zuschießen müssen.

Viele offene Fragen

Nun passiert, was abzusehen war: Wenn Politiker erst einmal Subventionen verteilt haben, fällt es ihnen schwer, diese wieder zurückzunehmen. Im Gegenteil: Die Diskussion über ein Nachfolge-Ticket läuft bereits auf Hochtouren.

Dabei wird gern ausgeblendet, dass im ÖPNV mittlerweile ein regelrechter Förderdschungel entstanden ist. Der Bundesrechnungshof beklagt in einem Sonderbericht zur Finanzierung des ÖPNV, dass dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr ein vollständiger Überblick über die Förderung durch andere Ressorts fehle. Zudem kritisieren die Rechnungsprüfer, dass die Länder die entsprechenden Bundesmittel zum Teil nicht vollständig ausgeben und Verwendungsnachweise ungenau und lückenhaft sind. Manche Mittel werden nur schleppend abgerufen, was ein Hinweis darauf sein könnte, dass der Bedarf an Bundesmitteln überschätzt wurde. Im Ergebnis sei der wirtschaftliche Einsatz der Bundesmittel nicht sichergestellt, da die Finanzierung aus den verschiedenen Ressorts nicht aufeinander abgestimmt sei, warnt der Rechnungshof weiter.

Bevor also über neue Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt gesprochen wird, sollte erst einmal geklärt werden, wie viel Geld der Bund bereits heute für den ÖPNV zahlt – und wofür genau! Und es muss sichergestellt werden, dass das Geld der Steuerzahler wirtschaftlich und sparsam verwendet wird. Dazu gehört auch, dass mit den gewählten Mitteln die selbstgesteckten Ziele auch wirklich erreicht werden.

https://www.steuerzahler.de/aktuelles/detail/mit-dem-9-euro-ticket-am-ziel-vorbei/

Steuerzahlerbund zum 9-Euro-Ticket: "am Ziel vorbei"

agw, NRW, Mittwoch, 20.07.2022, 11:30 (vor 1360 Tagen) @ Barzahlung

Ziele verfehlt

Nun sind Wochenendausflüge eine feine Sache. Aber diese zu fördern, war nicht das erklärte Ziel der Bundesregierung. Vielmehr sollten „die Bürgerinnen und Bürger durch ein verbilligtes ÖPNV-Ticket […] unmittelbar von den stark steigenden Energiekosten“ entlastet werden, schrieb der Bundesverkehrsminister Ende April in einer Vorlage zum 9-Euro-Ticket an seine Kabinettkollegen. Darin hieß es weiter: „Neben der finanziellen Entlastung der Bürgerinnen und Bürger setzt die Maßnahme einen Anreiz zum Umstieg auf den ÖPNV und zur Energieeinsparung.“

Das Ziel der Energieeinsparung dürfte verfehlt werden. Die Auswertungen des ersten Aktions-Monats hat gezeigt, dass 25 Prozent der Verkehrszunahme durch das Ticket auf Fahrten zurückzuführen sind, die sonst nicht unternommen worden wären. Zudem sind die Fahrten mit dem eigenen Auto kaum weniger geworden. Dementsprechend gering dürfte auch die Kosten-Entlastung an der Tankstelle sein.

75% der Fahrten entsprechen also dem Ziel, denn diese sind ja offensichtlich stark vergünstig worden.
Gibt es irgendeine andere Maßnahme, wo tatsächlich 75% des Ziels erreicht wurde?
Ist ein tolles Ergebnis. Wünscht man sich bei anderen Maßnahmen auch!


Und auch zu einer allgemeinen Entlastung der Bürger wird das Ticket am Ende nicht führen – lediglich zu einer Umverteilung, da die Kosten der Bahnfahrten letztlich durch die Bürger selbst, in ihrer Eigenschaft als Steuerzahler, getragen werden müssen.

Ach, hat man gedacht, das Geld fällt vom Himmel und alle haben am Ende mehr auf dem Konto?
Im Prinzip hat man von oben nach unten umverteilt, um den ÖPNV, der sowieso da war, mal richtig auszulasten. Ist doch gut. Der SUV-Fahrer und Privatflugzeugnutzer zahlt der Geringverdienerfamilie den ÖPNV, der auch so gefahren wäre. Im Prinzip haben dadurch alle mehr, weil ja ungenutzte, aber bezahlte Leistung, endlich genutzt wird.
Die Verschwendung liegt ja eher im nicht ausgelasteten ÖPNV, denn da werden ja leere Sitze bezuschusst, die nun ganz sicher auch keinen Umweltvorteil bringen?

Die ganze 9-Euro-Diskussion besteht zum Größenteil Polemik und Neid.
Aber vielleicht ist Deutschland einfach so.

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Steuerzahlerbund zum 9-Euro-Ticket: "am Ziel vorbei"

JanZ, HB, Mittwoch, 20.07.2022, 11:37 (vor 1360 Tagen) @ agw

Die ganze 9-Euro-Diskussion besteht zum Größenteil Polemik und Neid.
Aber vielleicht ist Deutschland einfach so.

Vor allem der Bund der Steuerzahler ist so. Bloß nicht "mein" Geld für irgendwas ausgeben, das mir womöglich nicht 100 % nutzen könnte. Sonst habe ich solche Töne bisher noch nicht vernommen.

Ansonsten volle Zustimmung zu deinem Beitrag.

Steuerzahlerbund zum 9-Euro-Ticket: "am Ziel vorbei"

gnampf, Mittwoch, 20.07.2022, 12:18 (vor 1360 Tagen) @ Barzahlung

Zum Hintergrund: Der Bund zahlt den Ländern für diese Aktion 2,5 Mrd. Euro. Diese Milliardensumme ist teilweise durch Schulden finanziert und wird somit vom Steuerzahler – aktuell und künftig – zu erwirtschaften sein. Rein rechnerisch sind dies – vom Kleinkind bis zum Greis – rund 30 Euro, die der Bundeszuschuss jeden Bürger kostet; also rund 10 Euro pro Aktions-Monat.

Hm... demnach wuerde also kostenloser OePNV nichtmals 19 Euro pro Person und Monat mehr kosten. Und da jammern die immer rum, das waere so unendlich teuer. Und ja, kostenlosen OePNV wuerden natuerlich alle zahlen, auch die, die ihn nicht nutzen. Wie ja bei vielem anderen auch.

Steuerzahlerbund zum 9-Euro-Ticket: "am Ziel vorbei"

agw, NRW, Mittwoch, 20.07.2022, 14:29 (vor 1360 Tagen) @ gnampf

Zum Hintergrund: Der Bund zahlt den Ländern für diese Aktion 2,5 Mrd. Euro. Diese Milliardensumme ist teilweise durch Schulden finanziert und wird somit vom Steuerzahler – aktuell und künftig – zu erwirtschaften sein. Rein rechnerisch sind dies – vom Kleinkind bis zum Greis – rund 30 Euro, die der Bundeszuschuss jeden Bürger kostet; also rund 10 Euro pro Aktions-Monat.


Hm... demnach wuerde also kostenloser OePNV nichtmals 19 Euro pro Person und Monat mehr kosten. Und da jammern die immer rum, das waere so unendlich teuer. Und ja, kostenlosen OePNV wuerden natuerlich alle zahlen, auch die, die ihn nicht nutzen. Wie ja bei vielem anderen auch.

Das ist ja das Solidar-/Semesterticketprinzip.
Und ja, gegenüber anderen (Sonder-)ausgaben wäre der kostenlose ÖPNV eher günstig zu haben. Gehen ja derzeit wieder alle möglichen Vergleiche durch die sozialen Medien.

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Steuerzahlerbund zum 9-Euro-Ticket: "am Ziel vorbei"

Barzahlung, Mittwoch, 20.07.2022, 16:39 (vor 1360 Tagen) @ agw

Zum Hintergrund: Der Bund zahlt den Ländern für diese Aktion 2,5 Mrd. Euro. Diese Milliardensumme ist teilweise durch Schulden finanziert und wird somit vom Steuerzahler – aktuell und künftig – zu erwirtschaften sein. Rein rechnerisch sind dies – vom Kleinkind bis zum Greis – rund 30 Euro, die der Bundeszuschuss jeden Bürger kostet; also rund 10 Euro pro Aktions-Monat.


Hm... demnach wuerde also kostenloser OePNV nichtmals 19 Euro pro Person und Monat mehr kosten. Und da jammern die immer rum, das waere so unendlich teuer. Und ja, kostenlosen OePNV wuerden natuerlich alle zahlen, auch die, die ihn nicht nutzen. Wie ja bei vielem anderen auch.


Das ist ja das Solidar-/Semesterticketprinzip.

Und der Name ist hier auch Programm!
Friederike (18), die sich entschieden hat, am Studienort eine Wohnung zu mieten, dafür nebenbei arbeiten geht und mit dem Fahrrad zur Uni fährt, darf Pascal (22), der noch bei seinen Eltern wohnt und auch vom "Beruf" Student ist, das Pendeln mit der Bahn finanzieren.

Sehr solidarisch, was dem Pascal hier widerfährt. Nur Friederike hat halt einfach Pech gehabt.

Und ja, gegenüber anderen (Sonder-)ausgaben wäre der kostenlose ÖPNV eher günstig zu haben.

Nein, ist er nicht. Der ist ja nicht mal nutzerfinanziert auch nur annähernd kostendeckend unterwegs.

Was ihr wollt ist mehr Umverteilung von reich nach arm.
Sowas sollte aber nicht über Tarifmaßnahmen im ÖPNV erfolgen. Dafür könnte man auch einfach jedem Bürger ein "Mobilitätsgeld" zahlen und der Bürger kann dann selber frei entscheiden, ob er sich davon ein nutzloses ÖPNV-Ticket kaufen will oder doch lieber mit dem Fahrrad fährt.

Steuerzahlerbund zum 9-Euro-Ticket: "am Ziel vorbei"

gnampf, Mittwoch, 20.07.2022, 17:15 (vor 1360 Tagen) @ Barzahlung

Sowas sollte aber nicht über Tarifmaßnahmen im ÖPNV erfolgen. Dafür könnte man auch einfach jedem Bürger ein "Mobilitätsgeld" zahlen und der Bürger kann dann selber frei entscheiden, ob er sich davon ein nutzloses ÖPNV-Ticket kaufen will oder doch lieber mit dem Fahrrad fährt.

Nein, ich denke keiner hier möchte die PKW-Fahrten subventionieren. Und deine Studentin hätte ja auch nix davon, nachdem sie keine Mobilitätskosten hat. Wenn soll sowas dazu dienen, dass die Leute eben auf umweltfreundlichere Varianten umsteigen. Und bei einem deutschlandweiten Konzept kommt das dann auch deiner Studentin zu Gute, die damit dann mal die Eltern besuchen kann, in Urlaub fahren, etc. Und wer sich niemals die Bahn antun würde, weil das ja eh alles ekelig ist, und das eigene SUV eh das beste... nun, der hat dann halt Pech gehabt, wirds aber verschmerzen können. So wie er auch die Krankheiten anderer mitfinanzieren muß, andere seine Straßen schon jetzt mitfinanzieren, etc.

Steuerzahlerbund zum 9-Euro-Ticket: "am Ziel vorbei"

Barzahlung, Mittwoch, 20.07.2022, 17:43 (vor 1360 Tagen) @ gnampf

Sowas sollte aber nicht über Tarifmaßnahmen im ÖPNV erfolgen. Dafür könnte man auch einfach jedem Bürger ein "Mobilitätsgeld" zahlen und der Bürger kann dann selber frei entscheiden, ob er sich davon ein nutzloses ÖPNV-Ticket kaufen will oder doch lieber mit dem Fahrrad fährt.


Nein, ich denke keiner hier möchte die PKW-Fahrten subventionieren. Und deine Studentin hätte ja auch nix davon, nachdem sie keine Mobilitätskosten hat.

Das Mobilitätsgeld bekäme jeder. Die Studentin macht damit halt Plus, weil das Mobilitätsgeld die anfallenden Kosten für spitzgefahrene Ritzel übersteigt.

Wenn soll sowas dazu dienen, dass die Leute eben auf umweltfreundlichere Varianten umsteigen.

Das Ziel lautet nicht, dass Radfahrer und Fußgänger für ihren Reisebedarf künftig in der Bahn sitzen, um unterwegs auch möglichst viele Leute umzubringen.
(Auch selber mangels Bewegung ungesünder leben und deshalb langfristig neben den Steuerzahlern auch noch die KK-Beitragszahler belasten).

Und bei einem deutschlandweiten Konzept kommt das dann auch deiner Studentin zu Gute, die damit dann mal die Eltern besuchen kann, in Urlaub fahren, etc.

Es reicht schon, wenn sie für den Besuch der Eltern oder Urlaub auf den Fernverkehr angewiesen ist. Da zahlt sie auch wieder doppelt: Fürs nutzlose ÖPNV-Ticket und für den SPFV noch on Top, weil sie nicht von München nach Hamburg mit Regionalzügen fahren wird.

Und wer sich niemals die Bahn antun würde, weil das ja eh alles ekelig ist, und das eigene SUV eh das beste... nun, der hat dann halt Pech gehabt, wirds aber verschmerzen können.

Friederike hat keinen SUV. Sowas passt nicht zu ihrem ökologischen Lebensstil. ;-)

Steuerzahlerbund zum 9-Euro-Ticket: "am Ziel vorbei"

gnampf, Mittwoch, 20.07.2022, 18:07 (vor 1360 Tagen) @ Barzahlung

Das Mobilitätsgeld bekäme jeder.

Eben, Ziel verfehlt.

Das Ziel lautet nicht, dass Radfahrer und Fußgänger für ihren Reisebedarf künftig in der Bahn sitzen, um unterwegs auch möglichst viele Leute umzubringen.

Ähhhh... ja... klar... ich geh also demnächst dann nicht mehr zu Fuß vom Bahnhof zur Arbeit, sondern fahr da mit der Bahn hin. Warum bin ich da noch nicht drauf gekommen? Ach soo... weil die Strecken, die ich zu Fuß laufe, per Bahn gar nicht machbar sind.
Aber gut das du mich aufgeklärt hast, dich mit jeder Bahnfahrt unterwegs Leute umbringe. Wie viele sind es denn so, und richtet sich das Entfernung, Zugart, ...? Bekomme ich je nach Alter eine Prämie?

(Auch selber mangels Bewegung ungesünder leben und deshalb langfristig neben den Steuerzahlern auch noch die KK-Beitragszahler belasten).

Nun, wenn es darum geht, dann fangen wir mal an Alkohol, Zigaretten, riskante Sportarten, etc. zu verbieten. Und natürlich auch die Impfpflicht gegen Corona einzuführen, das ist ja was für dich.

Es reicht schon, wenn sie für den Besuch der Eltern oder Urlaub auf den Fernverkehr angewiesen ist. Da zahlt sie auch wieder doppelt: Fürs nutzlose ÖPNV-Ticket und für den SPFV noch on Top, weil sie nicht von München nach Hamburg mit Regionalzügen fahren wird.

Sagt wer? Wieviel ändert sich denn am Konzept, wenn auch der FV mit dabei ist? Wird nicht viel sein pro Person.

Und wer sich niemals die Bahn antun würde, weil das ja eh alles ekelig ist, und das eigene SUV eh das beste... nun, der hat dann halt Pech gehabt, wirds aber verschmerzen können.


Friederike hat keinen SUV. Sowas passt nicht zu ihrem ökologischen Lebensstil. ;-)

Die vielleicht nicht. Aber zig andere, die du mit deinem Mobilitätsgeld beglückt hast, weil sie jetzt fürs SUV-Fahren auch noch belohnt werden. Wenn Friederike so ökologisch unterwegs ist, dann würde sie aber auch das Konzept unterstützen, selbst wenn sie direkt nicht groß davon profitiert.

Steuerzahlerbund zum 9-Euro-Ticket: "am Ziel vorbei"

Barzahlung, Mittwoch, 20.07.2022, 18:34 (vor 1360 Tagen) @ gnampf

(Auch selber mangels Bewegung ungesünder leben und deshalb langfristig neben den Steuerzahlern auch noch die KK-Beitragszahler belasten).


Nun, wenn es darum geht, dann fangen wir mal an Alkohol, Zigaretten, riskante Sportarten, etc. zu verbieten.

Thema verfehlt.
Nochmal: Was Du forderst, sind staatlich finanzierte Fehlanreize, nämlich dass Leute anstelle mit dem Fahrrad zu fahren, zu Fuß zu gehen oder Reisen zu unterlassen, teuere ÖPNV-Kapazitäten beanspruchen.

Meines Wissens zahlt der Staat keinen Zuschuss dafür, dass Alkohol getrunken und Kippen geraucht werden, ganz im Gegenteil.

Es reicht schon, wenn sie für den Besuch der Eltern oder Urlaub auf den Fernverkehr angewiesen ist. Da zahlt sie auch wieder doppelt: Fürs nutzlose ÖPNV-Ticket und für den SPFV noch on Top, weil sie nicht von München nach Hamburg mit Regionalzügen fahren wird.


Sagt wer? Wieviel ändert sich denn am Konzept, wenn auch der FV mit dabei ist? Wird nicht viel sein pro Person.

Das ist ja noch schlimmer.

Genauso wie sich an Fahrrädern Ketten und Ritzel abfahren, muss auch eine Beförderungsleistung im Schienenverkehr mit einem Preis versehen sein.
Beim ÖPNV wie beim SPFV meines Erachtens so, dass die Ticketpreise den Erlös maximieren. Das ist man dem Steuerzahler nämlich schuldig und nur so besteht für die VU und AT ein Anreiz, Verkehrsleistungen marktgerecht und mit hoher Qualität zu erbringen bzw. zu bestellen.

Wenn einem die Fahrkarten zu teuer sind, ist das eine Angelegenheit der Sozial- und nicht der Verkehrsämter. Es ist aber wohl eher in Indiz dafür, dass die Fahrten selber nicht wirklich erforderlich waren.

Und wer sich niemals die Bahn antun würde, weil das ja eh alles ekelig ist, und das eigene SUV eh das beste... nun, der hat dann halt Pech gehabt, wirds aber verschmerzen können.


Friederike hat keinen SUV. Sowas passt nicht zu ihrem ökologischen Lebensstil. ;-)


Die vielleicht nicht. Aber zig andere, die du mit deinem Mobilitätsgeld beglückt hast, weil sie jetzt fürs SUV-Fahren auch noch belohnt werden.

Für den SUV-Fahrer ist das Mobilitätsgeld genauso hoch.
Damit der nicht "beglückt" wird, dafür gibt es andere Stellschrauben: Kfz-Steuer, Minerölsteuer, Infrastrukturabgaben etc.

Steuerzahlerbund zum 9-Euro-Ticket: "am Ziel vorbei"

gnampf, Mittwoch, 20.07.2022, 19:26 (vor 1359 Tagen) @ Barzahlung

Thema verfehlt.

Nö, nur deine Verfehlung aufgegriffen, wo du ja auf den restlichen Part dann nicht mehr eingegangen bist. Also führ doch nochmal auf, wie ich mit der Bahnfahrt jetzt die Menschheit ausroote.

Nochmal: Was Du forderst, sind staatlich finanzierte Fehlanreize, nämlich dass Leute anstelle mit dem Fahrrad zu fahren, zu Fuß zu gehen oder Reisen zu unterlassen, teuere ÖPNV-Kapazitäten beanspruchen.

Tja, dann lies es dir nochmal durch, irgendwann wirst du es bestimmt begreifen. Bis dahin unterstell mir nicht einfach irgendwelchen Blödsinn. Auch hier bist du ja nicht auf die Rückfragen eingegangen, wie ich denn jetzt demnächst mit dem Zug direkt bis in die Arbeit fahren kann, von zu Hause aus, ohne zu laufen.
Würde nichtmals mit Bus, Tram und U-Bahn dazu klappen. Und man sieht ja schon am 9 Euro Ticket, wie plötzlich alle Fußgänger und Radfahrer verschwunden sind.

Meines Wissens zahlt der Staat keinen Zuschuss dafür, dass Alkohol getrunken und Kippen geraucht werden, ganz im Gegenteil.

Und? War ja auch nicht Thema, sondern du hast behauptet man dürfe so ein Ticket nicht anbieten, weil die Leute dann fett und teuer für die Krankenversicherung werden. Da haben wir aber erstmal ganz andere Themen anzugehen um selbige zu entlasten. Ansonsten steht es jedem frei Fett zu werden und die Krankenkasse zu belasten. Ob er das dann mit dem x Euro-Ticket oder mit dem E-Roller macht spielt da eh keine Rolle.

Das ist ja noch schlimmer.

Klar, kann man einfach mal so als Behauptung in den Raum werfen, macht sich gut da.

Genauso wie sich an Fahrrädern Ketten und Ritzel abfahren, muss auch eine Beförderungsleistung im Schienenverkehr mit einem Preis versehen sein.

Ahja, weil? Ist das ein Naturgesetz, von dem ich noch nichts mitbekommen hab? Und wenn ja, wieso darf dann überhaupt was subventioniert werden? Dann müssten doch sämtliche Leistungen auf dieser Welt zu ihren Vollkosten angeboten werden.

Beim ÖPNV wie beim SPFV meines Erachtens so, dass die Ticketpreise den Erlös maximieren. Das ist man dem Steuerzahler nämlich schuldig und nur so besteht für die VU und AT ein Anreiz, Verkehrsleistungen marktgerecht und mit hoher Qualität zu erbringen bzw. zu bestellen.

Man ist dem Steuerzahler vieles schuldig, auch z.B. das man sich darum kümmert, dass er ein lebenswertes Leben mit einer Zukunft führen kann, die auch seine Kinder noch problemlos erleben können. Das klappt halt nicht wenn man fröhlich sämtliche Resourcen auf die ineffizienteste Art verbraucht, die dem Bürger gerade passt oder dem Unternehmen den meisten Gewinn einbringt. Der Staat ist nicht für die Gewinnmaximierung da, sondern fürs Allgemeinwohl.

Wenn einem die Fahrkarten zu teuer sind, ist das eine Angelegenheit der Sozial- und nicht der Verkehrsämter. Es ist aber wohl eher in Indiz dafür, dass die Fahrten selber nicht wirklich erforderlich waren.

Ah, coole Logik, was man sich nicht leisten kann, das braucht man auch nicht. Ok, du kommst nicht mehr zur Arbeit, egal. Kannst dir das essen nicht mehr leisten? Na, dann brauchst du das wohl auch nicht. Warme Bude, kein Geld für? Na, dann brauchst du die wohl auch nicht.
Als jemand der es sich leisten kann spricht sich sowas natürlich einfach. Krankenkasse natürlich dann auch abschaffen, wenn du dir die Behandlung dann mal nicht leisten kannst, dann brauchst du sie halt auch nicht.

Für den SUV-Fahrer ist das Mobilitätsgeld genauso hoch.

Genau, und damit um 100% zu hoch, denn dort erfüllt es nicht den Zweck den es erfüllen soll.

Damit der nicht "beglückt" wird, dafür gibt es andere Stellschrauben: Kfz-Steuer, Minerölsteuer, Infrastrukturabgaben etc.

Ah, damit wir die Bürokratie also noch höher drehen. Zuerst verteilen wir ein Mobilitätsgeld, wofür wir wieder alle Berechtigten ermitteln und erreichen müssen, natürlich die Berechtigungen geprüft werden wollen, damit nicht einfach jemand aus dem Ausland, ohne Arbeit, ... sich die Kohle abgreift. Und dann führen wir halt hintenrum noch wieder neue Abgaben ein, um das ganze wieder zurück zu bekommen. Am Ende haben wir also einen Haufen Kohle verbrannt und das System ein Stück schlechter gemacht. Gute Idee!

Schon Mal was von Urabstimmung gehört?

Höllentalbahn, Donnerstag, 21.07.2022, 01:05 (vor 1359 Tagen) @ Barzahlung
bearbeitet von Höllentalbahn, Donnerstag, 21.07.2022, 01:09

Die Studierenden wählen Gremien, die diese Verträge aushandeln und die Studierenden stimmen anschließend darüber ab ob sie dieses Angebot wahrnehmen wollen.
Auf den Link vom "Steuerzahlerbund" der nicht nur komplett am Thema vorbeischießt, sondern eine peinliche Organisation von verbitterten alten Säcken ist, die über alles Mosern was nicht eine Steuererleichterung für die Oberschicht ist, muss man da auch gar nicht näher eingehen.

Steuerzahlerbund zum 9-Euro-Ticket: "am Ziel vorbei"

agw, NRW, Donnerstag, 21.07.2022, 06:59 (vor 1359 Tagen) @ Barzahlung

Zum Hintergrund: Der Bund zahlt den Ländern für diese Aktion 2,5 Mrd. Euro. Diese Milliardensumme ist teilweise durch Schulden finanziert und wird somit vom Steuerzahler – aktuell und künftig – zu erwirtschaften sein. Rein rechnerisch sind dies – vom Kleinkind bis zum Greis – rund 30 Euro, die der Bundeszuschuss jeden Bürger kostet; also rund 10 Euro pro Aktions-Monat.


Hm... demnach wuerde also kostenloser OePNV nichtmals 19 Euro pro Person und Monat mehr kosten. Und da jammern die immer rum, das waere so unendlich teuer. Und ja, kostenlosen OePNV wuerden natuerlich alle zahlen, auch die, die ihn nicht nutzen. Wie ja bei vielem anderen auch.


Das ist ja das Solidar-/Semesterticketprinzip.


Und der Name ist hier auch Programm!
Friederike (18), die sich entschieden hat, am Studienort eine Wohnung zu mieten, dafür nebenbei arbeiten geht und mit dem Fahrrad zur Uni fährt, darf Pascal (22), der noch bei seinen Eltern wohnt und auch vom "Beruf" Student ist, das Pendeln mit der Bahn finanzieren.

Sehr solidarisch, was dem Pascal hier widerfährt. Nur Friederike hat halt einfach Pech gehabt.

Ne, die profitiert auch.
Ohne Semesterticket würden fast alle mit dem Auto fahren.
Da würde man Bus & Bahn einstellen. Radwege würde es auch nicht geben, dafür Doppelspuren für's Auto mit viel Stau. Da würde dann Friederike hinter stinkenden alten Autos im Stau stehen.
Möchte Friederike das wirklich?

Und fährt Friederike wirklich alles mit dem Fahrrad? Also nur zwischen Uni und "eigener Wohnung" (Zimmer im Wohnheim war nich gut genug?).
Oder bewegt sie sich doch mal etwas weiter. Womit? Mietwagen?

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Steuerzahlerbund zum 9-Euro-Ticket: "am Ziel vorbei"

Barzahlung, Donnerstag, 21.07.2022, 21:47 (vor 1358 Tagen) @ agw

Ne, die profitiert auch.
Ohne Semesterticket würden fast alle mit dem Auto fahren.

Radwege würde es auch nicht geben

Das schreib ich schon die ganze Zeit. Ohne Impfpflicht kriegen wir die Klimakrise nie in den Griff.


@gnampf

Bis dahin unterstell mir nicht einfach irgendwelchen Blödsinn.

Vielleicht häst DU mal Deine Strohmänner aus der Diskussion draußen. Strohmänner, die sich wie folgt geäußert haben...

wie ich mit der Bahnfahrt jetzt die Menschheit ausroote.

wie plötzlich alle Fußgänger und Radfahrer verschwunden sind.

usw.

Ah, damit wir die Bürokratie also noch höher drehen. Zuerst verteilen wir ein Mobilitätsgeld

Ich hab nirgendwo behauptet, dass das eine gute Idee wäre, nur dass es dem Anspruch, Mobilität sozialverträglicher zu machen, eher gerecht wird als Dein Ansatz eines für die Bevölkerung mehrheitlich nutzlosen ÖPNV-Tickets, das von jedem bezahlt werden soll.

Steuerzahlerbund zum 9-Euro-Ticket: "am Ziel vorbei"

gnampf, Donnerstag, 21.07.2022, 21:57 (vor 1358 Tagen) @ Barzahlung

@gnampf

Bis dahin unterstell mir nicht einfach irgendwelchen Blödsinn.


Vielleicht häst DU mal Deine Strohmänner aus der Diskussion draußen. Strohmänner, die sich wie folgt geäußert haben...

wie ich mit der Bahnfahrt jetzt die Menschheit ausroote.

wie plötzlich alle Fußgänger und Radfahrer verschwunden sind.


usw.

Ok, ich geb auf, das ist einfach nur noch unverständliches Kauderwelsch, dass du da von dir gibst. Keine Ahnung, was du damit sagen willst.

Ah, damit wir die Bürokratie also noch höher drehen. Zuerst verteilen wir ein Mobilitätsgeld


Ich hab nirgendwo behauptet, dass das eine gute Idee wäre, nur dass es dem Anspruch, Mobilität sozialverträglicher zu machen, eher gerecht wird als Dein Ansatz eines für die Bevölkerung mehrheitlich nutzlosen ÖPNV-Tickets, das von jedem bezahlt werden soll.

Nein, wird es nicht. Sozialverträglich schließt auch ein, dass es noch eine Welt gibt auf der man leben kann. Mit deiner SUV-Förderung ist das nicht gegeben. Und mit dem bei deiner Lösung verbrannten Geld kann man sicherlich auch diverse andere soziale Projekte durchziehen. Der einzige Vorteil bei deiner Lösung: es würden zusätzliche staatliche Stellen in der Verwaltung geschaffen.

Kolumne: "Öffis sind nicht zum Wegschmeissen da."

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 25.07.2022, 14:16 (vor 1355 Tagen) @ Administrator

Hallo ICE-Fans,

wer im Gesichtbuch ist, hat sie vielleicht schon gelesen: meine Kolumne (auf NLisch) über die aktuelle Ticketverramschung. Um Missverständnisse vorzubeugen, hier meine Übersetzung auf deutsch.
Der Text kam zum Teil auch zustande dank Erfahrungen mancher ICE-Fans; ich bin Euch dafür dankbar.

Öffentlicher Verkehr ist nicht zum Wegschmeissen da

Die Niederlande sind das Land mit der grössten Autodichte der Welt. Nirgendwo sonst (ausgenommen Stadtstaaten) findet man mehr als 200 Autos pro Quadratkilometer. Zum Vergleich: in Deutschland, das Land der unbegrenzten Autobahnraserei, liegt diese Zahl bei 145. Der öffentliche Verkehr stellt hier keine Alternative da. Zu teuer, wird hier oft geklagt. "In Deutschland sind die Öffis spottbillig, wieso kann das hier nicht?", ist eine Frage die ich schon recht oft lesen und hören durfte.

In Deutschland kann man während der Monate Juni, Juli und August für 9 Euro pro Monat unlimitiert mit dem öffentlichen Verkehr reisen. Okay, zwar niet mit dem ICE, aber mit regionalen Zügen kann man auch weit kommen. Es ist eine Massnahme der Regierung um die Finanzlasten der Bürger zu lindern und zugleich Umwelt zu entlasten. Die Massnahme sieht erfolgreich aus: Millionen von "neun Euro Tickets" wurden bereits verkauft und die Busse und Bahnen sind gut gefüllt. Also: wenn es "drüben" funktioniert, wieso denn hier nicht?

Leider sieht die Wirklichkeit anders aus. Auf den deutrschen Strassen ist der Verkehr nur marginal abgenommen. Ist ja logisch: wieso würde jemand auf Bus und Bahn umsteigen, wenn Arbeitgeber die Reisekosten erstattet? Die allermeisten Fahrten, die mit den Billigfahrkarten gemacht werden, sind Spassfahrten. Diese kommen also zusätzlich zum bereits vorhandenen Pendlerverkehr. Das kommt der Umwelt also nicht zugute.

Zugleich werden die Züge und die Infrastruktur, die schon vor Einführung der Billigfahrkarten überlastet waren, derart auf die Probe gestellt, dass man den Fahrplan nicht mehr halten kann. Verspätung und Ausfälle sind inzwischen Tagesordnung geworden. Es hat schon dazu geführt, dass Festkunden der deutschen Bahn fern bleiben. Zudem sei die Frage, ob die Neukunden auch in September nach wie vor Bus und Bahn fahren, oder doch lieber zu ihren Autos zurückkehren.

Daher hoffe ich, dass unser Land nicht mit diesem Wahnsinn mitmacht. Der öffentliche Verkehr ist kein Produkt dass man ausverkauft, bis zum Ende abnutzt und zuletzt in die Tonne schmeisst. Guer öffentlicher Verkehr sorgt für Mobilitätsfreiheit: die Wahl aus mehreren Beförderungsmitteln. Aber guter öffentlicher Verkehr kann nur dadurch existieren, dass man investiert. In Infrastruktur, Busse und Bahnen. Mit Billigfahrkarten werden Verspätungen nich kürzer, Bahnsteige nicht länger, Strecken nicht schneller und Züge nicht besser. Unser Land sollte also von dieser Ticketverramschung Abstand halten. So viel Abstand, dass dessen Bereisung mit einem "neu Neuro Ticket" nicht mehr lohnt.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

;-)

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 25.07.2022, 14:26 (vor 1355 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von Der Blaschke, Montag, 25.07.2022, 14:27

Hallo.

In Deutschland kann man während der Monate Juni, Juli und August für 9 Euro pro Monat unlimitiert mit dem öffentlichen Verkehr reisen. Okay, zwar niet mit dem ICE, aber mit regionalen Zügen kann man auch weit kommen.

(...) Also: wenn es "drüben" funktioniert, wieso denn hier nicht?

Weil man bei euch NIE weit kommt ...

Kaum sitzt man im Zug und der fährt los, ist man ja entweder schon da oder an der Staatsgrenze.


Schöne Grüße von jörg

Kolumne: "Öffis sind nicht zum Wegschmeissen da."

Paladin, Hansestadt Rostock / Güstrow, Montag, 25.07.2022, 14:35 (vor 1355 Tagen) @ Oscar (NL)

Hallo Oscar,

Danke für den Beitrag, ist mir aber zu viel Meinung und zu wenig Belege. (Ist Deine Kolumne, kannst du natürlich machen, wie Du es willst!)

Die Niederlande sind das Land mit der grössten Autodichte der Welt. Nirgendwo sonst (ausgenommen Stadtstaaten) findet man mehr als 200 Autos pro Quadratkilometer. Zum Vergleich: in Deutschland, das Land der unbegrenzten Autobahnraserei, liegt diese Zahl bei 145. Der öffentliche Verkehr stellt hier keine Alternative da. Zu teuer, wird hier oft geklagt. "In Deutschland sind die Öffis spottbillig, wieso kann das hier nicht?", ist eine Frage die ich schon recht oft lesen und hören durfte.

Spottbillig? Das kann nur jemand sagen, der nur auf die Sparpreise schaut und nicht die Tickets in den hiesigen Verkehrsverbünden kennt ...

Leider sieht die Wirklichkeit anders aus. Auf den deutrschen Strassen ist der Verkehr nur marginal abgenommen.

Ist das so? Gibt es dazu bereits ausgewertete Statistiken, wie sich das 9€-Ticket auf den Pendlerverkehr ausgewirkt hat? Oder ist das eher "so ein Empfinden"?

Ist ja logisch: wieso würde jemand auf Bus und Bahn umsteigen, wenn Arbeitgeber die Reisekosten erstattet?

Es wird nicht jede Autofahrt vom Arbeitgeber erstattet. Pendelverkehr sind keine Reisekosten.

Die allermeisten Fahrten, die mit den Billigfahrkarten gemacht werden, sind Spassfahrten.

Ist das so?

Diese kommen also zusätzlich zum bereits vorhandenen Pendlerverkehr. Das kommt der Umwelt also nicht zugute.

Ist das so? Wären die Spaßfahrten nicht ggf. mit dem Auto unternommen worden?

Zugleich werden die Züge und die Infrastruktur, die schon vor Einführung der Billigfahrkarten überlastet waren, derart auf die Probe gestellt, dass man den Fahrplan nicht mehr halten kann. Verspätung und Ausfälle sind inzwischen Tagesordnung geworden.

Das war schon vor dem 9€-Ticket so...

Es hat schon dazu geführt, dass Festkunden der deutschen Bahn fern bleiben. Zudem sei die Frage, ob die Neukunden auch in September nach wie vor Bus und Bahn fahren, oder doch lieber zu ihren Autos zurückkehren.

Das wird sich zeigen. Derzeit wird ja über ein Folgeangebot diskutiert.

Daher hoffe ich, dass unser Land nicht mit diesem Wahnsinn mitmacht. Der öffentliche Verkehr ist kein Produkt dass man ausverkauft, bis zum Ende abnutzt und zuletzt in die Tonne schmeisst. Guer öffentlicher Verkehr sorgt für Mobilitätsfreiheit: die Wahl aus mehreren Beförderungsmitteln. Aber guter öffentlicher Verkehr kann nur dadurch existieren, dass man investiert. In Infrastruktur, Busse und Bahnen. Mit Billigfahrkarten werden Verspätungen nich kürzer, Bahnsteige nicht länger, Strecken nicht schneller und Züge nicht besser. Unser Land sollte also von dieser Ticketverramschung Abstand halten. So viel Abstand, dass dessen Bereisung mit einem "neu Neuro Ticket" nicht mehr lohnt.

Hier ist es wieder, das "entweder oder" - Es muss SOWOHL in die Infrastruktur investiert werden, als auch das ANGEBOT angepasst werden.

Da in dem Text ja relativ viele Behauptungen auftraten, stelle ich hier noch eine Behauptung auf:

Nicht nur der Preis des 9€-Tickets überzeugt, sondern auch die Einfachheit: Ticket zum Festpreis kaufen, einsteigen, losfahren. Keine Verbünde, Kreise, Tarifzonen, Waben, willkürlich endende "Tages"karten, etc....

Eindrücke ...

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 25.07.2022, 15:25 (vor 1355 Tagen) @ Paladin

Hallo.

Spottbillig? Das kann nur jemand sagen, der nur auf die Sparpreise schaut und nicht die Tickets in den hiesigen Verkehrsverbünden kennt ...

Da haben wir's wieder ...

Ich habe schon genug SSP gesehen, wo ich das Wort "spottbillig" für etwas falsch halte ...

Aber ja, über hohe Preise wird vor allem bei Verbundtickets gemotzt. Was mich zu der Forderung treibt, dass SP/SSP-System auch in Verbünden anzuwenden. Über die Verbundticketpreise wird gemosert, weil sie viel zu wenig gespreizt sind und so niemand das Gefühl hat, sparen zu können. Der SSP ist im Zweifel auch nicht günstig - aber das 'SuperSpar' vernebelt die Sinne.

Zugbindung in der S-Bahn. Warum nicht? Oder warum nicht Tickets, die nicht in allen Zügen/Bussen gelten? Nur auf die 9 Uhr-Grenze setzen, ist zu starr.

Teilweise gibt's dann schon Spreizungen. Z.B. Tickets wie das Nachtticket des VBN in Bremen/Niedersachsen. Was der Navigator aber nicht verkauft, wenn man es nach Gültigkeitsbeginn 19 Uhr erwerben möchte - da hat er Filmriß; stört aber keinen Verantwortlichen. Und so sieht man es fast nie.

Leider sieht die Wirklichkeit anders aus. Auf den deutrschen Strassen ist der Verkehr nur marginal abgenommen.

Ist das so? Gibt es dazu bereits ausgewertete Statistiken, wie sich das 9€-Ticket auf den Pendlerverkehr ausgewirkt hat? Oder ist das eher "so ein Empfinden"?

Die allermeisten Fahrten, die mit den Billigfahrkarten gemacht werden, sind Spassfahrten.

Ist das so?

Diese kommen also zusätzlich zum bereits vorhandenen Pendlerverkehr. Das kommt der Umwelt also nicht zugute.

Ist das so? Wären die Spaßfahrten nicht ggf. mit dem Auto unternommen worden?

Irgendwo las ich von entsprechenden Berichten. Finde das aber nicht wieder. Allerdings sind das auch meine Erfahrungen aus vielen Erhebungen. Die ich hier zusammenfasste und die möglicherweise in Oscars Meinung einflossen:

https://www.ice-treff.de/index.php?mode=entry&id=661403

Hier ist es wieder, das "entweder oder" - Es muss SOWOHL in die Infrastruktur investiert werden, als auch das ANGEBOT angepasst werden.

Ja.

Da in dem Text ja relativ viele Behauptungen auftraten, stelle ich hier noch eine Behauptung auf:

Nicht nur der Preis des 9€-Tickets überzeugt, sondern auch die Einfachheit: Ticket zum Festpreis kaufen, einsteigen, losfahren. Keine Verbünde, Kreise, Tarifzonen, Waben, willkürlich endende "Tages"karten, etc....

Das widerspricht dem vorher geschriebenen aber nicht, sondern ergänzt es!


Schöne Grüße von jörg

Sammelthread "9-Euro-Ticket" - hoffentlich bald wieder weg!

ktmb, Freitag, 05.08.2022, 13:20 (vor 1344 Tagen) @ Administrator

Nach diesen ganzen Einschränkungen, die durch das 9 € Ticket entstanden sind, ist zu hoffen, dass dieses Ticket ab September nicht mehr weitergeführt wird. 2,5 Mrd. € hätten den einen oder anderen Bahnhof/Haltepunkt sanieren können, die eine oder andere Strecke ..., den einen oder anderen Triebzug ... usw.

Sammelthread "9-Euro-Ticket" - hoffentlich bald wieder weg!

tommie, Freitag, 05.08.2022, 13:33 (vor 1344 Tagen) @ ktmb

2,5 Mrd. € hätten den einen oder anderen Bahnhof/Haltepunkt sanieren können, die eine oder andere Strecke ..., den einen oder anderen Triebzug ... usw.

Ja, wirklich eine Frechheit, dass das ganze Geld einfach im Keller des Verkehrsministeriums verfeuert wurde. Was hätten die Verkehrsunternehmen damit alles machen können!

katasrophale Zustände in HH Hbf. bzw. der normale Wahnsinn

ktmb, Sonntag, 21.08.2022, 12:10 (vor 1328 Tagen) @ Administrator
bearbeitet von ktmb, Sonntag, 21.08.2022, 12:15

Das war gestern zumindest in HH Hbf. katastrophal, was die Menschenmassen und das fast unmögliche Durchkommen auf Verteilerebene und Bahnsteig (Gleis 13/14) anging. Das habe ich so noch nicht erlebt. Ein spezieller Sicherheitsdienst war auf dem Bahnsteig verteilt, um der Massen, die in einen bereitstehenden Metronom einsteigen wollten, Herr zu werden. Leider hat sich das auch auf die normalen Reisenden ausgewirkt, die nur einen IC oder ICE zum Ziel hatten.
Sah in etwa so aus:
https://youtube.com/shorts/o7wvDDSWTwg?feature=share

katasrophale Zustände in HH Hbf. bzw. der normale Wahnsinn

agw, NRW, Sonntag, 21.08.2022, 13:13 (vor 1328 Tagen) @ ktmb

Hamburg Hbf ist ein hoffnungsloser Fall.
Man müsste den Bahnhof komplett neu bauen und entweder in die Breite oder Höhe gehen.

Aber klar, Fahrgastverdoppelung bis 2030...

--
"Mit Vollgas in den Sommer: Sparen Sie 20% bei Europcar."
- bahn.de

Differenz Flexpreis Ticket zu 9 € Ticket erstattbar?

ktmb, Mittwoch, 24.08.2022, 19:52 (vor 1324 Tagen) @ Administrator

Habe ein Flexpreis Ticket mit der Kombination NV und FV gebucht. Aufgrund einer Zugverspätung des NV kann ich den FV nicht nutzen. Bekomme ich die Differenz zwischen dem Flexpreis rund dem 9 € Ticket erstattet? Die Verspätung wird ca. 50 Minuten betragen.

Äh, nein

Matze86, München, Mittwoch, 24.08.2022, 19:58 (vor 1324 Tagen) @ ktmb

- kein Text -

Ok, dann kostet das Rad nix ...

ktmb, Mittwoch, 24.08.2022, 20:02 (vor 1324 Tagen) @ Matze86
bearbeitet von ktmb, Mittwoch, 24.08.2022, 20:04

Ok, dann fährt halt mein Rad kostenlos mit. ;)

Ok, dann kostet das Rad nix ...

ktmb, Mittwoch, 24.08.2022, 22:38 (vor 1324 Tagen) @ ktmb

Und dann habe ich mir noch ein Ticket für die 1. Klasse geleistet, dabei aber übersehen, dass meine Probebahncard 50 für die 1. Klasse bereits am 22.08. abgelaufen ist. Ging aber gut.

Noch schlimmer...

Matze86, München, Mittwoch, 24.08.2022, 22:48 (vor 1324 Tagen) @ ktmb

- kein Text -

Noch schlimmer...

ktmb, Mittwoch, 24.08.2022, 22:51 (vor 1324 Tagen) @ Matze86
bearbeitet von ktmb, Mittwoch, 24.08.2022, 22:53

Ja, ich weiß. Aber was sollte ich tun, wenn mich die Bahnen in diese sehr gut gefüllten NV-Kompositionen werfen, obwohl ich FV bestellt hatte. An die abgelaufene Probebahncard hatte ich aber echt nicht gedacht. Das war so kein Vorsatz.
Immerhin konnte ich auch noch zwischen zwei Bahnhöfen mit dem Fahrrad durchs südliche Emsland fahren. Das war wie Urlaub.

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