BR24 meldet Zugunglück bei Garmirsch-P. Burgrain (Aktueller Betrieb)

kllaas, Freitag, 03.06.2022, 13:31 (vor 1503 Tagen)

Hallo,
BR 24 hat vor 10 Minuten ein Zugunglück in Burgrain, Markt GAP, mit mehreren Verletzten gemeldet.
Zur Zeit läuft ein Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten.
Ich wünsche allen Beteiligten alles Gute.
Kristian

BR24 meldet Zugunglück bei Garmirsch-P. Burgrain

VT 609, Freitag, 03.06.2022, 13:55 (vor 1503 Tagen) @ kllaas

Laut https://nobf.de/nobf/read.php?6,13289,13289#msg-13289 ist der betroffene Zug RB 59458 Garmisch-P. - München. Woher der Schreiber die Information hat, weiß ich nicht. Dazu passen würde aber, dass diese Fahrt im RIS ab Farchant als Ausfall gekennzeichnet ist und Oberau schon nicht mehr erreicht hat.

ICE 1205 steht im RIS momentan noch mit seinem regulären Laufweg. Ich habe aber meine Zweifel, dass er tatsächlich bis Innsbruck fährt. Vermutlich wird er in München Hbf enden.

BR24 meldet Zugunglück bei Garmirsch-P. Burgrain

cyberle, Düsseldorf, Freitag, 03.06.2022, 16:46 (vor 1503 Tagen) @ VT 609

Laut https://nobf.de/nobf/read.php?6,13289,13289#msg-13289 ist der betroffene Zug RB 59458 Garmisch-P. - München. Woher der Schreiber die Information hat, weiß ich nicht. Dazu passen würde aber, dass diese Fahrt im RIS ab Farchant als Ausfall gekennzeichnet ist und Oberau schon nicht mehr erreicht hat.

ICE 1205 steht im RIS momentan noch mit seinem regulären Laufweg. Ich habe aber meine Zweifel, dass er tatsächlich bis Innsbruck fährt. Vermutlich wird er in München Hbf enden.

Zug wird aufgrund einer Streckensperrung, zwischen München und Innsbruck via Rosenheim - Kufstein umgeleitet. Die Verkehrshalte Tutzing, Weilheim, Murnau, Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald und Seefeld (i. Tirol) entfallen.

BR24 meldet Zugunglück bei Garmirsch-P. Burgrain

cyberle, Düsseldorf, Freitag, 03.06.2022, 20:12 (vor 1503 Tagen) @ cyberle

Laut https://nobf.de/nobf/read.php?6,13289,13289#msg-13289 ist der betroffene Zug RB 59458 Garmisch-P. - München. Woher der Schreiber die Information hat, weiß ich nicht. Dazu passen würde aber, dass diese Fahrt im RIS ab Farchant als Ausfall gekennzeichnet ist und Oberau schon nicht mehr erreicht hat.

ICE 1205 steht im RIS momentan noch mit seinem regulären Laufweg. Ich habe aber meine Zweifel, dass er tatsächlich bis Innsbruck fährt. Vermutlich wird er in München Hbf enden.


Zug wird aufgrund einer Streckensperrung, zwischen München und Innsbruck via Rosenheim - Kufstein umgeleitet. Die Verkehrshalte Tutzing, Weilheim, Murnau, Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald und Seefeld (i. Tirol) entfallen.

Was natürlich ein bisschen Makaber ist, heute jährt sich Eschede zum 24 mal

BR24 meldet Zugunglück bei Garmirsch-P. Burgrain

Henning, Freitag, 03.06.2022, 23:21 (vor 1503 Tagen) @ cyberle

Laut https://nobf.de/nobf/read.php?6,13289,13289#msg-13289 ist der betroffene Zug RB 59458 Garmisch-P. - München. Woher der Schreiber die Information hat, weiß ich nicht. Dazu passen würde aber, dass diese Fahrt im RIS ab Farchant als Ausfall gekennzeichnet ist und Oberau schon nicht mehr erreicht hat.

ICE 1205 steht im RIS momentan noch mit seinem regulären Laufweg. Ich habe aber meine Zweifel, dass er tatsächlich bis Innsbruck fährt. Vermutlich wird er in München Hbf enden.


Zug wird aufgrund einer Streckensperrung, zwischen München und Innsbruck via Rosenheim - Kufstein umgeleitet. Die Verkehrshalte Tutzing, Weilheim, Murnau, Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald und Seefeld (i. Tirol) entfallen.


Was natürlich ein bisschen Makaber ist, heute jährt sich Eschede zum 24 mal

Es ist schon unglaublich, dass in den letzten Jahren so viele Zugunglücke in Bayern passierten: Im Februar diesen Jahres in Schäftlarn, 2018 in Aichach, 2016 in Bad Aibling

Link zum Merkur - vermutlich RB-D 59458 entgleist

Giovanni, Freitag, 03.06.2022, 13:56 (vor 1503 Tagen) @ kllaas

https://www.merkur.de/lokales/garmisch-partenkirchen/garmisch-partenkirchen-ort28711/zu...

--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

Unfallursache?

chriL999, Freitag, 03.06.2022, 22:33 (vor 1503 Tagen) @ kllaas
bearbeitet von chriL999, Freitag, 03.06.2022, 22:33

Die wahre Ursache weiß momentan natürlich keiner, aber kann es sein, dass bei einem langsam fahrenden Zug nur die hinteren Waggons entgleisen?
Beim Überfahren eines massiven Gegenstandes auf dem Gleis müssten doch die vorderen Waggons entgleisen?
Auch die angebliche Rauchentwicklung passt nicht ins Bild...

Unfallursache?

chriL999, Freitag, 03.06.2022, 23:07 (vor 1503 Tagen) @ chriL999

Spekulation, keine Analyse

mrhuss, FKON, Samstag, 04.06.2022, 12:31 (vor 1502 Tagen) @ chriL999
bearbeitet von mrhuss, Samstag, 04.06.2022, 12:32

Hier eine Analyse:

Für mich liest sich das nicht wie eine Analyse, sondern eher wie Spekulation. Für eine Analyse sind viel zu wenige Fakten bekannt.

Unfallursache?

Manitou, Sonntag, 05.06.2022, 00:56 (vor 1502 Tagen) @ chriL999

Da es sich um einen der ersten warmen Tage handelte, könnte eine Gleisverwerfung die Ursache sein. Das Unfallbild, daß die Mitte des Zuges dabei entgleiste, entspricht z.B. dem Unfall bei Erfurt-Bischleben, wo in den 70er Jahren ein Schnellzug auf einer Gleisverwerfung entgleiste. Die Lok und die ersten Wagen kamen über die Verwerfung hinweg, weitere Wagen entgleisten, wobei die Wagen in Zugmitte umstürzten bzw. weit vom Gleis entfernt zu liegen kamen.
Hat es vor kurzen an der Unfallstelle Oberbauarbeiten gegeben? Der aufgewühlte Schotter bei einer der TV-Aufnahmen wirkte sehr neu. Neu verlegte bzw. gestopfte Gleise unterliegen einem erhöhtem Verwerfungsrisiko.

Unfallursache?

chriL999, Sonntag, 05.06.2022, 13:30 (vor 1501 Tagen) @ Manitou

Da es sich um einen der ersten warmen Tage handelte, könnte eine Gleisverwerfung die Ursache sein. Das Unfallbild, daß die Mitte des Zuges dabei entgleiste, entspricht z.B. dem Unfall bei Erfurt-Bischleben, wo in den 70er Jahren ein Schnellzug auf einer Gleisverwerfung entgleiste. Die Lok und die ersten Wagen kamen über die Verwerfung hinweg, weitere Wagen entgleisten, wobei die Wagen in Zugmitte umstürzten bzw. weit vom Gleis entfernt zu liegen kamen.
Hat es vor kurzen an der Unfallstelle Oberbauarbeiten gegeben? Der aufgewühlte Schotter bei einer der TV-Aufnahmen wirkte sehr neu. Neu verlegte bzw. gestopfte Gleise unterliegen einem erhöhtem Verwerfungsrisiko.

Danke für den Hinweis.
Da man solche Unfälle in der Zukunft ja unbedingt vermeiden will, stellt sich mir als Laie die Frage, ob diese Gleisverwerfungen "vermeidbar" sind oder eher ein unvermeidbares Restrisiko darstellen?
Da es bisher wohl recht selten zu solchen Unfällen gekommen ist, vermute ich, dass es sich um ein unvermeidbares Restrisiko handelt.

Unfallursache?

Manitou, Montag, 06.06.2022, 03:18 (vor 1501 Tagen) @ chriL999

Zum einen kann man verstärkt Konstruktionen der "festen Fahrbahn" verwenden. andererseits sind Unfälle durch Gleisverwerfung häufig an mangelhafte Ausführung von Oberbauarbeiten (ungünstige Terminwahl, zu geringe Schotterverfüllung) gebunden. Die neisten Unfälle sind vermeidbar, wenn bestehenden Regeln eingehalten werden,für den Rest benötigt man neue Maßnahmen (Messung der Schienentemperaturm, automatische Reduzierung der Geschwindigkeit).

Unfallursache?

fahrgast, Dienstag, 07.06.2022, 11:48 (vor 1499 Tagen) @ Manitou

Hier eine Analyse: https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?109,10098501,10099208#msg-10099208

Die betreffende Kurve südlich der Loisachbrücke war der Bahn wohl nicht ganz unbekannt in Bezug auf Schwellenschäden und unruhigen Lauf, vgl. weiter unten im DSO-Thread zu einem älteren Führerstandsvideo der Strecke mit Ruckler in dem Bereich. Laut https://nobf.de/nobf/read.php?6,13148,13148 liegen dort auch geschädigte Schwellen, die immer wieder getauscht werden müssen, was wohl Mitte Mai zumindest ein paar Kilometer weiter südlich von Garmisch geschah:

Auf Höhe des km 103, dass ist die erste Kurve hinter dem HP Kainzenbad Richtung Mittenwald, wird des Nachts, ausserhalb der Betriebszeit, zur Zeit emsig gebaut. Es kommen ein Zweiwegebagger Strasse / Gleis mit Zweischalengreifer zur zwischenzeitlichen Shofferaufnahme und Stopfgeräte zum Einsatz. So weit wie ich das beobachten konnte, werden dort Betonschwellen erneuert. Keine Ahnung was da defekt ist? Das dortige Schlupfpfeifen wärend der Kurvenfahrt hat sich alledings bis jetzt nicht verändert.

Diese beiden im DSO-Thread verlinkten Bilder halte ich für sehr aufschlussreich:
https://www.drehscheibe-online.de/foren/file.php?109,file=426400
https://www.nachrichten.at/storage/image/1/4/2/2/2672241_standalone_1yCwfP_J6y2kw.jpg

– Der führende Steuerwagen steht komplett rechts neben den Schienen und parallel zum Gleis, wurde also scheinbar nicht nur vom Folgewagen zur Seite gezogen, sondern ist auch an der Zugspitze entgleist. Der Folgewagen hingegen ist am vorderen Drehgestell nur gekippt, nicht versetzt.

– Ein starker Knick der linken Schiene im Bereich des hinteren Drehgestells des Steuerwagens ist auffällig und möglicherweise durch Druck von linksaußen nach rechts oder durch erheblichen Zug von der Gegenseite (zahlreiche rechts nach vorn verschobene Schwellen) entstanden. Möglicherweise sprang an dieser Stelle das erste und/oder zweite Drehgestell des Steuerwagens über die linke Schiene und lupfte damit ggf. auch den Folgewagen zum Umkippen.

– Der Schotterhaufen vor dem vorderen Drehgestell des zweiten, gekippten Wagens ist nicht unerheblich und scheint weitgehend aus dem Radkasten/Drehgestell gefallen zu sein. Möglicherweise wurde er vom Kasten des bereits gekippten Wagen nach oben geschaufelt. Sichtbar ist, dass etwa ab dieser Stelle bis zum Schienenknick manche Schwellen einen Schrägstand nach rechts vorne von etwa 30 Grad haben, wurden also möglichweise von Radsätzen des Steuerwagens oder dem Kasten des Folgewagens nach vorne geschoben.

– Auf dem zweiten Bild scheinen in Höhe der Mitte des gekippten Wagens die Schwellen in Fahrtrichtung linksaußen etwas beschädigt und der linke Schienenstrang im Vorlauf nicht gleichmäßig der Kurve folgend.

Dass die Unfallursache mit dem Oberbau und ggf. vorhergehenden und/oder unterlassenen Reparaturarbeiten sowie ggf. in Bezug darauf zu hoher Geschwindigkeit zu tun haben könnte, erscheint daher naheliegend und sich zu verdichten:

Der Tf wurde vernommen, ohne Preisgabe von Erkenntnissen, und https://www.welt.de/wirtschaft/plus239211375 sowie https://www.br.de/nachrichten/bayern/ticker-zugunglueck-bei-garmisch-mindestens-drei-to... berichten:

Die Deutsche Bahn plante einem Zeitungsbericht der "Welt" zufolge zeitnahe Sanierungsarbeiten an dem Streckenabschnitt bei Garmisch-Partenkirchen, auf dem es zu dem Zugunglück kam. Für den 25. Juni und damit gut drei Wochen nach dem Unglück sei etwa eine "Gleislageberichtigung" zwischen Oberau und Farchant geplant gewesen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf eine Liste der DB Netz AG mit anstehenden Baumaßnahmen. Dem Bericht zufolge wollte die Deutsche Bahn mit Blick auf die laufenden Ermittlungen keine Angaben zu den geplanten Arbeiten und einem möglichen Zusammenhang mit dem Unfall machen.

Das klingt doch etwas anders als nach Unglücken, in denen menschliches Versagen von Tf oder FDL als Ursache vermutet wird ...

Burgrain: Ermittlungen gegen Bahnmitarbeiter

Sören Heise, Region Hannover, Dienstag, 07.06.2022, 11:50 (vor 1499 Tagen) @ fahrgast

Die FAZ meldet, dass gegen drei Bahnmitarbeiter wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt wird.

Zugunglücke heute auch in Italien & Slowakei...

gbstngrtz, Freitag, 03.06.2022, 22:51 (vor 1503 Tagen) @ kllaas

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