Was kommt eigentlich nach dem ICE-T? (Allgemeines Forum)
J-C, In meiner Welt, Sonntag, 17.04.2022, 19:17 (vor 1446 Tagen)
bearbeitet von J-C, Sonntag, 17.04.2022, 19:19
Die ältesten Züge der Baureihe ICE-T sind schon 26 Jahre alt, jene wurden auch so gut wie gar nicht angetastet seit Auslieferung.
Die Züge haben definitiv ihre Daseinsberechtigung, besonders im Verkehr nach Österreich, wo die aktive Neigetechnik seit einigen Jahren ja wieder in Betrieb ist. Diese Züge haben Einsatzgebiete im ganzen Bundesgebiet sowie nach Österreich, wo sie alle 2 Stunden die Linie Frankfurt - Wien fahren sowie einen ICE von Wien nach Berlin. Zur Urlaubssaison fahren sie auch über die Werdenfelsbahn bis nach Innsbruck oder über Wörgl ins Salzburger Pongau nach Schwarzach-St.Veit.
Ansonsten fahren solche Züge häufig auf die Insel Rügen, bis nach Ostseebad Binz.
Die Frage ist: was kommt danach? Denn auch die ICE-T können nicht ewig fahren, wirtschaftlich gesehen. Gibt es Hinweise darauf, ob die DB auch in Zukunft Fernverkehrszüge mit Neigetechnik im Fuhrpark haben will oder ob es die erste und letzte ICE Baureihe mit diesem Feature ist?
Denn klar ist, dass die Züge entsprechend enger sind als andere.
Spannend wären dann auch die Züge der Baureihe 415. So einen habe ich mal als solo abgestellt am Holzkirchener Flügelbahnhof von München Hbf angetroffen:
![[image]](https://abload.de/img/4aa67344-11fb-418c-am3jng.jpeg)
Erstmals habe ich diesen vor einiger Zeit auf einem IC-Ersatzzug in Salzburg angetroffen. Das dürfte eines der wenigen Orte außerhalb Deutschlands sein, wo man die Züge antreffen kann. Diese Züge spielen offenbar in erster Linie die Verstärker der 411.
Doch wird das Konzept bei künftigen Bestellungen weiterverfolgt? Aktuell wird fahrplanmäßig nur auf einer Linie die Neigetechnik auch wirklich gebraucht. Man kriegt definitiv einen Neigetechnikzug im Fernverkehr, namentlich den Pendolino von Alstom. Die Frage ist nur, ob das auch in Zukunft gebraucht wird. Denn was wäre, würde man die Strecke zwischen Nürnberg und Passau so begradigen von den Kurven, dass eine Neigetechnik nicht mehr benötigt wird? Die Strecke scheint ja in Richtung wachsender Frequenz zu gehen und es geht um wenige Minuten in der Fahrzeit, die man sich durch die Neigetechnik spart (die man aber definitiv braucht).
Es gibt noch eine Strecke, wo aktive Neigetechnik im Fernverkehr eingesetzt wird: zwischen München und Lindau bzw. weiter nach Zürich. Aber dort fahren die angesprochenen Pendolinos - Bildern zufolge verirrt sich einstweilen sogar ein Pendolino der italienischen Bahn bis nach München.
Eine aktive Neigetechnik verbaut zu haben, kostet wiederum Geld in der Wartung. Also möchte man diese auch möglichst nur haben, wo sie auch tatsächlich benötigt wird - die Mehrzahl der Fahrten im ICE-T tun dies jedoch nicht und werden dies auch in Zukunft auch nicht.
Die Frage kann wohl erst in Jahrzehnten qualifiziert beantwortet werden. Man sieht ja schon am ICE 1, dass es seeehr lange dauern wird, bis man sich final von einer ICE-Baureihe trennt.
Aber
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
„Aber“
J-C, In meiner Welt, Sonntag, 17.04.2022, 19:36 (vor 1446 Tagen) @ J-C
Hui, heute bin ich besonders verpeilt anscheinend.
Sollte stehen „Aber was denkt ihr, habt ihr einen mehr oder weniger educated guess?“
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Aber. Und Meinung.
Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Sonntag, 17.04.2022, 22:06 (vor 1446 Tagen) @ J-C
Hey.
habt ihr einen mehr oder weniger educated guess?“
Wenn du mir schreibst, was das ist, dann kann ich drüber nachdenken, ob ich sowas habe.
Wieder eine neue Floskel an der Uni gelernt? ;-)
Zum Zug, persönliche Meinung: die DB wird keine Neigetechnikzüge beschaffen. Im Zweifel wird sie die Verantwortung an eine ausländische Bahn abgeben. Wenn die Österreicher Neigetechnik wollen, müssen sie sich um die Züge kümmern. Ansonsten wird der Fahrplan angepasst; fertig. Und dass Nürnberg Passau irgendwas in größerem Stil ausgebaut wird, das wirst du nicht mehr erleben. Im Zweifel schickt man die Fernreise-Kundschaft über den Umweg München Salzburg. So wie man es bei der westlichen MDV Ruhrgebiet Kassel auch macht: die Kundschaft möge doch über Hannover fahren.
Schöne Grüße von jörg
educated guess -> keine gute deutsche Übersetzung
ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 19.04.2022, 00:05 (vor 1445 Tagen) @ Der Blaschke
educated guess ist eine fachlich fundierte Annahme. Also keine wilde Spekulation sondern eine objektive Abschätzung nach aktueller Faktenlage.
Was kommt eigentlich nach dem ICE-T?
Reservierungszettel, KDU, Sonntag, 17.04.2022, 20:45 (vor 1446 Tagen) @ J-C
bearbeitet von Reservierungszettel, Sonntag, 17.04.2022, 20:46
Kurz zusammengefasst erstmal nichts - sie werden noch ziemlich sicher bis mindestens 2030 (und darüber hinaus) Fahren.
Ein entscheidender Grund dürfte auch die Zuverlässigkeit sein die ist meiner Ansicht nach ziemlich hoch.
Was kommt eigentlich nach dem ICE-T?
Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 17.04.2022, 20:49 (vor 1446 Tagen) @ J-C
Wäre der 412 (kurz/lang) nicht was?
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Gruß, Olaf
"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797
Hat wohl keine Eile - und keine Notwendigkeit
Hustensaft, Montag, 18.04.2022, 07:02 (vor 1446 Tagen) @ J-C
Tempora mutantur ... Früher betrug die Haltbarkeit von Eisenbahnfahrzeugen generell 40, 50 und mehr Jahre, schon spannend, dass heute ein Fahrzeug schon nach 26 (gut, Planungs- und Bauzeit eingerechnet 30) Jahren als ersatzbedürftig gilt.
Bisher fallen die Baureihen 411 und 415 nicht durch hohe Störanfälligkeit etc. auf, was auch daran liegen dürfte, dass ihre mechanische Beanspruchung weit geringer ist, kommen die doch auf vielen Strecken nicht über die 200 km/h hinaus, wenn sie überhaupt in den Hochgeschwindigkeitsbereich kommen.
Die Neigetechnik hat nicht das gebracht, was man sich von ihr erwartet hat, von daher ist kaum anzunehmen, dass die DB weitere Neigetechnikzüge beschaffen wird. Dazu kommt die derzeitige Neigung, lieber Strecken zu ertüchtigen (und mittelfristig wegen Kapazitätsengpässen auch neu zu bauen) als Fahrzeuge an Strecken anzupassen - und damit kommen wir auch der Antwort nahe, denn wo man keine Neigetechnikfahrzeuge braucht, werden diese auch nicht beschafft, d.h. auch diese Linien werden bei Ausmusterung der ICE-T-Züge auf "normale" ICEs umgestellt werden; mit einer Bereitschaft der DB die "Probleme" der ÖBB zu lösen, rechne ich nicht.
Was kommt eigentlich nach dem ICE-T?
gnampf, Montag, 18.04.2022, 10:52 (vor 1445 Tagen) @ J-C
Die Frage ist: was kommt danach? Denn auch die ICE-T können nicht ewig fahren, wirtschaftlich gesehen. Gibt es Hinweise darauf, ob die DB auch in Zukunft Fernverkehrszüge mit Neigetechnik im Fuhrpark haben will oder ob es die erste und letzte ICE Baureihe mit diesem Feature ist?
Stand jetzt: ICE4. Oder was halt auch immer wenn es soweit ist bei der DB auf der Beschaffungsliste steht. Aktuell aber wohl noch nichts, was die ICE-T anbelangt.
Und Neigetechnik war bei der DB in meinen Augen ein Experiment, das für sie fehlgeschlagen ist. Ich sehe weder im NV noch im FV nochmals Neigetechnik-Züge bei der DB neu angeschafft, aus jetziger Sicht. Die Akzeptanz bei den Fahrgästen ist da auch recht durchwachsen, es gibt sicherlich eine nennenswerte Anzahl, die lieber 1h länger ohne Gewackel fahren und ihr Essen bei sich behalten, als im Neigezug zu sitzen. Dann zumindest "deutsche" Neigetechnik ist nicht immer unbedingt magenfreundlich für den Fahrgast.
Denn klar ist, dass die Züge entsprechend enger sind als andere.
Ließe sich ja ändern, mit kürzeren Wagen. Oder auch "normale" Züge können schmal werden, wenn sie lang werden, wie der ICE4. Gibt halt verschiedene Faktoren, die das beeinflussen.
Erstmals habe ich diesen vor einiger Zeit auf einem IC-Ersatzzug in Salzburg angetroffen. Das dürfte eines der wenigen Orte außerhalb Deutschlands sein, wo man die Züge antreffen kann. Diese Züge spielen offenbar in erster Linie die Verstärker der 411.
In diesem Fall dürfte er sich was die Bahn anbelangt noch in Deutschland befunden haben, denn denen fehlt soweit ich weiß die Österreichzulassung. Nur die 4(0)11 dürfen zu euch.
Doch wird das Konzept bei künftigen Bestellungen weiterverfolgt? Aktuell wird fahrplanmäßig nur auf einer Linie die Neigetechnik auch wirklich gebraucht.
Gebraucht ist relativ. Es ging lange Jahre ohne, und es wird auch wieder ohne gehen.
Man kriegt definitiv einen Neigetechnikzug im Fernverkehr, namentlich den Pendolino von Alstom.
Klar gibts das, wenn man es haben will. Gäbe es das nicht hätte die DB auch kein Problem damit, sich was bauen zu lassen, siehe so ziemlich jede ICE-Baureihe, die es vorher eben nicht gab, sondern auf Anforderung der DB entworfen wurde.
Die Frage ist nur, ob das auch in Zukunft gebraucht wird.
Wie schon gesagt: brauchen ist relativ. Es geht genauso ohne, ggf. halt etwas langsamer (und mit weniger verlorenem Mageninhalt)
Denn was wäre, würde man die Strecke zwischen Nürnberg und Passau so begradigen von den Kurven, dass eine Neigetechnik nicht mehr benötigt wird?
oder sie einfach so läßt wie sie ist und ohne Neigetechnik fährt, wie man das vorher lange Jahre gemacht hat.
Die Strecke scheint ja in Richtung wachsender Frequenz zu gehen und es geht um wenige Minuten in der Fahrzeit, die man sich durch die Neigetechnik spart (die man aber definitiv braucht).
Geht sie das? Warum fährt dann weiterhin ein einzelner 411 nach Österreich (oder hat sich da was geändert?)? Warum hängt man in D normal nur einen 415 dran, und das auch nicht immer? Gut, spätestens ab Nürnberg gibts eh genug besser Alternativen.
Es gibt noch eine Strecke, wo aktive Neigetechnik im Fernverkehr eingesetzt wird: zwischen München und Lindau bzw. weiter nach Zürich. Aber dort fahren die angesprochenen Pendolinos - Bildern zufolge verirrt sich einstweilen sogar ein Pendolino der italienischen Bahn bis nach München.
Und von Seiten der DB wäre da wohl nichts in der Art gefahren. Die T waren den Schweizern ja auch wohl nicht fein genug. Und die DB scheint jetzt auch nicht so die riesige Motivation an der Strecke zu haben.
Eine aktive Neigetechnik verbaut zu haben, kostet wiederum Geld in der Wartung. Also möchte man diese auch möglichst nur haben, wo sie auch tatsächlich benötigt wird - die Mehrzahl der Fahrten im ICE-T tun dies jedoch nicht und werden dies auch in Zukunft auch nicht.
Kosten am Fahrzeug, Kosten an der Strecke, Kosten bei den TF (denn die müssen drauf ausgebildet werden), womöglich Kosten bei den Fahrgästen (wenn mehr von der Neigetechnik abgeschreckt werden, als durch die verkürzten Fahrzeiten gewonnen werden)
Die Frage kann wohl erst in Jahrzehnten qualifiziert beantwortet werden. Man sieht ja schon am ICE 1, dass es seeehr lange dauern wird, bis man sich final von einer ICE-Baureihe trennt.
Kommt drauf an, von den ICE2 wird man sich - Stand jetzt - wohl noch vor den ICE1 trennen. Von den ICE-TD hat man sich bereits getrennt. Das kommt auch alles drauf an, wie sich das Fahrzeug schlägt. Solange es wirtschaftlich zu betreiben ist wird es weiter fahren und auch Investitionen drin getätigt werden. Wenn absehbar ist, dass es ein Groschengrab wird, dann wird halt die Reißleine gezogen.
Was kommt eigentlich nach dem ICE-T?
Twindexx, St. Gallen (CH), Montag, 18.04.2022, 14:48 (vor 1445 Tagen) @ gnampf
Hoi,
Es gibt noch eine Strecke, wo aktive Neigetechnik im Fernverkehr eingesetzt wird: zwischen München und Lindau bzw. weiter nach Zürich. Aber dort fahren die angesprochenen Pendolinos - Bildern zufolge verirrt sich einstweilen sogar ein Pendolino der italienischen Bahn bis nach München.
Diese Bilder können keinen Zusammenhang mit den EC Zürich-München haben. Es ist schlicht nicht möglich, dass sich ein ETR 610 von Trenitalia auf diese Linie verirrt.
Zum einen sind die ETR 610 gar nicht für Österreich ausgerüstet und zugelassen, die Linie St. Margrethen - Lindau könnte also gar nicht im planmässigen Betrieb befahren werden, und zum anderen sind das völlig unabhängige Umläufe, die nicht kurzfristig in Zürich abgetauscht werden könnten, womit die Anbindung an den Unterhalt in Milano problematisch wäre (die SBB Astoro sind in Basel im Unterhalt).
Und von Seiten der DB wäre da wohl nichts in der Art gefahren. Die T waren den Schweizern ja auch wohl nicht fein genug.
Das war nicht der Grund. Es sind zwei andere Gründe:
1.) Es werden im Schweizer Teil der Linie mehr Fahrzeuge benötigt, weil hier wegen des höheren Fahrgastaufkommens teils auch Doppeltraktionen geführt werden müssen. Dieser Überhang an benötigten Fahrzeugen auf einer Hälfte der Linie lässt es logisch erscheinen, dass die Fahrzeuge für die gesamte Linie auch von dieser Seite aus gestellt werden, also von Schweizer Seite. Mit ICE-T wäre es von der betrieblichen Organisation viel umständlicher geworden.
2.) Für die Nachfrage in der ersten Klasse ist der ICE-T für diese Linie absolut ungeeignet. Es hat viel zu wenig Sitzplätze in der ersten Klasse (nur 53), ein Astoro hat ca. doppelt so viele pro Einheit (108). Die zweite Klasse beider Zugtypen ist fast identisch, 304 im ICE-T vs. 296 im Astoro.
Klar ist der Astoro dichter gepackt, aber es braucht diese Anzahl Sitzplätze und Doppeltraktionen lässt die limitierte Infrastruktur im Allgäu nicht zu. Während Spitzenzeiten zwischen Zürich und St. Gallen würde auch eine 411-Doppeltraktion nicht genügend Sitzplätze in der ersten Klasse bieten (nämlich dort, wo EC 197 Zürich-St. Gallen in Doppeltraktion 216 Sitzplätze in der ersten Klasse bietet und 592 in der zweiten Klasse; die zweite Einheit fährt dann St. Gallen-Bregenz leer weiter und wird dann in Bregenz abgehängt, da der Zug sonst zu lang für den deutschen Abschnitt wäre).
Die Frage kann wohl erst in Jahrzehnten qualifiziert beantwortet werden. Man sieht ja schon am ICE 1, dass es seeehr lange dauern wird, bis man sich final von einer ICE-Baureihe trennt.
Ich weiss nicht, wie hier geplant wird. Aber ein möglicher Verzicht auf Neigetechnik beim ICE-T-Ersatz müsste schon vorher feststehen, um Angebotskonzepte schon frühzeitig für ein mögliches Szenario ohne neigetechnikfähiges Rollmaterial zu entwickeln.
Für den EC (Genève-)Zürich-München zum Beispiel haben die SBB verschiedene Varianten bezüglich des Rollmaterialkonzept im Horizont des Angebotsschritts 2035 mit Durchbindung über Zürich hinaus in Entwicklung. Wegen der hohen Schweiz-Lastigkeit wird hier das Rollmaterial auch künftig durchgehend von den SBB gestellt werden, aber ab 2053 ff eher nicht mehr mit Astoro.
Grüsse aus der Ostschweiz.
--
![[image]](https://abload.de/img/fvd139kqh.jpg)
Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Was kommt eigentlich nach dem ICE-T?
J-C, In meiner Welt, Montag, 18.04.2022, 15:16 (vor 1445 Tagen) @ Twindexx
Hoi,
Es gibt noch eine Strecke, wo aktive Neigetechnik im Fernverkehr eingesetzt wird: zwischen München und Lindau bzw. weiter nach Zürich. Aber dort fahren die angesprochenen Pendolinos - Bildern zufolge verirrt sich einstweilen sogar ein Pendolino der italienischen Bahn bis nach München.
Diese Bilder können keinen Zusammenhang mit den EC Zürich-München haben. Es ist schlicht nicht möglich, dass sich ein ETR 610 von Trenitalia auf diese Linie verirrt.
Hab mich wohl vertan, die Pendolinos fahren ja auch noch einmal am Tag auf einer anderen ECE-Fahrt :‘)
Zum einen sind die ETR 610 gar nicht für Österreich ausgerüstet und zugelassen, die Linie St. Margrethen - Lindau könnte also gar nicht im planmässigen Betrieb befahren werden, und zum anderen sind das völlig unabhängige Umläufe, die nicht kurzfristig in Zürich abgetauscht werden könnten, womit die Anbindung an den Unterhalt in Milano problematisch wäre (die SBB Astoro sind in Basel im Unterhalt).
Also wird‘s generell keine Pendolinos von München über Zürich nach Italien geben?
Und von Seiten der DB wäre da wohl nichts in der Art gefahren. Die T waren den Schweizern ja auch wohl nicht fein genug.
Das war nicht der Grund. Es sind zwei andere Gründe:1.) Es werden im Schweizer Teil der Linie mehr Fahrzeuge benötigt, weil hier wegen des höheren Fahrgastaufkommens teils auch Doppeltraktionen geführt werden müssen. Dieser Überhang an benötigten Fahrzeugen auf einer Hälfte der Linie lässt es logisch erscheinen, dass die Fahrzeuge für die gesamte Linie auch von dieser Seite aus gestellt werden, also von Schweizer Seite. Mit ICE-T wäre es von der betrieblichen Organisation viel umständlicher geworden.
Ähnlicher Grund, warum die 411 nur im deutschen Teil einen 415 dazu bekommen, schätze ich mal. Sämtliche Halte in Österreich abseits des nur einmal bedienten Schärdings könnten von den Bahnsteigen her auch es mit einer Doppeltraktion 411 aufnehmen und eigentlich sollte eine Zulassung der 415 doch nicht so schwer in Österreich laufen können.
2.) Für die Nachfrage in der ersten Klasse ist der ICE-T für diese Linie absolut ungeeignet. Es hat viel zu wenig Sitzplätze in der ersten Klasse (nur 53), ein Astoro hat ca. doppelt so viele pro Einheit (108). Die zweite Klasse beider Zugtypen ist fast identisch, 304 im ICE-T vs. 296 im Astoro.
Wird mit dem IC2 KISS noch interessant.
Die Frage kann wohl erst in Jahrzehnten qualifiziert beantwortet werden. Man sieht ja schon am ICE 1, dass es seeehr lange dauern wird, bis man sich final von einer ICE-Baureihe trennt.
Ich weiss nicht, wie hier geplant wird. Aber ein möglicher Verzicht auf Neigetechnik beim ICE-T-Ersatz müsste schon vorher feststehen, um Angebotskonzepte schon frühzeitig für ein mögliches Szenario ohne neigetechnikfähiges Rollmaterial zu entwickeln.
Es gibt wie gesagt m.W.n. nur eine Strecke, wo der ICE-T die Neigetechnik zur Fahrzeitverkürzung nutzt: Nürnberg - Passau. Ob sich dafür eine ganze Baureihe lohnt? Und wer weiß, ob dann am Ende nicht erneut der Fahrplan verändert wird.
Für den EC (Genève-)Zürich-München zum Beispiel haben die SBB verschiedene Varianten bezüglich des Rollmaterialkonzept im Horizont des Angebotsschritts 2035 mit Durchbindung über Zürich hinaus in Entwicklung. Wegen der hohen Schweiz-Lastigkeit wird hier das Rollmaterial auch künftig durchgehend von den SBB gestellt werden, aber ab 2053 ff eher nicht mehr mit Astoro.
Sondern mit Giruno?
Grüsse aus der Ostschweiz.
Gruß von J-C
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Was kommt eigentlich nach dem ICE-T?
Twindexx, St. Gallen (CH), Montag, 18.04.2022, 16:48 (vor 1445 Tagen) @ J-C
bearbeitet von Twindexx, Montag, 18.04.2022, 16:50
Hoi,
Hab mich wohl vertan, die Pendolinos fahren ja auch noch einmal am Tag auf einer anderen ECE-Fahrt :‘)
Du meinst EC. Entweder heisst ein internationaler Fernzug EuroCity (EC) oder er fährt unter dem Markennamen des eingesetzten Rollmaterials.
Haben sich anfänglich die Marken der Hochgeschwindigkeitszüge noch dem EC untergeordnet (so liefen die internationalen TGV lange Zeit als EuroCity), wurden die Markennamen dieser Hochgeschwindigkeitszüge mit der Zeit den EC gleichgestellt als Zuggattung verwendet. So heisst dann ein mit ICE geführter EC eben auch offiziell ICE.
Trenitalia nutzt für internationale Fernzüge jedoch nach wie vor die Zuggattung EC statt ihres Markennamens, in diesem Fall für die ETR 610 Frecciargento, die dann als EC auch den Frecciarossa gleichgestellt sind und im selben Takt mitschwimmen.
Es ist vor diesem Hintergrund schon etwas anmassend von der DB, für einen durchgehenden Zuglauf eine eigene selbsterfundene Bezeichnung zu verwenden, die für die anderen Betreiber des Zuges nicht existiert. Entweder die Züge heissen EC oder sie werden mit der Bezeichnung benannt, unter der der Eigentümer der Fahrzeuge sie einsetzt. So bezeichnen auch die Onlineauskünfte anderer Bahnen die Züge auch im deutschen Abschnitt als EC und an den Zügen steht auch innerhalb Deutschlands EC angeschrieben.
Also wird‘s generell keine Pendolinos von München über Zürich nach Italien geben?
Es gibt Überlegungen, ab 2025 ein Zugspaar anzubieten. Aber das wäre aus Umlaufgründen ein SBB Astoro und kein Trenitalia ETR 610.
Es wurde aber mal darüber nachgedacht, einen Umlauf Milano-Brenner-München-Brenner-Milano mit einem ETR 610 von Trenitalia zu führen. Dazu müssten die ETR 610 von Trenitalia ebenfalls österreichtauglich ausgerüstet werden.
Und dann stellt sich noch die Frage nach der Rollmaterialreserve, da fünf Züge in den Schweiz-Umläufen gebunden sind und insgesamt nur sieben Züge existieren. Also wenn ein ETR 610 noch täglich über den Brenner fährt, dann stünde nur noch ein Reserve-Fahrzeug zur Verfügung. Oder vielleicht würde Trenitalia dann bei Fahrzeugmangel ersatzweise mit einer lokbespannten Wagenkomposition über den Brenner nach München fahren.
Wird mit dem IC2 KISS noch interessant.
Der fährt nur Zürich-Schaffhausen-Thayngen auf Schweizer Gebiet, da ist im Binnenverkehr weniger Aufkommen als Zürich HB-Z.Flughafen-Winterthur-St. Gallen-St. Margrethen.
Aber die kritische Abfahrt um 17.37 Uhr ab Zürich HB wird bis Singen mit einem EWIV-Pendel der SBB aus zehn bis elf Wagen geführt und in Singen muss man auf einen IC2-BT umsteigen (ist dann sinnvollerweise der siebte Gäubahn-Umlauf, für den kein IC2-Kiss verfügbar ist, da die IC2-Kiss nur für sechs von sieben Gäubahn-Umläufen reichen; also darf man sowieso im Siebenstundentakt in Singen zwischen DB-IC2-BT und SBB-EWIV-Pendel umsteigen).
Und ab Sommer 2025 sollen die Kiss wieder abgezogen werden, da sie nach Auskunft der DB in Vaihingen wegen der Bahnsteighöhen nicht halten können. Und wegen der Stuttgarter Baustelle müssten die Gäubahn-IC ab Sommer 2025 in Vaihingen halten, damit man dort auf die S-Bahn umsteigen kann, um den Hauptbahnhof zu erreiche, da die IC dann nicht mehr zum Hauptbahnhof fahren könnten.
Deshalb werden weiterhin Zulassungsfahrten mit den IC2-BT in der Schweiz unternommen, damit ab Sommer 2025 der gesamte Verkehr der Gäubahn-IC Vaihingen-Zürich auf IC2-BT umgestellt werden kann.
Sondern mit Giruno?
Die Giruno haben keine Neigetechnik und könnten daher nicht eingesetzt werden.
Die EC Zürich-München müssen auch in Zukunft mit Rollmaterial geführt werden, welches über Neigetechnik oder Wankkompensation verfügt. Deshalb würden entweder FV-Dosto RABDe 502 mit Wankkompensation eingesetzt, von denen man dafür noch nachbestellen müsste, oder in den 2030er-Jahren werden die SBB eine neue Triebzug-Generation mit Neigetechnik ausschreiben.
Das hat dann auch noch etwas Einfluss auf die Durchbindung im Knoten Zürich ab 2035 ff nach Inbetriebnahme des Brüttenertunnel zwischen Zürich und Winterthur. Mit FV-Dosto würde man Genève-Bern-München und mit einstöckigen Neigezügen Genève-Biel-München fahren.
Bei einem Ersatz für 44 ICN und 19 Astoro würden so schnell 60 Triebzüge zusammen kommen, womit mindestens ein Dreikampf Alstom/Siemens/Stadler um den Auftrag entstünde. Denn sobald eine Bahn eine entsprechende Stückzahl ausschreiben würde, und das wäre ab 50 Triebzügen definitiv der Fall, dann wird die Industrie sich auch anstrengen, etwas anzubieten. Du darfst dich nicht davon ablenken lassen, dass aktuell keine Neigezüge gebaut werden, weil keine ausgeschrieben oder bestellt wurden. Jeder von den grossen Herstellern könnte jederzeit einen neuen Neigezug entwickeln, auch Stadler wo noch nie einen gebaut hat, das technische Verständnis dafür hat jeder erfahrene Fahrwerk-Ingenieur.
Und mal etwas weitergedacht: Wann erreichen die ICE-T ihr Lebensende? Theoretisch könnten DB oder ÖBB für die Linie Frankfurt-Nürnberg-Passau-Wien sich bei einer SBB Ausschreibung anschliessen.
Einfach die EC Zürich-Genève würden wegen des dann noch extremeren Überhangs beim Fahrzeugbedarf im Schweizer Abschnitt auch dann ausschliesslich mit SBB Fahrzeugen bedient.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Was kommt eigentlich nach dem ICE-T?
JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 19.04.2022, 00:43 (vor 1445 Tagen) @ Twindexx
bearbeitet von JeDi, Dienstag, 19.04.2022, 00:43
Trenitalia nutzt für internationale Fernzüge jedoch nach wie vor die Zuggattung EC statt ihres Markennamens, in diesem Fall für die ETR 610 Frecciargento, die dann als EC auch den Frecciarossa gleichgestellt sind und im selben Takt mitschwimmen.
Das ist nicht richtig, internationale Frecciarossa heißen auch Frecciarossa (und eben nicht EC).
Am Ende fände ich den ECE ein schönes Produkt, wenn man die klassische Nomenklatur (ein EC ist ein internationaler IC) hier durchziehen würde - und mindestens alle internationalen ICE, idealerweise auch gleich RJX, TGV und co zum ECE machen würde.
Es ist vor diesem Hintergrund schon etwas anmassend von der DB, für einen durchgehenden Zuglauf eine eigene selbsterfundene Bezeichnung zu verwenden, die für die anderen Betreiber des Zuges nicht existiert. Entweder die Züge heissen EC oder sie werden mit der Bezeichnung benannt, unter der der Eigentümer der Fahrzeuge sie einsetzt. So bezeichnen auch die Onlineauskünfte anderer Bahnen die Züge auch im deutschen Abschnitt als EC und an den Zügen steht auch innerhalb Deutschlands EC angeschrieben.
An anderen Grenzen heißen Züge im Ausland $Produkt und in Deutschland EC. Also nein, so einfach ist das Thema nicht.
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Weg mit dem 4744!
Was kommt eigentlich nach dem ICE-T?
Twindexx, St. Gallen (CH), Dienstag, 19.04.2022, 12:49 (vor 1444 Tagen) @ JeDi
Hoi,
Das ist nicht richtig, internationale Frecciarossa heißen auch Frecciarossa (und eben nicht EC).
Stimmt, da kommt man jetzt ja auch mit der Marke. Wohl auch weil das klassische Zweiklassensystem aufgespaltet wird man anderen Marken was entgegenstellen will. Bei den mit ETR 610 geführten Kooperationszügen sieht das eben noch anders aus.
Am Ende fände ich den ECE ein schönes Produkt, wenn man die klassische Nomenklatur (ein EC ist ein internationaler IC) hier durchziehen würde - und mindestens alle internationalen ICE, idealerweise auch gleich RJX, TGV und co zum ECE machen würde.
Die klassische Nomenklatur ist, dass EC der Nachfolger des TEE ist, einfach auch mit zweiter statt nur erster Klasse. Als solcher ist der EC eben grundsätzlich ganz oben einsortiert. Als bei der DB der IC noch das absolute Premiumprodukt im nationalen Verkehr war, konnte man es schon so verkaufen.
Mit der Einführung des ICE hätte man bei der DB den EC jedoch vom IC entkoppeln und beim ICE einsortieren müssen. Weil EC eben als oberstes Produkt immer mindestens auf Ebene der höchsten Zuggattung liegt. Somit gilt gemäss internationalem Verständnis ICE=EC, womit sich das zusätzliche Express sowieso erübrigt; zumal da eher weniger Express drinsteckt (Basel-Frankfurt sind die ICE schneller und Zürich-München kommt man nicht über 160 km/h hinaus).
Warum dann für internationalen Hochgeschwindigkeitsverkehr nicht direkt den TEE in neuer Form wieder aufleben lassen? Da würden die EC durch und in die Schweiz jetzt halt eher weniger dazugehören.
Grüsse aus dem IC 5.
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Was kommt eigentlich nach dem ICE-T?
Tobs, Region Köln/Bonn, Dienstag, 19.04.2022, 13:02 (vor 1444 Tagen) @ Twindexx
Der ICE ist doch in Deutschland eine einige Tarifkategorie, ergo teurer als IC/EC. Ich könnte mir vorstellen, dass die Züge deswegen als ECE geführt werden (= höherer Preis).
Aber grundsätzlich könnte man ja eine eigene Kategorie ICE, TEE oder TGV einführen und dann führe bspw. in Deutschland ein TGV als ICE, ähnlich wie in NRW die Eifelbahn als RB 24 geführt wird.
Was kommt eigentlich nach dem ICE-T?
Ludo, Niedersachsen, Mittwoch, 20.04.2022, 22:51 (vor 1443 Tagen) @ J-C
Ich weiss nicht, wie hier geplant wird. Aber ein möglicher Verzicht auf Neigetechnik beim ICE-T-Ersatz müsste schon vorher feststehen, um Angebotskonzepte schon frühzeitig für ein mögliches Szenario ohne neigetechnikfähiges Rollmaterial zu entwickeln.
Es gibt wie gesagt m.W.n. nur eine Strecke, wo der ICE-T die Neigetechnik zur Fahrzeitverkürzung nutzt: Nürnberg - Passau. Ob sich dafür eine ganze Baureihe lohnt? Und wer weiß, ob dann am Ende nicht erneut der Fahrplan verändert wird.
Eine Zeit lang gab es auch einen Umlauf auf der ICE-Linie 25 mit ICE-T (Zugnummer 1589, Hannover ab 14:26, wenn ich mich richtig erinnere). Auf dem Streckenabschnitt Würzburg-Augsburg über Treuchtlingen konnten hier die Vorteile der Neigetechnik ebenfalls ausgefahren werden. Die Fahrzeit betrug dadurch nur ca. 1 Stunde 50 Minuten.
Eine Blamage für den ICE-T war jedoch die Strecke Lichtenfels-Saalfeld-Jena. Eine Zeit lang fuhr in Lichtenfels zur Minute 00 der Franken-Thüringen-Express ab, zur Minute 08 der ICE Richtiung Berlin. Bis Jena Saalbahnhof (damals Endstation des FTX) gab es tatsächlich keine Zugüberholung, obwohl der RE allein zwischen Lichtenfels und Saalfeld sieben Mal gehalten hat und auf der kurvenreichen Strecke über keine Neigetechnik verfügte. Für einen Neigetechnik-Fernzug eine ziemliche Blamage. Der Sinn dieses Fahrplans hat sich mir nicht wirklich erschlossen, in der anderen Stunde fuhr dann nämlich weder RE noch ICE...
Gruß, Ludo
Was kommt eigentlich nach dem ICE-T?
JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 18.04.2022, 14:52 (vor 1445 Tagen) @ J-C
Die ältesten Züge der Baureihe ICE-T sind schon 26 Jahre alt, jene wurden auch so gut wie gar nicht angetastet seit Auslieferung.
Wieso? Gab doch ein umfassendes Redesign mit neuen Sitzen (zu erkennen an den geänderten Verstellmöglichkeiten), Technischen Erneuerungen, Ausbau der Abteiltüren, usw.
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Weg mit dem 4744!
ICE-T+Fahrradstellplätze
ktmb, Montag, 18.04.2022, 14:58 (vor 1445 Tagen) @ JeDi
Wow, er hat sogar Stellplätze für Fahrräder. Es müssten drei Stück sein, wenn ich mich recht erinnere.
ICE-T+Fahrradstellplätze
JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 18.04.2022, 15:07 (vor 1445 Tagen) @ ktmb
Wow, er hat sogar Stellplätze für Fahrräder. Es müssten drei Stück sein, wenn ich mich recht erinnere.
Sind 3, waren mal 8. Zeigt auch gut, dass es ja nie Veränderungen gab.
--
Weg mit dem 4744!
ICE-T+Fahrradstellplätze
J-C, In meiner Welt, Montag, 18.04.2022, 15:24 (vor 1445 Tagen) @ JeDi
Faszinierend, ich bin wirklich davon ausgegangen, dass es keine Modernisierungen im ICE-T gab. Anscheinend halt doch. Freut mich, dass du meine Kenntnis erweitern konntest.
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
ICE-T+Fahrradstellplätze
Reservierungszettel, KDU, Montag, 18.04.2022, 15:29 (vor 1445 Tagen) @ J-C
Faszinierend, ich bin wirklich davon ausgegangen, dass es keine Modernisierungen im ICE-T gab. Anscheinend halt doch. Freut mich, dass du meine Kenntnis erweitern konntest.
Das mit den Fahrradplätzen ist nicht wirklich was neues.
ICE-T+Fahrradstellplätze
J-C, In meiner Welt, Montag, 18.04.2022, 15:48 (vor 1445 Tagen) @ Reservierungszettel
bearbeitet von J-C, Montag, 18.04.2022, 15:49
Ist halt an mir eher vorbeigegangen. Beim ICE 1 waren die Modernisierungen schonmal stärker sichtbar gewesen. derweil findet man im ICE-T weiterhin das selbe etwas betagte Fahrgastinformationssystem vor…
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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
ICE-T+Fahrradstellplätze
ktmb, Montag, 18.04.2022, 16:15 (vor 1445 Tagen) @ Reservierungszettel
Ok, das war für mich echt neu, als ich drei Plätze nach Leer reservieren konnte.
Was kommt eigentlich nach dem ICE-T?
andersj, Dänemark, Montag, 18.04.2022, 17:52 (vor 1445 Tagen) @ J-C
Ein paar Kommentare von Philipp Nagl bezüglich ICE-T:
Die zweite Serie bekommt gerade technische Überholung
ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 19.04.2022, 00:16 (vor 1445 Tagen) @ andersj
bearbeitet von ICETreffErfurt, Dienstag, 19.04.2022, 00:17
Ja, ich sehe persönlich auch eher ICE L als natürlicher Nachfolger der ICE-T. Weil die ICE-T ja mittlerweile mehr auf eher touristisch geprägten Strecken oder Nebenstrecken fahren (Ostsee, Österreich, Main-Weser-Bahn) und auf den Hauptstrecken nur als Lückenfüller dienen. Außerdem sind die ICE L leichter und belasten Altbaustrecken vermutlich weniger als ICE4, die mehr auf Schnellfahrstrecken passen.
Ich vermute mal auf die Linie 50 Dresden–Erfurt–Wiesbaden sowie Dortmund–Frankfurt–Passau–Wien könnten künftig 12-teilige ICE4 kommen, die dann 411-415-Doppeltraktion (auch 12 Wagen) ersetzen, sobald genug Velaro Novo ausgeliefert sind, die anstelle der heutigen ICE4-Leistungen fahren.
Die Linie 26 Binz–Schwerin–Hamburg–Kassel–Gießen–Karlsruhe wäre eher ne typische Relation für den ICE L.
Damit hat man schon 3/4 aller heutigen ICE-T-Leistungen abgedeckt. Die restlichen Takt-Lücken auf den Linien 18/28/29 und 13/25, welche heute mit ICE-T gestopft werden, werden vermutlich dann auch mit ICE4 abgedeckt.
Aktuell werden die ICE-T noch gebraucht. Die Triebzüge der zweiten Serie bekommen in Halle-Ammendorf bei einer anstehenden Revision noch eine technische Überholung, die sind teilweise bis zu einem Monat dort, hab ich festgestellt. Ich vermute mal, dass die Elektrik erneuert wird und man neue Kabel für das künftige modernisierte FIS einzieht. Die ICE-T werden sicherlich auch neue Deckengondeln bekommen, wie die ICE3.
ICE-T und KRM
Tobs, Region Köln/Bonn, Dienstag, 19.04.2022, 12:55 (vor 1444 Tagen) @ ICETreffErfurt
Einen großen Nachteil der ICE-T sehe ich auch darin, dass keine Befahrung der KRM möglich ist. Das macht, von Dresden oder Wien, ab Frankfurt (M) Richtung Köln halt doch einen Unterschied. Gerade Köln >< Leipzig (/Dresden) hätte m. E. Potential - insbesondere via KRM/Frankfurt (M).
ICE-T und KRM
ICE-TD, Dienstag, 19.04.2022, 18:15 (vor 1444 Tagen) @ Tobs
Einen großen Nachteil der ICE-T sehe ich auch darin, dass keine Befahrung der KRM möglich ist. Das macht, von Dresden oder Wien, ab Frankfurt (M) Richtung Köln halt doch einen Unterschied. Gerade Köln >< Leipzig (/Dresden) hätte m. E. Potential - insbesondere via KRM/Frankfurt (M).
Die Anschlüsse passen aber in Fra-Flughafen. Jemand der schnell die Strecke Köln-Leipzig zurücklegen will nimmt die Linie 42 ab Köln, ist zur Min 50 am Flughafen und fährt 10 min später mit der Linie 50 weiter, ebenso nach Wien, da passt die Linie 43 ab Köln, so startet er eine Stunde später in Köln als am Rhein entlang. In der Gegenrichtung passt der Anschluß im Flughafen auch.
Vmax: ICE-T vs. ICE-3!
bendo, Mittwoch, 20.04.2022, 13:44 (vor 1443 Tagen) @ Tobs
Einen großen Nachteil der ICE-T sehe ich auch darin, dass keine Befahrung der KRM möglich ist. Das macht, von Dresden oder Wien, ab Frankfurt (M) Richtung Köln halt doch einen Unterschied. Gerade Köln >< Leipzig (/Dresden) hätte m. E. Potential - insbesondere via KRM/Frankfurt (M).
Zum Glück: Der ICE-T hätte eine noch geringere Vmax als ein ICE-4! Anders ausgedrückt: Der Geschwindigkeitsüberschuss eines ICE-3 wäre gegenüber dem ICE-T noch größer.
Gruß, bendo
Die zweite Serie bekommt gerade technische Überholung
hardy, Mittwoch, 20.04.2022, 21:57 (vor 1443 Tagen) @ ICETreffErfurt
Ich vermute mal auf die Linie 50 Dresden–Erfurt–Wiesbaden sowie Dortmund–Frankfurt–Passau–Wien könnten künftig 12-teilige ICE4 kommen, die dann 411-415-Doppeltraktion (auch 12 Wagen) ersetzen, sobald genug Velaro Novo ausgeliefert sind, die anstelle der heutigen ICE4-Leistungen fahren.
Das würde aber auch heissen, dass der Zug komplett Leipzig-Dresden fahren muss. Die meisten Züge lassen doch einen Teil in Leipzig stehen, der effektiv einen Takt einspart. Außer bei besonderen Ereignissen oder am Anfang/Ende von langen Wochenenden reicht der Einteiler nach/ab DD.
Ich denke eher, der ICE-T wird noch lange auf der Strecke bleiben, entweder bis er technisch in Rente muss oder bis die Neubaustrecke Fulda-Hanau/Frankfurt eröffnet wird.
Die Linie 26 Binz–Schwerin–Hamburg–Kassel–Gießen–Karlsruhe wäre eher ne typische Relation für den ICE L.
Auf der Strecke gab und gibt es doch keinen Grund für irgendeinen ICE. Ein gekürzter ICE 1 (ICE L) bietet natürlich mehr Plätze für Pendler und den Urlaubsverkehr als ein ICE-T.
ICE4 auf Linie 50 kommt garantiert nicht vor 203x
ICETreffErfurt, Eisenach, Donnerstag, 21.04.2022, 15:23 (vor 1442 Tagen) @ hardy
Ich denke eher, der ICE-T wird noch lange auf der Strecke bleiben, entweder bis er technisch in Rente muss oder bis die Neubaustrecke Fulda-Hanau/Frankfurt eröffnet wird.
Ich habe ja auch von der Zeit nach 2035 geredet. Bis 2035 werden die ICE-T nicht abgestellt. Da wäre die 2. Serie gerade mal 30 Jahre alt, also so alt wie jetzt die ICE1.
Das Stärken und Schwächen in Leipzig könnte man auch mit ICE4 machen, zwischen Wiesbaden und Dresden würden ja 7-Teiler bzw. 2x7-Teiler durchaus reichen und Sinn ergeben. Aber das ist alles Zukunftsmusik.
Die zweite Serie bekommt gerade technische Überholung
JeDi, überall und nirgendwo, Donnerstag, 21.04.2022, 15:26 (vor 1442 Tagen) @ hardy
Ich vermute mal auf die Linie 50 Dresden–Erfurt–Wiesbaden sowie Dortmund–Frankfurt–Passau–Wien könnten künftig 12-teilige ICE4 kommen, die dann 411-415-Doppeltraktion (auch 12 Wagen) ersetzen, sobald genug Velaro Novo ausgeliefert sind, die anstelle der heutigen ICE4-Leistungen fahren.
Das würde aber auch heissen, dass der Zug komplett Leipzig-Dresden fahren muss. Die meisten Züge lassen doch einen Teil in Leipzig stehen, der effektiv einen Takt einspart. Außer bei besonderen Ereignissen oder am Anfang/Ende von langen Wochenenden reicht der Einteiler nach/ab DD.
Ich denke eher, der ICE-T wird noch lange auf der Strecke bleiben, entweder bis er technisch in Rente muss oder bis die Neubaustrecke Fulda-Hanau/Frankfurt eröffnet wird.
...zumal dort ja auch die Neigetechnik (wieder) genutzt wird.
Die Linie 26 Binz–Schwerin–Hamburg–Kassel–Gießen–Karlsruhe wäre eher ne typische Relation für den ICE L.
Auf der Strecke gab und gibt es doch keinen Grund für irgendeinen ICE. Ein gekürzter ICE 1 (ICE L) bietet natürlich mehr Plätze für Pendler und den Urlaubsverkehr als ein ICE-T.
Da verwechselst du aber was: Die kurzen ICE 1 nennen sich ICE 1 LDV; ICE-L sind die ehemals ECx genannten Talgos.
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Weg mit dem 4744!
Ära der Neigetechnik zu Ende?
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 19.04.2022, 15:26 (vor 1444 Tagen) @ J-C
Hallo J-C, hallo ICE-Fans,
Die Frage ist: was kommt danach? Denn auch die ICE-T können nicht ewig fahren, wirtschaftlich gesehen. Gibt es Hinweise darauf, ob die DB auch in Zukunft Fernverkehrszüge mit Neigetechnik im Fuhrpark haben will oder ob es die erste und letzte ICE Baureihe mit diesem Feature ist?
Argumente dafür:
+ es gibt reichlich Bahnen in Europa wo Fernzüge mit Neigetechnik fahren:
ES: Alaris
PT: Alfa Pendular
IT: bestimmte Frecciargento
CH: ICN
CZ: CD680
AT: Reihe 4011
UK: Class 221 Super Voyager
SE: X2000 (auch deren Nachfolger?)
Also wieso kein ICE-T 2.0?
Doch wird das Konzept bei künftigen Bestellungen weiterverfolgt?
Argumente dagegen:
- Neigetechnik stellt landesweit eine Ausnahme da und nicht der Norm.
- für Neigetechnik-Einsatz muss die Strecke ertüchtigt werden.
Eine Rennbahn kostet zwar mehr, aber davon profitieren dann auch mehr Züge.
gruß,
Oscar (NL).
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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Ära der Neigetechnik zu Ende?
agw, NRW, Mittwoch, 20.04.2022, 10:38 (vor 1443 Tagen) @ Oscar (NL)
Argumente dagegen:
- Neigetechnik stellt landesweit eine Ausnahme da und nicht der Norm.
- für Neigetechnik-Einsatz muss die Strecke ertüchtigt werden.
Immerhin gibt es meinem Verständnis nach keinen Bedarf mehr für (verschiedene) landesspezifische Sicherungssysteme und die höhere Geschwindigkeit bei NT kann auch über ETCS abgewickelt werden.
--
"Mit Vollgas in den Sommer: Sparen Sie 20% bei Europcar."
- bahn.de
Das kommt nach dem ICE-T.
218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Mittwoch, 20.04.2022, 04:58 (vor 1444 Tagen) @ J-C
Die DB plant (leider) langfristig mit BR 411, über 2030 hinaus.
Die Nachfolge wird dann aber m.E. sehr wahrscheinlich mit Fahrzeugen ohne NT erfolgen, da es nur sehr wenig Einsatzgebiete dafür gibt und die Fahrzeiten dort nur um wenige Minuten reduziert sind. Abgesehen von den signifikanten Nachteilen im Komfort, die ICE-T für mich schlicht unfahrbar machen, sodass Fahrzeitverlängerungen und zusätzliche Umstiege - auf der NIM mit den IC1-RE noch im Rahmen, auf anderen Streken aber z.T. auch Umwege und grosse Zeitverluste erforderlich wurden um BR 411 zu vermeiden.
ICE4 und ICE-L werden dann vmtl. schon nicht mehr das neueste sein, sodass wohl der ICE5 in ca. 10-15 Jahren sowohl ICE3 als auch ICE-T ablösen wird.
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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
![[image]](https://i.ibb.co/3FX2shg/signature-met.png)
Das kommt nach dem ICE-T.
CNL484, Mittwoch, 20.04.2022, 10:19 (vor 1443 Tagen) @ 218 466-1
Die DB plant (leider) langfristig mit BR 411, über 2030 hinaus.
Die Nachfolge wird dann aber m.E. sehr wahrscheinlich mit Fahrzeugen ohne NT erfolgen, da es nur sehr wenig Einsatzgebiete dafür gibt und die Fahrzeiten dort nur um wenige Minuten reduziert sind. Abgesehen von den signifikanten Nachteilen im Komfort, die ICE-T für mich schlicht unfahrbar machen, sodass Fahrzeitverlängerungen und zusätzliche Umstiege - auf der NIM mit den IC1-RE noch im Rahmen, auf anderen Streken aber z.T. auch Umwege und grosse Zeitverluste erforderlich wurden um BR 411 zu vermeiden.
ICE4 und ICE-L werden dann vmtl. schon nicht mehr das neueste sein, sodass wohl der ICE5 in ca. 10-15 Jahren sowohl ICE3 als auch ICE-T ablösen wird.
Kann ich mir nicht vorstellen das Baureihe 411 oder 415 bis 2030 durchhält. Bei den Ausfällen und Störungen am Zug .Zb.ICE 1704.