[AT] GKB beschafft neue Züge mit großen Optionen (Allgemeines Forum)

J-C, In meiner Welt, Freitag, 15.04.2022, 19:22 (vor 1455 Tagen)
bearbeitet von J-C, Freitag, 15.04.2022, 19:24

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Die Graz-Köflacher-Bahn, kurz GKB ist ein Unternehmen, welches einerseits zu 100% der Republik Österreich gehört, anderseits rechtlich als Privatbahn gilt. Sie hat derzeit im Fuhrpark Stadler-GTW in der Diesel-Version und anderseits lokbespannte Doppelstockzüge. Derzeit ist das gesamte Netz dieses Betreibers mit Diesel betrieben, eine Elektrifizierung ist jedoch fix und mit dem Ausbau der Koralmbahn wird das Angebot noch weiter gesteigert.

Im Zuge dessen will die GKB ihre insgesamt 18 Dieselzüge durch 28 Elektrozüge ersetzen und schreibt in der Ausschreibung nicht nur eine obligate Zulassung in Deutschland (obwohl Deutschland ein Stückchen entfernt ist vom derzeitigen Kernnetz, welches eben in Graz und seiner südwestlichen Umgebung liegt), sondern eine Option auf 72 weitere Züge und der Möglichkeit der Zulassung in die Nachbarländer Österreichs.

Diese Ausschreibung scheint also die Möglichkeit für Expansionen jenseits der Steiermark und jenseits Österreichs zu bringen. Besonders die Erwähnung der gewünschten Zulassung nach Deutschland scheint darauf hin zu deuten, dass diese österreichische Regionalbahn sich Deutschland als potenziellen Markt zumindest mal angeschaut haben könnte.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

[AT] GKB beschafft neue Züge

EK-Wagendienst, EGST, Samstag, 16.04.2022, 08:56 (vor 1454 Tagen) @ J-C

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Die Graz-Köflacher-Bahn, kurz GKB ist ein Unternehmen, welches einerseits zu 100% der Republik Österreich gehört, anderseits rechtlich als Privatbahn gilt. Sie hat derzeit im Fuhrpark Stadler-GTW in der Diesel-Version und anderseits lokbespannte Doppelstockzüge.

Bin gerade auf dem Weg dort hin, um mir mal das Netz noch unter Diesel anzuschauen.
Quasi eine Dieselabschiedsfahrt, kann man ja früh mit beginnen.
Wie ich das letzte mal da war, fuhren noch die Schienenbusse.


Diese Ausschreibung scheint also die Möglichkeit für Expansionen jenseits der Steiermark und jenseits Österreichs zu bringen. Besonders die Erwähnung der gewünschten Zulassung nach Deutschland scheint darauf hin zu deuten, dass diese österreichische Regionalbahn sich Deutschland als potenziellen Markt zumindest mal angeschaut haben könnte.

Österreichische Züge in Deutschland bzw. andersherum zuzulassen, ist heute kein Hexenwerk mehr, da vieles gleich ist, sieht man ja auch bei den vielen ÖBB Fahrzeugen.

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Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

AT: GKB beschafft neue Züge (Einsatz DE/HR/HU/SI?)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Samstag, 16.04.2022, 14:21 (vor 1454 Tagen) @ J-C

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Im Zuge dessen (Elektrifizierung, Koralmbahn) will die GKB ihre insgesamt 18 Dieselzüge durch 28 Elektrozüge ersetzen und schreibt in der Ausschreibung nicht nur eine obligate Zulassung in Deutschland (obwohl Deutschland ein Stückchen entfernt ist vom derzeitigen Kernnetz, welches eben in Graz und seiner südwestlichen Umgebung liegt), sondern eine Option auf 72 weitere Züge und der Möglichkeit der Zulassung in die Nachbarländer Österreichs.

Diese Ausschreibung scheint also die Möglichkeit für Expansionen jenseits der Steiermark und jenseits Österreichs zu bringen. Besonders die Erwähnung der gewünschten Zulassung nach Deutschland scheint darauf hin zu deuten, dass diese österreichische Regionalbahn sich Deutschland als potenziellen Markt zumindest mal angeschaut haben könnte.

Wenn WESTbahn schon nach Deutschland fährt oder fahren möchte, wieso denn GKB nicht?
"GKB-IC", hört sich gut an...
Es sei die Rede von 28-72 Elektrotriebwagen. Da ist noch vieles möglich.
Stadler KISS und Stadler FLIRT3 gibt es in 200 km/h Version und mit Fernverkehrskomfort.

Interessant wären auch Graz - Maribor(SI) - Zagreb(HR), sowie Graz - Szombathely(HU).


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

AT: GKB beschafft neue Züge (Einsatz DE/HR/HU/SI?)

J-C, In meiner Welt, Samstag, 16.04.2022, 15:09 (vor 1454 Tagen) @ Oscar (NL)

Wenn WESTbahn schon nach Deutschland fährt oder fahren möchte, wieso denn GKB nicht?
"GKB-IC", hört sich gut an...

Klingt für mich irgendwie ähnlich wie PKP Intercity. Aber es geht wohl erstmal um Regionalverkehr.

Es sei die Rede von 28-72 Elektrotriebwagen. Da ist noch vieles möglich.

28+72. Denn es geht um eine Option auf 72 weitere Züge. Also insgesamt eine Order von bis zu 100 Elektrotriebzügen. Für so eine Regionalbahn, die bislang ausschließlich in der Südweststeiermark operiert, nicht wenig.

Stadler KISS und Stadler FLIRT3 gibt es in 200 km/h Version und mit Fernverkehrskomfort.

Daran habe ich keine Zweifel. Die PKP Intercity hat ja Flirt mit Küche und Herd drin beschafft. Man kann also sehr wohl auch in einem Stadler FLIRT frische Küche betreiben und das scheint auch mit den EU-Brandschutzvorschriften konform zu gehen.

Interessant wären auch Graz - Maribor(SI) - Zagreb(HR), sowie Graz - Szombathely(HU).

HR ist kein Nachbarland von Österreich. Graz - Maribor wird vermutlich mit den slowenischen Flirts gefahren, da diese ja bereits bestellt sind und ihre Zulassungsfahrten in Österreich absolvieren. Aktuell ist es ja so, dass man mitunter eine Umsteigeverbindung mit einem D-Zug von Graz nach Spielfeld und einem ICS nur von Spielfeld nach Maribor hat. Die Ironie ist, dass das alles nicht länger dauert als die Direktverbindung von Wien über Maribor nach Ljubljana/Zagreb...


gruß,

Oscar (NL).

Gruß
J-C

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

[AT] GKB beschafft neue Züge mit großen Optionen

Benjamin.Keller, Samstag, 16.04.2022, 22:49 (vor 1453 Tagen) @ J-C

Im Zuge dessen will die GKB ihre insgesamt 18 Dieselzüge durch 28 Elektrozüge ersetzen und schreibt in der Ausschreibung nicht nur eine obligate Zulassung in Deutschland (obwohl Deutschland ein Stückchen entfernt ist vom derzeitigen Kernnetz, welches eben in Graz und seiner südwestlichen Umgebung liegt)

Das erhöht ja auch erheblich die Möglichkeiten die Züge gebraucht wieder zu verkaufen und verringert damit auch das Kreditrisiko. Sowas werden wir sicher zumindest für DE/AT sicher zukünftig als Standard haben (für alle die nicht die ÖBB sind und deren Verkehrsvolumen haben).

Kosten Optionen Geld?

Alphorn (CH), Sonntag, 17.04.2022, 01:26 (vor 1453 Tagen) @ J-C

Hat das Bestellen von Optionen eigentlich Nachteile, sprich, kostet es etwas? Wenn nicht, ist die Aussagekraft ja nicht besonders hoch - man kann ja mal Optionen bestellen, auch wenn die Pläne nicht wirklich konkret sind.

Umgekehrt hat das Nichtbestellen von Optionen definitiv Nachteile, wenn man eine neue zeit- und kostenintensive Ausschreibung machen muss.

Kosten. Optionen. Geld.

Henrik, Sonntag, 17.04.2022, 02:28 (vor 1453 Tagen) @ Alphorn (CH)

Hat das Bestellen von Optionen eigentlich Nachteile, sprich, kostet es etwas? Wenn nicht, ist die Aussagekraft ja nicht besonders hoch - man kann ja mal Optionen bestellen, auch wenn die Pläne nicht wirklich konkret sind.

Grade weil Optionen für beide Seiten sehr große Vorteile bedeuten können, sind sie stets jedwede Erwähnung wert!
Hier noch einmal besonders.. bei dieser sehr hohen Anzahl von bis zu 100 Zügen.

Umgekehrt hat das Nichtbestellen von Optionen definitiv Nachteile, wenn man eine neue zeit- und kostenintensive Ausschreibung machen muss.

Wieso sollte es definitiv Nachteile haben?
Wenn man sich dazu entscheidet, die Optionen nicht oder nur teils zu ziehen und anstelle dessen neu auszuschreiben,
wird man sich in aller Regel deswegen dazu entscheiden, weil man sich definitiv Vorteile verspricht.

aahh, Du meint nicht das Bestellen bzw. Nichtbestellen von Optionen,
sondern Optionen gar nicht erst in den Vertrag mit reinzunehmen.
Das hat definitiv nicht zwingend Nachteile. Hier in diesem Falle würde es womöglich niemanden verwundern, wenn Optionen auf weitere Züge nicht Teil des Vertrages wären.
Wenn man ganz genau weiß, dass man weitere Züge nicht benötigt, benötigt man auch keine Optionen für weitere.

Sind die wirklich für die GKB ...

Altmann, Sonntag, 17.04.2022, 09:12 (vor 1453 Tagen) @ J-C

... oder steckt jemand dahinter, der sich nicht outen möchte (Regiojet, Flix, whoever)?

Kosten. Optionen. Geld.

guru61, Arolfingen, Dienstag, 19.04.2022, 06:34 (vor 1451 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von guru61, Dienstag, 19.04.2022, 06:34

Wieso sollte es definitiv Nachteile haben?
Wenn man sich dazu entscheidet, die Optionen nicht oder nur teils zu ziehen und anstelle dessen neu auszuschreiben,
wird man sich in aller Regel deswegen dazu entscheiden, weil man sich definitiv Vorteile verspricht.

Nun in unsrerem Betrieb kostet eine WTO ausschreibung für ein einfaches Produkt rund 250'000 Franken. Je komplizierter das Produkt ist, desto teurer wird die Ausschreibung.
Hier die Ausschreibung für den Schwarzmaulrosthaufen der SOB.
https://www.flickr.com/gp/r_walther/91jD6Y
So ein Pflichtenheft saugt man sich nicht aus den Fingern!
Und mann muss sich bewusst sein: Wenn man dabi schlampt, unddie Ausschreibung angefechtet wird, was heute leider fast immer der Fall wird, dann wirds teuer! Es verheht dann die Zeit wie im Fluge. Beispiele gibt ja genug!
Gruss Guru

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