WESTbahn beantragt Trassen nach Innsbruck, Flix nach Wien (Allgemeines Forum)

J-C, In meiner Welt, Donnerstag, 14.04.2022, 22:14 (vor 1498 Tagen)
bearbeitet von J-C, Donnerstag, 14.04.2022, 22:15

Link

Eins vorab: es wurden schon Trassen bei der SchienenControl beantragt, wo letztlich doch keine Nutzung stattfand. Unter anderem hab ich mal aufgeschnappt, dass Flix eigentlich für heuer eine Trasse von Leipzig bis Linz geplant hat. Ist wohl doch nichts draus geworden.
Zunächst der Antrag der WESTbahn.

Diese beabsichtigt, 6 Mal mit ihren KISS von Wien Hbf nach Innsbruck zu fahren - dies über den Korridor Salzburg - Rosenheimer Kurve - Kufstein. Das ist auch der Grund, wieso der Antrag publik wurde, für grenzüberschreitende Verkehre muss ein entsprechender Antrag gestellt werden.

Als nächstes Flix. Die wollen 2 Züge von Wien über München nach Stuttgart mit lokbespannten Zügen fahren. Lok soll eine 1016 sein.

Allerdings wollen die das getreu ihrer Philosophie wen anderen durchführen lassen.

Hier gibt es sogar einen Fahrplanentwurf für den österreichischen Teil.

Das kann alles und nichts bedeuten. Anscheinend hat aber jetzt auch Flix selbst Interesse am Verkehr nach Österreich gefunden und die WESTbahn scheint nach der erfolgreichen Expansion nach München nun mehr zu wollen.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

(Korrektur: WEST beantragt 5, nicht 6 Paare)

J-C, In meiner Welt, Donnerstag, 14.04.2022, 22:28 (vor 1498 Tagen) @ J-C
bearbeitet von J-C, Donnerstag, 14.04.2022, 22:33

Und es ist nicht klar, ob die von Wien Westbahnhof oder Wien Hbf fahren wollen…

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Danke!

Altmann, Freitag, 15.04.2022, 09:12 (vor 1498 Tagen) @ J-C

Als nächstes Flix. Die wollen 2 Züge von Wien über München nach Stuttgart mit lokbespannten Zügen fahren. Lok soll eine 1016 sein.

Hier gibt es sogar einen Fahrplanentwurf für den österreichischen Teil.

Die Fahrzeiten (mit so wenig Zwischenhalten) könnte man mit ner Dampflok wohl auch schaffen, dafür braucht ´s keine 1016 ... ;-)

Flügelung WESTbahn nach München / Innsbruck im Bf Rosenheim?

Bm235, Freitag, 15.04.2022, 09:35 (vor 1498 Tagen) @ J-C

Zunächst der Antrag der WESTbahn.

Diese beabsichtigt, 6 Mal mit ihren KISS von Wien Hbf nach Innsbruck zu fahren - dies über den Korridor Salzburg - Rosenheimer Kurve - Kufstein. Das ist auch der Grund, wieso der Antrag publik wurde, für grenzüberschreitende Verkehre muss ein entsprechender Antrag gestellt werden.

Bei Schienencontrol werden bereits die Abfahrts- und Ankunftszeiten ab Wien und Innsbruck genannt. Es ist dieselbe Fahrplanlage wie bei den Münchner Westbahn Zügen. Wird in Salzburg geflügelt und in Deutschland im Blockabstand hintereinander her gefahren oder wird erst in Rosenheim geflügelt? Letzteres wäre natürlich wirtschaftlicher und wenn man sowieso halten muss, kann man es auch noch als Fahrgasthalt zum Ein- und Ausstieg in den Fahrplan aufnehmen.

Oder Innsbruck statt München (glaub ich eher!)?

Altmann, Freitag, 15.04.2022, 09:48 (vor 1498 Tagen) @ Bm235

- kein Text -

Oder die Züge nach München werden verschoben

J-C, In meiner Welt, Freitag, 15.04.2022, 10:26 (vor 1498 Tagen) @ Altmann

Man kann wunderbar in den zweistündigen Lücken, die der Plan vorsieht, die Münchner Züge einschieben. Nachdem, was ich gesehen hab, kann ich mir kaum vorstellen, dass sich der Verkehr nach München nicht rechnen würde.

Zur Not halt wie bei den RJX jetzt schon. Gibt es in Rosenheim überhaupt die Infrastruktur zum Flügeln?

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Oder die Züge nach München werden verschoben

JeDi, überall und nirgendwo, Freitag, 15.04.2022, 11:15 (vor 1498 Tagen) @ J-C

Man kann wunderbar in den zweistündigen Lücken, die der Plan vorsieht, die Münchner Züge einschieben. Nachdem, was ich gesehen hab, kann ich mir kaum vorstellen, dass sich der Verkehr nach München nicht rechnen würde.

Zur Not halt wie bei den RJX jetzt schon. Gibt es in Rosenheim überhaupt die Infrastruktur zum Flügeln?

Welche Infrastruktur meinst du? Flügeln geht doch eigentlich immer und überall, siehe Bischofswerda.

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Weg mit dem 4744!

Oder die Züge nach München werden verschoben

Altmann, Freitag, 15.04.2022, 12:19 (vor 1498 Tagen) @ JeDi

Welche Infrastruktur meinst du? Flügeln geht doch eigentlich immer und überall, siehe Bischofswerda.

Könnte mir vorstellen, dass er fragen wollte, ob es überhaupt entsprechende Gleise dafür gibt. Antwort: Ja, gibt es. Früher (vor der Rosenheimer Kurve) wurden die ÖBB-Züge ja in Rosenheim gewendet.

Trotzdem würde m.M.n. Flügeln in Prien oder Salzburg mehr Sinn machen. Könnte mir allerdings vorstellen (bzw. weiß), dass die Pendler ausm Chiemgau nach München inzwischen schon hochrote Köpfe haben, weil permanent die Strecke durch Ösi-Transitzüge zugemacht wird. Und dann kommen noch die permanenten Bauarbeiten dazu, und die Pendlerzüge verhungern hoffnungslos.

Und wenn man dann also 2 ÖBB-Züge im Blockabstand (München / Innsbruck), und dann noch 2 WESTbahn-Züge im Blockabstand über die Strecke schickt, dann ...

Denke aber trotzdem, dass die WESTbahn eher überlegt, München durch Innsbruck zu ersetzen. Erstens glaub ich an mehr Fahrgastpotential, und zweitens gilt nach Innsbruck ja das Klima-Ticket (und ergo gibt ´s inoffiziell ne Subvention vom Steuerzahler für die Strecke).


P.S.: OT: Der Semmeringtunnel wird nun frühestens 2030 in Betrieb gehen. Sollte man sich auch überlegen (wieviele Jahrzehnte man dran jetzt bastelt), wenn man über ne NBS Salzburg-Innsbruck laut nachdenkt.

Oder die Züge nach München werden verschoben

J-C, In meiner Welt, Freitag, 15.04.2022, 12:55 (vor 1497 Tagen) @ Altmann
bearbeitet von J-C, Freitag, 15.04.2022, 12:57

Welche Infrastruktur meinst du? Flügeln geht doch eigentlich immer und überall, siehe Bischofswerda.


Könnte mir vorstellen, dass er fragen wollte, ob es überhaupt entsprechende Gleise dafür gibt. Antwort: Ja, gibt es. Früher (vor der Rosenheimer Kurve) wurden die ÖBB-Züge ja in Rosenheim gewendet.

Mir geht‘s eher um die Frage, ob da entsprechende Einrichtungen vorhanden sind, um Flügeln und Vereinigen zu erleichtern. Klar kann man überall das tun, aber da kann auch eine Menge Zeit drauf gehen.

Trotzdem würde m.M.n. Flügeln in Prien oder Salzburg mehr Sinn machen. Könnte mir allerdings vorstellen (bzw. weiß), dass die Pendler ausm Chiemgau nach München inzwischen schon hochrote Köpfe haben, weil permanent die Strecke durch Ösi-Transitzüge zugemacht wird. Und dann kommen noch die permanenten Bauarbeiten dazu, und die Pendlerzüge verhungern hoffnungslos.

Ich glaube die stört es nicht, solange es nicht zu Verzögerungen deswegen kommt.

Und bei der einen Fahrt, wo ich hin und zurückfuhr, fuhr man in beiden Fällen der RB von/nach Kufstein hinterher, mit entsprechenden Verlangsamen und Beschleunigen zwischen Grafing und Rosenheim.

Die WESTbahn wäre normalerweise aber auch pünktlich, würde Söders Kabinett halt nicht seine (im Prinzip sinnlosen, da leicht umgehbaren) Kontrollen in Freilassing forcieren. Das fällt jedoch ohnehin weg im Korridorverkehr nach Innsbruck, vermutlich solange kein Zwischenhalt erfolgt.

Und wenn man dann also 2 ÖBB-Züge im Blockabstand (München / Innsbruck), und dann noch 2 WESTbahn-Züge im Blockabstand über die Strecke schickt, dann ...

…ist das für Trainspotter traumhaft. Die kriegen einen Batzen Züge verschiedenster Couleur. DB IC/EC, ÖBB EC, ÖBB-Railjet, WESTbahn, Meridian…

Denke aber trotzdem, dass die WESTbahn eher überlegt, München durch Innsbruck zu ersetzen.

Kann ich mir nicht vorstellen, so kurz nach Aufnahme des Betriebs. Bislang scheint man ja zufrieden zu sein.

Erstens glaub ich an mehr Fahrgastpotential,
Schau dir mal an, wie groß München ist und wohin man von dort kommt…

…und dann schaust du dir Innschbruck an.

und zweitens gilt nach Innsbruck ja das Klima-Ticket (und ergo gibt ´s inoffiziell ne Subvention vom Steuerzahler für die Strecke).

Interessant würde das jedenfalls für die Korridorstrecke sein. Es spricht jedenfalls kaum was dagegen, die Züge stündlich versetzt zu führen, so wird sich der Halbstundentakt Wien - Salzburg auch besser rentieren, weil ja mehr Fahrgäste damit unterwegs sind.


P.S.: OT: Der Semmeringtunnel wird nun frühestens 2030 in Betrieb gehen. Sollte man sich auch überlegen (wieviele Jahrzehnte man dran jetzt bastelt), wenn man über ne NBS Salzburg-Innsbruck laut nachdenkt.

Der Semmering ist aber auch ein anderes Kaliber vom Gestein her. Da tut man sich in anderen Regionen leichter.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Oder die Züge nach München werden verschoben

Altmann, Freitag, 15.04.2022, 13:05 (vor 1497 Tagen) @ J-C

Ich glaube die stört es nicht, solange es nicht zu Verzögerungen deswegen kommt.

Na ja, wenn Du mehr Verkehr auf eine überfüllte Strecke packen möchtest, wird das wohl kaum zu verhindern sein.

Bin mal mit der BRB von München nach Salzburg gefahren. Ankunft mit +55. Weiß nicht, wie oft wir auf ein Abstellgleis gestellt wurden, während ein Railjet vorbei wollte. Die Pendler nahmens meist mit Humor ("Ach, wenns nicht so wäre, würd mir ja was fehlen! Das ist doch immer so!") ...

Und fahr mal im Sommer dort (mein Tipp: Von Mai bis Juli gibt ´s auch dieses Jahr wieder (wie immer) ne schöne Baustelle dort)! ...

Schau dir mal an, wie groß München ist und wohin man von dort kommt…

Mit nem neuen Ticket. Wieso nicht gleich ein viel billigeres DB-Ticket von Wien nehmen, inklusive Vor- und Nachlauf?


…und dann schaust du dir Innschbruck an.

Eine hübsche Stadt! Schau ich mir immer gern an. :-) ... Und von dort kann man mit Klimaticket bequem weiterreisen.

Rosenheimer Kurve?

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Freitag, 15.04.2022, 10:00 (vor 1498 Tagen) @ Bm235

Hey.

Zunächst der Antrag der WESTbahn.

Diese beabsichtigt, 6 Mal mit ihren KISS von Wien Hbf nach Innsbruck zu fahren - dies über den Korridor Salzburg - Rosenheimer Kurve - Kufstein.

Es ist dieselbe Fahrplanlage wie bei den Münchner Westbahn Zügen. Wird in Salzburg geflügelt und in Deutschland im Blockabstand hintereinander her gefahren oder wird erst in Rosenheim geflügelt? Letzteres wäre natürlich wirtschaftlicher

Allerdings wäre es dann e-t-w-a-s umständlich, über die o.g. Rosenheimer Kurve zu fahren ... ;-)

Gäbe es denn kurz vor Rosenheim keine Möglichkeit zur Zugtrennung? Oder in Gegenrichtung zur Vereinigung?


Schöne Grüße von jörg

Kompromissvorschlag

Bm235, Freitag, 15.04.2022, 10:09 (vor 1498 Tagen) @ Der Blaschke

Es gehen auch beide Vorschläge ohne zweiten Zugteil und ohne Flügelung. Man fahre Wien - Salzburg - Innsbruck - Seefeld/Tirol - Mittenwald - Garmisch - München. Die Fahrzeit Wien - München wird sich gegenüber heute geringfügig verlängern, aber dafür fährt man die landschaftlich reizvollere Route. :-)

Kompromissvorschlag

Altmann, Freitag, 15.04.2022, 10:15 (vor 1498 Tagen) @ Bm235

Es gehen auch beide Vorschläge ohne zweiten Zugteil und ohne Flügelung. Man fahre Wien - Salzburg - Innsbruck - Seefeld/Tirol - Mittenwald - Garmisch - München. Die Fahrzeit Wien - München wird sich gegenüber heute geringfügig verlängern, aber dafür fährt man die landschaftlich reizvollere Route. :-)

Du hast vergessen, dass die WESTbahn ja auch nach Bregenz möchte. Also Wien-München-Bregenz-Innsbruck-Wien. Wobei mein Vorschlag ja immer schon eine bessere Verbindung nach Graz war, also Wien-München-Bregenz-Innsbruck-Klagenfurt-Graz-Wien. Die sicher schnellste Variante München-Wien! ;-)

WESTringbahn oder RingWESTbahn?

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Freitag, 15.04.2022, 12:24 (vor 1498 Tagen) @ Altmann

Hey.

Wobei mein Vorschlag ja immer schon eine bessere Verbindung nach Graz war, also Wien-München-Bregenz-Innsbruck-Klagenfurt-Graz-Wien. Die sicher schnellste Variante München-Wien! ;-)

Dann muß man nur noch komplett ohne Fahrtrichtungswechsel auskommen - und fertig ist die RINGBAHN.

Okay, klappt nicht in 60 Minuten wie in Berlin - aber wenn die Koralmbahn mal fertig ist, so um die 16 Std bis 20 Std, wenn ich das gerade mal so freihändig kalkuliere ...


Bei 16 Std böte sich erstmal ein 4-Std-Takt an zum Start. Dann 2 Std und dann Stundentakt.


Schöne Grüße von jörg


Wobei ich gerade an die Überschrift denke: kann die WESTbahn dann noch WESTbahn heißen, wenn die Westbahn nur noch ein kleines Teilstück der bedienten Strecken ist!?!?!?!

Beispiel "euregiobahn" (NRW)

Tobs, Region Köln/Bonn, Freitag, 15.04.2022, 14:36 (vor 1497 Tagen) @ Der Blaschke

Grüße zurück ... :)

Wobei ich gerade an die Überschrift denke: kann die WESTbahn dann noch WESTbahn heißen, wenn die Westbahn nur noch ein kleines Teilstück der bedienten Strecken ist!?!?!?!

Naja, bei uns in NRW heißt die RB 20 ja auch "euregiobahn" ... -;)

Wobei wir es in NRW mit der Unterscheidung RB vs. RE auch schon einmal etwas "großzügiger" sehen (z. B. RE 10, RB 31 und RE 49; so aber auch RLP bspw. mit einem simultanen RB/E 22 innerhalb des eigenen Bundeslands).

Nun gut, faktisch verkehrt sie ja auf dem Gebiet der Euregio (Maas-Rhein), insofern alles gut.
Andererseits ist der "EuregioAixpress" (RE 29) eigentlich eine RB, da kein Zwischenhalt ausgelassen wird, so dass der Name - da zumindest grenzüberschreitend - auf diesen übertragen werden müsste. Dagegen spricht natürlich wiederum die anvisierte Verlängerung der heutigen "euregiobahn" nach Eupen (B), wo dann wohl die Systemtrennstelle - bei ebenfalls geplanter Elektrifizierung - angesiedelt werden dürfte. Dies dürfte insbesondere dann auch an Bedeutung gewinnen, wenn die Systemtrennstelle Richtung Belgien an die belgisch-deutsche Grenze verlegt wird und die belgischen Züge nur noch "erschwert" nach Aachen kommen werden.

Diesbezüglich erschließt sich mir die Planung kaum: Was spräche gegen eine Verlegung der Trennstelle zur Hammerbrücke/Abzweig Welkenraedt (Wesertalstrecke), so dass von 15 kV 16,7 Hz ~ - je nach Strecke - direkt auf 25 kV 50 Hz ~ und 3 kV = gewechselt werden könnte, so dass nur jeweils ein Übergang und keine Dreisystemzüge vonnöten wären? Noch besser wäre ein Systemübergang auf der Wesertalstrecke im Bahnhof Welkenraedt, so dass die Züge aus Köln - u. a. zur Entlastung des Aachener Hbf - durchgebunden und in Welkenraedt (w)enden könnten. Ich möchte mal behaupten, dass dort auch noch ausreichend Fläche für einen etwaig benötigten zusätzlichen Bahnsteig (Gleise 7 und 8) wäre, wobei ja gerade erst ein zusätzlicher Bahnsteig in Eupen gebaut wird und zusätzliche Kapazität schaffen dürfte.

Beispiel "euregiobahn" (NRW)

AlbertP, Ulm, Freitag, 15.04.2022, 17:22 (vor 1497 Tagen) @ Tobs

Diesbezüglich erschließt sich mir die Planung kaum: Was spräche gegen eine Verlegung der Trennstelle zur Hammerbrücke/Abzweig Welkenraedt (Wesertalstrecke), so dass von 15 kV 16,7 Hz ~ - je nach Strecke - direkt auf 25 kV 50 Hz ~ und 3 kV = gewechselt werden könnte, so dass nur jeweils ein Übergang und keine Dreisystemzüge vonnöten wären? Noch besser wäre ein Systemübergang auf der Wesertalstrecke im Bahnhof Welkenraedt, so dass die Züge aus Köln - u. a. zur Entlastung des Aachener Hbf - durchgebunden und in Welkenraedt (w)enden könnten. Ich möchte mal behaupten, dass dort auch noch ausreichend Fläche für einen etwaig benötigten zusätzlichen Bahnsteig (Gleise 7 und 8) wäre, wobei ja gerade erst ein zusätzlicher Bahnsteig in Eupen gebaut wird und zusätzliche Kapazität schaffen dürfte.

Hierüber wird tatsächlich schon lange geredet. Die Verlegung des Systemwechsels nach Hammerbrücke ist noch immer geplant, aber nur langfristig: https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?003,9448068

WESTbahn-Fahrplanentwurf nach Innsbruck

Altmann, Montag, 18.04.2022, 09:43 (vor 1495 Tagen) @ J-C

Hab mir mal den bei der Schienen-Control eingereichten Fahrplanentwurf der WB angeschaut, und da ist mir manches aufgefallen, bzw. hab ich dazu Fragen an die Experten hier:


Als erstes ist mir natürlich das falsche Datum aufgefallen - nun, geschenkt (WESTbahn-Administration ist sowieso immer schon speziell gewesen). Zweitens ist mir aufgefallen, dass KISS3 eingesetzt werden sollen (wieso dauert ´s eigentlich so lange, bis die China-Garnituren fahren werden - sind ja schon seit Monaten im Probebetrieb!?).


Zu der hier diskutierten Variante, gekoppelt bis Rosenheim zu fahren: Aktuell fährt z.B. Zug WB962 um 8:06 in Wien West ab und kommt um 10:38 in Salzburg an. Wenn der neue Zug um 8:12 Uhr in Wien Hbf abfahren und gekoppelt fahren soll, müsste er also 6 Minuten schneller fahren. Wenn man nun noch dazurechnet, dass eine Fahrt ab Hbf wohl etwa 4 Minuten länger dauert als ab Wien West, dann müsste man die Fahrzeit Wien-Salzburg also um etwa 10 Minuten kürzen. Ist das realistisch machbar?

Also für mich schaut das eher danach aus, dass die 2 Züge wohl eher im Blockabstand hintereinander fahren sollen. Was natürlich die RJ der ÖBB wieder mal ins Chaos stürzen würde.


Dass man ab Wien Hbf fährt, macht für mich durchaus Sinn. Die Strecke nach Innsbruck wird wohl viele Klimaticket-Kunden anziehen, Tiroler profitieren vom Klimaticket wohl besonders stark. Und die werden wohl einfach zum Hauptbahnhof / Bahnhof Meidling fahren, und dort in den nächsten Zug Richtung Innsbruck einsteigen wollen (egal, ob ÖBB oder WESTbahn).

Und da ist natürlich auch der Fahrplanentwurf der WESTbahn ne schlaue Sache. Die WESTbahn fährt 18 Minuten vor dem RJX, und greift damit wohl so manchen ÖBB-Kunden ab (nur in der Gegenrichtung läuft ´s nicht so gut für die WESTbahn).


Könnte natürlich auch ein Test-Ballon sein, um zu sehen, wie Züge ab Wien Hbf jetzt (nach Einführung des Klimaticket) funktionieren. Und es würd mich nicht wundern, wenn der Test-Ballon erfolgreich verläuft, und die WESTbahn irgendwann mal HAUPTbahn heißt (HAselsteiner Und Posch Touristik) ...

WESTbahn-Fahrplanentwurf nach Innsbruck

J-C, In meiner Welt, Montag, 18.04.2022, 09:48 (vor 1495 Tagen) @ Altmann

Nenene, vergleich mal die Sektion mit dem Laufweg. Ich glaube wirklich, da hat sich wer vertan, das passt sonst vorne und hinten nicht. Im Blockabstand fahren ergibt ja noch weniger Sinn, besonders für ein Unternehmen, welches wirtschaftlich agieren muss…

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

WESTbahn-Fahrplanentwurf nach Innsbruck

Altmann, Montag, 18.04.2022, 09:51 (vor 1495 Tagen) @ J-C

Nenene, vergleich mal die Sektion mit dem Laufweg. Ich glaube wirklich, da hat sich wer vertan, das passt sonst vorne und hinten nicht. Im Blockabstand fahren ergibt ja noch weniger Sinn, besonders für ein Unternehmen, welches wirtschaftlich agieren muss…

Also wenn ´s wirtschaftlich agieren müsste, gebe es die WESTbahn schon lange nimmer. Der Haselsteiner hat wohl zu viel Geld ;-) ...

Aber ja, die Fahrzeit ist sehr "ambitioniert". Wien-Innsbruck so schnell wie die RJX, aber mit mehr Halten und vmax 200 ... Aber umgekehrt hab ich vor Einführung des Fahrplans Wien-Salzburg auch nicht geglaubt, dass die WB das schaffen wird (und die RJ sogar noch unterwegs überholen wird) ...

WESTbahn-Fahrplanentwurf nach Innsbruck

Altmann, Montag, 18.04.2022, 10:06 (vor 1495 Tagen) @ Altmann

Aber ja, die Fahrzeit ist sehr "ambitioniert".

P.S.: Funktionieren könnt ´s vielleicht nach Fertigstellung der NBS Neumarkt-Salzburg. Weißt Du, wann das der Fall sein wird?

WESTbahn-Fahrplanentwurf nach Innsbruck

J-C, In meiner Welt, Montag, 18.04.2022, 10:41 (vor 1495 Tagen) @ Altmann

Projektierter Baubeginn ist erst 2025/2026. Die Salzburger waren so eigen, dass die Politik es sich auf die Fahnen schrieb, dass das Projekt nicht gemacht wird. Jetzt haben die NIMBYs ihre Wehwehchen, das wird noch lustig.
https://infrastruktur.oebb.at/de/projekte-fuer-oesterreich/bahnstrecken/weststrecke-wie...

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Schnelle Fahrzeiten? Klar…

J-C, In meiner Welt, Montag, 18.04.2022, 10:45 (vor 1495 Tagen) @ Altmann
bearbeitet von J-C, Montag, 18.04.2022, 10:47

Die Halte sind dafür kürzer und auf Strecken mit teils erheblichen Geschwindigkeitsunterschieden ist die Beschleunigung ein spürbarer Faktor.

Das kann sich durchaus zu einem gewissen Grad ausgleichen.

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Schnelle Fahrzeiten? Klar…

Altmann, Montag, 18.04.2022, 12:39 (vor 1494 Tagen) @ J-C

Hab mal versucht, die Fahrplanzeiten Wien-Innsbruck aufzubröseln. Und siehe da, das ist keineswegs unschaffbar:

Wien Hbf ab (z.B.) 08:12
Wien Meidling ab 08:18
St.Pölten Hbf ab 08:42 (hinterm ÖBB-Taktknoten, Aufsammeln von Umsteigern)
Amstetten ab 09:05 (hinterm ÖBB-Taktknoten, Aufsammeln von Umsteigern)

(Überholung RJ 544 in St.Valentin - dort, wo Überholen Sinn macht, im Gegensatz zu Prinzersdorf)

Linz Hbf ab 09:31 (genau zur ÖBB-Taktknotenzeit)
Wels Hbf ab 09:44
Attnang-Puchheim ab 09:59
Vöcklabruck ab 10:04
Salzburg Hbf ab 10:43

Kufstein ab 11:52 (der folgende RJX hält nicht in Kufstein - also optimal!)
Wörgl Hbf ab 12:04
Innsbruck Hbf an 12:29 (diverse Anschlüsse, z.B. RJX nach Bregenz, ...)

Also gar so dumm ist der Fahrplan gar nicht, und sollte durchaus machbar sein. Nur die ÖBB werden wenig Freude damit haben (der RJ 544 kriegt dadurch 5 min. Verspätung, die er aber bis Salzburg aufholen muss, weil sonst der Salzburger Taktknoten platzt!).

Persönlich ...

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 18.04.2022, 16:57 (vor 1494 Tagen) @ Altmann

Hey.

Also wenn ´s wirtschaftlich agieren müsste, gebe es die WESTbahn schon lange nimmer.

Vom ersten Tag an nicht ...

Der Haselsteiner hat wohl zu viel Geld ;-) ...

Zum einen das. Zum anderen ist er halt nur mal "Tiroler des Jahres" geworden. Die Pöstchen ganz oben blieben ihm immer verwehrt. Da kann man sich schon mal ärgern. Und das als Antriebsfeder nutzen, andere zu nerven.


Schöne Grüße von jörg

Übrigens: Haselsteiner sprach von Ende 2023

J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 20.04.2022, 12:27 (vor 1493 Tagen) @ J-C
bearbeitet von J-C, Mittwoch, 20.04.2022, 12:28

Link

Bei der Präsentation der neuen Verbindung nach München vor 12 Tagen kam man auch auf eine mögliche Verbindung nach Innsbruck zu sprechen. Die sollte im besten Fall Ende 2023 kommen - abhängig davon, ob 4 neue Züge dann zugelassen sind. Die Rede ist von einem aufwändigen Genehmigungsverfahren.

Wer die Nachrichten aus 2021 verfolgt hat, weiß, dass es hierbei um die 4 Züge der Firma CRRC geht, die im Chinesischen Zhouzhou produziert werden. Die WESTbahn hat mit einer Bestellung chinesischer Züge ja bereits versucht, ein Druckmittel gegenüber Stadler aufzubauen, um bessere Konditionen zu erwirken. Die Entscheidung ist auch mit der Bestellung neuer KISS 2 (Danke Twindexx für diese Klarstellung) getroffen, vermutlich, um später selbst von einem größeren Markt profitieren zu können.

Es geht um 4 Doppelstockzüge mit 200 km/h Höchstgeschwindigkeit, die sich in vielen Merkmalen an die Stadler KISS ähneln. Ich hoffe, dass diese Züge bald auf Schiene kommen, immerhin bedeutet das mal mehr Abwechslung im österreichischen Schienenverkehr.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Die werden doch schon seit 2021 in CZ getestet!?

Altmann, Mittwoch, 20.04.2022, 12:31 (vor 1493 Tagen) @ J-C

- kein Text -

Wie viele CRRC-Triebzüge gibt es im EU-Raum?

J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 20.04.2022, 12:42 (vor 1492 Tagen) @ Altmann

Die Firma CRRC muss die Züge erstmal aus China nach Europa transportieren - in der derzeitigen Lage geht das wohl nur per Schiff. Dann ist es eine komplett neue Baureihe eines Herstellers abseits der EU, welches auch noch gar nicht in der EU etabliert ist. Naturgemäß braucht das Zulassungsverfahren länger. Man denke an die Sirius-Züge für LEO-Express, die noch immer nicht in Tschechien im Einsatz sind.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Wie viele CRRC-Triebzüge gibt es im EU-Raum?

Altmann, Mittwoch, 20.04.2022, 13:18 (vor 1492 Tagen) @ J-C

In der Trassenbestellung ist ja aber auch von KISS3 die Rede ...

Ich persönlich hab eher so das Gefühl, dass der Herr WESTbahn bei der Präsentation der neuen Verbindung vielleicht vergessen hat zu erwähnen, dass man die Verbindung schon bald wieder einstellen wird (und die Züge lieber nach Innsbruck schickt - zumal ja nun auch noch Flix von Wien nach München fahren will, und die DB ihre Preise gesenkt hat).

Wie viele CRRC-Triebzüge gibt es im EU-Raum?

J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 20.04.2022, 18:21 (vor 1492 Tagen) @ Altmann
bearbeitet von J-C, Mittwoch, 20.04.2022, 18:22

Ohh dear, das wäre nur absurd. Es kostet zufälligerweise Ressourcen, die Verbindung zu etablieren. Die haben einen Fahrkartenschalter in München Hbf eingerichtet, der bestimmt für länger als nur 8 Monate in Betrieb bleiben soll. Man hat diese Entscheidung schon seit längerem getroffen und wird wohl kaum mal eben das zurücknehmen.

Vor allem, da ja wie gesagt man die Einrichtung der Verbindung nach Innschbruck von der Auslieferung der 4 CRRC-Züge abhängig macht. Wieso sollte da plötzlich eine Planänderung kommen? Nein, was kommen wird, sind 4 Chinesische Züge und Verbindungen nach München UND Innschbruck. Die Chinesischen Züge werden wohl zunächst im Binenverkehr eingesetzt, später vielleicht auch nach Deutschland. So verstehe ich die Sachlage.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

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